Wirtschaft
gün-
1124:
vor- eine
Mein-Mainische Börse.
TNittagsbörfe fester.
haare.
1126: Bekanntmachung KP 29 der Ueberwachungs- stelle für unendle Metalle betr. Kurspreise.
1127: Keine Gültigkeitsverlängerung der italieni- schen Kontingente für das 3. Vierteljahr und der Einfuhrlizenzen über den 30.9. hinaus.
1128: Ausnutzung der französischen Einfuhrkontingente durch Uebertragung und Vorgriff der deutschen Kontingentsanteile.
rnel ab. ...... r -
Der Gefreite am Scheinwerfergerat kennt seinen Apparat und weiß genau, was er zu tun hat. Er weiß, wenn „jemand im Geschäft ist, dann wird aufgeblendet und die 1,3 Milliarden Kerzen des Scheinwerferstrahlers machen dem Nachtgestirn wirksame Konkurrenz. So dauern die Kämpfe bis zum Tagesanbruch, insgesamt sind 15 feindliche Angreifer in dieser bewegten Nacht am Werke gewesen.
Die Vombenflieger kommen!
Am frühen Morgen fahren Rostocks friedliche Bürger aus ihren Betten hoch, sie fühlen, daß die Luft immer noch nicht rein ist: sie wissen nun auch, daß die Luftkämpfe nicht eine einmalige Angelegenheit sind und daß es mit einer einrnali- gen Verdunkelungsübung nicht getan ist. Ein feind- liches Aufklärungsflugzeug ist sichtbar geworden, blaue Jagdflieger sind ihm auf den Fersen. Warnsirenen ertönen, in rascher Folge hämmern die Schüsse. .
Während der neue Tag die Meldung bringt, daß bei Regen, Wolken und Wind neue Kampfgruppen von Braunschweig und Hildesheim auf Warnemünde im Anflug sind, gibt die Uebungsleitung einen authentischen Bericht über die bisherigen Kämpfe. Die Blauen Kampfgruppen sind am ersten Tage wenige Minuten nach neun Uhr von Tutow aus, Kurs Südwest, zum Angriff auf Braunschweig gestartet. Die Frontmeteorologen meldeten 70 Kilometer Gegenwind in der Stunde, die Flugzeuge flogen in Höhen von 3 5 0 0 b i s 4 5 0 0 M e - ter. Bei Bergen wurde der Kurs auf Braunschweig genommen. Nördlich von Braunschweig stießen sie auf die Jagdgruppe Rot, die den Blauen folgten, bis die Angreifer in den Bereich des Flakfeuers kamen. Der Bombenwurf auf Braun- schweig erfolgte kurz nach elf Uhr, der Erfolg war gut, das Ziel war gut zu sehen. Auf dem Rückflug wurden sie von Rot nicht weiter belästigt.
Die Rote Gruppe 1/1 war zum Angriff auf Warnemünde von Hildesheim aus gestartet. Dis
* Commerz- und Privat-Bank AG., Jamburg-Berlin. In der Aufsichtsratssitzung wurde der Abschluß für das erste Halbjahr 1935 gelegt, der nach Mitteilung der Verwaltung befriedigende Gefchästsentwicklung ausweist.
Zusammenfassung der Richtlinien für die Devisenbewirtschaftung.
Die Eildienst für amtliche und private Handelsnachrichten G. m. b. H. wird in den nächten Tagen einen Sonderdruck veröffentlichen, n dem die Richtlinien für öje Devisenbewirt- chaftung neu zusammengefaßt sind. In dem Sonderdruck sind die verschiedenen Abände- rungen und Neufassungen in dem Originaltext der Richtlinien eingeordnet, so daß in der Veröffentlichung die Richtlinien in der Form zusammengestellt sind, die ab 1. Oktober 1935 Gültigkeit hat. Der Sonderdruck kann von der Eildienst für amtliche und private Handelsnachrichten G. m. b. H., Berlin W 9, Potsdamer Straße 10/11 (Postscheckkonto Berlin 1611177), zum Preise von 1 RM. zuzüglich —,15 RM. Versandspesen, bezogen werden.
