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Das Echo in Paris und London

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Verschlechterte Aussichten für Aalten.

Der Eindruck in Paris.

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durch Uerdingen vollzogen wird, war schon bekannt und hat fetzt lediglich Durch Generalversarnmlungs- beschluß seine Sanktion erhalten. Neu war jedoch die Mitteilung, die Firma G T a l b o t & Cie., Aachen, eine der ältesten »deutschen Waggon- fabriken, im Begriff steht, ein Aktienpaket der Uevdinger Gesellschaft zu übernehmen und so die durch die Transaktion mit Düsseldorf etwas ange­spannte Finanzlage der Gesellschaft zu entlasten. Auf diese Weise bilbet sich am Niederrhein eine neue Interessengruppe, die die gegenwärtig nicht

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Oer neue Ausschuß zur Ausarbeitung -er Empfehlungen eingesetzt

Die Augustbilanzen der deutschen Kreditbanken lassen seit langer Zeit zum ersten Male wieder eine Zunahme der Kreditoren bei den Großbanken erkennen, die sogar in Wirklichkeit noch größer ist als ausgewiesen, weil im August gleichzeitig in erheblichem Ausmaß Schul­den abgedeckt worden sind, die neuaufgenommenen Kredite also mehr ausmachen müssen als der Bilanz­zuwachs von 15 Millionen Mark vermuten läßt. Au der anderen Seite haben sich die Guthaben der Kundschaft bei den Großbanken vermin-

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Artikel 15, Absah 4

Wie die Tür um einen Angelhaken so dreht

führte aus, daß die heutige Entschließung des Bol- kerbundes die Phase der Reden und der Erklärun- gen beende. Die Grundsätze, die er im Rat und in der Versammlung angegeben habe, ließen keinen Zweifel bestehen über die Antwort der Sowiet- regierung auf etwaige Vorschläge des Rates zur Aufrechterhaltung des Friedens in Afrika und in den übrigen Erdteilen sowie zur Innehaltung des Völkerbundspaktes.

Der dänische Außenminister Munch erklärte sich durchaus einverstanden mit den Grundsätzen, die der Ausschuß seinen Beratungen zugrunde gelegt habe. Angesichts des Scheiterns seiner Bemühun­gen dürfe der Rat sich nicht darauf beschränken, die Entwicklung dieses ernsten Konfliktes abzuwarten. Das vorgeschlagene Verfahren wahre offenbar die Möglichkeit der Schlichtung und bezeichne für den Fall, daß die Schlichtung nicht Zustandekommen sollte, das beste Mittel, um gleichzeitig den Frieden und die Grundlage des Völkerbundes aufrechtzu- erhälten. Damit war die Aussprache abgeschlossen, und der Ratspräsident stellte fest, daß seine Er­klärung einstimmig angenommen sei.

England übernimmt keine neuen Mgschasteu

Oie Antwort an Frankreich und eine britische Gegenfrage.

P a r i s, 27. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die e n g- l is ch e A n t w o r t auf die Anfrage des Quai d'Or- says hinsichtlich der Haltung Englands im Falle einer Gefährdung des europäischen Gleichgewichts soll Anfang nächster Woche veröffent- licht werden. Die Pariser Blätter bestätigen aber bereits, daß diese Antwort lediglich eine nähere Umschreibung der Rede des englischen Außenmini st ersin Genf darstellt,und keinerlei neue Bürgschaften enthalt. Wenn bii, französische Öffentlichkeit nicht enttäuscht werden wolle, schreibt derJour", so dürfe sie von England nicht mehr erwarten als das, was es be­reits gegeben habe. Auch dasEcho de Paris" weist darauf hin, daß die englische Antwort nicht über die Rede Sir Samuel Hoares hinausgehe.

