Ausgabe 
29.8.1935
 
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Engländer verlassen Abessinien.

Entscheidung der Regierung handelt.

Line Kundgebung des Papstes

pariser preffekommenlare

London, 29. Aug. (DRB. Funbspruch.)

In

Das ilalienische Gesetz über die Zwanaskonversion.

Mussolini, die Chefs der ausländischen Mili- tärmissionen, Minister, Senatoren und Abgeordnete teilnahmen, die taktischen Hebungen hätten bewie­sen, daß dieschnellen Divisionen" und diemo­torisierte Division Trento" im schwierigen Alpen- gelände zufrieden st ellend operieren könnten. General Ago zollte den Entscheidungen des roten und des blauen Stabes volle Anerkennung und

düng der finanziellen und-wirtschaft­lichen Sanktionsmaßnahmen zu ge-

einer anscheinend inspirierten Meldung der Preß Association heißt es: Die Vorschläge der briti­schen und der französischen Regierung zur Beilegung des italienisch-abessinischen Streites, die auf der Dreimächte.Besprechung in Paris von der italienischen Regierung verworfen wurden, sollen in der Dolkerbundsratssitzung am 4. September vorgelegt werden. Die franzö- fische, wie die britische Regierung glauben noch immer, daß triefe Vorschläge eine bessere B e - Handlung verdienten, als ihnen bisher zuteil geworden ist, und es ist deutlich, daß das letzte Wort darüber noch nicht gesprochen wor­den ist. Man glaubt, daß die Vorschläge, wenn sie vor den Dölkerbundsrat kommen, die meisten Mit- glieder des Rates davon überzeugen werden, daß Italien ein sehr faires Angebot er­halten hat, das geeignet war, alle berechtigten ita- Lientschen Bestrebungen in Abessinien zu befriedigen.

Er mahnte alle zu gemeinsamem Gebet, daß die Bemühungen der klar schauenden Menschen, die die Notwendigkeit des wahren Glückes der Menschen verständen und sich für das Werk des Friedens ein- selten und die wahrhaft ehrliche Absicht hätten, den Krieg zu vermeiden, von Erfolg gekrönt seien.

nicht vergessen, daß es Mitglied des Völker­bundes fei, dessen europäische Politik auf dem

Verstärkung der engiischen Jiotte beschlossen.

gerechten Krieg der Verteidigung und Grenzsicherung spreche, der zur Expansion und Sicherung der materiellen Bedürfnisse notwendig sei, sehe er, der Papst, dem die dringende Hoffnung entgegen, daß man die bestehenden Schwierigkeiten nur mit Mitteln lösen dürfe, die nicht Krieg bedeuten. Denn dies nicht leicht sei, so dürfte es doch nicht unmöglich sein. Bei aller Aner­kennung der Expansionsnotwendigkeiten Ita­liens müsse das Recht der Verteidi­gung in Grenzen gehalten werden und gemäßigt sein, damit sich nicht die Vertei­digung selbst schuldig mache.

Rom, 29. Aug. (DNB.) Punkt 1 der von der italienischen Regierung am Mittwochabend be­schlossenen wirtschaftlichen Maßnahmen hat folgen­den Wortlaut:

Zwangsweise Abtretung der Aus- landkredite und Zwangskonversion ausländischer Wertpapiere, sowie der im Ausland ausgegebenen italienischen Wertpapiere in Schatzanweisungen. Dieses Gesetz setzt fest, daß die Abtretung der Kredite und Wertpapiere zugun­sten des italienischen Währungsinstitutes auf Konto des königlichen Schatzes zu erfolgen hat. Die Kredite werden gegen Barzahlung in Lire auf Grund des am Tage der Veröffentlichung des Gesetzes fälligen Kurses abgetreten. Der Ersatz der Wertpapiere wird in neunjährigen Schatzanweisungen zu 5 v. h. er- folgen, deren Ausgabe bis zu einer noch nicht fest, gesetzten höhe der abgetretenen Papiere erfolgen darf.