1125: Regelung der Wollwirtschaft ab 1.10.1935 bis 31.3.1936 gemäß Anordnung 17 der lieber- wachungsstelle für Wolle und andere Tier-
Nutzbarmachung von Bucheckern für die Oelgewinnung.
Fwd. Um die Ernte an Bucheckern für die Oel- geminnung nutzbar zu machen, sind Bucheckern auch in diesem Jahre in die Förderungsmaßnahmen des Reichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zur Oelgewinnung aus deutschen Oelsaaten einbezogen worden. Die Oelmühlen werden durch Bewilligung einer Ausgleichsoergütung von 50 Mark fiir 100 Kilogramm Oel in die Lage versetzt werden, dem Sammler von Bucheckern einen Kaufpreis von 16 Mark für den Doppelzentner zu zah- len, der bei der diesjährigen reichen Ernte ein besonders lohnender Ertrag für das Sammeln ist. Darüber hinaus ist dem Sammler noch ein Rückkaufsrecht für die bei der Verarbeitung der Bucheckern angefallenen Bucheckernkuchen eingeräumt worden. Den Oelmühlen wird die Ausgleichsver- aütung auch dann gezahlt, wenn sie das Bucheckern- öl, das sie für den eigenen Verbrauch der Sammler in Lohnfchlag geschlagen haben, abgesehen vom reinen Schlaglohn, frei von allen übrigen Zuschlägen zurückliefern. Die Reichsforstverwaltung hat ihrerseits veranlaßt, daß die Walbbesitzer die Sammeltätigkeit im Zusammenwirken mit den örtlichen Stellen des Reichsnährstandes und der anderen beteiligten Stellen in die Wege leiten, soweit die Bucheckern nicht für die eigenen Bedürfnisse der Waldbesitzer, insbesondere für Saatzwecke, benötigt werden. Das Nähere ist bei den örtlichen Stellen des Reichsnährstandes und der Reichsforftverwal- tung zu erfahren.
Oie Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
Kampfgruppe III/l war nicht von Vraimfchweia aus, wie zuerst angenommen wurde, zum Angriff eingesetzt worden, sondern startete aus dem Raume der Lüneburger Heide heraus. Der Start erfolgte zehn Minuten nach zwölf Uhr, Flughohe 4 5 0 0 bis 5800 Meter. Diese Gruppe flog mit 70 Stundenkilometer Rückenwind und erreichte ihr Angriffsziel an der Ostsee kurz nach em Uhr. Zwei Staffeln der Jagdgruppe 1/32 warfen sich, lhnen entgegen und es kam zu f ch ar f ft e n Lu f t' kämpfen. Der Schiedsrichter stellte m diesen Kämpfen zwei Kampfflieger-Verluste fest, em Flug- zeug wurde durch Flakfeuer adgeschofsen und ein weiteres zur Landung gezwungen. Den Angreifern blieb aber auch hier der Erfolg nicht versagt. Nach den Kämpfen stellten Aufklärungsflugzeuge durch Lichtbilderkundung die Wirkung der bisherigen Angriffe fest. ..
Die Nachtangriffe auf Warnemunde er- folgten dann von 19.30 Uhr und dauerten in unregelmäßigen Abständen bis 3 Uhr morgens Die Flieger waren gezwungen, teilweise in niedriger Höhe zu fliegen. Trotzdem der Schiedsrichter den Angreifern 50 Prozent Verluste zudiktlerte, waren bei den Nachtangriffen 15 Bombentreffer auf Warnemünde zu verzeichnen. Sämtliche Flieger waren bei Tag und bei Nacht durch den Flugmeldedienst gemeldet worden.
Dramatischer Abschluß.
