Ausgabe 
30.1.1935
 
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2. In vielen Fällen fehlten die vorgeschriebenen Angaben über Gewicht, Maß oder Stückzahl.

3. Es käme auch vor, daß irreführende Preisbe­zeichnungen gemacht würden, indem z. B. zu einem in großer Schrift verzeichneten Preise die Wortevon an" oderAnzahlung" in kaum erkennbarer Weise hinzugesetzt würden.

4. Es seien sogar Fälle beobachtet worden, in denen Preisaushänge auf beiden Seiten mit verschiedenen Preisen beschrieben worden seien, so daß dem Kunden nach Bedarf die eine oder andere Seite zugewendet werden konnte.

Bekanntlich stehen den Polizeibehörden auf Grund des § 7 der Verordnung über die Befugnisse des Reichskommissars für Preisüberwachung vom 8. Dezember 1931 in der Fassung der Verordnung vom 15. April 1932 Zwangsmittel zur Verfügung, die gegen Verstöße gegen die Preisschilderoorschrif- tcn angewandt werden sollen. Bei besonders schwe­ren Verstößen wird auch die Schließung der Be­triebs- und Geschäftsräume auf Grund des § 2 der erwähnten Verordnung in Betracht kommen.

Generalmajor Eullmonn f.

Wie uns kurz vor Redaktionsschluß mitgeteilt wird, ist vorgestern im 91. Lebensjahre der General­major a. D. CullmannEjn Gießen verstorben. Der Heimgegangene war ein Offizier, der noch in hessischen Militärdiensten gestanden hatte. Er er­freute sich in weiten Bevölkerungskreisen unserer Stadt großer Wertschätzung.

Daten für den 30* Januar.

1781: der Dichter Adalbert von Chamisso auf Schloß Boncourt in der Champagne geboren (ge­storben 1838); 1933: Adolf Hitler wird Reichs­kanzler.

Vornotizen.

Tageskale r^d er für Mittwoch. Cafe Leib: 20 Uhr, Kundgebung der NSDAP, mit Mili­tärkonzert. Stadttheater: 19.30 bis 22.15 Uhr Der König" (Sondervorstellung für die AMRG.

Gießen). Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Ich sehne mich nach dir". Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz: 16 bis 17 Uhr 1. Jahres- Ausstellung.

Stadttheater Gießen. Zur Feier des Tages der Machtübernahme verzeichnet der Spiel- plan für den heutigen Abend als Sondervorstellung für die Arbeitsgemeinschaft der Militär- und Regi­ments-Vereine Gießen (AMRG.) eine Wiederholung des nationalen DramasDer König" von Bötticher. Dieses von der großen Idee getragene Dichtwerk fand am Tage der Saarabstimmung unter der Spielleitung von Kurt L ü p k e seine weit über Gießen hinaus sehr beachtliche und vielbesprochene Erstaufführung. Anfang 19.30 Uhr. Die für diesen Abend eigentlich vorgesehene 16. Vorstellung des Mittwoch-Abonnements fällt daher aus.

Der Bund heimattreuer Schlesier (Deutscher Ostbund) hält nach dem Zusammenschluß der beiden ostdeutschen Heimatoerbände (Deutscher Ostbund und Vereinigung heimattreuer Oberschlesier) seine Jahreshauptversammlung ab. Auf Anordnung des Ostreferenten der Gauleitung der NSDAP, fin­den! im Bund heimattreuer Schlesier (Deutscher Ostbund) die Sammlung aller Ostdeutschen (Me­mel, Ost- und Westpreußen, Danzig, Posen, Schle­sien, Oberschlesien und Hultschin) in Gießen und in Oberhessen statt. (Siehe gestrige Anzeige.)

**DieAnmeldungderSchülerfürdie höheren Schulen betrifft eine Anzeige der höheren Lehranstalten in unserer heutigen Ausgabe. Die Eltern seien auf die wichtige Ankündigung be­sonders hingewiesen.

