Aus aller Welt
der deul v «! r i ch e r u n g s g e f e l l > cy a s r «lopos gar fdjaften, fon mit * ati ePe beschlossen, vorsichtshalber allen Versiehe- trage durch 1 . n,.ohtrtorn oino fnrmnfp Kündiauna AU3U- trnrpnpr T)r
Das H esenseuer rm londoner Hafen
iiOuigen öpciu/cis, wv p»/ v, .
befand, zusammengebrochen. Das gesamte Mauerwerk stürzte nach der Stadtseite hin auf die Straße Zwei Lastkähne, die unmittelbar vor der Brandstätte vor Anker lagen, sind säst bis zur | Wasserlinie ausgebrannt. Ein drittes Fahrzeug, konnte noch rechtzeitig abgeschleppt werden. Wah-
,cht bemühten sich fast 400 Feuer- Land- und Wasserseite her des
’r Führer besichtigt die Ileichsauto tchnstrecke Frankfurt—^ei^e'^er-
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Oie Münchener Genoffenschasts- tagung der Edeka.
Dr Goebbels kündigt große Propagandaschlacht an. Oer Reichspropagandaleiier vor dem Schulungskurs der Reichsredner. Ein Rednerstoßtrupp ernannt.
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Das Riefenfeuer im Londoner Hafen konnte auch am Donnerstag noch nicht gelöscht werden. Gegen Mittag sprang der Brand auf ein benachbartes Lagerhaus, in dem beträchtliche Teemengen aufgespeichert sind, über. Wenige Stunden vorher waren die drei obersten Stockwerke des siebenstöckigen Speichers, wo sich der Herd des Feuers
rcnd der ganzen Rai wehrleute von der ——- ... .
Feuers Herr zu werden, doch waren alle An- strengungen fruchtlos, die riesigen Flammen- garben die aus den schmelzenden Gummivorräten heroors'chossen, zu bekämpfen. Insgesamt befanden sich 40 000 Kisten Gummi in dem Gebäude. Als die Feuerwehr feststellen mußte, daß dem Brand mit Wasser allein nicht beizukommen sei, wurden Hun- derte von Schaumlöschern herangeschafft. Leider sind bei den Löscharbeiten einige Feuer- wehrleute verwundet worden, doch sollen ihre Verletzungen nicht ernster Natur sein Die Tatsache, daß in den ersten Stunden nach dem Ausbruch des Brandes Ebbe herrschte, hatte zur Folge, daß das neue Feuerlöschboot der Londoner Hafenbe- Hörde nicht nahe genug an das brennende Lager»
teiiet haben die amerikanischen Produzenten be« ’ i ers sine Erhöhung des Kupferpreises Durchgesetzt iru) »eitere Preisheraufsetzungen sollen nachfolgen. jL Dfe amerikanischen Kupfergesellschaften beginnen htzr Produktion wieder zu verstärken. Stillgelegte Bbrguerfe sollen wieder in Betrieb genommen leg . vy'du. Kurz, die Tendenz in Amerika hat einen Jagt bojMüie n Umschwung erfahren. Bei den nicht ame- in and ntim! chen Kupfererzeugern ist freilich die Stirn- llbe nicht so optimistisch, weil hier die beträchtliche
talie'n s^Sviigrung der Produktion auf die Preisbildung e miii?'^iAen mäßigenden Einfluß ausübt. An den Blei- l«en i 'u i d Z i n k m ä r k t e n war der Auftrieb ebenfalls ssgejs?? sichel nicht übermäßig stark. Doch führte auch hier er peilte ^erbrauchszunahme zu kleinen Preissteigerun- dez.i^äsp. Die internationalen Zinn preise sind in- >nn nnn amerikanischer Käufe gleichfalls gestiegen. Nalßlr Du deutschen Metallmärkte mußten
wen lufwärtsbewegung der Weltmärkte auch dies- n folgen. Die Ueberwachungsstelle für unedle
' D^nt ÖJüitalle hat am 24. September neue Kurs- eise für Blei und Zinn festgesetzt. Der jedfqie Zinkpreis ist von den internationalen Mrtschwankunaen und der Spekulation in geringen Grade abhängig. In dem Geschäftsbericht )er rsrgwerksgesellschaft Georg von Giesches Erben isfühm« orrd darauf hingewiesen, daß in Deutschland ein ^raoh''üch.er „deutscher Zinkpreis" angestrebt wird, Weißd Höhe lediglich durch die allgemeinen deut- . vouch Bedingungen für die Erzeugung von indu- tQl Waren bestimmt sein soll. Deutschland
danach streben, sich von den durch Währungs- «orh ii ^lnpng, ungeordnete Marktverhältnisse und speku- )alts ereiflvaurDc Machenschaften beeinflußten internationalen B.J ^PMto börsen möglichst unabhängig zu machen. Nach nser JBe|nn) ach wird dieses Ziel auch für den deutschen tu? Jur und Bleimarkt erreicht werden können. i h k Rutschen Preise sollen so gestaltet werden, daß
0 bn nach vernünftigen Grundsätzen errechneten sZftitiirundlagen bei ausgeglichenen internationalen isj^f^Mrtchaftsbeziehungen entsprechen. Sie sollen also 'ft"Minicht§twa überhöht sein, wohl aber sollen sie zu üiter St ei gerung der bodenständigen § lz u g u n g deutscher Metalle führen.