Und wieder wurden die Kämpfe fortgesetzt. Die feindlichen Aufklärer hatten schon neue Rote Angriffsabsichten vermuten lassen. Um zehn Uhr waren aus dem Raum Braunschweig-Hildesheim
Nordd. Lloyd lagen 0,13 v. H. höher. Auch Zellstoffaktien, Aschaffenburger mit 1,90, Zellstoff Waldhof um 2 v. H. gebessert. Don sonstigen Werten konnten sich Aku um 1 auf 53,75, Holzmann ebenfalls um 1 auf 92 erhöhen. Reichsbank gewannen 0,25 v. H.
Auch der Rentenmarkt wies eine freundlichere Grundgestaltung auf, teilweise kam etwas Angebot heraus. Altbesitz lagen unverändert. Kommunalumschuldung wurden mit 85,90 bis 86 um 0,13 höher genannt, Zinsoergütungsscheine 89,90 bis 89, Reichsbahn-Dorzugsaktien 0,13 v. H., 6 v. H. zertif. Preußen mit 57,75 um 0,25 v. H. höher. Späte Schuld- bücher lagen mit 95,50 unverändert. Don Auslandswerten gewannen 4 Rumänen 0,35 v. H.
Der Verlauf der Börse blieb freundlich. Dor allem Montanwerte blieben weiter gesucht. Teilweise ergaben sich noch leichte Erhöhungen, so u. a. für Rheinstahl, die sich um weitere 0,25 v. H. befestigen konnten. Don sonstigen Werten setzten Zellstoff Waldhof ihre Erhöhung um 0,50 v. H. fort. Soweit später Werte zur Notiz kamen, lagen sie durchweg fester, so AG. für Verkehrswesen mit plus 1 v. H.. Der Rentenmarkt lag im weiteren Verlauf ebenfalls freundlich, wesentliche Veränderungen ergaben sich nicht mehr, nur Kommunalumschuldung wurden noch 0,13 v. H. höher genannt. Von Auslandswerten kamen 4 Ungarn Gold mit 9,15 um 0,25 höher zur Notiz.
Tagesgeld wurde auf 3 (2,75) v. H. erhöht. Abendbörse weiter freundlich.
Die Abendbörse lag weiterhin freundlich, aber noch ohne große Umsätze. IG.-Farben 0,13 v. H. über Mittagsschluh, einige Elektrowerte 0,25 bis
0,50 v. H. fester. Auch Montanwerte eher freundlich. Für Renten bestand ebenfalls zu leicht steigen- den Kursen Nachfrage, Altbesitz um 0,13 vH., auch Kommunal-Umsckuldung 0,13 v H. ^enuber ben befestigten Nachbörsenkursen hoher Auch tm Verlaufe blieb die Kursbewegung fest, sowohl am Ren- ten- als auch am Aktienmärkte blieb Nachfrage zu den weiterhin erhöhten Kursen bestehen Dollar- bonds gesucht, Schweizer- und Guldenanleihen eher angeboten. Großbankaktien etwas hoher. JG.-Far- ^Es^noti^te^O'Mtbesitz 110,25 Der. Stahlbonds 101,25, Farbenbonds 125, 4proz. Ungarn Gold 9,65, Lissabon Stadtanleihe 56,25, 4pny. ^rnanen 5,50, 4proz. Rumänen 10, 4pro3. Schweizer Bundesbahn 188,50, 3^proz. Bundesbahn 1<6, Jom- merabant 89, DD.-B-mk 89, Dresdner Sant 89, Harpener 113,50, Mannesmann 86,65, Rhemstahl 109, Laurahütte 19,50, Stahlverein 81,50, AKU. 54, AEG 39,50, Bekula 144, Berger 112,50 Bemberg 108,50, Conti Gummi 154, Daimler 96,50, Scheide- anstatt 238, Deutsche Linoleum 147, Licht und Kraft 133, JG.°Farben 150,90, Setter 83, Gekfurel 124, Goldschmidt 106,25, Holzmann 93, A^Kans 86, Lahmeyer 129,25, Moenus 83,50, RWE. 125,50, Schuckert 121,25, Südd. Zucker 207,50, Reichsbahn- VA. 122,75, Hapag 15,25.