Das Ergebnis des pariser Ministerrats

Es soll mit England und Rom nicht verdorben werden.

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° b 0 28; ®}e, .aus minnen, ohne aber Zwangsmaßnahmen zu ergrei*

V] ch l b ut t berichtet, haben die mA be ff inten fen, Mussolini zu unüberlegten Handlungen von lebenöen b r i 11 sch en Untertanen von ihren Djeye^ unübersehbaren Folgen verleiten könnten. Konsulaten Anweisung erhalten, das Land inner- v

halb von vier Tagen zu verlassen. | 3n Völkerbundskreisen sei man der Ansicht, daß

Rom, 28. Aug. (DNB.) P a p st P i u s XI. hat anläßlich des Empfanges des Internationalen Kon­gresses katholischer Krankenpflegerinnen zwei höchst bedeutsame Ansprachen gehalten, deren eine eine scharfe Kampfansage gegen Materia­lismus und Heidentum bedeutet, während die zweite in ungewöhnlich deutlicher und klarer Form zum abessinischen Konflikt Stellung nimmt.

Der Papst erinnerte an die Greuel des letzten Krieges, die gerade den Kriegerpflegerinnen in be­sonders eindrucksvoller und abschreckender Erinne­rung seien. Darum müsse man mit allen Mitteln den Frieden erflehen.

3m Kernpunkt seiner Rede sagte der Papst so­dann, daß man im Ausland von einem Eroberungs- und Angriffskrieg spreche. Einen solchen Krieg bezeichnete er als ein ungerechtes Unternehmen, als etwas, daß außerhalb jeder Vorstellung stehe und unbeschreiblich traurig und schrecklich sei. Wenn man auch in 3 talien von einem

Man erwarte, daß Mussolini in Genf Abessinien beschuldigen werde, völlig ungeeignet für die Mitgliedschaft im Völkerbund zu sein. Viel­leicht werde er sogar Abessiniens Ausstoßung fordern. Dies wäre aber um fo sonderbarer, als 3 falien zusammen mit Frankreich am eifrigsten die Zulassung Abessi­niens befürwortet habe.

Man müsse sich auf eine lange Liste von An­schuldigungen gefaßt machen. Möglich sei, daß Mussolinis Anklage im Hinblick auf die Rückstän­digkeit Abessiniens und die dortige Sklaverei einen gewissen Eindruck machen werde. Befriedigend sei immerhin, daß Mussolini seinen Standpunkt aus­führlich dargelegt habe. Seine Erklärungen wür­den aufs sorgfältigste erwogen werden.

Im Leitaufsatz der M o r n i n g Post" heißt es, Mussolinis Versicherung, daß er weder mittelbar noch unmittelbar Absichten gegen das britische Reich habe, sei im Hinblick auf unvorsichtige Aeußerungen einiger seiner Publizisten begrüßenswert.

Anderseits bedeute ein Eroberungskrieg in Abessinien an und für sich schon einen Eingriff in britische Rechte und Belange. Großbritannien fei nicht bereit, einer Methode der Einschüchterung nachzugeben.

Anderseits sehe man besonders in Großbritannien ein, daß die Friedensregelung in vielerlei Bezie­hungen nicht endgültig fein könne. Ein starres Fest- Halten am Status quo würde früher oder später zu einer Katastrophe führen. Diese Tatsache sei durch die verschiedenen bereits freiwillig vorgenom­menen Aenderungen anerkannt worden.

3n diesem Zusammenhang schlage man eine Neuverteilung der Völkerbunds­mandate vor. Aber man würde den Ein­druck vermeiden, daß ein solcher Schritt unter dem Einfluß der Furcht erfolge. Bevor Großbritannien eine solche 3nitiallve ergreife, müsse es nach feiner Wehr­macht schauen. Es müsse aufrüsten, wenn es großmütig sein wolle.