Der nach München einberufene Edeka-Der- b a n d s t a g stand unter dem Eindruck des schmerzlichen Verlustes, den die Edeka-Zentralorganisatw- nen durch den Tod ihres Präsidenten Pg. Fritz Lösch erlitten haben. Generaldirektor Fritz Borrmann würdigte vor allem die Verdienste, die sich Fritz Lösch um das mittelständlsche Genossenschaftswesen im allgemeinen und um die Edeka im besonderen erworben hat. lieber Pflichten und Rechte der Mitglieder und der Genossen- schäften" sprach bann Oberfinanzrat Prof. Dr. Hillringhaus (Deutsche Zentralgenossenschaftskasse, Berlin). Bei einer Genossenschaft handele es sich nicht nur um Geld oder Ware, sondern um Die Erfassung und Erziehung des ganzen Menschen Hier komme es vor allem auf Charakter und Leistung der Mitglieder an. Im einzelnen zeiate Prof. Dr. Hillringhaus die Pflichten auf, die der genossenschaftliche Einzelkaufmann besitzen muß. Dann erörterte der Referent Wert und Bedeutung des Edeka-Verbandes, der Edekazentrale und der Edeka- bank, die mustergültige Einrichtungen darstellten. Derbandsdirektor Dr. Paul König, Berlin, be- handelte sodann die Bedeutung und Ausgaben der P r ü f u n g s v e r b ä n d e. Die Arbeit des Edeka-Verbandes erhöhe die Sicherheit im Geschäftsverkehr zwischen Lieferanten und Genossen- schäften, fördere das hohe Ziel der Barzahlung und trage durch eine zweckmäßige Entschuldung eingefrorener Debitoren zur Erhaltung von Tausenden mittelständischer Existenzen bei. — Der Mitbegrun- der der Edeka-Zentralorganisationen, Generaldirektor Fritz Borrmann, stellte eindeutig fest, daß die Genossenschaftsarbeit vor allem dazu diene, den am meisten bedrängten, um ihre Existenz kämpfen- den Kreisen des Kleinhandels eine wirksame Hilfe zu bieten. Die Engherzigkeit bei der Aufnahme neuer Mitglieder in die Genossenschaft sei verwerft lich. Geschäftsanteile und Haftsummen mußten auch für wenig bemittelte Berufsgenossen tragbar sein. Besondere Bedeutung maß er der Heranbildung eines tüchtigen Nachwuchses bei und verwies auf das vorbildliche Wirken der unter dem Protektorat des Edeka-Verbandes stehenden Spar- und Arbeitsgemeinschaft der Iungkaufleute. — lieber das Der- trauensverhältnis zwischen Lebensmittel-Einzelhan- del und Reichsnährstand sprach Dr. Reinhold von der Reichshauptstelle des Rekofei. Einen lehr- reichen Vortrag über Indexzahlen und Preisspannen hielt Vizepräsident S ch m i t t e r.
wurde.
Sturm in der Deutschen Bucht.
Der schwere Sturm, der in den letzten Tagen an der englischen Küste herrschte, hat am Mittwoch die Deutsche Bucht erreicht und hier mit Orkan- st ä r f e gewütet. Durch die tiefaufgewühlte See war die Schiffahrt stark behindert. Die kleineren Fahrzeuge mußten Schutzhäfen aufsuchen. Bei Altenbruch geriet ein Motorsegler auf Grund, konnte jedoch durch zwei Bergungsfahrzeuge wieder flott gemacht werden. Auch bei Luehesand ist ein Küstensegler aufgelaufen, der bisher noch nicht aus eigener Kraft freikommen kannte. Am Donnerstag ist der Sturm wieder abgeflaut.
