suchungen vorgenommen, bte Krankenbehandlung ging in einer Strohbanda vor sich.
Dom frühen Morgen an waren unsere Mikroskopierzelte von Neugierigen, besonders Kindern, dicht umlagert, die jede unserer Bewegungen mit großen, staunenden Augen verfolgten. Um mittags nicht nach Hause zu gehen, brachten sie ihr Essen gleich mit, Zuckerrohr und Bananen. Koch hatte verboten, diese Neugierigen zu verjagen; er sagte: „Lassen Sie den Kindern das Vergnügen, es ist für sie ebenso unterhaltend, wie für Europäer der Besuch eines Zoologischen Gartens."
Während unseres Aufenthaltes auf den Sese- Jnseln haben wir an tausend Schlafkranke behandelt. Man unterscheidet drei Stadien der Krankheit; die beiden ersten sind für die Weiterverbreitung am gefährlichsten, denn dann gehen die Kranken noch der Jagd und dem Fischfang nach oder sie bringen als Lastenträger in Handelskarawanen ihre Blutparasiten in ferne gesunde Länder.
Deshalb war Kochs eifrigstes Bestreben, gerade die Leichtkranken herauszufinden, und er entdeckte eine hierfür brauchbare einfache Methode, die auch heute noch in der Hand des Geübten allen anderen komplizierten Untersuchungsarten gleichwertig oder überlegen ist. Das zweite beachtliche Resultat der Forschungsreise war die Einführung einer systematischen Behandlung zur Ausrottung der Seuche.
Am Viktoriasee gelang uns die völlige Ausrottung der Schlafkrankheit.
„Vwana kazi mingi."
Auf solchen Expeditionsreisen, im engen Zusammenleben in Gegenden, halb zivilisiert oder fern jeder Zivilisation, lernt man Charaktereigentümlichkeiten rasch kennen. Diejenigen, die Robert Koch nur nach seinen gedruckten Werken beurteilen, glauben häufig, er sei ein Entdecker gewesen, der Beobachtung an Beobachtung reihte, um sie allmählich zu dem gewaltigen Gebäude der Bakteriologie zu- sammenzufügen, das er der Welt hinterließ. Dem ist keineswegs so.
Wenn jemand mit kühner Phantasie arbeitete, so war es Koch! Fast täglich überraschte er uns durch neue Einfälle und Hypothesen über das Wesen der Seuche, mit der er sich gerade beschäftigte. Wenn man in den Publikationen seiner Forschungsergebnisse hiervon nichts spürt, so liegt das daran, daß Koch alles, was der scharfen Kritik des Experiments und der Beobachtung nicht standhielt, unerwähnt ließ, selbst wenn es noch so geistvoll klingen mochte.
Die Eingeborenen in Afrika nannten Koch „Bwana kazi mingi", das ist: der Herr, der viel arbeitet. Das war für die Eingeborenen wohl feine auffälligste Eigenschaft.
Mit Sonnenaufgang stand er auf, arbeitete bis halb eins und saß schon wieder um zwei Uhr am Mikroskop, bis die Dunkelheit kam. Seine körperliche Rüstigkeit und sein Wissensdurst waren so groß, daß er noch als Sechzigjähriger nach vielstün- digem Fußmarsch beim Eintreffen im Lager sogleich zu mikroskopieren begann, wenn seine Begleiter vor Müdigkeit schon völlig erschöpft waren.
Speise und Trank, deren Güte Koch sonst wohl zu schätzen wußte, fanden in Zeiten schwebender Untersuchungen wenig Beachtung — seine einzige Zerstreuung während der Expeditionen war die I a g d, und in den wenigen Mußestunden, die die Arbeit ihm ließ, folgte er leidenschaftlich den Fährten der Nilpferde und großen Antilopen. Mit dramatischer Lebhaftigkeit schilderte er uns, wie er einem Krokodil in den Kopf geschossen, einen Nilpferdbullen durch Blattschuß erlegt hatte. Der Pri- vatsekretär Theodore Roosevelts erwähnt in seinen Memoiren, daß bei seinem Besuch in Washington Koch sich mit Roosevelt fast ausschließlich von der Jagd auf Großwild unterhalten habe.
