Ausgabe 
29.8.1935
 
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Wirtschaft

erhöht.

Abendbörse still.

Höchstpreise für Melasse und Rübenschmtzel

Höchstpreise

6

Mk.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. ZIL

o

I 95,5 I 95,75 I

120 -

I 132,5|

96,5

156

202

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt besch

5 o. H.

o

10

84

100

106

Mk.

Mk.

Mk.

15

15,9

85,5

118

91,75

91,75

91,75

182,75

103

111,75

114

96,25

168

130,5

92,75

88

15

16,9

116,75

92,25

92,25

92,25

184

15,13

16,5 85,75 117,5 91,75

91,75

91,75

183

102,5

112

114,5

96,25

131

93,75

88,25

15,4

16,9

86

116,5

92,25

92,25

92,25

184,25

40,4

143,65

114

134,5

107,9

128

147,5

131,75

128,75

177,5

133,5

103 112,75

113,65

97,65

130

93,9

87,9

156

238

108

117,25

110,5

156,25

237

108,5

117,13

110,5

156,13

108,75

117,13

110,25

110,5

61,4

115

117

85,75

133,9

99,75

162

88,5

30

279

178,5

156,5

40

143 114,5 133,5 107,5 127,5

147 132,5 128,5 177,5

134

112,25

113,75

97,5 168 131

94

88,25

156,13

108,25

117,13

110

110,9

61,75

116

117

86,75

134,13

99,75

162,5

88,75

29,75

280

178

157

40 143,4 114,25

133,4 107,25 127,65

146,5 132,5

128,65 177

133,5

40 143,25 114,13

134 107,5 127,5

147 132,25 128,5 177,5 133,25

A.E.G. Betula

Erzeuger ab Erzeugerbetrieb folgende je Tonne festgesetzt:

1. für Trockenschnitzel

2. für Steffenschnitzel

3. für vollwertige Zuckerrübenschnitzel

4. Zuschlag für Schrot aus den in

1 bis 3 genannten Waren

er- mit

29

9,7

9,65

9,5

11,4

61,25

115,25

116,75

85,75

99,65

162,5

29,9

29,4

1,5

9,55

9,4

9,5

11,3

61,65

116,25

117

86

99,65

162,5

29,5

280

156,75

Die Hauptvereinigung der Deutschen Zuckerwirt- schast hat zur Sicherung einer angemessenen Preis­bildung für die bei der Zuckerrübenverarbeitung an­fallenden hochwertigen Futtermittel Höchstpreife an­geordnet. Für Melasse beträgt der Grundpreis für den Verkauf durch den Erzeuger frei Kesselwagen ab Verladestelle der Fabrik für das Wirtschaftsjahr 1935/36 (1. Oktober 1935 bis 30. September 1936) 60 Mark je Tonne. Dieser Preis gilt für die Lie­ferung in den Monaten Oktober, November, Dezem­ber 1935 ohne Aufschlag. Für die Lieferung in einem späteren Monat erhöht sich der Preis um 0,60 Mark je Tonne für jeden angefangenen weiteren Monat. Der Verkaufspreis des Verteilers ergibt sich aus dem vorgenannten Preis zuzüglich einer Spanne von 3,50 Mark je Tonne. Soweit Umfatz- steuerkoften entstehen, erhöht sich der Zuschlag um diesen Betrag. Die Preise gelten für gesunde han­delsübliche Ware mit mindestens 47 v. H. Zucker­polarisation, mindestens 40,50 Be alte Grade, Jn- ventklausek.

Für Rübenschnitzel sind ebenfalls für das Wirtschaftsjahr 1935/36 für den Verkauf durch den

Diese Preise gelten für Lieferung in den Monaten Oktober, November, Dezember 1935. Bei Lieferung

Ol 95,25 » 120,25 41 132

29

1,5

9,5

9,25

9,4

11,25

Vorbild nachzuahmen und in den deutschen Obstgär­ten Spaliermauern und Spalierbäumchen anzu­legen, wie in Versailles. Die Versuche des großen Königs, die Spalierzucht im märkischen Sande ein- zubiirgern, waren aber nur von geringem Erfolge gekrönt; nur die Terrassen von Sanssouci zeigen em denkwürdiges Muster der neuen Kultur. Die Pflege der Obstspaliere fand bei uns erst allgemeinere Ver­breitung nach dem Kriege von 1870, während dessen viele deutsche Soldaten die lohnenden Obstbauform in Frankreich kennenlernten und auch zu Haufe einführten.

