Wissen die Frauen selbst gut genug. Und so waren sie auch schon seit Jahrhunderten klug genug, auf oas Schlachtfeld der großen Küche nur Männer vorzuschicken!"
Die Feldherren haben gesprochen. Was soll man vazu sagen! Die Leserinnen werden ihnen nur bedingt Recht geben. Die Männer werden schmunzeln und den Frauen das Blatt mit dem Artikel mittags neben den Teller auf den Tisch legen.
Die Frau aber wird sagen: Erstens: Diese Herren haben gut reden! Sie verfügen ja über ganz andere Mittel, als wir Hausfrauen.
Zweitens: Bei einem guten Braten oder einer auten Suppe kommt es nicht so sehr auf die Kochkunst an, als auf die Menge des Fleisches. Aus einem Stück von 10 Pfuno läßt sich selbstredend eine weit bessere Suppe bereiten, als aus einem halben Pfund, das für vier Personen
reichen soll, und außerdem bleibt die große Fleischmenge trotzdem noch saftig und besser verwendbar.
Drittens: Wir haben nicht die vielgestaltigen fremden und oft sehr kostspieligen Gewürze, Gemüse und Zutaten, mit denen die Feldherren der Küche ihre Geheimnisse verfeinern, oer- schleiern und krönen.
Viertens: Beanspruchen wir auch kein Flugzeug, wie z. B. einer der beiten Kochkünstler Europas, Herr Alfred Walterspiel in München. Nach seiner Erfahrung und nach seinem Geschmack ist das M a r s ch v ie h das Beste. Und so läßt er sich bei großen Gelegenheiten Mastochsenfleisch durch Flugzeug aus Hamburg kommen!
Also: Unsere Ehemänner brauchen uns nur ein Flugzeug zur Verfügung zu stellen und den Haushaltsplan der Küche zu vervielfachen und alle Meinungsverschiedenheiten sind aus der Welt geschafft! Magda Amann.
Wirtschaft.
Starker Ausfuhranstieg in Iahrund Motorrädern.
"Fwd. Einen Beweis dafür, daß deutsche Erzeugnisse, besonders hochwertige Gebrauchsgegenstände, au deren Herstellung ein größeres Maß von Erfahrung und Qualitätsarbeit erforderlich ist, im Ausland nicht nur unentbehrlich geworden sind, sondern sich einer wachsenden Anerkennung erfreuen, liefert die sehr beträchtliche Ausfuhrsteige- rung in Fahrrädern und Motorrädern. Von Januar bis einschließlich September d. I. erhöhte sich der Export in Fahrrädern gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 157 v. H., in Motorrädern um etwa 200 v. H. Wie sich im einzelnen der Auslandversand sowohl mengen- als auch wertmäßig gestaltete, zeigt folgende Uebersicht:
Fahrräder
Januar bis September 1934 1935
Stück 6 919 17 827
Wert in RM. 323 000 709 000
Motorräder
Januar bis September 1934 1935
Stück 1425 4 270
Wert in RM. 771000 1603 000
Unter den Beziehern von Fahrrädern steht in den ersten neun Monaten 1935 Brasilien mit 5337 Stück (Januar bis September 1934: 1600 Stück) an weitaus vorderster Stelle. Dann sind noch als namhaftere Abnahmestaaten die Schweiz, Estland und Rumänien zu nennen. In Motorrädern zeigt neuerdings Holland eine bedeutende Aufnahmefähigkeit, es erhielt nahezu die Hälfte des Gesamtexports. Ferner seien noch Oesterreich, die Schweiz und Brasilien erwähnt. Der Export nach Italien, der noch von Januar bis September 1934 412 Stück betrug, ist im gleichen Zeitraum dieses Jahres auf 68 Stück gesunken.
Wettbewerbsregelung in der Brauwirtschaft.
