Ausgabe 
29.3.1935
 
Einzelbild herunterladen

M s

V. <A.W

Die Reichstagung der Deutschen Arbeitsfront

künftig dem

luhselig von i

Volkes, und oberstes Gesetz für jeden ist: Dienst

am Volke.

mit Futtergetreide.

währen.

Erziehung des jungen Deutschen.

Der Arbeitsdienst muh daher

Empfang des neuen spanischen Botschafters beim Führer

Wehrdienst vorangehen. Wer die Ehre hat, Soldat zu werden, muh sich dieser Ehre dadurch würdig erweisen, dah er vorher als Arbeitsmann in Ehren gedient

Der Leiter des Rechtsamtes Dr. Vahren gab ein Bild über die Rechtslage in der DAF. Alle Gewerkschaften und sonstigen Verbände einschliehlich der Arbeitgeberverbände find aufgelöst, ihre Vermögen sind jedoch noch nicht in das Eigentum der DAF. überge- gangen; die DAF. verwalte sie viel­mehr nur treuhänderisch, bis das Vermögen durch Reichsgeseh auf die DAI. übertragen werde. Ls solle den Grundstock für die Selbshilfeeinrichtungen der DAF. bilden. Eine Uebernahme von Schuldverbindlichkeiten, ebenso eine Liquidation komme nicht in Frage. Alle Prozesse, die aus Anlah der Auf- lösung der Gewerkschaften angestrengt worden seien, seien auf Anordnung des Reichsinnen- ministeriums ausgesetzt. Dadurch werde vermieden, dah die Gerichte vielleicht Urteile fällen, die in Widerspruch zu den bevorstehen­den gesetzlichen Regelungen stehen. Die DAF. sei keine Körperschaft öffentlichen Rechtes, auch kein Verein mit eigener Rechtspersönlichkeit, sondern eine Reuschöpfung, die einer besonde­ren gesetzlichen Regelung bedürfe.

Die DAF. verfüge über 390 hauptamtlich be­setzte Rechtsberatungsstellen. Gemeinsame Rechtsberater der Unternehmer und Gefolgschaft einzusetzen, sei zur Zeit wegen der Art der Arbeits­gerichtsbarkeit noch nicht möglich. Deshalb habe die DAF. Untenehmer- und Gefolg-

Einrichtung erseht werden. Die vom ganzen deutschen Volke als Wiederherstellung unseres nationalen Selbstbeslimmungsrechtes und damit unserer nationalen Ehre freudig begrühte Wiedereinführung der all­gemeinen Wehrpflicht berührt die Aus­gaben und die Rotwendigkeit des Arbeitsdien» stes nicht. Arbeitsdienst und Wehrdienst sind aber verschiedene Dinge, die sich nicht gegenseitig ersehen lassen. Die Wehr­macht ist dazu berufen, den deutschen Lebens- raum nach auhen zu schützen, der Arbeitsdienst ist der Garant dafür, dah unser Volk im Innern nie wieder durch Klassengegensätze zer- rissen wird.

Schon bei dem grundlegenden Vortrag, den ih dem Führer im Jahre 1930 über den Arbeitsbuch halten durfte, wurde festgelegt, daß die Idee k Arbeitsdienstpflicht die folgerichtige Fortführung und notwendige Ergänzung der Gedanken te* deute, die zur allgemeinen Schulpflicht und z« allgemeinen Wehrpflicht geführt haben, und in Aussicht genommen, daß deshalb dereinst die Sir. beitsdienstpflicht neben d i e

Arbritsi>ienflpflicht und Wehrpflicht ergänzen sich

Ein Vortrag des Reichsarbeitsführers Hierl.

