Ausgabe 
30.4.1935
 
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front, Dr. Ley, erläßt folgenden Ausruf:

3.

4.

5.

in Hand das Tragen

A sein Eigen nennt, eine Venunft und nach

S ch l a

Dr. Rober

und uns

und ich vollsten System Arbeits-

M.rfin 07 otnril iDNB) Der Reichsorgani- tigt uns, der Knechtseligkeit der Vergangenheit ab-

Es ist mein unerschütterlicher Wille weiß, daß ich hier im Auftrage und Vertrauen des Führers handle, das

Wir werden nichts tun, was nur einem Teil der wirtschaft nutzt. Was dem Arbeiter nüht, fall gleichermaßen dem Unternehmer dienlich fein und was dem Unternehmer Außen bringt, soll gleichzeitig dem Arbeiter zum Segen ge-

Die Vertreter des RheiwMain-SebietS bei den Berliner Feierlichkeiten.

zu tragen. Wir freuen uns, den Lebenswillen wie­dergewonnen zu haben. Wir wollen leben, wir be­jahen das Leben und wir kämpfen mit dem Schick­sal um das Leben. Aus alledem ziehen wir eine unerschütterliche Verpflichtung, die m

sen zur Linken und zur Rechten Gutes zu tun und ein guter Kamerad zu sein, weil wir wahre und ehrliche Sozialisten sein wollen. Wir wollen nie mehr von der Gemeinschaft fordern, als jeder einzelne von. uns bereit ist, der Gemeinschaft zu geben.

Der Kampf soll unseres Lebens In­halt fein, weil wir wissen, daß der Himmel nur dem die Freiheit schenkt, der bereit ist, sein Letztes dafür einzusehen.

Die Arbeit fei unsere Ehre und die Leistung allein unterscheide den einen vom anderen.

Sorgen zu meistern.

Arbeiter und Arbeiterinnen, Angestellte und Unternehmer, Soldaten der Arbeit! Schaut auf den Führer! Nehmt ihn in allem und jedem zum Vorbild! 3e größer die Not, um so größer der Führer! Tritt gefaßt! vorwärts in ein neues Arbeitsjahr! Wit Adolf Hitler zur Sonne, zur Freiheit!

Gez. Dr. Robert Ley.

6. Die Ehre der Nation fei unsere per- sönliche Ehre! Von Glück und Wohlstand der Nation hängen mein persönliches Glück und mein persönlicher Wohlstand ab.

7. Wer etwas l e i st e t, soll fordern.

8. Eine gerechte Interessenvertretung ist notwendig; jedoch haben die persönli­chen Interessen dort aufzuhören, wo das Interesse der Gemeinschaft beginnt.

9. man darf sich niemals auseinanderraufen, sondern immer zusammenraufen.

10. Seid untereinander wahrhaftig und ehr­lich. Bannt aus euren Reihen Hinterhältig­keit und Verrat!

Schaffende Menschen, Arbeitnehmer und Unter­nehmer! Wir wissen, daß eine Frage uns alle be­herrscht und daß ohne ihre Lösung keine gerechte Sozialordnung gebaut werden kann Es ist d i e Frage nach dem gerechten Lohn. Sie ist nicht neu, sondern so alt, wie die Menschheit. Und wenn im vorigen Jahrhundert bis zur Machtergrei­fung durch Adolf Hitler diese Frage von ihrer Lösung weiter denn je entfernt war, ja, wenn man sagen kann, daß ein sozialpolitisches Chaos, ver­mischt mit Gemeinheit und Profitgier, herrschte, so darf uns das nicht entmutigen. 1

Jetzt, nachdem die Organisation der Deutschen Arbeitsfront fertiggestellt ist, nachdem sich die NS.- GemeinschaftKraft durch Freude" bewahrt und die letzten Vertrauensratswahlen bewiesen haben, daß unser großes Erziehungswerk von Erfolg ge­krönt ist, sind wir uns bewußt, daß wir an die Lösung der Frage:

Wie finden wir einen gerechten Lohn?

der Enttöhnung, des Akkordes und der Methoden auf eine neue gerechte und allen Teilen nützliche Vasts zu stellen.

