Ausgabe 
28.11.1935
 
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des Wettkampfes Ist damit 7:7 bei 9 Remis-Par­tien. Die 24. Partie soll in Delft gespielt werden.

Devisenvergehen katholischer Schwestern.

Vor dem Berliner Schöffengericht standen drei Graue Schwestern, denen Devisenvergehen in meh­reren Fällen zur Last gelegt wird. Im Jahre 1925 erhielt das Prooinzial-Mutterhaus in Halle von den Oblaten in Rom ein Darlehen von 60 000 ame­rikanischen Dollars. Als die Devisenbewirtschaftung einsetzte, wurden die Zins- und Amortisationszah­lungen zunächst über das Provinzialat der Oblaten in Hünfeld bei Fulda geleitet. Später wurden die fälligen Zinsen und die Tilgungsraten in Höhe von rund 2600 Dollar und rund 30 000 Reichsmark durch die italienische Schwester Theophila direkt nach Rom gebracht. An dieser illegalen Geldoer­bringung sollen zwei Angeklagte mitgewirkt haben, während eine dritte Angeklagte sie dazu angestiftet haben soll. Es wurden verurteilt die Oberin des Prooinzialmutterhauses in Halle a. d. S. Schwester Athmara Woehl zu vier Monaten Gefängnis und

7000 RM. Geldstrafe, ihre Sekretärin Schwester Cordula K i e s l i ch zu drei Monaten Gefängnis und 5000 RM. Geldstrafe sowie die Generaloberm der Grauen Schwestern Marie Mercedes Roth er aus Breslau zu sechs Monaten Gefängnis und 10 000 RM. Geldstrafe. .

Einbruch in die sowjetrussische Gesandtschaft in Prag.

DemPrager Tageblatt" zufolge wurde in einer der letzten Rächte in der sowjetrusslschen Gesandt­schaft in Prag ein Einbruch verübt. Aus dem Legationstresor ist ein Geldbetrag von runb einer Million tschechoslowakisch er K r o n e n in tschechoslowakischer und in anderen Wahrungen ent­wendet worden. Auch sind verschiedene Schriftstücke verschwunden. Aus der Art des Einbruches schließt man, daß der Täter mit einem Rachschlusse den Tresor geöffnet hat. Ein Beamter der Gesandt­schaft, der Prag verlassen hat, ist der Tat verdächtig. Gesandtschaft und Polizei lehnen Mitteilungen über den Fall ab.

Wirtschaft.

Abendbörse still.

An der Abendbörse fanden nur kleine Umsätze statt, wobei sich die Kurse gegen den Mittagsoer- kehr kaum verändert haben, auch im Vergleich zum Berliner Schluß blieb das Kursniveau ziemlich be­hauptet. Etwas niedriger lagen IG. Farben mit 149,65 (150) und Reichsbank mit 179 (179,50). Am Rentenmarkt war das Geschäft ebenfalls gering, zertif. Dollar-Bonds blieben auf den wieder leicht befestigten Mittagsschlußkursen behauptet, 6,50 v. H. Bayern Staatsanleihe 61,75, 7 v. H. Spargiro 61,90, 6 v.H. Heidelberger 59, 6 v. H. Frankfurter 59,50. Don deutschen Renten bröckelten Kommunal- Umschuldung etwas ab auf 88,65 (88,70) und Alt­besitz auf 112,70 (112,80). Am Auslandsrentenmarkt blieben mexikanische Anleihen beachtet, insbesondere 5 v. H. äußere Gold mit 11,90 bis 12 (11,75).