* ZU wirken *noH.e ein ? 111'ft mei von heute

LZ Bor ;Wu. U

gebe es Vne® der Ä ?Wlait m Willen s >* S' * 'n e

$l«l 119 X n

'M?5 "4

ÜtS * Hl ««n, K.' .t a« Ä: Öl« itt de, N,Ä

«61 6 "t" i

y z wj/lli.

schastsberater eingestellt. Von 100 Streit- allen seien etwa 90 durch gütliche Vereinbarungen erledigt worden. Monatlich würden 180 000 bis 250 000 Auskünfte erteilt. Nur 2000 Urteile brauch­ten zu erfolgen. r , ...

Stabsamtsleiter Reischle sprach dann über die Grundlagen und Auswirkungen der national» sozialistischen Marktordnung.Blut und Boden" müsse zur Grundlage unserer Wirtschafts­ordnung werden. Bei einer zielbewußten Wirt­schaftspolitik könne es sich nur darum handeln, alle Löhne und Preise innerhalb des deutschen Lebens­raumes so zu gestalten, wie es den deutschen Lebensverhältnissen entspricht. Eine pflichtge-

Der dritte Tag.

Leipzig, 28. März. (DNB.) Die Dormittags­sitzung am dritten Tage der Reichstagung der DAF. brachte Rechenschafts, und Tätigkeitsberichte. Zu­nächst sprach Abteilungsleiter Dr. W e i ß über die NS.- Gemeinschaft ,Kraft d urch Freude . Die kulturelle Entwicklung fuße auf, der Erkenntnis der Rasse und der Arbeit. Es gebe künstlerisch nichts Schöneres als die Verherrlichung der Arbeit in Schrift, Wort und Ton, darin spiegele sich Die ganze Gröhe des menschlichen Lebens wider. ,Kraft durch Freude" verschiebe nicht die Volksgenossen nach Art eines Reisebüros, sondern in der Gemein­schaft solle der schaffende Mensch sich selbst, sein Volk, sein Vaterland erleben. Wenn die Gemein­schaft darauf dringe, menschenwürdige Ar- beitsstätten zu schaffen, so diene ße damit wiederum der Arbeit. Wenn die Arbeit höchstes Menschheitserlebnis sei, so sei-die Arbeitsstätte auch Tempel und Gotteshaus. Gott wohne überall, wo Menschen ringen und schaffen. Es gelte, im deut­schen schaffenden Menschen alles, was verschüttet lag, ans Licht zu holen, damit er sich vollwertig und stolz als deutscher Mensch fühle.

Die Tätigkeit des Presseamtes der DAF. behan­delte sodann der Leiter des Amtes B i a ll a s. Das Arbeitertum" habe eine Durchschnittsauflage von 1,4 Millionen, derAufbau" eine solche von 1,37 Millionen. Beide Blätter, deren spätere Vereini­gung geplant sei, würfen nennenswerte Ueberschüsse ab. Daneben gebe das Presseamt denInforma­tionsdienst" und dasAmtliche Nachrichtenblatt der DAF. und NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" heraus. Mit der Eingliederung des Dinta habe die DAF. 98 Werkzeitungen mit einer Gesamt­auflage von wöchentlich 1,3 Millionen übernommen. Hierzu kämen 115 dem Dinta nicht angeschlossene Werkzeitungen. In allen Betrieben mit einer Be­legschaft über 500 Mann solle eine Werkzeitung ent­stehen. Jedes Mitglied der DAF. habe Anspruch auf kostenlose Lieferung eines Fachblattes.

Scher i-Bildmaterodiensl Exzellenz Francesco Agramonte y Cortijo (X) mit den Mitgliedern der Botschaft.

