Ausgabe 
27.6.1935
 
Einzelbild herunterladen

wir

der

Lyzeum.

Retten.

21 Uhr.

Oberheffen

Für Frauen von 17 bis 19 am Kugelberg.

den und wurde in eine Gefängnis st rafe von fünf Monaten genommen.

Am Tage nach der Saarabstimmung begab sich der P. L. aus Büdingen zu einem Juden und forderte diesen auf, ihm zehn Mark zu geben, da er vor einigen Jahren seine (des Angeklagten) Frau beleidigt habe. Der Betrag wurde ihm auch behändigt. Darauf gina er zu einem anderen Juden und verlangte von diesem ebenfalls einen Geld-

Für Frauen und Männer gemeinsam, Reitschule Schömbs, Brandplatz, Montag von 21 bis 22 Uhr, Dienstag von 21 bis 22 Uhr, Mittwoch von 20 bis

gehend bei den KdF.-Warten zu melden, damit einen Ueberblick bekommen.

Wissenschaft im Dienste des Volkes.

Heute, Donnerstag, 27. Juni 1935, findet

Oie erste öffentliche Kerckhoff-Vorlesung in Bad-Nauheim.

Leichtathletik.

und Männer gemeinsam; Samstag Uhr auf dem Universitätssportplatz

Schwimmen.

Für Frauen und Männer gemeinsam; Mittwoch von 20 bis 21 Uhr im Volksbad; Mittwoch von 21 bis 22 Uhr, Montag von 18.30 bis 20 Uhr, Mon­tag von 18 bis 19.30 Uhr Männerbadeverein.

Tennis.

Für Frauen und Männer gemeinsam; Montag von 18 bis 19 Uhr und von 19 bis 20 Uhr 1. An­fänger, städtische Tennisplätze am Schützenhaus. Für Fortgeschrittene werden Uebungsstunden ohne Lehrer eingerichtet.

gen kam durchschnittlich auf 30 bis 40 RM. Auch die Heugrasoersteigerung von den Gemeindewegen brachte dieses Jahr einen guten Erlös. Für manche guten Wege wurde fast das Doppelte gelöst als in früheren Jahren. Die Heuernte hat nun dieser Tage hier begonnen. Falls das Wetter schön bleibt und das Heu gut nach Hause kommt, kann in diesem Jahr mit einer sehr reichlichen Ernte gerechnet werden.

st. Kirtorf, 25. Juni. Dieser Tage fand im Rathaussaale eine öffentliche Gemeinderatsfitzung statt. Der Bürgermeister begrüßte die Stadträte und die Bürger. Der Bürgermeister gab die neue Ge­meindeordnung bekannt und erstattete dann Bericht über den Holzverkauf aus dem Kirtorfer Stadtwald. Dann beschäftigte man sich mit dem Ausbau der neuen Straße zwischen Neustädter- und Friedhof- straße. Nach Erledigung einiger weiterer Fragen wurde die Sitzung mit einem dreifachenSieg- Heil!" auf den Führer geschlossen.

-l- Groß-Felda, 26. Juni. Auch bei uns wurde das Fest der Sonnenwende begangen. Die sportlichen Wettkämpfe fanden in Storndorf statt, wobei Lina S ch a r m a n n mit 285 Punkten den 1. Preis errang. Abends wurde auf der Moos ein Feuer angezündet. Ortsgruppenleiter S e m m l e r hielt eine Ansprache, in der er auf die Bedeutung des Tages hinwies.

+ Kestrich, 25. Juni. Am vergangenen Sonn­tag wurde unser Schwimmbad zum ersten Male von Badelustigen in großer Zahl besucht. Die Ein­weihung soll am kommenden Sonntag stattfinden.

von Obstbäumen, welche die Vernichtung der Blut­läuse versäumen, haben die Kosten der von der Kommission angeordneten Säuberung zu tragen. Noch ein massenhaft auftretender Schädling erfor­dert jetzt rücksichtslose Bekämpfung, nämlich die Blattlaus, von der insbesondere junge Bäume und die diesjährigen Veredelungen äußerst stark befallen sind. Die Obstbauinspektion Büdingen-Schot- ten wendet sich an die Ortsvorstände und lokalen Obstbauvereine und ruft unter Angabe von Der- tilgungsmitteln zur schnellen und gründlichen Be­kämpfung auf.

