Ausgabe 
27.12.1935
 
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185. Jahrgang

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Oie Trauerleier für die Opfer des Eisenbahnunglücks.

Berlin, 26. Dez. (DNB.) Die Trauerfeier

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Oreiunddreißig Todesopfer des schweren Eisenbahnunglücks in Thüringen

die Toten des Eisenbahnunglückes von Groß-Herin­gen findet am 28. Dezember, 11 Uhr, in der Horst - Wessel - Schule in Apolda statt. Die Feier wird von der Reichsbahn und von dem Gau Thüringen der NSDAP, ver­anstaltet. Im Auftrag des Führers wird Reichs­statthalter und Gauleiter S a u ck e l sprechen. Für die Reichsbahn wird der Generaldirektor der Deut­schen Reichsbahn Dr. Dorp müller das Wort ergreifen. Die Reichsbahndirektion Erfurt gibt be­kannt, daß sie den Ange Hörigender Toten Freifahrscheine gewährt, um ihnen die Mög­lichkeit zu geben, an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilzunehmen. Ebenso erhalten die Angehörigen der Verletzten Fahrterleichterungen.

Oie Reichsbahn übernimmt Fürsorge für die Hinterbliebenen.

Berlin, 26. Dez. (DNB.) Der Generaldirektor der Reichsbahn Dr. D o r p m ü l l e r hat den Prä­sidenten der Reichsbahndirektion Erfurt beauftragt, alle Sofortmaßnahmen zu ergreifen, die in der Lage sind, die Not der Verletzten und die Sorge der Hinterbliebenen der Toten wirtschaftlich und seelisch zu lindern. Wie wir er­fahren, wird die Deutsche Reichsbahngesellschaft darüber hinaus auch weiterhin die Für­sorge für die Hinterbliebenen der Opfer des Eisen­bahnunglücks in Thüringen übernehmen.

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Predigt. - Hochamt m ästmette; 1( Nette; 8.1! 30: hochai

Unser Bild zeigt in der Mitte der Brücke über die Saale bei Großheeringen die Lokomotive des Schnellzugs, die dem Personenzug in die Flanke gefahren war. (Scherl-Bilderdienst.)

Schnelle Hilfe zur Stelle

Durch den Krach des Zusammenstoßes sind sofort ^A.-Abteilungen, Sanitätsabteilungen und die Po­lizei und Einwohner des Ortes Unter-Neusulzs her- veigeeilt. Kurz darauf erschienen die vom Bahnhof Groß-Heringen angeforderten Sanitätsabteilungen und Aerzte. Bald darauf traf Reichsstatthalter sandel ein und übernahm die Leitung und ver- nnlaßte das Erforderliche zur Bergung der Ver­letzten und Toten außerhalb des Bahngebietes. Von »er Reichsbahn wurden Hilfszüge von Wei­mar und Halle nach der Unfallstelle geleitet und die Beseitigung der sieben beschädigten Wagen und der zwei beschädigten Lokomotiven des D 44 und des Personenzuges 825 sowie die Bergung der Verwundeten und Toten in den Personenwagen »urchgeführt. Der Präsident der Reichsbahndirek- ion Erfurt, La mertz, begab sich sofort nach Bekanntwerden des Unfalls an die Unfallstelle. Der Generaldirektor der Reichsbahn, Dr. Dorpmül­er, traf in derselben Nacht um 3 Uhr an der lUnfallstelle ein. Dr. Dorpmüller und Präsident Vamertz besuchten am 25. Dezember früh die schwerverletzten in den Krankenhäusern. Im Ein­vernehmen mit dem Reichsstatthalter Sauckel und Dem Präsidenten der Reichsbahndirektion Erfurt wurde eine Pionierabteilung aus Riesa an Die Unfallstelle gerufen zur Bergung der Toten und des beschädigten Wagens aus dem Saalebett. Das Gleis ErfurtHalle und das Gleis Halle Grfurt waren um 19.30 Uhr wieder befahrbar. Der Generaldirektor der Reichsbahn, Dr. Dorpmüller, yat den Präsidenten der Reichsbahndirektion Erfurt beauftragt, alle Sofortmaßnahmen zu ergreifen, die :n der Lage sind, die Not der Verletzten und die sorge der Hinterbliebenen der Toten wirtschaft­lich und seelisch zu lindern.

