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as hat Japan in China vor?
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In einem kleinen Teil unserer gestrigen Auflage ist versehentlich zu den Meldungen über die politische Lage in China eine falsche
Karte beigegeben worden. Wir bringen deshalb für die von der Verwechslung betroffenen Leser heute die richtige Karte.
Wenig Aussichten für London.
Laval gegen die Opposition.
Paris, 29. Jan. (DNB.) In der Kammer erklärte der Abg. Franklin-Bouillon, der durch seine ständigen deutschfeindlichen Auslassungen bekannt ist, er habe gehofft, daß vor der Londoner Reise des Außenministers eine Aussprache über die französisch-englische Politik stattfinden würde. Man wisse, was England wolle, nicht aber, was Frankreich wolle. Man gedenke in London durch neue Zugeständnisse den Frieden zu festigen. Frankreich könne sich auf eine solche Politik nicht einlassen. Die deutsche Politik fußte auf dem Gedanken der Revision und die Politik Frankreichs und der Verbündeten auf dem Gedanken der Nichtrevision. Es sei unmöglich, Wasser und Feuer miteinander zu vermengen. Es gebe nur zwei Lösungen: Eine Lösung des Mutes oder des Verzichtes. Nur der Mut könne Frankreich retten.
Außenminister Laval erwiderte, Frankreich und England sollten ihre vertrauensvolle Zusammenarbeit fortsetzen, weil sie sich der Solidarität ihrer Interessen und der gemein fa men Verantwortlichkeit bewußt seien. Man werde sich über die deutschen Rüstungen unterhalten. Man sei sich der nationalen Realitäten bewußt und kenne die Erfordernisse der na
tionalen Verteidigung. Frankreich wolle sein Teil an der soliden Organisation des europäischen Friedens übernehmen, könne sich diesen Frieden aber nicht ohne Sicherheitsgarantien vorstellen. Eine neue Atmosphäre ist im Entstehen, die die notwendige Annäherung dev Völker leichter gestalten muß. Vor einigen Tagen ist in Rom in einer Weise, die von Dauer sein muß, die Entente zwischen zwei großen Völkern besiegelt worden. Beide sind fest entschlossen, in einem Geist des gegenseitigen Vertrauens an der Erhaltung des allgemeinen Friedens zusammenzuarbeiten. Unsere Londoner Besprechungen werden von der wachsenden Freundschaft geleitet sein, die Frankreich und England verbinden muß. Wir wissen, daß unsere Sicherheit unentbehrlich ist für die Erhaltung des Friedens in Europa. Wir wissen und man weiß das ebenso im Auslande, daß Frankreich immer bereit ist, seine loyale und wirksame Unterstützung jeder internationalen Anstrengung für die Festigung des Friedens zu gewähren.
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Nicht nur die sehr vorsichtig gehaltenen Erklärungen Lavals in der Kammersitzung, sondern auch die Berichte aus London haben in Pariser politischen Kreisen den Eindruck verstärkt.
daß man sich vor allzu großem Optimismus in der Beurteilung des französisch-englischen Meinungsaustausches hüten solle. „Petit Parisien" warnt namentlich vor Hoffnungen auf ein Bündnis mit England. Das „Echo de Paris" berichtet, daß der englische Standpunkt in einer Denkschrift von vier oder fünf Seiten niedergelegt fei, die der englische Botschafter in Paris am Samstag Laval überreicht habe. Die Kenner dieser Denkschrift bezeichneten sie als „schlechter M a c d o n a l d". Simon finde kein anderes Heilmittel gegen die „Verletzung des Versailler Vertrages" durch Deutschland als den Abschluß eines Abkommens über Rüstungsbeschränkung und internationale Rüstungskontrolle, durch die die Erklärungen vom Dezember 1932 über die Gleichberechtigung wirksam werden sollen. Die französische Presse habe viel von Sicherheitsgarantien gesprochen, die England angeblich anbiete. Vielleicht fei diese Frage mündlich berührt worden, aber in dem Schriftstück vom 26. Januar werde sie mit S t i l l s ch w e i - gen übergangen. Auf der Grundlage eines solchen Paktes könne nichts zustande kommen. Flandin und Laval würden unter diesen Umständen einen Gegenentwurf nach London mitnehmen müssen. Vielleicht würden sie sogar gezwungen sein, an die Barthou-Note vom 2 7. April v. I., wenn auch auf ihre Weise, wieder anzuknüpfen.
England wünscht keine neuen Verpflichtungen.
Forderung gegen Forderung.