Schiffsunglück im Stettiner Haff.
Im Stettiner Haff ereignete sich ein schweres Schiffsunglück. Der Frachtdampfer „Otto Jp- nen 21" war mit zwei Leichtern im Schlepp auf der Fahrt nach den Peene-Stationen, als plötzlich infolge des schweren Nordweststurmes um Mitternacht die Schlepptrosse riß. Beide Leichter schlu- qen voll Wasser und gingen in kurzer Zeit unter. Der Kapitän des einen Leichters konnte nicht mehr gerettet werden. Er ertrank. Don dem anderen Leichter kam das zweieinhalbjährige Kind der Schifferfamilie in den Wellen um. Beim Verlassen des sinkenden Schiffes war es infolge des hohen Seeganges, der Frau, die es auf dem Arm trug, entglitten.
Vier japanische Torpedobootszerstörer vom Taifun erfaßt.
Vier japanische Torpedobootszerstörer erster Klasse von je 1700 Tonnen sind bei Hebungen an1 der süd- japanischen Küste in den dort herrschenden Taifun geraten und schwer beschädigt worden. Die Zerstörer „Hatsujuki" und „Yugiri" sind anschei- nend in der schweren See zusammengestoßen. 51 Mann der Besatzungen werden vermißt.
Ein „Menschenfreund" wegen Bigamie verurteilt
Dor der Großen Strafkammer in Kassel stand der 41 Jahre alte Georg Z. aus Kassel unter der An- klage des Verbrechens der Dopvelehe. Zeidler war seit einigen Jahren in Kassel tätig und genoß allgemein großes Ansehen. Im Jahre 1920 hatte er sich verheiratet; der Ehe waren zwei Stint) er entsprossen. Im Jahre 1925 verlobte er sich dann mit einer anderen Frau aus der Umgebung
Zwei weitere Todesopfer der Pilzvergiftungen in Valence.
Die Pilzvergiftungen in Valence und Um« gebung haben inzwischen zwei weitere Todesopfer gefordert, so daß sich die Zahl der Toten auf acht erhöht. Bei einigen Vergifteten besteht noch immer Lebensgefahr.
kein Master auf Obst trinken! — wieder ein Lind gestorben.
Das dreijährige Kind der Eheleute Schmidt in der Ortschaft Röllecken (Siegkreis) hatte nach dem Genuß oon D b ft Wasser getrunken. Unter gräß- liehen Schmerzen mußte das Kind st e r b e n ; alle ärztliche Kunst blieb vergeblich.
Fünf Todesopfer eines Bauunglücks in Buenos Aires.
In dem Stadtteil B e l g r a n o von Buenos Aires stürzte ein zweistöckiger Neubau ein und begrub ZOArbeiter unter den Trümmern. Bisher wurden fünfToteundfünfVerletzte geborgen.
190 Todesopfer der lieberfchwemmung in Japan.
Aus der Provinz Gumma nordwesllich von Tokio werden 190 T o d e 5 o p f e r des T a i f u n s und der Ueberschwemmung gemeldet. 130 weitere Personen werden vermißt. Rund 1500 Häuser sind überschwemmt oder eingestürzt. Der Bahnoer« kehr nach der Provinz ist unterbrochen.
Kunst unv Wiffenschast.
Deutscher Archäologe entdeckt einen Maya-Lalender.
Der deutsche Archäologe Fritz Buck, der sich längere Zeit zu Forschungszwecken in Peru aufhielt, erklärte nach seiner Rückkehr, daß er in Ruinen aus der Dorinkazeit an der peruanischen Küste einen Maya-Kalender gesunden habe, der den schlüssigen Beweis für eine enge Verwandtschaft zwischen der Maya- und der Inkakultur liefere und gegen die Theorie spreche, daß die Kultur der Inka sich unabhängig oon der Mayakultur entwickelt habe.
Kleine politische Nachrichten.
