Ausgabe 
28.2.1935
 
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Aus aller Welt

beit. Janssen und seine verurteilte Frau hatten

ken Verschleiß der Geschlechter bewirkt. Einer boden- ständigen Wirtschaft und einem bauernbejahenden Bodenrecht dient die nationalsozialistische Agrar-

des Unterhauses fei die, daß ein solcher Besuch eine angemessene und wertvolle Folge der Besprechungen in Paris und Berlin fein würde.

In einem der ersten Hotels von London, dem May-Fair-Hotel, begann unter der Schirmherrschaft der Fürstin Bismarck die erste deutsche Modenschau, die seit dem Kriege in der eng­lischen Hauptstadt veranstaltet wird. Zu der ersten Vorführung, die unter Leitung des Präsidenten der deutschen Mode-Union, Dr. Dillenz (Berlin), stand, und bei der maßgebende deutsche Fachleute und führende Modellhäuser mitwirkten, waren Damen der englischen Gesellschaft, Sachverständige der englischen und amerikanischen Presse, Vertreter bekannter englischer Modehäuser sowie Mitglieder der deutschen Kolonie erschienen. An Stelle der am Erscheinen verhinderten Fürsten Bismarck sprach ihr Gatte, der Botschaftsrat der Londoner deutschen Botschaft, einige Worte der Begrüßung, wobei er der Hoffnung Ausdruck gab, daß diese erste deutsche Modenschau in London der Auftakt für rege wechsel­seitige Beziehungen auf diesem Gebiete fein mochte. Die erlesenen Schöpfungen deutscher Mode, die am ersten Tage von deutschen Vorführdamen gezeigt wurden, legten Zeugnis für die Güte des deutschen Geschmackes und die eigene schöpferische Leistung deutscher Arbeit ab, und manches der vorgeführten 120 Modelle löste spontanen Beifall aus. Der Rein­ertrag der Veranstaltung fließt einer englischen Wohlfahrtseinrichtung zu.

Veuyorker Gangsters betreiben ein gutgehendes Cotteriegefchäft.

Die Neuyorker Polizei hat ein verbotenes Lotterieunternehmen von riesigem Um­fange sowie ein Bankunternehmen, das die Bürg­schaftsleistung für Verbrecher unternahm, aufgedeckt. Die Untersuchung ergab die erstaunliche Tatsache, daß einer der berüchtigten Verbrecher Neuyorks, namens Arthur F l e g e n h e i m e r , der als Gang­ster unter dem Namen Dutschultz bekannt war, das ganze Geschäft während mehrerer Jahre leitete. Obgleich Neuyorker Polizei und Bundesbeamte monatelang nach Dutschultz fahndeten, vermochte dieser sogar eine Massenversammlung seiner Ange­stellten abzuhalten. Das ganze Lotteriegeschäft hatte

Paris, 28. Febr. (DVB. Funkspruch.) Der eng­lische Außenminister Sir John Simon wird am Donnerstag gegen 13 Uhr (MEZ.) auf dem Flughafen Le Bourget erwartet. An dem F r ü h - stück, das der englische Botschafter zu Ehren Sir John Simons in der englischen Botschaft gibt, soll angeblich nur der sranzöfifche Außenmini st er Laval teilnehmen. Gelegent­lich dieses Frühstücks wird der Meinungsaustausch der beiden Minister über die Fragen beginnen, die Sir John Simon in Berlin zu besprechen gedenkt. Dieser Meinungsaustausch, dem man nicht den Charakter von englisch,französischen Verhandlungen geben möchte, wird am Abend gelegentlich eines Essens fortgesetzt, bei dem der englische Außen­minister über das englische parlamentarische System sprechen wird. An der Abendbesprechung wird auch der französische Ministerpräsident Fl and in teil-

Ein riesiges G r o ß f e u e r, dem 500 Schafe und zahlreiches Kleinvieh zum Opfer fielen brach m Neetzka bei Neubrandenburg (Mecklenburg) aus. Außer den beiden Schafställen brannten fünf da­nebenliegende Gebäude des Erbschmreds K ö h n k e bis auf' einen kleinen Schuppen nieder. Da das Feuer in zwei Schafställen fast gleichzeitig aufkam, liegt mit größter Wahrscheinlichkeit Brandstif­tung vor.