Heute ist der O b st b a u eine Wissenschaft geworden; er wird in großen Pflanzungen betrie­ben, bei denen Anlage, Auswahl der Sor-

29

1,5

9,7

9,4

9,4

11,6

Oie Zndustrie- unt> Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

1081: Bekanntmachung KP. 16 der Ueberwachungs- stelle für-unedle Metalle betr. Kurspreife.

1082: Zollerhöhungsantrag für Hüte in Groß­britannien.

1083: Ursprungszeugniszwang für Postpakete, deren Wert 50 t. Pf. übersteigt, in der Türkei.

Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Tementw er! Karlstadt..

* Große Aus landauf träge der Loko- motiosabrik der Friedrich Krupp AG., Essen. Wie der DHD. erfährt, ist es der Gesell­schaft gelungen, einen Auftrag auf 29 Heißdampf- lokomotiven aus Indien, und zwar für die North- Western - Railway und die East-Indian - Railway, hereinzuholen. Gleichzeitig erhielt die Kruppsche Lo- tomotivsabrik von der Eastern-Dongal - Railway (Calcutta) einen Auftrag auf 15 Lokomotivkefsel. Außerdem konnten noch einige größere Bestellun­gen aus dem Auslande entgegengenommen werden: u. a. fünf schwere Heißdampslokomotioen für die chilenischen Staatsbahnen und drei für die bulga­rischen Staatsbahnen.

* Rückgang der Brandschäden bei den öffentlich - rechtlichen Feueroerfiche- rungsan ft alten. Die deutschen öffentlich-recht­lichen Feuerversicherungsanftalten verzeichnen im Juli eine Gefamtfchadensumme von 4 376 721 gegen­über 5 654 724 Mark im Juni und 7 915 707 Mark im Juli 1934. Die Gefamtfchadensumme des Juli verteilt sich auf 5831 Brandschadenfälle, denen 7409 im Juni d. I. und 6372 im Juli des Vorjahres gegenüberstehen. Der Gesamtschadenverlauf bei den öffentlich-rechtlichen Feueroersicherungsanstalten im Juli weist gegenüber dem Vormonat einen sehr beachtlichen Rückgang auf, und zwar in der Scha­densumme um 23 v. H., bei den Schadenfällen um 21 v. H. Diese Senkung der Schadenkurve ist um so bedeutungsvoller, da der gleiche Monat des Vor­jahres im Gegensatz hierzu noch eine erhebliche wei­tere Steigerung der Schadenkurve aufwies.

Rhein-Mainische Börse.

Sehr ruhig.

Frankfurt a. M., 28. August. Die Börse öffnete heute zwar nicht ganz einheitlich, jedoch überwiegend um 0,25 bis 0,50 v. H. nachgebenden Kursen. Das Geschäft hielt sich in sehr engen Gren-

g. G. Farben.Jndustrie Tcheidean statt........

Goldschmidt ........ Rütgerswerke ........

Metallgesellschaft......

Bei großer Gefchäftsstille zeigten die Kurse an der Abendbörse kaum eine Veränderung. Gegen den Berliner Schluß war die Haltung zwar nicht ganz einheitlich, doch betrugen die Abweichungen nur Bruchteile eines Prozentes. IG.-Farben lagen mit 156,25 (156,13) etwas höher, ebenso Mannes­mann mit 88,25 (87,90) und Deutsche Linoleum mit 162,50 (162), dagegen gingen Holzmann auf 95,50 (96,50), Hapag auf 15 (15,40) und die meisten

t e n und Z u ch t einheitlich durchgeführt sind. Da­neben aber gibt es noch überall im Lande sachver­ständige Pfleger von kleinen Obstgärten, in denen edle Sorten Obst ebenso wie Blumen gezüchtet wer­den. Eine Reihe deutscher Landschaften darf sich rühmen, besonders gutes Obst zu liefern. So lobt man die Obsternten der Bergstraße, die der Um­gegend von Bühl, die des Rheingaus, des Rhein- un'd Mofeltales, der Rheinpfalz, des Main- und Elbtales, die desAlten Landes", die der Dierlande und die der hügeligen Gegenden bei Guben und Werder. In den Dftfeegebieten gibt es viele Gärten, in denen der Apfel besonders gut gedeiht, und wenn auch nicht überall gleich gute Voraussetzungen für einen ertragreichen Obstbau gegeben sind, so gibt es doch keine Landschaft in Deutschland, in der man den Obstgarten nicht kennt und jenen nicht zu Dank verpflichtet wäre, die durch Züchtung und Pflege die reichen und nahrhaften Erträge unserer Gärten er­möglicht haben. C. W.