Das von der Reichsführung der Deutschen Studentenschaft veranstaltete Gemeinschaftslager deutscher Studenten mit polnischen Studentenführern ist in Blankenburg in Thüringen beendet worden. Die polnischen Gäste setzten ihre Deutschlandfahrt fort, die sie über München nach Berlin führt. Wie die polnischen Jungjuristen einen Einblick in das Leben des neuen Deutschland gewonnen haben, so trägt auch der Besuch der polnischen Studentenführer dazu bei, die Beziehungen in der Wissenschaft, Arbeits- hochschulgestaltung und Studentenerziehung weiter zu vertiefen. ' *
In den letzten Tagen hätte in Bozen der bekannte Trenker-Film „Der verlorene Sohn in italienischer Sprache zur Aufführung gelangen sollen. Die Vorführung wurde jedoch vom Präfekten verboten, obwohl dieser Trenkerfilm vom Minister für Presse und Propaganda in Rom mit dem ersten italienischen Staatspreis ausgezeichnet worden war.
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Aus Anlaß der Anwesenheit Mussolinis in Südtirol wurde verfügt, daß 65 deutsche Süd- tirolerausderVerbannungentlassen und 98 der unter Polizeiaufsicht gestellten Südtiroler von dieser Maßnahme befreit werden. In den letzten Tagen sind bereits einige der Verbannten zurückgekehrt, die anderen dürften in den nächsten Tagen eintreffen. Ein Teil der Freigelassenen wurde sofort zum Militärdienst einberufen.
In der amerikanischen Braunkohlen- I n d u st r i e ist es zu einer Einigung gekommen. Die Unternehmer haben die von den Arbeitern geforderte Lohnerhöhung von 9 Cent je Tonne ge« , förberter Kohle zugestanden, während die Är» ■ beiter ihre weitere Forderung auf Einführung der • 30-Stunden-Woche fallen ließen. Die Wieder« . aufnahme der Arbeit ttrirt) in 28 Staaten bereii« am Dienstag erwartet.
h i n t r e t e n. Der Rundfunk könne diese innige Verbindung zwischen Redner und Volk nicht Herstellen und sei daher kein Ersatz für Dersammlungs- reden.
Die Mittel der Propaganda müßten stark nuanciert sein; das ganz große Pathos müsse für ganz große Gelegenheiten aufgespart werden. Der einzelne könne sich nicht immer an das ganze Volk wenden. Das Volk werde nicht vorn Mann zum Volk erobert, sondern vom Mann zur Partei und von der Partei zum Volk. Wenn die Partei guter Stimmung sei, sei auch das Volk guter Stimmung. Die Redner sollten sich nicht nur auf das übermittelte Material stützen, sondern müßten aus dem Herzen heraus reden. Das Volk habe ein sehr feines Gefühl dafür, ob der Redner das selbst glaube, was er sage. Der Glaube aber komme nicht aus dem Verstände heraus, sondern aus dem Herzen. Auf diese Kräfte des Herzens mühten sich die Redner immer wieder besinnen. Sie dürften nicht zu Routiniers der Propaganda werden, sondern müßten die Propaganda täglich aufs neue lernen. Daraus sei öle vorbildliche Gröhe der nationalsozialistischen Propagandatun st erwachsen. Diese Kunst müßte die Bewegung auf die kommende Generation vererben. Deshalb müßten die alten Propagandisten immer wieder ihr Vorbild zeigen. Sie mühten gewissermahen einen General st ab der Propaganda bilden, dessen Arbeit noch in 200 Jahren als vorbildlich gerühmt werde. In diesem Sinne müsse die kommende grohe Propagandaschlacht eine echt nationalsozialistische, d. h. volksverbundene werden.
Die Ausführungen des Reichspropagandaleiters wurden immer wieder von stürmischem Beifall unterbrochen und lösten große Begeisterung aus. Darauf ernannte Dr. Goebbels aus der Zahl der etwa 160 Reichsredner einen Redner stoß- trupp der Reichspropagandaleitung, dem ganz besondere Ausgaben zugeteilt werden. Anschließend verbrachte Dr. Goebbels den Abend mit den Reichs- rednern in kameradschaftlichem Zusammensein.
haus herangebracht werden konnte, um mit Erfolg seine riesige Wasserspritze einzusetzen.