Kreis Schotten.

X Schotten, 26.Juni. Der Ortsmänner­verein Schotten vom Roten Kreuz hielt gestern abend imHessischen Haus" eine konsti­tuierende Mitgliederversammlung unter Leitung von Dekan Widmann ab. Der Hessische Landesver- ein vom Roten Kreuz hat eine völlige Neuorgani­sation erfahren und gliedert sich in die Kreisver- bände bzw. Ortsmännervereine, in die Frauenoer- eine (Alicefrauenverein) und in die Sanitätskolon­nen. Don letzteren besteht im Kreis Schotten eine Kreiskolonne, geführt von dem Kolonnenarzt (Kreisarzt), ein Sanitätskolonnenzug in Schotten und einen Halbzug je in Gedern,' Laubach und Hartmannshain. Das Rote Kreuz hat sich ebenso wie der Hessische Landesverein eine neue Satzung gegeben. Eine solche neue Satzung ist auch für den Ortsmänneroerein Schotten herausgegeben und von der Versammlung unbeanstandet angenommen wor­den Als Vorsitzender wurde Dekan Wjdmann einstimmig gewählt, der die Geschäfte des Vereins leitet. Ihm zur Seite steht ein Beirat (Schrift- und Rechnungsführer, Beiräte), der auch alsbald ge­bildet wurde. Der Vorsitzende wies auf dle verdienst­volle Arbeit des Roten Kreuzes hin und schloß mit einem Sieg-Heil auf den Führer.

Kreis Alsfeld.

+ Alsfeld, 26. Juni. Die hiesigen Zweig- vereine des G u st a v - A d o l f - F r a u e n - Vereins und des Evangelischen Bun­des veranstalteten anläßlich des Besuches non 20 deutschen Kindern aus 6ta- nislau in Polen tm großen Saale Des Deutschen Hauses" einen wohlgelungenen Un°

betrag, der die Zahlung jedoch ablehnte. Gestern hatte sich der Angeklagte wegen Erpressung zu ver­antworten und wurde zu insgesamt 70 RM. an Stelle einer an sich verwirkten Gesamtgefängnis- strafe von einem Monat acht Tagen ver­urteilt. Strafmildernd kam in Betracht, daß der Angeklagte zur Zeit der Tat stark unter dem Ein­fluß des Alkohols stand.

t e r h a l t u n g s a b e n d. Die aus den Evange­lischen Anstalten in Stanislau stammenden Kin­der stehen unter Führung von Vikar Z ö ck l e r in Stanislau, dem Gründer und Leiter der Evan­gelischen Anstalt dortselbst, und find auf einer Fahrt durch Deutschland begriffen. Die genannten Anstalten gelten als Hauptstützpunkt des evangeli- chen Deutschtums in Ostgalizien. Durch das ge­genwärtig im Gang befindliche Kinderaustaufch- verfahren zwischen Deutschland und Polen war die Möglichkeit gegeben, die Kinder ohne erheb­liche Kosten nach Deutschland zu bringen. Vikar Z ö ck l e r legte in seinem Vortrag die Entwick­lungsgeschichte, die Einrichtung und Aufgaben der Stanislauer Anstalten, sowie deren besondere Schwierigkeiten dar. Durch die Kinder wurden von der Bühne Svenen aus dem Anstaltsleben in Stanislau vorgeführt. Durch den Vortrag religi­öser und völkischer Lieder und Gedichte deutscher Heimatdichter, sowie durch die Vorführung pol­nischer, ukrainischer und schwäbischer Volkstänze wurde den Zuhörern ein anschauliches Bild des Lebens- und Wirkungskreises der Stanislauer Anstaltsjugend und ihrer Umwelt geboten. Die beiden hiesigen Ortsgeistlichen entboten in ihren Ansprachen im Namen der Alsfelder evangelischen Bevölkerung herzliche Willkommensgrüße und icherten auch fernerhin den Anstalten die Hilfe ihrer Freunde aus Alsfeld zu.

ss. Grebenau, 26. Juni. Dieser Tage wurde von einigen Wiesengrundstücken vom früheren Jun- kerfchen Hofgut das Heugras versteigert. Der Mor-