Begnadigung.

Der Führer und Reichskanzler hat die vom Schwurgericht in Aurich (Ostfriesland) gegen den 1893 geborenen Nikolaus Janssen wegen Mor­des erkannte Todesstrafe in lebenslängliche Zuchthausstrafe im Gnadenwege umgewan-

V erlin, 27. Febr. (DNB) In der 6. Voll- : sitzunq der Akademie für Deutsches Recht im Ber- i liner Rathaus konnte Reichsminister Dr. Frank die R e i ch s m i n i st e r Darre, Dr. Gärtner, von i Neurath und Seldte sowie den französischen Bot- i schafter Francois-Poncet und den tschecho- : slowakischen Gesandten Dr. M a st n y begrüßen. Man sah außerdem u. a. zahlreiche Länder-Mimster und Staatssekretäre, den Korpsführer des NSKK. Hühnlein, Oberbürgermeister S a h m, den Prä­sidenten des Reichsgerichtes Bumke, zahlreiche Mitglieder des diplomatischen Korps und viele Ver­treter des geistigen, wirtschaftlichen und öffentlichen

Lebens.

Es sprach dann der Dekan der juristischen Fa­kultät der Sorbonne in Paris, Professor Dr. Donnedieu de B obres, überDie internationale Bekämpfung der Delikte des

Völkerrechtes".

Der Redner, der sich der französischen Sprache be­diente, ging davon aus, daß, während die Vergehen im allgemeinen die soziale Ordnung eines Staa­tes in Mitleidenschaft zögen, die völkerrechtlichen Delikte das besondere Merkmal hätten, daß sie die universale soziale Ordnung bedrohten. Diese Besonderheit rechtfertige die Organisa­tion besonderer Strafmaßnahmen. Prof, de Dabres machte den beachtenswerten Vor­schlag, der Einrichtung eines internationalen Strafgerichthofes, der eine universelle Zu­ständigkeit für alle strafrechtlichen Verstöße gegen dos Völkerrecht haben müsse. Unter die Zuständig­keit dieses Gerichtshofes sollten im allgemeinen die Delikte der Seeräuberei, Falschmünzerei, Sklaven-, Frauen- und Kinderhandel, Terrorismus, des Rauschgifthandels und Verbreitung unzüchtiger Literatur und ähnliches fallen^ Die Bekämpfung der Straftaten, die die soziale Ordnung aller Staa-

Mr eine Lösung: Stark fein!

Petain fordert die zweijährige Dienstzeit.

Marschall P6 tarn hat einen recht interessanten Beitrag zu den diplomatischen Verhandlungen über einen europäischen Friedenspakt geliefert, den wir der deutschen Oeffentlichkeit nicht vorenthalten wol­len, weil die militärischen Kreise Frankreichs ebenso denken wie er, und weil diese Kreise auch in der französischen Außenpolitik ein Wörtchen mitzuspre­chen haben. Petain, der in einem Zeitungsartikel davon ausging, daß endlich die zweijährige Dienstzeit eingeführt werden müsse, vermag in dem L u f t a b k o m m e n keine entscheidende Stütze zugunsten der Landstreitkräfte zu sehen. Er ver­teidigt weiter die bekannte französische Sicherheits­these, die nur ein Aufriisten um jeden Preis kennt, er lehnt auch die einstmals von den französischen Politikern immer wieder empfohlene Rüstungskontrolle als einenUebertölpe- lungsversuch" ab. Für ihn gibt es, wie er sich aus­drückt, nur eine Lösung zur Verhinderung eines Krieges: stark sein!

Wir wollen ihm, soweit sein Starksein-Prinzip in Frage kommt, nicht unbedingt widersprechen, weil wir selbst am eigenen Leibe erfahren haben, was e* bedeutet, schwach zu sein. Aber wenn nun schon' ernsthafte und nicht aussichtslose Versuche unter­nommen werden, eine friedliche Atm o - phäre zu schaffen, dann dürfte man wohl auch von Marschall Petain erwarten, daß er darauf ver­zichtet, diese Bemühungen zu durchkreuzen und den deutschen Nachbarn, wie er es in seinem Artikel auch noch getan hat, als kriegslüstern hinzu-

Freifrau von Eltz-Rübenach f.

