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Die Veisehung des Großadmirals Zellicoe

Die Schelmenkappe.

Gute Schwänke,

ben frohe Doktorskinder erleben in einem Osiseebad die mannigfaltigsten Abenteuer. Ein freundliches Schicksal führt die Kinderschar und ihre treue Freun­din in ein neues hoffnungsreiches Zuhause, wo die Zwillinge Klaus und Maria das Idyll der neun Kinder vervollständigen. Die eindrucksvolle und spannende Geschichte ist erfüllt von einem frohen Glauben an die Hilfe in der Not und klingt aus in einem Jubel über alles, was schön ist im Leben. Werner Chomtons farbige und schwarze Bilder beleben die anziehende Erzählung wirkungsvoll.

Alle Jahre wieder. Ein Weihnachts­buch von Lore Friedrich-Gronau. 16 Seiten mit acht vielfarbigen Offsetbildern. 1,50 RM. Jos. Scholz, Verlag, Mainz. (306) Ein prächtiges Weihnachtsbilderbuch für Kinder von drei bis sieben Jahren. Die Auswahl berücksichtigt neben den für diese Altersstufen geeigneten Gedichten und Derschen auch Weihnachtslieder, welche die Mütter in der Adventszeit und in der Weihnachtsstube mit den Kleinen singen. Lore Friedrich-Gronau malte zu den kindertümlichen Texten hübsche Bilder. Der Zauber der Vorweihnachts- und Weihnachtszeit ist in diesem Kinderbuch eingefangen, das man vielen unserer Kleinen in die Hand wünschen möchte.

DieliebenTiere. Bilder von Eugen O ß - wald, Verse von Herbert Kranz. Auf Pappe Hlw. 3,85 RM. Jos. Scholz, Verlag, Mainz 1935. (305) Ein Anschauungsbuch von künstlerischem Reiz, das jedes Kind vom 3. bis 7. Lebensjahr mit heller Freude betrachtet. Die schönen, kräftig um­randeten Profilzeichnungen Oßwalds heben sich wir­kungsvoll von der mit einfachsten Mitteln darge­stellten Umgebung ab, so daß der Blick nur auf das Tier gelenkt wird, dessen Gestalt und Wesensart sich auf solche Weise leicht einprägt. Die schlichten, faß­baren Verse von Herb. Kranz sind gut dazu angetan, das persönliche Verhältnis des Kindes zu seinen

Gustav Schalk: Meisterbuch Deut­scher Götter- und Heldensagen. Mit 56 Textbildern und vier farbigen Tafeln von Wilhelm Petersen. Ganzleinen 4,80 Mark. 390 Seiten. Verlag Ullstein, Berlin. (418) Die germani­schen Götter- und Heldensagen gehören zum unver­äußerlichen Bestand der deutschen Volkspoesie. Die Nachdichtung von Schalk, die hier in einer neuen Ausgabe oorliegt, steht innerhalb der germanischen Sagen-Sammlungen einzigartig da. Diese Samm­lung bietet wohl die beste und zugleich umfang­reichste Auswahl und erweckt durch die schöne und anschauliche Sprache die Götter- und Heldenwelt Germaniens, ihre Kämpfe und Schicksale zu neuem Leben. Diese Ausgabe enthält die gesamten Helden- und Göttersagen. Darüber hinaus bringt sie noch die Sagen von Parzival, Lohengrin und Tannhäu­ser. In Verbindung mit den neugeschaffenen Zeich­nungen von Wilhelm Petersen, die sich dem Stil der Erzählungen sinnvoll einpassen, wird diese Sa­gensammlung vor allem von der Jugend freudig begrüßt werden.

K indermärchen der Brüder Gri mm Mit 67 Zeichnungen von Otto Ubbelohde, im Auftrag der Reichsjugendführung herausgegeben von Karl H o b r e ck e r. N. G. Elwertsche Verlagsbuch­handlung in Marburg. Preis 2.40 Mk. (471) Aus der schönen Neuauflage der Gesamtausgabe der Grimmschen Märchen mit den Bildern unseres Un­vergessenen Landsmanns Otto Ubbelohde wir haben sie hier im vergangenen Jahr ausführlich gewürdigt ist hier eine Auswahl alles dessen ge­troffen, was unseren Kindern besonders ans Herz gewachsen ist. Man kann den Kurator der Reichs­jugendbücherei, der die Auswahl getroffen hat, nur dazu beglückwünschen, daß er wirklich die 27 Mär­chen ausgesucht hat, die zum unverrückbaren Haus- schatz jeder deutschen Mutter gehören und die hier selbstverständlich ungekürzt und unverändert ge­boten werden. Die dazugehörigen Zeichnungen Ub- belohdes, nicht minder der hessischen Landschaft und ihrem Volkstum entwachsen wie die Märchen, machen auch diesen Auswahlband, zu dem Karl Hobrecker ein verständnisvolles Vorwort geschrie­ben hot, zu dem schönsten Weihnachtsgeschenk für Mutter und Kind.