Fwd. Zur Regelung des Wettbewerbs der Brauereien und Biergroßverteiler hat die Hauptversammlung der deutschen Brauwirtschaft eine mit Wirkung vom 26. Oktober in Kraft gesetzte Anordnung erlassen, durch welche den Brauereien und Biergroßoerteilern beim Erwerb neuer Kunden die Gewährung jeglicher Art von Krediten an die Gaststätten' usw. untersagt wird. Ausgenommen sind Kredite bis zum Betrage einer Monatslieferung. Auf diejenigen Absatzstätten, die bereits Kunden der Bier'liefernden Betriebe sind, findet das Verbot entsprechende Anwendung, sofern die Geschäftsverbindung nicht länger als zwei Jahre besteht. Den älteren eigenen Kunden dürfen neue Kredite bis zum Wert einer Halbjahrslieferung gewährt werden. Grundsätzlich verboten wird ferner die Anpachtung oder Anmietung von Absatzstätten, während Ankauf und Neuerrichtung von solchen, sowie die Verlängerung bestehenden Pacht- und Mietverträge genehmigungspflichtig sind. Endlich ist den Brauereien verboten, eine Absatzstätte zu beliefern, solange diese durch schriftliche Bierlieferungsverträge einer anderen Brauerei verpflichtet ist.
*
* Elektrizitäts- AG. vorm. W. L a h - meyer & Co., Frankfurt a. M. Die Lah- meyer AG. berichtet zum 30. 6. 1935, daß infolge unveränderter Dividenden der Tochtergesellschaften ihre Beteiligungseinnahmen nahezu gleich blieben, während sich die außerordentlichen Erträge wieder erhöhten. Aus 1,69 (1,78) Reingewinn werden wieder 7 v. H. Dividende ausgeschüttet.
Rhein-Mainische Börse.
Mittagsbörse uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 28.Okt. Die Börse brachte zum Wochenbeginn keine Belebung des Geschäftes, da die Zurückhaltung der letzten Tage anhielt. Die vorliegenden günstigen Nachrichten aus Wirtschaft und Industrie blieben ohne Einfluß aus die Kursentwicklung, die am A k t i e n m a r k t ein uneinheitliches Aussehen zeigte. In der Scheideanstalt-Aktie lag wieder etwas Angebot vor, das den Kurs um 2 v. H. auf 221 drückte. JG.-Farben eröffneten mit 148 (147,75) und waren später etwas fester. Elektroaktien lagen sehr unregelmäßig. Fest notierten Lah- meyer mit plus 1,25 o. H. und Gesfürel mit plus 1 v. H., ferner lagen Bekula und Felten bis 0,50 v. H. freundlicher, dagegen gaben Schuckert 1 v. H. und AEG. 0,25 v. H. nach. Montanpapiere lagen nahezu geschäftslos und bröckelten zumeist leicht ab, so Hoesch um 0,40, Mannesmann um 0,40 und Stahlverein um 0,25 v. H., Rheinstahl notierten 0,25 v. H. höher. Im einzelnen eröffneten AG. für Verkehr 0,40 v. H. und Westdeutsche Kaufhof 0,25 v. H. höher, andererseits verloren Zellstoff Waldhof 0,50, Aku 0,40 v. H. Deutscher Eisenhandel, Deutsche Erdöl und Reichsbahn-VA. lagen behauptet.
Am Rentenmarkt war die Grundtendenz freundlich, das Geschäft blieb aber klein. Etwas gesucht waren Kommunal-Umschuldung und vor allem Wiederaufbauzuschläge. Zinsvergütungsscheine und späte Schuldbuchforderungen lagen unverändert. Die Altbesitzanleihe lag sehr still und nicht ganz behauptet.
Im V e r l a u f e war die Haltung am Aktienmarkt überwiegend etwas fester, auch die Umsatztätigkeit nahm in einigen Spezialpapieren etwas zu. JG.- Farbey erhöhten sich auf 148,75 nach 148, Rheinstahl auf 106,75 nach 106, Stahlverein auf 81,13 nach 80,75, AEG. auf 37 nach 36,75. Dagegen büßten Scheideanstalt weitere 1 v. H. ein auf 220. Auf den übrigen Marktgebieten lagen die Kurse gegen den Anfang kaum verändert.
Der Rentenmarkt blieb sehr still, nur Kommunal- Umschuldung fanden erhöhtes Interesse. Der Pfandbriefmarkt lag bei kleinen Umsätzen nahezu unver- ädert, auch Stadtanleihen wiesen kaum Abweichungen auf, etwas höher notierten 4,5prozentige Darmstadt von 1928 mit 91,50 (90,75). Im übrigen lag der Kassarentenmarkt sehr still. Auslandanleihen hatten kaum Geschäft. Von Auslandwerten notierten Chade etwa 4 RM. niedriger, auch Schweizerische Bahn-Obligationen lagen etwas schwächer.
