Ausgabe 
30.1.1935
 
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Dieser Tags beging der Kirchendlenen l. R. Ja- tlvb Schneider seinen 82. Geburtstag. In völliger körperlicher und geistiger Frische macht er tagaus, tagein seine Feldarbeiten. Nie hört man ihn klagen. Hange Jahre hat er das Amt des Kirchendieners Versehen und erfreut sich bei den Einwohnern all­gemeiner Beliebtheit. Am Sonntag fand im Saale des Pg. Sames durch die NSDAP. - Zelle Holzheim ein Deutscher Abend statt. Der Saal war bis auf den letzten Platz be­setzt. Zellenwart Pg. Kuhl hielt die Begrüßungs- onsprache. Der GesangvereinHarmonie" trug zur Verschönerung des Abends einige Lieder vor. Auch die NS.-Frauenfchaft sang unter Leitung des Di­rigenten Gg. Sames einige Lieder. Kreispropa­vandaleiter Pg. Schmelz von Gießen, der inzwi­schen eingetroffen war, hielt eine Ansprache, für die er reichen Beifall erntete. Mitglieder der Partei, der SA. und der Frauenschast führten dann ein Theaterstück (Bauern in Not) auf, das begeistert ausgenommen wurde. Ferner wurde noch ein h(ftt= ger Einakter aufgeführt, der große Lachsalven her­vorrief. Zellenwart Pg. Kuhl hielt die Schluß­ansprache, wobei er allen Mitwirkenden des Abends herzlichsten Dank aussprach. Mit dreifachem Sieg- Heil auf den Führer und dem Gesang des Deutsch­landliedes fand die gutverlaufene Veranstaltung ihren Abschluß.

Eberstadt, 29. Jan. Der hiesige Krie­gerverein und der Gesangverein veran­stalteten im geschmückten Saale von F e l s i n g ge­meinsam einen Bunten Abend, der sehr gut besucht war. Musik leitete den Abend ein. Nach einem Lied des Mannergesangvereins hielt Bürgermeister G ä r l a ch eine kurze Ansprache. Er ehrte zunächst den letzten Altveteranen Ph. Görlach, sodann gedachte er der im vergangenen Jahre verstorbenen Kameraden des Kriegeroereins, W. Holler und G. W e ck m a n n. Sein besonderes Gedenken galt dem verstorbenen Reichspräsidenten. Mit einer Mi­nute des Schweigens und mit dem Lied vom guten Kameraden wurden die Toten geehrt. Auch der Brüder an der Saar wurde gedacht. Im weiteren Verlaufe des Abends wurden die Mitglieder des GesangvereinsLiederkranz" K. L ö b r i ch , H. Schm an dt, H. Fay, H. Müller und K. Alles für ihre 25jährige aktive Mitgliedschaft mit Sängernadel und Ehrendiplom ausgezeichnet. Mu­sikstücke, Gesangsvorträge und humoristische Vor­träge hielten die Teilnehmer des Abends noch län­gere Zeit beisammen.

D Lich, 29. Jan. Die VDA. -Sammlung zugunsten der Winterhilfe ergab in unserer Stadt den Betrag von 73,58 Mark. Bei der zweiten und dritten H o lzv e r st e i g e run g im Lich er Stadtwald wurden bezahlt: für Buchen­scheiter 9 Mk., Eichenscheiter 6 bis 7 Mk., Hain­buchen 7 Mk., Buchenknüppel 5 bis 6 Mk., Eichen­knüppel 3 bis 4 Mk., Buchenstöcke 4 Mk. je Raum­meter, Duchenreisig 5 bis 6 Mk., Eichenreisig 5 Mk. für je 50 Wellen. Bei der gestern in Steins Saal abgehaltenen ersten Holzversteigerung der Für st zu Solms-Lichschen Ober­

förster ei wirrbeit folgende Durchschnittspreise erzielt: Buchenscheiter 8,50 bis 9 Mk., Eichenscheiter 3,50 bis 4 Mk., Buchenknüppel 6 Mk., Eichen- knüppel 3 bis 4 Mk., Fichtenknüppel 3 bis 4 Mk., Buchenstöcke 3,50 bis 4 Mk. je Raummeter; Buchen- reifer 5 Mk., Forstwellen 15 Mk. für je 50 Wellen.