Marie Hamsum: Die Langerud- kinder im Winter. Neue Ausgabe mit vier farbigen Vollbildern und 44 Federzeichnungen von Hermann Pezold. In Leinen aebunden 3,80 Mark. Verlag Albert Langen/Georg Müller, München. (386) Schon einmal hat Maria Hamsum. die Frau des großen norwegischen Dichters, von den Langerudkindern erzählt, wie sie im Sommer auf

der Alm ein paradiesisches Leben führten, zusam­men mit Potimor, der Kuh und Svartkonsta. der Ziege. Der Winter, den die vier Kinder, Olga und Einar, Jngerid und Martha, nun mit ihren Tieren und Freunden in der dörflichen Einsamkeit verleben, ist womöglich noch schöner, obwohl er doch nur ein harter, langer Winter ist mit Frühaufstehen und Schule, mit Eiseskälte und viel, viel Schnee. Aber was geschieht nicht alles in dieser kleinen Welt! Da gibt es fröhliche Schneeballschlachten, da sausen die Buben auf Skiern zusammen mit Mirakel, dem Kälbchen, die vereisten Hänge hinunter, während­dessen die Mädchen sich mühen, ihrer Katze Malla die in Wahrheit ein Kater ist, das Mausen abzu- gewöhncn. Und da werden immer wieder neue Herz- hafte Kinderstreiche ersonnen, wilde und kühne Abenteuer unternommen, aber auch manche Tränen vergossen und wohl sogar Herzen verloren. Von alledem erzählt Marie Hamsun mit erfrischendem Frosinn und warmer Mütterlichkeit, und ihre lustigen Schilderungen, die jung und alt hellauf entzücken, gewinnen in dieser neuen, bebilderten Ausgabe durch die vielen Zeichnungen und bunten Bilder Hermann Pezolds ein noch reicheres und schöneres Leben.

Soldaten! Soldaten! Von Hans Friedmann. 18 Seiten. Für das Alter von 6 bis 12 Jahren. Halbleinen 2,80 Mark Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. O./Berlin. (481) Heute steht unsere Wehrmacht wieder mehr denn je im Mittelpunkt des Interesses. Und wenn unsere Jungens schon immer begeisterte Soldatenfreunde waren, sind sie es jetzt in noch größerem Maße. Da erscheint zur rechten Zeit ein BilderbuchSol­daten! Soldaten?" Mit Flak, Luftwaffe und Kriegs­marine bei gemeinsamer Hebung beginnt es und dann geht es durch alle Waffengattungen des neuen Reichsheeres. Die Bilder getreue Wiedergaben,

von dem bekannten Soldatenmaler Hans Fried­mann gezeichnet find durch einen Text ergänzt, der in kurzen, klaren Sätzen die Vorgänge auf den Bildern charakterisiert.

Die Geschichte vomKorn. Von Frie­del Wilm. 32 Seiten. Für das Alter von 5 bis 9 Jahren. Halbleinen 2,80 Mark. Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. O./Berlin. (479) Es war ein guter Gedanke der Verfasserin, dieses Bilderbuch, das für das eigene Töchterchen ent­stand, durch eine Veröffentlichung Allgemeingut werden zu lassen: jede Mutter, der mit diesem Buch ein kindertümliches Lehrbüchlein, das doch nichts Lehrhaftes an sich hat, in die Hand gegeben ist, wird es dankbar begrüßen. Dieses Bilderbuch will dem Kinde den Segen der Erde nahebringen und zwar in einer Geschichte vom Korn, das selbst dem Kleinkind in der Verwandlung von Brot und Kuchen bekannt ist und so der kindlichen Wißbegier entgegenkommt.