4% Oesterreichische Goldrente.... \2O% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische EtaatSrente v. 1910 *Vi% desgl. von 1913..........

5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie I.....................

Elektr. LieserungSgesellschast... 5

Licht und Kraft ...........6%

Srlten L Guilleaume.........0

esellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........5

Rhein. Wests. Slektr..........6

Schubert L Co............... 4

Siemen» L Halske............7

Lahmen« L To.............. 7

Vom Holzapfel zum Edelobst

Aus der Geschichte unseres Obstgartens.

Bubrm» ....................

Deutsche Erdöl...............

Gelsenkirchener..............0

Euer...................0

EisenKöla-Neueftea .. 0

lergbau ...............4

iergbau Genüsse ........-

erwecke .............»u

Mannesmann-Röhre,........ö

zen, zumal Anregungen fehlten. Sowohl Kundschaft als auch die Börse selbst üben mit Rücksicht auf den bevorstehenden Ultimo weiter Zurückhaltung. Nach den ersten Notierungen vermochten sich die Mehr­zahl der Kurse wieder leicht zu erholen, die Hmsätze blieben aber weiterhin auf Mindestbeträge be­schränkt.

Am Aktienmarkt notierten von chemischen Werten IG. Farben mit 155,65 bis 156 (156), Scheideanstalt mit 237 (238), Deutsche Erdöl mit 111,90 bis 112,25 (111,75). Elektroaktien lagen all­gemein sehr still und kaum verändert, RWE. und Gesfürel bröckelten allerdings bis 0,75 0. H. ab. Montanaktien lagen anfangs zumeist bis 1 v. H. schwächer, konnten sich aber später etwas erholen, besonders Stahlverein mit 84 bis 84,50 (84,75), ebenso Mannesmann mit 87,75 bis 88 (88). Rhein­stahl und Hoesch fetzten um Bruchteile eines Pro­zentes freundlicher ein. Don sonstigen Werten gaben Deutsche Linoleum 0,50 v. H., AKU. 0,40 v. H., Zellstoff Aschaffenburg 0,75 v. H., Deutscher Eisen­handel und Metallgesellschaft je 0,50 v. H. nach, Daimler notierten mit 99,25 bis 99,50 (99,65). Reichsbankanteile lagen unverändert, ebenso am Schiffahrtsaktienmarkt Hapag, während Norddeut­scher Lloyd um 1 v. H. erholt war.

Am Rentenmarkt blieb das Geschäft bei

Elektrowerte um 0,25 bis 0,50 v. H zurück. Am Kafsamarkt ermäßigten sich Berl. Handelsgesellschaft auf 116,75 (117,75)? Der Rentenmarkt lag sehr still und unverändert. Von Auslandrenten waren Mexi­kaner etwas gefragt, 5proz. äußere Gold 11,60 (11).

