Paris hegt Friedenshoffnungen
I
Kläglicher Mißerfolg einer antideutschen Kund gebung in London.
Der schweizerische B u n d e s r a t hat die Ausfuhr, Wiederausfuhr und Durchfuhr von W a f - fen, Munition und Kriegsmaterial nach Abefsinien und Italien verboten. In einem Schreiben, das der Bundesrat an das Völkerbundssekretariat gerichtet hat, wird in erster Linie auf den Wunsch der Schweiz hingewiesen, d i e Treue gegenüber dem Völterbunds- v a k t zu wahren, gleichzeitig aber auch an der Neutralität des Landes festzuhalten. Diese Einstellung bedinge, daß das Waffenausfuhroerbot keine einseitige gegen Italien gerichtete Maßnahme sein könne, sondern gegenüber beiden kriegführenden Parteien erlassen werden mußte. Eine völlige UnterbindungdesWaren- verkehrs mit Italien, so betont der Bun- desrat, sei nicht möglich, da dies die schweizerische Wirtschaft zu sehr schädigen würde.
vorgehen. Nachdem britische Minister öffentlich erklärt hätten, daß die Regierung entschlossen sei, nur auf Grund von B ö l k e r b u n d s e n t s ch ei- dun g e n zu handeln, hätten die fraglichen Versicherungs-Gesellschaften ihre Prämiensätze für englische Schiffe auf denselben Stand herabgesetzt, wie für die anderen Schiffe.
lichen Produkte anziehen und fürchteten eine Steigerung ins Ungemessene, wenn die Kontrolle ber Preispolitik aus den Händen der Regierung genommen würde. So wurden es Valuta- und P reis, wählen! Die Parole „Stauning oder das Ehaos^ schlug ein.
Eine zahlenmäßige Betrachtung des Wahlergebnisses muß beim Verlust der Venstre einsetzea.
g" das dänische Volk in der Nacht „zwischen dem alten lso s und dem neuen Parlament" bei grauendem Mor«
Das neue Kolkeimg in Dänemark.
Don unserem (-dt.)-Berichierstaiies.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Kopenhagen, Oktober 1935.
In den Reden, Zurufen und Kundgebungen des Parteitages wurde immer wieder die eine Forderung laut: daß die genannten Verbände von der Regierung verboten werden. Aber wie dieses Verbot durchsetzen? In dem gegenwärtigen Ka- bmett Laval befinden sich zwar vier radikalsoziale Minister, von denen der eine sogar Innenminister ist. Aber das Schwiergewicht der Regierung liegt trotzdem auf der Rechten, deren Parteien für ein Verbot oder eine Auflösung ihrer „nationalen Verbände" nicht zu haben find. Nun wäre die ra- dikalfoziale Partei infolge ihrer starken Stellung im Parlament in der Lage, das Kabinett Laval zu stürzen und eine Regierung unter
Die Sanktionen.
Frankreich, die Schweiz und Norwegen.
P a r i s , 29. Ott. (DNB. Funkspruch.) In Ausführung des Beschlusses des Genfer Verbindungsausschusses vom 14. Oktober ist in Frankreich im amtlichen Gesetzblatt eine Verordnung veröffentlicht worden, durch die die in Genf vorgefehenen finanziellen Sühnemaßnahmen gegen Italien in Kraft treten.
gefetzt werden müssen. Ich denke, daß Ihr mich verstanden habt." Die Zuhörer hatten, wie der Beifällig- . ■ . .. . ~
Zeigte, es verstanden, auf wen diese Worte gemünzt Üml1’
waren. 0 ber gewählt und aller Voraussicht nach noch der
Faschistisches Aeujahr.
