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Nachdruck verboten!
33 Fortsetzung.
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Betriebsführer und Meister!
Ihr fördert die Arbeitsleistung und Gesundheit Eurer Lehrlinge, wenn Ihr fie in dle Zeltlager der Hiller-Jugend fchickt!
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aus Duisburg-Ruhrort zum Landaufenthalt hier an, die gastliche Aufnahme bei hiesigen Bauern fanden. Steinfurther Luft und Kost wird den blassen Großstadtkindern des Industriegebiets in den fünf Wochen bald ein rosigeres Aussehen geben.
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diesem Wege der Wohnungsnot entgegenzuwirken. Die Herstellung eines erhöhten Fußsteiges in einem Teil der Adolf-Hitler-Straße und einem Teil des Marktplatzes soll vorgenommen werden.
Kreis Schotten.
ch Groß-Eichen, 28. Mai. Am 29. Mai feiern Karl Philippi I. und Mathilde, geb. Erb, das Fest der silbernen Hochzeit.
Kreis Lauterbach.
& Lauterbach, 28. Mai. Der Schuhmacher« meister Adam Hahn I. und Ehefrau Elisabeths, geb. Bernhardt, können am 31. Mai in geistiger und körperlicher Frische das Fest der Goldenen Hochzeit begehen. Der Jubilar ist 74 Iahe alt, seine Ehefrau 76 Jahre. Vor 52 Jahren hat del Jubilar das väterliche Geschäft übernommen, tu dem er heute noch Tag für Tag als allgemein geachteter Handwerksmeister seinen Beruf ausübt.
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Ihn festhalten! Daß sie daran noch nicht selbst gedacht hatte. Aber wie? Fred durfte nicht fort, er mußte hier im Hause bleiben durfte von der Flucht des Mädchens nichts wissen. Ernst wurde ihm Gerda wieder zuführen. Wie solltesie nur seine Fahrt verhindern? Er hatte das Auto bestellt. Gewiß wollte er zu seiner Mutter fahren. Nein, nein! Der Abend mußte ihr gehören — die
hältnismäßig kleine Summen an sich bringen. Er muß sehr geschickt gewesen sein, diesen Konkurs m Szene zu setzen, bezahlte jahrelang schlecht, brachte sich aber mit seinem gutgehenden Geschäft em stattliches Vermögen zur Seite. Als er dann fürchtete, daß die Gläubiger ihn drängen könnten, redete er seiner Frau vor, in Indien ein Geschäft gründen zu wollen, machte sie, um sich dieser Aufgabe ganz widmen zu können, zur alleinigen Inhaberin seines Amsterdamer Geschäfts, schiffte sich auch ein aber nicht nach Indien, sondern wohl nach Amerika. So entzog er sich seinen Gläubigern. Seme Frau ist ihm kaum gewachsen. Sie wird seiner Nicht wieder habhaft werden."
„Die arme Frau!" sagte Liane mitleidig.
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Sie stand auf.
Nun mußt du mich einige Minuten entschuldigen. Ich muß noch einige Vorbereitungen zu dem Fest treffen."
„Laß mich nicht zu lange warten!" rief er^ihr nach. Sein Blick folgte ihr, bis sie aus der xur verschwunden war. Er atmete tief auf. Hier war
Er stand auf und trat an das Fenster. Ein müder Sommerabend senkte sich langsam über Die Stadt, die blutroten Streifen am Himmel erblaßten, die Schatten der Nacht senkten sich auf die Erde. Er lehnte den Kopf an das geöffnete Fenster.
Heute noch fahre ich zu Gerda, von dort werde ich ihr noch in dieser Nacht schreiben!, dachte er in jähem Entschluß. Sollte dann kommen, was wollte.
Die Tür öffnete sich. Ein heller Lichtstrahl fiel in das Zimmer, und in dem Rahmen der Tur stand wieder die lichte Gestalt, die vorhin von »hm ge- gangen. Ja, war das wirklich Liane? War sie nicht lichter, schöner geworden? Sie hatte das Sommerkleid mit einem weißen seidenen Kleid vertauscht. Das war wohl einst ihr Brautkleid gewesen. Damals war sie ihm darin bleich, verstört, fast durchscheinend erschienen, jetzt sah sie aus wie das Leben, die Freude, das Glück.