U. a. notierten: Altbefitzanleihe 111,50, 6proz. Stahlverein 102,75, 6proz. Krupp 103,50, JG.-.Far- ben-Bonds 128,50, 4^proz. Frankf. Hyp. Dank Gold R 13 bis 15 96,75, 4proz. Rumänen 4,90, 4proz. Ungarn Gold 9,70, 5proz. äußere Goldmexi- faner 11,60, 4proz. Goldmexikaner 8,13, Berl. Han­delsgesellschaft 116,75, Commerzbank 92,25, DD- Bank 92,25, Dresdner Bank 92,25, Meininger Hyp. Bank 95,90, Reichsbank 184, Harpener 113,75, Mannesmann 88,25, Hoesch 97,50, Rheinstahl 112,25 Stahlverein 84,50, AKU. 61,25, Bekula 143,25, Conti Gummi 156, Daimler 99,65, Scheide­anstalt 237, Deutsche Linoleum 162,50, Licht und Kraft 134, JG.-Farben 156,25, Gesfürel 127,50, Holzmann 95,50, Junghans 86, Metallgesellschaft 110,50. Moenus Maschinen 86,50 bis 86,75, Rheag 147, RWE. 132,25, Schuckert 128,50, Thür. Liefe­rung 118, Zellstoff Aschaffenburg 85,75, Südd. Zucker 202, Hapag 15.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 28. Aug. Am Getreidegroß­markt glichen sich Angebot und Nachfrage für Kon­tingentsgetreide etwa aus, dagegen find die An­lieferungen in frei verfügbarem Brotgetreide weiter­hin sehr stark. Am Futtergetreidemarkt werden im Laufe der nächsten Tage bessere Anlieferungen in neuem Hafer erwartet. Futtergerste fehlt am Markt weiterhin, die Nachfrage bleibt groß. Für Futter­mittel ist die Haltung weiter fest, die Nachftage der Landwirtschaft ist mit Rücksicht auf den Beginn der Stallfütterung eher größer geworden, während die Zufuhren an Mühlenabfällen, hochwertigem Mifch- futter und Biertreber in keinem Verhältnis dazu stehen. Nach- und Bollmehle finden guten Absatz. Das Mehlgeschäft ist im Laufe der Woche womög­lich noch ruhiger geworden, insbesondere für Wei­zenmehl besteht nur geringste Nachfrage, da man die neuen ab 15. September gültigen Preise ab­wartet.

Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 197, W 16 200, W 19 204, W 20 206, Roggen R 12 160, R 15 163, R18 167, R19 169 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Hafer H13 170, H 14 172 Großhandelspreise ab Station. Wei­zenmehl W13 27,70, W 16 28,15, Roggenmehl R 12 22,45, R15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizennachmehl 17,25, Wei­zenfuttermehl 13,50. Weizenkleie W13 10,92, W 16 11,13, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreife ab Mühlenstation. Heu 8, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder ge­bunden 2,40 bis 2,50.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Fr a n f f u r t a. M., 29. August. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 25 Rinder (8 Ochsen, 12 Kühe, 5 Färsen), 787 Kälber, 113 Schafe, 343 Schweine. Es kosteten: Kälber 42 bis 68 Mark, Hämmel 38 bis 41 Mark, Schafe 32 bis 38 Mark, Schweine 54 Mark. Marktverlauf: Kälber, Hämmel, Schafe rege, Schweine sehr flott

in einem späteren Monat erhöhen sich die Preise um 1,20 RM. je Tonne für jeden angefangenen weiteren Monat. Die Preise verstehen sich für Zahlung bei Lieferung ab Erzeugerbetrieb ausschließlich Sack. Bei abweichender Lieferart dürfen die entstehenden Mehrkosten aufgeschlagen werden, jedoch darf der Preis nicht zum Ausgleich eines Kreditrisikos erhöht werden. Rübenlieferanten, die die von ihrer Fabrik zurückerhaltenen Rübenschnitzel Weiterverkäufen, gelten als Erzeuger und find an die Höchstpreise ge- bunbem Die Preise verstehen sich für handelsübliche, gesunde Ware. Als Verkaufspreis der Verteiler gelten beim Verkauf an Verbraucher der Einkaufs­preis zuzüglich des ortsüblichen Aufschlages. Beim Weiterverkauf gelten folgende Bestimmungen:

Wird die Ware an Verbraucher abgegeben, so tritt zum Einkaufspreis der ortsübliche Aufschlag. Beim Verkauf an andere Verteiler, die die Futtermittel an Verbraucher abgeben, tritt bei Mengen bis zu fünf Tonnen zu einem Einkaufspreis der bei Abgabe an Wiederoerkäufer ortsübliche Aufschlag, bei Mengen über fünf Tonnen tritt zum Einkaufspreis ein Auf­schlag von 3,50 RM. je Tonne. Diese Zuschläge zum Einkaufspreis erhöhen sich um die etwa entstehenden Urnfatzsteuerkoften. Sowohl bei Melasse als auch bei den Rübenschnitzeln dürfen die festgesetzten Preise und Preisspannen wohl unterschritten, aber nicht überschritten werden.

Die neuen Preisbestimmungen gelten auch für die Erfüllung von Kaufverträgen, die vor dem Inkraft­treten dieser Anordnungen abgeschlossen worden sind. Die Anordnungen treten mit sofortiger Wir­kung in Kraft.