Tagesgeld unverändert 2,75 v. H.
Abendbörse ruhig.
Die Abendbörse nahm mangels Anregungen auf allen Marktgebieten einen sehr ruhigen Verlauf. Trotz der Geschäftsstille war die Grundtendenz freundlich, wenngleich die höchsten Kurse der Mittagsbörse in den meisten Fällen nicht behauptet blieben. Gegen den Frankfurter Mittagsschluß ergaben sich teilweise Rückgänge um 1 v. H., während gegen Berlin die Veränderungen nur Bruchteile eines Prozentes ausmachten. Niedriger lagen u. a. IG. Farben, Rheinstahl, Aku, Licht & Kraft, Gesfürel und Bank für Brauindustrie, während Erhöhungen in keinem Fall zu verzeichnen waren. Der Rentenmarkt lag ebenfalls sehr still, aber freundlich. Leicht befestigt und gefragt waren Kommunal- Umschuldung, im übrigen blieben die letzten Kurse behauptet.
U. a. notierten: Altbesitzanleihe 112,75, 5proz. Stahlverein 97,40, 6proz. Stahlverein 102,50, IG. Farben-Fonds 122, Bank für Brauindustrie 116, Commerzbank 85,75, DD.-Bank 85,50, Harpener 110,50, Mannesmann 83, Rheinstahl 106, Stahlverein 81, Aku 54,75, Bekula 141,75, Deutscher Eisenhandel 103,25, Deutsche Erdöl 103,50, Scheideanstalt 220, Deutsche Linoleum 142,75, Licht & Kraft 130,50, Eßlingen Maschinen 80, IG. Farben 148,50, Gesfürel 121,50, Goldschmidt 105, Holzmann 89,50, RWE. 121, Schuckert 118,50, Südd. Zucker
211, Schöfferhof-Binding 163,25, Reichsbahn-Vorzugsaktien 122,75, 4proz. Schweiz. Bundesbahn 187, 3,5proz. Schweiz. Bundesbahn 177,50, 4proz. Ungar. Goldrente 9,40.
Herabsetzung bet Roggenmehlpreise.
Fwd. In Ergänzung zu der Mitteilung über die Herabsetzung der Roggenmehlpreisö ist noch darauf hinzuweisen, daß die Preise für Roggenmehl nach der Neufestsetzung mit Wirkung vom 1. November 1935 ab in Kraft treten.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 28. Okt. Der Getreidegroßmarkt lag sehr still. Das kleine Angebot in Brotgetreide war für die schwache Mühlennachfrage völlig ausreichend. Futtergerste war noch nicht an- aeboten, auch in Hafer blieben die Zufuhren sehr klein. Am Futtermittelmarkt besteht weiterhin lebhafte Nachfrage nach Kleie, ölhaltigen Artikeln, sowie nach Trebern, Trockenschnitzel und Futtermehl, während Nachmehl kein Interesse findet. Das Mehl- aeschäft liegt ruhig. Insbesondere für Roggenmehl, da die Käufer die verbilligten Preise ab 1. Noo. abwarten. Am Rauhfuttermarkt liegt Heu und Stroh weiter fest bei größerer Nachfrage.
Es notierten in Mark (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm): Weizen W 13 201, W 16 204, W19 208, W 20 210. Roggen R12 164, R 15 167, R18 171, R19 173, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Sommergerste für Brauzwecke 200 bis 210. Weizenmehl w 13 27,85, W16 28,10, W19 28,10/W 20 28,45. Roggenmehl R 12 22,65, R 15 23,00, R 18 23,45, R 19 23,70 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizennachmehl 17,10 bis 17,25; Weizenfuttermehl 13,50. Weizenkleie W 13 10,65, W16 10,80, W19 11,00, W 20 11,10. Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot mit Monopolzuschlag 16,20; Palmkuchen m. M. 16,80; Erdnußkuchen m. M. 18,30; Heu 8,00 bis 8,50; Weizen- und Rckggen- stroh (drahtgepreßt) 3,20 bis 3,40, do. (gebündelt) 3,00 bis 3,20.