Bad-Nauheim, 26. Juni. Am gestrigen Mittwoch fand im Kerckhoff-Jnstitut die erste Kerck­hoff-Vorlesung für die Öffentlichkeit statt. Der Einladung des Kuratoriums zu diesem Festakt wurde aus allen Kreisen sehr zahlreich Folge ge­leistet und so konnte der stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der William G. K e r ck h o f f - Stiftung, Herr Professor Eger- Gießen, in dem mit den Fahnen des Dritten Reiches und dem Sternenbanner ausgeschmückten Großen Hörsaal des Instituts zahlreiche Gäste im Namen des Ku­ratoriums willkommen heißen. Insbesondere be­grüßte er Herrn Finanzrat Diehl, der in Ver­tretung des Herrn Reichsstatthalters Sprenger erschienen war, Herrn Regierungsrat Köhler von der hessischen Regierung und die Rektoren der Universitäten Frankfurt, Gießen und Marburg, ferner den Prorektor der Gießener Universität und Die Dekane der Medizinischen Fakultät von Frank­furt und Gießen. Sein Willkommgruß galt fer­ner noch dem Herrn Bürgermeister der Stadt Bad- Nauheim, den Vertretern der Wehrmacht, der SA., der NSDAP, und den einzelnen erschienenen Vorsitzenden der Aerztevereinigungen.

In dieser ersten öffenllichen Sitzung müsse man zuerst der hochherzigen Stifterin Frau Louise E. k e r ck h o f f gedenken, die leider aus Ge­sundheitsgründen verhindert sei, an dieser Tagung teilzunehmen. Es sei bedauerlich, daß man nicht an dieser Stelle ihr den Dank der Wissenschaft abstatten könne und ihr den Be­weis erbringen könne, daß gerade ihre Stif­tung schon sehr anregende und in der Tat er­folgreiche Arbeit gezeitigt hätte.

Die Festversammlung sandte in Erwiderung des Glückwunschtelegramms an Frau Kerckhoff eben­falls eine Depesche, in der die tiefe Verehrung und der große Dank der Versammelten ausgedrückt wurde.

Professor Eger gab dann einen Bericht über die Arbeiten der Stipendiaten und einen kurzen Ueber­blick über die verteilten Stipendien und die bereits erschienenen Veröffentlichungen. Dieser Bericht ließ erkennen, in wieviel Zweige der Wissenschaft diese Stiftung fördernd einwirkte. Den

Bericht über die Arbeiten des Instituts gab bann Professor Koch, der besonders aus der Arbeit der sechs Abteilungen, ihrer Entstehung und ihrer Entwicklung referierte. Da das Bad-Nauhei- mer Institut Das'erfte dieser Art in Europa gewe­sen sei, so sei es eine große Aufgabe für die einzel­nen Abteilungsleiter gewesen, ohne Tradition dem Institut ein bestimmtes Gepräge zu geben. Viele Arbeiten auf den verschiedenen Gebieten seien schon abgeschlossen und an noch mehreren werde zur Zeit gearbeitet. Sein Dank galt insbesondere den Mit­arbeitern, die nach besten Kräften an den einzelnen Forschungen gearbeitet hätten und allen Dienststel­len, die durch ihr Verständnis für diese sozialen und kulturellen Ziele der Stiftung an der Volks­gemeinschaft ebenfalls die Arbeit des Instituts un­terstützt hätten.

Professor R e g e n e r (Stuttgart), der den Fest­vortrag mit dem Thema

Neuere Ergebnisse der Ultraslrahlungs- sorschung"

übernommen hatte, dankte zunächst für die Unter­stützung, die sein Institut durch die Kerckhoff-Stif- tung erhalten habe und gab einen interessanten Be­richt von der Arbeit seines Assistenten Dr. Lenz. An Hand vieler Bilder und Karten machte der Red­ner seine Zuhörer zuerst mit dem Problem der Ultrastrahlen bekannt und gab bann einen kurzen Ueberblick über bie neuen Ergebnisse ber Ultrastrah­lungsforschung. Herr Professor Re gen er zeigte sehr aktuelle Bilber unb Methoden seines Instituts unb kam am Schluß seiner Ausführungen noch auf bie Bebeutung ber Strahlen für ben Mebiziner zu sprechen. Es werbe trotz ber Arbeit unb ber For­schung aller Kulturvölker noch lange dauern, bis bie Physiker etwas greifbares über Entstehung ober Herkunft biefer kosmischen Strahlen erarbeitet hät­ten. Auf viele Ueberraschungen könne man sich ge- rabe bei biefem Problem noch gefaßt machen, weil man bei biefen Fragen nicht allein mit der terrestri­schen Physik auskäme.