Er war mit wenigen Schritten an ihrer Seite, nahm ihre Hände und preßte sie fest in die fernen.
Du — du!" entfuhr es ihm. „Wie schön du bist! Wie du dich geschmückt hast! — Für mich?"
Sie neigte leicht den Kopf. Eine feine Röte färbte ihre Wangen. „Für das Fest!" antwortete sie mit verhaltener Stimme. „Nun komm! Dars ich dich führen? Heute bis du mein Gast!"
^Sie' sprang jäh auf, begann in fieberhafter Eile den Kaffeetisch zu decken, gab Betty Anordnungen, für Kuchen zu sorgen, bestellte sich die Kochm und entwarf mit ihr den Speisezettel für den Abend. Sie wußte ja längst, was Fred zu esst" ® Festmahl wollte sie richten, eine Feier veranstal ten... Fred durfte nicht fort.
Sie war mit ihren Vorbereitungen fertig als Fred sein Zimmer verließ. Sie warf emen schnellen Blick in den Spiegel, überzeugte sich, day sie vorteilhaft in dem hellen Sommerkleid aussah, fuhr sich leicht ordnend über das Haar und ging ihm, sich zu einem fröhlichen Lächeln zwingend, e!^9e^n.
„Es ist gut, daß du kommst, Fred. Wie albern habe ich mich vorhin benommen! Was mußt du von mir denken! Ich habe mich wahrhaftig vor einem Gespenst gefürchtet", sagte sie hetter „Denke nur, wie unmodern ich bin, konnte nicht fassen. Daß du ein Flugzeug benutzt hast." ~.r
„Ja, Kind, ich war so leichtsinnig, die Strecke Mit dem Flugzeug zurückzulegen, aber nach der schnellen Abwicklung der Geschäfte drüben glaubte ich mir dies gestatten zu dürfen." r v
Ich bin so froh, daß du heil und gesund hier bist —"wie, ist schließlich gleich. Du weißt doch, ich bm feige. Es war keine Kleinigkeit für mich, m Dem großen Hause so lange allein zu sein. Ich mußte wirklich überall Gespenster sehen/
Das war endlich wieder ihre Stimme, war ferne kleine furchtsame Liane, die zu beschützen, ihm Das Köstlichste dünkte, was das Leben ihm bieten konnte. Er zog ihren Arm durch den seinen.
Was hast du mit mir vor?" fragte er warm. „Du siehst so Mich aus."
nejErnmirb herrliK munben. Ich v-rfpiire recht- schafsenen Hunger!'
„Das ist recht!" lachte sre fnsch auf.
Sie laßen lange am Kaffeetisch, auch nachdem Betty längst das Geschirr abgeraumt hatte.
Fred berichtete von seiner Reise:
„Schon der Anfang war gut. Ich schrieb es dir ja Aber da du das Ehepaar van Zoomen kennst, wird es dich interessieren, Näheres über das Paar zu erfahren. Der Mann hat sich nun endlrch als Hockttavler entpuppt, rote er mir gleich vor kam. Daß ich mein Geld rettete, ist nur dem Umstand zu verdanken, daß ich als erster Gläubiger an Die Frau herantrat. Inzwischen ist dre Firma langst im Konkurs. Dan Zoomen hat seiner Frau alles ge- । raubt, was sie besaß. Rach meiner Ansicht schloß , er die Ehe überhaupt nur um das Vermögen der Frau an sich zu bringen. Da sie aber alleinige Be-
Taq dazu machen. Deine Rückkehr muß gefeiert werden. Ich habe mir schon alles Mögliche ausge- dacht, und nun hättest du mir mit deiner plötzlichen Heimkehr fast einen Strich durch ine Rechnung gemacht. Niemals hätte ich dir das verziehen.
Sie sah drollig vorwurfsvoll zu ihm auf.