Gut unterrichtete Blätter vermuten, daß gleich­zeitig mit der französischen Anfrage in London we­gen der Haltung Englands im Falle einer Gefahr für das europäische Gleichgewicht über eine englische Gegenanf.age verhandelt werde, die darauf hinausgehe, die Haltung Frank­reichs bei der Anwendung von Sühne­maßnahmenmilitärischen Charakters gegen Italien festzulegen.Oeuvre" glaubt zu wissen, daß die englische Antwort auf die französische Anfrage je nach dem Ausgang der augenblicklichen Verhandlungen eine Abänderung erfahren könnte.

Kein Schritt über Hoares Zusicherungen hinaus.

London, 27. Sept. (DNB. Funkspr.)Daily Telegraph" schreibt, französische Zweifel über die britische Haltung beispielsweise im Falle eines Angriffs a u f Oe st erreich, die den wahren Gegenstand der Anfrage bildeten, seien von Sir Samuel Hoare in seiner Genfer Rede und in seiner Besprechung mit Laval beantwortet worden. Damals sei deutlich gemacht worden, daß die Auffassung Großbritanniens von seinen Völker- bundspflichten sich bestimmt nicht auf Afrika beschränke. Die britische Note bekräftige mit Festigkeit von neuem die Ansichten, die Hoare in feiner Rede ausgedrückt habe, sie gehe aber nicht auf das Vorgehen Großbritanniens im Falle einer solchen Krise ein. Wenn auch den Zusicherungen, die bereits in Genf gegeben worden seien, wenig hinzugefügt werde, so hoffe man doch, daß die französische Oeffentlichkeit hinsichtlich der Punkte, die ursprünglich in der Anfrage aufgeworfen wur­den, befriedigt sein werde.Morning Post" sagt, die Note gebe eine amtliche Erläuterung der Erklärung Hoares vom 11. Juli, daß Großbritan­nien für beharrlichen und kollektiven Widerstand gegen Angriffshandlun­gen eintrete. AuchDaily Mail" meldet, daß

bildung gute Fortschritte.

Die Beschäftigung der deutschen In­dustrie ist im Monat August abermals leicht ge­stiegen, und zwar sowohl der Zahl der beschäf­tigten Arbeiter als auch der der geleisteten Arbeits­stunden nach. Was das bedeutet, läßt sich am besten beurteilen, wenn man berücksichtigt, wie hoch der Beschäftigungsstand in diesem Sommer war, und in welchem Maße es in Deutschland im Gegensatz zu fast allen anderen Ländern gelungen ist, die Arbeits­losenwelle zu brechen. Selbst das Baugewerbe, dessen Beschäftigung sonst im Monat August schon nachzulassen beginnt, hat in diesem Jahre bis in die letzte Zeit hinein gut zu tun gehabt, da noch immer neue Bauten in großer Zahl begonnen worden sind. Nur in einigen Industriezweigen, wie z. B. in den Fahrzeug- und in den Baustoffindu- strien, hat die Konjunktur aus saisonmäßigen Grünhen ihren Höhepunkt bereits überschritten. Da­für hat sich aber in den von der Jahreszeit unab­hängigen Produktionsgüterindustrien, jo z. B. in der Großeisen- und Maschinenindustrie, der Auftrieb noch verstärkt. Besonders beachtenswert ist die Tatsache, daß eine Reihe von Verbrauchs­güterindustrien, die bisher an dem allgemei­nen wirtschaftlichen Aufschwung nur in geringem Maße teilgenommen hatten, jetzt über eine Zunahme der geleisteten Arbeitsstunden berichtet. Das gilt z. B. für die Damenbekleidungs-, die Strumpf- und die Schuhindustrie, die Möbelfabriken u. a. m. Ge­stiegen ist ferner die Beschäftigung der Hutfabriken und der Funkindustrie. In einer Reihe anderer Kon­sumgüterindustrien hat dafür freilich die Konjunktur aus jahreszeitlichen Gründen eine Abschwächung er­fahren. Im großen und ganzen aber hat sich die Ausnützung der Arbeitsplätze von 65,9 auf 66.1 v. H., die der Arbeitsstundenkapazität von 59,1 auf 59,3 v.H. und die Zahl der arbeitstäglich geleisteten Arbeits­stunden von 7,23 auf 7,25 erhöht.

