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am

Fritz Schaumburg. (Schirner-M.)

Das war damals eine außerordentliche Tat, an

VfA.-Reichsbahn-Leichtathletik

darauf in der

8. August auf seinen besten Leichtathleten Otto

iten muß. Die 4X100-Meter-Staffel,

i« 18. Etappe her Tour he France

ngnis, ber

dir den

Georg.

städter Studenten zunächst 1910 Darmstadts und dann ein Jahr Rhön unternahmen.

Damit hatte die Geburtsstunde schlagen. Die ersten Flüge auf

A.: Wood, Budae im Einzel, Alli- son-van 'Ryn im Doppel. Der Kampf beginnt Samstag auf dem Hauptplatz in Wimbledon.

Trainingstag auf dem den Großen Autopreis von eine Rekordrunde von Carac-

boten worden war.

Rach dem Kriege war es Oscar Ufinus, derBaler der Rhön", der die Idee des mo­torlosen Fluges hochhielt, alle in Deutschland zersplitterten Kräfte sammelte und 1920 den ersten Rhön-Segelflug ins Leben rief, dessen Leistungen die Welt in Staunen versetzten.

Ein Flug von 1830 Meter war das Ergebnis dieser erstenRhön", das ein Jahr später von dem gleichen Flieger, Dipl.-Ing. K l e m p e r e r, mit einem Zielflug nach dem sieben Kilometer ent­fernten Gersfeld wett Überboten wurde. Auch der Dauerrekord Orville Wrights fiel; er wurde von 9 Minuten 45 Sekunden auf 13 Minuten 3 Sekunden verbessert. Und dann setzte in den fol­genden Jahren eine beispiellose Entwicklung ein. Die Namen Ferdinand Schulz, Martens, H e n tz e n, Max Kegel, Günther Groenhoff, Wolf H i r t h und viele andere sind mit dieser Entwicklung verbunden, ihre kühnen Flüge waren

wird. Menzel wird kommen.

Der zweite Nürburgring für

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KPD. M r erljitif 6: Paul W

Men ml e Louer : auf

hre @wrr der M ijährige

Roderich Menzel, der fudetendeutfche Ten­nisspieler, tritt demnächst wieder eine Weltreise an, die ihn nach Amerika, Japan und Indien führen " " ' ' erst 1936 wieder nach Europa

der wir am besten ermessen können, welch langer, mit Schwierigkeiten aller Art gespickter Weg zurück­gelegt werden mußte, um die heute so selbstver­ständlich gewordenen Thermik-Ueberlandflüge aus­zuführen. Der Motorflug trat in den Jahren vor dem Kriege derart in den Vordergrund, daß nur ganz wenige von den Versuchen wußten, die Darm- in foer Mhe

Segelflieger über der Rhön.

Ein Blick auf hie Entwicklung des deutschen Segelflugs.

klagten lc deicer Schlußmann Luh ist, ist dadurch stark ge- :n üerteill : Aber unter den Leichtathleten finden sich

nach mehr gute Könner, so daß das Auftreten des AMR bis jetzt immer zu achtbaren Erfolgen füirti So wird auch in Limburg einer ober Der aniitK sich durchsetzen. Die meisten Aussichten hier­zu! h: ben Jakob im Speerwerfen, S o b e z a k Mir 1500 Meter und, falls Herrmann und WÜo^H mitfahren, diese in den Wurfübungen. Bei btid grauen ist es schwer, eine Voraussage zu tref-

Die Gegner der Davispokal-Heraus- forderungs-Runde England und USA. haben ihre Mannschaften rote folgt aufgestellt: England: Perry, Austin im Einzel, Hughes-Tuckey im Doppel; US/ ~

derRhön" ge- einem Rumpf­doppeldecker brachten Ärecken von 350 Meter und im August 1912 840 Meter, wodurch die Höchst­leistung Wrights von 622 Meter erheblich über-

langsamer.

Schaumburg lief deutschen Rekord über 2000 Meter.