Er hätte sich am liebsten niedergebeugt und ihre schönen großen Augen geküßt. Wie reizend sie war wie verwandelt! Es mochte doch wohl nur der erste Schreck über sein plötzliches Erscheinen gewesen sein, das sie erregt hatte. Er bemerkte erst letzt, wie sonnenverbrannt und frisch sie aussah. Ful)lte sie, daß der Mann an ihrer Seite nicht mehr kalt und gefühllos sich ihr nahte? Daß auch fein Herz rascher schlug bei ihrem Anblick?
Wieviel hatte ihre Liebe in ihrem Leben bewirkt-, sollte feine Liebe nicht das Wunder schaffen daß sie in neuer, strahlender Schönheit erblühte? Aber... Warum an alle jubelnden Freuden des Lebens ein Ader knüpfen? Warum nicht vergessen was einst gewesen, was vielleicht kommen konnte? Den Tag genießen, die Stunde wahrnehmen, die sich ihm bot.
Er zog ihren Arm fester durch den seinen „Führe mich nur an den Festttsch, Liane. Ich halte still, wenn du aus meiner Rückkehr em Fest machen willst."
Der Festtisch kommt erst heute abend ^antwortete sie geheimnisvoll. „So schnell konnte ich meine Vorbereitungen nicht treffen. Fürs erste mußt du mit einem ganz gewöhnlichen Kaffee vorlieb-
R e t n h a r d t den 3. Preis mit 24 Ringen (sämtlich aus Allendorf a. d. Lda.).
Landkreis Gießen.
00 Klein-Linden, 27. Mai. Am Samstagabend hielt der Turnverein Klein-Linden 1889 in seinem Heim eine Mitgliederversammlung ab. Der Dereinsführer Karl Weiß verlas eine Einladung zum Gaufest des Reichsbundes für Leibesübungen in Gießen am 2., 3. und 4. August und orderte zur Teilnahme an der Sternwanderung der Turner am Himmelfahrtstag, die nach Arnsburg führt, auf. Er warb ferner in warmen Worten für die Beteiligung am diesjährigen Feldbergturnfest. Der Anschaffung neuer Turnerliederbücher oll nähergetreten werden. Der Verein beschloß noch, ich an dem am nächsten Sonntag stattfindenden örtlichen Olympia-Werbefest der Ortsgruppe Klein- Linden des Reichsbundes für Leibesübungen zu beteiligen. Die Turner werden mit Geräteübungen, die Turnerinnen mit Keulenschwingen und mit Reigen aufwarten.
□ Großen-Linden, 27. Mai. Die starken N a ch t f r ö st e in den vergangenen Wochen haben an der Obstblüte großen Schaden angerich- t e t. Nachdem nun eine wesentliche Erwärmung eingetreten ist, hat auch das verspätete Wachstum mit Macht in Feld und Gärten eingesetzt. Mit banger Sorge schauten die Bauern in die Zukunft, da die Heuböden, durch die schlechte Ernte im vorigen Jahre, leer sind. Der erste Kleeschnitt kann noch gut werden, dagegen muß mit einer geringen Heuernte gerechnet werden, da der Stand des Grases sehr schlecht ist. Der Stand des Winter- und Sommergetreides ist als gut zu bezeichnen.
□ Großen-Linden, 28. Mai. Heute feiert Frau Jos. Menges I. Ww., Sophie, geb. Leun, bei bester Gesundheit ihren 8 3. Geburtstag.
§ Mainzlar, 27. Mai. Am Samstag wurde auf dem Rathaus die Jagd verpachtet. Meistbietender war Jagdpächter Poppe aus Gießen mit dem Angebot von 920 Mark.
= Steinbach, 28. Mai. Am 29. Mai feiern die Eheleute Johann Philipp Schön und Marie, geb. Keßler, das Fest der silbernen Hochzeit. Die im gleichen Hause lebenden Schwiegereltern bzw. Eltern können, so Gott will, dieses Jahr noch das Fest der goldenen Hochzeit feiern.
T Hun-gen, 27. Mai. Ein Dekanats - gemein de tag, der unter dem Zeichen des Kampfes für den Christusglauben stand, hatte gestern eine große Zahl von Teilnehmern in unserer Stadtkirche zusammengeführt, eine Kopf an Kopf gedrängte, ungezählte Menge. Der über zwei Stunden dauernde Gottesdienst war durchweht von dem Geist der Entschlossenheit und der Treue.
