Ziele -er Wehrmacht für 1935
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Tag der nationalen Soli» Reichsjustizkommissar Dr. Frank
Nationaldenkmal von Tannenberg. — Straffreiheitsgesetz aus Anlaß der Vereinigung der Aern- ter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers. 19.August. Durch Volksabstimmung wird die
Vereinigung dieser Aemter in der Hand Adolf
6. Dezember. Ruhestand.
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Die Chronik des zweiten Lahres der nationalsozialistischen Erhebung
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handlungen der großen Seemächte spielen sich außerhalb des Genfer Rahmens ab. Deutschland ist daran nur als Zuschauer beteiligt. Es ist aber klar, daß, mag diese Konferenz ausgehen wie sie will, aus ihrem Ergebnis sich auch auf dem Gebiet der Seerüstungen zwangsläufig Rückwirkungen im Sinne sachlicher deutscher Gleichberechtigung ergeben müssen. Im ganzen gesehen, wird also die außenpolitische Linie der deutschen Wehrpolitik im Jahre 1935 das Ziel unaufhaltsam verfolgen, das ihr der Führer
Ein Ausblick am zweiten Jahrestag der nationalen Erhebung
Von Major Lost Meichswehrministerium).
langen eines Staates in der zentralen Lage Deutsch, lands haben. Diese Binsenwahrheit sollten sich die. jenigen vor Augen halten, die selbst unaufhörlich ausrüsten und von Deutschland als Vorleistung für die Aufhebung des Teiles V des Friedensdiktates die Unterschriften unter den Ostpakt, das österreichische Garantieabkommen und die Rückkehr nach Genf verlangen
Nach der glücklichen Lösung der Saarfrage wird also das Thema „Sicherheit" die äußere Politik der kommenden Monate beherrschen. Die deutsche Stellungnahme ist mit aller Klarheit in dem kürz, lichen Interview des Führers und Reichskanzlers festgelegt. Sie gipfelt in vier Punkten:
Deutschland wird von sich aus den Frieden niemals brechen;
die deutsche Gleichberechtigung — und zwar nicht nur die moralische, sondern auch die sachliche — ist die Voraussetzung für jede Beteiligung Deutschlands an internationalen Abma- chungen und Vereinbarungen;
die deutsche Politik wird nicht Abmachungen eingehen, deren Konsequenzen nicht ganz eindeutig zu übersehen sind;
„Wer uns anfaßt, greift in Dornen und Stacheln!"
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30.Januar 1934. Gesetz über den Neuaufbau des Reiches. Die Hoheitsrechte der Länder gehen damit auf das Reich über. Die Reichsregierung kann neues Verfassungsgesetz geben.— Der Reichskanzler verkündet im Reichstage die deutsche Forderung auf Gleichberechtigung.
14. Februar. Der R e i ch s r a t wird a u f g e h o - b e n. Die Gesandtschaften der Länder beim Reich kommen in Fortfall.
1. März. Im Saargebiet wird die „Deutsche Front" gebildet.
21. März. Der Reichskanzler eröffnet die Arbeitsschlacht 19 3 4 auf der Baustelle der Reichsautobahn in Oberbayern.
17. April. Frankreichs Note an England stellt vor die Ausführungsgarantie der Ab- rüstunasfrage die Bedingungen der eigenen Sicherheit.
1. Mai. Tag der nationalen Arbeit. — Der Reichsminister des Innern wird mit der Wahrnehmung der Geschäfte des preußischen Innenministers beauftragt. — Ein Reichsmini st erium f ü r Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung wird errichtet.
2. Mai. Es wird der Volksgerichtshof gebildet.
11. Mai. Reichsminister Dr. Goebbels eröffnet in einer Rede im Sportpalast den F e l d z u g gegen Nörgler und Miesmacher.