Privatbozent Dr. S ch o p p e r vom Pathologischen Institut in Gießen zeigte bann ber Festversamm­lung einige Filme, die er in mühevoller Arbeit unb mit ber Unterstützung ber Kerckhoff-Stiftung im Gießener Institut aufgenommen hatte. Die Auf­nahmen, bie Dr. Schopper mit Hilfe eines Zeit­rafferapparates aufgenommen hat, gaben ein ein­zigartiges Bild von bem

Leben der Zellen und von dem Aufbau des Gewebes.

; Man sah die Zellen wie kleine Tiere in den Kul- - turen wandern unb wie sie ihre Funktionen er- - füllen. Zugrunbe gehenbe Zellen würben von grö­ßeren Zellen, den sogenanntenFreßzellen", Meder - aufgenommen. Ein anderer Film zeigte Züchtungs- > versuche von Lungengewebe. Sehr deutlich waren - bie Veränderungen der Bronchien zu sehen, die mit

Landkreis Gießen.

* Bettenhausen, 26. Juni. Am Freitag, 28 Juni, wird der frühere Flurfchütz Heinrich Ruppel 77 Jahre alt. Herr Ruppel erfreut sich noch bester Gesundheit. Täalich stellt er ben Lesern besGießener Anzeigers' bie Zeitung zu.

* Nonnenroth, 26. Juni. Der 67 Jahre alte Lanbwirt Wilhelm Koch I. von hier erlitt einen schweren Unfall. Er stürzte vom Heu- wagen unb zog sich schwere ® ruft oerl et» zungen zu. Das Rote Kreuz Lich brachte ben Verunglückten in ärztliche Behandlung nach Gießen.

O Stei nheim, 28. Juni. Die B a u t a 11 g - feit hat hier im Laufe bes Jahres Belebung er­fahren. Neben kleineren Reparaturen würbe ein größerer landwirtschaftlicher Umbau durchgefuhrt und ein Einfamilienhaus errichtet, bas eben seiner Voll- enbung entgegengeht. Wie man hört, ist die Er­richtung eines weiteren Wohnhauses geplant. Nach­dem in ben letzten Jahren ber Kühtriebsweg, bie bt« refte Derbinbung nach Ober-Wibbersheim, chauffiert würbe, woburch bei Aus- unb Einlabungen ben Fuhrwerksbesitzern ber Umweg über Unter-Wid- dersheim erspart wirb, ist in biefem Jahre ber Stell­weg befestigt worben. Diese Straßenherstellung wm-de als Notstandsarbeit burchgeführt. Die Ar­beitslosigkeit ist hier fo. gut wie beseitigt. Die Ar­beitswilligen finb zumeist auf bem Schwelkraftwerk in Wölfersheim untergekommen, ein geringerer Pro­zentsatz ist im Hartbasaltwerk von I. Nickel im be­nachbarten Wölfersheim beschäftigt. s GesangvereinFrohsin n", gegrünbet 1878, Der einer ber ältesten ber Umgegenb ist, hat in letzter Zeit roieber einen guten Aufschwung genommen. Unter Stabführung von Lehrer Sommer basier beteiligte er sich mit gutem Erfolge am Bezirkswer­tungssingen in Inheiden.

Kreis Bübingen.

tt. Oberes Niddatal, 26. Juni. Die feit Mitte vorigen Monats im Gang befindliche Be­kämpfung der in diesem Jahre außergewöhnlich stark auftretenden Blutlaus hat bis heute den erwünschten Erfolg gebracht. Oertliche Kommissio­nen, die nach einer Polizeiverordnung des Kreis- amtes zu bilden finb, kontrollieren, ob bie erforder­lichen Maßnahmen vorgenommen wurden. Besitzer

Oie Deutsche Arbeitsfront

NG-GemeinschastKraft durch Freude^.