(em Gebiet 3 u f a m m e n g e r u f e n, damit fie UNS alle wissenschaftlichen Grundlagen aus diesem Gebiet Zusammentragen. Es ist geradezu erschüt­ternd, feststellen zu müssen, daß Deutschland und die Welt für alle Gebiete Lehrstühle, Hochschulen, Universitäten, Laboratorien und wissenschaftliche Institute besitzt, während aus dem sozial­politischen Gebiet auch nicht dasge- ring st e vorhanden ist. Das wird anders werden. Bereits am 1. Mai 1936 werde ich euch praktische Ergebnisse vorlegen!

folgenden

10 punkten für die Arbeiten der kommenden Zeit

festgelegt sei:

hat.

2. Wir wollen wetteifern, dem Dolfsgenof-

1. Wir grüßen den Führer am Morgen danken ihm am Abend dafür, daß er Lebenswillen und Lebenshoffen neu geschenkt

aehen müssen. Arbeiter und Arbeiterinnen, Ange­stellte und Unternehmer! Ich fühle mich heute ver­pflichtet, euch das zu fagen. Ich bin aber nicht ge­willt, eine oberflächliche oder gar bequeme Losung zu suchen. Ich bin auch nicht gewillt, in den alten ausgefahrenen Gleifen des Kuhhandels um larip vertrüge fortzufahren. Ich bin mir auch bewußt, daß alle Tarifverträge durch ein fchlau ersonnenes Akkordsystem und Rationalisierunasmethoden tau­sendfach durchlöchert werden und damit wert- und zwecklos sind. Ich bin gewillt, dieses größte Pro­blem jeder Sozialordnung gründlich anzu- fassen, wie es der Nationalsozialismus verlangt. Deshalb habe ich d i e b e st e n M ä n n e r auf die-

... Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter­partei wird dem deutschen Arbeiter seine Achtung und Ehre zurückgewinnen. Nicht allein außenpolitisch hat der Führer die Gleichberechtigung zurückerobert und die Wehr­hoheit und damit die Souveränität Deutsch­lands proklamiert, nein, auch im Innern Deutschlands hat er dem deutschen Ar­beiter fein deutsches Vaterland gegeben, den Platz innerhalb der deutschen Nation, der ihm traft seiner Leistungen gebührt. Arbeiter und Arbeiterin! Du wirst mir gestehen, es ist in den Betrieben, Kontoren, Werkstätten und Fabriken anders geworden. Der Gei st ist ein neuer, Anstand und Takt haben die skrupellosen Geschäftsgebaren und das bedenkenlofe Manchester­tum der Vergangenheit verjagt. Ihr werdet heute besser behandelt. Das ist eine unumstößliche Tatsache. Und außerhalb des Betriebes sorgt d i e NS.-GemeinschaftKraft durch Freude für Kultur, Sport, Reifen. Die Schönheiten des Lebens find nicht mehr das alleinige Vorrecht der Besitzenden, sondernKraft durch Freude" sorgt dafür, daß gerade euch Arbeitern und Arbeiterin­nen die Schönheit der Berge, Flüsse und Meere, die Kunst der Theater und Konzerte, die Wohl­taten des Sportes und der körperlichen Ertüchti­gung erschlossen werden. .