Frankfurter Schlachtviehmarkl.
Ebenso wichtig wie die Aufnahme der Meldungen ist die Weitergabe an alle Stellen, die sie brauchen. । Das sind zuerst die Befehlsstellen des । Luftkreifes, das ist aber auch die Warn- z e n t r a l e , die die Anweisungen für die Luftschutz- Maßnahmen bekannt gibt. So sitzen in einem Keller des Rostocker Postamtes Mädchen und Manner, so sitzen bei Tag und Nacht im Lande allüberall die Beobachter, alle vereint in dem Gedan- ten, mitzuhelfen, um Volk und Vaterland zu schützen.
Scheinwerfer in der Aacht.
Sternklar und ruhig wurde die Nacht, die diesem Kampftage folgte, nur im Westen lag eine Wolkendecke. Das mecklenburgische Land war in ti e sst e s Dunkel gehüllt, auch die geschäftige Stadt Ro- stock hatte alle Lichter ausgelöscht. Nur an der See ätzten ab und zu die Küstenfeuer auf; im Ernstfall aber wären auch sie eingestellt worden. Heber Sturzäcker und Stoppelfelder führt der Weg, als wir die Flakbatterie suchen. In dieser Nacht müssen Horchgeräte, Scheinwerfer und Flakgeschütze gute Arbeit leisten, die ihnen dadurch erschwert wird, daß die Kampfflieger nicht tn Verbänden, sondern einzeln zu den erwarteten An- griffen vorgehen. Wehe aber dem Kampfflieger, wenn die Scheinwerfer den Einzel-Angreifer gefaßt haben. Irgendwo am Nachthimmel wird ein verdächtiges Brummen laut, da blitzen auch schon Die Scheinwerfer des äußeren Schutzringes auf und suchen in der Richtung, aus der das Motorenge- räufch kommt. Nun erstrahlen auch die Lichtlinien des inneren Ringens, so bei Diedrichshagen und so bei Markgrafenheide. Da ist der Flieger auch schon in ben Lichtkegel geraten, das rote Leitwerk offenbart ihn als Roten Feind. Mündungsfeuer der Flakgeschütze, der Knall folgt. Andere Batterien greifen in den Kampf ein. Die Scheinwerferstrahlen des Kampf-Mehrsitzers zeigen an, daß er jetzt seine Bombenlast losgeworden ist, rote Leuchtkugeln folgen, um zu verkünden, daß dem Flieger nicht wohl in seiner Haut ist, er bittet, die Scheinwerfer abzublenden. Auch wenn ben Flieger, der Dort oben in seiner verdunkelten Kabine mit Hilfe ferner Geräte „blin d" fliegt, die Strahlen nicht stör- ren, so ist der Kampf ungleich geworden. Nun wird im Gelände ein Feuerschein sichtbar: die Stelle wird angezeigt, wo die Bombe eingeschlagen hat. Auf den ersten Angriff folgen weitere und immer wieder suchen die riesigen Strahlenbündel ben Him-
Stargarb flog bie Gruppe gemeinsam, bann erfolgte eine Trennung in zwei Teile, um eine Zersplitterung ber verteidigenden Jagdflieger und der Flakabwehr herbeizuführen. Die Trennung erfolgte sowohl seitlich als auch nach der Höhe. Die erste Staffel flog unter ber Wolkenbecke 3900 Meter hoch, währenb sich bie zweite Staffel in 4500 Meter Höhe befanb. Für bie Roten Kampfflieger verlief ber Angriff auf Warnemünbe erfolgreich, nur ein Flugzeug war ausgefallen. Die zweite Rote I