Das deutsche Glas"- Ausstellung in Darmstadt.

LPD. Darmstadt, 26. Juni. In einer Aus­stellungD'as deutsche Glas" zeigt das Hessische Landesmuseum Darmstadt während der Sommer­monate das Glas als Gegenstand des täglichen Gebrauchs, als Schmuck des Menschen unb Zierde seiner Kirchen unb Wohnungen, als reines Kunst­werk, als Spielzeug ober festliches Gefäß. Die Aus- ftellung, zu ber große beutfche Museen unb viele bebeutenbe Prioatsammlungcn ihre schönsten Gläser als Leihgabe zur Verfügung gestellt haben, veran­schaulicht von gläsernen Schmuckstücken unserer Vor­väter an, bie bei vorgeschichtlichen Ausgrabungen gefunben würben, bis zu ben Gläsern bes Bieber­meier bie vielseitige Verwenbung, bie ber Werkstoff Glas in zwei Jahrtausenben gefunben hat. Da sieht man neben kostbaren ge­schliffenen ober gepreßten Gläsern ber römischen Zeit (bie sich stark auf germanische Hanbwerker stützt) frühmittelalterliche Trunkhörner aus ber Zeit ber Merovinger unb Karolinger,Römer", Stangen- gtäfer,Krautstrünke", Becher unbMaigelein", Angster",Kuttrolfe" unbBrüberleingläser" spä­terer Jahrhunberte, Scherz- unb Vixiergefäße, Glas- trink- unb Spielzeugtiere, Flaschen, Kännchen und vieles andere mehr. Eine ganze Kultur­geschichte ist es, die sich hier in Glä­sern spiegelt. Grundstock dieser Ausstellung sind vor allem die Glasgemälde- und Glasfenstersammlungen des Museums, deren Umfang durch Neuerwerbungen nahezu ver­doppelt wurde und die jetzt anläßlich der Aus­stellung neu eröffnet wurden.

Deutsches Lolk - Deutsche Heimat.-'

Eröffnung der Ausstellung der Rhein-Mainischen Stätte für Erziehung.

LPD. Mainz, 26. Juni. Am Mittwochnach- mittag wurde die AusstellungDeutsches Volk Deutsche Heimat" der Rhein-Mainischen Stätte für Erziehung auf ber Zitabelle in Mainz in Anwesen­heit zahlreicher Ehrengäste durch Ministerialrat Ringshausen feierlich eröffnet. Der Leiter ber Rhein- Mainischen Stätte für Erziehung, Dberftubienrat Dr. Ratz (Mainz), begrüßte die zahlreichen Gäste und dankte allen, bie an bem Zustandekommen der Ausstellung beteiligt waren.

Ministerialrat Ringshausen, ber sodann die Ausstellung eröffnete, stellte in einer von tiefer Ueberzeugungskraft getragenen Ansprache die. Aus*

Omnlbussahrt zum Besuch der Marburger Festspiele.

Fahrpreis einschl. Eintrittspreis 2,30 Mark. Die­ser Preis ist außerordentlich billig. Die regulären Preise für die Plätze, die wir bekommen, sind 1,50 bis 3 Mark. Die Fahrt findet am morgigen Freitag statt

Rheinfahrt am 14.3uH.

Der für den 23. Juni geplante Sonderzug an den Rhein ist, wie schon bekannt, auf den 14. Juli verlegt worden. Die Fahrt mit dem Schiff geht nun nicht, wie ursprünglich vorgesehen, nach Bin­gen, sondern nach Caub, da wir für die Mittags­stunden mehr Zeit gewinnen wollen. Das Mittag­essen wird auch in Caub eingenommen. Es können sich noch einige Volksgenossen melden. Fahrpreis 5 Mark, mit Mittagessen 5,80 Mark.

Abendmusik auf dem Schiffenberg und Schiffenbergfesl am 29. und 30. 3uni.

Am kommenden Samstag findet in der Kloster­kirche auf dem Schiffenberg eine Abendmufik statt, die vom Akademischen Gesangverein und dem Col­legium musicum der Universität unter Mitwirkung einiger Berufsmusiker gespielt wird. Der Eintritts­preis beträgt 30 Pfennig. Die Dozenten, Studenten und Mitarbeiter der Landesuniverfität betrachten dieses Konzert als Schlußfeier des Sommerfemefters und nehmen geschloffen an der Veranstaltung teil.