Reichspräsidenten" geleitet. Der Botschafter hielt eine Rede, in der es u. a. hieß:

Euere Exzellenz! Spanien unterhält ununter­brochen schon seit mehr als anderthalb Jahrhun­derten normale diplomatische Beziehungen zu Deutschland. Spaniens Mitaroeit an allen Werken des Friedens ist offenkundig. In diesem Geiste bie­tet es sich dem großen deutschen Volkes zur ent­schlossenen Mitarbeit an durch den bescheidensten

rung wurde der Präsident der parlamentarisch!! Organisation des Regierungsblocks, Oberst QBalen) Slawek, beauftragt.. Das neue Kabinett rourbth sofort gebildet. Ministerpräsident ist Oberst Slo'ki wek. Alle übrigen Mini st er verbleib cn rote bisher auch im neuen Kabinett. SlarvchII der einer der Vertreter der neuen polnischen 2.H fassung ist, und in den letzten Jahren Präsident btt ° politischen Organisation des Pilsudski-Lagers, ro|| sogenanntenunparteilichen Blocks der Zusammen arbeit mit der Regierung" gewesen ist, hat b«! Amt des Ministerpräsidenten bereits zweimal mi kleidet, und zwar von Ende März bis Ende AuW 1930 und von Anfang Dezember 1930 bis Enfl! Mai 1931. '

seiner Vertreter, der immerhin berechtigt ist, auf seine alte Bewunderung für Deutsch­land und besonders darauf hinzuweisen, daß er dem Studium und der Erforschung einer der ruhm­reichsten Gestalten der deutschen Geschichte (Friedrich dem Großen. D. Red.) einige Zeit gewidmet hat. Unsere beiden Völker sind ja dazu berufen, ihre Beziehungen ebenso, wie sie es auf kulturellen, sozialen und wirtschaftlichem Gebiete bereits seit längerer Zeit tun, so auch auf dem politischen Ge­biete täglich enger zu knüpfen. Beide Völker sind sich ihrer Ueberlieferung bewußt und friedliebend, sie müssen sich daher vollkommen verstehen und ein­mütig an dieser edlen Aufgabe Zusammenarbeiten.

Der Führer und Reichskanzler antwor­tete u. a.: Sie weisen darauf hin, mit welcher Ent­schiedenheit das neue Spanien seinen Willen zur Mitarbeit an allen Werken des Friedens zum Aus­druck bringt. Seien Sie überzeugt, daß das neue Deutschland von dem gleichen Wunsch nach friedlicher Entwicklung beseelt ist und Ihrem Vaterlande, das auf eine so große Geschichte zurückblicken kann, mit besonderem Verständnis und dem Wunsche nach vertrauensvoller Zusammen­arbeit gegenübersteht. Aufrichtige Genugtuung be­reitet es mir, daß die Aufgabe, für ein gleiches Verständnis deutscher Dinge in Ihrem Lande ein­zutreten, Ihnen, Herr Botschafter, zugefallen ist als einem Manne, der seine persönliche Erfahrung in Deutschland durch das Studium einer für die jetzige Zeit hoch bedeutsamen Epoche der deutschen Ge­schichte vertieft und bereichert hat.

Anschließend unterhielt sich der Führer längere Zeit mit dem Botschafter. Während des Botschafter­empfanges hatte sich in der Wilhelmstraße eine zahlreiche Menge angesammelt, die das Schauspiel der An- und Abfahrt der Diplomaten mit Interesse verfolgte. Nach Schluß des Empfan­ges zeigte sich der Führer und Reichs­kanzler am Eingang desHauses des Reichsprä­sidenten" und schritt die Front der im Ehrenhof aufgestellten Abteilung des Heeres ab und begrüßte sie, ebenso ihren Offizier. Beim Erscheinen des Führers brach die Menge in stürmische Heilrufe aus, für die der Führer freundlich dankte.

Kabinettsumbildung in polen.

Warschau, 28. Mörz (DNB.) Durch eine Der- orbnung des Staatspräsidenten wurde am heutigen Donnerstaamittag die Parlamentstagung geschlossen. Darauf trat der Ministerrat zusam­men, der den Rücktritt des Kabinetts beschloß. Der Staatspräsident hat das Rücktritts­gesuch angenommen. Mit der Neubildung der Regie-

I bas nun mehr j seinem Banne ! ' (Ein riesiger ö tische Wollend ö demsches Land, I M. Dann la ' Reichsstadt M i das Flugzeug i i und durch bere l Kolonnen mm LM der Mer ft flug schwebt ! « Flugplatz, von o rung aus den

Unb nun fäl Hau'chörltchem ( H höhnen von I lachenbe Gefich » gegen. Die gc Dingt auf. Bor

pfänd für eine künftige Zusammen­arbeit an. Litwinow schloß mit dem Wunsch, daß ein aufrichtiger Meinungsaustausch zwischen Eden und ihm hierzu viel beitragen werde.