Rom, 28. Okt. (DRB.) Ganz Rom steht am heutigen Montag im Zeichen seines politischen Jahrestages. Das Jahr 14 der faschistischen Revolution wurde heute mit Böllerschüssen in allen Landesteilen angekündigt. Der Jahrestag des Marsches auf Rom vollzieht sich mit vaterländischen Kundgebungen aller Art. Ueberall sind Fahnen aufgezogen, alle Läden sind geschloffen; die Arbeit ruht. Ganz Italien feiert seinen Nationalfeiertag. Es liegt ein besonderer Ernst über diesem heutigen faschistischen Jahresbeginn, der am Vorabend der unabwendbaren Sühnemahnahmen eine besondere Note erhält. Dies kommt in den Worten Mussolinis zum Ausdruck, der am Montagmorgen vom Balkon des Palazzo Venezia den Schwarzhemden zurief: „Wir beginnen das neue Jahr mit dem gleichen Mut, wie wir das Jahr 13 vollendeten." Das Jahr 13 wird heute als das Jahr des „gerächten A d u a" bezeichnet. Die Voraussagen für das Jahr 14 gehen Übereinstimmend dahin, daß Italien auch weiter seinen Platz gegen alle feindlichen Machenschaften bis zum Aeußersten zu behaupten wissen werde. Auch die fremden Botschaften und Gesandschaften haben zu Ehren des Nationalfeiertages ihres Gastlandes in den Landesfarben geflaggt.
Die Heiligkeit des Sonntags.
Rom, 28. Okt. (DNB.) Mit Rücksicht auf den heutigen italienischen Feiertag des faschistischen Italiens wurden am gestrigen Sonntag die italienischen Geschäfte und Büros offengehalten, während heute überall Feiertagsruhe herrscht Papst Pius XI. hat dies in einer Rede vor der Katholischen Aktion aufgearif- fen, in der er sich für die Innehaltung der Heiligkeit des Sonntags einsetzte. Der Papst gab zunächst seiner großen Befriedigung darüber Ausdruck, daß sich gerade die Katholische Aktion es sehr angelegen sein ließe, den Sonntag auch als Fe st der Familie einzuhalten. Er sagte sodann wörtlich: „Es ist beachtenswert, aber noch nicht genügend bekannt, daß die Entweihung des Feiertags in der Heiligen Schrift als großes Verbrechen angesehen wird. Wer den Feiertag entheiligte, mußte sich als Gottesverleugner und heimlicher Atheist betrachten. In unseren Zeiten wird diese Verleugnung des Sonntags ganz offen betrieben und wird daher zum öffentlichen Atheismus, da sie Gott verleugnet und einen ihm geweihten Tag abzuschaffen versucht. Die Entweihung des Sonntags ist daher eine der Sünden, die den Zorn Gottes nach sich zieht." Der Papst richtete an die Anwesenden die mahnende Aufforderung, diese Ansichten gerade unter der arbeitenden Klasse zu verbreiten.
Die n o r w e g i sch e Re g i e r u n g hat dem Der- bindungsausschuß in Genf die Antwort auf die Vorschläge zu den Sühnemaßnahmen Nr. 3 und 4 zugehen lassen: Einfuhrverbot für italienische Waren und Ausfuhrverbot gewisser Kriegsmaterialien nach Italien. Die Regierung hat sich bereit erklärt, die Maßnahmen zu dem festgesetzten Zeitpunkt durchzuführen, macht aber darauf aufmerksam, daß dies für Norwegen kaum vor Mitte November der Fall sein könnte. Von dem Einfuhrverbot werden alle italienischen Waren betroffen mit Ausnahme der zur Zeit des Inkrafttretens des Verbotes unterwegs befindlichen. Das Ausfuhrverbot gilt in erster Linie für Pferde und andere Zugtiere, ferner für Gummi, Aluminium, Abfalleisen, Nickel, Eisenerze und einige andere Metalle. Norwegen führte aus Italien im Jahre 1934 für 10,4 Millionen Kronen ein, seine Ausfuhr nach Italien betrug 1934 19,1 Millionen Kronen.
Rückwirkungen
auf die englische Schiffahrt.