< Lich, 29. Jan. Die Schützengesellschaft L i ch hielt ihre diesjährige ordentliche Haupt- Versammlung im HotelZum Löwen" ab. Der 1. Schützenmeister, H. Textor, gedachte zu Be­ginn der Versammlung mit ehrenden Worten der im verflossenen Jahre verstorbenen Mitglieder, die in üblicher Weise geehrt wurden. Anschließend erstat­tete der 1. Schützenmeister den Jahresbericht, der von einer regen Vereinstätigkeit zeugte. Das ver­flossene Jahr brachte u.a. auch die Instandsetzung und Erweiterung der Schießanlagen. Rach Prüfung der Vereinsrechnung wurde dem Rechner Entlastung erteilt und Dank für seine mustergültige Geschäfts- führung ausgesprochen. In diesem Jahre kamen drei Anteilscheine zur Auslosung. Der Schützenmeister gab noch bekannt, daß auf Anregung des Reichs­sportführers von Tschammer und Osten am 24. März alle Schützenvereine ein Preisschießen zu Gun st en des Winterhilfswerkes ver­anstalten werden. Nach einigen weiteren geschäft­lichen Mitteilungen und kurzer Aussprache schloß der 1. Schützenmeister die Hauptversammlung mit dem Gruß an den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler. Ein kameradschaftliches Beisammensein schloß sich der Versammlung an.

< M u s ch e n h e i m, 28. Jan. Am Sonntag hielt der hiesige GesangvereinL i e d e r k r a n z" einen V o l k s l i e d e r a b e n d ab, der durch eine musikalische Darbietung und durch eine kurze An­sprache des Vereinsführers eingeleitet wurde. Die gesanglichen Darbietungen (Chorleitung W. Schä­fer) fanden lebhaften Beifall. Kameradschaftliches Beisammensein beschloß den Abend.

Kreis Friedberg.

* Butzbach, 29. Jan. Im Laufe des Montags ereignete sich hier ein Unfall, der sehr glimpf­lich ablief. Drei Dachdecker einer Gießener Firma stürzten von einer Leiter, erlitten aber glücklicher­weise nur leichtere Verletzungen. Der In­haber der Firma brachte die Verunglückten in die Chirurgische Klinik nach Gießen. Einer der Ver­unglückten konnte bereits wieder aus der Behand­lung entlassen werden.

pb. Butzbach, 29. Jan. Der hiesige Krie­gerverein hielt im großen Saal desHessischen Hofes" einen F a m i l i e n a b e n d ab, der sich eines starken Besuches erfreute. Nach einleitenden Musikstücken und einem von dem früheren Vor­sitzenden, Dr. Todt, verfaßten Prolog hielt der derzeitige Vorsitzende, Strafanstaltsdirektor Bausch, eine Ansprache, in der er u. a. die Ver­dienste des verstorbenen langjährigen Vorsitzenden, Medizinalrat Dr. Vogt, um den Verein sowohl als auch die KriegerkameradschaftHassia" streifte. Alsdann folgte das TheaterstückKrach um Jo­lanthe", das vom Stadttheater Gießen unter der

Spielleitung von Kurt Lüpke cmfgeführt wurde. Starker Beifall belohnte die Spieler für ihre vor- trefflichen Leistungen. Dem Theaterstück schloß sich Tanz an. Einer der letzten Altvetera­nen von 1870/71, Herr Johs. Luft, ver- starb dieser Tage im hohen Alter von 87 Jahren, und wurde am Sonntag unter den üblichen Ehren des Kriegervereins beigesetzt.

