Oberwest" durfte nicht mit der Sorge um Ostpreußen und um das Zurückweichen der österreichischungarischen Heere belastet sein; noch weniger damit, tfb die deutsche Flotte oder die U.-Boote ausfallen sollten, ob die Kolonien noch halten, was Japan und Italien vorhätten. Für ihn durfte es nur das eineZiel geben: Ich muß imWestensiegen; ick muß die Marneschlacht gewinnen! Und dieser „Oberwest" wäre eben dann von selbst in der Zeit um den 9. September nahe bei seinen Truppen und vor allem nahe dem Entscheidungsflügel gewesen und hätte sich durch persönliche Rücksprache mit den Führern der 1. und 2. Armee den nötigen Einblick und den nötigen Eingriff in die Entscheidung gesichert!
Der Geburtstag des Reichsministers Dr. Goebbels.
Persönliche Glückwünsche des Führers.
Berlin, 29. Oft. (DNB.) Anläßlich des 38. Geburtstages des Reichsministers Dr. Goebbels fanden sich in seiner Wohnung eine große Zahl von Gratulanten ein. Gegen Mittag erschien der Führer selbst, um Dr. Goebbels persönlich seine Glückwünsche zu überbringen und ihm ein wertvolles O ri g i n a l g e m ä ld e von Spitz- w e g zu überreichen. Musikkapellen der SA. und der Marine-SA. sowie ein Trommler- und Fanfarenkorps des Jungvolks und ein Singchor der HI. und des BDM. brachten dem Berliner Gauleiter ein Geburtstagskonzert. Den ganzen Tag über liefen zahllose Glückwunschschreiben, Telegramme, Blumengrüße und Geschenke aus allen Schichten des Volkes ein, unter denen sich auch eine vom Gau Berlin-Brandenburg des Reichsarbeitsdienstes überreichte und von Arbeitsmännern in mühseliger vierwöchiger Arbeit selbstgeschnitzte G e- schlechterwiege für den am 2. Oktober geborenen Stammhalter des Ministers befand.
Reichsminister Rust sandte an Dr. Goebbels fol- oendes Telegramm: „Lieber Parteigenosse Goebbels! Auch fürs neue Lebensjahr wünsche ich Ihnen jene lebendige, unermüdlich wirkende Kraft für Volk und Führer, die Sie schon so lange Jahre eingesetzt haben. In treuer Kameradschaft Bernhard Rust." — Der Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley hat folgendes Telegramm gesandt: „Wenn ich Ihnen zu Ihrem heutigen Geburtstage meinen herzlichen Glückwunsch übermittle, so gedenke ich dabei nicht nur des alten erprobten Kampfgefährten und immer treuen Mitarbeiters am herrlichen Werk unseres Führers, sondern auch des zielbewuhten Berliner Gauleiters, der aus seiner Liebe zum werktätigen deutschen Menschen immer und jederzeit das Wollen und die Aufgaben der Deutschen Arbeitsfront mit Verständnis und Tatkraft zu fördern wußte. Mit meinen Glückwünschen soll Ihnen deshalb heute auch mein und aller meiner Mitarbeiter kameradschaftlicher Dank die innige Verbundenheit unserer Arbeit Aum Ausdruck btingen. Dr. Robert Ley." — Auch Ministerpräsident Siebert hat dem Minister die Glückwünsche der bayerischen Landesregierung und seine persönlichen Glückwünsche übermittelt.
Sicherung des Kirchenfriedens in den Gemeinden.
Berlin, 29. Oktober. (DNB.) Der Reichs- k i r ch e n a u s s ch u-ß hat in einem Runderlaß an die Landeskirchen zu der vielumstrittenen Frage der Benutzung der kirchlichen Gebäude für Veranstaltungen der einzelnen kirchlichen Einrichtungen Stellung genommen. Er hat betont, daß die besonderen Umstände zwar eine Notregelung erforderten, hierbei der Gesichtspunkt der unbedingten Einheit der evangelischen Gemeinde beachtet bleiben müsse.
Im einzelnen wird betont, daß jeder ordinierte G e i st l i ch e, der in einer Gemeinde f e st angestellt ist, das Recht auf Benutzung der kirchlichen Gebäude seiner Gemeinde zu gottesdienstlichen Zwecken hat. Ferner wird der Grundsatz aufgestellt, daß die Entscheidungen der Gemeindekörperschaften über die Einräumung der Kirchen zu Sondergottesdiensten jederzeit von einer höheren Instanz überprüft werden können.