** R i ch t i g st e l l u n g. Unserem Bericht über den Vortrag von Kapitän a. D. Madlung ist nachzutragen, daß es sich bei einem der drei im Schlußsatz genannten Teilnehmer nicht um Karl Arnold, sondern um Wilhelm Arnold, einen seit 1921 in Gießen ansässigen Lützellindener, han­delt, der seit der Indienststellung des Schiffes an Bord derGoeben" war.

Reichsgründiingsseier und Kameradschastsabend

Am gestrigen Vorabend des zweiten Jah­restages der Machtübernahme durch den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler versammelten sich aus Einladung der Dozentenschaft und der Studentenschaft der Universität Gießen viele Volksgenossen aller Stände und Berufe mit den Angehörigen der Universität zu einer Reichs­gründungsfeier, verbunden mit einem K a - meradfchaftsabend, im Saale des Studen­tenhauses. Der Aufforderung war so zahlreich Folge geleistet worden, daß der Saal voll besetzt war.

Vor Beginn des gemeinsamen Abendessens es gab als Eintopfgericht Erbsensuppe mit Schweinefleisch und Wurst, von dem Preis des Essens flössen pro Teilnehmer 50 Pfennig dem Winterhilfswerk zu, um auch bei dieser Gelegenheit der hilfsbedürftigen Volksgenossen zu denken hielt der Führer der Dozentenschaft und Kanzler der Universität

Prof. Or. Hummel

eine Ansprache, in der er die Teilnehmer des Abends zunächst im Namen der Dozentenschaft und der Studentenschaft begrüßte und dann betonte, daß wir gerne des ruhmreichen Tages gedenken, an dem die Macht in Deutschland in die treuen und festen Hände des Führers gelegt wurde und

daß wir das Dritte Reich als eine Aukunfls- aufgabe betrachten, die Verpflichtung und Ziel ist, vom Führer uns gefetzt, und wofür wir unser Leben lang mitzuarbeiten haben, jeder an seiner Stelle.

Für die Dozentenschaft und die Studentenschaft ist diese Stelle die Gießener Hochschule, um deren weiteren Ausbau und weitere Entwicklung zu för­dern in d e m Sinne, der dem Dritten Reich ent­spricht.

Die Hochschulen seien früher nicht ganz zu Un­recht als weltfremd und lebensfern bezeichnet wor­den. Das sei etwas, was im Dritten Reich nicht bleiben dürfe und rasch überwunden werden müsse. An unserer Hochschule seien der Rektor, die Do­zenten und alle Studenten einig in dem Ziel, darin eine Wandlung herbeizuführen. Die Hochschule müsse aus der Vereinsamung heraus, sie müsse wieder ein lebendiges Glied im deutschen Volke werden. Dabei solle die stille und auf sich selbst gestellte Forschungsarbeit nicht vernichtet werden, denn sie habe auch früher schon manches geleistet, was dem deutschen Volke nützlich sei. Die heutige Entwicklung wäre nicht möglich gewesen ohne diese stille Forschungsarbeit. .

Es fei zu wünschen, daß der Forscher dem Volke nahe bleibe und daß er mit und in dem Volke lebe und wisse, was das Volk bedürfe, in wel­cher Richtung er feine Forschung auszurichten habe, wenn er dem Volke nützen wolle.

Damit solle nicht eine reine Zweckarbeit erstrebt und anerkannt werden, jedoch dürfe man das Ziel des ganzen Volkes nicht aus dem Auge verlieren. Das sei nur dann möglich, wenn der Forscher mit dem Volke in enger Fühlung bleibe, dem er etwas zu geben habe, das aber auch ihm etwas zu bie­ten vermöge. Der Forscher dürfe nicht allein nur der geistig Gebende sein, sondern auch von der anderen Seite her müsse ein geistiger Einfluß vor­handen sein, der dem Forscher Ziel und Richtung seiner Arbeit anweise und dadurch die Forschungs­arbeit für das ganze Volk nützlich werden lasse.