U. a. notierten: Altbesitz 112,70, 6 v. H. Stahl- nerein 102,50, Reichsbahn-Dorzugsaktien 122,90, 4 v. H. Rumänen 4,75, 5 v. H. Silbermexikaner 4,30, 5 v. H. Goldmexikaner 11,90 bis 12, 4 o. H. Goldmexikaner 7,40, Bank für Brauindustrie 113,50, Commerzbank 84,25, DD-Bank 84, Dresdner Bank 84, Reichsbank 179, Harpener 106, Rheinstahl 103,25, Laurahütte 20,50, Stahlverein 76, AKU. 51,50, Bayrische Motorenwerke 118, Betula 135,50, Bemberg 102,50, Conti Gummi 155,50, Deutsche Linoleum 136,75, Licht & Kraft 133,25, IG. Far­benindustrie 149,65, Gesfürel 121,25, Goldschmidt 102, Holzmann 86, Metallgesellschaft 107,25, Moe- nus 79,25, Schuckert 117,75, AG. für Verkehrs­wesen 85,25, Hapag 15,25.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M, 27. Rov. Der Getreidegroß- rnarkt lag allgemein still. Brotgetreide blieb aus­reichend angeboten, hingegen konnte die starke Nach­frage nach Futtergetreide und Futterhafer nicht be­

friedigt werden. Am Futtermittelmarkt gehen die Zuteilungen der DfG. für ölhaltige Artikel und Trockenschnitzel weiter, Kleie bleibt sehr knapp, dis Nachfrage kann nicht gedeckt werden Am Mehlmarkt verzeichnete Weizenmehl vor dem Monatsende ziem­lich lebhaftes Geschäft, dagegen blieben Roggenmehle weiter ruhig. Von Mühlennachfabrikaten werden Futtermehle gefragt, während Nachmehle weiterhin schwieriges Geschäft haben. ... . .

Es notierten ((Betreibe ie Tonne alles übrige ie 100 Kilo) in Reichsmark: Weizen '13'203 W 16 206, W 19 210, W 20 212; Roggen R 12 166, R 15 169, R 18 173, R 19 175; Futtergerste nicht notiert, Sommergerste für Brauzwecke 220 bis 225; Hafer nicht notiert. Weizenmehl W 13 27,95, W 16 28.20, W19 28,20, W 20 28,55; Roggenmehl R12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R19 23,30 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizennachmehl 17,10 bis 17,25, Weizenfuttermehl 13,50. Weizenkleie W 13 10 65, W 16 10,80, W 19 11,00, W 20 11,10; Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot mit Monopolzuschlag 16,20, Palmkuchen m. M. 16,80, Erdnußkuchen m. M. 18,30, Treber nicht notiert, Trockenschnitzel 8,80, Großhandelspreis ab Fabrik­station. Heu 7,00 bis 8,50, Weizen- und Noggenstroh, drahtgepreßt 3,20 bis 3,40, gebündelt 3,00 bis 3,20.

Frankfurter Schtachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 28. Nov. (Darbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 91 Rinder (17 Ochsen, 1 Bulle, 70 Kühe, 3 Färsen), 1012 Kälber, 304 Schafe, 406 Schweine. Es kosteten: Kälber 48 bis 76 Mk., Hämmel 44 bis 48, Schafe 25 bis 43, Schweine 51 bis 57 Mark. Marktver­kauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig; Schweine wurden zugeteilt.

Aus den preußischen Nachbargebieten.

Regelung des Verkehrs mit Nutz- und Zuchtvieh.

Fwd. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat durch Verordnung vom 22. 11. 1935 den Reichsnährstand ermächtigt, den -verkehr mit Nutz- und Zuchtvieh zu regeln. Als Nutz- und Zuchtvieh gelten Pferde, Rinder, Schweine und Schafe. Zur Sicherstellung der Versorgung mit tierischen Erzeugnissen ist zunächst die Regelung des Schlachtviehmarktes durchgeführt worden. Es hat sich gezeigt, daß im organischen Zusammenhang hiermit die Regelung des Nutz- und Zuchtviehmark- tes erforderlich ist, um die Vorbedingungen für eine möglichst gleichmäßige Entwicklung der Exzeu­gung zu schaffen und die Nutz- und Zuchtviehhaltung durch geeignete Maßnahmen nachhaltig zu fördern. Der Handel mit Nutz- und Zuchtvieh, der zumeist auf einem persönlichen Vertrauensverhältnis zwi­schen dem Bauern und dem Händler beruht, wird künftig van einer besonderen Zulassung abhängig gemacht werden können. Die Abhaltung der Märkte, wie auch ihre Beschickung mit Nutz- und Zuchtvieh soll aus die jeweiligen wirtschaftlichen Bedürfnisse abgestellt werden. Des weiteren kön­nen auch die Anforderungen an die Beschaffenheit des Nutz- und Zuchtviehs einer besonderen Ueber- wachung unterworfen werden. Um eine angemessene Preisbildung für hochwertiges Nutz- und Zuchtvieh sicherzustellen, ist die Gesetzgebung von Preisen und Preisspannen vorgesehen. Zur Durchführung aller dieser Maßnahmen wird mit Zustimmung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft ein Beauftragter des Reichsbauernführers bestellt. Die Verordnung ist als eine weitere bedeutsame Maßnahme zur Förderung der Nutz- und Zuchtvieh- Haltung im Rahmen der Erzeugungsschlacht anzu­sehen.