Mit Nachdruck wird endlich heroorgehoben, daß alle Gottesdienste innerlich und äußerlich so zu gestalten sind, daß sie als ordentliche Gottes- dienste der ganzen Gemeinde dienen. Jeder Mißbrauch der Gottesdienste für kirchen- politische Zwecke soll vermieden werden.
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In Verfolg der Maßnahmen des Herrn Reichs- minifters zur Wiederherstellung des Kirchenfriedens hat der Landeskirchenausschuß für die Evangelische Kirche der Altpreußischen Union in einem Runderlaß an die Konsistorien eine grundsätzliche Entscheidung in dem Sinne getroffen, daß Disziplinarverfahren und Disziplinarmaß- nahmen kirchenpolitischer Art sofort zu überprüfen und auszusetzen sind. Von der D e r- Hängung von Ordnungsstrafen im Verwaltungswege ist abzusehen; bereits verhängte Strafen sind nicht mehr einzuziehen, bereits gezahlte Strafen sind zurückzuzahlen. Beurlaubungen, die gegen Geistliche und Superintendenten wegen ihrer Stellungnahme im Kirchenstreit ausgesprochen worden sind, sind grundsätzlich aufzuheben. In dem Erlaß werden die besonderen Fälle aufgezählt und eine Ueberprüfung in dem angeführten Sinne zur Pflicht gemacht. Devisenschiebungsprozeß gegen katholische Ordensschwestern. Berlin, 28. Ott. (DNB.) Dor der 4. Großen Strafkammer des Berliner Landgerichts begann der bisher größte Devifenprozeß gegen katho- lische Ordensangehörige. Die Anklage richtet sich gegen die Generalprokuratorin in der „Genossenschaft der Schwestern unserer lieben Frau" Anna S ch r o e r s aus Mülhausen bei Kempen am Rhein. Die Gesamtsumme der von der Angeklagten ins Ausland gebrachten Beträge soll sich auf 825000 Mark belaufen. Der größte Teil dieser Summe wurde in den Jahren 1 932 bis 1 93 4 unter Mißbrauch der Ordenskleidung in Reichsbanknoten nach Holland geschafft und hier angelegt, 180 000 Mark gelangten über die Universum-Bank in Münster zur Uni- versum-Bank in Amsterdam. Die Angeklagte hat ferner durch unrichtige und unvollständige Angaben Devisengenehmigungen in Höhe von 360 000 Mark erschlichen. Das Geld diente zum Rückkauf von Obligationen der ausländischen Ordensanleihen Bei einem Tilgungsgeschäft in Dollarbonds verdiente oas Mutterhaus rund 300 000 Mark. In Amsterdam wurden die verschobenen Reichsmarkbeträge
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Warnung an China bedeute.
Palastes begangen. Jahrelang bot der Platz, an dem einst der Münchener Glaspalast stand, den traurigen Anblick einer Schutthalde. Dank der Initiative des Führers erfährt nun dieser Platz im Herzen der Stadt nach den von Professor T r o o st hinterlassenen Skizzen und durch die Arbeit der Professoren Wackerle und Bieber gartenbaulich und architektonisch eine Ausgestaltung, die die Fremdenstadt München um eine neue Sehenswürdigkeit bereichert. Es entsteht hier ein Stadt- park mit einer prächtigen Brunnenanlage, einem Gaststättenbau und einem Ausstellungstempel. Das Gaststättengebäude besteht aus einem Hauptbau und
Tokio, 30. Okt. (DNB. Funkspruch.) Amtlich wird bestätigt, daß der japanische Generalkonsul K a b a g o e und der Kommandeur der japanischen Streitkräfte Nordchinas General Tada im Auftrage der japanischen Regierung bei den zuständigen chinesischen Stellen dagegen protestiert haben, daß entgegen den verttaglichen Abmachun-
Sparen für Freiheit und Brot!
Reichsbankpräsident Dr. Schacht spricht zum Rationalen Spartag.
3. F. Lehmann.
Dem Gedächtnis eines deutschen Verlegers.
