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Hauptversammlung statt. Hierzu werden alle Mitglieder eingeladen.
Tagesordnung:
1. Bericht des Vereinsführers.
2. Rechnungsablage 1934.
3. Voranschlag 1935.
4. Verschiedenes.
Grundbuch für Gießen, Band V, Blatt 211:
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Kreis Wetzlar.
8 Krofdorf - Gleiberg, 26. Sept. Das alljährlich im Herbst ftattfindende Preisschießen des hiesigen Schützenvereins wurde in Form eines Königsund öffentlichen Preisschießens abgehalten. Trotz des schlechten Wetters fanden sich die Freunde des Schießsportes zahlreich auf den Ständen in „Roten Gräben" ein. Beim Königsschießen, das aus fünf Schuß Großkaliber auf die 100 - Meter - Scheibe und aus neun Schuß Kleinkaliber auf die 50-Meter-Scheibe bestand, wurde Willi Schmidt Schützenkönig. Das mit Kleinkaliber ausgetragene Serien-Preisschießen brachte folgende Resultate: 1. Preis mit 105 Ringen, Willi Schmidt; 2. Karl Wagner 104; 3. Adolf Leicht 101; 4. Adolf Echternacht, 5. Otto Becker, 6. Kurt Drescher, je 100; 7. Dr. Ankel 98; 8. Paul Reeh 97; 9. Rudolf Weil 95; 10. Wilhelm Wagner 95. — Ein ebenfalls hier sehr stark beachteter Volkssport ist das Kegeln. Um hierfür neue Freunde zu gewinnen, hielt der Kegelklub „Gut Holz" in der Gastwirtschaft Abel ein auf die drei letzten Samstage und Sonntage verteiltes Preiskegeln ab, für das Preise im Werte von über 200 Mark zur Verfügung standen. Jeder Kegelgang wurde mit zehn Kugeln geworfen. Die Preisverteilung ergab folgende Ergebnifle: 1. Willi Bender II. 78 Holz; 2. Hch. Hahn 76; 3. Karl Heyer 75; 4. Bernh. Göbler 75; 5. Hermann Pfaff 74; 6. Wilhelm Schmidt 74. Des weiteren brachten es fünf Teilnehmer auf 73, einer auf 72 und fünf auf 71 Holz.
<£ Aus dem Biebertal, 24. Sept. Am Sonntagmorgen hielten die Rodheimer Freiwillige und die Pflichtfeuerwehr eine gemeinsame Hebung mit sämtlichen Geräten ab. Die Hebungen bewiesen der Rodheimer Bevölkerung erneut, daß die Hilfe bei Feuersgefahr schnell und sicher funktioniert und im Ernstfälle Leben und Eigentum jedes Volksgenossen den bestmöglichen Schutz findet. — Am Sonntagnachmittag unternahm die Rodheimer Kleinkinderschule, die seit einigen Jahren in der geschulten Hand von Schwester Minna liegt, eine Wagenfahrt nach Bieber. Dort im Schererschen Saale erfreute die kleine Schar ihre dankbare Zuhörerschaft mit allerlei kleinen Darbietungen. Bietet die Kleinkinderschule schon täglich durch Betreuung der Kleinen besonders den gewerblich tätigen Müttern eine an-
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Gießen, den 4. September 1935. 54790
Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: Karle, Ortsgerichtsvorsteher.
gepflanzt werden. Ein weiteres Gemeindegr^ stück im Distrikt „Am Weidenstamm" soll < Apfelbäumen neu bepflanzt werden. — Bei !. Sammlung des Lebensmittelopfg, r in ge 9 wurden 50 Pfundpakete gespendet, < Mehl, Reis, Zucker, Gerste, Fett, Wurst und bei enthielten. Das Sammelergebnis wurde resllos j Kreisamtsleitung der NSV. in Wetzlar überwies, — Ihren 9 0. Geburtstag konnte die äüf Einwohnerin unseres Ortes, Witwe Anna Elifai. B e p p l e r, geb. Thorn, feiern. Aus diesem L, laß wurden ihr verschiedene Ehrungen zuteil, z größte Freude wurde ihr durch den unerwartet Besuch ihres in der Fremde weilenden Sohr bereitet. Leider ist die Jubilarin durch Alters schwerden seit einigen Monaten an das Bett, fesselt. — Drei hiesigen Einwohnern muri Bettfedern, die sie in Bettbezügen in Sche^ bzw. Stallungen zum Trocknen aufgehängt holt nachts g e st o h l e n. Der oder die Täter tonn; von der Polizei bisher noch nicht ermittelt merk
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* Alsfeld, 26. Sept. Das hiesige Kreisamt äibt bekannt, daß nach verschiedenen Berichten die ingerlingplage im Kreise Alsfeld gegenwärtig besonders stark auftritt. Um dem Hebel möglichst weitgehend entgegenzuwirken, empfiehlt das Kreisamt der Bevölkerung, für die nächste Zeit das Fangen und Vernichten der Maulwürfe, die in erster Linie als Vertilger der Engerlinge in Betracht kommen, für die nächste Zeit zu Unterlasten.