Verordnung

über Milchleistungsprüfungen.

Fwd. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat durch Verordnung vom 22. No­vember 1935 den Reichsnährstand ermächtigt, die Milchleistungsprüfung zu regeln. Zur Erzielung einer besseren Milchleistung hatte sich in manchen Teilen des Reiches bisher schon auf freiwilliger Grundlage eine laufende Prüfung der Milchleistung entwickelt. Teils bildeten sich zu diesem Zweck so­genannte Prüfringe oder Kontrollvereine, teils übernahmen Molkereien diese Aufgabe. Es hat sich gezeigt, daß durchgreifende Erfolge nur zu erzielen sind, wenn der Anschluß an Einrichtungen zur Milchleistungsprüfung auch solchen Bauern und Landwirten zur Pflicht gemacht werden kann, die sich bisher von der Milchleistungsprüfung fern­hielten. Der Reichsnährstand ist daher ermächtigt worden, den Kuhhaltern die Benützung solcher Ein­richtungen zur Pflicht zu machen. Es soll dabei möglichst an bereits bestehende Einrichtungen an­geknüpft werden. Auch wird die Milchleistungs­prüfung nicht schlagartig für das ganze Reichs­gebiet, sondern je nach wirtschaftlichen Verhältnissen der einzelnen Gegenden in angemessenen Zeit­abschnitten durchgeführt werden. Die Verordnung ist als ein besonders wichtiger Schritt zur Förde­rung der Milcherzeugung zu werten.

Oie Industrie-

und Handelskammer Gießen flifot Auskunft:

1299: Anordnung 12 der Ueberwachungsstelle für industrielle Fettversorgung. Wichtig für Her­steller und Verbraucher von Kitt und An­strichmitteln.

1300: Zur Festsetzung der rumänischen Einfuhr­quoten für das 4. Vierteljahr.

1301: Anträge auf dänische Dalutabewilligungen für die 1. Zuteilungsperiode 1936.

1302: Verlängerung des vorläufigen Reiseverkehrs­abkommens mit der Schweiz, vorläufig bis zum 15. Dezember 1935.

1303: Die Weiterführung der ASKI im ersten Halb­jahr 1936.

1304: Erweiterung der Freigrenze für Geldsendun­gen ins Ausland seitens Estlands.

1305: Bekanntmachung KP 67 der Ueberwachungs­stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise.

Gchweinemarkt in Gießen.

Auf dem gestrigen Schweinemarkt in Gießen standen 185 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten Ferkel von 5 bis 6 Wochen alt 17 bis 20 Mark, 6 bis 8 Wochen alt 20 bis 24 Mark, 8 bis 10 Wochen alt 24 bis 29 Mark, 10 bis 12 Wochen alt 29 bis 34 Mark. Marktverkauf: mittel, etwas Ueberstand,

Nhein-Mainische Börse.

Mittagsbörse still.

Frankfurt a. M., 27. Nvv. Die Börse brachte bei sehr kleinen Umsätzen überwiegend leichte Be­festigungen. Von der Kundschaft lagen kleine Kauf­aufträge vor, auch die Kulisse schritt verschiedentlich zu Deckungen. Die Börse erhielt etwas Anregung van einigen Mitteilungen aus der Wirtschaft.