Das Unglück nahm vor allem deshalb so schwere Formen an, weil der Zusammenstoß seine Höch st e Wucht gerade a u f der Saale- v r ü ck e erreichte. So stürzte ein Wagen des Per- i'onenzuges in den Fluß, der an dieser Stelle ?twa drei Meter tief ist. Die dort geborgenen Toten werden, soweit sie nicht durch den Sturz ge­tötet wurden, zum größten Teil ertrunken sein. Mehrere Wagen des Personenzuaes wurden i n - i »lnandergeschoben. Die Ooerteile der Wa­gen lösten sich von den Fahrgestellen, die zu einer mit Holzteilen vermengten unförmigen Masse von -eisernen Schienen, Stangen und Rohren zusam- menoedrückt wurden. Ein Wagenoberteil wurde in Die Höhe gehoben und legte sich quer auf die Vor- ; xipannmaschine des D-Zuges. Ein Güterwagen blieb

Katastrophe kamen ums Leben: Ober­schaffner Gustav Herziger, Weißenfels; Paul Pischoff, Langensalza; Max Stuerzt, Ilme­nau; Harry Rosenburg, Niederröblingen; Hartwig Klotz, Eisenberg (Thüringen); Walter P r u e ß l e r, Bad Sulza; Otto Schmidt, Lackie­rer bei der Eisenbahnwerkstätte Frankfurt am

Der Führer ließ sich ferner über den weiteren Rettungsarbeiten laufend Bericht er-

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schweren Eisenbahnunglück bei Groß-Heringen am Weihnachtsabend bitte ich Sie, den Hinter­bliebenen der Todesopfer meine herzlichste Anteilnahme und den Verletzten meine aufrichtigsten Wünsche für ihre Genesung zu übermitteln. Adolf Hitler."

In dem Augenblick, als in allen deutschen Gauen Re Kerzen an den Weihnachtsbäumen zu strahlen «eaannen, hat sich in Mitteldeutschland ein schweres Zisenbahnunglück abgespielt. Weihnachtsurlauber, Männer, Frauen und Kinder, die zu ihren Ange­hörigen, zu Freunden und Bekannten reisen woll­ten, um dort in trautem Kreise Wiedersehen mit den Lieben zu feiern, haben das, worauf sie sich freuten, richt mehr erleben dürfen. Das Schicksal hatte es Inders gewollt: sie sind auf dieser Reise in den Weihnachtsurlaub vom Tode ereilt worden. Voller Trauer steht das ganze deutsche Volk an der Bahre xer Toten, tiefstes Mitgefühl beseelt alle. Es ist nicht unsere Aufgabe, in diesem Augenblick die Schuldfrage zu stellen. Das mag den Gerichten über- «ssen bleiben, die sich pflichtgemäß mit diesem Un­glück beschäftigen müssen. Wir können nur feststellen, » immer dort, wo Menschenwerk vorhanden ist, iud) unvorhergesehene Ereignisse eintreten können, selbst dann, wenn der Sicherheitsgrad, wie das bei ier Deutschen Reichsbahn der Fall ist, nach allen Er- »ahrungen und Ueberlegungen denkbar hoch ist. Und irotzdern sind Unglücksfälle nicht zu vermeiden, mag vuch das Verantwortungsgefühl des einzelnen noch d hoch sein. In diesem Falle war es der lebhafte weihnachtliche Reiseverkehr, der dem Unglück seinen schrecklichen Stempel aufdrückte. Wir senken die Fah- len vor den toten deutschen Volksgenossen, denen so olötzlich der Tod in den Weg trat!

Die Lnglücksmeldung.