Frankfurt a. M., 26. Sept. Auftrieb: Rm- der 21 (54), darunter Ochsen 4, Bullen 3, Kühe 3, Färsen 11, zum Schlackthof direkt Ochen 3, Bullen 1, Kühe 2, Färsen 3. Kälber 691 (814), Schafe 204 (175), Schweine 233 (180). Ueberftanb 2 Färsen. Es notierten (für ein Zentner Lebendgewicht) m Mark: a) 66 bis 70 (66 bis 70), b) 59 bis 65 (60 bis 65), c) 52 bis 58 (53 bis 58) 6) 42 bis 51 (45 bis 52. Lämmer und Hämmel b2) ^ibemastham. mel 41 bis 42 (42), c) 38 bis 40 (40 bis>41), d) 32 bis 37 (37 bis 39). Schafe e) 36 bis 37 (37 tns 38). f) 33 bis 35 (30 bis 35). Schweine al) 54 (54k a2) 54 (54), b) 54 (54), c) 54 (54), d) 54 (54k e) 50 (50), f) und gl) nicht nohert, g2) 54 (54). Marktverlauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittet» mäßig, ausverkauft; Schweine wurden zugeteilt. (Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf De« letzten Donnerstagsmarkt.) . ~ ,,
Großhandelspreise für Fleisch uni) Fettwaren. Beschickung: 1331 Viertel Rindfleisch, 155 gaiue Kälber, 7 ganze Hämmel, 507 halbe Schweine E§ notierten (für 50 Kilogramm) Mark: Ochsen- fleisch b) 76 bis 80, c) 68 bis 76; Bullenfleisch b) 74 bis 78; Kuhfleisch b) 62 bis 68; c) 52 btt 62; Färsenfleisch b) 76 bis 80, c) 68 bis 76; Kalb fleisch b) 78 bis 88, c) 70 bis 78; Hammelfleisch b) 82 bis 85; Schweinefleisch b) 74; Fettwaren d) roher Speck unter 7 Zentimeter 77 bis 80, Flomen 76 bis 80. Marktverlauf: Mt Ausnahme von Schweinefleisch ruhig.
Frankfurt a. M., 26. Sept. Die etwas _ ftigere Beurteilung der weltpolitischen Lage wirkte sich auch an der heutigen Mittagsbörse aus. Der A k t i e n m a r k lag auf der ganzen Linie infolge Deckungen und Orders um durchschnittlich 1 bis 3 d. H. fester. Bon chemischen Werten eröffneten IG. Farben mit 149,75 um 0,50 v. H. fester, um sich bann auf 150,75 v. H. weiter zu erhöhen. Deutsche Erdöl tarnen um 2,50 v. H. höher zur Notiz, Metallgesellschaft konnten sich ebenfalls um 1,25 v. H. befestigen. Durchweg stärker befeftigt lagen Montan- werte, so Klöckner mit 2,75, Rheinstahl 1, Mannesmann 0,75 und Stahlverein 1,65 o. H., letztere konnten sich im weiteren Verlauf auf 81,13 steigern. Am Elektromarkt lagen Gesfürel unverändert, während Mainkraft 0,50, Lechwerke 0,50 v. H. gewannen. Schlickert erhöhten sich sogar um 3,50 auf 122,25, Siemens um 2,50 v. H. auf 172. Don Derkehrswer- ten tarnen Hapag mit unverändert 15 zur Notiz,
neue Kampfgeschwader vorgegangen. Tief hingen die Wollen und der Himmel war zu einer Riesen- Waschküche geworden. Das Unerwartete geschah. Alarm beim F l u g w a ch k o m m a n d o. Aus Regen, Dunst und Wolken kam ein schwerer Kamps- verband herangebraust. Wenige hundert Mete r hoch flogen die Angreifer und boten tn ihren dunkelgrauen Umrissen ein eindrucksstarkes Bild. Nun gab es schwerste Arbeit für die leichten ühn- batterien, die in allen Tonarten losbellten, Drei Jagdflieger der Roten machen ihnen das Leben schwer, indem diese Tiefflieger nun m Kur- Den und Wendungen die Flaks angriffen. Nach schiedsrichterlichem Urteil dürften wohl eine Anzahl von Kampffliegern ausgefallen fein, aber die weißen Leuchtkugeln zeigten auch an, daß nicht wenige Bomben ihr Ziel gefunden hatten. Die Angreifer verschwanden Dann im großen Bogen über dem Breitling, aber wenig später kehrten sie noch einmal zurück, um ihr Zerstörungswerk zu beenden. So fand die Hebung einen dramatischen A b - s ch l u ß.