Aeußere Ehren und Stellungen achtete Koch gering. Einem Gelehrten, der ihn von Deutschland aus schriftlich um Fürsprache zur Erlangung des Professortitels bat, antwortete er:
„Ich verstehe Ihren Wunsch nicht. Sie sind in guter Vermögenslage und haben einen Arbeitsplatz in einem angesehen wissenschaftlichen Institut. Das sollte Ihnen doch genügen."
Bei den häufigen Besuchen prominenter Persönlichkeiten in unserem Lager war es oft fast peinlich, wenn Koch sich in der Unterhaltung nicht an die „großen Gäste", sondern fast ausschließlich an irgendeinen jungen, unbekannten Begleiter wandte, in dessen Augen er besonderes Interesse für den Gegenstand des Gespräches bemerkt hatte.
Niemals erwähnte Koch feine Entdeckungen in ruhmrediger Weise, er beurteilte sie mit einer kühlen Objektivität, die fast seltsam anmutete.
Seinen 60. Geburtstag feierte Koch mit uns in Bulawayo in Rhodesia. Die „Deutsche Medizinische Wochenschrift" hatte eine Festnummer mit seinem Lebensbild erscheinen lassen; aufmerksam las Koch diese Schilderung, dann sagte er: „Wenn man mein Leben im Zusammenhang überblickt, muß man sagen, ich habe in der Tat sehr viel geleistet. — Das meiste hatte ich schon wieder vergessen."
(Mitgeteilt von Peter Engelmann.)
Oberheffen.
Segen Geschäftsverbindung mit Nichtariern.
Q] Nidda, 26. Mai. Der hiesige Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung folgenden B e - s ch l u ß gefaßt: „In der Folge werden nur noch diejenigen Handwerker, Fuhrleute, Geschäftsleute usw. mit Lieferungen und Arbeiten für die Stadt berücksichtigt, die der Bürgermeisterei gegenüber eine eidesstattliche Erklärung abgeben, daß sie und ihre Familienangehörigen mit nichtarischen Personen keine Geschäfte tätigen."
Hauptversammlung
des Vorschußvereins Grünberg.
+ Grünberg, 26. Mai. Am Samstagabend fand im Gasthaus „Hessischer Hof" die ordentliche Hauptversammlung des Vorschußoer- e i n s statt. Nach Eröffnung der Versammlung durch den Vorsitzenden des Auffichtsrates, Schlossermeister Heinrich Schmidt II., erstattete Vorstandsmitglied Müller, der seit 1. Mai an dieser Stelle tätig ist, den Geschäftsbericht für 1934, das 72. Geschäftsjahr, und gab ausführliche Erläuterungen zu den einzelnen Poften der Bilanz. Besonders wies er auf die günstige Liquidät der Kasse hin, die sich im abgelaufenen Jahre wesentlich gebessert habe und heute als hundertprozentig anzusehen sei; ebenso gut sei auch die Rentabilität. Das Andenken seines Vorgängers, des verstorbenen Rechners Karl Möller, dessen Wirken im Interesse der Kasse er lobend hervorhob, wurde von der Versammlung in der üblichen Weise geehrt. Die im Druck vorliegende Bilanz, die mit einer Endsumme von 728 413,81 Mark (707 733,69 Mark in 1933) abschließt, fand die Genehmigung der Versammlung, ebenso wurde Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung ausgesprochen. Der Verteilung des Reingewinnes in Höhe von 3 683,56 Mark (3 796,82 Mark in 1933) wurde in der vorgeschlagenen Weise zugestimmt. Danach gelangen 4 Prozent Dividende (4,5 Prozent in 1933) mit 2 952,60 Mark auf die Geschäftsguthaben zur Verteilung, während der Rest mit 730,96 Mark den Rücklagen zugeschrieben wird. Zur Kenntnis genom
men wurden der Prüfungsbericht des Aufsichtsrates und der Bericht des Derbandsrevisors über die im Jahre 1934 oorgenommene Revision der Kasse. Der an der Versammlung teilnehmende Leiter der genossenschaftlichen Zentralkasse in Frankfurt a. M., Direktor L ü h r i n g, sprach über Zweck und Aufgabe der Genossenschaften für den Mittelstand. Die Wahl zum Aufsichtsrat ergab die Wiederwahl der beiden ausscheidenden Mitglieder: Spenglermeister Julius Don-Ei ff und Buchhändler Karl Büttel, neu gewählt wurden Fabrikant Heinrich Schmidt junior und Landwirt Heinrich Keil (Lauter). Die Versammlung war van 31 Mitgliedern besucht.