Lordsiegelbewahrer Eden erklärte in seiner Antwortrede, daß sich die Außenpolitik der briti­schen Regierung auf den Völkerbund gründe und würdigte in diesem Zusammenhang die Be- deutung des Eintritts der Sowjetunion in den Völkerbund. Er sei fest davon überzeugt, daß die gegenwärtige politische Lage nur durch einen auf­richtigen Meinungsaustausch und durch eine per­sönliche Fühlungnahme zwischen den Ver­tretern der großen Länder verbessert werden könne. Die Aufgabe der Staatsmänner bestehe darin, einen Ausweg aus den Schwierigkei­ten zu suchen, vor denen jetzt Europa stehe, einen Ausweg, der für alle Länder gerecht und ehrenvoll sein und den Grundsätzen einer k o l - lektüven Sicherheit entsprechen müsse.

Nach dem Essen fand ein großer Empfang zu Ehren der englischen Gäste in Anwesenheit des Diplomatischen Korps, führender politischer Per­sönlichkeiten und der Vertreter der in- und aus­ländischen Presse statt.

Das Echo in London.

Englands Schlüsselstellung.

London, 29. März. (DNB. Funkspruch.) Das Interesse der Londoner Blätter hat sich noch Mos­kau gewandt, wo zum ersten Male seit der bolsche­wistischen Revolution ein britischer Minister weilt. In den Meldungen über Vie zwischen Litwinow und Eden gewechselten Trinksprüche wird besonders der Umstand hervorgehoben, daß der Sowjetkommissar auf das Wohlergehen des Königs von England getrunken hat.

Daily Telegraph" meldet aus Moskau, daß sich jetzt Rußland um die Gun st Englands be­werbe. Moskau ersuche nicht um direkte britische Teilnahme an der östlichen Sicherheit, hoffe aber das britische Wohlwollen für eine baldige Ver­einbarung der 8tatu§ - guo- ch t e innerhalb eines Sicherheitssystems zu gewinnen, dem Deutschland jederzeit beitreten könnte. Es erkläre kühl, mit dem Wert zweiseitiger Nichtangriffspakte sei es längst vorbei. Sie böten keine Sicherheit für den Fall, daß ein Pakt oder Vertrag verletzt werde. Wahr­scheinlich werde Litwinow nicht auf Zusicherungen über die künftige Politik Großbritanniens bringen, fonbern sich bemühen, bestehende englisch- ruffifdje Schwierigkeiten zu beseitigen.

Times schreibt, Litwinow habe Eben gegenüber sehr freimütig die fortschreitend Verschlechte­rung b e r russisch - beutschen Bezie­hungen seit zweieinhalb Jahren geschilbert unb die Ansicht geäußert, baß bie Militärdienstpflicht in Deutschland eine ganz neue Lage schaffe. Nach An­sicht der Sowjetregierung sei die britische Haltung am Ende vielleicht für Frieden oder Krieg entschei­dend.Daily Herald" schreibt, bei der heutigen Aus­sprache werde Asien eine wichtige Rolle spielen. Möglicherweise sei die bevorstehende Zusammenkunft zwischen Eden und Stalin der erste Schritt zu einem aufrichtigen englisch - russischen Einvernehmen in Asien.News Chronicle" meldet, es sei nicht un-

