185. Jahrgang
Gietzener Anzeiger
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Aachbarliches^erständnis festigt den europäischen Frieden
Das Echo der Führer-Llnterredung in Italien.
Mitgliedern
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Das alles ist in der zweiten Abschlußtagung der ^T.-Gemeinschaft KdF. klar vor die Augen des 8»lkes gestellt worden. Der Führer und Reichs-
Als die ersten Schiffe mit Mitgliedern der Deutschen Arbeitsfront, Männern aus den Industriegebieten, Frauen aus Kontoren und Fabriksälen, nach Madeira fuhren, horchte die Welt auf, und mancher mochte den Kopf schütteln. Bald wurde von einer Flotte gesprochen, um solche Reisen großzügig durchzuführen, die nicht nur nach Helgoland oder Bornholm sondern bis hinauf in die Fjorde von Norwegen gingen. Bei der Feier des Abschlusses des zweiten Geschäftsjahres der NS.- Gemeinfchaft KdF. wurde dieses Programm noch erweitert. Hier wurde die Hoffnung ausgesprochen, daß die Schiffe der Arbeitsfront einmal minderbemittelte Volksgenossen des Auslandsdeutschtums aus Amerika oder von anderen Küsten auf einige Wochen in die Heimat bringen würden, damit diese die Fühlung mit der Heimat nicht verlieren. So werden vom Nationalsozialismus jene Prophezeiungen erfüllt, daß die deutschen Arbeiter einst auf eigenen Schiffen fahren und Reisen in die Welt machen würden...
Mailand, 28. Nov. (DNB.) Der offiziöse „Popolv d'Italia" schreibt u. a.: Daß das Deutschland Hitlers antikommunistisch sei, könne man verstehen. Der deutsche Standpunkt betone, daß das offizielle Gesicht der Sowjetunion Uui^e inc Mcrske sei. Sein wahres Gesicht sei die Komintern, die Dritte Internationale mit dem Sitz in Moskau und dem Führer Stalin. Das Blatt erwähnt bolschewistische Terrorakte in aller Herren Länder und bekennt, daß die nationalsozialistischen Behauptungen nicht ohne Grundlage seien. Sowjetrußland könne nicht auf den Gedanken der Weltrevolution verzichten. Rußland sae überall mit vollen Händen und hoffe, daß die Saat aufgehen werde. Man dürfe nicht an den Worten Stalins auf dem 15. Komintern-Kongreß vorübergehen, daß der Erfolg des unvermeidlichen Kampfes gegen die kapitalistische Welt
lien gefährde, mit allem Nachdruck mitzuarbeiten.
In Rio de Janeiro sind insgesamt etwa 13 0 0 Aufständische gefangengenommen worden. Sie werden nach der Blumen-Jnsel in der Bucht von Rio überführt. Im Heereshospital wur- den 30 tote und etwa 200 verwundete Offiziere und Mannschaften als Opfer des kommunistischen Auf- standsversuches gezählt. Die auf Regierungsseite Gefallenen wurden unter militärischen Ehren bestattet. In Natal ist der Dampfer „Santos", auf dem die Aufständischen des 21. Jägerbataillons die Flucht ergriffen hatten, wieder in den Hafen zur ü ck gekehrt. Die Rebellen haben sich den Behörden ergeben. Eine Abendzeitung berichtet, daß der Bundespräsident beabsichtige, noch in diesem Jahre dem Parlament eine Gesetzesvorlage einzureichen, die die Ausstoßung aller Offiziere des Heeres und der Marine sowie die Absetzung aller Zivil- b e am ten und Lehrer vorsehe, die sich als Anhänger des Kommunismus erwiesen haben.
davon abhängen werde, diesen bis zu dem Augen- blick hinauszuschieben, in dem die Kapitalisten wegen der Verteilung der Kolonien sich gegenseitig in einen Krieg verwickeln würden. Ist es nicht dieser Krieg, auf den Sowjetrußland wartet und für den es in Genf arbeitet, fragt das Blatt? Die nationalsozialistische Gegnerlchaft gegen den Bolschewismus leite sich aber nicht aus dieser Entwicklung ab Hitler sei, wie er es schon 1924 in sein Programm geschrieben habe, der Vernich, ter des Marxismus geworden. Der Antimarxismus sei zum Antibolschewismus und zur Sowjetgegnerschaft geworden. Ein mächtiger und unerschütterlicher Nationalsozialismus stelle die einzige Garantie gegen eine Gefahr dar, die niemals ganz gebannt werden könne.