Kreis Büdingen.

ck. Nidda, 27. Jan. Gestern unternahm der hiesige Zweigverein des D H C. mit 46 Teilneh­mern die erste Wanderung in diesem Jahre durch einen Teil des Harbwaldes nach Bad Salzhausen. Im Gasthaus Schultz wurde gerastet. Hier gab der Dereinsführer, Reichsbahnobersekretär Becker, einen Rückblick auf die Vereinstätigkeit im Jahre 1934, in welchem 13 planmäßige und vier zusätz- liche Wanderungen mit einer Beteiligung von 535 Teilnehmern stattfanden. Dies ergibt auf eine Wan­derung im Durchschnitt 31 Teilnehmer. Besonders lobend wurde die 40jährige Mitgliedschaft des Rent­ners Louis Geiß hervorgehoben. Es fanden 29 Auszeichnungen statt, von denen folgende erwähnt feien: Lehrer Hartmann (Wallernhausen) mit 27, Bahnmeister i.R. H o f m a n n mit 27, Frau Elisabeth Geiger mit 25 und Frl. Elfriede Hofmann mit 24 Punkten. Die höchste Zahl der Jahresaus­zeichnungen unter allen Dereinsmitgliedern besitzt der Vereinsführer mit 16, dann folgen Postober­sekretär A ß m u s und Justizinspektor Bär mit 12. Bei der Überreichung der Wanderauszeichnungen wurden launige, teilweise ulkige Verslein, von Sa­nitätsrat Dr. Koch verfaßt, verlesen. Letzterer so­wohl, als auch Lehrer i. R. R u n k, trugen noch viel zur Unterhaltung bei durch witzige Gedichte, zu denen sie Stoff aus ihrer langjährigen Praxis verwandten. Klaviervortäge, Gesänge und Tanz hielten die Vereinsmitglieder mehrere Stunden in heiterer Stimmung beisammen.

* Wenings, 29. Jan. Heute vormittag ereig­nete sich in unserem Orte ein schwerer Unfall. Als der hiesige etwa 40jährige Landwirt Karl Neun VIIL einen schweren, mit Frucht gefüllten Sack vom Speicher heruntertragen wollte, verlor er das Gleichgewicht und stürzte mit seiner Last ab. Der bedauernswerte Mann erlitt eine schwere Gehirnerschütterung, ferner einen Oberschenkelbxuch. Der sofort herbei­gerufene Arzt ordnete seine Ueberführung durch die Gießener Freiwillige Sanitätskolonne zur Behand­lung nach Gießen an.

Kreis Schotten.

Laubach, 29. Jan. Im Rahmen des Win­terhilfswerkes veranstaltete die hiesige Frei­willige Feuerwehr am vergangenen Sonn­tag eine Abendunterhaltung im vollbesetzten Saale desSolmser Hofes". Die von der Feuerwehr­kapelle zu Gehör gebrachten Musikstücke wurden mit großem Beifall ausgenommen. Namens der Freiwilligen Feuerwehr sprach Oberbrandmeister Heinrich Kopp und dankte vor allem für die vielen

Geschenk« zur Verlosung, die sehr schnell ousver- kauft waren. Ä m.

# Dom Vogelsberg, 28. Jan. Der Win­ter st u r m, der am Freitag über unsere Gegend brauste, hat mannigfachen Schaden angerichtet. Im Walde wurde mancher stattliche Baum umgerissen, andere in halber Höhe geknickt. Auch verschiedene Holzmasten der Lichtleitung wurden geknickt. Viel­fach wurden Hausdächer in Mitleidenschaft gezogen. Morsche Lattenzäune wurden umgelegt. Mancher Obstbaumveteran wurde umgerissen und richtete im Fallen noch Schaden an den Häusern an.

Kreis Alsfeld.