Bei einem Abendsportfest in Hörde unternahm der Berliner PolAst Schaumburg einen Rekordver­such über 2000 Meter, der erfolgreich verlief. In Anwesenheit von etwa 3000 Zuschauern stellte er eine neue deutsche Bestleistung über diese Strecke mit 5:28 Minuten auf und verbesserte damit den alten Rekord um 4,4 Sekunden. Von den Übrigen Ergebnissen ist noch der Sieg des Frankfurters Metz- ner über 400 Meter in 49,6 und die Jahresbest­leistung des ASD. Köln mit 3:22 Minuten für die 4X400-Meter-Staffel zu erwähnen.

Hintergrund des finsteren Korridors.

Dort ist das Zimmer von Herrn Korda."

Marlen ging leise den Korridor entlang. Er war lichtlos und vollgestellt von altem Gerümpel. Die Tür zur Küche stand offen. Der Raum war mit abgebrauchtem Mobiliar oollgestellt. Auch die Wirtin Georgs schien in großer Armut zu leben.

Gerade wollte Marlen an die bezeichnete Tür klopfen, da hielt sie vor Schreck inne. Durch das dünne Holz klang ein Aufftöhnen wie von einem Menschen, der sich in tiefster Seelennot befindet. Leise öffnete sie. In dem grämlichen Regenlicht lag ein kleines Zimmer vor ihr. Die Decke war abgeschrägt, die Tapete zerrissen. In dem Raum stand nichts weiter als ein Eisenbett, ein wackliger Schrank und ein kleines eisernes Waschbecken. Am Fenster eine Holzplatte auf zwei Böcken. Davor saß auf einem Stuhl Georg Korda. Er hatte den Kopf in die Hände gestützt und lehnte halb vorge- beugt über diesem primitiven Arbeitstisch. Aus seiner ganzen Haltung sprach völlige Verzweiflung.

Es war kalt im Zimmer. Durch die kleinen, schlecht schließenden Fenster pfiff der Wind

Marlen umfaßte mit einem Blick dies Bild des Elends. Sie sah den Bruder nur von rückwärts. Aber sie erkannte, wie abgemagert er war Der abgetragene Sportanzug hing lose an ihm herun­ter. Tränen stiegen in ihr auf. Aber sie nahm sich zusammen. Sie durfte den Bruder nicht noch mutloser machen

Georg?!"

Georg Korda fuhr herum Sein bleiches, ab­gezehrtes Gesicht sah ungläubig auf die Schwester. Dann erhellten sich seine traurigen Augen.

Marlen!"

Die beiden Geschwister lagen sich in den Armen.

Ein ganzes Weilchen konnten sie beide nicht sprechen. Das Glück des Wiedersehens überwältigte sie. Immer wieder nahm Georg Marlens Gesicht in seine Hände, sah ihr in die Augen und sagte: .

Marlen, liebe kleine Schwester, daß du wieder hier bist! Daß ich dich wiedersehe! Wie freue ich mich. Marlen? Wie schön siehst du aus und wie gesund! Was habe ich für eine schöne Schwester!" Ach, Georg, rede doch nicht so!"

Marlen schämte sich plötzlich, daß sie so gesund und frisch aussah, nun sie Georg gegenuberstand. Auf dessen Gesicht prägte sich die Zeit der Entbeh­rungen und Sorgen allzu deutlich aus. Sie waren sich beide sehr ähnlich in dem klaren Schnitt des Gesichts, der geraden Nase, der Stirn und dem aschblonden Haar. Aber Georg sah nicht aus, als wäre er neun Jahre älter als Marlen, sondern viele Jahre. Das machte die schwere Zeit.

Wenn sie ihm doch bloß helfen könnte! Wenn es doch nur einen Ausweg gäbe, ihn aus feiner Not au befreien, ihm dazu zu verhelfen, feine Erfin­dung auszuprobieren.

,Lomm, Marlen", sagte Georg strahlend,fetz dich hierher." Er zog sie auf den Schemel.Es

arbeit und durch immer neue Vorstöße das Feld zu sprengen, und hierbei konnte sich ihr Spitzen­reiter R. Maes wieder etwas mehr in Sicherheit bringen. Der Italiener Morelli, der im Gesamt­ergebnis nur 2,57 Minuten hinter dem Belgier lag, hatte den Anschluß an die Spitzengruppe verpaßt und verlor dadurch nicht weniger als zehn Minuten.

