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MW General-Anzeiger für Oberheffen

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Nr. 277 Srftes >8Z.Zahrgaiig Mittwoch, 2L lioocmbcr

Eichener Anzeiger

Das Kabinett Laval außer Gefahr

Verständigung mit den Radikalsozialisten.

Lavals Appell an Frankreich.

Festhalten an der Sparpolitik zur Sicherung des Franken. - Wunsch nach gutnachbarlichen Beziehungen mit Deutschland.

rechten an Sowjetrußland vorstellig geworden. Es sei notwendig, den französisch-sowjetrussischen Beistandspakt ebenso wie den tschechoslowakisch- sowietrussischen Beistandspakt auf ferne Vereinbar­keit mit dem Militärbündnis ber SU einen Entente von 1933 sowie auf seine Vereinbar­keit mit dem gesamten Bündnissystem Rumäniens zu prüfen, dem nicht nur die Kleine Entente und Frankreich, sondern auch Polen angehören. Artikel 123 der rumänischen Verfassung schließt die Mög­lichkeit einer Überschreitung der nationalen Gren­zen durch eine fremde Armee ohne besondere ge­setzliche Genehmigung ausdrücklich aus. Auch die Beistandsbestimmungen des Völkerbundes könnten nicht in einem der rumänischen Verfassung ent­gegengesetzten Sinne gedeutet werden. Bratianu wendet sich kategorisch gegen jede Gewährung von Einmarschrechten für die sowjetrussische Armee, die trotz aller gutnachbarlichen Beziehungen die Ge­fahr des russischen Imperialismus und des Kommunismus mit sich bringen müßte.

gutnachbarliche Beziehungen ge­genseitiger Achtung mit Deutsch­land herzustellen und zu fördern. Das starke, wachsame, friedliche Frankreich habe nichts zu fürchten.

Als er die Regierung übernommen habe, habe er gewußt, daß er eine schwere Verantwortung auf sich nehme. Er sei bereit, diese Verantwortung noch weiter zu tragen. Aber die Regierung müsse ihre Autorität behalten. Frankreich werde sich nicht selbst aufgeben. Es habe schlim­mere Schwierigkeiten gekannt.

Rumänien und der Ostpakt.

Bratianu warnt vor der Gewährung von Durchmarschrechten an die Rote Armee.

Bukarest, 26. Nov. (DNB.) Georg Bra- ti a nu, der Führer der abgesplitterten Gruppe der Liberalen, ist bei dem Außenminister wegen der Frage eines s o w j e t r u s s i s ch e n Beistands- Paktes unter Gewährung von Durchmarsch-

r a? 1 5 Nov. (DNB.) In einer über sämt- uaje französischen Sender verbreiteten Rundfunk- ansprache gab Ministerpräsident Laval Rechen­schaft über die Betätigung des Kabinetts im Rah­men des Auftrages vom 7. Juni 1935, der dahin lautete, den Franken zu verteidigen. Laval fchil- oerte die Auswirkungen seiner Notverordnungen und verwahrte sich gegen den Vorwurf, einzelne Rlaffen starker herangezogen zu haben als andere. Er habe den Grundsatz der Gleichheit der Pj f r a^e Franzosen zur Anwendung ge­bracht. Im Interesse der wirtschaftlich Schwachen seien Senkungen der Mieten, der Hypothekenzinsen sowie der Preise für Gas, Elektrizität und Kohle vorgenommen worden, die als beispiellos kühn zu bezeichnen seien. Das englische Volk habe seiner Regierung zur Bewältigung der wirtschaft­lichen Schwierigkeiten vier Jahre lang das Vertrauen bewahrt. Der französischen Re­gierung gönne man nur vier Monate, und schon regten sich unerbittliche Zensoren, die über die Regierung den Stab brechen wollten. Diese Zen­soren feien sich gar nicht darüber klar, was damit angerichtet werde.