Steig ein, mein Kind! W i r reisen durchsJahr! Verse von Carl Robert Schmidt, Bilder von Else Wenz-Vietor. 24 Seiten. Für das Alter von 5 bis 10 Jahren. Preis Halbleinen 2,80 Mark. Stalling, Oldenburg. (480) In diesem Bilderbuch erstehen die vier Jahreszeiten in Wort und Bild vor uns, in glücklicher Ergänzung von jedem Monat etwas besonders Charakteristi­sches herausstellend, und dieses in einer Art, die sich den Kindern leicht einprägen wird. So durch­leben sie den Jahreslauf mit allem Schönen und allem Unbill, und die ansprechenden Gedichte sind mit den Zeichnungen der bekannten Illustratorin Frau Else Wenz-Vietor, die unseren Kindern schon viel Schönes bescherte, ganz dazu angetan, die kind­liche Phantasie anzuregen und über den Rahmen des Gezeigten hinaus zu beschäftigen. Da leben alte Bräuche auf und altüberlieferte Märchengestal­ten wie die Roggenmuhme, die Eisheiligen, die Heiligen Drei Könige und der gute St. Nikolaus. So wird nun jeder Monat dem Kinde ein Begriff werden, sieht es doch aus diesem Bilderbuch selbst, was er ihm an Freuden bringen wird.

Friedrich Gerstäcker: Im Insel- meer. Vier Erzählungen aus der Südsee. Buch­schmuck von Professor Alfred P e l l o n. 160 Seiten. A Anton & Co., Verlag, Leipzig. (300) Gerstäcker hat sich als Jugenderzähler längst einen Namen gemacht, und selbst Erwachsene werden sich von Zeit zu Zeit gern wieder einmal in seine spannenden Geschichten vertiefen. Vier der besten seiner Erzählungen sind in dem vorliegenden, hübsch illustrierten Buche vereinigt, das sicher viele dankbare jugendliche Leser finden wird.

lustige Geschichten und herzhafte Worte aus den Schriften des ehrenfesten Johann Peter Hebel und vieler anderer deutscher Erzähler, gesammelt von Carl Ferdinands. Buchschmuck von Professor Hans von Volkmann. 151 S. A. Anton 8- Co., Verlag, Leipzig. (299) Der Herausgeber hat aus dem reichen Schatz deutscher Volksdichtung, vor allem aus den Geschichten desRheinischen Haus­freundes" die schönsten und auch für junge Leser geeigneten Schwänke zusiimmengetragen. Das Buch wird Jungen und Mädels viel Freude machen und manchen von ihnen auch von hier aus anregend in die Welt der großen deutschen Dichtung führen.

Wilhelm Matthießen: Hinter den sieben Bergen. Die Märchen aus der alten Gafse. Mit Bildern von Else Wenz-Vietor. Ganz!. 4,20 Mark. K. Thienemanns Verlag, Stutt­gart. (352) Matthießen zeigt sich als Meister des Märchens und Else Wenz-Vietor als Meisterin des Märchenbildes.Man liebt dieses Buch, weil es einfach ist, klar in der Sprache, sich nur mit dem befaßt, was die Kinder kennen, was sie lieben, womit sie die kleinen Freuden und Leiden ihres Tages ausfüllen. Die Märchen sind voll gesunder Phantasie, die nicht übersteigert ist. Ein Kind traut so gern und selbstverständlich den Tieren, Blumen, Menschen und Dingen das zu, wovon dieses Buch erzählt. Die Kleinen können nicht genug hören vom Schaukelpferd, vom alten Koffer, vom wun­derbaren Spazierstock, vom Hütchen, von der Eisen­bahn und anderen Dingen, die im Märchenreich hinter den sieben Bergen eine große Rolle spielen. (Für Buben und Mädchen von 4 bis 10 Jahren.)

Eleonore von Heeringen: Alle Neun. Kinder erobern das Glück. Mit Bildern von Werner C h o m t o n. Halbl. 3,80 Mark. K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. (348) Sie­

den Gesetzen der Vererbung beherrscht wird. Pro­fessor Dr. Vogt hat kürzlich eine größere Anzahl eineiiger Zwillingspaare bekanntlich die beliebtestenVersuchskarnickel" der Vererbungs­forscher, weil derartige Zwillinge völlige gleiche Erb­anlagen aufweisen untersucht, die im Alter von 55 bis 80 Jahren standen. Es ergab sich, daß bei sämtlichen Zwillingspaaren, die teilweise unter sehr verschiedenen äußeren Bedingungen gelebt hat­ten, eine geradezu verblüffende Ueberein- st i m m u n g der jeweiligen Alterssymptome (Er­grauen der Haare usw.) festzustellen war. Selbst die Augenlinsen sämtlicher Zwillinge zeigten stets bei beiden Partnern fast genau die gleichen Altersver­änderungen!