Hamburg-Amerika-Paket .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutlcher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 5

Commerz, und Privat-Bank ... 0

Deutsche Bank und DiSconto-

Gesellschaft................0

Dresdner Bank......... 0

Reichsbaal ............... 12

Schultheis Patzenhofer .......4

Mu cAllgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................o

Zellstoff Waldhof ............0

Zellstoss Aschaffenburg .......0

Dessauer GaS ........... 7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum ...........6

Orenstein & Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade.......................

Aecumulatoreo-flabrik....... 1«

Tonti-Gumml........... e

Wenn in unserem Garten jetzt wieder die reifen Früchte prangen, so sollten wir dankbar einen Rück­blick in die Vergangenheit tun, in der unter sorg­fältiger Pflege die ersten Obftbäume auf deutschem Boden gezüchtet wurden. Wann und wo die Men­schen zum erstenmal den Obstbaum gezüchtet haben, läßt sich aus dem Dunkel der Vorzeit nicht mehr ins Licht der Geschichte heben; diese Gartenkunst mag wohl unabhängig voneinander in weit auseinander- Liegenden Gebieten der Erde und zu verschiedenen Zeiten gefunden worden fein. Jedenfalls gibt es Anzeichen, daß auch bei den Germanen der Obstbau in einfacher Form schon in frühen Zeiten betrieben worden ist. Zunächst kannte man wohl nur das wildwachsende Obst und begnügte sich damit, den Saft des Holzapfels, der wilden Kirsche und der Schlehe zur Herstellung eines Getränkes zu verwen­den. Dom 3. Jahrhundert ab wird die Obstzucht von den alten Deutschen mit ganz besonderer Siebe be­trieben, und zwar wußte man besonders Aepfel, daneben aber auch Kirschen, Birnen, Pflaumen, Nüsie, Quitten und Pfirsiche zu schätzen. Die deutsche Obstzucht setzte früh schon mit eigenen Erfolgen ein, denn bereits aus dem 8. Jahrhundert sind uns die Namen zahlreicher Aepselsorten über­liefert, die nach süddeutschen Orten genannt wurden. Es waren insbesondere die Meierhöfe und die Klö­ster, die als Musterwirtschaften den Bauern ein Vor­bild für die Obstzucht boten. Den Verwaltern der Meierhöfe war ausdrücklich aufgetragen worden, die verschiedensten Obstsorten anzubauen, und wie sehr man auch bei dem kleinen Mann den Obstbau schützte, zeigt die Bestimmung des bayrischen Volksrechts, nach dem der gesetzliche Begriff des O b ft g a r t e n s , für den besondere Rechte gal­ten, bereits bei zwölf Stämmen beginnt.

Der Obstgarten ist zugleich die früheste Form des altdeutschen Lustgartens; in ihm werden allerer- gnügungen im Freien verlebt. Mit Sorgfalt und Andacht werden die Bäume gepflegt und ge­züchtet. Schon im März beginnt das Pfropfen der jungen Stämme, wie es in einem lateinischen Gedicht des Mönches Wandalbert eingehend beschrieben ist. Die Bäume werden beschnitten und gestutzt, und im Juni beginnt bann die Ernte. Man hatte in dem Deutschland des frühen Mittelalters das O b ft als eine vortreffliche Nahrung erkannt, und in allen Schichten des Volkes wird es feit der Zeit der Karolinger reichlich genossen. Dor allem in den Klöstern, in denen eine strenge Ordnung den Genuß des Fleisches vierfüßiger Tiere den Gesunden verbot, bringt das Obst die einzige Abwechslung in den sonst so einförmigen Speisezettel. Hoch gerühmt wird die gesundheitliche Wirkung der verschiedenen Früchte. In demRing" des Heinrich von Witten- weiter, einem mittelalterlichen Gedicht, hält der Bauernarzt Straubel eine lange Rede über die Vor­züge des Obstes und gibt genaue Vorschriften für die Zeit, Art und Aufeinanderfolge, in der die Früchte genossen werden sollen. Auch in den Städten wurde der Obstgenuß bald heimisch, und in den Gedichten des Mittelalters finden wir in zahlreichen Beschrei­bungen das idyllische Bild der Obstfrau, die auf dem Markt ihren Stand aufgeschlagen hat. Während die Vornehmen Pfirsiche und Quitten bevorzugten, waren Aepfel, Birnen und Pflaumen Allgemeingut des Volkes. Die Bauern aßen außerdem noch Holzäpfel und Holzbirnen oder benutzten sie zur Viehfütterung und zur Bereitung eines Mostes. Sehr früh ist auch schon der Obstwein in deutschen Landen heimisch. Der Apfeltrank, der mit Honig vermischt wurde, war ein sehr beliebtes Getränk. Bimenmost galt als Nationalgetränk der Bayern, und von ihm wurde gesagt, daß er die Stimme klarmache. Der Schlehen­trank war äußerst herb, man rühmte ihm aber eine besonders heilkräftige Wirkung nach. Kirschwein wird feit dem 14. Jahrhundert in wohl­habenden Kreisen viel getrunken.