Von den deutschen Fahrern hielt sich Stach am besten und kam in der Spitzengruppe als Vierter ein. Auch Händel und Ickes konnten sich als 11. bzw. 15 noch recht annehmbar plazieren. Beim Zeitfahren kam überraschend der Franzose Fontenay vor Leducq und den beiden Maes, von denen R. Maes sogar auf halbem Wege mit 24,10 die beste Zeit gefahren hatte, ein. Bester Deutscher beim Zeitfahren war Weckerling, der als 20. ankam.

Der preis hes Führers für has »Braune Bank»".

H ft Start in Limburg a. d. Lahn.

Dii Turn- und Sportgemeinde VfR. 07-Reichs- b«-ne. D zu Limburg a. d. Lahn veranstaltet am geurteilt w^-riden Sonntag ihre 1. nationalen leichtathle- in dem gr kWe Wettkämpfe. Der VfB.-Reichsbahn nimmt 3r dem ? mÄi nigen Aktiven und Frauen an den Kämpfen Öarmftabt ttjiL Auch in Limburg wird es nicht leicht fein, er acht SLttzi zu erringen, zumal der VfB.-Reichsbahn bis l n ... r. nem ä 9fnz.nr*>,r

wohl, Herr Korda wohnt hier. Er ist zu i. Soll ich Sie anmelden, Fraulein?"

tii, danke! Ich bin die Schwester von Herrn |piÄ^«oitbo - ich will ihn Überraschen." _ _

'Ä da wird er f' ' '

ie^ Katt mir fo oft

Wieder ist Deutschlands Segelfliegerjugend auf der Wasferkuppe eingetroffen, um ihr Können zu zeigen und im friedlichen Wettbewerb die beste Flieger-Landesgruppe zu ermitteln. Denn nicht mehr die Einzelleiftung steht bei dem diesjährigen 16. Rhön-Segelflug-Wettbewerb obenan, sondern diese dient lediglich dazu, den Wettbewerbsstand der Gruppe zu verbessern.Einer für alle, alle für einen!" ist auf der Rhön der leitende Gedanke, wie er ja auch bestimmend für alle anderen Wett­bewerbe auf dem Gebiet der Luftfahrt gewor­den ist.

Die Rhön! Die Bezeichnung für diesen herben, eigenartig reizvollen deutschen Landstrich ist zu einem Begriff geworden, der von der Geburt, dem Wachsen und Werden der deutschen Segelfliegerei nicht mehr zu trennen ist. Die Geschichte dieses Sports, der sich aus kleinsten Anfängen au einem Volkssport entwickelt hat, ist der Wasserkuppe, jenes 950 Meter hohen Berges des Rhön-Gebirges, das geographisch genau bestimmt, südlich vom hessischen Bergland, westlich vom Thüringer Wald, nördlich vom Spessart und östlich vom Vogelsge­birge liegt, aufs engste verbunden. Bereits vor dem Kriege versuchten deutsche Studenten wie Gutermuth, von Loessel u. a. das Problem des motorlosen Fluges, das vom Altmeister der Fliegekunst", Otto L i l i e n t h a l mit erfolgreichen Flugversuchen in den Jahren 18911896 in An­griff genommen war, zu läsen.

In den Rhinower Bergen flog dieser erste Pionier des Fluggedankens. dessen Leben am 10. August 1896 feiner Idee zum Opfer fiel, 300 Bieter weit, vollbrachte also eine Leistung, die dem heutigen A-Flug, der ersten Leistung eines Segelflugschülers entspricht.

Auf der Rennbahn in München-Riem wird am 4. August zum zweiten Male das große Rennen um dasBraune Band von Deutschland" ausgetragen, an dem nicht nur die besten deutschen Vollblüter, sondern auch hervorragende Pferde aus ausländischen Ställen teilnehmen. Mit 50 000 Mark ist dies eines der wertvollsten Rennen des deutschen Turfs. Unser Bild zeigt Vorder- und Rückseite des Preises, den der Führer und Reichskanz­ler für dasBraune Band" gestiftet hat. (Scherl-M.)

Kurze Sportnotizen.