Im ganzen wurde bei den Blauen und Roten Luftstreitkräften und Abwehrgruppen im Rahmen dieser groß durchgeführten Hebung fliege- rifches Können, männlicher Schneid und technische Fertigkeit zugleich gezeigt. Die Ergebnisse dieser Hebung werden von der Führung reiche Auswertung erfahren. Die gewonnenen Erfahrungen werden für den Ernstfall von größtem Wert sein. In jedem Fall aber hat Deutsch- lands junge Luftwaffe bei diesem Luftkrieg über Norbdeutschland gezeigt, was sie leisten kann. Wir alle bürfen auf diese Leistungen stolz sein!
JRunbfmrfprogramm.
Samstag, 28. September.
6 Uhr: Choral — Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Fröhlich klingts zur Morgenstunde. In der Pause, 7- Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9: Nachrichten. 9.15: Konzert. 9.45: Dichter aus unserem Gau: Ludwig Rühle. 11.45: Bauernfunk. 12: „Buntes Wochen- ende". 13: Nachrichten, auch aus dem Senbebezirk. 13.15: „Buntes Wochenende . 14: Nachrichten. 14.15: Mitten im Werktag. 15: Aus der Wunderwelt der Natur. 15.15: Jugendfunk. 16: Der frohe Samstag- nachmittag des Neichsfenbers Köln (in BerbinJ’z/zy mit Der NSG. „Kraft durch Freude"). 18: 2er alte getreue, der Eckart. Die Harlungen und der Eckatts- berg bei Breisach. 1820: Stegreifsendung. 18.30: Wir schatten ein! Das Mikrophon unterwegs. 18.40: Saardienst. 19: „Militärmusik aus sieben Kriegen". 19.45: Die Wochenschau des Zeitfunks. 20: Nachrichten. 20.10: Ruf der Jugend. 20.15: Bunter Abend. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Tanz in der Nacht. 24 bis 2: Nachtmusik.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne verbindlichkett der Schriftleitung.)
H. X, Gießen. Das Krähen von Hähnen muß geduldet werden, wenn dies nach den örtlichen Der- hältnissen bei Grundstücken dieser Lage üblich ungewöhnlich ist. Im vorliegenden Falle erscheint aber dieses Krähen mehrerer Hähne, zum mindesten zu der angegebenen Zeit (4.30 Hhr am Morgen), nicht ortsüblich zu sein, zumal die in Bettacht kommenden Grundstücke nicht auf dem Land, sondern innerhalb des Stadtgebiets liegen. Gegen den Eigentümer der Hähne kann also insoweit durch Erheben einer Hnterlassungsklage Dorgegangen, außerdem eine Strafanzeige wegen ruhestörenden Lärms bei der Polizei eingereicht werden.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag«* mittag geschlossen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskom 4 o. H., l
»ombarbzinsfutz 5 D.l>.
Frankfurt <l2JI.
Berlin
Frankfurt a. M
Äerlin
Zranksuri a. M.
Devisenmarkt Berlin — Jrantfurt a. M.
Schluß» für*
Gchlußl. Abend» bSrsc
Schluß» kurS
Schluß». Mittag» börse
Schluß» hir<
Schluß!. Abend» börse
Schluß» kur«
Schlußk. Mittag» börse
Schlußkurs
Schlußk. Abenö» börse
Schluß» kurö
Scklußk. Mittag» börse
25-September
26
Amtliche Notierung
«mtliche Notierung stk.lK l ■Hrtrf
Datum
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 198* 6%% Doung-Anieihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablüs.-Schuld mit
AuSlos.-Rechten .............
**/,% Deutsche Retchspostschatzan- Weisungen von 1934, 1.......
6% etjem.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............
*F»% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........