I Alsfeld, 28. Jan. Hier wurde ein Orts­oerband der NS. - Kulturgemeinde im Rahmen der NS. - GemeinschaftKraft durch Freude" gegründet. Der Kreis-Obmann, Lehrer Schmoll-Elpenrod, sprach in einleitenden Wor­ten über Zweck und Ziele der NS.-Kulturgemeindö und wies auf die Notwendigkeit der Hebung der kulturellen Interessen des Volkes hin. Burger- meister Dr. Völsing erläuterte die Organisation und die Satzung für die Ortsverbände der NS.» Kulturgemeinde. Er setzte sich in überzeugenden Worten für die Volkserziehung zur reinen und hohen Theaterkunst und der ihr verwandten Bildungs- bestrebungen >ein. Es wurden aus der Reihe der Teilnehmer des Abends recht wertvolle An­regungen für dieses Tätigkeitsgebiet gegeben. Kreisobmann Schmoll übertrug die Bildung des Ortsverbandes Alsfeld der NS.-Kulturgememde Bürgermeister Dr. Völsing. Sämtliche Erschie­nenen erklärten ihren Beitritt zu dem neuen Orts­verband. Nach dem Programm für den Monat Februar ist am 3. Februar ein Lichtbildervortrag vor Dr. Kaufmann- Gießen über Aegypten vor­gesehen und am 17. und 18. Februar zwei Opern­gastspiele der Deutschen Musikbühne Berlin mit Fidelio" undFledermaus". Ein Angestellter einer hiesigen Firma verunglückte auf einer Auto­fahrt nach Ohmes. Das Auto überschlug sich und stürzte die Böschung hinunter. Wie durch ein Wunder kam der Fahrer ohne Verletzungen davon. Ein tragisches Verhängnis wollte es aber, das der junge Mann beim Abtransport des Autos noch ver­unglückte. Bei dem Herausziehen des verunglück­ten Autos aus dem Graben durch ein anderes Auto schlug das schwere Zugseil bei dem plötzlichen Anziehen dem zu nahe herangetretenen jungen Mann gegen das Bein und verursachte einen schweren Beinbruch, der die sofortige Ueberführung des Verletzten in das hiesige Kreis­krankenhaus erforderlich machte.

n. Lehnheim, 28. Jan. Ein tragischer Todesfall ereignete sich in unserer Gemeinde. Die 53jährige Frau S pr a n k e l bekam beim Mel- ken einen Herzschlag, dem sie sofort erlag. Als ihr Mann einige Minuten später in den Stall trat, fand er sie tot vor.____________________

Spremftnnven oer Redaktion

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samslagnach- mittag geschlossen.

WIHeWfflM

zur Abgabe der Steuererklärungen für die Einkom­mensteuer. körperschaststeuer und Umsatzsteuer für

das Kalenderjahr 1934.

Die Steuererklärungen für die Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer für das Ka­lenderjahr 1934 sind in der Zeit vom 1. bis 28. Fe­bruar 1935 unter Benutzung der vorgeschriebenen Vordrucke wie folgt abzugeben:

I.

Zur Abgabe einer Steuererklärung für die Ein­kommensteuer sind verpflichtet:

L Unbeschränkt Einkommensteuerpflichtige:

1. wenn ihr Einkommen den Betrag von 8000 RM. überstiegen hat oder

2. wenn ihr Einkommen weniger als 8000 RM., aber mehr als 4000 RM. betragen hat und darin Einkünfte von mehr als 300 RM. enthalten find, die weder der Lohnsteuer noch der Kapital- ertragsteuer unterlegen haben oder

8. ohne Rücksicht auf die Hohe des Einkommens, wenn es ganz oder teilweise aus Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbständiger Arbeit (insbesondere aus der Aus­übung eines freien Berufs) bestanden hat und der Gewinn auf Grund eines Buchabschlusses ermittelt ist.

B. Beschränkt Einkommensteuerpflichtige:

wenn ihre gesamten inländischen Einkünfte, nach Abzug der Einkünfte, die der Lohnsteuer oder der Kapitalertragsteuer unterliegen, 4000 RM. übersteigen oder

2. ohne Rücksicht auf die Höhe ihrer inländischen Einkünfte, wenn diese ganz oder teilweise aus Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft, Ge­werbebetrieb oder selbständiger Arbeit (insbe­sondere aus der Ausübung eines freien Berufs) bestanden haben und der Gewinn auf Grund eines Buchabschlusses ermittelt ist.

II.