Das ArbeiterblattDaily herald" erklärt, Deutschlands Verstoß gegen die Abrüstungsbeftirn- mungen von Versailles gehöre in eine ganz andere Gruppe als der Einbruch in das Gebiet eines Völkerbundsmitgliedes und die Vernichtung feiner politischen U n abfyänaiafeit. Frankreich müsse lernen, diese britische Auffassung zu verstehen.

wenn man In Frankreich glaube, daß die bri- tische Haltung nur teilweise vom Völkerbund bestimmt werde, so müsse man ihm beweisen, daß es ein Irrtum sei. Ls müsse erklärt werden, daß Englands Treue zum Völkerbund allgemein und unteilbar sei.

Der liberaleNews Chronicle" sagt: Wir glauben das englische Volk damit einverstanden, daß die britischen See - und Land st reit- kräfte dazu verwandt werden, den einzigen gro­ßen Grundsatz zu schützen, der sich aus dem zweck­losen Blutvergießen von 1914 bis 1918 ergeben hat: nämlich den Grundsatz kollektiver Bürg- schäften gegen einen Angriffskrieg.

Vorzeitiger Urlaubsabschluß Valdwins.

London, 29. Aug. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Reuter-Meldung aus Paris wird Minister­präsident B a l d w i n mit seiner Gattin Aix - les - Sains bereits am 4. September, dem Tag des Zusammentritts des Dölkerbundsrates, verlassen Ursprünglich hatte er beabsichtigt, bis zum 18. Sep­tember in Aix-les-Dains zu bleiben.

Oipiomofenempfänge beim britischen Außenminister.

London, 28. Aug. (DNB.) Außenminister Sir Samuel Hoare empfing am Mittwochnachmittag den französischen Botschafter C o r b i n , den bei- gischen Botschafter und den holländischen Gesandten.

Ein sehr faires Angebot für Italien."

und dabei dem Völkerbund eine schwere Krise zu ersparen, die unfehlbar den Austritt Italiens aus dem Völkerbund zur Folge haben I würde.

Frankreich gegen Sanktionen.

Paris, 29. Aug. (DNB. Funkspruch.)I o u r* schildert ziemlich ausführlich den Verlauf des fran­zösischen Mimsterrates unter besonderer Berücksichti­gungen der Erklärungen Lavals.

Der französische Ministerpräsidenl habe ein­deutig erklärt, daß Frankreich sich unter keinen Umstanden irgendwelchen Sühnemaßnahmen gegen 3lallen anschliehen werde. Da man aber nichl vor die Wahl zwischen London und Rom gestellt werden wolle, werde man alles ver­suchen, um eine Annäherung zwischen 3talien und England zustande zu bringen. 3n Genf werde Laval den Engländern klar zu machen versuchen, daß der Völkerbund gegründet wor­den fei, um den Krieg zu verhindern, wenn man aber den Pakt ganz streng anwende und Sühnemahnahmen gegen 3talien fordere, fo werde man einen gefährlichen Streit heraufbe- fchwören, der möglicherwelfe ein Vorläufer des Krieges werden könne. Man handele damit also dem Geist des Völkerbundpaktes zuwider. Des­halb dürfe man einen weg, der fo gefährlich ist, nicht beschreiten.

Besser sei es, nicht einzugreifen, fon- r dem Italien seine Klagen gegen Abessinien oorbrin- 1 gen zu lassen. Dieser Standpunkt sei von Laval , im Ministerrat vertreten worden und habe ein- , stimmige Billigung gefunden.

Valbo aus Paris abgereist. |

. Paris, 29. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die amt­liche italienische Verlautbarung über die Beschlüsse des Ministerrats in Bozen ist in Paris zu spät bekannt geworden, als daß die Morgenblätter noch die Möglichkeit hatten, dazu ausführlich Stellung zu nehmen. Man begnügt sich im wesentlichen damit, die Hauptpunkte der Ver­lautbarung zu unterstreichen, wobei man im be- onberen auf die an die englische Adresse gerichteten Worte Mussolinis hinweist, gleichzeitig aber auch darauf, daß Italien Sanktionen als feindselige Handlung betrachtet, deren Folgen sehr schwer sein könnten.

