Ausgabe 
29.8.1935
 
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Aus aller Wett

ge­

statt besonderer Anzeige,

Mein lieber Mann, unser guter Vater

Herr Oskar Bock

In tiefer Trauer:

Frau Lina Bock und Kinder.

Gießen, den 29. August 1935.

Die Beerdigung findet in der Stille statt Von Bei­

leidsbesuchen bitten wir abzusehen.

03635

und zum Bauen

Ohne Gewähr

Nachdruck verboten

Wieseck, im August 1935.

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Im Gewinnrade verblieben: 2

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KleineAn-eigen bn Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und gelesen.

ist am Dienstag früh nach längerem Leiden heim­gegangen.

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Große Steinfurther Rosenschau!

Heute Donnerstag v. 5*/2 Uhr nachm, ZwiehelUen Bäckerei Lange Neustadt 37. 4281d

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spielt ab Samstag, 31. August im

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Bisher 12 Todesopfer beim Berliner Einsturzunglück

Feierliche Beisetzung am Freitag.

Berlin, 28. Aug. (DRB.) Seif gestern abend konnten vier weitere Verschüttete festge­stellt und drei weitere Vermißte geborgen wer- den, so dah sich die Zahl der festgestellten Toten auf 12, die der geborgenen Opfer auf 10 erhöht. Die bisher geborgenen Toten sollen am Freitag in feierlicher Weise beigesehk werden. Das Be­gräbnis wird vom Gau Groh-Berlin der RSDAP. ausgerichtet. Die Feier wird so gestaltet, dah sie auch für diejenigen Opfer des Unglücks gilt, die bis zum Freitag noch nicht geborgen fein sollten und die deshalb an diesem Tage noch nicht beerdigt werden können.

Der Tranerzug wird sich am Freitagfrüh vom Leichenschauhaus zum Lustgarten bewegen. Die Leichen werden dann gegenüber der Westbalustrade des Schlosses aufgebahrt. Die Leichenfeier beginnt um 10 Uhr mit dem vom Musikzug der Leibstan- darte Adolf Hitler gespielten Trauermarsch der Eroica" von Beethoven. Anschliehend sprechen ein katholischer und ein evangelischer Pfarrer. Dann singt der Arbeitsdienst bas LiedVichts kann uns rauben Liebe und Glauben zu diesem Lande", hier­auf wird Reichsorganisationsleiter und Leiter der DAF., Dr. Ley, sprechen. Während des Liedes Ich hott' einen Kameraden" werden Kränze des Führers, der Reichsminister und anderer füh­render Persönlichkeiten an den Särgen niedergelegt werden. Anschliehend hält Reichsminister Dr. Goebbels die Gedenkrede. Als Abschluß der Trauerfeier werden die Nationalhymnen ange- fkimmt. Anschliehend werden die Särge auf Lei­chenkraftwagen zu den verschiedenen Friedhöfen ge­bracht, auf denen die Beisetzung stattfindet. Reichsminister Dr. Frick hat angeordnet, daß am Veisehungstage sämtliche staatlichen Gebäude halb- mast flaggen.

Nachprüfung der Sicherheit auf den anderen Baustellen.

Der Reichs- und Preußische Verkehrsminister hat, veranlaßt durch Feststellungen auf der Unglücks­stelle am Brandenburger Tor, unverzüglich eine Nachprüfung der S i ch e r h e i t s verhält-

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Keine Ursprungs­zeugnisse,

Itmbent nur Zeugnis­abschriften dem Be- werbungsschreiben bei­legen! Lichtbilder undBewerbungsunter» lagen müssen zur Ber- Meldung von Verlusten auf der Rückseite Na- men und Anschrift deS Bewerbers tragen I

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2 Gewinne zu 5000 M.------

8 Gewinne zu 3000 M.

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Danksagung.

.r die vielen Beweise herzlicher Teil­nahme und die Kranzspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers N aumann, Alten-Buseck, beim Heimgang unsrer heben Entschlafenen Fran Christine Lindenslrnth, geh. Balser sagen wir auf diesem Wege herzlichsten Dank. trauernden Hinterbliebenen.

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3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

Die beliebte Kapelle

Lutz Husemeyer

nisse auf allen Sau ft eilen der Nord- Süd-Bahn durchführen zu lassen. Der hierfür bestimmte Sonderbeauftragte untersuchte die rech­nerischen und zeichnerischen Bauunterlagen sowie die praktischen Ausführungen der Baugrubenabstei­fungen und machte Feststellungen über die personelle und organisatorische Regelung der Verantwortlich­keiten und der Bauaufsicht. Die Untersuchungen und die sich aus ihnen ergebenden Maßnahmen konnten am Mittwoch abgeschlossen werden. Die erforder­lichen Sicherheiten auf den Baustellen sind

52 Gewinne zu

79682 -----

währleistet.