Reit- und Fahrturnier Bad-Nau- heim. Dem Bericht über das Reit- und Fahr­turnier in Bad-Nauheim ist nachzutragen, daß die Schauvorführungen des MG.-Zuges vom III. Ba­taillon gezeigt wurden. Oberfeldwebel Wendel, der

Sie sind das einzige, was er noch im Leben hat." I ist meine einzige Sitzgelegenheit. Darf ich Die freundliche alte Frau wies auf eine Tür im Mantel abnehmen?"

~ ,Ach, danke, ich behalt' ihn lieber an,

im Jagdspringen der Klasse L geraume Zett in Führung lag, gehört dem III. Bataillon an.

-----' !.tzi Marlens Gesicht war ein beinahe entrückter

^e 8U Wj&Lisbud. Sie wußte sich, wie schön sie in diesem >eutungenaussah. Das ganze leidenschaftliche Gut- - Die bmsseiü» td Helfenwollen ihrer Seele überstrahlte sie. , Wme. (5je (iebt Dietrich!, dachte Karla in frohem Er- t Koch<EschHe5n. Sie liebt ihn und will es nur nicht ein- >enn auch ^gefNjiin. Mir nicht und vielleicht auch sich selbst l ergebenen'nicht @otf |ei gedankt, daß es so ist. Diese bei- kochtes »hem Nenschen müssen zusammenkommen!

fienfdjflftw .Hmßt du, wer imstande sein würde, ihm eine er foätte ^beftfert Meinung von Frauen beizubringen? Du!" ihemitdw ;AMen wurde glühend rot.

Ein anders Karla, was redest du auch heute zu- i Ehnstine kfanuun?!"

n wollte, enr 1 tcraa wollte noch etwas sagen. Aber Marlens zerauf deniGetsih: zeigte jetzt einen so erschreckenden Ausdruck, ologeSchuibdash \V; schwieg. Die Dinge sollten langsam heran- bwierigkei^reiLen. So sehr Karla darüber traurig gewesen, es Jahr lansdäH D arlen für mehrere Tage nach Dresden reifen nuin desAMoM jetzt war es ihr beinahe recht.

nderenM< (vir wollte Dietrich erst einmal für sich allein »»taesiaM.halM. Sie wollte ihm von Marlen erzählen und ft bad le^tööaie ihn langsam von seinem Mißtrauen fort nlvvben erc'zum Jertrauen bringen. Dann würde er auch wchlvtiiM'Ilrle, anders sehen und vielleicht langsam begrei- u-nwerdrr fem, ms für ein Menschenkind Marlen war. Dann sangen^würde vielleicht auch ihr geheimer Plan, Dietrich

8DirU^,luttJ* ®arIen zusammenzubringen, sich entwickeln. -h-b-h-L 9. Kapitel.

Mt dem Besuch der Freundinnen und Haupt- Las rSjinaiw Weckenrvths bei Dietrich waren vierzehn LanguI^Ta»;« Zergangen. Marlen war bei ihrem Bruder leßflNfiftt iXnsben.

ie hatte ihre Ankunft in Dresden nicht ange« Jet Vom Bahnhof aus fragte sie sich nach der )ning des Bruders durch. Ihr Herz wurde ter schwerer, als sie in die düstere Straße ein- . u^yu.-. ir der Georg wohnte. Das war ein richtiges .»ichöftill^^Ewmsviertel, in das sie da kam. Das Haus sah ,$'DetitoilrIoft aus. In dem grauen Regentag, der Stadt lag, wirkte es noch trostloser und ».jbenatv^.farMsDie Treppen waren ausgetreten, die Ä 01Afet zerfranst, die Wände zeigten häßliche km von abgeblättertem Putz. Im vierten k dieses Hinterhauses fand Marlen endlich den ttn des Bruders auf einer Visitenkarte an einer

Marlen und Georg standen nun auf der Straße. Ein heftiger Wind schlug ihnen entgegen. Mar­ien sah, wie Georg in seinem dünnen Mantel zu» sammenschauerte. Wieder krampfte sich ihr Herz in Angst und Mitleid zusammen. Wenn nicht bald Hilfe kam, würde Georg noch zugrunde gehen. Hätte sie nicht doch vielleicht ihren Stolz bekämpfen und von Karla etwas annehmen sollen? Was war der Stolz, wenn der Bruder einem zugrunde ging? Es würde nichts übrigbleiben: sie würde mit Karla sprechen müssen.