Kartoffeln: gelbfleischige hiesiger Gegend
2,85, weiß-, rot- und blauschalige hiesiger Gegend 2,60 Mark per 50 Kilogramm bei Waggonbezug. Tendenz: ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 28. Okt. Auftrieb: Rinde» 1001 (gegeji 993 am letzten Montagsmarkt), dar« unter 189 Ochsen, 85 Bullen, 594 Kühe, 133 Färsen. Zum Schlachthof direkt: 2 Kühe. Kälber 359 (356), «chafe 68 (88), Schweine 1205 (788). Notiert mur* den pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 42 (am 21. Oktober 42), b) 42 (42), c) 42 (42), d) 40 bis 41 (38 bis 41). Bullen a) 42 (42), b) 42 (42), c) 42 (42), d) 40 bis 41 (38 bis 42). Kühs a) 42 (42), b) 39 bis 42 (39 bis 42), c 30 bis 33 (33 bis 38), d) 22 bis 29 (26 bis 32). Färsen a) 42 (42), b) 42 (42) c) 42 (42), d) 40 bis 41 (37 bis 41). Kälber andere a) 71 bis 75 (70 bis 75), b) 64 bis 70 (61 bis 68), c) 56 bis 63 (56 bis 60), d) 50 bis 55 (50 bis 55). Lämmer und Hämwel b2) 46 (46), c) 45 bis 46 (45). Schafe nicht notiert. Schweine al) 57 (—), a2) 57 (57), b) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51), e) 51 (51), Sauen gl) 57 (57), g2) 57 (—). Marktverlauf: Ochsen, Bullen und Färsen sehr lebhaft, ausverkauft; Kühe langsam, lieber« stand. Kälber mittelmäßig, ausverkauft.
Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung: 648 Viertel Rindfleisch, 34 ganze Käl- der, 46 ganze Hämmel. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 76 bis 80, c) 68 bis 76. Bullenfleisch b) 74 bis 78. Kuhfleisch b) 68 bis 74, c) 58 bis 68. Färsenfleisch b) 76 bis 80, c) 68 bis 76. Kalbfleisch b) 84 bis 94, c) 74 bis 84. Hammelfleisch b) 90 bis 95 (am 24. Oktober 87 bis 90). Schweinefleisch und Fettwaren wurden nicht notiert. Marktverlauf ruhig.
Schweinemarkt in Alsfeld.
# Alsfeld, 28. Oktober. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 404 'Ferkel aufgetrie» ben, darunter 210 Händlerschweine. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Tiere 20 dis 25 Mark, 8 bis 10 Wochen alte 25 bis 30 Mark. Der Handel war schleppend. Es verblieb ein Ueberftanb von etwa 150 Stück.
Aus den preußischen Rachbargebieten.
Kreis Wetzlar.
<£ Rodheim a. b. Sieber, 27. Okt. Gestern in den Abendstunden zog unter Trommelwirbel und Fanfarengeschmetter der Spielmannszug des Wetzlarer Jungvolks durch unfern Ort, um im benachbarten Fellingshausen an einer Werbe- veranftaltung unseres Jungvolks teilzunehmen. Die Jungen waren in Rodheim einquartiert und erfreuten die Rodheimer Qwnrtierleute und die gesamte Einwohnerschaft durch ihr diszipliniertes Auftreten und flotte Marschmusik. Heute gegen Mittag geleiteten unsere Pimpfe ihre Gäste nach Station Abendstern, von wo aus die Wetzlarer ihre Heimreise antraten. — Am heutigen Sonntagvormittag fand eine Besichtigung unserer Freiwilligen Feuerwehr mit Alarmübung, Brandangriff, Dienstbesprechungen usw. statt. Zu dieser Hebung und zu den nachfolgenden Vorträgen waren Abordnungen fast aller Wehren des Kreises, sowie die oberen Kommandostellen des Kreises und der Wehren erschienen. Auch in den Nachmittagsstunden fanden noch Besprechungen mit Vorträgen statt. — In der hiesigen Kirche werden gegenwärtig Reparaturen an der Or.gel vorgenommen. Der hiesige Posaunenchor begleitete deshalb in Ermangelung der Orgel den Gemeindegesang beim Gottesdienst. Im Nachmittagsgottesdienst fand heute die kirchliche Einsegnung des Johannes Fas- sauerschen Ehepaares statt, das heute das Fest der goldenen Hochzeit feiert. — Don einem harten Schlag? betroffen wurde am letzten Samstag der Wilhelm Platt von hier, dem eine wertvolle Kuh, die sich in einigen unbewachten Augenblicken am frischen Klee gütlich-ckat, platzte und sofort verendete.