geßchts der Bedrohung der verfassungsmäßigen Einrichtungen durch die Freunde der Sowjetunion an den Präsidenten der nationalrevolutionären Regierungspartei die Anfrage gerichtet habe, ob der Kommunismus das höchste Ideal dieser Partei sei. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, stünden angesichts der Gefahr eines kommunistischen Umsturzes am 1. Mai 30 0 0 0 Landleute aus dem Staate Puebla der Regierung zur Verteidigung der Verfassung zur Verfü- gung. Das Blatt bezeichnet diese Anfrage als besten Beweis dafür, daß die breiten Massen des Volkes dem Kommunismus ablehnend gegen- überstehen. „Universal" fragt, ob die in Mexiko um sich greifende kommunistische Wühlarbeit mit derrotenRevolteinBrasilieninVer- blndung stehe. Wohl sei die mexikanische Regie- rung stark genug, die verfassungsmäßigen Einrich- tungen zu verteidigen, sei es aber nicht besser, einem revolutionären Ausbruch rechtzeitig vvrzu- beugen, als ihn abzuwarten. Die umstürzlerische Propaganda und die Aufforderung an die Massen, sich für einen Aufstand zu bewaffnen, müsse ver- hindert werden.
EinstalkekAaiioiialsozialismiisdieeinzjseGaranjje gegen die bolschewistische Weligesahr.
Auf die Frage des Berichterstatters nach den Zielen des Comite France-Allemagne antwortete Kommandant L'Hopital, daß diese aus den Satzungen klar hervorgingen und fuhr dann fort: „Das Ziel fei die Entwicklung der privaten und öffentlichen Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland zu fördern, und zwar auf allen Gebieten. Ganz besonders in geistiger, wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und sportlicher Hinsicht, um durch ein besseres gegenseitiges Verständnis zur Festigung des europäischen Friedens beizutragen. Wir rechnen darauf, und wir wünschen hierfür alle Männer, die guten Willens find, zu gewinnen, gleich welcher Partei sie angehören. Sie wirken damit für Frankreich. Wir betrachten diese Aktion nicht als Versuch einer politischen Annäherung, wohl aber einer Annäherung von Land zu Land. Man kann in jedem Volk durchaus Patriot fein, ohne sich deswegen allem außenpolitischen Verständnis zu verschließen. wenn man wünscht, daß eine starke Kette die Völker verbinde, ist es wichtig, daß dann zuerst jedes Glied selbst stark fei. Die Jungen müssen jede Möglichkeit haben, unter allen Gesichtspunkten die Fragen zu betrachten. die die Beziehungen zu den Nachbar- völkern stellen. Deshalb habe ich", so schloß Kommandant L'Hopital, „den Vorsitz übernommen. Ich habe die Gewißheit, auf diese Weise meinem Lande zu dienen. Wenn alles — worauf ich achten werde — mit Ordnung und maßvoll geschieht, bin ich der Ansicht, daß wir eine nützliche Aufgabe vollbringen werden."
Oer Präsident des „Comite France-Allemagne" über die Aufgaben der neugegründeten deutsch-französischen Gesellschaften.
P a r l s, 28. Nov. (DNB.) Kommandant L' H o - prtal, der Präsident des kürzlich in Paris gegründeten „Comite France-Allemagne“, äußerte sich in einer Unterredung mit einem Vertreter des „Journal" über die Aufgaben dieser Vereinigung. Kommandant L'Hopital führte u. a. folgendes aus: „Seit zwei Jahren haben verschiedene französische Frontkämpferver- bände mit den entsprechenden deutschen Verbänden Fühlung genommen. Nunmehr haben es die Vertreter dieser Gruppen und eine Anzahl französischer Persönlichkeiten für notwendig erachtet, diese Bemühungen zusammenzufassen, um dadurch ihre Einheitlichkeit zu sichern. Im Anschluß an eine Sitzung wurde vor etwa 14 Tagen ein erster Ausschuß gegründet, dem die Herren Lichtenberger, Henry Pichot, der Vorsitzende der Union Föderale der ehemaligen Frontkämpfer Jean G o y , der stellvertretende Vorsitzende des Nationalverbandes der ehemaligen Frontkämpfer Jean Suarez, de Chappe- delaine, Bertrand de Jouvenel und Fernand de Br i non angehören. Einige Tage später wurde eine Generalversammlung abgehalten, die die vorgeschlagenen Satzungen annahm und einen Verwaltungsrat einsetzte. Dieser bildete seinerseits einen Direktionsausschuß."