15. Mai. Gesetz über die Regelung des Arbeitseinsatzes.
7. Juni. Der Staatsjugendtag wird verkündet.
14. Juni. Der Reichskanzler Adolf Hitler trifft sich mit Mussolini in Venedig.
16. Juni. Der Reichsmini st er der Justiz übernimmt die Geschäfte des preußischen I u st i z m i n i st e r s. Staatsminister Ke r rl wird Reichsminister ohne Geschäftsbereich.
30. Juni. Niederschlagung der Röhm-Revolte.
2. Juli. Die dabei vollzogenen Maßnahmen werden durch Gesetz als Staatsnotwehr rechtens erklärt.
8.Juli. Reichsminister Rudolf Heß wendet sich in einer Rede an die Kameraden der Fronten des Weltkrieges hüben und drüben.
13. Juli. Rede des Reichskanzlers vor dem Reichstage. „In dieser Stunde war ich verantwortlich für das Schicksal der deutschen Nation und damit des deutschen Volkes ober st er Gerichtsher r."
25.Juli. Unruhen in Wien. Tod von Bundeskanzler Dollfuß.
27.Juli. Der bisherige Vizekanzler von Papen wird Sondergesandter in Wien.
30.Juli. Reichsbankpräsident Dr. Schacht wird mit der Führung der Geschäfte des Reichs- wirtschaftsministeriums betraut.
2. August. Reichspräsident von Hindenburg ist um 9 Uhr in die Ewigkeit eingegangen. — Das Amt des Reichspräsidenten wird durch Gesetz mit dem des Reichskanzlers vereinigt. Die bisherigen Befugnisse beider Länder gehen auf den Reichskanzler Adolf Hitler über. — Vereidigung der Wehrmacht.
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Hitlers genehmigt. (Ja 38,12 Mill., nein 4,27, ungültig 0,86 Millionen Stimmen).
26. August. Der Führer und Reichskanzler erklärt bei der Saar-Treuekundgebung auf dem Ehrenbreit ft ein, daß die Saarfrage die einzige Territorialfrage sei, die uns von Frankreich trennt.
5. September. Beginn des Reichsparteitags in Nürnberg.
18. September. Eintritt Sowjet-Rußlands in den Völkerbund.
9. Oktober. Das Winterhilfswerk 1934/35 wird eröffnet. — Attentat in Marseille, durch das König Alexander von Südslawien und Minister Barthou getötet werden.
30. Oktober. Der Rechtswalter der Deutschen Evangelischen Kirche, Ministerialdirektor Jäger, legt sein Amt nieder.
1. November. Reichsinnenministerium und preußisches Innenministerium werden zusammengelegt.
5.November. Dr. Goerdeler wird Reichskommissar für Preisüberwachung.
30. November. Die Arbeitslosigkeit sinkt auf 2354000 (5 355 000 im Jahre 1932).
3. Dezember. In Rom wird ein Abkommen über die Umstände bei der Rückgabe des Saargebiets vereinbart.
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qestellt hat und das das Ziel jeder gesunden Wehrpolitik und jeder Wehrmacht sein muß, die letzte und stärkste Sicherung des Staates und Volkes gegen äußere Gefahre n zu bilden, um allein durch ihr Dasein die Kriegsgefahr abzuwenden.