bundene Gemeinschaft verbinde das Einzel, handeln mit dem Gemeinwohl und schaffe dir Grundlage für wirtschaftliche Höchstleistungen. Du Marktordnung schalte falschen Wettbewerb aus uni werde so zur Grundlage des Leistungswettbewerbes. Sie bilde die Brücke vom Bauern zuin Arbeiter. Insbesondere zeige sich ihr Sozial!;: mus in der sozialistischen Preisgestal. tung, die nicht einseitig nur die Bedürfnisse bes Erzeugers berücksichtige, sondern ebensosehr du Kaufkraft des Verbrauchers. Die Marktordnung schaffe eine öffentliche Wirtschaftsorganisation mit Selbstverwaltungscharakter, bie den ausgesproche­nen Zweck habe, dem Gemeinwohl zu dienen.

DNB. B e r I i n, 28. März. Die letzten Erhebe gen über die Getreidebe stände haben b» Befürchtungen zum Trotz, daß die Versorgt Deutschlands mit Brotgetreide infolge des trocken« Sommers gefährdet fei, erneut klargestellt, dah^ Brotgetreideversorgung bis zur neuen Ernte v oll' kommen gesichert ist. Zum Schluß des I* senden Getreidewirtschaftsjahres werden die n of malen und notwendigen Bestände^ Brotgetreide für die Deckung des Bedarfs M Uebergangszeit vorhanden fein. Den Getreide wirtfchaftsverbänden ist die Möglichkeit gegeM worden, solche Bauern und Landwirte, die biss« dem vorgeschriebenen Ablieferungssoll entsprechen' Brotgetreide abgeliefert haben, von ihrer ro«1' teren Ablieferungspflicht zu befreien In solchen Fällen kann ferner dem Erzeuger f stattet werden, inländischen Roggen öbe' inländischen Weizen für Zwecke der V<v fütterung zu verkaufen. Die Befreiung nB getrennt für Roggen und Weizen ausgesprochen b.i). ein Betrieb kann von der weiteren Ablieferung pflicht für Roggen befreit werden, wenn er {ein lieferungssoll beim Roggen erfüllt hat, für WE wenn er sein Ablieferungssoll für Weizen erfüllt^ Die Getreidewirtschaftsverbände sind ferner ermätWl worden, im Einzelfall auch solches Getreide Zwecke der Verfütterung freizugeben, das V bereits in der zweiten oder weiters Hand befindet. Durch diese Maßnahme wird d> ~ " 1 ~ ' etreibe «

wahrscheinlich, baß Litwinow -bie Möglichkeit eines Fernost pattes zwischen Großbritan­nien, Rußlanb unb Amerika anregen werbe, entroeber mit Teilnahme Japans ober, wenn biefes nicht bereit sei, ohne Japan.

Italien hofft auf Stresa.

Rom, 29. März. (DNB.-Funkfpruch.) Die Kom­mentare ber italienijchen Zeitungen konzentrieren alles auf Stresa, bas eine entscheidende Etappe für bie Geschichte Europas werbe.Gazeta b e ( Popolo" schreibt in einem offenbar inspirierten Aufsatz, in einem Zeitpunkt, wo Deutschlanb auf­rüstet, könne man keine Zeit verlieren mit inhalt­losen und trügerischen Konferenzen. Die Konferenz von Stresa müsse genügen. Entweder müsse Stresa die Möglichkeit der Verständigung mit Deutschland ergeben, d. h. Deutschland werde die Abmachungen von Rom und London annehmen, dann könne man verhandeln. Oder aber diese konkrete Möglichkeit bestehe nicht unb bann müsse ernstlich für bie deven- sive Organisation bes Friedens gesorgt werben. Die Formel für bie weitere Entwicklung könne fein: s i ch gegen jebe U e b e r r a f d) u n g d o r be­reiten, in keiner Weise bie Möglichkeit einer all­gemeinen öerftänbigung sabotieren, aber auch keine Hoffnungen aufkommen lassen, baß eine Verständi­gung möglich fei, bie keinen ersten unb sicheren Cha­rakter trägt.