Kreis Friedberg.
+ Butzbach, 27. Mai. Die schon längere Zeit geplante Zusammenlegung der Vorschuß- und Kreditkasse Oberkleen und des Spar- und Darlehenskassenvereins mit der hiesigen Vereinsbank ist am Samstag im „Hessischen Hof", wo eine außerordentliche Generalversammlung stattfand, erfolgt. In den Aufsichtsrat wurden O. Schütz aus Oberkleen und Karl Schmidt aus Ebersgöns ge- wählt. Es wurden ferner einige Satzungsänderungen einstimmig angenommen und dem Aufsichtsrat und Vorstand die Ausarbeitung der Verträge, die die Kassen betreffen, übertragen. Die angeschlosse- nen Kassen wiesen geordnete Bilanzen, 195 000 Mark für die Vorschuß- und Kreditkasse in Ober- tleen und 82 200 Mark für den Spar- und Darlehenskassenverein in Ebersgöns, auf. Der Auf- sichtsratsoorsitzende Bürgermeister Schneider schloß die für die Vereinsbank Butzbach und Umg. geschichtlich bedeutsame Versammlung mit drei- maligem „Sieg-Heil" auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler.
$ Steinfurth, 26. Mai. Der Inhaber der Rosenfirma Walter & Lahmann, Herr Walter, erlitt in Bad-Nauheim einen Autouniall, der ihn um Haaresbreite das Leben kostete. Arn letzten Strahenkreuz nach Friedberg rannte em Lastwagen mit Anhänger in voller Fahrt aus einer Seitenstraße auf den Personenwagen des Herrn Walter auf, durchstieß die Tur des Wagens bis zum Steuerrad und schob den Wagen etwa 5 Meter vor sich her in die gegenüberliegende Straße. Herr Walter wurde vom Sitz geschleudert und erlitt eine schwere Prellung der linken Brust, kam aber im übrigen mit dem Schrecken davon. — Im Lause der Woche kam eine Anzahl Kinder
Volkstumsarbeit beim Gaufest des Reichsbundes für Leibesübungen in Gießen.
Im Hauptfestausschuß und auch in einzelnen Sonderausschüssen wird weiter an den Vorbereitungen 3um 1. Gaufest des Reichsbundes für Leibesübungen im Gau XII Hessen gearbeitet, das bekanntlich in den Tagen vom 2. bis 4. August in Gießen durchgeführt wird. Die jüngste Sitzung des Hauptausschusses hat gezeigt, daß die Vorarbeiten schon ein merkliches Stück vorangeschritten sind und das festliche Bild, das Gießen in den Augusttagen bieten wird, sich schon in klaren Um» rissen abhebt.
Im Mittelpunkt der letzten Besprechungen stand die Gestaltung des Volkstums- und Heimatabends, der am Festsamstag in der Volkshalle vom Landschastsbund Volkstum und Heimat in Gemeinschaft mit der RS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" für den Reichsbund für Leibesübungen veranstaltet wird. Der Leiter des Abends, Tum- bruder Georg Heß (Leihgestern), bekannt als Heimatdichter und Fachamtsleiter für Volkstrachtenpflege im Landschaftsbund Volkstum und Heimat, entwarf in großen Zügen den Festplan und fand damit den einmütigen Beifall des Ausschusses. Georg H e ß hat ein wirkungsvolles Heimatspiel zusammengestellt, das die Verbundenheit aller Volksstände und ihren geschlossenen Willen, freudig mitzuwirken am Aufbau des neuen Deutschland durch die Dolkstums- arbeit und die völkische deutsche Leibesübung, in em- drucksvollen Bühnenbildern darstellen wird. SA., SS., HI-, BdM., Turner, Sportler, Sänger (Deut- scher Sängerbund), alle handwerklichen Berufsstände (Kraft durch Freude), Vertreter des hessischen Landvolks, zusammen etwa 400 Mitwirkende, darunter über 100 Trachtenträger aus dem großen Gaugebiet, werden in wuchtiger Kundgebung ihren Aufbauwillen bekunden. Neue deutsche Leibeserziehung, Volkstum und Heimat, die eng zusammengehoren, werden sich als eine unzertrennliche Einheit erweisen. Jetzt kann schon gesagt werden, daß zu den Gästen des Abends auch der Landschaftsführer von Volkstum und Heimat, Ministerialrat Rings- Hausen-Darmstadt, gehören wird.