Um diese Wandlung in Fluh zu bringen, hät­ten die Dozentenschaft und die Studentenschaft die Vertreter aller Stände und Berufe an die­sem Abend vereinigt, damit sie mit den Ange­hörigen der Hochschule in enge Verbindung kämen und neue Bande sich gestalten könnten. Das sei die Gemeinschaft, die von der Univer­sität als Hochschulkreis verstanden werde, die enge Verbindung zum Ruhen beider Teile.

Die heute angeknüpften Bande sollten ein Anfang fein, der mit dazu beitragen möchte, daß an diesem Abend ein neuer Baustetn mitgeliefert werde zu dem gewaltigen Neubau des deutschen Volkes, den der Führer errichte und an dem mitzu - arbeiten uns zur Aufgabe gemacht fei. (Leb­hafte Zustimmung.)

Edler von Graeve

betonte, daß die Studentenschaft sich den Worten des Kanzlers voll anschließe. Wir müßten alle auch bei dieser Gelegenheit daran denken, daß wir noch am Anfang dessen stünden, das wir einst als ge­schichtliches Werk unseren Nachkommen überlasten möchten. Immer wieder sei daher aufzurufen zu neuer Mitarbeit und Begeisterung für das

große Werk, das wir als Gefolgsleute des Führers mitzubauen hätten. Anschließend wurde gemeinsam das LiedVolk ans Gewehr" gesungen. Hierauf sprach

Pg. Klostermann

über die Bedeutung des 30. Januar. Er erinnerte einleitend an die tiefbewegten Stunden, als die Machtübernahme durch den Führer Adolf Hitler dem deutschen Volke am 30. Januar 1933 mitgeteilt wurde. Weiter rief er die große Begeisterung, die dieses gewaltige geschichtliche Ereignis überall in Stadt und Land auslöste, den Zuhörern in Erinne­rung. Damals wurde das Wirklichkeit, wofür der Führer und feine alten Mitkämpfer 10 Jahre lang gerungen und gestritten hatten und das zu ver­wirklichen sie alles einzusetzen bereit waren. Mit dem gewaltigen Umbruch am 30. Januar 1933 war ein System erledigt, aber noch nicht das Zwischen­spiel von 1919 bis 1933, da erst noch der Liberalis­mus und der Marxismus überwunden werden mußten. Der Redner erinnerte in diesem Zusammen­hang an das traurige Erbe, das der Führer bei feinem Amtsantritt vorfand. Er wies sodann auf die tatkräftige Inangriffnahme der gewaltigen Re­formarbeit hin, durch die nach und nach die Sou­veränität der Länder abgebaut, die Landtage auf­gelöst und die Reichsstatthalter eingesetzt wurden, die die Idee des Führers zu verkörpern und dafür zu sorgen haben, daß nirgendwo in Deutschland wieder Sonderinteressen aufflammen können. Ganz organisch, Schritt für Schritt, feien dann weitere Maßnahmen des Neuaufbaues durchgeführt worden. Dem Volke war immer wieder klarzumachen, wel­chem Ziel diese Maßnahmen dienten, damit es dem Führer willig folgen konnte.

Nachdem bisher schon ein Teil der politischen Wiederaufbaumaßnahmen erfolgreich durchge- führk werden konnte, stehe unser Volk jetzt vor gewaltigen Entscheidungen innerpolitischer Art.

Während durch die Hetze von Emigranten und Juden ein wirtschaftlicher Boykott gegen Deutsch­land verkündet und propagiert wurde, sei unser Volk dank der Kühnheit des Führers bereit, sich unabhängig vom Ausland zu machen. Heute schon sehe das Ausland ein, wie gewaltig es sich durch diese Boykotthetze habe irreführen lassen und wie falsch und gering es den deutschen Forscher- und Erfindergeist eingeschätzt habe. Der Führer habe durch seine große und einzigartige Arbeit nicht nur das deutsche Volk, sondern auch das Ausland in seinen Bann gebracht. Der Redner wies hierbei auf das überwältigende und erhebende Bekenntnis der Saar zum deutschen Mutterlande hin, das die Aufmerksamkeit der ganzen Welt gesunden habe.