immer wieder erklärt, daß er alles gen011 überlegt, ausgerechnet und abgewagt habe. Er stehe aus dem Baden der Wirklichkeiten und zieh« die Offenheit vor, weil er glaube, daß dies schließlich doch die beste Politik sei. Italien ser nicht der Angreifer. Man brauche nur die militärisch^ Vorbereitungen des Negus zu verfolgen, um feft. zustellen, auf welcher Seite der Angriffsgeist herrsche, Andererseits gab der Duce zu, daß er f dis 44 Millionen Bevölkerung seines Landes e in aus. dehnungsgebiet brauche. 200000 Sohn« Italiens hätten um die Ehre gebeten, nach Erythrea zu gehen, um dort zu kämpfen und wenn notig z» sterben. Wer könne sie zurückfuhren, ohne big Früchte geerntet zu haben.

Churchill wirbt für weitere Ausrüstung. London, 26. Sept. (DNB.) In einer SD im City Carlton Club, die ein Gemisch von piv sönlichen Schmeicheleien und Warnungen an iCi Adresse Mussolinis darstellte, nahm Winston Chui­chi l l zur internationalen Lage Stellung, wobei ? sich auch einiger Attacken auf Deutschlair! nicht enthalten konnte.Ich muß", so sagte te chill u. a.,meine Ueberraschung ausdrücken, toi ein so großer Mann, ein so weiser Herrscher du Mussolini gewillt sein sollte, seine herrlicke 9lafca in eine s o unbequeme militärische uni finanzielle Lage zu bringen."

Churchill wandte sich dann der deutsche Aufrüstung zu und versuchte mit großem Sto wand an agitatorischen Behauptungen, sie als > größte und schrecklichste Tatsache in der heutig Welt" darzustellen. Der Redner sprach von & Geiern, die am Himmel ihre Kreise zögen, je!« Augenblick bereit, auf das fette Aas des BritijU Reiches herunterzustoßen".

Nach dieser Geschmacklosigkeit stellte Churäsi seine Forderung nach einer Verstärkung Nj bri tischen Verteidigung, die er mit M deutschen Rüstungsmaßnahmen begründete. Er er­langte u. a. Neubauten für sämtliche veraM britischen Schlachtschiffe. Erst dann könne Engl^ seine Stellung im Mittelmeer und alles, was bert Zusammenhänge, behaupten und die Ernährung

Kein isoliertes Vorgehen Englands.

London, 27. Sept. (DNB. Funkspruch.) Der Beschluß des Völkerbundsrates, den italienisch-abes­sinischen Streit nunmehr offiziell auf Grund des Artikels 15 zu behandeln, wird in den Zeitungen mit Zustimmung ausgenommen. Das liberale News C h r o n i c l e" begrüßt es, daß der Fol­ter bunt) sich ruhig aber stetig auf wirksames Eingreifen in die Krise zubewege. Es sei wahrscheinlich, daß der endgültige Bericht des WI- terbunbsrates angesichts der sowjetrussisch-rumanstcy- türkischen Vorbehalte beträchtlich weniger günstig für Italien ausfallen werde als der Be- richt des Fünferausschuffes, er werde einstimmige Annahme finden, was dann im Falle eines ita- lienifchen Angriffes zwangsläufig zur Anwen­dung von Sühnemaßnahmen auf Grund des Artikels 16 führen würde. Das Arbeiterblatt Daily Herald" sagt, Italien stehe allem in der Welt. Der Völkerbund habe sicher recht, den Weg zur Versöhnung nicht abzusperren, aber es würde eine Pflichtversäumnis sein, wenn der Völ­kerbund jetzt nur die weitere Entwicklung abwarten wollte. Beobachter sollten an die Halte nischabessinische Grenze gesandt wer- den, es frage sich, ob nickt auch eine Schließung des Suez-Kanals bereits jetzt angeordnet wer­den sollte. ,