Der Reichssporifijhrer spricht in Paris.
Reichssportführer von Tschammer und Osten spricht am heutigen Freitag in Paris vor dem kürzlich gegründeten C o m i 16 France- Allemagne über die Berliner Olympiade. Der Reichssportführer wird seinen Aufenthalt in Paris gleichfalls dazu benutzen, um mit den französischen Sportführern zusammenzukommen. Wie verlautet, ist u. a. auch ein Besuch bei dem Minister für Gesundheitswesen und Leibesübungen, Ernest La» f o n t, vorgesehen.
In Begleitung des Reichssportführers befinden sich fein Adjutant von Alvensleben und der Generalsekretär des Olympia-Organisationskomitees, Dr. Diem. Mit dem Vortrag des Reichssportführer tritt das Comite France-Allemagne zum ersten Mal vor die französische Oeffentlichkeit. Vom Vorstand der in Berlin neu gegründeten Deutsch-Französischen Gesellschaft werden die Herren Professor Dr. Grimm, Professor von Arnim, Reichskriegsopferführer Oberlindober, Staatsrat Dr. von Stauß und S t h a m e r teilnehmen.
kanzler war Teilnehmer dieser Stunde, und Reichsminister Dr. Goebbels nannte die vorausgegange- nen Leistungen ein Zeugnis für den Sozialismus in der edelsten Form dieses Wortes.
Dir Mchenzerstörung in Sowjettnßland.
Ein berühmtes Kloster in Moskau wird niedergerissen.
Moskau, 28. Nov. (DNB.) Wie die „Jswestija" ankündigt, soll eines der letzten in Moskau noch übrig gebliebenen Klöster abgerissen werden. Es handelt sich um das mitten in der Stadt gelegene „P a s s i o n s k l o st e r", das seit Jahrhunderten mit seinem hochragenden Glockenturm und seiner schönen Klosterkirche ein Wahrzeichen des ältesten Stadtteiles war. Das Blatt behauptet, das Passionskloster besitze „keinerlei baukünstlerischen und geschichtlichen Wert" und müsse niedergerissen werden, „da es d e n Straßenverkehr hindere und die Aussicht auf den Petrowski-Boulevard verdecke." In der Klosterkirche befand sich seit der Revolution das
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Kommunisten sollen aus Heer und Deamlenschast entfernt werden.
So mancher hat gefragt, woher die Gelder genommen werden. Die Arbeitsfront will für 14 Millionen Volksgenossen die Möglichkeit der Ferienreise sicherstellen. Sie hat dafür aus ihren eigenen Kassen starke Mittel bereitgestellt. Im ersten Jahre waren es 24 Millionen, im zweiten Jahre trotz gesteigerter Leistungen 17 Millionen RM. Die Menge muß es auch hier bringen. Man hofft im dritten Jahre, daß sich das Unternehmen aus sich selbst heraus tragen wird. Dabei ist es möglich gewesen, die Preise für 1936 um 30 v. H. zu ermäßigen. Eine Reise von Berlin nach Rügen mit Fahrgeld und mit einer Aufenthaltdauer von einer Woche soll für 12 RM. erreichbar sein. Ja noch Hiehr, die Deutsche Arbeitsfront errichtet auf Rügen zwischen Binz und Saßnitz einen eigenen Badeort für 20 000 Besucher. 350 000 Männer unb Frauen sollen im nächsten Jahre einen Urlaub genießen können, der durchschnittlich 12 bis 16 RM. in der Woche einschließlich des Fahrgeldes kosten iarf. Fürwahr, eine grandiose Leistung'
Es wäre aber verfehlt, dieses Werk allein am Maßstab der Ferientage zu messen, so wertvoll auch fte Stärkung der Kameradschaft sein muß, di- sich ra solchem Zusammenleben unter den Mitgliedern rind Teilnehmern herausbildet. Nicht minder wich- t.g ist di e Werbung großerVolkskreise für Theater und Konzerte, für den Besuch von Museen und Ausstellungen nobel stets für Vorzugspreise und für sachgemäße Schulung und Anleitung Sorge getragen ist. Damit scll auch für den einfachsten Mann 'im Volke der graue Alltag durch Helle Stunden verschönt werden Ja, das Amt für Schönheit d e r Arbeit innerhalb der gleichen Organisation setzt sich mit Tatkraft dafür ein, daß auch die Fabriksäle Md Werkstätten ein freundliches Bild gewinnen, daß Schmutz und Gerümpel verschwinden, daß di? Kantinen einen würdigen Schmuck erhalten, daß Fabrikhöfe und dunkle Mauern nach Möglichkeit einen besseren Anblick bieten.