Nunmehr stehe unser Volk wieder vor einem 30. Januar, der in der kommenden Geschichte einen sehr wichtigen Platz einnehmen werde. Dieser 30. Januar 1935 werde uns in verschiedener Rich­tung große Neuerungen bringen, z. B. durch die neue Reichs-Gemeindeordnung, nach der in Zu­kunft jede Gemeinde in Deutschland nach den glei­chen Grundsätzen geleitet werde. Darüber hinaus werde der Neuaufbau des Reiches in organischem Geschehen seinen weiteren Fortgang nehmen.

Wenn man heute zurückblicke und an das große Derk des Führers denke, dann müsse man aber auch an die noch zu leistende Arbeit sich erinnern, für die in den bisherigen zwei Jah­ren der nationalsozialistischen Regierung die Basis geschaffen worden sei.

Vor allem komme es dabei auf die weitere inner- politische Erziehung zum Nationalsozialismus an, dessen Weltanschauung überall zum Durchbruch gebracht werden müsse. Die alten Gefolgsleute des Führers feien jederzeit bereit, den Kampf für die- fes Ziel durchführen, damit die nationalsozia- listische Idee überall rein und klar herauskomme und dem ganzen Volke zur Verfügung stehe, weil der Nationalsozialismus in Deutschland nur noch bie einzig mögliche Staatsform fei, wenn wir ein glückliches Deutschland aufbauen wollen.

Große Männer würden einem Volke nur alle Paar hundert Jahre einmal geschenkt. Wir wüß- ten, daß auch dem Leben des Führers ein Ziel ge­fetzt fei,

Damit für alle Zukunft die Brücke vom heute zum kommenden geschlagen werde, müsse dafür gesorgt werden, daß das große Gedankengut Adolf Hitlers dem deutschen Volke für alle Zeilen rein erhallen bleibe.

Zu diesem Zwecke werde vor allem die Jugend im nationalsozialistischen Geiste geschult, weil sie der Garant sei für den Fortbestand des großen Werkes

Adolf Hitlers. Der Jugend müßten die ungeschrie­benen Gesetze des nationalsozialistischen Gedanken­gutes übermittelt werden, man müsse sie die große Gemeinschaft erleben lassen, damit sie als künftige Vertreter des nationalsozialistischen Ordens allezeit die Grundsätze des Führers vertreten und immer dafür einstehen könnten als Garanten der natio­nalsozialistischen Weltanschauung in Deutschland, als Prediger der nationalsozialistischen Idee. Wenn in dieser Weise die nationalsozialistische Politik und Aufgabe Überall erkannt werde, dann sei es etwas Großes und Gewaltiges, das wert sei, daß sich die besten Männer dafür zur Verfügung stellten. Nie­mand in der Welt solle und werde jemals be­haupten können, daß die Vertreter des National­sozialismus schlechten Willens gewesen seien; Irr­tümer würden von ihnen zugegeben und verbessert.

keiner im deutschen Volke soll bei dem Aufbau abseits stehen, jeder Volksgenosse solle mithel­fen. Rur dann könne Deutschland wieder ge­nesen und groß werden, wenn auch der letzte deutsche Volksgenosse sich dafür einsehe, daß die Gedanken und Wahnahmen des Führers sich überall im Volke und in der Welt durch­setzen.