Journal" schreibt, man wisse italienischerseits ehr wohl, welcher Art die Befürchtungen eien, die die italienischen Pläne in Abss. i n i e n in England hervorriefen.

Die Manöver am Brenner hätten die italie­nische militärische Schlagkraft unter Beweis gestellt, die, wenn sie auch noch nicht vollkom­men fei, fo doch großen Eindruck gemacht habe.

Es fei daher nicht überraschend, wenn der Duce nach dieser Beweisführung der materiellen Schlagkraft Auseinandersetzungen vermeiden möchte und eine Verständigung vorziehe. Aus seinen Erklärungen (ehe deutlich die Absicht hervor, die englischen Be° ürchtungen aus dem Wege zu räumen.

Echo de Paris" glaubt zu wissen, daß die <Wg«uu

Schutzmaßnahmen aus Balta.

Anlegung einer Hafensperre.

London, 29. Aug. (DNB. Funkspruch.) Wie Reuter aus Malta berichtet, werden auf der In­sel alle notwendigen Schutzmaßnah­men gegen Gas - und Bombenangriffe getroffen. Für die Polizei sind Gasschutzübun­gen angesetzt worden, außerdem werden Hilfs- Polizisten einaezogen. Ingenieure und Dockarbeiter sind eifrig damit beschäftigt, eine Hafensperre fertigzustellen. Es wird erklärt, daß sie viel besser sei als die Sperre, die im Welt­krieg errichtet wurde, um die Einfahrt feind­licher Schiffe zu verhindern. Eine im Jahre 1930 aufgehobene Bestimmung, wonach jeder Fremde sich bei der Polizei eine Aus- ro ei starte besorgen mußte, ist wieder in Kraft gesetzt worden. Der italienisch-abessinische Streit und die Möglichkeit, daß England darein verwickelt wer­den könnte, bilden das Gesprächsthema des Tages.

Der Kommandeur der abefsinischen Freiwilligen.

Einer der bedeutendsten Offiziere der abessinischen Armee, Degdateh habte M i k a e l e, wurde vom Kaiser hatte Selassie zum Kommandeur der abessi­nischen Freiwilligen ernannt. Mikaele, den unser Bild während einer Truppenparade zeigt, bemüht sich mit aller Energie, in die Freiwilligen-Verbände, zu denen viele Tausende Neger zusammenströmten, Disziplin und modernen militärischen Geist zu bringen. (Scherl-Bilderdienst.)

Die italienischen Alpen- manöver beendet.

Bozen, 28. Aug. (DNB.) Das italienische Alpenmanöver ist Mittwochmittag beendet worden. Morgen mittag werden die Truppen Ruhe haben. Arn Freitag werden Scharfschieß- Übungen der Artillerie und Infanterie stattfinden, und am Samstag wird die große Parade sämt­licher bei den Alpenmanövern beteiligten Einheiten abgehalten werden.

Der das Manöver leitende General A g o erklärte Mittwochnachmittag in der Manöverkritik, an der

Paris, 28. Aug. (DNB.) Am Mittwoch fand unter dem Vorsitz des Präsidenten der Republik ein M i n i st e r r a t statt. Ministerpräsident und Außenminister Laval hat über die außen­politische Lage und insbesondere über die Dreier-Konferenz Bericht erstattet, worauf die Zu- sammensetzung der französischen Abord- nung f ü r die Völkerbundstagung in Genf beschlossen wurde. Hauptvertreter sind L a - val, herriot und Paul-Boncour, Stell­vertreter Handelsminister Bonnet, sowie die Vorsitzenden der Auswärtigen Ausschüsse von Se- nat und Kammer, Senator Börenger und Ab­geordneter Paul Baftid. Ein weiterer Minister- rat ist vor der Rückkehr des Ministerpräsidenten aus Genf nicht mehr vorgesehen.