Schon die Möglichkeit, daß die bevor- stehenden Parlamentsverhandlungen Schwie­rigkeiten bringen könnten, habe verhee­rend gewirkt. Es zeige sich wieder die gleiche Erscheinung, die die Bildung der Re­gierung Laval gerechtfertigt habe, nämlich der Goldabfluß. Ein Land könne nicht ewig von Anleihen leben. Ls müsse klug und tat­kräftig seine Ausgaben seinen Ein­nahmen anpossen. Line neue Ab­wertung des Franken fei abzulehnen. Die Regierung werde auch nicht zulassen, daß durch Schwächung der Regierungsgewalt über eine schleichende Krise das gleiche Ergebnis er­zielt werde. Die Aufrechterhaltungder Sparmaßnahmen verhüte die Abwer­tung. wenn das Parlament anderer Ansicht sei, möge es das klar sagen. Es sei unzulässig, wenn die Leute, die in Rede und Schrift die Abwertung ablehnten, diese durch ihre Stimm­abgabe unvermeidlich machten. Die, die für die Ordnung und Sicherheit verantwortlich seien, übernehmen auch die Wahrung der republika­nischen Einrichtungen. Keine Partei habe das Recht, ihre Autorität an die Stelle der Auto­rität des Staates zu fetzen. Er rufe alle Fran­zosen auf und bitte sie, der Welt nicht das Schauspiel der Zerrissenheit zu geben. Die Tat­sache. daß am 11. November zwei Umzüge zum Grabe des Unbekannten Sol­daten stattfanden, sei ein Zeichen für den tiefgreifenden Z w i st. Rur in der

nationalen Aussöhnung liege das heil.

Als Außenminister habe er nur ein Ziel: der französischen Heimat den Frieden zu be­wahren. Seine Aufgabe werde leichter zu erfüllen sein, wenn Frankreich stark bleibe, wenn feine Finanzen gefunb und feine Stim­mung gut fei. Die internationale Lage mahne Zur Vorsicht. Neben der freundschaftlichen Z u - f ammenarbeit mit Großbritannien habe Frankreich die Freundschaft mit Ita­lien wahren müssen, die er selbst am 7. Januar dieses Jahres in Rom besiegelt habe. So habe die französische Polittk alle militärischen Süh­nemaßnahmen sowie alle Maßnahmen gegen Italien abgelehnt, die zu einer Blockade zur See hätten führen können. Die Schließung des Suezkanals fei niemals ins Auge gefaßt worden. Er habe das Gefühl, auf diese Weise den Belangen Frankreichs und dem Frieden gedient zu haben. cm-»1??.1, äußerte sich dann optimistisch über die Möglichkeit einer Beilegung des italienisch-abessini- schen Streites. Er hoffe, oaß man im gegebenen Augenblick nicht vergeblich den Versöh­nung s g e i st M uffolints anrufen werde. ?lan <^fr^e möglichst rasch eine gerechte und ehr- liche Losung finden müssen, die die Grundsätze der Volkerbundssatzungen mit den Belangen Italiens 'N Einklang bringe. Diese Ansicht werde sicher von all denen geteilt die in der Welt die Verantwortung tragen. Er wisse daß der Leiter der italienischen Regierung den Willen habe, fein Land an der Organisierung des Friedens in Eu­ropa teilnehmen zu lassen. Frankreich werde dann das Werk wieder aufnehmen können, das, wefen fei ° be0Onnen' fo hoffnungsvoll ge-

Frankreich fei dem Grundsatz der kol- leklivenSicherheittreugeblieben. Es habe das bei allen feinen diplomatischen Unternehmungen bewiesen. So sei namentlich der französisch - sowsetrussifche PaktgegenkeinLandgerichtet. Diese Versicherung habe der französische Botschafter in Berlin neuerlich dem Reichskanzler ge­geben. Frankreich verzichte auf keine seiner Freundschaften. Es achte alle seine Verpflich­tungen. In Verfolg der Festigung des europä­ischen Friedens suche es die Mithilfe aller, und es wünsche aufrichtig.