* Rodheim a. d. Bieber, 27. Okt. Im Anschluß an den heutigen Nachmittags-Gottesdienst wurde das fünfzigjährige Ehejubiläum des Steigers a. D. ^a ff. au er und Gattin in der hiesigen Kirche vor versammelter Gemeinde festlich begangen. Der Ortsgeistliche holte an der Kirchentür das Jubelpaar ab, das unter den Klängen des Posaunenchors und dem Gesang der Gemeinde zum Altar zog, gefolgt von der Schar der Kinder, Enkel und Urenkel. Pfarrer V ö m e l legte seiner Ansprache das Pfalmwort zu Grunde: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzet..." Pfalm 91 Vers 1 und 2. Nach der Einsegnung des Jubelpaares überreichte er eine mit dem Bild der Kirche geschmückte Bibel und verlas einen Segenswunsch der Leitung der Kirche. Die schlichte, aber ergreifende Feier schloß mit dem gemeinsam gelungenen Lied „So nimm denn meine Hände" und einem Vortrag des Posaunenchors. Herr F a s s a u e r ist der letzte Steiger der schon seit längeren Jahren eingegangenen Grube „Morgenstern" der Firma'
Buderus gewesen. Von frühster Jugend an stand er, der Sohn eines Steigers, im Bergmannsberuf und hat ihn in Treue und allgemein geschätzt bis in sein hohes Alter ausgeübt.
(D Rodheim a. d. Bieber, 28. Okt. In der jüngsten Sitzung der Gemeinderäte wurde über dis Erhebung der Bürgersteuer für das Kalenderjahr 1936 beraten. Der Bürgermeister faßte die Entschließung, die Bürgersteuer'wie im laufenden Kalenderjahr mit 500 v. H. zu erheben.
= Krofdorf, 28. Okt. Der Leiter der Gemeinde hat nach Anhörung der Gemeinderäte beschlossen, die Bürger st euer 1936, wie für 1935, mit 500 v. H. zu erheben.
<> Lützellinden, 28. Okt. Der Bürgermeister hat nach Beratung mit den Gemeinderaten beschlossen, die B ü r g e r ft e u e r für das Kalenderjahr 1936 mit 300 v. H. des Reichsfatzes zu erheben. Für das Kalenderjahr 1935 wurde die Bürgersteuer ntit 100 v. H. erhoben.
£ Hörnsheim, 28. Okt. Am gestrigen Sonntag feierten der Landwirt Johannes Ludwia und Frau Marie, geborene Müller, Hauptstraße 42, in großer Rüstigkeit im Kreise ihrer Verwandten und Bekannten das Fest der goldenen Hochzeit. Beide Eheleute stehen im 74. Lebensjahre. Das Jubelpaar gehört zu den Lesern des „Gießener Anzeigers".
Kirchliche Rachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Mittwoch, 30. Oktober.
Gießen. Stadtkirche. 20 Uhr: Abendandacht.
Donnerstag, 31. Oktober. Reformationsfeier.
Gießen. Stadtkirche. 9 Uhr: Jugendgottesdienst für die weibliche Jugend, Pfr. Becker. — Johannes- kicche. 9: Jugendgottesdienst für die männliche Jugend, Pfr. Bechtolsheimer. — Pelruskapelle. 20: Gemeindeabend.
katholische Gemeinden.
Dienstag, 29. Oktober.
Gießen. 18 Uhr: Rofenkranzandacht.
Mittwoch, 30. Oktober.
Gießen. 20 Uhr: Rofenkranzandacht. — Hungen. 6.15: Messe.
Donnerstag, 31. Oktober.
Gießen. 18: Rosenkranzandacht.
Freitag, 1. November.
Gießen. 20 Uhr: Rosenkranzandacht.