Und die innere Wehrpolitik wird diesem Siel bienen. Die Zeiten sind glücklicherweise vorbei, in denen das kleine Berufsheer von Versailles und Weimar, wie es die Berufspflichten des deutschen Soldaten vom Frühjahr 1930 noch forderten, die Doppelaufgabe hatte, als „Machtmittel der gesetzmäßigen Reichsgewalt" den Bestand des Reiches „nach außen und nach innen" zu schützen. Und alle Spekulationen der Emigrantenpresse auf innere Zwistigkeiten und Gegensätze zwischen Wehrmacht und den Organisationen der NSDAP, werden bleiben, was sie sind und waren: unerfüllbare Wunschträume Haßumnebelter Gehirne. Die Führertagung vom 3. Januar 19 3 5, die symbolisch das neue Jahr einleitete, war der st ärk st e Beweis der inneren Zusammengehörigkeit von Wehrmacht und Partei, die auf getrennten Wegen und in klar abgegrenzten Arbeitsfeldern dem gemeinsamen Ziel dienen. Die Armee hat es nicht mehr nötig, den Bestand des Staates „nach innen" zu schützen. Ihr Oberbefehlshaber hat ihr dafür eine lohnendere Aufgabe gestellt; nämlich zusammen mit den anderen Organisationen des Staates und der Partei „ein nationaler und gesellschaftlicher Schmelztiegel für die Erziehung eines neuen deutschen Menschen" zu sein. Diese Aufgabe konnte das Reichsheer des Weimarer Zwischenreiches schon aus Gründen der äußeren starren Wehrorganisation nicht lösen, denn nur zwei vom Hundert der waffenfähigen Jugend Deutschlands fanden im jährlichen Durchschnitt Eingang in die Armee, um sie nach 12jähriger Dienstzeit wieder zu verlassen. Die inneren und äußeren Schranken des verflossenen Wehrsystems sind gefallen und damit ist die Bahn freigelegt für eine Entwicklung, die die Wehrmacht wieder zu einer Schule derNa - tion im Sinne Scharnhorsts und B o y e n s machen wird.
Was soll die neue Wehrmacht in Wahrheit sein? Vor nahezu 130 Jahren gab Scharnhorst auf diese Frage die Antwort: „Die Vereinigung aller moralischen und physischen Kräfte aller Staatsbürger", und er sagte weiter, daß es darauf ankomme, Armee und Nation inniger zu verschmelzen. Wir sind sicher, daß uns das Jahr 1935 diesem Ziel näher bringen wird. Die deutsche Wehdmacht wird dann
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Gemeinschaft ftudeniischer Verbände.
Berlin, 29. Jan. (DNB.) Unter ber Führung des Staatssekretärs und Chefs der Reichskanzlei Dr. Lammers haben sich nachstehende Verbände zu einer „Gemeinschaft st u d entischer Verbände" zusammengeschlossen: Akademischer Jngenieurverband, Akademischer Ruderbund, Akademischer Turnbund, Altburschenschaftlicher Ring, Deutsche Landsmannschaft, Deutscher Wissenschaftsverband, Kartell der akademischen Segleroereine, Kösener SC.-Verband, Miltenberger Ring, Sonders- häuser Verband, Wartburg-Kartell, Weinheimer SC., Wernigeroder Schwarzer Ring.
Die Gemeinschaft bejaht aus innerster Ueberzeugung das deutsche Korpora- tionsstudententum und ist der Ueberzeugung, durch gemeinsame Arbeit dem nationalsozialistischen Staate besser dienen zu können, als es der einzelne Verband allein vermag. In ihrem aufrichtigen Streben, sich als wertvolle Diener der nationalsozialistischen Bewegung zu erweisen, betonen die Verbände ausdrücklich, daß sie eine enge Zusammenarbeit mit dem von der NSDAP, ausschließlich mit der weltanschaulichen und politischen Erziehung der Studenten beauftragten NS.-Studentenbund als Selbstverständlichkeit ansehen.
Die Reichsleitung der NSDAP, hat der Gemeinschaft auf die Mitteilung über ihre Gründung nachstehendes Schreiben zugehen lassen:
Sehr geehrter Pg. Lammers!
Im Auftrage des Stellvertreters des Führers und für den NS.-Studentenbund bestätige ich mit bestem Dank Ihre Mitteilung über die Gründung der Gemeinschaft studentischer Verbände. Im Interesse der u. E. unbedingt notwendigen endlichen Beruhigung des Korporationslebens an den Hochschulen begrüßt die Partei diesen Zusammenschluß auf das wärmste und ist gern bereit, in der von Ihnen uns mitgeteilten Form mit Ihnen zusammenzuarbeiten.
Heil Hitler! Gez. D r. Wagner.
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Staates und gleichzeitig eine große Schule der Nation sein.