Ferner haben amerikanische Versicherungsfach­leute in letzter Zett ein riesiges Material von Ver­sicherungsfällen durchgearbeitet und das Sterbe- alter ihrer Versicherten in Vergleich gesetzt mit dem jeweiligen Alter, das die Eltern der Ver­sicherten erreichten. Dabei ließen sich deutlich zwei Gruppen unterscheiden: Versicherte, deren Eltern ein relativ hohes Lebensalter erreicht haben und eine zweite Gruppe, bei der ein Elternteil oder beide Eltern in einem Alter von unter 50 Jahren ge­storben sind. In der Gruppe der Versicherten mit den langlebigen Eltern war die Sterbeziffer ganz erheblich günstiger der Unterschied betrug rund 30 v. H. Dieses Resultat beweist, daß auf den großen Durchschnitt berechnet Kinder langlebi­ger Eltern gute Aussichten haben, selbst e i n hohes Alter zu erreichen.

Krauen werden durchschnittlich älter als Männer.

Ein deutscher Wissenschaftler hat sich der Mühe unterzogen, sämtliche ihm irgend erreichbare Perso­nen zu untersuchen, die ein tatsächlich beglaubigtes Alter von hundert Jahren und darüber aufwiesen. Nach langen Bemühungen glückte es ihm, insgesamt 124 Personen dieses ehrwürdigen Alters aufzufinden darunter waren 81 Frauen und nur 43 Männer! Nach diesen Feststellun­gen wäre also die Wahrscheinlichkeit, hundert Jahre alt zu werden, bei einer Frau doppelt so hoch wie bei einem Mann. Die Ursachen der größeren Män­nersterblichkeit sind unschwer festzustellen: körper­liche und geistige Schwerarbeit, Kriegsdienst usw. bringen durch direkte Unfälle und Verletzungen ober indirekt durch frühzeitigeAbnutzungskrank­heiten" erhöhte Gefahren mit sich. Allerdings verteilen sich Krankheit und Tod als solche in den einzelnen Altersklassen sehr verschieden über die bei­den Geschlechter. Denn wenn auch im ganzen ge­nommen der Mann etwas geringere Lebensaussich­ten hat, lehrt uns doch die Krankheits- und Sterb­lichkeitsstatistik, daß es im Laufe des Lebens Zei­ten gibt, in denen die Frau weit mehr gefähr­det ist als der Mann. Auch die Frau hat von Natur aus ihren lebenswichtigen, schweren und mit besonderen Gefahren verbundenen Beruf: die Ge­burt der Nachkommenschaft. In der Tat finden wir in den Jahren der größten weiblichen Fruchtbarkeit auch eine erhöhte, das männliche Geschlecht übertref­fende weibliche Sterblichkeit.

Die Ehe verlängert das Leben.

DieLedigen" schließlich, die ja schon im Altertum ein besonderes Problem der Bevölkerungs­politik darstellten, spielen bei beiden Geschlechtern eine Sonderrolle Auch hier läßt sich natürlich nur über die Gesamtheit der Unverheirateten, nicht aber über den Einzelfall ein Urteil abgeben. Wir wissen heute, daß der Ledige im allgemeinen ein gerin­geres Alter erreicht, als der Verheiratete, was wohl auf eine unstetigere, oft weniger geregelt* Lebensführung zurückzuführen ist. Es braucht sich durch diese Feststellung gewiß nicht jeder männlich* oder weibliche Junggeselle getroffen zu fühlen, aber durchschnittlich ist das Leben der Ledigen tatsäch­lich kürzer.

Leder ist so alt, wie er sich suhlt!

Neue Wissenschaft von uns selbst.

Von Dr. W. Hansen.

Der Trauerzug in den Straßen Londons von Westminster-Abtei zur St.-Pauls-Kathedrale. Matrosen des KriegsschiffsPembroke" ziehen die von zehn Admiralen begleitete Lafette mit dem Sarg. Unter dem Trauergefolge der Prinz von Wales, der Herzog von York und als Vertreter der deutschen Kriegsmarine der Flottenchef Vizeadmiral F o e r st e r. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Bücher unter dem Weihnachtsbaum.