Samstag, 2. November.
Gießen. 18 Uhr: 'Rofenkranzandacht.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Dorfe.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlofjenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.
$ranffurt 0.2JL
Berlin
26-10.
26.10.
113
100
96,5
96
100,4
91,13
91,13
112,5
112,3
112,8
112,65
96,25
96,25
100,7
100,65
100,9
100,9
100,9
101
97
97
97
97
156
156
156
10,5
28,4
8,3
9,9
9,6
211
211,5
7
7
102,25
103,5
102,4
104
55,4
106
111,5
78,5
102,5
54,9
105,75
111,25
o 0
0 L
102
103,5
93,75
143,25
24,75
297
93,5
142,75
25
293
125,25
93,75
142,75
79,75
25,13
292
Schluß- kurs
110,65
93,65
157,5
126
91,4
82,75
o 0 0
0 7
0
6 O
O
0
12
6
97
107,4
97
107,4
111
93,5
160
125,5
91
89,4
100,4
98
102
97
107,3
97
107,3
Schlußkurs
102,75
104
37 141,9 109,5 130,9 104,65 121,5 130,25
121 118,5
166
132
110,5
93,25
160
125,5
91
83
54,75
105,25
111,5
78
Buderus £eul1d)e Erd« Gelsenkirchen»
37.25
141,5
110
130,5 104,75
122,25
130
121,75
118,5
166,5
132
110,5
93,5
159
125,5
91
83,13
103,5
55,25
107
111,25
78
125,5
94
143
79,5
25,25
296
169
156
37 141,75
109,5 130,5
105 121,5 129,75
121 118,5 166,5 132,75
28,5
1,5
9,45
9,4
4% O österreichische Goldrente.... 4,20% Österreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4Vi% deSgl. von 1913..........
5% abgest. Goldmexikaner von 99 g^Türkische Bagdavbaha-Anleihe
A.E.S. Bekula
28,25
1,4
9,4
9,4
9,4
10,6
28,75 1,35
9,65
9,6 9,65 10,4
Gritzner .
Mainkraftwerke Höchst a.BL.
Süddeutscher Zucker .......
o
10
28
1,4
9,6
9,55
9,65
10,25
Harpener Hoesch Eisen—Köln-Neuesten Ilse Bergbau .............
Ilse Bergbau Genüsse Klöcknerwerke .............
Ä<m*wetan»Wfrei......
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5
Licht und Kraft ...........6%
Felten & Guilleaume O
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ........ 6
Rhein. Wests. Elektr 6
Schuckert & (So.
Siemens & Halske.
Lahmeyer L Lo. ..
37 140,75 109,75
130 104,5 121,75
130 '
121,75 i
119
166 ।
131,5 I
.. o
Schultheis Patzenhof» Aku (Allgemeine Kunstseide) Bemberg.................
Zellstoff Waldhof Zellstoff Aschaffenburg Lestauer Gas .............
Daimler Motoren Deutsche Linoleum Orenstcin L Koppel Westdeutsche Kaufhof Cbade..........
Aecumulatoren-Fabril ..... 6ontt-@ummi.............
Schlußk. Mittag- börse
28-10.
Saturn
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6%% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
4*/»% Deutsche Reichspostschatz an- Weisungen von 1934, I.......
6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............
4%% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........
b¥i% ehem. Hess. LandeS-Hypo- thekenbank Darmstadt Liaui ...
<¥i% ehem. 8% Darm st. Komm.
Landesb.Goldschuldverschr. R. 6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
4)4% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
6’/i% ehem. 4¥i% Franks. Hyp.-
Bank-Liqu.-Psandbriese.......
6%% ehem. 414% Rheinische
Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe
4H% ehem. 8% Pr. Landcspfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
454% ehem. 7% Pr. Landespfand.
briefanst., Gold Komm. Cbl.Vl
Steuergutsch-Verrechnungsk. 85-39
Schlußl. Abend- börse
28-10.
Frankfurt a. M
»erltn
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß» kurS
Schlußk. Mittagbörse
Datum
26-10.
28-10.
26-10-
28.10
4% desal. Serie 11 ...........