Vorschriften für die französische Völkerbundsabordnung.

Paris, 28. Aug. (DNB.) Heber die Verhol- tunasoorschriften, die der französische Mi- n ifterr at für die V ö l k e r b u n d s a b o r d - nung ausgearbeitet hat, verlautet, daß sie auf die Erhaltung des Friedens abgestellt seien.

England stehe auf dem Standpunkt, nur durch restlose Achtung aller Verpflichtungen der Völ- kerbundssahungen könne der Krieg vermieden werden. Auf französischer Seite hege man zwar denselben Wunsch, die Satzungen einzuhalten, aber man empfinde doch gewisse Bedenken, be­sonders seitdem Mussolini.beteuert habe, daß man in Rom Sühnemaßnahmen gegen 3talien als eine feindselige Handlung, die folg­lich einen Konflikt nach sich ziehen würden, an­sehen müsse.

Der Mmisterrat soll die Verhaltungsvorschriften der Völkerbundsabordnung nicht starr festgelegt, andern Ministerpräsident Laval alle Betätigungs- Möglichkeiten gelassen haben, die sich ihm in Genf bieten könnten. Die Pariser Regierung werde keine Anstrengung versäumen, um, wenn noch mög- tich, eine friedliche Beilegung zu erzielen und um auf alle Fälle die Folgen eines etwaigen Mißerfolges einer solchen Anstrengung u n bedingt zu beschränken. Die Regierung lasse sich weiter von dem Willen leiten, im Interesse des Friedens in gleicher Weise ihre

Zusammenarbeit und ihre Freundschaft mit England und mit 3talien aufrecht zu erhalten

fystems $u fein, zumal man dort glaube, daß England bei früheren Gelegenheiten, besonders im Falle der deutschen A u f r ü ft u n g, mehr Rück­sicht auf die Heiligkeit der Verträge gezeigt habe. Diese Heberraschung sei begreiflich. Aber man bür e nicht vergessen, daß Deutschland in der Frage der Aufrüstung sehr geduldig zehn Jahre lang gewartet habe. Das Recht auf Gleichheit fei ihm außerdem bereits vor langer Zeit grund­sätzlich zuerkannt worden.

Erst nachdem nach vielen Jahren eine prak­tische Bewilligung ausgeblieben fei, habe Deutschland die Sache in seine eigenen Hände genommen.

England und Frankreich seien bereit ge» mefen, Abessinien zu den wesentlichsten Z u - geständnissen an Italien z u zwingen. So gut wie sicher sei es auch, daß der Völkerbund in seiner Gesamtheit diese Zugeständnisse gut heißen werde. England und Frankreich hätten sich mehr als bereit erklärt, Mussolini zu einem A r - beitstameraben bei ber Kolonisie- r u n g 21 f r i f a s zu machen, aber er habe bie Vorschläge nicht nur verworfen, fonbern er habe sich sogar geweigert, sie ernstlich zu erwä­gen. Offenbar fei er entschlossen, Abessinien sei­nen Willen mit Gewalt aufzuzwingen, wobei er bie ihm hinberlichen Verträge beiseite schiebe.

ein solcher Versuch Englands sehr wohl ver­wirklicht werden könnte, weil sich kaum jemand

. finden würde, der sich gegen den englischen

L o n b o n, 29. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Ma- Standpunkt aufzulehnen wagte.

rinemitarbeiter besDaily Telegraph" glaubt zu

wissen, es sei beschlossen worden, dieGleit- Die Anwesenheit herriots und Paul Bon­klausel" des Londoner Flottenver- cours werden offenbar als Beweis für das träges in Kraft zu fetzen, die eine Der ft är-Fe st halten Frankreichs an feiner bis« fung der britischen Flotte über die Der- herigen Politik ber kollektiven Si - tragsgrenjen hinaus ermögliche. Als Grund werde cher h eit ausgelegt.