Spielvereimqung 1900 Gießen.
1900 II — FL. Mücke-Flensungen I 7:0 (1:0).
Beim Beginn des Spieles setzte heftiger Regen ein. Trotzdem brachten beide Parteien im Verein
mit dem Spielleiter das Treffen über die Zeit. Dabei waren die Leistungen in Anbetracht des schlüpfrigen Bodens als recht gut anzusprechen. Vor allem wurde beiderseits mit großem eifer gekämpft. Das Spiel war von Anfang bis Ende sehr fair und hatte in Schiedsrichter Krämer- Rodheim einen recht aufmerksamen Leiter. Bis zur Pause leisteten die Gälte, unterstützt durch den Rückenwind, heftigen Widerstand. Die Gießener konnten gegen den starken Regen nicht gut aufkommen. Das Spiel wurde deshalb sehr viel in 1900’s Hälfte ausgetragen. Halbzeit 1:0 für 1900. Nach dem Wechsel waren die Rollen vertauscht. Die Platzbesitzer rissen jetzt das Heft an sich und ließen die Gäste kaum noch einmal zum Zug kommen. Der Gästestrafraum stand stets im Brennpunkt der Ereignisse. Neben sechs sehr schönen Treffern wurde eine Unzahl schönster und bester Chancen vergeben. Endergebnis 7:0 für 1900.
Die Gegner der zweiten Jugend- und zweiten Schülerelf traten nicht an, wohl eine Folge des miserablen Wetters. Die erste Schülerelf, die Vormittags den Reigen eröffnet hatte, unterlag gegen Wetzlars Schüler 3:1, während anschließend die erste Jugend im Spiel um die Kreismeisterschaft gegen Wetzlar 05 erneut 2:1 unterlag. 1900 bot, ersatzgeschwächt, nur eine mäßige Leistung, während Wetzlar ein gutes Spiel lieferte und verdient siegte.
DfB.-HeichSbahn-Leichtathleti-.
Otto Luh Sieger im Kugelstoßen mit 14,53 Meter.
Am Sonntag kämpften die Aktiven des VfB.- Reichsbahn Gießen an zwei Fronten. Es war für alle Teilnehmer der erste Start. Deshalb blieben Ueberraschungen nicht aus, was besonders in Frankfurt beim großen Reichsbahn-Werbesport, fest zutage trat. Denn dort erreichten die Speer» roerfer Pieh und Jakob nicht ihre gewohnte Form. Besonders Jakob hatte einen schwarzen Tag. Brachte er doch keinen vernünftigen Wurf heraus, Pieh belegte noch einen dritten Platz. Besonders heroorzuheben ist das Abschneiden von Anton S o - b e z a k beim 25-Kilometer-Gepäckmarsch. Unter 200 Teilnehmern, darunter Deutschlands bekanntesten Gepäckmärschlern wie Staat und Schulze, Berlin, belegte Sobezak den siebenten Platz. Vielleicht glückt es dem jungen VsB.-Reichsbcchner, in die Spitzenklasse der deutschen Gepäckmärschler aufzurucken.