Mögen die anderen das „Militarismus" heißen! Wir nennen es Dienst am Frieden eines freien, gleichberechtigten und starken Deutschland nach dem Wort seines Führers: „Keinen Deutschen für einen neuen Krieg, aber für die Verteidigung des Vaterlandes das ganze Volk!"
Keine Einheitsfront, kein diplomatischer Druck und keine alten oder neuen Militärbündnisse werden diese klare deutsche Linie umbiegen können. Die Entwicklung ist über bas französische „Nein" vom 17. April 1934 hinweggegangen, sie wird auch alle kommenden Versuche, das wehrpolitische Rad der deutschen Geschichte rückwärts zu drehen, erfolglos machen. Nichts wäre übrigens leichter, als ber Abschluß einer internationalen Vereinbarung über Rüstungsbegrenzung, sofern man im anderen Lager nur gewillt wäre, das Wort „Gleichberechtigung" richtig aufzufassen. Nebenbei sei vermerkt, daß der Abschluß eines solchen Abkommens durchaus nicht mit der Rückkehr Deutsch- lands in den Völkerbund verbunden sein muß. Die Sowjet-Union und die Vereinigten Stoa- ten haben sich in den vergangenen Jahren sehr eifrig und völlig „gleichberechtigt" an der Abrüstungs- konferenz beteiüat, ohne Mitglieder des Völkerbundes zu sein. Auch die kommenden Rüstungsver-
wird Reichsminister ohne Geschäftsbereich.
3.Januar 1935. Neujahrsempfang führender Männer des Staates, der Partei und der Wehrmacht durch den Reichskanzler und Führer in der Staatsoper.
8.Januar. Französisch-italienisches Abkommen in Rom.
13.Januar. Volksabstimmung'im Saargebiet. 476 000 Stimmen für Deutschland, 46 000 für den Status quo, 2000 für Frankreich.
15. Januar. Die Abstimmungskommission in Saarbrücken verkündet das Ergebnis. Ansprache des Führers und Reichskanzlers an das deutsche Volk. Große Freudenkundgebungen im ganzen Reich.
17.Januar. Der Völkerbundsrat beschließt die un» geteilte Rückgabe des Saargebiets an Deutschland. Als Termin ist der 1. März 1935 bestimmt.
24. Januar. Das neue Gesetz über die Reichs» ft a 111) a 11 e r und die Deutsche Gemeindeordnung werden vom Kabinett beschlossen.
26. Januar. Erster Jahrestag des d e u t s ch - p o l» nischen Abkommens.
UaberaQ in der deutschen Presse konnte man um die Jahreswende Würdigungen der Arbeit und der inneren Entwicklung der Wehrmacht im Jahre 1934 finden. Dies war ein erfreuliches Zeichen wachsen- der Volksverbundenheit des Soldaten und oorbe- haltloser Anerkennung der Bedeutung der Wehrmacht, die als die Säule des Staates — neben der NSDAP, als dem politischen Willensträger — vom Führer die Aufgabe zugewiesen erhielt, als einziger Waffenträger der Nation „die letzte auf unabsehbare Zeit wirkende Sicherung des neuen Zustandes" und damit des Dritten Reiches zu sein.
Wenn im folgenden der Rückblick auf 1934 durch einen Ausblick auf 1 93& ergänzt werden soll, dann gelten dafür mehrere Einschränkungen. Pro- phezeiungen sind immer eine mißliche Sache. Der Soldat, zu nüchterner Betrachtung der Tatsachen erzogen, wird sich vor derartiger Zukunftsmusik besonders hüten. Aber gerade der Soldat, dessen Gegenwartsarbeit mehr als die vieler anderer Be- rufsstände der Zukunft dient, muß voraus- denken können. Vorausdenken — nicht voraus- disponieren und nicht prophezeien! Er muß die großen Linien sehen, die die Wehrmacht zu ihrer wesentlichen Bestimmung führen, er muß das Gesetz, nach dem er angetreten ist, klar vor Augen haben, um es in der Zukunft zu erfüllen. Diese großen Entwicklungslinien aber sind in der jüngsten Vergangenheit so eindeutig festgeleat wor- den, daß ihre Fortführung in die Zukunft nicht schwer fällt.