Corriere b e 11 a Serr a" schreibt, schnell­stens müsse ein enbgültiger Aktionsplan in Gang gebracht werben, wenn nicht ber Einbruck entstehen solle, baß bie Westmächte nicht völlig einig unb solidarisch seien. Weber Ungebulb noch falsche Hoff­nungen! Die Lage bleibe gespannt, man könne nicht annehmen, baß bie Berliner Reise sie gebessert habe.

Wird Belgien seine Währung abwerten? Brüssel, 28. März. (DNB.) Das Kabinett hält heute nachmittag eine Sitzung ab, in der der Text der Regierungserklärung endgültig festgelegt wird. Man erwartet, daß Ministerpräsident van Zeeland sich von den Methoden früherer Regierun­gen auf wirtschaftlichem unb finanziellem Gebiete abwenden wird. Der Streit zwischen Deflation und Devalvation scheint endgültig zugunsten ber Wäh­rungsabwertung entschieden zu sein. Don­nerstag vormittaa wurden plötzlich die Effekte n- und Wechselbörsen geschlossen, um ber Spekulation, die beängstigende Formen angenom­men hatte, ein Ende zu bereiten. Zroeisellos wollte man auch verhindern, daß die Verkündung des Re­gierungsprogramms die Bövsenentwicklung noch ungünstiger beeinflusse. Die Regierung wird drei wichtige Gesetzentwürfe einbringen und bei jedem die Vertrauensfrage stellen. Ein Gesetz roirb die Währungspolitik behandeln und ein anderes ber Regierung weitgehende Vollmachten zur Durchfüh­rung eines planwirtschaftlichen Regimes einräumen. Die Währungsfrage dürfte in der Weise geregelt werden, daß die Jnlandsnotierungen der Belga den gesunkenen Auslandsnotierungen angepaßt werden. Ob Belgien sich auch vom Goldblock loslöst unb sich dem Sterlingblock anschließt, muß abge- wartet werden, lieber den Grad ber Abwer­tung gehen die Meinungen ebenfalls auseinander. Entsprechend dem Verlust, den die Bel^a auf den Devisenmärkten erlitten hat, käme eineA n - g l e i ch u n g" von 25 bis zu 30 v.H. in Frage. Der Ertrag dieser Abwertung soll den Ausgangs­punkt für eine auf planwirtschastlichem Wege er­strebte allgemeine Belebung des Wirt­schaftslebens bilden.

Reichsarbeitsführer Hierl führte bann u. a aus: Das Wohl des deutschen Volkes erfordert den Arbeitsdienst in seiner doppelten Auswirkung als Arbeit am deutschen Boden und als Arbeit am junaen deutschen Menschen. Das Friedensbiktat hat unsere Ernährungsgrundlage ge­schmälert und verschlechtert. Ein Volk aber, das für seine Versorgung mit lebensnotwendigen Boden- erzeugnisien auf das Ausland angewiesen ist, ist unfrei.

Die in Deutschland noch möglichen Boden- verbesserungen könnten zu einer Steigerung unserer landwirtschaftlichen Erzeugnisse im Werte von ungefähr zwei Milliarden im Jahre führen. Zu ihrer Durchführung wären 2 5 0 0 0 0 Arbei­ter für mindestens 40 Jahre nötig. Im Zusammenhang hiermit steht die beoölkerungs- poliitisch entscheidend wichtige Aufgabe der Um­siedlung unseres Volkes, der Erlösung großer Teile unseres Volkes aus der volkstumzer- störenden Zusammenballung in Großstädten und die Verbindung der Masse der deutschen Menschen mit dem Heimatboden mit Hilfe der Bauernsiedlung und Heimstättensiedlung.