Die in Münster wohnende Freifrau von Eltz-Rübenach, die Mutter des Reichspost- und Verkehrsministers Freiherrn von Eltz- Rübenach, ist an den Folgen eines Gehirn­schlages gestorben. Frau Hugoline Freifrau und edle Herrin von und zu Eltz, genannt Faust von Stromberg, erreichte ein Alter von fast 86 Jah­ren. Die alte Dame, die sich bis vor kurzem einer geradezu jugendlichen Frische erfreute, war eine in Münster wohlbekannte Erscheinung und wurde besonders geachtet wegen ihrer großen Wohltätig­keit. Reichsminister von Eltz-Rübenach weilt bereits seit einigen Tagen in Münster.

Großer Erfolg der deutschen Modenschau in London.

FranzösischerGast spricht in -er Akademie für deutsches Recht.

ten störten, entspreche einer großen moralischen und menschlichen Gerechtigkeit.

Die Ausführungen des ftanzöstfchen Gastes wur­den mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Reichs­minister Dr. Frank sprach dem Gast herzlichsten Dank für seine Ausführungen aus. Er gab die Ver­sicherung ab, daß die Akademie sich mit dem von Prof, de Vabres aufgestellten Thesen und Jdeen- qängen noch eingehend auseinandersetzen werde. Die Bekämpfung des Verbrechertums ist eine der wesentlichsten Jnhaltsideen unserer nationalsozia­listischen Rechtsanschauung. Die deutschen amtlichen Stellen und die deutsche Rechtswissenschaft werden alle Bemühungen unterstützen, daß die Staaten und Völker in ihrem Gemeinschaftsinteresse und m dem aus diesem Gemeinschaftsinteresse hervorgehenden Streben der Bekämpfung der internationalen Ver­brecherwelt einig zusammenstehen. Das deutsche Rechtsleben wird diesen Strömungen seine ganze Aufmerksamkeit und Mitarbeit leihen.

Am Vachmillag sprach Reichsernährungsrnini- sler Darre über das ThemaBlut und Boden, ein Grundgedanke des Vationalsozialisrnus".

gebanfen notroenbig, unb um diesen Austausch fruchtbar zu gestalten, auch ein Austausch ber Menschen.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer unb Reichskanzler empfing am Mittwoch ben R e i chs b i s ch o f zum Vortrag.

Reichsminister Dr. Goebbels besichtigte biß Arbeiten zum O l y m p i a - S t a b i o n unter Fuh- runq des Architekten March. An ber Besichtigung nahmen u. a. teil Staatssekretär ©rauert unb Staatskommissar Dr. Lippert. Der Minister gab seiner Befriedigung Ausbruck über bas bisher Ge­leistete unb gab selbst verschobene Anregungen für die weitere Arbeit.

*

Donnerstag früh starb ber Laubes hau p t - mann von Tirol D r. Franz Stumpf.Er gehörte ber Christlich-Sozialen Partei und dem Tiroler Bauernbund an. Die Führung der Tiroler Landesgefchäfte hatte er seit dem Jahre 1920 inne.

Bundeskanzler Dr. Schuschnigg und Außen- minifter von Berger-Waldenegg sind in der Nacht zum Donnerstag in Wien eingetroffen.

Das Seekriegsgericht, das wegen des Zu­sammenstoßes der beiden britischen SchlachtkreuzerHood" undRenown am 23. Januar bei Hebungen auf der Hohe der spanischen Küste verhandelte, hat den Kapitän Sawbridge von derRenown" für schuldig befunden unb von seinem Schiff verabschiedet. Konterabmiral Bailey, ber Kommandant des Schlachtkreuzergeschwabers, besten Flaggschiff die :Hoob" war, ist freigesprochen worben.

^dem Attentat In Marseiile

Simon wird heute in Paris erwartet

Meinungsaustausch mit Laval und Flandin.

Schweres Drandunglück in einer ; Moskauer Fabrik.

Lieber 30 Todesopfer?