Zwei Erinnerungstage geben äußere Anhaltspunkte für einen Ausblick. Am30. Januar jährt sich zum zweiten Male der Tag der Machtergreifung Adolf Hitlers und die Geburts stunde des neuen Reiches. Drei Tage danach könnte die „Konferenz zur Herabsetzung und Begrenzung dLr Rüstungen" ihren Eintritt ins vierte Lebensjahr „feiern", wenn zu dieser „Feier" auch nur der geringste Anlaß bestände. Zwei Erinnerungstage, die unmittelbar nichts miteinander zu tun haben, und die doch innerlich durch ihre Gegensätze verknüpft sind. Indem Adolf Hitler ein einiges, freies, gleichberechtigtes und in gleicher Sicherheit lebendes Deutschland zum Ziele seiner Arbeit machte, setzte er sich in Gegensatz zu jener „Gesellschaft der Nationen" und deren Werkzeug, der sogenannten Abrüstungskonferenz, deren Hauptbestreben dahin ging, Deutschland auf einem Zustand minderen Rechts, geschmälerter Freiheit und ständiger Unsicherheit zu halten.
An diesem Gegensatz ist die Abrüstungskonferenz gescheitert. Dieser Gegensatz führte zum Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund. Jetzt soll Deutschland den verlassenen Platz in Genf wieder einnehmen. Man spricht jenseits des Rheines von „realer" Würdigung der Tatsachen, jenseits des Kanals von einer Art „Gnadenerlaß", der dem 15 Jahre dauernden wehrpolitischen Gefängniszu- ftand Deutschlands — reichlich spät nach unserer Ansicht! — ein Ende machen soll. Man ist nüchterner geworden und spricht nicht mehr von einer Konferenz zur „Herabsetzung" der Rüstungen, sondern nur von „Begrenzun g". Man reicht das Zuckerbrot einer an allerlei Vorbehalte geknüpften Anerkennung eines deutschen Rüstungsstandes, wie er sich etwa in den englischen und italienischen Memoranden von Anfang 1934 abzeichnete, und droht gleichzeitig mit der Peitsche neuer Militärbündnisse, neuer Sicherheits- und Garantieabkommen, kurz mit der völligen „Isolierung" eines störrischen Deutschlands, wenn es sich weigern sollte, die Grenzziehung von 1919 freiwillig anzuerkennen und sich zum aktiven Mitspieler bei allen Händeln zu machen, die im friedlosen Europa entstehen können. Man besinnt sich auf die Gleichberechtigungsformel vom Dezember 1932 und vergißt nur, daß die gleiche Formel eine Ziffer enthält, die von den Siegermächten eine „wesentliche Herabsetzung" der Rüstungen fordert.
Denn die Rüstungs- und Sicherheitslage der Welt hat sich feit jener Formel, und nicht erst seit dem Auszug Deutschlands aus Genf, gründlich geändert. Es hieße Eulen nach Athen tragen, wollte man die gewaltige Ausrüstung rings um Deutschlands Grenzen mit Einzelheiten belegen. Zu dem kaum entwirrbaren Netz der früheren Militärbünisfe Frankreichs sind im vergangenen Jahr die militärpolitischen 21 b m ach ungen mit England und der Sowjetunion und Anfang 1935 die in gleicher Richtung zielenden Vereinbarungen mit Rom gekommen. Merkwürdig, daß man an- aesichts dieser Tatsachen Deutschland mit dem Gespenst einer „Isolierung" schrecken zu können glaubt. Die Sicherheit eines Staates ist kein unveränderlicher Begriff, sondern immer abhängig von den militärischen und politischen Sicherheitsfaktoren der Nachbar st aaten. Werden diese unaufhörlich verstärkt und ausgebaut, so.muß das notwendig Rückwirkungen auf das militärische Sicherheitsver-
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