London, 29.Okt. (DNB. Funksvruch.) Die „Times" beschäftigt sich mit der Tatsache, daß ein Rückgang in der Menge der Frachtgüter zu verzeichnen war, die o o n fremden Landern auf englischen Schiffen versandt zu werden pflegten. Die englischen Reedereien
hätten aks Ursache hierfür festgestellt, daß einige V e r s i ch e r u n g s - Gesellschaften auf dem europäischen Festlande für Frachten auf britischen Schiffen doppelte Dersicherungsgebüh- ren wegen Kriegsgefahr erhoben hätten, als bei anderen Schiffen. Offenbar fei befürchtet worden, England werde selbständig gegen Italien
Paris, 29. Okt. (DNB.-Funkspruch.) Der offiziöse „Petit P a r l s i e n" erwartet aus Anlaß der bevorstehenden Genfer Tagung über die Ingangsetzung der wirtschaftlichen Sühnemaßnahmen einen bedeutsamen Meinungsaustausch hinter den Kulissen über die Voraussetzungen, die zu einem Abbruch des Krieges in Ostafrika führen könnten. Auf Grund der von Mussolini gegebenen Anregungen seien nicht nur die Minister, sondern auch die Referenten für Afrika im französischen und im englischen Außenamt eifrig auf der Suche nach einer Lösung, die einen Teil der italienischen Wünsche befriedige, gleichzeitig aber die Unantastbarkeit Abessiniens unter der Führung des Völkerbundes aufrechterhalte. Da die Bezeichnung eines Protektorats sich mit der Genfer Ideologie schwer in Einklang bringen lasse, denke man f ü r d i e an Italienisch- Somaliland grenzenden abessinischen Provinzen an eine andere Formel, etwa Pachtvertrag, Mandate oder was anderwärts bereits bestehe und was weniger Unzulänglichkeiten mit sich bringe. Eine der schwierigsten Fragen werde die Zukunft der Stadt Aksum fein; die von den Italienern bereits erobert fei, auf die Abessinien aber wegen ihrer geschichtlichen und religiösen Bedeutung nicht verzichten wolle.
Sollte Baron A l o i s i gleichzeitig mit Laval und Sir Samuel Hoare nach Gens kommen, so könne man darin eine günstige Entwicklung der in größter Heimlichkeit geführten Besprechungen sehen. Es sei vorgesehen, daß Laval und Hoare nur 3 Tage in Genf bleiben würden. Diese drei Tage müßten aber die Hoffnung stärken, daß die Wiederherstel-1
„Der Faschismus wird sich in Frankreich niemals durchsetzen!" schrie Da lädier mit dem Aufgebot aller seiner nicht geringen stimmlichen Mittel in die Versammlung der 1500 radikalsozialen Abgesandten aus allen Departements des Landes, die sich zu dem 32. Kongreß der Partei in Paris zu- sammengefunden hatten. Tosender Beifall folgte auf diese Erklärung, die wie ein Kampfruf wirkte. Zuhörer sprangen von ihren Sitzen hoch, und ihre klatschenden Hände streckten sich zum Redner hin. Auf der Galerie wurde die Marseillaise angestimmt. Und viele erhoben dazu — ein merkwürdiger Gegensatz — die geballte Kommuni st e n f a u st.
Politiker sollten eigentlich mit dem Gebrauch des Wörtchens „niemals" vorsichtig umgehen. Seit der Revolution von 1789 hat es in'Frankreich fast ein Dutzend Regime-Wechsel gegeben. Die gegenwärtige Dritte Republik hat in der letzten Zeit nicht den Eindruck gemacht, als ob sie übermäßig fest stünde. Aber das ist schließlich Sache der Franzosen, sich ein Regime nach eigenem Geschmack zu geben und zu bewahren. Uns Deutschen ist nicht daran gelegen, daß sie ihre republikanisch-parlamentarische Verfassung zugunsten irgendeiner anderen aufgeben. Lediglich als unbeteiligte Beobachter verfolgen wir, ohne Zorn noch Eifer, den innenpolittschen Kampf, der in Frankreich immer ernstere Formen annimmt
Die Radikalsoziale Partei ist seit Jahrzehnten die stärkste in Frankreich. Unter den gegenwärtigen Mehrheitsoerhältnissen in der Kammer und im Senat hat sie eine starke Schlüsselstellung inne, und eine Regierung, die nicht ihr Vertrauen hätte, ist undenkbar. Die letzten Teil- und Nachwahlen haben überdies ergeben, daß die große Masse der Wähler unbeschadet mancher parlamentsfeindlichen Aeußerungen nach wie vor zu ihr hält. Als geiftige Nachkommen der Jakobiner, jener radikalen Revolutionäre von 1789, die vom Jakobinerkloster, in dem sie ihre Tagungen abhielten, den Namen bekommen haben, fühlen sich die Radikalsozialen Herriots und Daladiers als die Hüter der Ideale der „Großen Revolution", die sie von ihren Urgroßvätern übernommen haben.