3n der Graphilableilung der Moskauer Bleistift- fabrikKrassin" brach infolge der Explosion eines Hochdruckkompressors ein G r o ß s e u e r aus, das alle drei Stockwerke der Abteilung erfaßte. Zur Bekämpfung des Brandes wurden sämtliche Abtei­lungen der Moskauer Feuerwehr eingesetzt. Die genaue Zahl der Opfer stehl noch nicht fest. Indessen hat man durch Befragen der Familienangehörigen der in dem Werk Beschäftigten festgestellt, daß 29 von ihnen in den Flammen umgekommen sind. Die Zahl der Verletzten ist ebenfalls sehr groß. Zur Unterstützung der Hinterbliebenen ist so­fort ein Sonderausschuß eingesetzt worden. Die Staatsanwaltschaft hat gegen acht Beamte der von der Explosion betroffenen Bleistiftfabrik Haft­befehl erlassen. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen, doch scheint auf Grund der bisher durchgeführten Ermittlungen festzustehen, daß der Unvorsichtigkeit und V a ch l ä s s i g k e i t eines Wachbeamten die Schuld an der folgenschweren Katastrophe zuzuschreiben ist. Vach neueren Mit­teilungen sind vier weitere Tote geborgen worden.

Lin Autobus in Flammen. Drei Menschen verbrannt.

In Nizza ereignete sich ein Unglii ck s f a l l, ber drei Menschen bas Leben kostete. Als ber Autobus, ber ben Verkehr Zwischen Juan-les-Pins unb Nizza versieht, in Nizza eintraf, bemerkte ber Führer, baß ber Motor nicht in Drbnung war. Kaum hatte er aber bie Motorhaube abgebetft, als aus bisher unaufgeklärter Ursache ber Brennstoff­behälter Feuer fing unb ber Autobus im Nu i n Flammen staub. Währenb es bem Führer ge­lang, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, ver­suchte sein Begleiter bie Fahrgäste unb ihr Gepäck zu retten. Hierbei würben er unb eine Frau mit ihrem sechsjährigen Kinbe von ben Flammen er- ariffen. Alle brei verbrannten bei lebenbigem Leibe.

Verheerendes Großfeuer auf einem mecklenburgischen Erbhof.

zu 12 Jahren Zuchthaus in ben Jahren 1928 bis 1932 gemeinschaftlich ihre brei neugeborenen Kinder erstickt. Der Gnabenerlaß für ben sonst unbestraften Janssen ist bewilligt worben, weil Janssen durch jahrelange Arbeitslosigkeit in große Not geraten ist unb in gewisser Verzweiflung über bie Unmöglich­keit, seine Familie zu erhalten, gehanbelt hat.

stellen.

Selbstverstäublich finbet der Marschall in allen Blättern, bie sich seit langem für die Heraufsetzung eingesetzt haben, ungeteilten Seif al l. Die Forberung des Marschalls wird vomTernps als unumgänglich notmenbige, sofort Äurch zu- führende Maßnahme bezeichnet, die gegen kein anberes Laub gerichtet sei und auch kein Streitgegenstand zwischen ben Parteien sein burfe. Das Blatt erklärt, vor allem von ben Rabikal- sozialisten müsse man erwarten, baß sie ihre wahl- politischen Belange hinter bas allgemeine Wohl zurückstellen. Man dürfe nicht eine Woche mehr zögern. Pflicht der Regierung sei es, am zuqreifeu. Auch dasJournal des Debats" kommt zu derselben Schlußfolgerung. Es warnt vor allem, die Erhöhung der Dienstzeit zu einer machtpoliti- 1 idipn Frage der inneren Politik zu machen.

gefetzgebung.

Die Marktordnung macht den Bauern un­abhängig von den Einflüssen der Börse unb von schwankenber Konjunktur unb macht ihn frei für den Dienst an ber Volksernährung. Das Erbhof­recht ist bie Grundlage für ein eigenes bäuer­liches Selbstbewußtsein und damit für die Erstar­kung und Reinerhaltung der bäuerlichen Ehrauf­fassung. Der Zusammenhang unseres Volkes mit feinem Boden wurzelt in dem bäuerlichen Charak­ter unseres Volkes und in der unlöslichen Lebens­einheit von Bauerntum in germanisch-deutschem Sinne mit seinem Ackerboden. In diesem Sinne ist das Gesetz der Einheit von Blut und Boden ein Grundgedanke des nationalsozialisti­schen Staatsgedankens.