Neue Kinderbücher und Zugendschristen.

Tierfreunden zu beleben.

Hänschen dideldänschen! Von Lia Doering. Liebe neue Kinderreime von Herbert Kranz. Hlw. 2,25 RM. Jos. Scholz, Verlag, Mainz 1935. (307) Herbert Kranz versteht es, in seinen Versen den Kinderton zu treffen, und Lia Doering weiß aus ihrer reichen Erfahrung und Hebung zu malen, was den Kleinen gefällt. Allerlei Szenen aus dem Spiel- und Tageserleben des Kin­des werden in kindertümlichen Versen und reizen­den Bildern vor das Auge des Beschauers gestellt. Für Kinder vom 3. bis 6. Lebensjahre. Das Buch ist auch unzerreißbar auf Pappe zu haben.

SammlungLies und schau!" Heraus­geber: Gerhard Krüge! und Karl Scholz. Nr. 1001, 1002, 1004, 1005. Je,30 RM.Unser

In letzter Zeit ist von verschiedenen Gelehr­ten eine ganze Reihe wichtiger Forschungs­ergebnisse zu einem Thema veröffentlicht wor­den, das wohl jeden Menschen von allen wissenschaftlichen Fragen am meisten inter­essiert: wir meinen die Probleme des Al­terns. Der nachstehende Artikel gibt einen kurzen Bericht über diese neuen Arbeiten.

Wir alle haben wohl schon davon gehört oder entsprechende Erfahrungen bereits selbst ge­macht das dem Menschen die Zeit immer rascher zu vergehen scheint, je älter er wird. Die scheinbar so gleichmäßige astronomische Einheit ein Iah r" umschließt für ein zehnjähriges Kind zweifellos einen viel längerensubjektiven Zeitraum" als etwa für einen vierzigjährigen Menschen, der an seinem nächsten Geburtstag miß­mutig feststellt, daß das letzte Jahr wieder einmal geradezu unwahrscheinlich schnell vergangen sei. Das alles ist hinreichend bekannt nur hat man bis­her gedacht, daß es sich hier nur um rein persön­liche psychologische Fragen, nicht aber um wirkliche Unterschiede derwirklichen", der astronomischen Zeit, und derK ö r p e r z e i t" des jungen und alten Menschen handelt.

Körperzeit? So etwas gibt es nämlich, die Wissenschaft hat es gerade erst herausgefunden, und die Gelehrten sprechen jetzt in diesem Zusam­menhang vomphysiologischen Iahr", das sie dem astronomischen gegenüberstellen. Es hat sich beispielsweise gezeigt, daß eine Wunde von be­stimmter Größe vom Organismus eines Zehnjähri­gen in einem Viertel der Zeit geheilt wird, die ein Fünfzigjähriger dazu braucht. Das heißt aber nichts anderes, als daß die Zeit für den Fünfzig­jährigen physiologisch gesehen viermal s o rasch wie für den Zehnjährigen verläuft. Aus der Heilungsgeschwindigkeit läßt sich mit mathema­tischer Gesetzmäßigkeit dasphysiologische Alter" eines Menschen, d. h. das Alter seines Körpers, feststellen.

Alte Volksweisheit bewährt sich.

Wohl jeder von uns kennt Menschen, die wesent­lich jünger ober älter aussehen, als sie nach ihrer Geburtsurkunde eigentlich sind. Das ist eine Binsen­weisheit, aber man hat bisher noch nicht gewußt, daß in solchen Fällen dasscheinbar e" Alter des Betreffenden das richtige d. h. physiologische Alter ist, während das astronomische Alter falsch" sein kann. Wenn etwa eine Frau von 35 Jahren wie eine fünfundzwanzigjährige aussieht wobei natürlich von kosmetischen Verschönerungs­künsten abzusehen ist bann ist sie meistens auch tatsächlich jünger, als ihr Paß angibt! Eine Unmenge Beweismaterial von Patienten, bie ir- genbeine Wunbe aufwiesen, liegt vor. Es zeigte sich, baß zwar in ber Mehrzahl ber Fälle (etwa 80 v. H.) bas physiologische Alter mit ber Geburts- urkunbe übereinstimmte bie Wunben heilten also in ber für bas jeweilige Alter in Betracht kommenben Zeit baß aber baneben immer wie­her Patienten beobachtet mürben, deren Körper­substanz erheblichälter" oberjünger" war. Dem- entsprechenb verhielt sich bei ihnen auch berHei- l u n g s i n b e x". Die modernste Wissenschaft hat also jetzt die Wahrheit jener alten Volksweisheit nachgewiesen:Jeder ist so alt, wie er sich fühlt.".