In den verschiedensten Zeiten sind jeweils auch behördlicherseits Anregungen für die Anlage der Obstgärten und Bestimmungen ergangen, die die Pflanzung von Dbftbäumen zur Pflicht machte. So erscheint im Jahre 1555D a s Künstliche O b st q a r t e n b ü ch l e i n" des Kurfürsten August von Sachsen, und dieser Fürst erließ auch ein Ge­setz, nach dem jedes junge Ehepaar mindestens zwei Obstbäume pflanzen mußte. Der Große Kurfürst ordnete an, daß jedes junge Ehepaar sechs junge Ob ft bäume pflanzen müsse, wenn die Ehe als gültig anerkannt werden solle, und an­dere Herrscher folgten diesem praktischen Beispiel. Friedrich der Große, der ein besonderer Verehrer des Edelobstes war, führte in unsere Obstgärten die Spalierzucht ein, die heute neben der Hoch­stammzucht so wichtig geworden ist. Diese Form der Obstkultur, von der I. B 0 y c e a u 1638 zum ersten Mal eingehender spricht, erfuhr ihre Ausbil- duna in Frankreich, und allmählich wurde es im deutschen Rokoko Mode, auch darin das ftanzösische

freundlichem Grundton sehr klein. Altbefitzanleche erhöhten sich auf 111,75 (111,65). Späte Reichs­schuldbuchforderungen (97), Zinsvergutungsfcheme (90,70) und Reichsbahn-VA. (124,50) lagen, ebenso wie Kommunal - Umschuldung, unverändert. Von fremden Werten erhöhten sich 4 v. H. Ungarn-Gold auf 9,60 (9,50).

In der zweiten Borsenstunde ergaben sich keine nennenswerten Veränderungen, die Umsatztätigkeit blieb nach wie vor sehr klein. Die nach den ersten Kursen zum Teil eingetretenen leichten Erholungen konnten sich nicht immer behaupten. Weiter etwas rückläufig waren Metallgesellschaft und Gesfürel, andererseits zogen Hoesch auf 97 nach 96,50 an. Die später notierten Werte lagen im großen und ganzen kaum verändert, niedriger waren jedoch Kaliaktien sowie Bemberg, letztere minus 1,25.

Am Rentenmarkt bröckelten Altbesitz etwas ab, sonst ergeben sich keine Veränderungen bei außer­ordentlicher Gefchäftsstille. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen lagen behauptet, dagegen bröckelten Liquidationspfandbriefe fast durchweg um 0,13 bis 0,25 v. H. ab, nur Pfälz. Liquid, zogen auf 101,25 (101,13) an. Stadtanleihen notierten etwas uneinheitlich, meist lagen sie aber unverän­dert. Fremde Werte wiesen kaum Veränderungen auf.

Auf Vorbereitungen zum Ultimo war Tagesgeld etwas gefragt und wurde auf 2,75 (2,50) v. H.

Oatum

6% Deutsche ReichSmiIeihe B. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6/t% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Au-los.-Mechlen .............

4/»% Deutsche RetchSpostschatzan- Weisungen von 1934, I.......

«% ehern.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............

<y*% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........

6ys% ehern. Hess. LandeS-Hypo- thekenbank Darmstadt Liaui ...

4J4% ehern. 8% Darmsl. Komm.

Landesb.GoldschuIdverschr. R. 6 Oberhessen Provinz-Anleihe

AuSlol.-Rechten .............

Deuische Komm. Sammelabi. An­leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten

4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

ih% ehern. 4yt% Frankf. Hyp.- Bank-Ltyu.-Pfandbriese.......

6 yt% ehern. 4 «4% Rheinische Hyv.-Bank-Ltau.-Goldpse.....