Time s" betont indessen, daß Großbritannien keinen Schritt tun werde, der nicht gemeinsam mit b en anderen Mitgliedern des Völ­kerbundes erfolge. FürDaily Tele­graph" undMorning Post", in denen die Ansichten des rechten Flügels der Konservativen Partei zum Ausdruck kommen, ist das Hauptereig­nis des gestrigen Tages weniger der Genfer Be­schluß als die R e d e C h u r ch i l l s , dessenstaats-

Eine beträchtliche Abnahme weisen I t a l i e n und Polen auf, letzteres sogar um 40 v. H., wahrend die Abschwächung der Schweiz infolge des Druckes auf feine Goldwährung erfolgte. Natürlich war auch die Zunahme in den reinen Agrarlän­dern verhältnismäßig gering. Aber im großen und ganzen kann gerade an den Sparanlagen abgelesen werden, daß die Konjunktur besser geworden ist und infolge der Herabsetzung des Zinssätze ist auch hier eine Erleichterung für die Kreditsuchenden ein- getreten. Jedenfalls haben die Zeichen der Krisen­periode, die Substanzaufzehrung und die Abhebung von Spargelbern in ben meisten Staaten aufgehört, unb vor allem in Deutschlanb macht bie Kapital-

Genf, 26. Sept. (DNB.) Der Völkerbundsrat hat Donnerstagvormiltag in öffentlicher Sitzung den Bericht des Fünf er-Ausschuf f es entgegengenommen und sodann auf vor- chlag des Präsidenten beschlossen, einen aus allen R a t s m i g l i e ö e t n mit Au s n a hm e der streitenden Parteien bestehenden Ausschuß zur Ausarbeitung eines Berichtes im Sinne des Artikels 15 Abf.4 der Satzung einzu- fetzen. .

Der Fünfer-Ausschuß wird bis zur end­gültigen Annahme des Berichts bestehen blei­ben, um etwaige Anregungen, die einen neuen Schlichtungsversuch rechtfertigen sollten, entgegen­zunehmen. Die Ratstagung wird nicht geschlos­sen, sondern es ist vorgesehen, daß der Rat jeder­zeit zur Prüfung des Berichtes im Falle der Dring­lichkeit sofort zusammentreten kann.

Der öffentlichen Sitzung des Rates war eine vertrauliche Besprechung der am Kon­flikt nicht beteiligten Ratsmitglieder unb eine private Sitzung b e s Dölkerbunbsra- t e s voraufgegangen. Der italienische Delegierte Baron A l o'i s i hatte an ber privaten Sitzung teil« genommen; währenb ber öffentlichen Sitzung blieb ber Platz Italiens am Ratstisch leer. Die Sitzung begann mit ber Aufforberung bes Präsibenten an bie abessinischen Delegierten, am Rats­tisch Platz zu nehmen. Hierauf verlas ber spamjche Delegierte Mabaria. ga ben bereits veröffentlich­ten Bericht bes Fünferausschusses unb schlug vor, baß ber Rat sofort einen B e r i ch t gemäß Artikel 15 Absatz 4 ausarbeite. Wie in frühe­ren Fällen, soll er bie Ausarbeitung einem Rats­ausschuß übertragen, ber aus ben Vertretern aller Ratsrnitglieber mit Ausnahme ber Parteien besteht.