5yt% ehem. Hess. LandeS-Hypo- thekenbank Darmstadt Lioui ...
4Yi% ehem. 8% Darmst. Komm.
Lanvesb.Goldschuldverschr. R. 6
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten ............
Deutsche Komm. Sammelabl. An
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
4Yi% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
6Yi% ehem. **/,% Franks. Hyp.-
Bank-Liqu.-Psandbricse.......
t>Yi% ehem. 4Yt% Rheinische
Hhp.-Bank-Liau.-Goldpse.
<%% ehem. 8% Pr.Landespsand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19
*y,% ehem. 7% Pr. Landespsand- briesanst., Gold Komm. Lbl.V
tzteuergutsch.Berrechnungsk. 35-39
* % Oesterreichische Goldrente...
4,20% Oesterretchifche Silberrente
* % Ungarische Goldrente .......
* % Ungarische Staatsrente v. 191C *yt% desgl. von 1913 ........
5% abfleft. Goldmexikaner von Sk
*% Türkische Bagdadbahn-Anleth«
Gerte 1....................
25.S'
100,5
96,75
101
109,5
100,2
96
96,4
100
92
113,4
96,25
100
100,25
97
97
107,3
8,9 8,65
8,75 10,5
26 9 |
100,5
96,75
100
110,25
100,25
96
96,13
100
91,75
113,4
96,25
100
100,25
97
97
107,3
9,65
8,9
9,25
i 10,2
! -
25 9
100,5 96,75
99,75
109,4
100,3
113,25
100,13
97
97
107,3
1,4
8,9
8,75 8,75
10,4
26-9
100,4
96,75
99,9
109,65
100,5
113,13
100,25
97
97
107,3
9,5
8,9
9,5
10,6
I —
Datum
*% desgl. Serie II .............
6% Suman, vereinh. Rente v. 1903 4^%Rumän.vereinh.Rentev.l913
*% Rumänische vereinh. Rente ..
2V4% Anatolier ...............
Hamburg-Amerika-Paket O Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Norddeutscher Lloyd .........O
A.G. für Perkehrswesen Akt. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... 5
Commerz» und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................O
Dresdner Bank..............O
Reichsbank ....... 12
A.C.G......................O
Bekula.................... 10
Clektr. Lieferungsgesellschaft... 5
Licht und Kraft ........... 9Yi
Felten & Guilleaume.........O
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........5
Rhein. Wests. Elektt..........6
Schubert L Co............... *
Siemen« L Halske............7
Lahmeyer L Co.............. 7
Buderu» .............. <
Deutsche Grdük .......... <
Geilenkirchener.............. <
Harpener...................1
Hoesch Eisen—Köln-Neueste» .. 1
Ilse Bergbau .............4
Ilse Bergbau Genüsse........
Klocknerwerke .. . ...... tV Mannesmann-Rbbre» <
25.9.
5,9
9,1
5,15 38.75
15
17
77 112,5 87,75
87,75 87,75 172,5
38,9 143,5 107,5
132 101,5 123,5
124 118,75 169,5
127
I 100,5
105 I —
112 93,25
—
125 i 90
»1 85,75
26 9
6,25
10
5,5
39,25
15,25
17,13
78,5
110,5
89
89
89
173,5
39,5
144
109,5
133
104,4
124
125,5
121,25
172
129,25
101,75
107,5
113,5
95
126,25
92,75 i 86,65
25 9-
6
9,05
5,15
39,4
15
27,4
16,75
76,9
111,5
87,75
87,75
87,75
172,5
38,4
143,75
108,25
131,5
101,5
122.75
137
124
119
170
127,25
100
105,5
112,25
93,4
126,5
90,25
85,5
26 9-
6,4
10
5,55 39,75
15,4
17
79,13
111
88,75
88,75
88,75
174,4
39,25
144
109,5
132,5
104,25
123,9
125,25
121,25
172
129,25
101,9
107
113,75
94,5
127 ' 92.5 1 86,65
Datum
Marisfelder Bergbau.........|
Kokswerke ......... B
Phönix Bergbau.............O
Rheinische Braunkohle» ..... 12
Rheinstahl ................8 Yi
Bereinigte Stahlwerke........O
Otavi Minen ...............O
Kaliwerke Aschersleben........6
Kaliwerke Westeregeln ........ 6
Kaliwerke Salzdetfurth.....Ty,
I G. Farben-Jndustri,.......1
Scheideanstalt........... 9
Goldschmidt ........ o
Rütgerswerle ...............*
Merallgeiellichafi...... 4
Philipp Holzmann ......... o
Zementwerk Heidelberg ......|
Zementwerk Karlstadt...... 4
Schultheis Patzenhofer ....... 4
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O
Bemberg...................O
Zellstofs Waldhos ............o
Zeüstofs Aschaffenburg ....... 0
Dessauer GaS ............... 7
Daimler Motoren............c
Deutsche Linoleum...........