Am späten Abend konnten sich die Feuerlosch- Boote, die sich bei Eintritt der Ebbe hatten entfernen müssen, wieder der Brandstätte nähern. Um 23 Uhr verminderte sich die Heftigkeit des Brandes, doch war der Widerschein der Flammen am Nacht- Himmel noch in einer Entfernung von 20 Kilometern deutlich sichtbar. Außer der eigentlichen Bekämpfung des Feuers mußten die Feuerwehrleute immer wie- der die Schläuche von den Masten geschmolzenen Gummis säubern, die sich überall auf die Straße ergossen. Ein Feuerwehroffizier erklärte, es sei zu befürchten, daß der Brand noch über den Sonntag hinaus dauern werde. Nach den bisherigen Schät- zungen soll sich der Brandschaden auf über 20 Millionen Mark belaufen.
Drei Tote
bei einem Bolsunglück an der holsteinischen Lüste.
In der Hohwachter Bucht an der ostholsteinischen Küste st r a n b e t e im Sturm ein Steinfischerboot. Dabei kamen der etwa 70jährige Bootsbesitzer und zwei Fischer ums Leben. Ein Taucher, der an Bord war, verbrachte eine furchtbare Nacht auf dem gestrandeten Schifs, bis es dem Rettungsboot Heiligenhafen gelang, durch Raketenschüsse eine Leine an Bord zu bringen und den Taucher mit der Hosenboje zu bergen. Die Steinfischerei wird in der Gegend von Kiel von Fischern betrieben, die mit einem Taucher an Bord ausfahren und grohe Steinblöcke vom Grunde hochholen, die für Wegebauarbeiten Verwendung finden, ein mühseliges Tagewerk. Das Laboer Stemfischerboot befand sich mit einer Steinladung an Bord gerade auf der Heimfahrt nach Laboe, als es von schwerem Wetter überrascht
oon Berlin, die er auf einer Dortragsreise kennengelernt hatte, und ging im Juli 1927 unter Vorlage falscher Papiere a l s Dr. Winkler die Ehe mit ihr ein. So führte er nun ständig ein Doppelleben zwischen Kassel und Ber« l i n. Am 1. März d. I. wurde er schließlich verhaftet. Zu seiner Verteidigung führte der Angeklagte an, dah er die zweite Ehe nur einge- aangen sei, um Der Frau, die bis dahin ein arm- seliaes Dasein geführt habe, helfen zu können. Dieser Drang zum Helfen habe ihn auch bei einer geplanten britten Heirat beseelt, die er mit einer jungen Halbwaise schließen wollte, deren Vater ihm die Tochter vor seinem Tode zum Schutze anoertraut habe. — Zur Bestreitung der Kosten der beiden Haushaltungen mußte der Angeklagte erhebliche Darlehen aufnehmen. Die Gutachten der vier medizinischen Sachverständigen gingen übereinstimmend dahin, daß der Angeklagte vermindert zurechnungsfähig ist. Deshalb sah das Gericht auch von der Verhängung einer Zuchthausstrafe ab und erkannte auf eine Gefängnis st rase von drei Jahren und auf Unterbringung in eine Heil- und Pflegeanstalt.
Todessturz einer Bergsteigerin.
Das in Bad Reichenhall zum Kuraufenthalt ein- getroffene Aerzteehepaar Dr. Kurt und Frieda Hinrichsen aus Kiel unternahm einen Ausflug auf den Predigtstuhl. Beim Abstieg geriet die 55jäh- rige Bergsteigerin nahe der Schlegelalm in die sogenannte Baumgartenrinne, wo sie vor den Augen ihres Gatten 30 Meter tief abstürzte und schwer verletzt liegen blieb. Kurz ehe die aus 14 Mann bestehende Rettungsmannschaft sich an die Verunglückte herangearbeitet hatte, stürzte diese in der mittler» weile hereingebrochenen Dunkelheit neuerdings 20 Meter tief in dem Felsabhang ab und erlitt so schwere innere Verletzungen, daß bald danach der Tod ein trat. An der Unglücksstelle sind in der letzten Zeit auf ähnliche Weise drei Personen ums Leben gekommen.
Schneefall im Riesengebirge.
In der Nacht zum Donnerstag sank das Thermometer in den höheren Lagen des R i e s e n g e b i r ■ g e 5 unter den Gefrierpunkt. Es schneite mehrmals ziemlich kräftig. Bis etwa 1000 Meter herab lag gestern morgen eine Schneedecke oon einigen Zentimetern.
Neuschnee in den Allgäuer Alpen.
In der Nacht zum Freitag hat es in den All- gäuer Bergen ziemlich stark geschneit. Freitag früh zeigten die Gipfel bis weit herunter Schnee- decken. Die Temperatur ist auch im Tal empfindlich gesunken. In den Morgenstunden des Freitag lag sie nahe dem Gefrierpunkt.