Kreis Schotten.
§ Ulrichstein, 25. Mai. Unter dem Vorsitz von Bürgermeister Geiß von Ulrichstein fand heute im Saale des „Darmstädter Hof" die 45. ordentliche Generalversammlung der Spar- und Darlehenskasse e. G. m. b. H. zu Ulrichstein statt. Nach einer Ehrung der verstorbenen Genossen trug Rechner Rühl den Geschäftsbericht für das vergangene Geschäftsjahr vor, aus dem zu ersehen war, daß die Kasse sich günstig und befriedigend entwickelt hat. Größere Rückzahlungen von Außenständen ermöglichten die Begebung einer großen Anzahl Kredite, dabei brauchten Bankkredite nicht in Anspruch genommen zu werden. Die Bilanzsumme von 558 000 Mark hat sich gegenüber dem Vorjahre nicht erhöht. Es betragen die Geschäftsguthaben 61 000 Mark, die Reserven 35 000 Mark, die Spareinlagen 426 000 Mark, die Guthaben in laufender Rechnung 27 000 Mark. Als Geschäftsgewinn konnten 3793 Mark verbucht werden, aus denen 4 v. H. Dividende verteilt und 1300 Mark den Reserven zuaeführt wurden. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Schmid und Stein aus Ulrichstein und die Aufsichtsratmitglieder Hofmann (Bobenhausen), Weber (Ober-Seiberten- rod), Eifert (Helpershain) wurden wiedergewählt. Für den ausscheidenden H. Bast (Unter-Seiberten- rod) trat Karl Stein II. (Unter-Seibertenrod) in den Auffichtsrat ein. Bürgermeister Geiß schloß die Versammlung in der üblichen Weise.
Wirtschaft.
* D i e Tilgung der 4>sproz. (früher 8proz.) Hessischen Staatsanleihe 1928. Die am 1. Juni 1935 nach den Anleihebedingungen vorgesehene planmäßige Tilgung der 4^prozentigen (8proz.) Hessischen Staatsanleihe von 1928 ist van der Hessischen Staatsschuldenverwaltung durch frei-I händigen Ankauf der Teilschulden-Verschreibungen erfolgt.
*DividendenverdopplungbeiDycker- hoff & Widmann A G., Wiesbaden- Biebrich. Der Aufsichtsrat beschloß, der auf den 27. Juni einzuberufenden Hauptversammlung vor- zuschlagen, nach Vornahme reichlicher Abschreibungen eine Dividende von 6 (3) Prozent zur Verteilung zu bringen.
* Dresdner Bank und Jugoslawien- Geschäfte. Deutsche Interessenten für jugoslawische Staatslieferungen können Näheres bet der Dresdner Bank in Berlin erfahren. Die Submissionsbedingungen werden ständig von der Vertretung der Dresdner Bank in Belgrad übersetzt. Die Dresdner Bank hat einen besonderen Dienst eingerichtet, der es ermöglicht, daß die Bedingungen in deutscher Uebersetzung unmittelbar nach der öffentlichen Bekanntgabe der Abschreibungen erhältlich sind. Die Submissionsbedingungen stehen Interessenten bei der Abteilung für Exportförderung der Dresdner Bank in Berlin auf Wunsch zur Verfügung.
Rhein Mainische Mittagsbörse.
Schwächer.
Frankfurt a.M., 25. Mai. Die Börse lag am Wochenschluß zwar bei Eröffnung noch überwiegend etwas schwächer, doch hat der Umfang des Angebots fein größeres Ausmaß mehr erreicht und eine gewisse Beruhigung ist unverkennbar. Der Ordereingang war sehr klein, meist waren es Verkäufe, so daß die ersten Kurse noch überwiegend schwächer waren.