Am Aktienmarkt überwogen meist Besserun­gen von 0,25 bis 0,50 v. H. Elektroaktien waren durchweg gefragt und höher, Licht und Kraft plus 1,13, Siemens plus 1,13, Bekula plus 0,75 o. H., die übrigen Werte gewannen 0,25 bis 0,50 v. H. Montanwerte lagen etwas uneinheitlich und nur um Bruchteile eines Prozentes verändert. IG.-Farben zogen mäßig an auf 149,75 (149,50), andere che­mische Werte lagen ruhig. Metallgesellschaft waren zu 107,50 (106,50) gesucht, aber ohne Angebot. Recht fest lagen ferner ÄG. für Verkehrswesen mit 84,40 bis 85 (83,65). Sonst eröffneten Deutsche Erdöl 0,25, AKU. 0,50 leichter, Deutsche Linoleum 0,25 v. H. höher. Reichsbank lagen mit 179,50 unverändert, ebenso Aschaffenburger Zellstoff mit 75,75. Nach den ersten Kursen lagen Aktien ruhig und unverändert.

Der Rentenmarkt war angesichts der leichten Geldmarktlage allgemein fester und verzeichnete etwas größeres Geschäft. Späte Reichsschuldbuch- forberungen 97,50 bis 97,65 (97,40), Kommunal- Umschuldung 88,65 (88,50), Altbesitz 112,75, dagegen bröckelten Zinsvergütungsscheine etwas ab auf 91 (91,10). Zertif. Dvllar-Bvnds lagen gegen die etwas schwächeren Kurse der Abendbörse bis 1,25 v. H. hoher, so 6proz. Preußen mit 62,50 bis 62 (61,25), 6^proz. Bayern Staatsanleihe mit 61,90 (61) und 7proz. Spargiro mit 62,13 (61,25). Von fremden Werten waren Mexikaner gefragt und höher, 5proz. äußere Gold 11,90 (11,50), 4proz. Gold 7,40 (7,25).

Im Verlaufe herrschte allgemein Geschäftsstille, am Aktienmarkt gaben Stahlverein auf 76,13 (76,65), IG.-Farben auf 149,50 (149,75) nach, letz­tere erhöhten sich wieder auf 149,75. Maschinen­aktien notierten bis 1 o. H. höher, sonst zeigten die Kurse kaum Veränderungen.

Am Rentenmarkt wurde das Geschäft we­sentlich kleiner, die Kurse blieben behauptet. Etwas schwächer waren zertif. Dollar-Bonds, die 0,50 bis 0,75 v. H. nachgaben. Goldpfandbriefe lagen be­hauptet, Liquidationspfandbriefe teilweise 0,13 v. H. fester. Stadtanleihen lagen uneinheitlich, ro$. 'Mainz 92 (92,50), 4^proz. (7proz.) Frankfurt 91,50 (91,65), 4^proz. Heidelberg 88,13 (89), dagegen 4% proz. Darmstadt v. 26 90,25 (89,65). Von Aus- lanbrenten bröckelten Merikaner etwas ab, 5proz. äußere Gold 11,75 nach 11,90.

Tagesgeld unv. 2,50 v. H.

Ausgeglichener Haushaltsplan des Kreises Wetzlar.

LPD. Wetzlar, 27.Nov. Dem größten Land­kreis des Regierungsbezirkes Wiesbaden, dem Kreis Wetzlar mit feinen etwa 90 000 Einwoh­nern ist es möglich geworden, den Haushalts­plan für das Rechnungsjahr 1935, der anfänglich mit einem Fehlbetrag von 289 000 Mk. abschloß, a u s z u g l e i ch e n. Es ist dies hauptsäch­lich auf die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zurück­zuführen, die einmal die Fürsorgemaßnahmen dros­selten, gleichzeitig aber auch auf der Einnahmenseite ein Ansteigen der Steuereinnahmen verursachten. Schwerer Derkehrsunfall in Frankfurt