Berlin, 26. Sept. (DNB.) Im Rahmen eines eit Dienstag stattsindenden Schulungskursus ü r d i e Reichsredner der Partei emp- ing der Reichspropagandaleiter Dr. Goebbels am Donnerstagabend die Teilnehmer im Propa» janbaminifterium und wies ihnen in längerer An- prache ihre Aufgaben. Dr. Goebbels behandelte da- bei die Grundbegriffe der Propaganda. Früher hät- ten die Propagandisten alles, was sie waren, aus i ch f e 1 b ft heraus gegen Rundfunk und Presse erkämpfen müssen. Sie hätten also mehr Intelligenz, Energie und Hingebung aufbringen müssen, um nicht zu unterliegen. Unter den alten Kämpfern, aus denen sich die Reichsredner zu- ammensetzten, sei keiner, der nicht einmal eigen- händig Flugblätter verteilt habe und nachts mit dem Kleistertopf durch die Straßen geschlichen sei. Die Propagandisten dürften aber heute, wo man bequemere Mittel habe, nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Nicht durch Zwang dürften die Volksgenossen bei der Bewegung gehalten werden, sondern durch ein ständiges Ringen um ihre Seele. Dabei müsse die Bewegung Korps- g e i ft bewahren und eine eherne geschlafene Front gegen alle Angriffe von außen zeigen nicht in der Abwehr, sondern im Angriff gegen alle Gegner. Die Leistungen des nationalsozialistischen Staates seien so gewaltig, daß man sie wohl dem Gemecker an kleinen Dingen entgegenhalten könne. ,
Man dürfe auch nicht glauben, es müsse bei jeder Versammlung, Kundgebung oder Feier etwas Neues geboten werden. Damit raube man der Bewegung ihre Tradition. Das Grundsätzliche müsse immer gleich bleiben. Die Bewegung müsse immer mit den täglichen Sorgen des Volkes verwachsen bleiben, aber immer wieder dieselben Folgerungen daraus ziehen, die den Prinzipien unserer Bewegung entsprechen. Die Propaganda habe nicht die Macht, sondern die seelische Kraft der Bewegung zum Ausdruck 3U bringen. Sie solle das Volk nicht niederknüppeln, sondern die Herzen erobern. Um volksoer- bunben zu bleiben, müsse der Propagandist immer wieder als Redner vor das Volk
toanffurf a. 21t, 26. Sept. (CpD.) Der _ Jcnr besichtigte am Donnerstag in Begleitung VriH de>s (teneralinspektors für das deutsche Strahen- Sini^mrtfn Dr.-Jng. lobt die soeben fertiagestellte f-Mtzen lautobahnstrecke Heidelberg — IHann- Koloni^hnin -Frankfurt. Obwohl der Führer uner. hne ihn V wmiik eintraf, wurde ihm überall von der Betz e n vSilkmng ein jubelnder Empfang bereitet ungttnA. j fron größeren Städten, die er auf seiner Fahrt ler 2akn> . bEmhtle, verbreitete sich die Kunde von seiner An- a n tr.c. u.mit Windeseile, häufig mußte seine jh miqcnfo(onne ein dichtes Spalier von t i" 0 enden von Volksgenossen passie-
'mi-lleichi * rem iile niemand gerufen hatte, die nur auf ein jinen allt- Mcrl>zusammengeströmt waren: „Der Führer
rn ^eV /Werfee&ooteflortme qen." ^rhen,0,01,1 • Äeir l i n, 26. Sept. (DNB.) Der Reichskriegs. -mat tniirjltr und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Ge- ", ne’duberft von Blomberg, schifft sich am !N . 26l September in Kiel auf dem Untersee-
fc dil,„U 1" ein, um an Hebungen des Bootes teil- >et dUiM’nen. Nach einer Besichtigung der Besatzung
das-,t untötüg Bootes werden Fahr- und Schießübungen
,n ^^^obWlten, an die sich Tauchmanöoer anschließen.