_
9,3
5,7
10
10,2
5,75
5% Ruinän. veretnh. Rente v. 1903
—
4HA>Rumän.vereinh.Renkev.lS13
8,5
8,4
8,4
8,35
4% Rumänische verciuh. Rente
4,9
4,8
4,9
4,85
2%% Anatolier .............
39,25
39,13
39,4
39,4
Hamburg-Amerika-Pak» .....
0
16,13
16
16,4
16,13
Hamburg-Südam. Dampfschiff.
0
—
28,25
Norddeutscher Lloyd .........
0
17,75
18
18
17,75
A.G. für Verkehrswesen Akt. ..
0
—
78,9
79
79
Berliner Handelsgesellschaft ...
6
110,25
110,25
110,5
110,75
Commerz- und Privat°Bank ... Deutsche Bank und Disconto-
0
85,25
85,75
85,25
85,75
Gesellschaft................
0
85,5
85,5
85,5
85,5
Dresdner Bank..............
0
85,5
85,5
85,5
85,5
Reichsbank ..............
12
173,75
173,5
174,25
173
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag» börse
Datum
26.10.
28-10-
26-10.
28.10.
Mansfelder Bergbau ..
.......e
—
118,75
118,75
118,75
Kokswerke...........
.......6
——
—
114,75
114,75
Phöntx Bergbau......
.......0
——
—
Rheinische Braunkohlen
.....12
216,25
217
216,5
217
Rheinstahl ...........
.....BVi
105,75
106
105,75
106,25
Bereinigte Stahlwerke.
.......0
81
81
81
81
Otavt Minen ........
.......0
19
18,9
19,13
18.9
Kaliwerke Aschersleben.
.......6
129
129,13
129
Kaliwerke Westeregeln.
.......6
122,5
123
122,25
123
Kaliwerke Salzdetfurth
.....7y,
180
180
180,25
I. G. Yarben-Industrie
.......7
147,75
148,5
148
148,9
Scheideanstall........
.......9
223
220
——
Goldschmidt .........
.......O
104,25
105
105
105
Rütgerswerke........
.......4
113,5
113,5
114
113,9
Metallgesellschaft......
....... 4
104,75
105,75
105,13
Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg
.......O
89,5
89,5
90
90,5
......6
116
116,25
-
Zementwerk Karlstadt..
.......4
130
130
-
100,4
98
102
100,25
98
100,25
98
112,75
113
112,8
100
100,13
100,2
96,5
96,25
—
—
—
96
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2JL
26. Oktober
28 Oktober
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
»rief
Geld
Brief
Buenos Atro.
0,676
0,680
0,676
0,680
Brüssel ...
41,84
41,92
41,87
41,95
Rio de Ian
0,139
0,141
0,139
0,141
Sofra ....
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen
54,52
54,62
54,55
54,65
Danzig ...
46,83
46,93
46,83
46,93
London...
12,21
12,24
12,215
12,245
Helsingsors
5,385
5,395
5,39
5,40
Paris ....
.16,38
16,42
16,38
16,42
Holland ..
168,71
169,05
168,76
169,10
Italien...
20,24
20,28
20,24
20,28
Japan....
0,714
0,716
0,714
0,716
Jugoslawien
5,654
5,666
5,654
5,666
Oslo.....
61,31
61,43
61,34
61,46
Wien.....
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon..
11,08
11,1k
11,08
11,10
Stockholm.
62,95
63,07
62,98
63,10
Schweiz ..
80,73
80,89
80,76
80,92
Spanien..
33,95
34,01
33,85
34,01
Prag.....
Budapest .
10,275
10,295
10,275
10,295
Neupork..
2,486
2,490
2,486
2,490
Banknoten.
Äerlin,28.Okiober
Geld
25rlef __
Amerikanische Sloten..............
2,438
2,458
Belgische Noten................
41,19
41,88
Dänische Noten .................
54 34
54’56
Englische Noten .................
12 18
12,22
Französische Noten...............
Ifi 33
16,39
Holländische Noten...............
16834
169,02
Italienische Noten.........
19,46
19,54
Norwegische Noten .......
61,18
61,42
Deutsch Oesterreich, * 1OO Schilling
Rumänische Noten........
—
—
Schwedische Noten........
62,81
63,07
Schweizer Noten..........
80,58
80,90
Spanische Noten..........
33,73
Ungarische Rot«................