Eden

erklärte bann u. a.i Ich bebauere, baß trotz ber Be­mühungen bes Fünferausschusses tatsächlich b i s» her keine Lösung gefunben worden ist. Am 4. September habe ich bie Meinung ausge­sprochen, baß es unsere Pflicht sei, bie Maschi­nerie bes Völk erb unbes, bie uns m bie Hanb gegeben ist, zu benutzen. Ich unterstütze daher ben Vorschlag, baß ber Rat ben Bericht unb die Empfehlungen, bie in Absatz 4 Artikel 15 vorge­sehen sinb, ausarbeitet. Solange ber Wt mit ber Ausaroeitung seines Berichtes unb seiner Empfeh­lungen bejchäftigt ist, kann bas W er k ber Schlichtung fortgesetzt werben. Außerbem werben bie Regierungen, solange bie Ausarbeitung des Berichtes in Gang ist, Gelegenheit haben, zu prüfen, ob noch weitere Maßnahm en er­griffen werden können, um den Frieben zu sichern.

Laval

erklärte sodann u. a.i Nach dem Scheitern der Schlichtungsverhandlungen bes Fünferausschusses kann keine anbere Entscheibung als bie uns vom Ratspräsidenten unterbreitete getroffen werben. Der Delegierte Großbritanniens wünscht, daß alle Mit­tel unb alle Verfahren zum Zwecke ber Schlichtung erschöpft werben. Ich habe mich zu angelegentlick an ber'Suche nach einer frieblichen Lösung bieses Kon­fliktes beteiligt, um nicht ben Erklärungen E b e n s zuzuftimmen. Der Rat muß gemäß ber Satzung handeln unb jetzt feine Empfehlungen aufftellen. Ich bin auch in bte- fem Punkt mit bem Vertreter Großbritanniens ein­verstanden. Der Rat wird seine Pflicht nach dem Buchstaben unb bem Geist ber Satzung erfüllen und roirb besten bin ich sicher nach einer Darstel- lung ber Umjtänbe bes Streites alle biejenigen Maßnahmen bezeichnen, bie er für die gerechtesten

Wie fteht es in der Wirtschaft aus?

Am Mittwoch hat Dr. Schockt in ber Wirt­schaftskammer für Düsselborf gesprochen, bie zum ersten Mal bie bisher zersplitterten Wirt- Ichaftsorganisationen in sich vereinigt, unb er hat babei nachbrücklichst ein Bekenntnis zur F e st- mar f unb z u stabilen Preisen abgelegt. Denn jebe Preiserhöhung ist unter ben gegebenen Verhältnissen volkswirtschaftlich schäblich unb eine Inflation wäre ebenso wie eine Abwertung ber Mark ein Experiment, bei bem erfahrungsgemäß selbst bie gesunbesten Wirtschaftsmächte zuerst lang­sam unb bann in immer schnellerer Folge ausblu- ten. Dr. Schacht hat sich aber auch mit Recht ba= gegen geroanbt, baß notleibenbe Unternehmen nach Staatshilfe schreien. Er hat versichert, er werbe keine Subvention spolitik treiben, ba Unternehmungen, bie sich nicht aus eigener Kraft erhalten können, verfchwinben müßten. Unb damit hat er mit jenem System gebrochen, das in ber Deflationszeit gerabezu korrumpieren!) wirkte unb kranke Unternehmungen künftlich über Wasser hielt, währenb ben gefunben baburch eine Schmutzkonkurrenz bereitet würbe. Die Kräftigung bes Volkswirtschaftskörpers kann nur erfolgen, wenn bem Leistungsprinzip der ausfchlag- gebenbe Einfluß gewahrt bleibt. Daß wir bamit vorwärts kommen, ist fast auf allen Gebieten zu beobachten, unb die gesteigerte Einkommensmenge der Nation roirb, eben weil bas Dolk Vertrauen in bie Wirtschaftsführung hat, zu einem erheblichen Teil zu neuer Kapitalbilbung benutzt. Es liegen jetzt bie Statistiken über bie internationale Spartätigkeit vor, nach ber Deutschlanb auch hier an ber Spitze steht, benn feit Jahresbeginn hat im ersten halben Jahr sich bie Sparsumme in Deutschlanb um volle 4 Prozent vermehrt In Millionen ber Lanbeswährung betrug nämlich das Spargeld:

Deutschland England Frankreich Schweiz Holland Schweden Polen Italien Ungarn Tschechoslowakei

In ber vergangenen Woche sind zwei Fälle be­kanntgeworben, in denen sich Industrie-Unterneh­mungen der gleichen Branche zwecks besserer Aus­nutzung ber technischen und finanziellen Mittel zusammengeschlossen Haden. Einmal han­delte es sich um bie Humbold-Deutzmoto- r e n A G. (Klöcknerkonzern) in Köln und die C. D. Magirus AG. in Ulm, die durch einen Inter- essengemeinschaftsvertrag, in dem bie Selbftänbig« feit beiber Unternehmungen gewahrt ist, den ge­meinsamen Bau unb bie Entwicklung von Fahr­zeugen mit Dieselmotoren unb mit Motoren für bie Verwertung von inländischen Brennstoffen förbem wollen. Die Weltoerkaufsorganisation des Kölner Unternehmens wird damit Der Ulmer Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Man hofft so eine Stei­gerung" bes Auslandgeschäftes von Magirus zu erreichen, außerdem auch eine Be- fast des gesamten Aktienkapitals von Düsseldorf

glaubt als auf getrennten Wegen.

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An den internationalen Me tallma.. t e n hat sich eine Befestigung durchgesetzt- -y , hängt mit den außenpolitischen Spannunge i jammen, ba Rüstungen stets einen Mehrver ' - , von Metall verursachen. Große Mengen am . nischen Kupfers sinb offenbar für bie j Italiens gekauft und verbraucht worden, cm ,

bert, b. h. bie Wirtschaft, insbefonbere bie großen Unternehmungen, haben flüssige Mittel adgezogk bie sie zur Rohstoffbeschaffung, in gewissem Ui

lebung bes beiberfeitigen Jnlanbadsatzes. Der zweite Fall betrifft bie Waggoninbustrie, bie vor einigen Jahren unter bem Druck ber Krise bereits eine scharfe Konzentrationsbewegung er­lebte unb die anbererfeits vor einigen Monaten burch bie Entschachtelung bes Linke-Hofmann-Kon- zerns in ihrem ostdeutschen Interessenbereich be­rührt wurde. Der kapitalmäßige Zusammen­schluß ber Uerbinger unb ber Düssel- borfer Waggonfabrik, ber durch Erwerb

bas Genfer Gespräch um ben schon bald legenbär gewordenen Absatz 4 des Artikels 15 der Völker» bundssatzung. Es geht darum, ob eine Einheits­front des Dölkerbundsrates oder bester gesagt, ein englisch-französisches Kompromiß zustande- gebracht werden kann, die den Mut aufbringt, die Sanktionsbestimmungen der Dölkerbundssatzung auch gegen Italien zur Anwendung zu bringen. Der Absatz 4 lautet:Kann bie Streitfrage nicht geschlichtet werben, so erstattet unb veröffent­licht ber Rat einen auf einstimmigen B e - schluß ober Mehrheitsbeschluß beru­he n b e n Bericht, ber bie Einzelheiten ber Streitfrage unb bie Vorschläge miebergibt, bie er zur Lösung ber Frage als bie gerechtesten unb geeignetsten empfiehlt."

Wenn ber Bericht bes Dölkerbunbsrates einstim­mig angenommen roirb wobei bie ft reiten-

ben Parteien nicht mitgerechnet wer- ben, so sinb bie Dölkerbunbsnntglieder verpflich­tet, gegen keine Partei zu Kriege zu schreiten, die sich bem Vorschläge fügt. Eine Nation, tne einen Krieg vom Zaune bricht, hat bie im Artikel 15 übernommenen Verpflichtungen gebrochen und wiro ohne weiteres so angesehen, als hatte sie eine Kriegshanblung gegen alle anberen Bunbesimt- glieder begangen". In biesem Augenblick treten die SanfHonsbeftimmungen in Kraft.