Der diesjährige Parteitag in Paris, der letzte vor den Neuwahlen zur Kammer, die nach Ablauf der verfassungsmäßigen Sitzungszeit von vier Jahren im kommenden Frühjahr stattfinden werden, stand ganz unter dem Zeichen des Kampfes gegen die sogenannten „faschistischen Verbände"; das sind vor allem die „Feuerkreuzler", die „Patriotische Jugend", die „Französische Solidarität" und die royalistische „Action fran?aise", von denen ein gewaltsamer Umsturz des bestehenden Regimes befürchtet wird. Auch gegen die junge „Bauern fron t" von Henri Dorgöres entlud sich der ganze seit Wochen aufgespeicherte Zorn der streitbaren Jakobiner. Ein junger Bauerndelegierter des radikalsozialen Landesverbandes der „Unter-Seine" verflieg sich auf dem Kongreß zu folgender, ebenso heftigen, wie poetischen Anklage: „Schlagt Dorgeres und seine Bande in Klumpen; diesen Doraöres, der immer nur die fetten Milchkühe der Emigranten von Koblenz gemolken hat, während wir in der ersten Morgenröte auf den Weiden vergeblich an den Zitzen der Euter ziehen, die ehemals prall und ergiebig waren!" Die erwähnten „Emigranten von Koblenz" sind die Adligen und Hofleute des Königs, die 1789 vor der Revolution nach Deutschland geflohen sind, und un- i ter denen sich auch ein Vorfahre des Obersten de la Rocque (des Führers der „Feuerkreuzler") be- unben haben soll.
Venstre zuzuzählen sein wird.
Es ist erst wenige Wochen her, daß das Ausland durch die Meldung überrascht wurde, die Land« wirtschaftliche Sammlungsbewegung in Dänemark habe die Bauern und Genossenschaften zum Devisen streik aufgerufen. Und wieder nut n M _____ । einige Wochen vorher hatten die Bauern des San«
ßonbon, 28.« Okt. (DNB.) Die mit großem des auf dem Schloßplatz von Amalienborg itt propagandistischen Aufwand vorbereitete Kundge- Kopenhagen dem König zu Zehntausenden ihrs ^Unflrlr i^er gegen das nationalsozialistische Forderungen unterbreitet. Das war nicht von un« Deutschland nahm am Sonntagnachmittag im Lon- gefähr geschehen. Längst hatte der Leerlauf bet doner Hydepark einen mehr als kläglichen parlamentarischen Maschine den Unwillen aller be« e rlauf. Entgegen den tendenziösen Berichten sorgten Patrioten hervorgerufen. Die Vorlagen bet einiger Blatter hatten sich zu ber Veranstaltung Regierung ftranbeten in immer größerer Zahl int naci) vorsichtiger Schätzung höchstens 2000 Lanbsthing. wo bis Opposition mit einigen Stimmen 4. er Ionen emgefunben, von benen noch dazu ein die Mehrheit hat; auch bann, wenn im Folkething grofeer Teil aus zufällig anwesenden Zuschauern vorher unter den Parteien ein Kuhhandel abge« bestanden haben durfte Die übrigen Anwesenden schlossen war. Die Regierung unterließ auf der an« Jetten sich aus dem übelsten Abschaum des von deren Seite nichts, um der Opposition die Annahme Juden stark durchsetzten Londoner Ostendes zu- ihrer Vorlagen durch unnötige Verkoppelung ober sommen, vermischt mit jüdischen Intellektuellen, sehr die Herauslassung ihr unbequemer Teile zu er« jugendlichen und verwahrlost aussehenden Kommu- schweren. Auf dem Rücken ber Landwirtschaft spielte mften unb Emigranten aus Deutschland Der Miß- sich biefes Tauziehen ab. Wohl hatte sich ihre wirt« erfolg biefer Veranstaltung würbe befonbers beut- schaftliche Lage durch den gehobenen Ertrag des \x5- on Stelle der angetunöigten 5000 engli- Bodens gebessert, doch die Lösung dringendster Är1 Kämpfer ganae 80 bis 100 Mann,, aus- Fragen und im besonderen die des Zins- und 'ch ^uden hinter einer Musikkapelle den Hypothekenproblems wurde immer wieder Ort der Kundgebung betraten. Kurzum, ber Lon- hinausgeschoben.