Nach den ersten Kursen wurde die Haltung am Aktienmarkt widerstandsfähiger, und man beobachtete teilweise kleine Rückkäufe. Die Umsatztätigkeit war allgemein gesehen sehr klein. Von chemischen Werten büßten Scheideanstalt 2 v. H., Metallgesellschaft 0,75 v. H. und Deutsche Erdöl 0,50 v H- ein, während IG. Farben ihren 0,50prozen- tigen Anfangsoerlust wieder ausgeglichen. Am Elek- tromartt waren Felten mit minus 2,50 o. H. stärker gedrückt, ferner gingen Bekula und Siemens je 1 d. H. zurück, Schuckert waren 0,75 o. H. höher.
im übrigen blieben die Veränderungen klein. Don Montanwerten verloren Buderus 1,40 v. H., Rhein. Braunkohlen 1 v. H., dagegen lagen Mannesmann 0,40 v. H., Stahlverein 0,40 v. H., Mansfelder 0,90 o. H. und Laurahütte 0,50 v. H. fester. Reichsbankanteile schwächten sich auf 171,25 bis 171 (171,75), Junghans auf 90 (91,50) und Feldmühle Papier auf 123,75 (125,50) ab. Etwas fester lagen Holz- mann mit plus 0,75 v. H. und Moenus Maschinen mit plus 0,40 v. H.
Am Rentenmarkt war die Haltung gut behauptet. Altbesitz bröckelte 0,13 v. H. ab,' Zinsoer- gütungsscheine und späte Reichsschuldbuchforderungen lagen behauptet. Kommunal-Umschukdung waren bei etwas lebhafterem Geschäft noch etwas fester im Hinblick auf die bevorstehenden halbamtlichen Notierungen an der Berliner Börse. Fremde Werte lagen geschäftslos.
In der zweiten Börfeftunden kam wieder neues Angebot heraus, das bei der herrschenden Zurückhaltung nur zu ermäßigten Kursen Aufnahme fand, so daß die Haltung schließlich doch noch überwiegend schwächer war. Im Durchschnitt bröckelten die Kurse um 0,25 bis 0,50 v. H. ab, nur Holzmann mit 96 nach 95,50 und AEG. mit 38,50 nach 38,25 zogen noch etwas an. Andererseits büßten IG. Farben 0,75 v. H., Scheideanstalt nochmals 1 o. H., Lah- meyer 1,75 v. H., BMW. 2 o. H. Allg. Lokal & Kraft 2,25 v. H., Zellstoffaktien bis 1,50 v. H., Ilse Genuß 2,25 v. H. und Reichsbank 0,50 v. H. ein Montanwerte konnten sich unter leichten Schwankungen etwa behaupten.
Am Rentenmarkt waren Altbesitz auf 115,75 erholt, während späte Reichsschuldbuchforderungen auf 96,75 (97,13) nachließen. Kommunal-Umschul- dung und Zinsvergütungsscheine lagen unverändert. Der Pfandbriefmark lag still und betupfet, wogegen Stadtanleihen überwiegend um 0,25 bis 0,50 v. H. niedriger notierten. Von Auslandsmerten erhielt sich etwas Interesse für Ungarn und Rumänen zu gut gehaltenen Kursen, Mexikaner notierten nominell unverändert. Schweiz. Bundesbahnen lagen bei kleinen Veränderungen uneinheitlich. Tagesgeld 2,25 v. H.
Frankfurter Schlochtviehmartt.
Frankfurt a.M., 27. Mai. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb- 591 Rinder (199 Ochsen, 82 Bullen, 394 Kälber, 216 Färsen), 568 Kälber, 1 Schaf, 3689 Schweine. Es kosteten Rinder: Ochsen 35 bis 42 Mark, Bullen
Z2 bfg 42, Kühe 20 Bis 42, Färsen (Kalbinnen) 34 bis 42, Kälber 35 bis 63, Schweine 36 bis 51 Mark. Marktverkauf: Rinder und Kälber lebhaft, Schweine mittelmäßig.
Preußen.
Oer Führer als Ehrenpate.
(D Krofdorf, 27. Mai. Das hier wohnende Ehepaar Kriminalwachtmeister Valentin Lühring hat acht gesunde, prächtige Kinder, sieben Knaben und ein Mädchen. Bei dem letzthin geborenen jüngsten Sohn, der den Namen Adolf erhalten soll, hat unser Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die Ehrenpatenschaft übernommen, was in einem Schreiben aus der Reichskanzlei den Eltern dieser Tage mitgeteilt worden ist. Die ganze Gemeinde freut sich über dieses Ereignis und gratuliert dem Ehepaar.