$ofl 500000 Besucher auf der BundfunkauSstellung.

l)ie 12. Große Deutsche Rundfuntau s- stellung Berlin 1935 hat Mittwochabend ihre Pforten endgültig geschlossen. Es wurden in 12Vz Tagen 480 000 Besucher gezählt gegen 300 000 Be­sucher im Vorjahre. Gegen das Jahr 1934 ist so­mit eine Besuchssteigerung von 60 v. H.' einge­treten. Es wurden allein 152 ausverkauste Son­derzüge gefahren und über 1000 Gesellschaftsfahrten veranstaltet. Auch wurde von der Sonntagsrück­fahrkarte mit verlängerter Gültigkeitsdauer inner­halb der 300-Kilometer-Zone ausgiebigster Ge­brauch gemacht. Unter den Besuchern sah man zahlreiche Ausländer aus allen Teilen der Welt.

Es gab nur ein Urteil über die Ausstellung; insbesondere gaben die ausländischen Besucher ihrer Bewunderung Ausdruck über ihre Gestaltung und Vielseitigkeit. Große Begeisterung hat der erstmalig auf der Ausstellung eingeführte Volkssender hervorgerufen. Tausende von Zuschriften aus dem ganzen Reich bestätigen den begeisterten Widerhall, den diese Einrichtung bei der gesamten Bevölkerung gefunden hat. Stärkster Andrang herrschte zu je­der Tagesstunde in der Fernseh st raße, die sich vor allem auch größter Beachtung durch die Auslandsbesucher erfreute. Die täglich stattfin­denden Abendveranstaltungen in der großen Halle 1 waren ständig überfüllt. Die Halle, die etwa 10 000 Zuhörer faßt, mußte schon Stunden vor Beginn der Veranstaltungen wegen Ueberfüllung geschlossen werden. Auch der wirtschaftliche Erfolg ist unbestritten. Von den ausländischen Händlern wurde die Klangschönheit und Tonwiedergabe der deutschen Geräte uneingeschränkt anerkannt.

Drei Linder in einer Sandgrube tödlich verunglückt.

Im Mannheimer Stadtteil Sandhafen sind drei Kinder im Alter von 9 und 10 Jahren beim Spie­len in einer Sandgrube tödlich verunglückt. Besonders traurig ist, daß der eine Junge an dem

18. Ziehungstag 28. August 1935

3n der heutigen Vvrmittaasziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

2 Gewinne zu 10000 M. 20530

2 Gewinne zu 5000 M. 56982

8 Gewinne zu 3000 M. 52077 216138 255387 260023

18 Gewinne zu 2000 M. 42828 55827 87447 162420 239333 256914 289747 345758 372276

40 Gewinne zu 1000 M. 9345 51537 72213 77099 81450 91344 106049 146361 178300 191188 192759 226214 241546 244259 281938 306977 316265 327627 358851 397337

74 Gewinne zu 500 M. 14838 39718 46428 48877 49984 67006 85619 93323 115275 118882 119557

374 Gewinne zu 300 M. 11956 13254 -----

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1000000, 4 zu je 60000, 2 zu je 80000, 2 zu je 20000, 86 zu je 10000, 60 zu fe 5000, 17« zu je 8000, 864 zu je 2000, 1180 zu je 1000, 1814 zu je 600. 7340 zu je 300 Mk.

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Japanische Turner in Frankfurt.

LPD. Frankfurt a. M., 28. Aug. Seit Diens» tagabenb weilen acht japanische Turner, die an den Studenten-Weltmeisterschaften in Budapest teilge­nommen haben, in Frankfurt a. M. Gleich nach ihrer Ankunft nahmen sie abends am Turnen der Kreis­riege des Kreises Groß-Frankfurt in der Eintracht- Turnhalle teil und turnten hier mit den Frankfur­ter Turnern die olympischen Pflichtübungen. Am Mittwoch besichtigten sie das Sportfeld, wo sie dem Sportbetrieb der Gruppe Hessen beiwohnten. Bel einem kleinen Imbiß wurden sie dann im Namen des Oberbürgermeisters, von Stadtrat Dr. Ling- nau und von Gruppenführer Beckerle begrüßt. Die japanischen Studenten werden am Donnerstag Frankfurts Altstadt besichtigen, eine Taunusfahrt unternehmen und dann am Freitag nach Paris Weiterreisen.