Die Woche des deutschen Äuches ist besonders dazu angetan, eines Mannes zu gedenken, der in außergewöhnlichem Maße sich um das völkische Schrifttum verdient gemacht hat schon in einer Zeit, die dafür nur wenig Verständnis aufbrachte und solche Mühen nicht lohnte. Im Frühjahr hat Julius F Lehmann, der bekannte Münchener Verleger, die Augen geschlossen, nachdem er noch hat erleben dürfen, wie so vieles, für das er viele Jahrzehnte hindurch rastlos gekämpft hatte, im nationalsozialistischen Reich verwirklicht worden ist. So ist es wohl wert, sich mit dem Lebensgang dieses seltenen Mannes zu befassen. Seine treue Lebensgefährtin hat ihn warmherzig und schlicht für die Nachwelt ausgezeichnet („Verleger I. F. Lehmann", ein Leben im Kampf für Deutschland, Lebensbild und Briefe. Herausgegeben von Melanie Lehmann mit 12 Bildern in I. F. Lehmanns Verlag München 2 SW, Preis 5,80 Mark. — 396). — I. F. Lehmann entstammt einer pfälzischen Familie, sein Vater war Arzt in Zürich, er selbst ist auch dort aufgewachsen, hat seine Lehrzeit bei dem bekannten Schweizer Verlag Orell Füßli durchgemacht, ging bann in die Buchhändlerstadt Leipzig, richtete aber bald als Grundlage für den eigenen Verlag schon mit 25 Jahren in München eine medizinische Sortimentsbuchhandlung ein. Der Medizin wie der Stadt München blieb er fein Leben lang verhaftet. Die „Medizinische Wochenschrift" wurde die Grundlage des Verlags, und der große Erfolg, den die Medizinischen Atlanten hatten, gaben I. F. Lehmann die Möglichkeit, die volksdeutsche Literatur zu pflegen, deren Notwendigkeit ihm im Verkehr mit Männern des Vereins für das Deutschtum im Ausland, des Evangelischen Bundes und des Alldeutschen Verbandes, mehr noch auf eigenen Grenzlandwanderungen aufgegangen war. Diele Derlagserfcheinun- gen aus dieser Zeit haben ihm mehr Kummer als geschäftlichen Erfolg gebracht. In einem Brief an Houston Stewart Chamberlain aus dem Jahre 1904 schrieb er: Mir ist mein Verlag, soweit es sich nicht um rein geschäftliche Unternehmungen handelt, die man des Geldes wegen ausführen muß, ein Stück von meiner Person, von meinem Namen, meiner Ehre. Wie ich nie ein Buch drucken würde, das Ansichten vertritt, die nach meiner Auffassung schlecht sind, auch wenn sich geschäftlich noch so viel daran verdienen ließe, so freue ich mich wie ein Kind, wenn es mir gelingt, ein schönes Werk schaffen zu helfen, ein Werk das meinem Volke nutzt und meinem Verlag zur Ehre gereicht---"
Dieses Sicheinswissen von Persönlichkeit und Lebenswerk gab I. F. Lehmanns Verlag die große einheitliche Linie, aber auch die kämpferische Note seines Begründers und Leiters. Sie trat besonders zutage in den ersten Kriegsjahren, als es vielen einsichtigen Männern mit Schrecken klar wurde, daß der Reichskanzler Bethmann-Hollweg nicht der tahlharte Mann war, ein Volk durch seinen schwer- ten Kampf um fein Dasein zu führen. Damals chrieb der Gießener Professor Freiherr von Liebig seine Kampfschrift gegen Bethmann, um den Kanzler zum Rücktritt zu zwingen, und I. F. Leh- mann übernahm es, allen Nachstellungen der amt- lichen Zensurstellen zum Trotz, die Schrift zu Der- legen und in die Hände aller führenden Persönlichkeiten gelangen zu lassen. In dieser Zeit entstand auch die Zeitschrift „Deutschlands Erneuerung", die auch in der Zeit des politischen und sittlichen Niederganges