Italien ist nicht der Weiter."

Paris, 27. Sept. (DNB. Funkspruch.) Dem Be- richterstatter desPetit Journal" hat der Duce

britischen Inseln sicherstellen.

Das ganze Land und das ganze Britische W seien bereit, die englische Regierung in ihrer b terbunbspolitit zu unterstützen.. ® i *,

dem Völkerbünde gelinge, einen Kolon i al1 * in Afrika zu vermeiden, ohne ihn in ein11 1 allgemeinen europäischen Krieg x roeitern, fo werde hiermit ein ungemein wertig i Beitrag für die Sicherheit aller Länder 0^*4 i 3t Er vertraue darauf, daß Frankreich sich *1 b( gegenwärtigen werde, wie lebenswichtig es l>- , m feine eigene Sicherheit in der Zuku'M $ fei, wenn ber Völkerbunb aus ber entscheidet . Probe erfolgreich hervorgehe. Vielleicht werde M Tag kommen, an bem Italien seinen alten iW ? ® ben, wie England, dankbar sein werde, ihni w Holsen zu haben, zu verhindern, daß es in e' J 1 lf tödliche Falle" gehe. Es gebe in einige Mächte, bie sich freuen würben, wenn 3M in eine komplizierte unb abhängige Lage gM Englanb gehöre nicht zu biefen Mächten. m chill roanbte sich gegen bie A b t r e t ui i ; n( irgenbwelcher briti scher Gebietst MM ba ein solcher Präzebenzfall bas Ende des M 11 ( schen Reiches heraufbeschwören könne.

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männischen" undkraftvollen" Ausführungen tz vorbehaltlos zustimmen.Daily Telegraph erklär ^en das vor einiger Zeit veröffentlichte Weißbuch ubc bie britische nationale Derteibigung sei unz». länglichingefährlichemGrabe, unb be Stanbpunft, ben Großbritannien gegenüber dy Völkerbunb einnehme, mache bie DorbereitunM- eines viel umfassenberen Wehrhaushalts zur PM. , Morning Post" sieht in bem Genfer Besitz hauptsächlich eine neue Atempause für ein Dersöhnungsversuch unb verlangt, Italien nach w i e vor als Freund behänd^

Paris, 27. Sept. (DNB. Funkspruch.) Auf bei gestrigen Sitzung des Dölkerbundsrates zieht Pariser Presse im allgemeinen zwei Schlußfolzs rungen. Die erste ist auf die Haltung der Türkri: Sowjetrußlands und Rumäniens zuM zuführen, die in der geheimen Sitzung die vorn Fm fer-Ausschuß ausgearbeiteten Vorschläge als viü zu weitgehend bezeichnet haben sollen, hi-v aus wollen die Blätter schließen, baß ber Bericht ben ber neu eingesetzte Dreizehner-Au« schuß ausarbeiten soll, für Italien m e n igt:1 günstig ausfallen werbe. Die zweite Schluß folgerung geht auf bie Rebe bes französischen Ar nifterpräfibenten zurück, bie man nicht nur inb® lich, sondern auch in ber Form als mit btt! Ebens überein ft immenb bezeichnet, b. Presse meint infolgebessen, baß bie französisch-^? lische Annäherung unb damit bie A b k eh Frankreichs von Italien sehr ois weitgehenber sei, als man dies bisher an^

ganz leichte Geschäftslage der Waggoninbustrie vereinten Kräften bester überwinden zu ron "

Jahresanfang

Enbe Im

12,688

13,158

533

566

61,284

61,408

2,760

2,730

865

872

475

480

2,168

1,306

37,392

35,647

96

98

20,614

20,813

n 6,343

6,392