264 Gewinne zu 300 M. 4007 8374 16344 21473 21534 22776 27642 31738 ----- ----- ----- -----

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Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Infolge des Eindringens polar-maritimer Luft- massen hat die Temperatur einen weiteren Rück» S erfahren, so daß sie am Mittwoch 3 bis 4 unter dem Normalwert lag. Gleichzeitig hat sich die Niederschlagstätigkeit fortgesetzt, besonders in Mitteldeutschland, aber auch im Schwarzwald­gebiet größere Ausmaße angenommen; im Hoch­schwarzwald ist die Temperatur bis auf 0 Grad gesunken, in den Hochalpen herrscht Frost und Schneefall. Wir verbleiben vorerst am Südrands der sich von Großbritannien erstreckenden Tief­druckrinne, so daß sich bei Luftzufuhr von der Ost­see her unbeständiger Witterungscharakter zeigt.

Aussichten für Freitag: Zunächst ver­änderlich mit häufiger Aufheiterung und einzelnes Schauern, später neue Eintrübungen, bei lebhaften westlichen Winden Tagestemperaturen um 15 Grad Celsius.

Aussichten für Samstag: Nach verbrei­teter Regentätigkeit wieder mehr wechselnd bewölkt mit einzelnen Schauern.

Hauptschriftleiter: Dr. Fr. W. Lange; stellvertretender Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik: i. V. Ernst Blumschein; für Feuilletons Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck; verantwort­lich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VII. 35: 9945. Druck und Verlag: Brühl'schs Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange« K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

Unglückstage seinen 10. Geburtstag feierte, und daß die beiden anderen Kinder Geschwister waren.

Feuer auf einem deutschen Frachldampfer.

Im Hafen von Antwerpen brach auf dem deut­schen FrachtdampferSaturn" Feuer aus. Ein Teil der Schiffsladung, die aus Korkabfall, Woll­ballen und Weinfässern bestand, wurde durch das Feuer und Wasser unbrauchbar gemacht. Der Dampfer kam von Lissabon und befand sich auf der Heimreise nach Deutschland.

Ungarische Protestkundgebung gegen einen Iudenfilm.

Während der Vorführung eines zionistischen Pro­pagandafilms über das Leben der jüdischen Siedler in Palästina kam es in den Budapester Kamera- Lichtspielen zu schweren Zusammen st ößen und stürmischen Tumultszenen zwischen den Pfeilkreuzlern" und jüdischen Zuschauern. Die Pfeilkreuzler", die sich in ihrer Parteiuniform, dem grünen Hemd, im Saale verteilt hatten, gaben wäh­rend der Vorstellung ihrem Protest gegen den zionistischen Film durch Pfeifen und Wersen von Stinkbomben Ausdruck. Das jüdische Publikum, das in der Mehrzahl war, versuchte, die wenigenPfeilkreuzler" zu überwältigen. Es mußte sich aber bald zurückziehen. In dein allgemeinen Tumult wurde von den Juden ein junger Mann verprügelt, von dem man glaubte, daß es sich um einenPfeilkreuzler" handele. Später stellte sich aber nach demUj Magyarsag" heraus, daß es sich um einen Juden handelte. Da die Unruhen im Saal immer größere Ausmaße annahmen, mußte das Theater geräumt werden, worauf diePfeil­kreuzler" mit dem RufeMut!", der Losung der Pfeilkreuzler", geschlossen den Saal verließen.

Aus Eisnot gerettet.

Das Marineministerium in Kopenhagen erhielt die Mitteilung, daß die vier bei Cap Berlin in Ost­grönland in Eisnot geratenen Personen von einer Hilfsexpedition des norwegischen Schiffes Buskoe" geborgen wurden.

Chinesische Banditen als Massenmörder.

Der Vizegouverneur der chinesischen Ordnungs­polizei in Huangkuoschu in der Provinz Kweitschou, Lotschingtschih, und sieben Mann seiner Leibwache sind von Banditen ermordet worden.

Marxistischer Meuchelmord in Spanien.

In Aliaga in Spanien wurde von einem Marxi­sten ein politischer Mord begangen, der an Ro­heit kaum zu überbieten ist. Während der Vor­stellung in einem Lichtspieltheater erdolchte er aus dem Hinterhalt ein führendes Mitglied der dortigen Ortsgruppe der Katholischen Aktton durch einen Messerstich ins Genick. Der Meuchelmörder wurde verhaftet.

Lichtspielhaus »Gießan

Heute ErstaufführungI \\ Die große Ufa-Tonfilm-Operette !!

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