tapfer für die völkische Wiedergeburt gekämpft hat. Die Revolution in München ließ natur» gemäß einen Verleger, der sich politisch so exponiert hatte, wie I. F. Lehmann, nicht ungeschoren. Aber die Schreckenstage der Kommunistenherrschaft konnten ihn nur bestärken in dem Bewußtsein der Notwendigkeit, mit den Waffen des Geistes den Kampf wetterzuführen um die Seele seines Volkes. Viele Vorkämpfer der nationalen Erhebung haben schon in diesen ersten Jahren Zuflucht im Hause Lehmann gefunden. Den Weg der nationalsozialistischen Bewegung hat Lehmann schon vor dem 9. November 1923 mit heißem Herzen und tätiger Mithilfe begattet. Kriegserinnerungen in einer Zeit, als ganz andere Dinge auf dem Büchermarkt die große Mode waren, rafsenhygienische Schriften, darunter Gün- thers bekannte Raffenkunde und die Erblichkeitslehre von Baur-Fifcher-Lenz gaben damals dem Verlag I. F. Lehmann das Gesicht des zielbewußten unbeirrbaren nationalen Kämpfers. Die Briefe feines Inhabers zeigen aber auch, welcher Mut und welche opferfreudige Einsatzbereitschaft dazu gehörten, um in den Sorgen dieser Zeit und unter den vielen Rückschlägen nicht müde zu werden. Die national- ozialisttsche Revolution fyat feinem unverwüstlichen Optimismus und seinem Glauben an die Kraft des Guten in unferm Volk Recht gegeben. Die Skizze seines Lebens, noch mehr die Briefe leben einen starken Eindruck von dem Charakter dieses Mannes, von der Vielseitigkeit seiner Jnteres- en, dem großen Kreis seiner Mitarbeiter und Freunde, über die er doch niemals vergaß, daß in öer eigenen Familie die stärksten Wurzeln seiner Kraft ruhten. Sv wird dies Lebensbild eines deut- chen Verlegers aus der Zeit der völkischen Er- Neuerung Deutschlands im geschichtlichen Mosaik dieser Zeit seinen Platz erhalten. . __e.
Kunst unv Wissenschaft.
Amtseinführung des neuen Präsidenten der Reichs- filmkammer.
In Gegenwart einer großen Zahl von Vertre- ern deutschen Filmschaffens fand in Berlin die eierliche Amtseinführung des neuen Prä- löenten der Reichsfilmkammer Staatsminister Pro- essor Dr. L e h n i ch und die Uebergabe dieses Am- tes durch den bisherigen Präsidenten Dr. S ch e u e r- mann statt. Dr. Scheuermann gab einen Rück- bM auf d>- bisher von der Reichsfilmkammer g°. leistete Arbeit und gab der Hoffnung Ausdruck, daß unter der neuen Leitung der Reichsfilmkammer der deutsche tfUm sich weiterentwickeln und die Reichs- filmkarnrner unter der Schirmherrschaft des Reichs- xltn/fler5 Sr.‘ Goebbels zur Bannerttäc erin des o l l kn s werde. Staatsminister Dr L e h- mch meinte in seiner Entgegnung, er müsse betonen, daß der Nationalsozialismus kein Staats- ilmmonopol und keine staatliche Filrnwirt- chast wolle; er verlange Verantwortung von ledern Filmschaffenden. Und deshalb solle auch der Privatinitiative freier Lauf gelassen werden. Seine Stellung als Präsident der Reichsfilmkammer bitte er nicht als eine Art Polizeiaufsicht zu betrachten, sondern er werde stets aufs engste mit denen Zusammenarbeiten, die er zu de- treuen habe. Sein Streben vereinige sich mit dem derjenigen, die guten Willens seien, den deutschen Film zu schaffen. Er sei sich bewußt, daß eine VÄv bcr in ber Filmwirtschaft bestehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten fortbauern werde. Wich' tig sei, daß alles ausgerichtet fei nach dem Ziel* der Willensbildung der Nation.