boner Hydepark unterschied sich am Sonntagnach- Erst als feststanb, baß bie alten Parteien nicht mittag kaum von sonstigen englischen Sonntagen, helfen könnten unb würben, erlangte die Samm« ?i?^nnenfnb<fCJnn ld) 9ttebneJ aHer po"- lungsbewegung, bie LS., jenen Einfluß, ber zur Der«
tijijen, sozialen, wirtschaftlichen und religiösen hängnisvollen Valuta-Aktion führte Dis Schattierungen zur Menge zu sprechen pflegen. Führer der LS. stellten sie zwar als gesetzmäßig ? n Ö-Cx Kundgebung gehaltenen Hetz- hin unb bestritten bem Hanbelsminister bas Recht, rnnh das niebage Niveau ber gegen Deutsch- vorzuschreiben, was ber einzelne mit den heimge« lanö gerichteten lügenhaften Propaganda deutlich führten Devisen zu tun habe, unb sie bezeichnet-n 3um Ausbruck Bemerkenswert ist lebiglich bie un- ihren Kampf mit ber Regierung unb ber National- Derjrorene Offenheit, mit ber einer ber Rebner, ber bank als eine innere bänische Angelegenheit Aber Mar« dennoch ist diese Valuta-Aktion, hinter der drohend l e y, über bre geheime kommunistische Pro- der P r o b u k t i o n s st r e i k ftanb bas Kenn- aeaeV Deutschland' $ T ^?"b °us z e i ch e n b e r Wah l geworben, bie die Regierung
etwa 9A Sh Uneben werde Unter den in ihrer Position gestärkt hat. Das gefährliche Spiel
^uhPn20nn* J,e£lnbens ft^ "bben mehreren der Venstre mit der Währung hat bas Volk köpf.
DDDD?iHQn4mininr fCr cE ü^'^rm^ilichen cheu gemacht; die Angst vor dem Verlust weiteren unb bk! Äaoth, 0^1 2Bebgemoob,heben5notroenöigen Absatzes im Auslande und vor @ 1 S Panf^ur£L Zum Preiserhöhungen im Innern, die die Schutzzollpoli«
Ö Kundgebung wurden einige Entschlie- tik der Konservativen zur Folge haben würde hat tekmScflen°nhI1Cn' blk sich aegen den National- die Stimmabgabe der breiten Massen beeinflußt.
“anba ü . bie Prei,e.^er "l°nbwM,Ut.
Das Rothermere-Blatt „Evening News" protestiert dagegen, daß der britische Rundfunk es für nötig gehalten habe, einen Bericht über die Veranstaltung zu geben, was in gar keinem Ver- fyältnis zu ihrer Bedeutung gestanden habe. Es gebe alle möglichen Organisationen in England, bie 65 sich zur befonberen Aufgabe machten, Englanb
legentlich zu heftigen Angriffen auf den Nationalsozialismus benutzt.
Es ist beshalb interessant, baß Mussolini in seiner Rede an die Bauern zu einer Formulierung des Rassebegriffes gekommen ist, die der deut- chen Auffassung näher steht. „Ich und ihr, wir re- iräsentieren die italienische Rasse. Wir ind die unwandelbaren Grundlagen des Volkes." An einer anderen Stelle seiner Rede rühmt er von dem italienischen Bauern, daß er keine „Mischehen" schließe. Solche Bekenntnisse und Anschauungen werden zum e r st e n M a l e von Italien gehört. Sie sind geboren aus ber Not unb ber Gefahr, benen sich Italien im Kampfe gegen international wirkenbe Kräfte ausgesetzt sieht. In demselben viel schwierigeren und verwickelteren Kampfe stand Deutschland, bis es in der nationalen Revolution zu den ursprünglichen Quellen seines Volkstums zurückging. In Italien hat man diesen Vorgang bisher wenig begriffen, und Mussolini selbst hat ihn manchmal mit verständnislosen sarkastischen Bemerkungen versehen. Der deutsche Nationalsozialismus hat Den der faschistischen Erneuerung Italiens oiel gelernt. 6s scheint, daß es ihm seine Dankesschuld abzahlen kann, indem er ihm eine verständnisoolle Würdigung der Bedeutung des Rassebegriffes übermittelt. O. M.