R i o d e I a n e i r o 28. Nov. (DNB.) Der brasilianische Bundespräsident Getulio Vargas hat den Gouverneuren der Einzelstaaten amtlich das Ende der Auf stände in Recife, Natal und Rio de Janeiro mitgeteilt. Aus Natal hätten sich 500 Aufständische an Bord eines Dampfers mit unbekanntem Ziele geflüchtet. Die Anführer feien nach der Plünderung der Banken in einem Flugzeug geflohen. In Recife sei es gelungen, den Aufstand zu unterdrücken, die Aufständischen hätten hundert Tote. Bei den Aufstandsoeriuchen i n R i o o e 3aneiro seien mehrere Offiziere durch die Aufständischen erschossen worden. Der Präsident hebt das tapfere Verhalten der Regierungstruppen hervor. Es hätten zwar auch an anderen Stellen des Landes Aufstandspläne bestanden, jedoch könne die zweifellos rein kommunistische Bewegung als endgültig unterdrückt angesehen werden. Der Präsident fordert die Gouverneure auf, bei der Säuberung des Landes von allen Elementen, deren antisoziale Tätigkeit Brasi-
Sozialdemokratie eine ihrer alten Wahlversprechun- gen oft genug vor Augen gehalten worden: die Arbeiter wurden einstmals in die Alpen reisen oder auf eigenen Schiffen die Meere durchkreuzen. Der bittere Vorwurf, der den Agitatoren für solche nie- mals durchgeführten Versprechungen gemacht wurde, ®?aJ berechtigt. Jene Ankündigungen waren ein Stuck Sehnsucht des arbeitenden Volkes, die niemals erfüllbar schienen, und die deshalb eine Anklage jein mußten gegen eine Weltordnung, die es nur den Begüterten möglich machte, in ferne Länder zu Qeljen oder die eigene Heimat besser kennenzulernen.
Dabei wäre es auch den marxistischen Organisationen möglich gewesen, wenigstens einen Teil ihrer Versprechungen und der Hoffnungen ihrer Anhän- 9er du erfüllen. Sie brauchten nur eine Anzahl »er Millionen, die sich jährlich aus Arbeitergroschen zusammenfanden, für Reise und Erholungsmöglich- relten ihrer Mitglieder zu verwenden, statt damit den Klassenkampf zu finanzieren und ein unabsehbares Heer von Funktionären zu besolden. Daran aber hatten die Marxisten kein Interesse, weil ihnen an einer zufriedenen, dem Volke und der Heimat sich verbunden fühlenden Arbeiterschaft nichts gelegen sein konnte. Aber selbst, wenn dieser Weg beschritten worden wäre, konnte er sein höchstes Ziel niemals unter der Führung einer international gerichteten Partei erweisen. Nur aus einem neuen Geiste heraus, der sich tief im Boden des Volkstums verwurzelt fühlt, war es möglich, den deutschen Menschen, vor allem den werktätigen Mann und die berufstätige Frau, durch Wandern und Reisen mit echter Freude zu erfüllen, aus der die Kraft entspringt, weiter mutig im Lebenskämpfe zu bestehen. Erst die Deutsche Arbeitsfront als die Zusammenfassung der schaffenden Kräfte im nationalsozialistischen Deutschland hat es vermocht, das große Problem durchzuführen, für die Erholung in den Ferientagen und für die künstlerische Gestaltung der Freizeit des arbeitenden Menschen ein großes unb erfolgreiches Werk zu schaffen. Diese Gemeinschaft hat sich durch ihre Bezeichnung „Kraft durch Freude" die sinngemäße Programmsetzung gegeben. Kein Geringerer als der Führer selbst hat ihr seine stärkste Förderung zu- gewandt. Er hat den Leitern der Bewegung die Weisung erteilt, daß durch Urlaub und Erholung die Nerven der arbeitenden Massen gesund und stark bleiben müssen. Daraus allein schöpft das Volk die Kraft zu gesteigerter Arbeit und zu harten politischen Aufgaben. Diesem Befehl gemäß ist gehandelt worden.