Das Urteil im Höfeld-Prozeß rechtskräftig.
Lpd. Frankfurt a. M., 25. Mai. Der 4. Strafsenat des Reichsgerichts hat die von den Beschwerdeführern Wilhelm und Minna H ö f e l d gegen das Urteil des Schwurgerichts Frankfurt a. M. am 2. März 1935 eingelegten Rivifionen im Beschlußverfahren als offensichtlich unbegründet verworfen. Damit hat das angefochtene Urteil Rechtskraft erlangt. Durch das Urteil wurde gegen die Angeklagten Wilhelm und Minna Höfeld wegen gemeinsamen Mordversuches, bei Wilhelm Höfeld außerdem wegen fortgesetzter schwerer Kindesmißhandlung auf je 15 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrenrechtsverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht erkannt, die mitangeklagte Tochter Minni Höfeld rechtskräftig freigesprochen. Der Angeklagte Höfeld hatte bekanntlich seine 14jährige Tochter Hildegard fortgesetzt mißhandelt. Im Dezember v. I. hatten die Eltern durch Drohungen ihr Kind gezwungen, in den Main zu springen, um Selbstmord vorzu- täuschen.
Rundfunkprogramm.
Dienstag, 28.2Ual
6 Uhr: Von Köln: Frühkonzert I. 7: Von Köln: Frühkonzert II, „Vorn Wecken bis zum Zapfenstreich". 8.10: Von Stuttgart: Gymnastik. 8.30: Von Bad Bertrich: Frühkonzert. 10.15: Vom Deutschlandsender: Schulfunk. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11: Von Hamburg: Reichssendung: Eröffnung der Ausstellung des Reichsnährstandes. 12: Don Leipzig: Mittagskonzert I. 13.15: Von Leipzig: Mittagskonzert II. 14.15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Für die Frau. 16: Kleines Konzert. Klaviermusik von Fr. Chopin. 16.30: Unser Schulkind — daheim (II). Schule, Elternhaus und Klassengemeinschaft. 16.45. Erdbeben! Ein Zwiegespräch über die Ursachen der Erdkatastrophen. 17: Von Königsberg: Nachmittagskonzert. 18.30: Vom Sinn unserer Redensarten. Eine Plauderei über
Aus den Fabriken und Stuben strömt die Tugend in die Zeltlager der HI. hier stählen sie Leib und Seele.
Kultur und Volkstum im Spiegel der Sprache. 18.45: Warum fahren wir ins Wochenend? Der Großstädter sucht die Natur. 19: Von Trier: Unterhaltungskonzert. 20.15: Von Breslau: Reichssendung: Stunde der Nation. Von deutscher Heiterkeit. 20.45: Orchesterkonzert. Werke von Anton Dvorak. 22.25: Liederstunde. 23: Von München: Nachtmusik. 24 bis 1.20: Von Stuttgart: IX. Sinfonie von L. van Beethoven, mit Schlußchor über Schillers Ode „2In die Freude" für großes Orchester, vier Soli- und vier Chorstimmen O-Moll op. 125.
Daten für den 27. Mai.
1564: der Schweizer Reformator Johannes Calvin m Genf gestorben (geboren 1509); — 1676: der protestantische Liederdichter Paul Gerhardt in Lübben gestorben (geboren 1607); — 1703: Gründung Don St. Petersburg durch Peter den Großen; — 1840: der Geigenkünstler Niccolo Paganini in Nizza gestorben (geboren 1782); — 1910: der Bakteriologe Jiobert Koch in Baden-Baden gestorben (geboren ?84^ • — 1917 (bis 21. Juli): Erste große Schlacht m Flandern von der Yser bis zur Lys; — 1918 (bis 3. Juni): Schlacht bei Soissons und Reims.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
- Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.
Frankfurt a. M
Berlin
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H.
Hamdurg-Amerika-Paket
o
33,5
32,9
148,75
147,65
54,65
91
O 103,5 | 102,25
112,25
111,5
106,75
106
154,5
40,9
40,65
11
11
11,13
10,75
171,751171,75
172
Die hinter den
angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an.