Paris, 27. Nov. (DNB. Funkspruch.) Vorn Echo de Paris" bis zum marxistischenPopulaire" ist man sich am Mittwoch darüber einig, daß der Sturz der Regierung in der Kammersitzung am Donnerstag nicht mehr zu erwarten sei, nachdem die Radikalsozialiften sich einver- tanden erklärt haben, die Frage der Kampf- bünde erst nach der Finanzaussprache zur Beratung zu stellen. DasEcho de Paris" rechnet sogar mit Sicherheit damit, daß Laval auch in dieser letzten Frage die Mehrheit auf sich ver­einigen werde, da die Maßnahmen, die zur Auf­rechterhaltung der öffentlichen Ordnung getroffen worden seien, sicherlich den radikalsozialistischen Wünschen entsprechen würden. Man werde aller­dings damit rechnen müssen, daß sich die radikal- ozialistische Fraktion bei der Abstimmung in drei Teile teile, wobei etwa 40 Abgeordnete für die Regierung und 20 dagegen stimmen würden, während sich der Rest der Stimme enthalten werde. DasOeuvre" schreibt, es stehe außer Zweifel, daß ich die Regierung mit einigen Trümpfen in der Hand der Kammer vorstellen werde. Es ei daher nicht möglich, schon jetzt irgendeine Vor­aussage zu machen.

DieE r e N o u v e l l e", das Blatt Herriots, rückt in ihrem Leitartikel wesentlich von dem poli­tischen Programm der Volksfront ab, und zeigt sich keineswegs beglückt über die Vorschläge der Marxisten zur Bildung eines Kabinetts der Volks- ront. Bei den marxistischen Vorschlägen handele

es sich um nicht mehr und nicht weniger als um die Zerstöruna b e s bürgerlichen Staa­tes und feine Ersetzung durch denArbeiterstaat", in dem eine Diktatur d e r Arbeiterklasse ausgeübt würde. Auch das Blatt des linken Flü­gels der Radikalsozialisten, dieR e p u b l i q u e" tritt für eine Verständigung mit der Regierung Laval ein und erklärt, es sei be­stimmt möglich, eine Verständigungsgrundlage zu finden, die es der Regierung erlaube, bis zum Ende der gesetzlichen Tagungszeit der Kammer die Staatsgeschäfte zu führen. Man müsse dem Lande die Möglichkeit geben, bei den kommenden Wah­len zwanglos sein Schicksal selbst zu bestimmen.

Die marxistische Oppositionspresse erklärt, wenn der Ministerpräsident in seiner Rund­funkrede ein sehr trübes Bild von der finanzpoli­tischen Lage gemalt habe, wie er sie bei der Ueber- nahme des Kabinetts vorgefunden habe, so habe er vergessen, ihr den gegenwärtigen Zu­stand gegenüber zu stellen, der keineswegs besser sei. Wenn Laval, schreibt Leon Blum im Populaire", am Donnerstag in der Kammer ge­stürzt werde, werde er Frankreich in demselben schlechten Zustand verlassen, wie er es übernommen habe und vielleicht in einem noch schlechteren, denn er habe Geldmittel ohne Ergebnis erschöpft. Der So­zialistenführer gibt dann noch einmal die Haltung seiner Partei an.Kampf bis zum A e u ß e r st e n gegen die Regierung.

Heligföfe Selbstbesinnung im Jemen Osten.

Von Otto Corbach.

Es war schon immer ein grober Irrtum zu glauben, einmoderner" Chinese oder Japaner habe mit der Uebernahme abendländischer Ver- fahrungsweisen und Lebensformen auch fein inneres Wesen entsprechend gewandelt. Der Ostastate betrachtete die technische Ueberleaen- heit desWestens" in Wirklichkeit als einen nach­zuholenden Vorsprung in der Aneignung von Er- rungenschaften nebensächlicher Bedeutung; er fühlte fui) ob mit Recht oder Unrecht, sei dahingestellt im eigentlichen kulturellen Sinne nach wie vor demfremden Teufel" überlegen. Ein Neuling aus Europa oder Amerika mochte in Japan lange Zeit von vielen Japanern, die er ken­nenlernte, den Eindruck behalten, daß sie alle japa- msche Ursprünglichkeit verloren hätten. Eines Tages aber kam er wohl dahinter, daß etwa ein scheinbar aufs äußerste europäisierter oder gar amerikanisier- ter japanischer Geschäftsmann feinen Tag regel­mäßig damit zu beginnen pflegte, eine halbe Stunde lang mit gekreuzten Beinen aufrecht sitzend, die Hande auf den Knien, die Augen halb geöffnet, wie eine Bildsäule zu verharren, um den Atem zu regulieren und die rechte Geisteshaltung zu gewin­nen. Abends vor dem Schlafengehen mochte der­selbe Mann, noch so ermüdet und abgehetzt, ge­wohnt sein, ein halbes Dutzend Gedichte aus dem 12. Jahrhundert zu lesen, um für die Nacht den Kops von geschäftlichen Dingen frei zu bekommen.