LPD. F r a n k f u r t a. M., 27. Nov. Am Mitt- wochmittag ereignete sich im Stadtteil Sachsenhau­sen ein schwerer Verkehrsunfall. Als ein Fernlast­zug aus Langen aus der Holbeinstraße in die Gar­tenstraße einbiegen wollte, passierte im gleichen Augenblick ein 'Straßenbahnwagen die Kreuzung Obwohl der Fahrer des Fernlastzuges die gefähr­liche Situation sofort erkannte und der Straßen­bahn noch rechtzeitig auszuweichen versuchte, konnte er nicht mehr verhindern, daß die Straßen­bahn in den Anhänger des Fernlastzuges fuhr. Bei dem Zusammenprall wurde der Anhänger voll ständig zertrümmert und die einzelnen Teile wurden weithin zerstreut. Drei auf der vor­deren Plattform der Straßenbahn stehende Perso­nen, unter ihnen der Straßenbahnsührer, wurden, verletzt. Sie erlitten Schnittwunden, zum Teil auch Prellungen ober Brustquetschungen. Der Straßenbahnwagen wurde so schwer beschä­digt, daß er aus dem Verkehr gezogen werden mußte.

Kreis Wetzlar.

Wetzlar, 27.Nov. Die Gemeinden Clee­berg und Reiskirchen find als einzige Orte des Kreises Wetzlar in der glücklichen Lage, keine Bürger st euer erheben zu müssen. Beide Ge­meinden verfügen über einen ansehnlichen Waldbesitz, aus dem sie wesentliche Einnahmen haben, so daß bisher von der Einführung der Bürgersteuer abge­sehen werden konnte.

> Hochelheim, 27. Nov. Die diesjährigen Holzfällungsarbeiten im Gemeindewald wurden dem langjährigen Holzhauermeister Anton Schiefer st ein überfragen. Es werden 19 Holz­hauer (Kleinlandwirte und Arbeiter) beschäftigt, die gestern mit den Fällungen begonnen haben. Es kommt nur Nutzholz zum Einschlag.

Z Dornholzhausen, 27. Nov. Bei einer Acker-Versteigerung wurden Preise von 8395,5 Pf. je Quadratmeter erzielt. Die dies­jährigen Holzfällungsarbeiten im Ge- meindewald wurden dem Landwirt Hermann Spies II. übertragen. Es kommen 250 Feftmeter Nutzholz zum Einschlag. Die Zahl der beschäftigten Holzhauer beträgt 10. Es werden die vorjährigen Lohnsätze gezahlt.

00 Niederkleen, 27. Nov. Im Anschluß an eine Frauenversammlung wurde hier eine N S. - Frauenschaft gegründet, der sofort sieben Mit­glieder beitraten. Als Leiterin wurde Frau Berg- Heimer bestimmt.

* Bieber, 27. Nov. Die hiesige Krieger­kameradschaft hat dieser Tage beschlossen, ihr 40jähriges Bestehen im nächsten Jahre, und zwar am 21. Juni, in festlicher Weise zu begehen. An diesem Tage soll Bieber der Treffpunkt aller alten und jungen Soldaten in weitem Umkreis sein.

* Fellingshausen, 27. Nov. Dieser Tage sprach hier im Saale des Gastwirts Haus vor über 300 Zuhörern der auslandsdeutsche SA.-Mann und Parteigenosse Edgar Pinding in einem fesselnden Vortrag über seine Erlebnisse während der Schreckenstage von Riga in den Jahren von 19141919. In lebendigster Weise schilderte der Redner die Leiden der deutschen Volksgenossen unter den Russen nach Ausbruch des Weltkrieges und dann die Schrecken des kommunistischen Regi­mes, dem Tausende deutscher Volksgenossen zum Opfer fielen. Der Redner forderte abschließend zur Dankbarkeit dem Führer Adolf Hitler gegen­über auf, der das Deutsche Reich vor dem kommu­nistischen Terror bewahrte. Mit einem Treuebe­kenntnis zum Führer und mit dem gemeinsam ge­sungenen ersten Vers des Horst-Wesfel-Liedes fand die Versammlung ihren Abschluß. Am Ausgang wurde eine Sammlung zugunsten der Winterhilfe durchgeführt.

T Waldgirmes, 27. Nov. Hier wurde die Schule wegen Scharlach geschloffen. Jegliche Versammlungen, auch Kindergottesdienste, sind ver­boten.

ORunöfunfproflramm.