Erfurt, 26. Dez. (DNB.) Die Reichsbahn- »iretlion Erfurt teilt mit: Am 24. Dezember um 119 Uhr stieß der D-Zug 44 BerlinBasel bei »er Einfahrt in den Bahnhof Groß-Heringen auf »en ausfahrenden Personenzug 825 Erfurt Leipzig. Personenzug 825 wird planmäßig in Droß-Heringen von dem FD 111 überholt und muß ei der Ausfahrt das Gleis der Gegenrichtung Halle Erfurt kreuzen. D44 überfuhr das auf Galt stehende Bor- und hauptein-

a h r t s f i g n a l des Bahnhofes Groß-Heringen und fuhr damit dem durch diese Signalstellung ein­wandfrei gesicherten ausfahrenden Personenzug 825

n die Flanke. Durch die Abhängigkeit der Slellwerksanlagen ist festgestellt, daß bei der Aus­fahrt dieses Zuges das Einfahrtssignal nicht auf Fahrt gezogen werden kann. Bei dem Zufammen- Toß wurden sieben Wagen des Personenzuges zer-

rümmert. Einer fiel dabei in die Saale. Durch den Unfall wurden 3 3 perfonen getötet, zehn schwer und sieben miltelschwer, uuherdem zehn leicht verletzt. Die Verletzten wurden non der Universitätsklinik Jena, den Krankenhäusern Apolda und Naumburg ausgenommen.

Gruß über die Grenzen.

Es war mehr als nur ein Gruß, den der Stellvertreter des Führers, Reichs- minifter Rudolf Heß, am Heiligen Abend über alle deutschen Sender in alle Teile der Welt gehen ließ, wo Menschen deutscher Zunge itzen. Wie mit weit ausgebreiteten Armen umfaßte Deutschland seine Söhne und Töchter innerhalb und außerhalb der Grenzen und machte sie im Klang der warmherziaen Worte zu einer einzigen großen Familie gerade in dem Augenblick, den Rudolf Heßdie feierlichste Stunde des Jahres" nannte. Kein stärkerer Kontrast als die von Un­ruhe aller Art erfüllte Welt, in der gerade wieder zwei christliche Völker Krieg führen und europäische Nationensprungbereit gegeneinander stehen", jeden Augenblick des Ausbruches eines Kampfes mit den furchtbaren Mitteln des modernen Krieges gewärtig und auf der anderen Seite das von tiefem Frie­den erfüllte Deutschland, das die große Familien- feier des Weihnachtsfestes beging. Es war gut und nützlich, daß der Stellvertreter des Führers m jener Stunde auf diesen Gegensatz verwies und damit gleichzeitig ohne viel Worte das große Befriedungs­werk Adolf Hitlers kennzeichnete, das in jenen 13 Punkten des 21. Mai bereits seinen Niederschlag für ganz Europa gefunden hat. Vielleicht ist die Zeit nicht mehr fern, wo die europäischen Staatsmänner sich endlich auf die Vorzüge jenes Friedenspro­gramms besinnen. Für die Gegenwart ist wichtiger für uns Deutsche die Tatsache, daßdas Stachelfell des Igels inzwischen beruhigend dicht gewachsen ist", wie Rudolf Heß einen Deroleich auf ferner vorjährigen Weihnachtsansprache fortführte. Denn zum erstenmal in diesem Jahr konnten wir das Weihnachtsfest in einem gesicherten Frie- d e n begehen, im Schutz unserer neuen Wehrmacht, zu der Adolf Hitlers Wort erst den Grundstein legte.

Eine Weihnachtsansprache des Papstes.

R o m, 26. Dez. (DNB.) Papst Pius XI. hat, wie alljährlich am Vorabend des Christfestes, die Weihnachtswünsche der i n Rom an« wesenden Kardinäle entgegengenommen und dabei in seiner Antwort wie üblich zu den Ereig­nissen des ablaufenden Jahres Stellung genommen. Er sprach von den bereits von Menschenblut ge­färbten d ü st e r e n Wolken, von seinen beson­ders in der letzten Zeit immer größer gewordenen Befürchtungen und von seiner Hoffnung, daß Gott diesen traurigen Dingen ein Ende bereiten möge. Im Rahmen seiner äußerordentlich beschränkten Möglichkeiten habe er versucht, gegenüber diesem ganzen traurigen Sachverhalt seinen Einfluß gel­tend zu machen, und sogar gehofft, in dieser vor­weihnachtlichen Stunde ein Wort der Auf­heiterung sagen zu können. Diese Hoffnung habe sich leider nicht verwirklicht. Doch gebe er die Hoffnung, die einer der Grundzüge des christlichen Lebens sei, nicht auf. Ferner wies Pius XI. auf die Gottlosenbewegung hm, die heuteim Leben einiger Völker" zu einer öffentlichen Meinung geworden sei. Hierbei spielte Papst Pius.XL auf Rußland und Mexiko an. Dann wandte er sich scharf gegen den Kampfgegen das wahre Christentum", wobei er erklärte, das wahre Christentum sei einzig und allein der Katholizismus, und alle anderen christlichen Richtungeneine Fälschung".