Immerhin mußte die Pflege übernommener kultu­reller Eigenart unter dem Leistungsaufwand leiden, den eine freie Anpassung an neuartige soziale Lebensbedingungen erforderte, die aus der zwangs- läufigen Einbeziehung in einen von fremden Mäch­ten beherrschten Weltverkehr heroorgingen. In der Jugend zumal konnte die Masse aufzunehmenden fremden Wissens leicht die Empfänglichkeit für über­nommene Lebensweisheit lähmen. In China, wo, anders wie in Japan, die von der Küste her in das Innere eindringenden fremden Einflüsse eine jahr- tausendealte Staatsordnung völlig zu zersetzen ver­mochten, kam es nach der Revolution von 1911 vorübergehend zu einer allgemeinen Abwen­dung führender politischer Kreise von aller lieber- heferung und einer zügellosen Verherrlichung frem­der radikaler Ideen und Ideale. Der konfuzianische Ahnenkultus wurde alsTyrannei der Toten" ver­schrien, und man schwelgte in Vorstellungen von einer rein rationalistischen Gestaltung persönlicher wie sozialer Lebensformen.

Nach Ausbruch des Weltkrieges begannen sich modernisierte Japaner wie Chinesen von jeder Überschätzung westländischer Kulturformen zu er­holen. Man sah mit Staunen, mit welcher Erbitte­rung die abendländischen Volker sich gegenseitig zerfleischten; die Uebervaschung war noch großer, als die Entente-Mächte in immer größerem Um­fange farbige Hilfskräfte der Teilnahme am Kampf Zur Rettung der Zivilifatton" vor dem Ansturm deutscher Barbaren" undHunnen" würdigten. Nach Friedensschluß ließ man sich zunächst durch den trügerischen Glanz amerikanischer Dollar-Diplo­maten blenden oder durch vorübergehende welt­bewegende Wirkungen der bolschewistischen Revolu- tton täuschen. Man wurde gegenüber Washington wie Moskau in dem Maße ernüchtert, wie die Er­eignisse im Fernen Osten von selbst einen immer unabhängigeren Lauf nahmen und von Ost- wie Westeuropa und Amerika ausgehende weltpolitische und weltwirtschaftliche Wirkungen immer weniger im eigenen Kulturkreise fühlbar werden ließen.

Die nationalreoolutionäre Bewegung, die Dr. Sun - Iat - fen von Kanton aus anfachte, suchte eine Zeitlang mit aller kulturellen Tradition zu brechen. Nach dem Tode ihres Führers im Jahre 1925 machte man dessen Person und seinTesta­ment" zum Gegenstand eines neuen Kultus, der den konfuzianischen völkisch ersetzen sollte. Die Leh­ren Sun-Jat-sens, der im Auslande studiert und meist fern der Heimat gelebt hatte, galten als ein Evangelium, das alle älteren Heilslehren über­flüssig machen und das chinesische Volk auf neuen Wegen einer glänzenden Zukunft entgegenführen sollte. Eine Zeitlang glaubte man zugleich m i t bolschewistischem Winde segeln zu können. Als aber die kommunistischen Losungen, unter denen man den Kampf gegen dieungleichen Verträge" führte, an den Machtstellungen fremderImperia­listen" in denVertragshäfen" wirkungslos ab­prallten, schüttelte Tschiang Kai-schek, der stärkste Mann in der von Sun-Jat-sen gegründeten Kuomintang-Partei, kommunistische und linksradi­kale Elemente, samt den sowjetrussischen Ratgebern, ab. Seitdem bilden die Lehren Sun-Jat-sens die einzige theoretische Grundlage für die Kuomin­tang und die aus ihr hervorgegangeneZentral­regierung" in Nanking.