bei anderen Nationen unbeliebt zu machen. Durch den Rundfunk sei ber falsche Einbruck erweckt wor« ben, als ob bie Leute aller Parteien bie Kund« gebung unterstützt hätten. Das Blatt kommt bann auf bie lügnerischen Angriffe ber Demonftrations. rebner gegen bas neue Deutschland zu sprechen unb erklärt: „Das nationalsozialistische Re. gi me in Deutschland ist in Deutschland durch eine der unblutigsten Reoolutionen in der Geschicht- zur Macht gekommen. Keinem Regime in der gan» zen Welt wird eine solche Begeisterung , .von der ganzen Nation, über die es regiert
Der Qual d'Orsay sucht nach einer neuen Formel. — Neue Kuliffenaesvräche entgeaengebracht. Wie steht es jedoch mit S 0 wjet! in Genf.- Die Schattenseite der Sankttonen. InrX. “m
, . f .. war, die die Welt jemals gesehen hat? Wo waren
lung des Friedens m Afrika nicht f o unmog- $crr A11lee unh Lord Marley, unb was haben 'El, roie man allgemein annehme. sie gesagt, als bie Äolschewisten Hunberttausenbe von
Das Gerücht, Frankreich brange auf eine Der - unschulbigen Menschen ermorbeten? Haben sie etwa z^o g e r u n g des Jnkraftsetzens der wirtschastlichen jn Hyde-Park Kundgebung en gegen den Bol, S-uhnemaßnahmen, wird vom „Petit Parlslen als schewismus veranstaltet, unb haben sie bas britische unzutreffend bezeichnet. Die französische Re- Volk aufgeforbert, Sowjetrußlanb zu boykottier glerung werbe, wie der Pakt es Derlange, in enbdren? Sie haben es n i ch t getan. Es ist schwierig Uebereinstlmmung mit derbntstchen Regie- faaen, wie weit sich bie englische ßabour Party rung über bie Anwendung des Artikels 16 ein e dem bolschewistischen Rußland in jenen Tagen an? ni/r. 3^troU\9 °erl°.ngen. Nachdem genähert hat. Wir wissen aber, daß es den Herren alfle Staaten bereits ihre Zustimmung zu ben Attlee unb Lorb Morley unb ihren Kollegen seit« Etlichen Suhnemaßnahmen gegeben haben, dem niemals an einem freundlichen toerbe ber Verbindungsausschuß wahrscheinlich den Wort für Moskau gefehlt bat" 10. November als Stichtag für ihr In-1 J 1
frafttreten bestimmen. — „Le Jour" hebt hervor, daß von 50 Völkerbunds st aaten bisher nur 11 ihre Zustimmung zu den wirtschaftlichen Sühnemaßnahmen gegeben hätten. Selbst wenn am Dienstag ober Mittwoch noch fünf ober sechs Staaten hinzukämen, müsse man feststellen, daß niemanb mit großemEifer bie Grunb- sätze des Artikels 16 in Kraft setze. Ganz besondere Schwierigkeiten wePde die Frage ber Entschä -
Liß un g für solche Länder bereiten, die durch den I Bei zwei Anlässen ist der Caststättenbettieb i« Abbruch der Handelsbeziehungen nnt Italien Dänemark an keine Polizeistunde gebunden: in de" 8™ & - Ei nb uh e erleiden werden. Wer Nacht zwischen dem alten und dem neuen Iah« werde d,e Entschädigungen und B-rlust- bezahlen? und in der Nacht nach einer Wahl. Az Man erwart- augenschemlich in Senf, daß Eng- das dänische Volk in der Nacht „zwischen dem alten ^■T'gtet^er, 01,0 . ul,i Lc„, neuen vuiiumem uci grauenoem ’JJlOtt ?' nef € K o st e n t ragen, sowohl gen die letzte Rundfunkansage vernommen hatte,