Deutsch-französische Gesellschaft und m Paris das Comite France-Allemagne, dessen ®eift iefct der Reichssportführer von Tschammer und Osten ist, gegründet wurden, dann verdanken sie ihre Entstehung nicht irgendwelchen Vereinsmeiereien an der Spree ober Seine, sonbern ber einfachen unb klaren Erkenntnis, baß gerabe die Nachbarstaaten zuerst b i e Pflicht haben, alle Wege zu beschreiten, um sich kennen zu lernen. Diese beiben Gesellschaften finb eines ber Mittel gegenseitigen Verstehens. Sie finb bas Sammelbecken ber Männer, bie berufen sind, im geistigen Leben ihrer Völker eine Rolle zu spielen. Hier, in diesen beiden Kreisen, hat man Gelegenheit, sich m offener Aussprache darüber zu unterhalten, wo jedem ber Schuh brückt, unb Fragen zu klären, bie bei unsachlicher unb leibenschaftlicher Behandlung sehr leicht zu Streitpunkten zwischen beiden Völkern werden können. Wir wissen uns mit den französischen Förderern der direkten Unterhaltung und Aussprache in dem Bestreben eins, bas gegenseitige Verstehen unb bas gegenseitige Verständnis an bie Spitze nachbarlicher Beziehungen zu setzen. Denn nur bann können benachbarte Völker, mögen auch beide in ber Vergangenheit die Waffen gekreuzt haben, ihre nationalen Aufgaben ebenso wie ihre Pflichten in der Völkergemeinschaft erfüllen.
„Zentrale antireligiöse Museum", in dem Bilder, symbolische Darstellungen und schlag- wvrtartigeLosungen gezeigt wurden, die „der wissenschaftlichen Aufklärung über die Religion als Helferin der Ausbeuterklasse" dienten. Dieses Museum soll nach dem Abriß des Klosters erheblich erweitert in einer anderen Kirche in der Kalajewski-Straße untergebracht werden und den Namen „Religionsgeschichtliches Museum" bekommen. Im Augenblick wird die ebenfalls in der Stadtmitte gelegene P a - lasewskikirche niedergerissen, teilweise sogar niedergebrannt.
Die kommunistischen Umtriebe in Mexiko.
Mexiko, 28. Nov. (DNB.) „Universal" weist auf die verstärkte Tätigkeit des Kommunismus in Mexiko hin. Die kommunistischen Führer sprächen bereits ganz offen aus, daß die „soziale Revolution" bald käme, wobei sie ihre Anhänger zur Bewaffnung aufforderten. Die Dinge seien bereits so 1 weit gekommen, daß der Führer der Cardenias- Gruppe im Parlament des Staates Puebla an-L
Krieg und Frieden hängen fast immer van dem Grad des Verständnisses ab, mit dem sich die Völker gegenübertreten. Verständnislosigkeit für die Bedürfnisse dieser oder jener Nation müssen unausbleiblich zu Verstimmungen, Spannungen, oft sogar zu einem Appell an die Waffen führen. Beispiele dafür lassen sich aus der Geschichte der letzten Jahrzehnte in Hülle und Fülle anführen. Ja, wenn man dse Gegenwart sachlich und unvoreingenommen betrachtet, dann wird man feststellen dürfen, daß die lebenden Generationen es wesentlich leichter hätten, wenn sie sich besser verstehen und gegenseitig für ihre Interessen mehr Verständnis aufbringen würden. Wenn nun in Berlin d i e