In Nassau bei den 5. Nationalen der „Nasso- ' via" waren die Ueberraschungen mehr nach der angenehmen Seite hin. Besonders Otto Luh zeigte : im Kugelstoßen Klasse I eine bestechende Form. Don ' 6 Würfen gingen 5 über 14 Meter. Der letzte und Siegesstoß war 14,53 Meter. Die Reihenfolge der Stöße dürfte interessant sein: 12,41; 14,23; 14,13;
Wie sehr das Jubelpaar in der Gemeinde allgemein §eschätzt wird, konnte man sehen, als es vor 10 iahren die goldene und erst recht jetzt, als es die diamantene Hochzeit feierte. War schon tagsüber das Haus Meißingers, in dem im Kreise der Kinder, Enkel und nächsten Anverwandten die Familienfeier stattfand, das Ziel der Mitbürger von Kesielbach und aus der Nachbarschaft, um ihre Glückwünsche durch Karten und persönlich zu übermitteln, so steigerte sich Die Verehrung, als am Abend sämtliche Ortsvereine mit Fahnen in einem geschlossenen Zuge zu der Wohnung marschierten, dem sich die ganze Gemeinde anschloß, um hier ihre Glückwünsche zu übermitteln. Der Gesangverein trug passende und gut zu Gehör gebrachte Lieder vor. Die Dereinsführer hielten Ansprachen und überreichten Geschenke. Tiefgerührt durch diese Ehrung ließ Das Jubelpaar Durch seinen Sohn, Regierungsrat M e i ß i n g e r, Den Vereinen und Der ganzen teilnehmenden Bevölkerung Dank ausfpre- chen, wobei Herr Meißinger das schöne Verhältnis als ein Zeichen Der neuerstandenen Volksgemeinschaft bezeichnete, Die Der Führer wieder bei uns tebenbig werden ließ, und in einem Sieg-Heil auf den Führer schloß. Eine Nachfeier im Saale von Höchst bildete Den Abschluß.
S0Jahre Kirchengesangverein Beuern.
§ Beuern, 27. Mai. Der Evangelische Kirchengesangverein Beuern feiert in diesem Jahre fein 5 0 jähriges Bestehen. Aus diesem Anlaß verlegte Das Dekanat Gießen sein diesjähriges Teil-Dekanats-Kirchen-Ge- s a n g v e r e i n s f e st, Das am kommenden Sonn-
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IMMMMiNU...
Roman von Charlotte prenzel.
Urheberrechtsschutz: Fünf-Türrne-Derlag, Halle (S.).
Er folgte ihr willig. In ihrem Rokokosalon hatte sie die kleine Abendtafel decken lassen. Auf der hauchfeinen Spitze stand das feine alte Porzellan, das sich dem Stil des Zimmers anpaßte, in der Mitte des Tisches eine zierliche Vase voll herrlicher roter Rosen. Weich und mild floß das Licht durch den Raum.
Bis dahin hatte er dieses Zimmer kaum betreten. Es war ihm immer wie ein unnötiger Luxus erschienen. Die verwöhnte Tochter mochte einmal den Wunsch, ein solches Zimmer zu besitzen, geäußert haben — der Vater hatte ihn erfüllt. Heute empfand er, daß der liebende Vater seiner zierlichen Tochter nur den richtigen Rahmen mit dem Zimmer gegeben hatte.
Liane fühlte seinen Blick warm und herzlich auf sich ruhen, das Herz begann ihr rascher zu klopfen. Er darf nicht fort!, dachte sie wieder und immer wieder. Ich muß ihn halten ...
Ihre Hand zitterte leicht, als sie ihm das Wein- glas entgegenhob. Sie zwang die Erregung meder, die sie mehr und mehr beherrschen wollte, ah, obwohl ihr war, als ob ihr jeder Bissen un Hals stecken blieb. Sie leerte hastig das Glas, führte das zweite zum Munde. Bald fühlte sie die Wir- kung des Weines. Sie konnte lachen, konnte plaudern von allerlei Dingen, die ihr gerade entfielen, über die sie lachen mußte und die auch ihn zum Lachen zwangen.
Auch Fred wurde lebhaft.
„Hatte ich nicht recht, die letzte Strecke mit dem Flugzeug zurückzulegen?" fragte er heiter. „Wenn ich erst morgen früh angekommen wäre, hatten wir bis zum Abend keine Wiederfehensstlmmung mehr gehabt."
,Feste kann man nur abends feiern!" stimmte sie ^Das Mädchen deckte den Tisch ab, brachte den Sektkühler ins Zimmer. Schon im Hmausgeheit, wandte sich Betty an Fred:
„Das Auto ist bereit, Herr Morland. Der Chauffeur möchte wissen, ob Sie ihn noch brauchen."
Liane war es, als ob ihr Herzschlag stockte. Da antwortete Fred:
„Nein! Ich fahre allem!
Soll ich den Schlüssel zur Garage in Ihr Zimmer legen?" fragte Betty arglos weiter.