Zum Schluß seiner Ansprache ließ Pius XI. eine Enzyklika über das Priestertum unter den Kardinälen verteilen. Das päpstliche Rundschrei­ben enthält die Mahnung, der Priester solle i n gesunder Weise modern sein, wie es die Kirche sei. Weiter wird die Verantwortung hervor- gehoden, die derjenige zu tragen hat, der zum Priesterstand rate, und derjenige, der den Priesterstand wähle. Der Priesterstand müsse frei bleiben von allen Unberufenen. An diese Worte schließt sich ein Lob auf die Familie an. Die Mehrzahl der Bischöfe und Priester verdankten die Grundlage ihres Berufes dem Beispiel und den Unterweisungen eines Vaters voll Glauben und mannhafter Tugend und einer keuschen und from­men Mutter. Die Enzyklika richtet sich besonders an den jungen Klerus, der einen besonderen Mut und einen besonderen Eifer entwickele. Man verlange heute auf allen Gebieten des Lebens, in den gesellschaftlichen Neubildungen unserer Tage und im Staat, nach einer Elite. Auch die Elite der katholischen Kirche möge der Menschheit dienen, wie Christus ihr ge­dient habe.

ör Goebbels ehrt

die 1700 ältesten Kämpfer Berlins.

Die NSK. teilt mit: Reichsminister Dr. Göbbels ließ den 1700 Trägern des goldenen Ehrenzeichens der NSDAP, in Berlin zu Weihnachten fein neuestes BuchDer Angriff" mit einer persönlichen Widmung überreichen. Dr. Goebbels richtete an diese Parteigenossen ein Schreiben, das seine Verbundenheit mit den ältesten Kämpfern seines Gaues zum Ausdruck brachte.

EineWeihnachtsgabevonOr.Goebbels andieGA-GrnppeBerlin-Brandenbnrg

Berlin, 24. Dez. (DNB.) Der Berliner Gau­leiter Reichsminister Dr. Goebbels ließ als Weihnachtsgeschenk der SA.-Gruppe Berlin-Bran­denburg zusammen mit einem herzlich gehaltenen Schreiben ein Oelgernälde Horst Wessels überreichen, das im Standartensaal der Gruppe den ihm gebührenden Ehrenplatz erhalten wird. Obergruppenführer von Jagow sprach schriftlich dem Gauleiter den Dank der Berlin-Brandenburger SA. aus.

Die Schuldfrage.

Zur Schuldfrage werden bereits eingehende Ermittlungen angestellt. Es herrschte am Dienstag­abend ein überaus starker Feiertags­verkehr. Der V-Zug 44 verkehrte indreiTei- l e n. Der erste Teil war bereits planmäßig durch. Der zweite Teil, der das Unglück verursachte, kam mit 20 Minuten Verspätung. Anscheinend hat der Lokomotivführer diese Verspätung ein- holen wollen und hat es dadurch an Aufmerk­samkeit fehlen lassen. Er hat, wie die bis­herigen Ermittlungen ergeben haben, das Halte­signal sowie das davor stehende Vorsignal nicht b e a ch t e t, die beide einwandfrei auf Halt stan­den. Dieser Tatbestand wird von dem Lokomotiv­führer Kurt Dechant, der schwer verletzt im Naumburger Krankenhaus liegt, zugegeben.