Mit der Erfüllung dieser Aufgaben ist verbunden die Arbeit am jungen deutschen Menschen, die Er­ziehung zur nationalsozialistischen Volksgemeinschaft und zum nationalsozialistischen Arbeitsethos. Der Arbeitsmann", wie er uns als Erziehungsideal vorschwebt, ist ein neuer Typ, ein Typ so, wie ihn Soldat oder Seemann darstellt, besser vielleicht noch ein Begriff wie etwa Gentleman. Das Ergebnis einer Verschmelzung von drei Grund­elementen des Soldatentums, Bauerntums und Ar- beitertums, alle drei in nationalsozialistischer Auf­fassung. Der Arbeitsmann ist treu, gehorsam und kameradschaftlich, er ist hart, echt und bescheiden, er ist ein Feind der hohlen Phrasen und des trüge­rischen Flimmers und Scheines. Der arische Mensch braucht nicht nur Brot, sondern auch etwas, das ihn innerlich erfüllt und befriedigt, er braucht eins Ehre. Es ist wohl die höchste und eigenste Auf­gabe des Arbeitsdienstes, im ganzen Volke einer von nationalsozialistischem Geist bestimmten A r - b e i t sa u f f a f \ u n g die Bahn zu brechen, ein Arbeitsethos zu entwickeln, das sich einfügt in die heroische Weltanschauung des Nationalsozialismus. Gerade in dem Umstand, daß im Arbeitsdienst die­ses hohe Arbeitsethos auf dem Gebiete primitiver Handarbeit und Gemeinschaftsarbeit zur Geltung gebracht wird, liegt -die ungeheure arbeitssittliche Bedeutung des nationalsozialistischen Arbeitsdienstes

In dieser volkserzieherifchen Wirkung kann der Arbeitsdienst von keiner anderen

Oie Brotgeireideverforgunz bis zur neuen Ernte gesichert 1^?°«'

Erhebliche Besserung der Versorgung °

B e r l i n , 28. März. (DNB.) Der Führerund Reichskanzler empfing den neuen Botschafter der spanischen Republik, Francisco Agramonte y Cortijo, um sein Beglaubigungsschreiben ent- gegenzunehmen. Der Botschafter wurde nach dem üblichen Zeremoniell durch den Chef des Protokolls im Wagen des Führers zumHaufe des

_______ - Schulpfliqt und Wehrpflicht treten müsse als notwendig Glied in der Kette bar staatlichen Einrichtung dr

hat. Dies gilt insbesondere für alle künf­tigen Führer der Wehrmacht, die Unteroffiziere und Offiziere. (Orkanartiger Bei- fall.) Gerade für sie ist der Dienst in der natio­nalsozialistischen Schule des Arbeitsdienstes un­entbehrlich. Dann werden durch Schule, Ar­beitsdienst und Wehrdienst im nationalsozia> lisiischen Geiste erzogene Geschlechter berm- reifen, auf deren Schultern die Zukunft des ,, .

deutschen Volkes sicher ruht, lleberkommene »J

Gewohnheiten, Vorurteile und Rücksichten r

Gewohnheiten, Vorurteile uno ttuapcyken r^on ein müssen zurücktreten, Unbequemlichkeiten untD härten für einzelne ertragen werden. Denm über allem anderen steht die Zukunft unseres

3 W'*

SS-Stf

I

Ms el "erden Ration

** T«

Mnvle. 6r w Veisflllssl' Huldigung sührer au- m selbst über prachtvoller StrauK schleife, unb

W

Lange vor bi und Parkett b I er Führer, Dr. Toebbel ! Wutanten, dc I hobener Rechte i ins Theater ur | fonbarie Adol

Musikmeisters sj anfarehie i nter stürmisch« Ö er auch zu d>

Versorguna mit Futter ge treibe heblich gebessert. Die günstige Versorguna^. mit Brotgetreide ermöglicht ferner neben der allein gestatteten Roggenmehltype 997 mit YlM Roggenausmahlung eine weitere R o gY (IV mehltype mit einer niedrigeren Aus m a h l u n g zuzulassen. Schließlich ist noch sichtigi, den Mühlen bei der G e t r e i d e e i n l o S» rungspflichi Erleichterungen zu 9