(Fortsetzung folgt!)
Des Führers Dank
für die deutschenErfolge beimAvus-Nennen.
DNB. Der Führer und Reichskanzler hat an Korpsführer Hühnlein folgendes Telegramm gerichtet:
„Für Ihre Meldung von dem überlegenen Sieg des Mercedes-Benz-Wagens und den Erfolgen der DKW.- und BMW.-Motorräder beim gestrigen Avusrennen sage ich Ihnen meinen betten Dank. Ich habe mich über diesen neuen Beweis Der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der deutschen Maschinen
tag gefeiert wird, in unsere Gemeinde. Die Mitglieder unseres Vereins find eifrig an Den Vorbereitungen für Das Fest tätig. Zehn Vereine mit über 400 Sängern und Sängerinnen werden am Festtag erwartet. Sämtliche auswärtigen Festteilnehmer werden bei hiesigen Gemeinbegliedern zu Gaste geladen. Der hiesige Verein wurde im Jahre 1885 von dem Damaligen Lehrer Friedrich Musch, der den sehr rührigen Verein 27 Jahre lang dirigierte, gegründet. Er zählt zu den größten Vereinen unseres Dorfes, hatte in seinen besten Jahren fast 200 Mitglieder mit 80 Sängern und Sänge- rinnen und hat auf religiösem und kulturellem Gebiet mit großem Segen gearbeitet. Jn früheren Jahren, als Herr Musch den Verein noch leitete, trat er fast alljährlich an einem der kirchlichen Feste mit einer größeren Veranstaltung an die Deffent- lichkeit. Dem Verein war zu damaliger Zeit ein größeres Orchester angegliedert, mit dessen Unterstützung es möglich war, Werke unserer großen Meister aufzuführen. Der Verein wird seit etwa einem Jahrzehnt von Berufsdirigent Scho mb er von hier geleitet und hat auch in Den letzten Jahren schon öfters Proben seines Könnens abgelegt.
Klein-Kaliber-Bergleichsschießen
zu Allendorf an der Lumda.
00 2111 e n b o r f a. D. ß D a., 27. Mai. Am gelingen Sonntag fand auf Dem Schiehstand Des hiesigen Kleinkaliber-Schützenvereins ein 23er- gleichsschießen statt. Es nahmen hieran teil: Post- sportverein Gießen, Schützenverein Allendorf a. b. Lda und Schützenverein Steinbach. Trotz des un- aünstigen Wetters konnten recht gute Leistungen er» Lelt werden. Geschossen wurde auf Ringscheibe m Zwölfer-Mannschaften. Die Resultate waren fol- genbe: Gießen 870 Ringe, Allendorf a. d. Lda. 836, Steinbach 838 Ringe. Beste Einzelschützen waren: Strack (Gießen) mit 92 und H. W. F o r m h a l s (Allendorf a. d. Lda.) mit 91 Ringen. Bei dem anschließenden Preisschiehen errangen a) von den Alt- schützen die drei Besten: P f ann mulle r (Allen- borf) den 1. Preis, Erdmann (Ruttershausen) den 2 Preis und Formhals (Allendorf) den 3. Preis mit je 36 Ringen; b) Jungschützen die brei Besten: Wallenfels den 1. Preis mit 28 Rmgen, L. Formhals Den 2. Preis mit 26 Ringen unb
Kreis Büdingen.
Q] Nibba, 27. Mai. Der Gemeinberat faßte in seiner jüngsten Sitzung, über bereit wichtigsten Beschluß hinsichtlich ber Vermeibung von Geschäftsbeziehungen mit Nichtariern bereits berichtet mürbe, noch folgenbe Beschlüsse: Einsprüche gegen bie Heranziehung zur Bürgersteuer 1935 würben zum Teil abgelehnt, zum Teil genehmigt. Ein- prüche gegen bie Heranziehung äu ben Kosten ber Kanalisierung von Häusern wurde abgelehnt. Der Beitritt zum Roten Kreuz unb Alice-Verein, sowie zum Arbeitsbank würbe beschlossen. Die Ge- meinbe wirb einer Bausparkasse beitreten, um auf