Zur Abgabe einer Steuererklärung für die fiörper- schaftsleuer sind verpflichtet:

A. Unbeschränkt steuerpflichtige Körperschaften, und zwar:

1. Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kom­manditgesellschaften auf Aktien, Gefellschaften mit befchränkter Haftung, Kolonialgesellschaften, bergrechtliche Gewerkschaften);

2. Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften;

3. Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit;

4. sonstige juristische Personen des privaten Rechts;

5. nichtrechtsfähige Vereine, Anstalten, Stiftungen und andere Zweckvermögen;

6. Betriebe gewerblicher Art von Körperschaften des öffentlichen Rechts (hierzu gehören u. a. sämtliche öffentliche Versorgungsbetriebe).

B. Beschränkt steuerpflichtige Körperschaften, und zwar:

1. Körperschaften, Personenvereinigungen und Ver- möaensmassen, die weder ihre Geschäftsleitung noch ihren Sitz im Inland haben;

2. Körperschaften, Personenvereinigungen und Der- mögensmassen, die nicht unbeschränkt steuer­pflichtig sind. m

Ohne Rücksicht auf die Höhe des Einkommens haben abzugeben eine Einkommenserklärung bei Be­teiligung mehrerer Personen an den Einkünften aus a) Land- und Forstwirtschaft, b) Gewerbebetrieb, c) selbständiger Arbeit, d) Vermietung und Verpachtung unbeweglichen

Vermögens.

Die Verpflichtung zur Abgabe der Erklärung ob­liegt in diesen Fällen den zur Geschäftsführung oder Vertretung befugten Kerfonea» h

IV.

Zur Abgabe einer Steuererklärung zur Amsah- steuer sind alle Umsatzsteuerpflichtigen verpflichtet mit Ausnahme:

1. der Straßenhändler, Wandergewerbtreibenden und anderen Umsatzsteuerpflichtigen, die nach § 57 der Durchführungsbestimmungen zum Um­satzsteuergesetz 1932 zu Anzahlungen und zur Führung eines Straßenheftes verpflichtet sind;

2. die nichtbuchführenden Landwirte, soweit sie für ihre Umsätze Vorauszahlungen nach den jeweils geltenden Umfatzsteuerdurchschnittssätzen geleistet haben.

Wegen der durch die Durchschnittssätze nicht abgegoltenen Umsätze, die über den gewöhnlichen Betrieb der Landwirtschaft hinausgehen (Umsätze aus Sonderkulturen, Weinbau, Forstwirtschaft) ist eine Umsatzsteuererklärung abzugeben, wenn diese Umsätze in der Zeit vom 1.7.1933 bis 31.12.1934 den Betrag von 1500 RM. über­stiegen haben.

Ferner haben nichtbuchführende Landwirte, die gleichzeitig gewerblich tätig sind, eine Um­satzsteuererklärung dann abzugeben, wenn die Umsätze aus dem gewerblichen Betrieb gegebe­nenfalls zusammen mit Umsätzen aus Sonder­kulturen, Weinbau und Forstwirtschaft in der Zeit vom 1.1. bis 31.12.1934 den Betrag von 1500 RM. überstiegen haben.

Ohne Rücksicht auf ein etwa vom Kalenderjahr abweichendes Wirtschaftsjahr ist in allen Fällen der.in der Zeit vom Ende des vorangegangenen. Veranlagungszeitraums bis zum 31.12.1934 er­zielte Umsatz anzugeben! 531D

Die zur Abgabe einer Steuererklärung Verpflichte­ten Haven die Steuererklärung auch dann abzugeben, wenn ihnen ein Vordruck nicht zu gesandt wird; die übrigen Steuerpflichtigen haben eine Steuererklä­rung abzugeben, wenn sie hierzu vom Finanzamt aufgefordert werden.

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Die Hinterziehung oder der Versuch einer Hinter­ziehung der Einkommensteuer, Körperschaftsteuer oder Umsatzsteuer sowie fahrlässige Vergehen gegen die Steuergesetze (Steuergefährdung) werden be­straft.

Gießen, Grünberg, Hungen und Alsfeld, den 30. Januar 1935.

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