Ctenftdn & Koppel ..........C
Westdeutsche Kaufhof.........
Chade ......................
Acrumulatorev-Fabrü.......li
lonti-dumnu...............
Grrtzner....................
Marnkrastwerke Höchst 4.BL...
Süddeutscher Zucker...... I
25 9
118
218
108
79,5
19
1
149,25
236
104,5
112
104,25
91
114,75
132
52,75
105,4
109
80
95,5 144
—
25,5
—
—
152,5
H 28,13
1 93,5
» 208
26 9
118,5
213
109
81,5
19
131,5
125
150,9
238 106,25 114,75
106,5
93
116,5
132
108*5
112,5
81,9
96,5
147
26,5
284
154
1 30
94 I 207,6
25-9
118
114
213,5
107,5
79,25
18,9 130,75 124,75 182,25
149
104,5 113
104
=
104
52,9
105
108,5
80
126,9
95,5
144
79,5
25,9
282
173,5
152,5
1 28.«
I 208
26-9
118,5
115,9
216
109
81,25
19 131,75 125
150,75
106,75
114,5
106
93,5
106,25
54
108,5
111,5
81,75
128 96,75 147,25
80
26,5 287,5 175,5
153,75
1 «
! 207,25
Buenos ÄtiT- Brüflei.....
Rio de Ian. Sofia ......
Kooenhagen.
Danzig.....
London .....
Helstngforl.. Paris ......
Holland ....
Italien.....
Japan ......
Jugoslawien.
Oslo..... :
Wien.......
Lissabon .... Stockholm... Schweiz ....
Spanien.... Prag.......
Budapest ... Re»tz«t...
»er
0,678 0,682
42,01 42,09
0,139 0,141
3,047 3,053
54,73 54,83
46,82 46,92
12,255 12,285
5,40 5,41
16,375 16,415
167,23 167,57
20,30 20,34
0,718 0,720
5,654 5,666
61,54 61,66
48,95 49,05
11,11 11,13
63,19 63,31
80,76 80,92
33,93 33,99
10,27 10,29
2,485 2,489
Banknot
lin,?S September
en
0,678 41,98
0,139
3,047
54,59 46,82
12,225 5,385
16,375 167,93
20,30 0,717
5,654 61,39
48,95
11,085
63,03 80,69
33,93 10,27
2,485
•
Geld
0,682
42,06
0,141
3,053
54,69
46,92
12,255
5,395
16,415
168,27
20,34
0,719
5,666
61,51
49,05
11,105
63,15
80,85
33,99
10^29
2,489
-SHeC
Amerikanische RoWU.............
Belgische Noten..................
Dänische Noten .................
Englische Noten .................
Französische Note«...............
Holländische Noten...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, * 1OO Gchilltng Rumänische Noten...............
Schwedische Not« ...............
Schweizer Noten................
Spanische Not«.................
Ungarische RoW
2,437 41,84
54,38
12,19 16,325 167,51
19,46 61,23
62,86 80,51
33,57
’ *,457
42,00 54,60
12,23 16,385 168,19
19,54
61,47
4
80,83
33,71