So feiern wir den 1. Mai 1935 als einen Tag desBesinnens,des Stolzes, der Freude und der Verpflichtung. Wir besinnen uns immer wieder auf das Schreckliche was war, um es nie zu vergessen. Wir sind stolz auf das bisher Erreichte, und der Erfolg dieser zwei Jahre berech-

Wir wollen damit nicht einen neuen Parlamen- 1 tarismus aufbauen, in dem abgestimmt wird und 1 in dem Partei gegen Partei steht, sondern mir wollen 1 ein Konklave bilden, in der die Menschen solange bei- sammen gehalten werden, bis sie sich geeinigt haben. 1 Nicht daß sich die Menschen um ihre Interessen strei- 1 ten, ist das Verderbliche für eine Gemeinschaft. Im Gegenteil. Wir wissen und wollen, daß gesunde Menschen ihre Interessen vertreten mus- en. Und je schärfer sie sie mit sachlichen Gründen vertreten, um so besser. Diese Auseinandersetzung darf aber niemals auseinanderführen und etwa die Menschen auseinander drängen. Wir dürfen es nicht dulden, daß sich die Menschen auseinanderraufen, sondern sie müssen sich zusammenraufen. Das ist der Sinn der neuen Interessenvertretung innerhalb der nationalsozialistischen Gemeinschaft. Wir wollen nicht eine gerechte Jntereffenvertretung abtoten, den Menschen das Rückgrat brechen und sie zu allem und jedem knechtselig willfährig machen, son­dern wir wissen, daß, wenn wir in diesen Men- schen den Stolz züchten und sie zu n *

menfchen machen, sie auch damit befähigt sind, am besten ihre Interessen zu vertreten.

So wird der 1. Mai 1935 dem deutschen schassen- den Menschen die Selbstverwaltung brin­gen. Der Vertrauensrat, wie er im Gesetz zur Ord­nung der Nationalen Arbeit vorgesehen ist, war der erste Ansatz dazu. Weiter wagten wir damals jedoch nicht zu gehen, da wir nicht davon überzeugt waren, daß die Menschen reif für diese Aufgaben seien. Heute jedoch sind wir davon überzeugt, daß der schaffende deutsche Mensch für diese großen Au - gaben reif geworden ist. Der neue Selbstverwal- tunaskörper hat den Vertrauensrat als unterste Stufe. Alsdann kommt derArbeitsaus- f ch u ß in Anlehnung an die Betriebsgemeinfchaften. Darüber steht zusammenfassend die Gau-Ar- beits- und Wirtschaftskammer und als oberste Instanz dieses Selbstverwaltungskorpers die Reichsarbeits- und -w i r t s ch a f t s k a m m e r.

So sieht denn die neue Sozialordnung Deutsch- 1 landes, die jetzt allmählich ihrer Vollendung ent- 1 gegengeht, drei tragende Säulen vor: Em- ' mal den Amtwalterapparat der Arbeitsfront . mit den verfchiedensten Untergliederungen als ehr- i liche Makler und Helfer fowohl für den Unterneh­mer wie für den Arbeitnehmer. Der Selbst 0 er-

Mit dieser Umformung und mit diesem Neu­werden der Nation geht Hand in Hand das Tragen von Verantwortung und das Meistern neuer Auf­gaben. Der Kaiserstaat vor dem Kriege war em nackter Obrigkeitsstaat, in dem eine kleine ' Schicht regierte und das Volk ein Objekt dieses Regierens war. Das Nachkriegsdeutschland war em Wohlfahrtsstaat, in dem sich der Staat als Amme vorkam, die alles und jedes selbst ordnen wollte. In beiden Fällen meisterte das Volk nicht sein Schicksal selber, es trug keine Verantwortung und war damit überflüssig in seinem eigenen Hause. Die äußere Form war verschieden. Die Stellung des Volkes war in beiden Fällen die gleiche.