Mit diesen Gedanken stehe man am Vorabend des 30. Januar. So solle die staatstragende Bewe- geung des Führers immer richtunggebend sein. Die Worte Adolf Hitlers müsse jedermann als eine Mahnung empfinden, allezeit voll und ganz seine Pflicht zu tun, sich dem Führer zu verschreiben und mit ihm zu arbei­te n an dem Neuaufbau eines großen und herr­lichen Deutschland auf Jahrhunderte hinaus. In diesem Sinne gelobe auch diese Versammlung dem Führer, immer in unwandelbarer Treue und auf­rechter Gefolgschaft zu ihm zu stehen und an seinem Werke mitzuarbeiten.

Mit großer Begeisterung stimmte der Kreis der Teilnehmer in das von dem Redner ausgebrachte dreimalige Sieg-Heil auf den Führer und Kanzler des deutschen Volkes, den Schöpfer des Nationalsozialismus und das deutsche Vaterland ein. Anschließend wurden die ersten Verse des Deutschlandlied und des Horst-Wessel-Liedes gemein­sam gesungen. Dem Redner wurde mit großem Bei­fall zugestimmt.

Oer Standortälteste der Reichswehr betonte in einer kurzen Ansprache im weiteren Ver­laufe des Abends, daß die Wehrmacht es schwer empfunden habe, welchen dornenvollen Weg sie nach dem Weltkriege im deutschen Vaterlande gehen mußte, nachdem an der Front der deutsche Soldat sich brav und ehrlich geschlagen habe.

Die Wehrmacht danke es dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, daß er ihr die Fahne wiedergegeben habe, unter der die deutschen Soldaten im Kriege geblutet hätten und gefallen feien, sie danke dem Führer, daß er die Wehr­macht wieder habe zu Ehren kommen lassen

und den Geist der Wehrhaftigkeit im deutschen Volke erneut geweckt habe. All das erfülle die Wehrmacht mit Stolz und verpflichte sie, stets in Treue zu dem Führer Adolf Hitler und fei­ner Bewegung zu stehen, auf Gedeih und Ver­derben. (Stürmischer Beifall.)

In diesem Sinne wirke die Wehrmacht im Geiste des Führers an der Ertüchtigung der deutschen Jugend und an dem Wiederaufbau unseres deutschen Vaterlandes. In Dankbarkeit und Treue grüße er als Vertreter der Wehrmacht den Führer und Reichskanzler mit dem Rufe HeilHitler! (Star­ker Beifall und begeisterte Heil-Hitler-Rufe.)

Standartenführer Lutter

als Standortältester der Gießener SA. gedachte vor allem der Männer, denen es zu danken war, daß die nationalsozialistische Revolution durchgeführt werden konnte: der alten SA.-Männer. Er wies dabei auf die gewaltige und stets einsatzbereite Opferfreudigkeit des unbekannten SA.-Mannes hin, deren Gemeinschaft im Jahre 1923 aus 48 alten Frontsoldaten entstanden war und sich bann immer mehr ausbreitete als Stoßtrupp des Führers und als Wegbereiter der Machtübernahme.

Wit Stolz müsse gesagt werden, daß der alte SA.-Waun es gewesen fei, der die Durchfüh­rung der nationalsozialistischen Revolution er­kämpft habe. Der SA.-Rlann, der vor der Machtübernahme auf die Straße gegangen fei und in Liebe und Treue zum Führer alles eingesetzt habe, könne mit Recht von sich be­haupten, daß er mehr geleistet habe als die­jenigen Volksgenossen, die heule auch mit- arbeitelen.

Die Taten der SA. vor der Revolution seien mit Gold überhaupt nicht aufzuwiegen, dennoch ver­lange der alte SA.-Mann keine Belohnung für sich, sondern er sehe seinen schönsten Lohn in dem Be­wußtsein, in Treue seine Pflicht für den Führer getan zu haben.

Der Grundsatz der selbstlosen Treue habe die SA. bisher geleitet und werde für sie auch weiterhin maßgebend sein.

Selbstlose Treue, alles für Deutschland, nichts für sich selbst! (Starker Beifall.)