Langlebigkeit ist erblich.

Die Wissenschaft ist sich bisher nicht ganz darüber klar gewesen, inwieweit bas Lebensalter eines Menschen von äußeren Faktoren Lebenshal- tung, Beruf usw. unb inwieweit es von ben jeweiligen Erbanlagen bebingt wirb. Nun ist es selbstverständlich, baß ein Mensch burch unver­nünftige Lebensweise, burch berufliche Ueberbean- spruchung usw. fein Lebensalter möglicherweise ver­kürzen kann unb umgekehrt andererseits haben aber gerabe bie neuesten Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet einbeutig festgestellt, baß wie so vieles anbere auch unser Lebensalter sehr wesentlich von

täalich Brot" von Paul Mettke, mit Bildern von Prof. Ernst Liebermann (Nr. 1001). -'Hand­werk hat goldenen Boden" von ßta Doe­ring (Nr. 1002).Peter geht zur See . Mit Bildern von Prof. Alex Eckener (Wr. 1004).Im Wald und a u f d e r H e l d e . Mtt Bildern von Hans Friedrich (Nr. 1005 - Das Deutsche^Bilder- buch). Jos. Scholz, Verlag, Mainz. (304) Dw neue SammlungLies und schau, zeichnet^ sich durch schlichte, natürliche Erzählung, klaren ^rak- turdruck und reichen Bildschmuck aus In diesen Um. Weltgeschichten, die für 'Sieben- bis Achtjährige verständlich sind, werden schon unsere Kleinen be­wußt mit dem deutschen Boden und dem Schaffen des deutschen Menschen vertraut gemacht. Die Art, wie Paul Mettke in anschaulichen Lesestucken das Werden unseres täglichen Brotes darstellt, ist muster­gültig. Ueberaus lebensvoll wirken die prächtigen Bilder Prof. A. Eckeners zu dem hübschen Bändchen Peter geht zur See", in dem E. Albert einen Ein­blick in ben Werbegang eines Schiffsjungen bis zum Kapitän gibt. Lia Doering stellt geschickt bie wichtig­sten Hanbwerksberufe zusammen unb charakterisiert sie kinbertümlich in Wort unb Bilb. Meyer-Fromm- holbs BüchleinIm Walb unb auf ber Heide" emp­fiehlt bie frische, natürliche Art, in ber hier bie Natur beschrieben wirb. Die Büchlein eignen sich bestens als erste Lesehefte im Anschluß an bie Fibel. Sie werben von Kinbern von sieben bis neun Jahren gern gelesen.

Bimbo. Das neue Kartenspiel, bas Spiel ber 1000 Möglichkeiten. Einzelspiel mit 64 Karten 1,60 Mark. Jos. Scholz, Verlag, Mainz. (303) Ein leicht zu erlernenbes neuartiges Kartenspiel, bas manchen Abenb fröhlich ausfüllen kann unb eine kleine Gesellschaft in Spannung hält. Sind mehr als drei Mitspieler, so empfiehlt es sich, bas Doppelspiel, mit zusammen 128 Karten zu benutzen. Nach ber Spielart bes Romme werben Worte ge­bildet. Dazu stehen ben Spielern große unb kleine Buchstaben zur Verfügung, einer auf jeder Karte. Gegenüber dem Romme-Spiel hatBimbo" den Vorzug, frei von jeder starren Spielvorschrift zu fein. Es sind viele Möglichkeiten der Spielform ge­geben, unb wenn man sich etwa auf geographische Begriffe beschränkt ober nur bie Namen berühmter Männer ober geschichtlicher Ereignisse zuläßt, so ist bas Spiel nicht nur interessant, fonbern erforbert auch ein ziemliches Maß von Aufmerksamkeit, Wissen unb schnellem Entscheibungsvermögen. Bimbo ist für bie Heranwachsende Jugend und auch für Erwachsene gleicherweise fesselnd, anregend und bildungfördernd, eine Art Silben- oder Kreuzwort- rätsel in Form eines Kartenspiels.

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