Den Schlußvortrag hielt Geheimrat Professor

Dr. G. heymann überDie Bedeutung der

Rechtsvergleichung".

Der Vortragende unterstrich, daß die Rechtsverglei­chung auch bei der Betonung des eigenen natio­nalen Rechtslebens ungeminderte Bedeutung habe und daß die Rechtsvergleichung auch für das Wirtschaftsleben unter allen Umständen not­wendig sei. Ein gemeinsamer Austausch der grundlegenden Rechte in Europa sei bie Voraussetzung für bie Fortbilbung bes gesamten Rechtslebens überhaupt, wobei zu betonen sei, baß die führenden europäischen Rechtsordnungen, sm wohl das deutsche wie das französische und auch das englische Recht germanischen Ur­sprungs seien. Unter Wahrung jeder nationalen Selbständigkeit sei daher ber Austausch ber Rechts-

Der Minister betonte bie entscheibenbe Bebeutung des B o d e n r e ch t e s, bas barüber bestimme wie ber Grunb unb Boden ben lebensgesetzlichen Kräf­ten des Volkes zugeordnet sei. Damit entscheide praktisch das Bodenrecht zugleich über das innere Gefüge des Staates und über die Zukunft eines Staates. In der nationalsozialistischen Agrarpolitik geht es nicht nur um die Ernährungswirtschaft, sondern zugleich um die Erhaltung des Bauerntums als Blutquelle des Vol- k e s. Damit ist erstmalig die Folgerung aus der Tatsache gezogen worden, daß in einem Staate germanischer Natur das Blut nu r auf dem Lande in Generationen sich erhalt und vermehrt, die Abkehr vom ländlichen Leben aber einen star-

Auf den Inhalt kommt es an!

Der Inhalt einer guten Zigarette kann nur reiner, echter Tabak sein.

Ecksteins

ohne Mdst., dick u. rund, 3Vs Pf., bietet diesen guten Tabak. Freuen wird sich der Eckstein-Raucher, daß hier auch wieder die Bild­beilage Inhalt hat und wirklich sammelnswert Ist. Denn die Bilder­sammlungDie Nachkriegszeit 1918-1934 ist e ne wahre Fundgrube für den, der sich noch einmal die Welt-Ereignisse einer Zelt vergegenwärtigen will, in der es gar bunt und bewegt zuging.

nehmen.

Petit Parisien" will wissen, baß ber englische Außenminister am 6. März in Berlin ein- lreffen werbe. Er werbe von Sir Robert V an- sittart vom Foreign Office begleitet fein unb sich zwei bis drei Tage in der Reichshauptsiabt auf­halten.Time s" erwartet, baß Simon von dem Lorbfiegelbewahrec Eben begleitet fein werbe. In ministeriellen Kreisen herrsche bie Ansicht, baß es vielleicht besser wäre, wenn der Besuch in Moskau ober Warschau nicht in erster Linie von bem Staatssekretär bes Weite­ren, fonbern von einem anberen Mini st er a b g e st a t t e t werben würbe, ber eineErkun- d n n g s r e i s e" unternehmen könnte. Bei ber augenblicklichen Lage ber Dinge werbe Simon wahrscheinlich im Anschluß an ben Berliner Be­such nach Conbon zurückkehren, um bem Kabinett ausführlich Bericht zu erstatten. Mög­licherweise werbe er banach nochmals Paris besuchen, um seine Besprechungen in Berlin mit Laval unb Flanbin zu erörtern. Es werbe an­geregt, baß in ber Zwischenzeit Eben in voller Kenntnis bes Inhalts ber Berliner Bespre­chungen Warschau unbMoskaubesuchen solle. Eben könnte bann nach Conbon zurückkehren, bevor bie enbgültige Entscheibung darüber gefaßt werbe, ob Simon persönlich auch Moskau unb Warschau besuchen solle. Angehörige bes rech­ten Flügels ber Konservativen seien e u t - schieben gegen jeden Ministerbesuch --- -----,

in Moskau. Aber die allgemeine Stimmung scheu Frage der inneren Politik zu machen.