Am Sonntag, 30. Juni, mittags 3 Uhr, steigt das

Heimatfest auf dem Schlffenberg.

Bei Konzert, Tanz, Volksliedern, Preisschießen und Kinderfest wollen wir einen schönen Sonntag ver­bringen. Der Eintrittspreis beträgt 20 Pfennig und das Tanzbändchen kostet 50 Pfennig. Durch Omni­bus-Pendelverkehr ist die Möglichkeit geboten, am Samstag ab 8 Uhr und am Sonntag ab 3 Uhr auf den Schiffenberg zu fahren.

Für die am Sonntag auf dem Schiffenberg mit­wirkenden Gesangvereine ist der Eintritt frei. Die betr. Gesangvereins-Mitglieder müssen sich durch Karten, die vorher an sie ausgegeben werden, aus­weisen.

Eine besonders billige Ferienfahrt! Nur 24,50 Mk.

Diese Fahrt geht vom 27. Juli bis 2. August in die Schwäbische Alb (Lichtenstein) über Pforzheim, Tübingen, Reutlingen, in einen Teil des Schwarz­waldes, der in feiner landschaftlichen Art kaum schöner geschildert werden kann, wie es Hauff in seinem geschichtlichen Roman Lichtenstein getan hat. Auch hier werden die Urlauber in herzlicher Gast­freundschaft ausgenommen und können in den Wäl­dern des Schwarzwaldes die herrliche Luft ge­nießen, bis sie über Stuttgart die Heimreise am 2. August antreten.

Sonberjug zu dem Motorradrennen nach Schotten am 21.3uli.

Unter der Voraussetzung, daß eine Gesamtteil­nehmerzahl von 800 zusammenkommt, fährt die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" einen Sonderzug zu bern-bekannten Motorradrennen nach Schotten. Die Fahrt geht gegen 7.30 Uhr in Gießen ab. Der Fahrpreis einschl. Eintritspreis beträgt 2,35 Mark. Wir fordern die Betriebswarte auf, in allen Betrieben eine Rundfrage aufstellen zu wol­len, damit in kurzer Zeit die nötige Anzahl Teil­nehmer zusammenkommt.

Fahrt zum Nürburgring.

Am 28. Juli findet auf dem Nürburgring das Entscheidungsrennen um den großen Preis von Deutschland statt. Die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" beabsichtigt, einen Sonderzug laufen zu lassen. Die Fahrtkosten belaufen sich auf etwa 5,50 bis 6 Mark. Wir bitten Interessenten, sich um­

letzte Vortrag in der Vortragsreihe Wissenschaft im Dienste des Volkes statt. Prof. S e s s o u s spricht über methodische Züchtung eiweiß- und fettliefernder Pflanzen als wichtiges Ziel der Er­zeugungsschlacht. Bei der Versorgung Deutschlands aus eigener Scholle fehlt es vor allem an Eiweiß und Fett. Die wissenschaftliche Pflanzenzüchtung hat im Rahmen des Reichsforschungsdienstes die züchterische Veredelung der dafür in Frage kom­menden Pflanzen energisch in die Hand genom­men. Es sind physikalische und chemische Metho­den ausgearbeitet worden, mit deren Hilfe aus schon vorhandenen Rassen und Sorten neue Vari- täten mit höherem Eiweiß- bzw. Fettgehalt ge­schaffen werden. Aber auch auf dem Wege künst­licher Kreuzung unter Anwendung der Vererbungs­regeln werden neue Sorten mit gesteigerten Lei­stungen erzeugt. Der Vortrag wird einen Ein­blick gewähren in die sonst den meisten unbekannt bleibende Tätigkeit wissenschaftlicher Pflanzenzüch­tung. Der Vortrag findet im Landwirtschaftlichen Institut Senckenbergstraße 17 statt.

Das Schumanntheater wieder in Gießen.