Obgleich Sun-Jat-sen seine sozialreformerischen Ideen vorwiegend aus abendländischen Quellen ge­schöpft hatte, z. B. war er besonders stark von dem Amerikaner Henry George beeinflußt, wollte er persönlich keineswegs das Studium der alt- chinesischen Klassiker vernachlässigt wissen. Er be­hauptete im Gegenteil, daß sich diemodernen" Ideen zwanglos aus dem ableiten ließen, was die alten Weisen Chinas lehrten. Seine Anhänger waren daher nach feinem Todepäpstlicher als der Papst", als sie denSunjatfenismus" zu einer alle anderen Kulte, besonders den Konfuzianismus, ver­drängenden Glaubensbewegung zu entwickeln such« ten. Darin hat sich inzwischen ein gründlicher Wan­del vollzogen. Zum erstenmal feit der Revolution Dom Jahre 1911 wurde im vorigen Jahre der Geburtstag Konfuses wieder als notto«

60. Geburtstag des Reichsschahmeisters der TiSOAp.

M ü n ch e n , 26 Nov. (DNB.) Am 27. November begeht der Reichsschatzmeister der NSDAP., Reichs­leiter, SA.- und SS.-Obergruppenführer Franz Xaver Schwarz seinen 60. Geburtstag. Seit

(Scherl-Bilderdienst-M.)

zehn Jahren ist SchwarzFinanzminister" der NSDAP, und hat als solcher auch die Reichszeug­meisterei, den Haus- und Grundbesitz der Partei und das Reichsrevisionsamt zu verwalten. Als Lei­ter der Reichskartei regelt er das Aufnahme- und Mitgliedfchaftswefen. Darüber hinaus aber ist er im ganzen deutschen Volk bekannt geworden durch die mustergültige Organisation der Winterhilfs- und Arbeitsbeschaffungslotterie. Die Hauptstadt der Bewegung verlieh ihm das Ehrenbürgerrecht in Würdigung seiner langjährigen erfolgreichen Tätig­keit in der Stadtverwaltung und feiner hervorragen­den Verdienste um die nationalsozialistische Be­wegung . Die Glückwünsche der Stadtverwaltung

hat Oberbürgermeister Fiehler dem Reichsfchatz- meister bereits unter Übersendung eines Blumen- gcbmdes und einiger Flaschen aus dem Ratskeller zum Ausdruck gebracht.

Der Glückwunsch des Führers.

Berlin, 27. Nov. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat an den Reichsschatz- meifter der NSDAP, zu seinem 60. Geburtstag fol­gendes Glückwunschtelegramm gerichtet:

Mein lieber Parteigenosse Schwarz! Zu Ihrem heutigen 60. Geburtstag sende ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche. Ich verbinde sie mit dem aufrichtigsten Dank für die durch alle die langen Jahre geleistete große Arbeit im Dienste der Bewegung und damit an der Wie- deraufnchtung unseres neuen Deutschen Reiches. In der Hoffnung, daß Sie mir und der Partei wie in der Vergangenheit fo auch in der Zukunft in alter Schaffenskraft erhalten bleiben mögen, bin ich in herzlicher Freundschaft

Ihr Adolf Hitler."

Ein Schlag gegen die jugoslawischen Kommunisten.

Belgrad, 26. Nov. (DNB.) Der 2lgramer Polizei gelang es, den geheimen Zentral- a u s s ch u ß der in Jugoslawien verbotenen Kom­munistischen Partei zu verhaften und dessen Druckerei auszuheben. Dabei wurden große Men­gen kommunistischer Propagandaschriften und ande­res Material beschlagnahmt. Unter den Verhafteten befinden sich sieben Juden, darunter die beiden Tochter des Direktors der Merkur-Bank Herzog. Bei einem gleichfalls verhafteten Kurier wurden Schriftstücke aufgefunden, die auf Zusammenhänge mit den kommunistischen Zentralen in Prag, Preß­burg, Wien und Belgrad Hinweisen.