Das Kameradschastslager der Studenten

unter Leitung des Kameradschaftsführers Pall» mann bereicherte den Abend durch eine Anzahl Sprechchöre und durch gemeinsame Lieder, die dankbare Anerkennung fanden. Im übrigen war die Zeit zwischen den verschiedenen Ansprachen der kameradschaftlichen Unterhaltung gewidmet.

Der Mufikzug der Standarte 116 unter der Stab­führung von Kamerad E i n b r o d erfreute im Ver­laufe des Abends durch feine ausgezeichneten instru­mentalen Darbietungen, die verdientermaßen mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurden.

Schaufensterwettbewerb für junge Kaufleute.

Zur Eröffnung des 2. Reichsberufswettkampfes der deutschen Jugend in der Woche vom 17. bis 24. Februar.

Der letzte Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend steht in allen Kreisen der schaffenden deut­schen Menschen und in der deutschen Wirtschaft noch in eindrucksvoller, lebhafter Erinnerung. Die Ju­gend des ganzen Volkes, in einer Begeisterung und in einem Willen in der Hitler-Jugend geeint, be­kannte sich über alle Standesunterfchiede hinweg zum deutschen Grundsatz:

Tüchtig im Beruf! Fleißig, gewissenhaft und treu in der Arbeit!

Alle für die Berufsertüchtigung der jungen Deut­schen geleistete Arbeit hat den Sinn und das Ziel, ihn zu einem vollwertigen Mitarbeiter in seinem Berufe zu erziehen, aus ihm einen im National­sozialismus verwurzelten deutschen Arbeitsmenschen zu machen, dessen Wirken und Schaffen im Betrieb zugleich Dienst am Volk ist. In zäher Beharrlich­keit und mit größter Zielklarheit führt die Hitler- Jugend damit das von ihr begonnene Aufbaumerk weiter. Der im März dieses Jahres zurch Durch­führung gelangende 2. Reichsberufswett­kampf wird durch den vom 17. bis 24. Februar ftatfinbenben

Schaufensterwettbewerb eröffnet werden. Die jungen Berufskameraden aus den Einzelhandelsgeschäften werden in ganz Deutsch­land zu diesem Wettbewerb aufgerufen. Dem Be­rufsnachwuchs im deutschen Einzelhandel soll da­mit Gelegenheit gegeben werden, die im Schau­fenster liegende Werbemöglichkeit für den Verkauf Zu erkennen und unter Beweis zu stellen, ob und in welchem Ausmaß er sie erfolgreich auszunutzen befähigt ist.

Der Schaufensterwettbewerb wird diesem Gebiet beruflicher Erziehungsarbeit auf breitester Grund­lage neuen Auftrieb geben. Bereits in früheren fahren sind solche Schaufensterwettbewerbe für die Kaufmannsjugend in einigen Teilen von Deutsch­land ausgeführt worden. Im nationalsozialistischen Deutschland wird zum ersten Male in allen Tei­len des Reiches diese Veranstaltung erfolgen.

Es wird bei diesem Wettbewerb der Jugend ganz besonderer Wert darauf gelegt werden, daß sich nicht nur die großen, sondern auch die vielen mittelgroßen und kleineren Einzelhan­delsbetriebe daran beteiligen.

Auch die jungen Berufskameraden in diesen Ge- chaften, die sich sehr oft in Nebenstraßen, Vororten und Kleinstädten befinden, wollen ihr Können und ihren Leistungswillen beweisen. Gerade in diesem Leistungswettbewerb der Jugend sollen jeder junge Kamerad und jede junge Kameradin spüren und wissen, daß man sieentdecken" wird, ob sie nun im größten Geschäft der Hauptstraßen, oder in einem kleinen Laden einer Nebenstraße ihre Pflicht an ihrem Arbeitsplatz und in ihrem Beruf erfüllen Ausschlaggebend ist einzig und allein die Leistung'

Der vor den Augen der Oeffeutlichkeik sich ab- wickelnde Schaufensterwettbewerb wird in ganz besonders starkem Ausmaß Ehrgeiz und Schaf­fensdrang unserer jungen Arbeitskameraden anspornen. Sie werden sich regen, werden pla­nen und überlegen, wie durch das Schaufenster neue Verkaufserfolge ihres Geschäftes errungen werden können.