Freitag, 29. November:

6 Uhr: Choral Morgenspruch. Gymnastik. 8.15: Gymnastik. 9.15: Alemannische Kinderstunde. D' Bratwurscht. Von Britz Broßmer. 10.15: Schul­funk. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.20: Nachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sen­debezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei zwischen zwei und drei. 15: Wirt­schaftsbericht. 15.15: Schicksale der Zeit. Kinder finden eine Mutter. Bericht aus dem Jugendamt. 16: Konzert. 17: Nachmittagskonzert, 18.30: Unser täglich Brot... Hörbild um Geschichte und Brauch­tum des Brotes. 19: Leichtes Unterhaltungskonzert. 19.50: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frank­furt. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der Nation. Münchner Haydn-Renaissance (III). Unbekannte Werke von Joseph Haydn. 21: Deiner Söhne Schöpfungen. Schillers Flucht in die Freiheit. Hör­bild. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.25: Sportschau der Woche. 22.50: Unterhaltungs- konzert. 242: Nachtkonzert.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankiuri a. M.

Berlin

Frankfurt a.M. |

Berlin

Schluß» kurs

Schluß!. Abend» börse

Schluß kurs

Schluß!. Mittag» börse

Schluß» kurs

Schluß!. Abend- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mntag» börse

Datum

26-11

27.11 -

26.11.

27-11-

Datum

26.11.

27-11

26.11 -

27.11.

6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 b/2% Boung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

100,5

97,5

102,75

112,75

100,2

97,5

96,25

100,5

93

113

96,25 \o,5

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107,65

1,13

9

8,7

8,9

11,5

100,4 97,65

102,75

112,7

100,13

97,5

96,25

100,5

93

113,25

96,25

100,75

100,9

97

97 107,65

' 28

1,13

9 8,75 8,9

12

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112,75

100,2

97,25

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100,75

97

97 107,65

28,25

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8,9

9

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112,65

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97,4

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97

97

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8,9

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5% Rumän. vereint). Rente v. 1903 s'/r%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..

2 %% Anatolier ..............

5,75

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84

84

84

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135

111

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122

126,4

117,25

166

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103

106

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126

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84

84

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103

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84

84

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95,25

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106

83,25

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79,75

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4,8

39

15

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112 5 84,25

84

84

179,5

35,9 135,5 111,25 132.9

103 121,25 129,5 | 126,13

118

; 166,75 1 121,5

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106

83 ! 161,25 126,25 1 81,5

79

4/i% Deutsche Reichspostschatzan- Weisungen von 1934, 1.......

6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rürfinhlb 102%)............

Hamburg-Amertka-Paket .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz, und Privat-Bank ... 0

Deutsche Bank und Disconto»

Gesellschaft................0

Dresdner Bank..............0

Retchsbank ................12

A.E.G......................t)

Bekula.................... 10

Elektr. Lteferungsgesellschaft... 5

Licht und Kraft ........... 6%

Felten & Guilleaume......... 4

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert L Co...............4

Siemens L Halske......... 7

Lahmeyer L Eo..............7

Buderus .............. 4

Deutsche Erdöl..............<

4>/i% ehern.8% Hessische Landes- dank Darmstadt Gold R. 12....

6%% ehern. 4^% Hess. Landes, Hypothekenbank DarmstadtLiaui 454% ehern. 8% Darmst. Komm.

Landcsb.Goldschuldverichr. R.6 ^berhessen Provinz-Anleihe mit

Deutsche Cammelabl. An­leche Serie 11..11 .Rechten

iVt% ehem.8% FranksMEU^

Goldpfe. 15 unkundbar bisl%4^ 654% ehern. 4>/t% Franks. HYP.-

654% ehern. " 454 % Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse.....

454% ehern. 8% Pr. Landespfand. briefanftalt, Psandbriese R. 19

454% ehern. 7% Pr. Landespfand, briesanst., Gold Komm. £>bi.Vl

Steuergutsch.BerrechnungSk. 34-88

4% Oesterretchische Goldrente.... 4,20% Oesterretchische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

4V.0/ heSal. von 1913 ..........

Hoesch EisenKöln-Neuessen ..

Ilse Bergbau ...............

Ilse Bergbau Genüsse........