Die Bergungsarbeiten setzten bereits kurz nach dem Unglck ein. Der Katastrophen-Hilfswagen des Reichsarbeitsdienstes Weimar, der auf Anord­nung des Reichsstatthalters herbeigerufen worden war, traf bereits gegen 20.30 Uhr an der Unfall­stelle ein, und auch die vier Hilfszüge der Reichs­bahn waren schnell zur Stelle. Im Lichte von Scheinwerfern arbeiteten alle Beteiligten fieberhaft, um die Trümmer wegzuräumen und die Verun­glückten zu bergen. Besonders ausgezeichnet haben sich hierbei die Sanitätsmannschaften, die sofort nach dem Unfall am Platze waren, des­gleichen die Feuerwehren der umliegenden Ortschaften, die SA. und der Arbeitsdienst, die Vorbildliches geleistet haben. SA. und Arbeits­dienst konnten um 3 Uhr morgens zurückgezogen werden, da die eingesetzten technisch geschulten Ber­gungskräfte vollkommen ausreichten. Die Pio­niere aus Riesa, die mit Pontongeräten am Mittwoch gegen 14 Uhr eintrafen, hatten bereits bis 17 Uhr sechs Tote geborgen und setzten ihre Arbeiten in der Nacht zum Donnerstag sowie am Donnerstag selbst fort. Auch Mannschaften des Artillerie-Regiments Nr. 14 aus Naumburg leisteten wertvolle Hilfe.

Die Toten sind im Leichenschauhaus des Groß- Heringer Friedhofes würdig aufgebahrt. Die Orts­gruppe der NSDAP, hat dafür gesorgt, daß Tan­nengrün und Blumen ihre letzte Lagerstätte schmücken. Im Lause des Mittwochnachmittag er­schienen Reichsstatthalter Sauckel und Ministerprä­sident Marschler erneut in Groß-Heringen und überzeugten sich von dem Fortgang der Bergungs­arbeiten. Der zuständige Gauamtsleiter der NSV., Thomas, stellte sofort 10 000 Mark für die Linde­rung der ersten Not zur Verfügung.

Oas Beileib des Führers.

Berlin, 25. Dez. (DNB.) Der Führer, dem i noch am Heiligenabend von dem schweren Eisen- = bahnunglück bei Groß-Heringen Mitteilung gemacht t worden'war, hat sofort an Reichsstatthalter Sauckel . in Weimar folgendes Telegramm gerichtet: >Tief erschüttert durch die Nachricht von dem

umgekippt und zur Hälfte über dem Wasser schwebend auf der Brücke hängen. Ein Mann, der in dem Personenzug saß, wurde bei dem Zu­sammenprall durch das Wagendach hindurchgeschleu­dert und fiel auf das Geländer der Brücke. Dort hielt er sich etwa 20 Minuten fest. Man konnte je­doch durch das Eisengewirr nicht an ihn herankom­men, so daß er sich schließlich in die Saale hinunter­fallen ließ. Der Sturz blieb für ihn wunderbarer­weise ohne Folgen, so daß er schwimmend das Ufer erreichen konnte. Er beteiligte sich dann noch an den Rettungsarbeiten, vor allem um seine Frau zu suchen, die aber leider zu den Toten zählte.

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Nr. 501 Erster Blatt 185. Jahrgang Keitag, 27. Dezember 1955

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Main; Heinrich Kurt Müller, Apolda; Helmut Schmid, Erfurt; Hans Sauter, Erfurt; Ernst Liebold, Apfelstaedt; Berta Nebelung, Nordhausen; Minna Mötzold, Laucha; Edgär Mauer, Gleicherwiesen; Frau Lotte Mauer, Gleicherwiesen; Erich Bruckhaus, Weimar; Rudolf Wirth, Stiebitz bei Bautzen; Irmgard Hebel, Erfurt; Hermann Matz, Breslau; Willy Witter, Mühlhausen i. Th.; Frieda Cramer, Erfurt; Ilse Sasiger, Dölau bei Halle; Richard Hotze, Oldisleben; Schmalz, Groß-Welsbach (Herr); Werner Helft, Schulpforta; Kurt Geiß­ler, Weimar; Ernst Pause, Dosdorf bei Arns­bach; Frau Gehlhaas, Erfurt; Hans Rühle - mann, Gleina bei Freiburg a. d. Unstrut. Drei Tote konnten noch nicht festgestellt werden. Aus An­fragen hat sich ergeben, daß möglicherweise noch zwei Personen vermißt werden. Es wurde daher im Laufe des 26. Dezember an der Unfallstelle ein Taucher eingesetzt, der das Bett der Saale absucht.