94,75 |
118,5 i
40,65
93,5
7 7
102
111,5
91,25
165,75
35,75
295,5
174
155
35,75
294
102
117,9
104,75
o
0
0
38,4
134,4
109,75
128,25
102,5
124
128
123,9 117 T67
126
94,5
94,5
170,5
94,75
94,75
170,75
94,5
94,5
170,75
107
97
164
130
93,75
84,4
117,5
87,75
147,5
220
101,5
117
105
96 118 137
118
88,25
132,25
91,25
161,5
87,9
35,25
171
154,5
109,9
54,4
. 6 •K .. 0
0 , 0 12
94,75
94,75
171,75
109,75
54,75 115
118
68,5
133
91,4 166
87,5
35,5
297
174,5 155
162
129,5
94
84,25
104,25
112
33,4
27
35,25
88,5
114
93
38,4
134,9
109,4
128,25
102,75
124
127,5
123
118
167,65
126,13
33,13
27,5
34,9
88
113,5
92,5
54,75
115 118,25 89.75
38,5 135,25
110
128,5 105
124 129 124
117 168
127,75
35
88,25
114
92,5
106,5
97,65
164
130,75
94,75
84,75
38,5 135,25
110
128,4
105
124,25
129
124
117,75
168 126,75
101,75
117,13
106
162 131,75
94 84,25
Siemens« Halske. Lahmeoer«Lo. .,
148 I
223
102
Gesellschaft.. Dresdner Bant Reichsbank ...
I. G. Farben-Industri»
Scheideanstalt
Goldschmidt ....
Rütgerswerke........
Metallgesellschaft
4% Oesterrelchische Goldrente.... 4,20% Oesterrelchische Silberrente 4% Ungarische Goldrente .......
4% Ungarische Staatsrente b. 1910 *Vi% desgl. von 1913 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Serie 1.....................
30,65
1,25
9,3
9,25
9,4
13,65
31 1,35
9,4 9,4
9,4 13,8
1,35
9,3
9,3
9,45
13,75
1,3 9,35 9,25
9,4 13,75
A.E.G
Bekula io
ßlefti. Lieferungsgesellschaft... 6 Licht und Krall ........... ey.
Reiten & Guilleaume o
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5
Rheinische Elektrizität ........6
Rhein. Wests.. Elektr 6
Schuckert L Co............... 4
35,75 !
88,5
114
92,75 !
?!
0, IUZ
4 118,25 i
4| 105,75 I
Philipp Holz mann ....
Zementwerk Heidelberg
Cementwerk Karlstadt..
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Norddeutscher Lloyd .........0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 5
Commerz, und Privat-Bank ... 0
Deutsche Bank und Disconto-
Schultheis Pa-enhofer 4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg............ 0
Zellstoff Waldhos . 0
Zellstoff Aschaffenburg ...... 0 Dessauer Gas ..............
Daimler Motoren g Deutsche Linoleum .......... g Orenstein L Koppel ' n Westdeutsche Kaufhof 0 Chade.................... o
Accumulatoren-Fabrik....****12 Eonti-Gummi................
। 95,25 95,25
Buderus
Deutsche Erdül Gelsenkirchener Harpener C-oeid) Eisen-Köln-Neueftea Ilie Bergbau .............
Ilse Bergbau Genüsse Klöcknerwerke .............
Mannesmann-Rohrn» .....
Gritzner 0| 41 25 I
Mainkraftwerke Höchst a.M..,. 4 9
Süddeutscher Zucka ....„'II A 171,5 |
Frankfurt a.271.
Berlin
Schluß« kurö
Schlußk. Abend« börse
Schluß« lurd
Schlußk. Mittag» börsc
Datum
24-5
25 5
24 5
25 5
6% Deutsche Reichsanleihe b. 1927
100,25
100,25
100,13
100,13
4% Deutsche Reick)sanl. oon 1934
96,9
97
97
97
6Yi% Bvung-Anleihe bon 1930 ..
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
103
103
103,25
103,25
Audlos.-Rechten .............
4l/e% Deutsche Reichspostschatzan-
115,75
115,75
115,65
115,65
Weisungen von 1934, 1.......
6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929
100,4
100,4
100,4
100,5
(rückzahlb. 102%) ............