Wenn man mich fragte, was ist der größte Erfolg eures fozialen Wollens und eurer Arbeit: So ist es jene unumstößliche Tatsache: Aus dem Proleten mit seinen Minderwertigkeitskomplexen ist ein stolzer deutscher Arbeiter geworden. An Stelle des Neides und der Mißgunst tritt d i e Freude und der Lebenswille. An Stelle der Triebhaftigkeit und niedrigen Genußsucht tritt eine erhabene innere Freude. Wer den deutschen Arbeiter in Lissabon und Madeira be­obachten konnte, der mußte gestehen: Hier ist ein Herrenvolk im Werden? Das Dorkriegsdeutsch­land zeichnete sich aus durch falsche Ueberheblichkeit. Das Nachkriegsdeutschland erging sich in einer er­bärmlichen und niedrigen Knechtseligkeit. Das neue Deutschland schickt als seinen Vertreter und Reprä­sentanten den deutschen Arbeiter hinaus in die Welt, der in einer stolzen Vornehmheit und einer selbstbewußten Bescheidenheit das neue Deutschland der Welt präsentiert, als das Deutschland, das leben will und nichts anderes kennt, als durch seine Leistung und durch seine Arbeit sich den Platz an der Sonne zu erobern. Das ist der große Erfolg, den wir zum 1. Mai 1935 buchen können und der uns berechtigt, diesen 1. Mai als einen Tag der Freude und der Wiedergeburt unseres Volkes zu feiern.

waltungskörper, in dem die Menfchen aus den Betrieben zusammengeführt werden und in dem in den Kammern auch die Amtswalter der Arbeits­front teilnehmen, den Apparrat des Staates, die Treuhänder, die als oberste Richter über dem Ganzen wachen und dann, wenn keinerlei Einigung erzielt werden kann, als oberste Richter auftreten.

Wir werden dafür sorgen, daß diese vielfältige Arbeit nicht willkürlich und chaotisch auselnander- läuft, sondern nach den Gesetzen, die eine Sozial­ordnung des Volkes beherrschen, Gesetze der Rasse, der Disziplin, der Leistung, der Arbeitswissenschast usw. erforscht und ergründet werden, und damit das Fundament des sozialen Wollens des neuen Deutschlands bilden. Wir sehen unsere vornehmste Aufgabe darin, dem Ganzen eine klare Zielsetzung und Richtung zu geben und damit ein System zu finden, das neuartig und einzigartig m der gesamten Welt dasteht.

Unsere Arbeit ist ungeheuer groß und gewaltig Und es werden Jahre und Jahrzehnte vergehen, ehe dieses neue Gebäude vollendet sein wird. Und auch dann werden wiederum Jahrzehnte vergehen, um den neuen Geist und das neue Wollen endgültig zu be- festiaen. Und alsdann werden die Kommenden im­mer wieder eifersüchtig darüber wachen müssen, daß sich nicht der Feind des Mißtrauens und der Zwiespältigkeit einschleicht, um das alles zu zer­setzen. Jedoch trotz dieser Größe der Arbeit, die vor uns steht können wir heute auf Grund des Erreichten und 'auf Grund der Tatsachen, die das neue Deutsch­land beherrschen, mit Zuversicht und einem unbän­digen Glauben an die Zukunft weiterschaffen. Wir haben den Liberalismus und seinen Wechselbalg, den Marxismus, überwunden.

reichen.

Wir kennen den Weg und wir haben auch die Mittel, das wissen wir heute und dessen ver­sichere ich euch, schaffende Menfchen, euch einen gerechten Loyn nach eurer Leistung zu geben und zu sichern. Und ebenso werden rotr Arbeitsmethoden schaffen, die das unwur- diae Antreibersystem durch ein System der höchsten Selb st Verantwortung ersetzen. Dieser Aufgabe gehört für die Zukunft all unsere Kraft und unfer Wollen.

Soldaten der Arbeit! Am 26. März 1935 ist in Leipzig zwischen dem Reichswirtschaftsmimster Dr. Schacht, dem Reichsarbeitsminister Seldte und mir, unter der Schirmherrschaft des Führers, eine Vereinbarung getroffen worden, die einen Wendepunkt im Aufbau und in der Arbeit der Deutschen Arbeitsfront bedeutet.