ZÄchabl^ngssumme für Abessinien als auch ba ftanb fest, baß ber ungeftüme Angriff ber bäuer« bie Kosten,yr das 3nfrafttreten ber Sustnemaß- lichen und konservativen Opposition gegen das r±onn'^rr„6 /AXS ° L" V * V? V Äd)enie so^ldemokratischkradlkale WSttion? rationsfrage erstehen. so fragt bas Blatt, system abgeschlagen war. 149 Abgeorbnetr
s zählt bas Folketing; burch einen Gewinn von sechs
Kommunistenfaust und Marseillaise. fcSÄW®
Eindrücke vom radikalsozialistischen Parteitag. ! Nenner zu bringet. 9
unserem Dr.Zh.-Korrespondenien. trielen'hZIst L WLl^eLoO^n/°bi"e be"
eigener Führung äu bilben Dazu hat fie I t a a t s nrini ft er biftierte. Der Führer der aber gerade im gegenwärtigen Augenblick, so kurz Konservativen, Ehristrnas M ö l le r, fjatte ben^oer» vor ben Neuwahlen unb vor ber unbankbaren ^ssnugsmaßigen Zeitpunkt, den Herbst des nächsten Aufgabe, ben Staatshaushalt, ber schon roieber Jqlo!!!$* -?016 1929~ “nb
einmal bebrohlich schwankt, burch neue Notverorb- so haben auch jetzt die Wahlen zum Folke- nungen ober anbere Maßnahmen aus3uba^ancieren, ÖJr pa^'
am allerwenigsten Lust. Das wissen bie ^^orrschen ^Erjchr^-Periode^stattgefunden. Die Rechtsparteien natürlich sehr gut unb finb, obgleich erläge öer Wahlschlacht tragt mit zehn sie nur eine Minberheit barstellen, zu keinen Zu- si^ndaten fast allein bie baue r l l ch e geständnissen bereit. Sin£e' blre ^ele geben ihrem Führer
Hinzu kommt noch bie unsichere außen- Kragh persönlich die Schulb. Diese Verluste politische Laae, aus bie Herriot die Aus- man vorausgesehen und darum ift die Frage merksamkeit des Kongresses mit allen Mitteln ab- ^^cht'gt, ob der eigentliche Verlierer mlcht doch zulenken versuchte. Mit großem Aufwand von qV konservative F u h r e r ist, der einen Beredsamkeit bemühte er sich, die Versammlung Zusammenbruch der herrschenden Regierung allzu davon zu überzeugen, daß sich England endlich in ^^ilig und bombastisch ms Land hinaus posaunt der Sanktionsfrage dem französischen Standpunkt ^'ne Partei hat ein Mandat verloren; ent- angepaßt habe. Frankreich sei es immer darum zu ^ber ist daß sie auch ihre Kraft Aur
tun gewesen, daß nach der Feststellung des An- Ehrung der Oppchitton verspielt haben durste. Sm greifers die Anwendung der Sanktionen selbsttätig j En^»,?otkettng werden die Kommunisten mit vor sich gehe. Er fuhr dann fort: „Abessinien ist Abgeordneten vertreten sein, die N a t i o n a l- weit. Es gibt Länder, die näher liegen. Schiffe ! oZla11sten noch mit keinem, die R^e ch ts» fahren schnell, aber Flugzeuge fliegen noch schneller. ootsp ar tei mit vier, bie Freie V o l k s «
Ihr nehmt eine furchtbare Verantwortung auf euch, rte i mit fünf, die K onserva11ven mit 26, wenn Ihr biejenigen entmutigt, die endlich die Not- b e dikale L i n k e, den Demokraten in ande- Wendigkeit begriffen haben, baß bie ©anftionen n?ln?er5> n 14' ?lß ® e 5 •
gegen den Angreifer selbsttätig unb schnell in Gang ? ' s ch P r t e i mit einem, bte <5 031a l« nofphf mor'n»n müHor* xaL |öemofraten mit 68 und die bäuerliche
Linke, die Venstre, mit 28. Dazu tritt ein Abge« VI nnn Sam 1 i ft).