Bei jeder Erziehungsarbeit an der deutschen ntFn A tTn?er ""eut von größter Wichtigkeit, sich nach den für das Dolksganze lebensnotwendi­gen Gesichtspunkten auszurichten. Der junge Kauf- mann muß sich auf feinem beruflichen Ausbil­

dungsweg den Grundsatz zu eigen machen, daß er mit jeder beruflichen Teilarbeit Dienst an der deut­schen Volkswirtschaft zu leisten hat. Gerade auch der Schaufensterwettbewerb wird ihm das lebendig machen können.

Das Schaufenster hat eine nicht unwichtige volks­wirtschaftliche Bedeutung. Ein zugkräftig dekorier­tes Schaufenster bringt Umsatzbelebung und Absatz­steigerung und gibt dadurch der Gesamtwirtschaft neue Arbeitsmöglichkeit.

Bei richtiger Gestaltung der Schaufenster- dekoration kann der einzelne Handel- oder Ge­werbetreibende erfolgreich an dem Arbeits- beschaffungsplan des Führers und am Kamps gegen Schundwaren für den Qualitätsgedanken mitwirken.

Die Oeffentlichkeit wird an diesem Schaufenster- Wettbewerb lebhaften Anteil nehmen und sich von dem Leistungswillen und Leistungsvermögen der jungen deutschen Generation im Berufsleben über- zeugen können und wollen. So wird der Schau-

Denkt an die Linderung der Rot!

Verwendet die Dohlsahrtsbriefmarken!

fenftermettberoerb den rechten Auftakt bilden für öen Leistungswettbewerb der g e f a m ten deutschen Jugend in allen Berufen und an allen Arbeitsplätzen im deutschen Wirtschafts» leoen, der dann wenige Wochen später im zweiten Reichsberusswettkampf vor sich gehen wird. Unsere jungen Kameraden im Einzelhandel werden sich der Ehre würdig erweisen, als erste Gruppe zu diesem Wettstreit anzutreten.

Rundfunkprogramm

Donnerstag, 31. Januar.

6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik I. 6 30* Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 6.55: Morgen^ sprach Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8 30* Gymnastik. 9: Werbekonzert der Reichspostreklame' 9.15: Musik am Morgen. 10: Nachrichten 1015- Schulfunk, Volksliedsingen. 10.45: Praktische 9tat. schlage für Küche und Haus. 11: Werbekonzert. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saar- dienst, Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II 14 15- Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachr-ch- ten der Gauleitung. 15.15: Kinderstunde. 16* Nach­mittagskonzert. 18: Deütsche Gespräche:Ein fialh« vergessener." Zum 90. Geburtstag von Ernst von Wildenbruch. 18.20: Ein industrielles Großunter­nehmen organisiert seinen Absatz. Ein Gespräch mit Dr. fiurt Kühn, Frankfurt a.M 18.35: Katechismus für Sprachsunder. 18.50: Unterhaltungskonzert 19.45: 5er Zeitfunk bringt: Tagesspiegel Nach? ck- ten. 20: Nachrichten. 20.: Sinfonie «r 3 in Del Dur von Paul Büttner. 21: Kali, Bergwerk und M15- 2^3»rW[,5tÜmn*h ®ei£n' 22: Nachrichten 22-15 Nachrichten aus dem Sendebezirk 22 20» Wmtersportecho aus Garmisch. Partenkirchen" 23« u"b®r9rf>n'ff«- 22.35: Kammermusik.

Unterhaltungsprogramm im Januar. Eiu Ruckbltck. 24 bi« 2: Nachtmusik.