Nach den unfaßbaren Erfolgen der hinter uns liegenden zwei Jahre unseres sozialpolitischen Wol­lens hat der Führer euch, Männer und Frauen, der Deutschen Arbeitsfront, für reif und würdig erklärt, euer Schicksal s e l b e r in die Hand zu neh- men und im Rahmen einer sozial- und wirtschafts­politischen Selbstverwaltung euer Schicksal elber zu formen. Dieser Selbstverwaltungs- körper, Vertrauensrat, Arbeitsausschuß, Gau-Ar- beits- und Wirtschaftsrat, Reichs-Arbeits- und Wirtfchaftsrat wird innerhalb der Deutschen Ar- beitsfront, in Verbindung mit den Amtswaltern der Deutschen Arbeitsfront und den Treuhändern des Staates, all diefe ausgezeichneten Aufgaben zu meistern haben. Der Aufbau dieser sozialpolitischen Selbstverwaltung wird in Kürze vollendet sein. Alsdann werdet ihr auch in der Praxis beweisen müssen, ob ihr das Vertrauen des Führers rechtfertigt. So bitte ich euch dann, zum Schluß meines Aufrufes: <

Wetteifert im Geiste der Gemeinschaft und stellt alle kleinlichen persönlichen Dinge im Interesse des Aufbaues der Kation und für die Kraft des Existenzkampfes unseres Volkes zu­rück. Sorgen werden immer sein. Das Para­dies können wir euch nicht bringen. Das ist auch nicht das Entscheidende. Entscheidend ist allein, ob mir uns von der Sorge unterfriegen lassen oder ob wir Mannes genug sind, die

Lohnzahlung an die Notstandsarbeiter für den 1. Mai.

Berlin, 29. April. (DNB.) Entgegen anders­lautenden Gerüchten wird darauf hingewiesen, daß auch den Notstandsarbeitern für den 1. Mai der volle Lohn gezahlt werden muh. Zur Zah- lung verpflichtet sind die Führer der Be­triebe, die mit der Durchführung von Notstandsarbeiten betraut sind, oder so­weit es sich um R e g i e a r b e i t handelt, d i e T r a- ger der Notstandsarbeiten. Dies gilt ohne Rücksicht- darauf, ob von der Reichsanstalt für Ar­beitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung für den 1. Mai die Grundsörderung gewährt wird.

So nahm es kein Wunder, daß sich auch dieses Deutschland das Recht auf Arbeit zuruck- eroberte. In diesem Jahr bereits können wir lagen, daß keiner mehr, der arbeitswillig ist, ar­beitslos sein wird. Vor kaum 2 Jahren noch Vk Millionen Erwerbslose und heute bereits in vielen Zweigen der Industrie und des Handwerks eine große Nachfrage na ch Arbeitskräf­ten. Und morgen, im nächsten Jahr, wird es heißen: Deutschland hat mehr Arbeit als feine Hände und feine Köpfe zu leisten vermögen. Wir haben uns die Arbeit aus dem Himmel geholt und halten sie fest, weil wir von der Lebensver­neinung eines vergangenen hoffnungslosen Systems 1 zur Lebensfreude und Lebensbejahung eines neuen Deutschlands gekommen sind.

Diese Wandlung war nicht möglich durch organi­satorische Veränderungen und durch Schaffung neuer Gesetze. Sondern hierzu war schon notwendig, daß der Mensch neu geboren wurde. Und wer den Erfolg des neuen Deutschlands kennenlernen will, darf sich nicht begnügen, Äußerlichkeiten allein zu sehen und die Disziplin dem Chaos der Vergangenheit gegenüberzustellen und die Arbeits­freude der Erwerbslosigkeit entgegenzusetzen und der Streiks und Aussperrungen zu gedenken und heute die Gemeinschaft zu sehen, nein, das größte Wunder nationalsozialistischer Wiedergeburt liegt im deutschen Menschen selber.