lich bereiterklärt, jeder Sparkasse gegen Hinterlegung der gezeichneten Reichsanleihe jederzeit Geld zur Verfügung zu stellen, wenn sie dieses zur Auszahlung von Guthaben an die Sparer braucht. Es ist also nicht so, daß, wenn eine Sparkasse Reichsanleihe zeichnet, dadurch der Sparer selbst sein Guthaben in Reichsanleihe festlegt. 3m Gegenteil, die Sparkasse kann sich, wenn sie Reichsanleihe gezeichnet hat, um f o lelch- ter von der Reichsbank alle Mittel beschaffen, die sie zur Auszahlung von Sparguthaben braucht. Die Anlage von Sparguthaben in Reichsanleihe bedeutet also eine verstärkte Sicherheit für den Sparer, der jederzeit über sein Sparguthaben verfügen kann. Alle deutschen Sparkassen zusammen, bei denen über 13 Milliarden Sparguthaben angelegt sind, haben davon bisher nur anderthalb Milliarden in Anleihen des Reiches und der Länder angelegt. Dagegen haben die Sparkassen in vielen anderen Ländern — z. V. in Frankreich und Italien — viel größere Teile in Forderungen an den Staat angelegt. U. a. besitzen selbst die fünf Londoner Großbanken über fünf Milliarden Reichsmark an englischen Staatspapieren. Dieser Vergleich ist ein schlagender Beweis für die außerordentlich vorsichtige und solide Finanzpolitik der nationalsozialistischen Staatsführung.
Die erste Milliarde, die wir aufgelegt haben, war ein guter Anfang. Wollen wir auf dem Wege des Schutzes der Währung, des Schutzes der Sparguthaben, des Schutzes solider Finanzführung weiter fortfahren, so werden wir auch weiterhin das Vertrauen und den Sparsinn unserer Bevölkerung anrufen müssen. Es ist selbstverständlich, daß der nationalsozialistische Staat auch seinerseits für sparsame Ausgaben- g e ft a 11 u n g Sorge trägt. Während wir den großen Einnahmen und Vermögen auch direkte Lasten zumuten, wollen wir den breiten Sparerkreisen keine Lasten auferlegen, sondern ihnen und ihren Sparkassen die Möglichkeit geben, Ersparnisse in zinsbringenden Anleihen anzulegen und dadurch bei der Durchführung der großen Staatsaufgaben mitzuwirken. Wir haben durch das Anleihestockgesetz dafür gesorgt, daß auch die anonymen Kapitalgesellschaften ihrer vaterländischen Pflicht genügen. Im übrigen aber soll es keinen Zwang geben. Das Dritte Reich wird nur stark sein, wenn es auf das Vertrauen und auf das freiwillige Zusammenwirken aller bauen kann.
Hierzu kann Deutschland die in ihrer Zusammenfassung erfreulich steigende Masse der Spargroschen von Arbeitern, Bauern, Handwerkern und Beamten nicht entbehren. Das neue Deutschland sorgt nicht für den Großkapitalisten, sondern für d i e Volksgemeinschaft. Der Segen aus Wirtschaftsbelebung und Arbeitsbeschaffung kommt jedem Volksgenossen zugute. Unsere neugeschaffene Rüstung schützt jeden Deutschen in seinem Arbeitseinkommen und sichert ihm seine erarbeiteten Ersparnisse. Freiheit und Brot werden uns nicht geschenkt, wir müssen sie durch Pflichterfüllung erringen. Sparen ist Pflichterfüllung für unser Volk, für uns selbst und für unsere Kinder. Die Losung für den Nationalen Spartag 1935 heißt: „Sparen für Freiheit und Brot!"
Berlin, 29. Okt. (DNB.) Reichsbankpräfident Dr. Schacht führte im Rundfunk zum, „Nationalen Spartag" u. a. aus: „Freiheit und Brot!" Unter diesen kurzen Stichworten wurden die beiden großen Ziele des Nationalsozialismus für das deutsche Volk zusammengefaßt. Sie bedeuten auf der einen Seite die Sicherung unserer politischen Selbständigkeit und nationalen Unabhängigkeit und auf der anderen Seite die Beschaffung ausreichender Arbeitsmöglichkeiten, um unser wirtschaftliches Dasein zu sichern und unsere kulturelle Lebensführung auf einen möglichst hohen Stand zu bringen. Das erste Ziel, die Freiheit, verwirklicht der Nationalsozialismus durch die Wiederwehrhaftmachung des deutschen Volkes; das zweite Ziel, das Brot, wird durch die unter Führung Adolf Hitlers eingeleitete Wirtschaftspolitik gesichert.