Am 5. Juli gastiert das von seiner letzten Tournee in bester Erinneruna stehende ^chumann- theater aus Frankfurt a. M. mit vollkommen neuem und großem Varietä-Programm im Gie­ßener Stadttheater. Die Preise der Plätze sind sehr niedrig gehalten, so daß es jedem Volksge­nossen möglich sein wird, diese Vorstellung zu be­suchen. Die Preise der Plätze sind: 0,60, 1,00, 1,30, 1,50 RM. Karten sind zu haben im ^uroertauf im Musikhaus Ch all.er, ^^okoladenhaus H u n- iemann, auf der Kreisdienststelle Schanzen­straße 18, bei Ortsmart Pg. Fritz Richter, Feuerbachstraße 10, und bei sämtlichen Betriebs- warten der NS. GemeinschaftKraft durch Freude."

SportkurseKrast durch Freude-'. Allgemeine Körperschule.

Für Frauen und Männer gemeinsam, jeden Frei­tag von 20 bis 21.15 Uhr im Lyzeum; Dienstag von 19 bis 21 Uhr auf dem Universitätssportplatz; Donnerstag von 16 bis 18 Uhr auf dem Universi­tätssportplatz.

Fröhliche Gymnastik und Spiele.

Nur für Frauen; A für jüngere Frauen Don­nerstag von 20 bis 21 Uhr im Lyzeum; B für äl­tere Frauen Donnerstag von 21 bis 22 Uhr im

ihren Bewegungen kleine Fremdkörper, wie Staub und Ruß, zu entfernen imstande sind. Der letzte Bildstreifen zeigte das Herz, als Motor des Orga­nismus, mit feiner Fähigkeit sich rhythmisch zu fontraftieren. Selbst kleinste Teile des Herzens lassen die rhythmische Kontraktion verfolgen und geben so dem Mediziner die Möglichkeit, Mittel, die in irgendeiner Form auf das Herz einwirken, in diesen Kulturen zu prüfen.

Prof. Eger dankte den Vortragenden für ihre interessanten Ausführungen und dankte nochmals den einzelnen Stipendiaten für ihre Arbeit und ihre Veröffentlichungen, die mit dazu beigetragen hätten, daß der Name des Kerckhoff-Jnftituts noch weiteren Kreisen dadurch bekanntgemacht worden sei.

Das Kuratorium habe von dem Recht, das ihm die Satzung gebe, verdiente Mitarbeiter des 3nstituts zu Mitgliedern des Kerckhofs-3nstttuts zu ernennen, dadurch Gebrauch gemacht, daß es die Herren Prof. G e r t h f e n (Gießen), Prof. Laibach (Frankfurt), Dr. Lenz (Stuttgart) und Dr. Schopper (Gießen) zu

Mitgliedern des 3nstituts ernannt habe.

Nach einer Variation von Haydn, die ein Streich­quartett, das auch das 23orfpiel zu dem Festakt spielte, sehr stimmungsvoll und klantzsauber zu Ge­hör brachte, gedachte Prof. Eger tm Schlußwort noch der deutschen Wissenschaft, die im friedlichen Wettstreit mit den Arbeiten und Forschungen aller Nattonen stehe und deren vornehmste Aufgabe es sei, dem deutschen Volke nach dem Vorbild unseres Führers zu dienen. Der Festakt wurde nut' einem dreifachenSieg-Heil!" auf Führer und Kanzler, in das alle Versammelten begeistert einftimmten, geschlossen.

Die Festversammlung schloß mit einem gemein­samen Abendessen im Kurhaus ab. Bei dieser Ge­legenheit überbrachte der Herr Finanzrat Diehl als Vertreter des Staatsbades der Stiftung die besten Wünsche und sagte ihr jede Förderung von feiten des Staatsbades zu. Im weiteren Verlauf des Abends sprachen noch die Rektoren von Frank­furt und Gießen, die ebenfalls ihre Wünsche unb den Dank für die vom Kuratorium geleistete Ar­beit überbrachten. Ferner sprach noch in diesem Sinne ein Vertreter des Rektors der Universität Marburg. Zum Schluß dankte der stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums Professor Dr. Eger für alle die freundlichen Wünsche und versicherte, daß die Kerckhoff-Stiftung in der bereits aufgenom­menen Weise weiter fördernd auf alle Zweige der Wissenschaft einwirken werde.