98,5
98; 75
98,25
98,75
4¥t°/o ehern. Hessische Landeöbank Darmstadt Gold R. 12........
96,25
96,25
96,25
96,25
6Vi% ehem. Hess. LandeS-Hypo-
thekenbank Darmstadt Liaui ...
100,5
100,5
_
_
4K*% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverschr. R. 6
92,25
92,25
__
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
AuSIos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. ?ln-
124
124
—
—
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechlen
116
116,25
115,75
116,25
*%% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
96,25
96,25
_
_
6%_% ehem. 4%% Franks. Hyp.-
Bank-Liqu.-Pfandbriefe.......
6Yi% ehem. 4%% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe.....
100,6
100,8
—
—
100,9
101
100,75
101
4 Wo ehem. 8% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 19
96,75
96,75
96,75
96,75
*¥i% ehem. 7% Pr. Landespfand, briefanst., Gold Komm. Obl.VI
96,75
96,75
96,75
96,75
Steuergutsch.Verrechnungvk. 35-89
106,3
106,2
106,3
106,2
Frankfurt a. M.
Serkin
Schluß« kurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß« kurs
Schlußk. Mittag«
Datum
24 5
25 5
24 5
25-5
Mansfelder Bergbau .. KokSwerke...........
Phönix Bergbau......
Rheinische Braunkohlen
.......8
.......5
.......O
.....12
115,9
226
116
227,5
115,75
121,25
226
115,13
121,25
Rhetnstahi ...........
Vereinigte Stahlwerke.
Ltavt Minen ........
Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln. Kaliwerke Salzdetfurth
.....sy, .......0 .......0 .......5 .......6 .....?y>
110,5
82
19,5
124
124,25
178
110
82
18,9
124,75
125
179
110,75
82,4
19 124,25 123,25 177,5
HO 82,25 18,9 125 125 179
Schluß« kurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß« kurs
Schluck, mittag» börse
Datum
24 5
25 5
24 5
25 5
4% desgl. Serie II ............
11
11
11,5
11,75
5% Rumön. vereinst. Rente b. 1903
5,75
5,8
5,9
5,95
4Z4%Rumän.bereinh.Renteb.l913
8,25
8,6
8,65
8,4
4% Rumänische vereinh. Rente ..
5
5,05
5
5
2^% Anatolier ...............
39,5
39,25
39,4
38,75
24. Mai
25 Mal
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Geld
Brief
Buenos Aire-,
0,658
0,662
0,658
0,662
Brüssel.....
41,98
42,06
42,98
42j)ß
Rio de Ian.
0,149
0,151
0,149
0,151
Sofia......
Kopenhagen. Danzig.....
London .....
Heli'ingforS.. Paris ......
Holland .... Italien.....
Japan ......
Jugoslawien. Oslo..... :
Wien.......
3,047 54,75
46,76 12,26
5,405
16,36 167,83
20,51 0,719
5,649 61,62 48,95
11,13 63,23
80,30 33,92
10,33
3,053 54,85
46,86 12,29 5,415 16,40
168,17 20,55 0,721 5,661
61,74 49,05 11,15
63,35 80,46
33,98 10,35
3,047
54,90
46,75
12,295
5,425
16,355
167,68
20,51 0,720
5,649
61,79
48,95
11,17
63,39
80,27
33,90
3,053 55,00
46,85
12,325
5,435 16,395 168,02
20,55 0,722
5,661
61,91
Lissabon .... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag.......
49,05 11,19 63,51 80,43
33,96
Budapest ...
10,31
00,33
Neuyork ...
2,486
2,490
2,484
2,488
Berlin, 25.Mal
Geld
Bries "
Amerikanische Noten...,.,.,, Belgische Noten...............
2,436
41,82
2,456
41,98
54,91
12,30
16,35
167,94
20,00
61,82
63,43
80,36
Englische Noten ..............
Französische Noten..............
Holländische Noten...... .....
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
eeftetreid), & 100 Schilling Rumänische Noten ...... °
Schwedische Noten ...III.........
Schweizer Noten.......I.........
Spanische Noten........ .......
54,69
12,26
16,29
167,26
19,92
61,58
63,17
80,04
33,43
Ungarische Noten.........IIIIIII
33,57