Ein kleiner Schreiberling der sozialdemokratischen Partei verfaßte im Jahre 1904 ein ebenso phantasie­volles wie verlogenes Flugblatt. Dort heißt es: Arbeiter und Arbeiterinnen, Ihr werdet einmal die Schönheiten der Berge sehen, auf den Schiffen die Meere durchkreuzen, mit dem Flugzeug die Lüfte durchfahren. Nichts wird Euch verborgen fein, Ihr werdet alles genieße n." Wie oft wird der deutsche Arbeiter darüber gelacht und gehöhnt haben. Und wenn man ihn, als Mitglied der Sozialdemokratischen Partei oder der Freien Gewerkschaften, in den Jahren nach dem Kriege an diefe Versprechungen erinnerte, so schämte sich der Arbeiter derselben. Und heute? Heute ist das, was damals ein kleiner Schreiberling verlogen in marxistischen Versprechungen von sich gab, Tat­sache geworden. Nichts gibt es in Deutschland mehr, was dem deutschen Arbeiter vorenthalten würde. Kultur ist heute nicht mehr das Vorreckt einiger weniger Besitzender, sondern der deutsche Arbeiter und die deutsche Arbeiterin füllen die Theater und die Konzertsäle der Städte Deutsch­lands. Deutschland ist heute dem Arbeiter nicht mehr ein schemenhafter Begriff, sondern der deutsche Arbeiter kennt sein Vaterland und die Schönheit desselben. Er fährt hinaus in die Berge, an den Rhein, an die See, von Ost nach West und von Nord nach Süd. Und das, was niemals einer je zu träumen wagte, ist Tatsache geworden. Der deutsche Arbeiter fährt heute als Einzigster der gesamten Welt auf den schön st en Schiffen zur See und über die Meere der Ozeane. Aber selbst all die Erfolge der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude", auch sie geben uns noch nicht den Schlüssel zu jedem Geheimnis der Wiedergeburt unseres Volkes. Man muß hineinhorchen in dieses Volk, um dieses Wunder zu erkennen.

Das Gelöbnis des schaffenden Volkes am Nationalfeiertag.

Mit dem Führer als Vorbild vorwärts in ein neues Arbeitsjahr!

Dem hat das neue Deutschland abgeholfen, und es wird in Zukunft noch mehr tun. Wir sehen nicht den Staat, auch nicht die Partei und sonstige Orga­nisationen und Verbände als Selbstzwecke an, son­dern alles dient allein dem einen, dem Volke. Je mehr Aufgaben wir dem Volke überantworten können und je mehr wir das Volk zur Mitarbeit heranziehen können, um so besser für fein eigenes Schicksal und um so besser für den Staat, die Partei und alle Verbände. Wir glauben nicht daran, daß wir alles für das Volk tun muffen, sondern wir sind davon überzeugt, wie es einmal der große Kanzler im ersten Peiche sagte:Setzt Deutschland in den Sattel, reiten wird es schon können".

Wir glauben daran, daß, wenn wir dem Volke die Ziele zeigen, die Wege frei zu machen, sich dieses Volk sein Schicksal und sein Haus selber bauen wird. Nachdem uns dieser Glaube in den zwei Jahren nicht getäuscht hat, sondern im Gegen­teil nachdem dieser Glaube hundertprozentig durch die'Anständigkeit und Ehrenhaftigkeit diefer Nation bewahrheitet wurde, sind wir der Meinung, dem Volke jetzt und für die Zukunft die größt­möglichste Selbstverwaltung auf dem Gebiete der Sozialordnung zu geben. Die Verein­barung zwischen dem Herrn Reichsbankprasidenten Dr. Schacht, dem Reichsarbeitsminister Seldte und mir als dem verantwortlichen Führer der Arbeitsfront hat keinen anderen Sinn und Zweck, als nun die Arbeitsfront und bu gewerbliche Wirt­schaft zu verbinden, um eine größtmöglichste Selbst­verwaltung aufzubauen. Unternehmer und Arbeit­nehmer muffen zusammengebracht werden. Und sie dürfen nicht losgelasfen werden, bis daß fie ihr Schicksal selber gemeistert haben.

Deutschland das erste Land der Welt, das eine neue Sozialordnung sein Eigen nennt, eine Ordnung, die nach der Venunft und nach nach der Gesetzmäßigkeit der Natur angeordnet ist. Und alles das danken wir Adols Hitler, der uns zurückführte zu dem Quell unseres Seins, unserer Rasse und unserer gött­lichen Bestimmung, nicht mehr das Schicksal allein in unserem kleinen Amt zu sehen, sondern immer vor Augen zu halten: das ewige Deutschland!