Diese beiden Grundlagen unseres Volkslebens stelle ich Ihnen allen, meine deutschen Volksgenossen, vor Augen. Die Erlangung von Freiheit und Brot ist ohne die Arbeit des Sparers nicht denkbar. Sparen heißt, das, was man erwirbt, nicht sofort und restlos wieder verzehren, sondern es bei Sparkassen, Banken, Versicherungen usw. a n \ a m m e I n , auf daß damit die Beschäfttgungs- möglichkeiten vermehrt und Kapitalgüter geschaffen werden, die uns die Arbeit erleichtern und das Leben angenehm gestalten. Nur wer spart und durch seine Ersparnisse zum Aufbau des deutschen Volkes beiträgt, hat ein moralisches Anrecht daraus, an dem wachsenden allgemeinen Wohlstand unseres Volkes teilzunehmen. Er erwirbt damit aber auch das Recht, daß der Staat über seinen Ersparnissen wacht und ihn vor Verlusten schützt.
Der Nationalsozialismus hat daher den Schutz des Sparers immer wieder vorangestellt. Er hat deshalb durch die . ganze Neugestaltung der Wirtschaftspolitik dafür gesorgt, daß die Erfolge der Wirtschaft nicht mehr wie früher nur einzelnen bevorzugten Klassen, sondern dem Volksganzen zugutekommen. Das ist der Sinn aller jener Gesetze uno Maßnahmen, durch die der nationalsozialistische Staat nicht nur die Aufsicht über d i e Ban- k en und Kreditinstitute an sich genommen hat, sondern durch die er die gesamte Wirtschaftsausübung unter feineFührung gestellt hat. Was die Wirtschaft leistet und erwirbt, soll ihr nicht genommen werden, aber sie soll die Erträge so wieder verwenden, daß dem Volksganzen dadurch gedient wird. Sonder- interejfen einzelner Schichten und Klassen gibt es im Nationalsozialismus nicht. Diese auf das Wohlergehen des Volksganzen und aller Schichten des Volkes gerichtete Politik ist es, die der Staatsführung Adolf Hitlers das große Vertrauen sichert, das im ganzen Volke heute zu unserem Führer vorhanden ist und das immer wieder den Neid unserer Gegner erweckt. Immer wieder versuchen sie, dieses Vertrauen, in dem die Stärke des deutschen Volkes liegt, zu erschüttern. Das geschieht mit besonderer Vorliebe auf finanziellem Gebiet. Unsere Gegner zweifeln an unserer Kraft und unserem Willen und haben doch bisher nicht vermocht, diese Kraft und diesen Willen zu mindern.
Mit Genugtuung kann es uns alle erfüllen, daß die kürzlich aufgelegte Anleihe von einer Milliarde Mark zur Hälfte durch die Banken im öffentlichen Markt, zur anderen Hälfte durch die Sparkassen untergebracht ist.
Für die Sparkassen bedeutet die Anlage in Reichsanleihe eine Steigerung ihrer Flüssigkeit. Die Reichsbank hat sich näm-
Wechsel im Amt des Reichslustsportführers.
Bert im, 29. Okt. <DNB.> Der Reichsluftsport- fuhrer Oberst L ö r z e r tritt in das Reichsluftfahrtministerium über, um in einer höheren Stelle der Luftwaffe Verwendung zu finden. Zu feinem Nachfolger ist Oberst Mahnte, bisher Kommandeur der Fähnrichsschule Eiche, ernannt worden. Oberst Lärzer, mit 44 Abschüssen einer der erfolgreichsten deutschen Jagdflieger, übernahm im März 1933 den Aufbau des als Einheitsorganisation gegründeten Deutschen Luftsportverbandes und wurde im August 1935 Reichsluftsportführer. Sein Nachfolger, Oberst Mahnte, ist einer der ältesten deutschen Vorkriegs- flieger. Im Frühjahr 1911 wurde Mahnte zu der entstehenden deutschen Fliegertruppe nach Döberitz kommandiert. Er nahm schon an dem Ersten Oberrheinischen Zuverlüssigkeitsflug und im Herbst 1911 an dem ersten Manöver teil, in dem Militärflugzeuge eingesetzt wurden. Im Kriege war Obe^t Mahnte Führer einer Feldfliegerabteilung und später im Stabe des Kommandierenden Generals der Luftstreitkräfte.
lieber 200 neue Notverordnungen in Frankreich.