London, 30. Jan. (DNB.-Funkspruch.) Zum französischen Ministerbesuch erklärt Reuter, es fei unwahrscheinlich, daß Großbritannien bei den bevorstehenden Besprechungen weitere Verpflichtungen auf dem europäischen Festlande übernehmen werde. Die Frage der Aufhebung der Abrüstungsklauseln von Versailles werde erörtert werden, ohne aber deshalb unbedingt den Mittelpunkt der Besprechungen zu bilden. In London bestehe die Neigung, die Aussprache m ö g - l i ch st flüssig zu halten. Die deutsche „Aufrüstung" soll nur als eine Frage von vielen behandelt werden. Eine erneute Bekräftigung und Verschärfung von Locarno in Form eines Versprechens britischen Beistandes in der Luft für den Fall eines Angriffes auf Frankreich fei höchst unwahrscheinlich. Großbritannien sei aber nach wie vor bereit, im Falle einer Gefährdung der österreichischen Sicherheit gemeinsame Beratungen aufzunehmen.
Zu der gestrigen französischen Kammerdebatte sagt „Daily Herald", die Haltung der französischen Regierung habe sich in den letzten zehn Tagen zweifellos v e r ft e i f t. In London werde erwartet, daß Laval auf einer Verstärkung der französischen Rüstungen beharren und eine Er« örterung deutscher Aufrüstung für den Augenblick ablehnen werde. Er werde versuchen, die britische Unterstützung für feine Forderung au gewinnen, daß Deutschland sich bereiterklären müsse, nach Genf zurückzukehren und den O st - Pakt und den Donaupakt zu unterzeichnen. Außerdem werde er eine Verstärkung der britischen Verpflichtungen aus dem Locarnopakt verlangen. Die britische Regierung erkenne es deutlich, daß nicht
der geringste Anhaltspunkt dafür vor, Händen fei, einen solchen Plan auch nur als Erörterungsgrundlage mit beit Deutschen e i n z u g e h e n. Sie sei damit ein« verstanden, daß Sicherheit und Rüstungsbearen, zung gemeinsam behandelt werden müßten Sie werde sich aber nicht dazu bereitfin, den, neue Verpflichtungen für Großbritannien als Einleitung zu Erörterungen zu übernehmen, bei denen Frankreich Bedingungen stellen wolle, die für Deutschland unannehmbar feien. Es scheine somit n i ch t d i 4 gering st e Aussicht zu bestehen, daß die Londoner Besprechungen zu irgendeiner Vereinbarung führen würden.
„News Chronicle" weist auf die innerpolitis ch e n Schwierigkeiten Lavals hin. Die Mitglieder der französischen Regierung, die eine Politik der Vereinbarungen mit Deutschland vorzögen, hätten keine Aussicht, im Innern über den General st ab und H e r r i o t und im Auslande über Sowjetrußland und die Kleine E n t e n t e zu siegen, wenn nicht zwei Voraussetzungen erfüllt feien: Großbritannien müsse viel bestimmtere Zusagen hinsichtlich der Unterstützung gegen einen Angreifer in Westeuropa machen und Deutschland dürfe trotz feiner Begeisterung über dis Saarabftimmung keine sofortige völlige und bedingungslose Gleichberechtl, g u n g erwarten.
Wetterbericht
Infolge nächtlicher Aufheiterung und dadurch verstärkter Ausstrahlung ist auch bei uns eine erhebliche Frostverschärfung (Tieftemperaturen der vergangenen Nacht zwischen —5 und —10 Grad Kälte) eingetreten. In Norddeutschland macht sich dagegen mit kräftigen westlichen Winden eine Zufuhr feuchter Ozeanluft bemerkbar, die dort Anlaß zu verbreiteten Niederschlägen gibt. Im Nordsee« gebiet Regen und im Ostseegebiet Schnee. Diese Westströmung wird auch bei uns voraussichtlich noch im Verlaufe des Mittwoch stärkere Bewölkungszunahme und das Einsetzen von Niederschlägen bringen, die aus Schnee bestehen werden. Gleichzeitig wird damit eine Frostmilderung in den Niederungen verbunden fein.
Aussichten für Donnerstag: Vielfach dunstig, sonst wolkig bis bedeckt und zeitweilig Schneefall, bei westlichen Winden Frostmilderung.
Lufttemperaturen am 29. Januar: mittags —0,8 Grad Celsius, abends —4,1 Grad; am 30. Januar; morgens —8 Grad. Maximum —0,6 Grad, Minimum — 8,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. Januar: abends 0,2 Grad Celsius; am 30. Januar: morgens —0,3 Grad. — Niederschläge 0,1 mm. — Sonnenscheindauer 0,8 Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. ßange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot. für Öen übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. XII. 34: 12 047. Druck und Verlag? Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
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des Verstorbenen.
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Wir bitten von Beileidsbesuchen absehen zu wollen.
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Unser Vater und Schwiegervater
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