das schnelle Wachsen der fremden Kriegsflotten in den letzten sechs Jahren angegeben. Aus der Mel­dung geht nicht hervor, ob es sich um einen Be­schluß der Admiralität, ober um bie enbgültige

Paris, 29. August. (DNB. Funkspruch.) Luft-

marschall B a l b o , ber sich zwei Tage in Daris auf-, ___________ ...o___

hielt, ist am Mittwochabend mit dem Orientexpreß lobte bie Haltung der Truppen. Er führte weiter ab gereist. Heber die Unterredungen Bal- aus, baß er genaue Angaben über die Bewegungen bos mit dem französischen Luftfahrtminister D e - 'm einzelnen nicht machen könnte, da er dazu noch n a i n ist nichts bekannt geworden. die Meldungen der Schiedsrichter abwarten müsse.

Der Chef de« französischen General- ISrÄ£S

bei £ot>o(. Über ihre Entscheidungen ab.

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zögere. Sofort nach der abschließenden Manöver­

kritik verließ der Regierungschef das Ge­lände und steuerte feinen Wagen, in dem außer ihm noch der Generalsekretär der Faschistischen Partei S t a r a c e und Unterftaatsfefretär Baistrocchi , x o . I Platz genommen hatten, nach Bozen. Er begab sich

Londoner Kabinettsrat aufgetauchten G e - sofort mit seinen sämtlichen Ministern und Unter- r u ch t e, wonach die englische Regierung ftaatsfefretären in die Präfektur, wo mit zweistün- beute geneigt sei, eine weniger unnach - diger Verspätung um 18.40 Uhr die Kabinetts» giebige Haltung einzunehmen, durch nichts fitzung begann.

gerechtfertigt feien. Am Mittwochvormittag hatten sich der König

Es scheine vielmehr, als ob man sich auch eng- .Manövergelände getroffen,

lifcherfeits eine endgültige Stellungnahme vor- I offK ausländische

behalte, und gerade dieser Umstand mache die achtungsposten des Königs und deV Duce^aus'di?

Stellung Lavals etwas schwierig. letzten Bewegungen der roten und der blauen

DasIourna l" erklärt, daß der Völkerbund Partei. Musiolini begab sich sodann nach Fondo, heute dasgeeignete Direktorium" sein könnte, um w" die deutschen, amerikanischen, belgischen, jugosla- die Geschicke ber Welt zu leiten, wenn man bie I unb österreichischen Offiziere unb die beut» von jeher oerfeibigten Grundsätze Frankreichs an- Aen unb amerikanischen Journalisten feine Früh­erkannt hätte. Es könnte baher nicht bie Aufgabe stucksgafte waren.

derjenigen fein bie sich bisher dieser Aufforderung Mlidfuforfirmoti

verschlossen hatten, jetzt die Anwendung biefer - ~ ai,cn|fcpe 41U0TUpnirmen Grundsätze zu fordern, nachdem sie alles getan etnpfCtylettrCCpi$eifl4e2Bar£n&CffeUlltt0. batten um den Völkerbund ohnmächtig zu machen. Landon, 29. Aug. (DNB. Funkspruch) Pretz

Auf der anderen Seite werde aber auch Italien |Association meldet: Italienische Ausfuhr­firmen haben eine Anzahl englischer Fir- m e *m Tysie'Gebiet aufgefordert, ihren Bedarf

Grundsatz der Zusammenarbeit beruhe. I ?n Gargonzola-Käse und anderen Le-

-Tu- . bensmitteln für die nächsten Monate v orz e itia

en^lil^n^^tttikenn desOeuvre schreibt der mit.uteilenmit Rücksicht auf die sehr schwfe- ö1 $ " ?-°2Vna die Absicht AU, in rige Sage, die zwischen Italien und Großbritcmnien H-" BÄ1 für le Änw ^msangÄiche'Bchell^nge^^Lch

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