Paris, 30. Okt. (DNB. - Funkspruch.) Heber 200 neue Notverordnungen sind im Kabinettsrat verabschiedet worden. Sie beziehen sich u. a. auf die Verwaltungsreform, die Einsparungen im Haushalt und ein besseres Arbeiten der öffentlichen Einrichtungen. Besonders bedeutungsvoll sind die Verordnungen über den Schutz des Sparkapitals und über die Regelung des (Setreiöemarftes. Die Regierung ijat die Gelegenheit benutzt, um durch Verordnung das staatliche Tabakmonopol in Elsaß- Lothringen einzurichten. Von innenpolitischer Bedeutung ist die Schaffung einer Staatspolizei in etwa 150 Gemeinden in der unmittelbaren Umgebung von Paris. Es wird bemerkt, daß die Regierung ihr Notoerordnungswerk zur Wieder- aufrichtung der Finanzen und zur Verwaltungsreform mit aller Entschiedenheit vor dem Parlament verteidigen werde.
Japanische Warnung an China.
bei der Universum-Bank unterverschiedenen Decknamen angelegt. Die Angeklagte bat bereits eingeräumt, daß die Scheinkonten seit 1932 hauptsächlich auf ihr Betreiben eingerichtet worden seien, „damit der Orden sich in Notzeiten besser helfen könne". Die Angeklagte hat die verbotenen Devisengeschäfte durchgeführt, nachdem und obwohl ihr mündlich gestellter Antrag auf Genehmigung des Rückkaufs eigener Obligationen von der Devisen- telle abgelehnt worden war.
In dem Prozeß, der übrigens mit Hilfe von vier im Gerichtssaal aufgestellten Mikrophonen a u f Schallplatten ausgenommen wird, ergab die Vernehmung der Angeklagten, daß auch hier der berüchtigte Bankdirektor Dr. H o f i u s als „Sachberater" aufgetreten ist. Er soll den Anstoß zum Aufkauf der Obligationen gegeben haben. Die hierfür benötigten Gelder wurden von der Schroers Aum größten Teil persönlich über die Grenze ge- chafft. Dabei ist die Angeklagte in ihrer Ordenskleidung, mit den Banknotenbündeln in den Taschen, vorsichtig und verstohlen durch Gärten hinter dem Zollhaus herum über die Grenze geschlichen. Die Angeklagte hat auf Betreiben des Dr. Hosius auch noch für andere Klöster Geld ins Ausland geschmuggelt.
Ein Beamter der Devisenstelle Düsseldorf, der die ersten Ermittlungen durchgeführt hat, erklärte auf die Frage des Vorsitzenden, ob die Generalprokuratorin den Eindruck erweckt habe, daß ihr das Vaterlandsfeindliche und Volksschädigende ihres Treibens bewußt war, daß die Angeklagte mit einem leisen Lächeln über alles hinweggegangen fei. Erst als sie eingesehen habe, daß es keinen Ausweg mehr gab, habe sie sich zu einem Teilge- ständnis bequemt.
München erhält einen neuen Stadtpark.
Im Rahmen der Feierlichkeiten am 3. November in München, über die wir schon ausführlich berichtet haben, wird auch das Richtfest der neuen Bauanlagen auf dem Gelände des alten (Blas-
SS’aus einem JoauptDau uno haben, daß entgegen den verttaglichen Abmachun- 3roet mebrigeren seitlichen Flugelbauten. Haupt- gen nichts gegen die a n 11 j a p a n i f d) e £"b Än" v M?ten architektonischen Bewegung IN China unternommen werde. Formen gehalten Der Ausstellungstempel wird mit In der Erklärung wird festgestellt, daß die Orqa- emer reicheren Architektur ausgestattet. Die Brun-j nisationen der Kuomintang sowie der Blau- nenanlage umfaßt eine 30 Meter lange und 15 Meter Hemden ihre aeaen Javan und die Reaiernna breite Wasserfläche, in deren Mitte sich eine sechs von Mandschukuo § gerichtete Tätigkeit in%er? Tletcr hohe Neptungruppe erheben wird. Mit der steckter Form fortseken könnten Es wird Fertigstellung der Neuanlage ist bis Anfang Mai weiter erklärt, daß dieser Protest gleichzeitig ei nächsten Jahres zu rechnen. Warnung an China bedeute '