—.— Homberg, 22. Sept. Am heutigen Sonntag, dem Tag des Fe ft es der deutschen Schule, versammelten sich in stattlicher Anzahl die Schüler mit ihren Lehrern aus den Dörfern der Umgegend am hiesigen Bahnhofe. Don dort setzte sich um 14 Uhr der schöne Festzug unter Vorantritt des Spielmannszuges durch die Adolf-Hitler-Straße nach dem Sportplätze in Bewegung. Die ganze Stadt prangte in reichem Fahnenschmuck. Auf dem Festplatze wurde durch einen gemeinsamen Sprechchor die Feier eingeleitet. Danach hielt Lehrer Allendörfer, der Leiter der Schulgemeinschaft Hombera, das Wort zu seiner Begrüßungsansprache. Der Gesangverein Silcherchor brachte ein passendes Lied zu Gehör. In seiner Festrede sprach Lehrer E m m e l (Büßfeld) über deutsches Volkstum. Für uns alle erwachse heute, so betonte er u. a., die ernste Pflicht, die Bestrebungen des VDA. nach Kräften zu unterstützen. Im weiteren Verlauf des Festes folgten noch ein Sprechchor, zwei Massenchöre, Einzelchöre, ansehnliche Reigen und herrliche Volkstänze, sowie Gedichte. Sämtliche Vorführungen gefielen gut und ernteten reichen Beifall. Der Leiter gedachte zum Schlüsse noch unseres schönen deutschen Vaterlandes, sowie der Reichsregierung. Der gemeinsame Gesang des Deutschland- sowie Horst-Wessel-Liedes beendete die in allen Teilen so schön verlaufene Feier. Der Spielmannszug geleitete die Festteilnehmer bis vor die Stadthalle, wo
genehm empfundene Entlastung, so zeigen solche Veranstaltungen, daß unsere Kleinen in der Kinderschule nicht nur Wartung und Pflege erhalten, sondern auch geistig gefördert werden, soweit es die Entwicklung' der Kinder zuläßt, ohne das der Volksschule zustehende Gebiet zu betreten. — Dieser Tage versteigerte die Gemeinde Rodheim die auf Gemeindeländereien stehenden Zwetschenbäume. Da die Nachfrage in diesem obstarmen Jahre recht rege war, wurden teilweise recht hohe Preise erzielt. — In unserer Gemarkung ist jetzt mit der Kartoffelernte begonnen worden. Nachdem die Schule auf drei Wochen ihre Tore geschlossen hat, werden auch die hiesigen Zigarrenfabriken — soweit es die Dringlichkeit der eben noch in Erledigung befindlichen Weihnachtsfestaufträge zuläßt — einen Teil ihrer Belegschaft reihum beurlauben. Nach den noch rechtzeitig eingetretenen Niederschlägen wird eine verhältnismäßig günstige Ernte erwartet. — Die NS. -Frauenschaft Bieber empfing am Sonntag in der idyllisch gelegenen Reehmühle einen Gegenbesuch der NS.-Frauenschaft Hohensolms, wo die Frauen bei Kaffee und Kuchen einige Stunden in herzlicher Gemeinschaft und Freude verlebten. Die Leiterin der Frauenschaft Hohensolms, Frau Klapsch, berichtete bei dieser Gelegenheit über ihre Erlebnisse und Eindrücke beim Parteitag der Freiheit in Nürnberg.
A Aus dem Biebertal, 26. Sept. Das Fest der Silberhochzeit beging gestern das Lehrer Wagner'sche Ehepaar in Bieber. — Während gestern die Gemeindeverwaltung zu Rod- heim a. B. das Gemeinde ob st versteigerte, kamen heute die Obstbäume ber Wegeverwaltung zum öffentlichen Ausgebot. Die Preise waren der großen Nachfrage entsprechend allgemein recht hoch. — Nachdem schon im Vorjahre immer wieder Gerüchte über eine Wiederinbetriebnahme der Manganerz-Grube Friedberg in Bieber auftauchten, ohne daß wirklich etwas geschah, ist neuerdings bestimmt mit der Wiederaufnahme der Arbeit zu rechnen. Da dieser Betrieb bei seiner Stillegung ca. 80 Arbeiter beschäftigte, könnte nach und nach mit der Wiederbeschästigung etwa der gleichen Zahl der Arbeitskräfte gerechnet werden. Das bedeutete für manchen einheimischen Arbeiter, der heute gezwungen ist, einen weiten und mühsamen Weg zur Arbeitsstätte in Wetzlar oder Gießen zurückzulegen, eine bequeme Arbeitsstelle. Weite Kreise der hiesigen Bevölkerung würden die Wiederinbetriebnahme der Grube freudig begrüßen.
I Dornholzhausen, 26. Sept. Dieser Tage fand eine Besichtigung der in der Gemarkung vorhandenen Obstbaumanlagen durch Kreisobstbauinspektor K i l p - Wetzlar statt, die zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führte. Im Distrikt „Heinrich" sollen auf einem der Gemeinde gehörigen Grundstück etwa 45 Stück Zwetschenbäume neu an-
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