4ty% ehern. 8% Pr. Lande-Pfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19

4ehern. 7% Pr. Landespfand- briefanft., Gold Komm. Obl.V l

kteuergutsch.Berrechnung-k. 35-89

"-1I 34^| 35,H|

Süddeutscher Luser.........203 I 202 1 203 I

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- kurs

Schluß».

Säbtnb. börse

Schluß­kurs

Gchlußk. Mittag« börse

Datum

27.8.

28.8.

27.8.

28 8-

ManSfelder Bergbau ..

.......8

112,5

112,75

113

112,25

Kokswerke ...........

.......5

118,4

117,75

Phönix Bergbau......

.......O

Rheinische Braunkohlen

.....12

217,75

218,5

218,25

218,25

Rhetnstahl ...........

.....8'/,

112

112,25

112,25

112,5

Vereinigte Stahlwerke.

.......O

84,75

84,5

85,13

84,65

Otavi Minen ........

.......0

19,13

19

19,13

19

Kaliwerke Aschersleben.

.......5

135,5

135,75

137

135,9

Kaliwerke Westeregeln.

.......5

129,5

128

130

129

Kaliwerke Salzdetfurth

.....7K

190

188

Frankfurt 0.3JL

Berlin

Schluß- kurs

Schlußk. Abend- börse

Schluß- kurs

Schlußk. Mtttag- börse

27.8.

28.8

27-8

28.8.

101,25

101,25

101,4

97,9

101,4

97,65

97,65

97,9

103,13

103

103,25

103.9

111,65

111,5

111,5

111,5

100,75

100,5

100,5

100,5

97,75

97,75

97,65

97,5

96,75

96,75

96,75

96,75

100,9

100,75

93

93

128,5

128,75

115,25

115

115

115

96,75

96,75

100,9

100,75

101,13

101

101,13

101,25

97

97

97

97

97

97

97

97

107,4

107,4

107,4

107,4

Frankfurt a. M

»erlin

Schluß­kurs

Gchlußk. Abend­börse

Schluß- kurs

Gchlußk. Mittag­börse

Oatum

27 8

28-8.

27.8-

28.8.

<% desgl. Serie 11 .............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4H%Rumän.vereinh.Reniev.l91J 4% Rumänische vereinh. Rente ..

2 y4% Anatolier..............

11,75

6,25

8,25

4,95

40,9

11,75 6,25

8,25

4,9

41,4

8,25 5

41,1

12 6,25 8,13

4,9 41,7

27.August

28. August

Amtliche Geld

Notierung »rief

Amtliche Notierung

Geld | Brief

Buenos Aires Brüssel ....

Rio de Jan.

Sofia.....

Kopenhagen Danzig ....

London.... HelsingforS. Paris.....

Holland....

Italien....

Japan .....

Jugoslawien

Oslo.....

Lissabon... Stockholm..

Schweiz ...

Spanien...

Prag......

Budapest .. Reu York ...

0,668 41,87 0,139 3,047 55,17 46,99

12,355 5,445 16,44

168,18 20,36 0,730 5,684 62,10 48,95

11,20 63,70

81,13

34,05 10,305

2,482

0,672 41,95 0,141

3,053

55,29

47,09

12,385

5,455

16,48

168,52

20,40 0,732

5,696

62,22

49,05

11,22

63,82

81,29

34,11

10,325

2,486

Bantnoten-

0,668 41,86 0,139 3,047 55,12 46,99

12,345

5,44 16,44

168,26 20,36 0,729 5,684 62,05 48,95

11,19

63,65 81,12 34,05

10,305

2,483

0,672 41,94 0,141 3,053 55,24 47,09

12,375

5,45 16,48

168,60 20,40 0,731

5,696 62,17 49,05 11,21 63,77 81,28 34,11

10,325

2,487

_____ Serlln, 28. August

Geld

»Fiel

Amerikanische Noten...........

2,435

41,72 54,92

12,31

16,39

167,84

19,46

61,84

2,455

41,88

55,14

12,35

16,45

168,52

19,54

62,08

Belgische Noten..................

Dänische Noten ................

Englische Noten .................

Yranzöstsche Noten...............

Holländische Noten..............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, * 1OO Schilling

Rumänische Noten .............

Schwedische Noten ...............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Note»................

63,43

80,89

33,69

63,69

81,21

33,83