Klöcknerwerke ...............

Mannesmann-Röhreu........ C

6% abgest. Goldmexikaner von 99

4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe

Serie I.....................

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß­kurs

Echlußk. Mittag» börse

Datum

26-11-

27-11-

26-11

27-11.

Mansfelder Bergbau ..

.......6

118

118

118,13

118,5

_

114

113.65

Rheinische Braunkohlen

.....12

208

209

209

209

Rheinslahl...........

....... 4

103,75

103,25

103,75

103,25

Bereinigte Stahlwerke.

.......0

76,5

76,25

76,5

76,25

Ltavi Minen ........

.......C

18,25

18,25

18,25

18,4

Kaliwerke Aschersleben.

.......5

125

126,75

125,5

127

Kaliwerke Westeregeln .

.......5

121,5

121

122

120,25

Kaliwerke Salzdetfurth

.....?y,

188

188

188

3- ffl. Faiben-Jndusirte.......7

Scheideanstakt...............9

Goldschmidt ................ 5

Rütgerswerke ............... 6

MeiallgeleUschaft.............4

149,5

149,65

149,5

150

214,5

212.5

102,75

102

102,65

102,5

112

112,5

112,25

113

106,5

107,25

106,75

107,65

Philipp Holzmann........... 4I 87 I 86 I 87 I 86,25

Zementwerk Heidelberg ......7 114,5 114,75

Eementwerk Karlstadt.........ß| 129 I 1291 |

Schultheis Patzenhofer ....... 4

81 tu (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg................... 6

Zellstoff Waldbof ............ 5

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas ...............7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum........... g

Lrenstein & Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade.................... 7'/,

Accu mul atoren-Fabrik.......12

Eonti-Gummr...............8

Gritzner....................0

Mainkraftwerke Höchst 4

Süddeutscher Zucker ........1O|

101,9

101,25

52,25

51,5

52,4

51,75

102,5

101,25

102,9

110,5

109,5

110,5

109,5

75,75

75,75

76

76

127

126,5

90,25

90,4

90,65

136,5

90,13

136,5

136,75

136,5

76,75

76,65

25,75

26,25

25,9

25,9

290,5

291

292

291

157

155,5

156,5

156,25

26,75

l 27

26,9

87,75

87,75

200

200

1 200

200

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

Banknoten.

26-Novernber

27-November

Amtliche Notierung

Amtliche Geld

Notierung

Bries

Geld

Brief

Buenos AtreL

0,681

0,685

0,683

0,687

Brüssel.....

42.03

42,11

42,00

42,08

Rio de Jan. .

0,139

0,141

0,139

0,141

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54,79

54,89

54,77

54,87

Danzig.....

46,80

46,90

46,80

46,90

London .....

12,27

12,30

12,265

12,295

Helsingfors..

5,405

5,415

5,405

5,415

Paris ......

16,36

16,40

16,36

16,40

Holland ....

168,03

168,37

3,03

168,37

Italien.....

20,13

20,17

',13

20,17

Japan ......

0,714

0,716

715

0,717

Jugoslawien

5,634

5,646

334

5,646

Oslo..... :

61,60

61,72

,59

61,71

Wien.......

48,95

49,05

-.8,95

49,05

Lissabon....

11,13

11,15

11,13

11,15

Stockholm...

63,25

63,37

63,24

63,36

Schweiz ....

80,29

80,45

80,28

80,44

Spanien....

33,88

33,94

33,92

33,98

Prag.......

10,265

10,285

10,265

10,285

Budapest ...

Neuyork ...

2.486

2,490

2,486

2,490

Ser1in,27-November

Geld

Brief

Amerikanische Noten..............

2,438

2,458

Belgische Noten..................

41,86

42,02

Dänische Noten .................

54,56

54,78

Englische Noten .................

12,23

12,27

Französische Noten...............

16,31

16,37

Holländische Noten...............

167,61

168,29

Italienische Noten................

19,46

19,54

Norwegische Noten ..............

61,43

61,67

Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

63,07

63,33

Schweizer Noten.................

80,10

80,42

Spanische Noten.................

33,56

33,70

Ungarische Noten................