Komm, Georg, wir nehmen ein Auto, es ist ja ein abscheuliches Wetter."

Aber, Marlen, was für ein Leichtsinn!"

Ach, laß mich einmal leichtsinnig fein, Georg!"

Marlen dachte bei sich, auf die zwei Mark für das Auto käme es auch nicht weiter an. Ihr Geld war doch zu Ende, wenn sie zu Karla zurück­kehrte. Grade, daß sie Georg vielleicht noch ein paar Pfennige balaffen konnte. An ber Ecke der nächsten Straße fanben sie auch ein Autp und flie­gen ein.

Wohin foll's benn gehen?" fragte ber Chauffeur.

Georg sah etwas ratlos aus. Er war in bem ganzen Jahr seines Aufenthalts hier noch niemals in einem Lokal gewesen. Marlen fragte ben Kut­scher, wo man ruhig unb bescheiben, aber gut essen könnte. Der Chauffeur empfahl ihnen ein kleines Restaurant in ber Prager Straße.

Schön, fahren Sie uns bahin", entfchieb Marlen.

Georg saß mit mübem Gesicht in ber Ecke bes Wagens. Daß er sich von Marlen einlaben lassen mußte und selbst kaum einen Pfennig in der Tasche hatte, drückte ihn sehr. Aber Marlen ver­stand es, durch heiteres Plaudern und Erzählen ihn von feinen trüben Gedanken abzubringen. Sie be­richtete von Karla und dem Aufenthalt bei Haupt- mann Weckenroth und brachte Georg dahin, seinen Trübsinn für ein Weilchen zu vergessen. Nach zwanzig Minuten hielten sie vor einem kleinen Weinrestaurant. Georg half feiner Schwester beim Aussteigen. Marlen schob ihm ihre Geldbörse in die Hand.

Bezahl' du! Das sieht besser aus, Georg."

Dann gingen sie beide untergefafjt dem Eingang des Restaurants zu, das jetzt in der grauen Nach- mittagsftunbe schon hell erleuchtet war.

Wie sie burch bie Pforte hinburchgehen wollten, stießen sie mit einer jungen Dame zusammen, bre in lebhaftem Gespräch mit ein paar Herren unb Damen gerade aus dem Caf6 kam, das zu dem Re­staurant gehörte.

Verzeihung!" sagte Georg höflich unb lüftete feinen Hut.

Die junge Dame, ein schönes blonbes Geschöpf in schwarzem Pelzmantel mit hochgestelltem weißen Fuchskragen nickte hochmütig. Im Dorübergehen streifte ihr Blick Georg unb Marlen, bie jetzt bicht neben bem Bruder in bem Vestibül bes Restaurants verschwand.

(Fortsetzung folgt!)

loi Bordeaux nach La Rochelle führte die 18. 1®« L \( pp- der Frankreich-Rundfahrt. Don den 192 km \L..n iiöiöjrbn die letzten 33 km von Rochefort nach dem 09 Eli Planziel als Zeitfahren ausgetragen. Hier ge- L läri | ss den Belgiern durch unermüdliche Wühl-

Z 9JL-'.

Jntner wieher großartigeStreckenflüge

Der 16. Rhön- Segelflugwettbewerb.

» Düs warme Wetter mit blauem Himmel hielt auch nn ' 1 SM n unvermindert an. Am Donnerstag, dem

i n toej' fifafi-n Wettbewerbstage, an dem wie am Mittwoch N veri^ mied r 56 Starts ausgeführt wurden, erreichte die , nGrfmntzahl der bisherigen Wettbewerbsflüge die Milche Ziffer 246.

eiti< Zur Ermunterung für bie Höhenpreise ber Aus- 'st ez fchrmung sollten eigentlich Höhenflügegeübt" Ä »tit: nitTisn. Soweit bisher feststeht, würbe aber nicht 'Ho.n Diel-Dill -araus. Dafür beträgt aber bie gestrige Gesamt- i>Ort'On kftied nfumme etwa 4000 Kilometer, eine Zahl, bie °r°inbk,siv !<wiß sehen lassen kann.