Oie Teilnahme der Frone« an den Kundgebungen.

DNB. Zur Klarstellung der Frage des Mit- marschierens der Frauen am 1. Mai 1 9 35 teilt das Frauenamt der Deutschen Arbeits­front folgendes mit: Die Teilnahme der Frauen am Umzuge ist freiwillig. Don der Teilnahme auszuschließen sind kranke Frauen, Frauen über 40 Jahre und werdende Mütter.

Die Durchführung der örtlichen Feier ist so ein- zurichten, daß die Teilnahme für die Frauen keine Ueberanstrengung mit sich bringt.

Die blaue Jacke kann, soweit bereits vorhanden, getragen werden.

Soldaten der Arbeit, Männer und Frauen der Deutschen Arbeitsfront!

Ihr habt durch die V e r t r a u e n s r a t s w a h - 1 len 1935 der Welt ein überwältigendes Bekennt­nis zu Adolf Hitler, unserem Führer, und zum neuen Deutschland gegeben.

85 Prozent aller Stimmen haben sich zur Be­triebsgemeinschaft und darüber hinaus zur Volks- und Leiftungsgemeinschaft bekannt. Wer bedenkt, daß diese Wahl von un­endlich vielen kleinen Stimmungsmomenten des Alltags, von den Sorgen, Mühen und Lasten der Arbeit, von Mißmut und Laune abhängt, wer weiß, daß ihr Arbeiter und Arbeiterinnen dadurch eurem B e t r i e b s f ü h r e r für ein weite- r e s Jahr eine Blankovollmacht des Vertrauens a u s st e l l t, wer sich bewußt ist, daß die Vorurteile des Dünkels, des Klassenhasses auch heute aus unseren Reihen noch nicht gebannt ind und wer zurückdenkt an die Wahlen des Vor- ahres, wo sich aus Unkenntnis oder Mißtrauen kaum 40 v. H. an der Wahl beteiligten, der allein kann ermessen, wie ungeheuerlich dieser Erfolg unseres sozialen Wollens ist.

Arbeiter und Arbeiterinnen, Angestellte und Un­ternehmer, ich danke euch von Herzen, ihr habt nicht allein bewiesen, daß unser Er^iehungs- werk zur Kameradschaft und zur Gemeinschaft Er­folg hat, ihr habt darüber hinaus gezeigt, daß ihr bereit und fähig seid, euch über den Alltag mit seinen Kleinheiten zu erheben und daß ihr mei­nem Aufruf, der Welt ein leuchtendes Vertrauens- betenntnis zum Führer und zum Nationalsozialis­mus zu geben, gefolgt seid. Ich danke euch.

Gewiß, das Lohnniveau ist noch das alte, viel Not und Elend sind noch in unseren Reihen und doch beseelt uns alle die Hoffnung des Früh­lings unseres Volkes. Es geht aufwärts!

In diesem Jahre wird auch der letzte Ar­beitswillige Arbeit bekommen, und damit hat der Führer bereits im dritten Jahre seiner Regierung sein Versprechen, die Arbeits­losigkeit zu bannen, eingelöst. Ebenso hat der Füh­rer ein anderes Wort wahrgemacht:

LPD. Frankfurt a. M., 29. April. Aus dem Wirtschaftsgebiet Rhein-Main werden folgende brtt Volksgenossen zu den Feierlichkeiten anläßlich des Nationalfeiertages nach Berlin fahren: Metzger Karl Hertlein, Frankfurt a. M., 40 Jahre; Schlachthofarbeiter Viktor Musaarv, Wiesbaden, 56 Jahre; Johann Schilling, ,UV Notstandsarbeiter, Offenbach, 62 Jahre «ie t Ley. werden morgen um 0.05 Uhr vom Frankfurter Hauptbahnhof die Reife nach Berlin antreten.