DchMckkehr des Ministers nach Berlin erfolgt am glcfem Tage. Am 27. September wird in Kiel die OoF" m k er1 fr jgro'ntunterfeebootsflottille ge- r wijt Der Führer und Reichskanzler hat dieser Ltti Flicke den Namen „U n t e r s e e b o o t s f l o t - .M' tiilll« Weddigen" verliehen und damit dem (,n Ä- ur-unehlichen Seehelden Otto Weddigen ein blei« frutÄt beirte Denkmal gesetzt. Die UnterfeebootsflotttOe & SPlt/ M^Den" besteht aus den U-Booten U 7 , „U 8 , Wj „llir „U 10", „U 11", „u 12" und dem Flottillen- ? flWc te:itii „T 23". Sie untersteht dem Flottenkom- ?? fiil v'^ m*.
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' >ei italienisch-abessinische Konflikt Ipruch.) Mail di; Weltwirtschaft weiter beeinflußt. Der unrnit- ’srates MelÄvl stimmungsmäßige Einfluß der jeweils in vei LchlujGciaf mnd den europäischen Hauptstädten sich er- ig der Tin;eperlen Situationen war an den Weltbörsen abzu- äniens^esmHie in nervösen Schwankungen das Auf und ng die vomM dir Friedenshoffnungen und Kriegsbefürchtun- ichläge alsfiefi sgiftrierten. Im Großen und Ganzen ging ben sollen, üe Tendenz der Effektenkurse nach unten, und daß der Iwisenkurse der am Konflikt mittelbar ober un- zehner-l'ttutei ar beteiligten Länder wurden durch eine leb- lien we^ante K a pitalfluchtbewegung über ben -iveite ll-m t i s ch e n Ozean, die sich in beträchtlichen ftanMslbpIrW rschiffungen sichtbar auswirkten, unter Druck nicht nur Holland z. B. führt man die empfindliche
, Ql5 mi|7H'frippung am Geldmarkt auf Masfenkäufe von bereit wie manischen Werten durch das niederländische ie iranM»P^^m zurück. Die niederländische Wirtschaft zeigt Jj. Wjidj beunruhigt, weil man bei einem Ausbruch des ,n itMei sch-abessinischen Krieges eine Sperrung him hii« b cs io u e 3 t a n a I s befürchtet. Hierdurch würbe Öen ('thiffahrtsweg zwischen ben Niederlanden und ihliier reichen indischen Kolonie wesentlich ver- , . ~ lärige-t werden. Das könnte unter Umftänben zu M/Inöseirer schweren Schäbigung bes hollänbischen Han- [//Ulillbehs -iihren. Diese Sorge erschwert naturgemäß ' • v ein e beberroinbung der niederlänbischen Währungs- na schWiciigkeiten. Denn die Hnsicherheit der Zukunft vei'piinßt die niederländische Wirtschaft, zu einer veiqMten Kreditbeanspruchung und sogar zur Ab- helsMt von Bankgeldern. Man spricht auch davon, f LJUU M 'ie amerikamsche Bankwelt ihre europäischen UlTllro ©Lliwen und Golddepots „repatriiere", also in ihr 1 1 Doiitimnd, das infolge seiner Isolierung von den .) 3n eimpi ifd)en Konflikten wirtschaftlich als glücklich Gemisch r-' IM kl mn gesehen wird, zurückbringen. Dadurch, da Zarnunm" deft li ollar den Goldausfuhrpunkt in Paris am m ÖinjtonE: n£:afl wieder unterschritten hat, dürften die Gold- StelluG^veult'fungen zunächst etwas abgebremst werden. I Deuil^Dth fiarfe Erhöhung der Versicherungsprämien für -ß", so sch GMi^nsporte hat den Strom des vagabundieren- ,q ausÄtieß Kapitals in Richtung USA. nicht eindämmen eifer hech'köürr.. Die Transportversicherung wird durch die ie herrlich^ Beif Achtungen, es könnte zu kriegerischen Berwick- ilitärilchiluuge im Mittelmeer tomnjen, besonders stark m ien." MM oenschaft gezogen. Die grohe englisch S e e - her dell! vU r i cherungsgesellschaft Ll oyds hat
hfflnpVftt-rMMiehmern eine formale Kündigung zuzu- in der ksteDi in der sich die Gesellschaft von dem Kriegs- V nradi DrrifWber bestehenden Seeversicherungspolicen be- nofltl frjfct Die Versicherungsnehmer haben die Möglich- E fr, i-ine zusätzliche Versicherung gegen Kriegs- 2105 D schM .risiken einzugehen. Die übrigen Transport- .. 5.vs;fid-=rer sind diesem Beispiel gefolgt, und auch die ^-ton Gesellschaften haben sich zu einer berat- ei ^Kündigung entschlossen.