niQn| Dr Mannheimer Hofmann gab heute erneut bas 6erbee.'Sgnil zum Abbrausen über Land. Schnell würbe kn, !af(en fepw Spuren von einem großen Teil feiner Käme- Miellen r* gefolgt. Auch heute war mieber der Taunus die»b ts ,Ausflugs"-Ziel einiaer Piloten. Der Frank- J.e beend« Krekel unb der Aachener Peters gelang« Weit, dj. trii leibe auf ihrenRhönsperbern" bis zum Flug- öecfe aUL>gfer Karlsruhe (195 Kilometer). Wolf Hirth auf rienrojljiinmoa" lanbete bei Wipperfürth bei Köln (193 .UlrichsKlmeter), währenb ber Dessauer Renner auf '^gesetzt. »Ask nia" mit seinen Kameraden, dem Gelsenkirche- Schicht i^n«l Hülsmann aufRhönadler", dem Dresdener genannt"A^ethe und dem Stuttgarter Holzbaur, ung degHberde aufCondor", dem Sauerland Besuche ab- f m e r f ejtiitteen. Sie meldeten als Landungsorte Meschede Material (W Kilometer), Gummersbach (175 Kilometer), i die scheid (186 Kilometer) und Siegburg (190 Ki- lomte-r). Peter Riedel schaffte etwa 250 Kilo- rmtfi: feine Landung erfolgte in der Nähe von Dü­ren (Rheinland).

3n d-n i». Mannheimer Ludwig Hofmann ist auf hoferr^11 Fernseaelflug von der Wasierkuppe in Arlon ich di 9 »im Dllgien gelandet, und zwar auf seinemRhön- Uma?hun/^rt:ir ' 330 Kilometer von der Wasferkuppe ent- Irxt mi? feint Sein Kamerad Oeltzschner gelangte bis Um bestich von Trier etwa 270 Kilometer weit. Gestern er« sttÄ! Ämit insgesamt 18 Fernstrecken über 100 Kilo- qemelde ^^i ausgeführt worden.

im Au de Stettiner R o e h r e n hatte leider Pech. Er prWhJ-JaeKtammerte bei der Landung auf dem Vorgelände

9 mt-.bec wasierkuppe feineHermann Mayer II" reftlos und pg sich dabei einen doppelten Beckenbruch zu.

SgebißA -____ . _______

:ZM landen zuemanver.

11V [ Ir Vornan von Klothilde v Stegmann

unb die1 mglückte M Llirht-errechlschutz: Fünf-Türme-Verlag Halle (6.) -acht "^12!8lrttetzung Nachdruck verboten l

Deutschland brachte

ciola, der auf seinem Mercedes-BenA etwa 130 Stundenkilometer erreichte. Rosemeyer (Auto-Union) und Brauchitsch (Mercedes-Benz) waren nicht viel

Georg sah beschämt aus.

Verzeih, ich vergaß es ist kalt hier. Ja, ich habe heute nicht heizen lassen weiht du, ich kann es gar nicht ertragen, wenn es so schrecklich warm im Zimmer ist."

Er wurde rot. Marlen sagte nichts. Sie er» kannte ja, das war eine Notlüge von ihm. Er hatte sicher kein Geld für Kohlen und wollte das nicht eingestehen.

Tapfer meinte sie:

Weißt du was, Georg, wir gehen jetzt zusam­men essen. Irgendwohin, wo es nett ist, ganz be­scheiden, Georg, und wo wir ungestört miteinander reden können.

Aber ich habe kein Geld, Marlen. Können wir nicht hierbleiben? Ein bißchen Tee macht uns Frau Wöhler. Etwas Brot habe ich noch. Ob aller­dings noch etwas zum Streichen da fein wird?!" Er wandte sich zur Tür.Einen Augenblick, Mar­len, ich will mal Frau Wöhler fragen. Sie ist nämlich rührend gut und hilft mir manchmal aus, wenn ich gerade nichts im Haufe habe/

Marlen hielt Georg zurück.

Nein, nein, Georg, ich labe bich ein. Ich habe noch ein bißchen Erspartes. Zu einem Abenbbrot reicht's schon noch. Unb bann plaubern wir noch so recht gemütlich unb überlegen uns einmal, was werben soll."

Georg roiberftrebte schwach. Aber ber Gebaute, trgenbroo im Warmen zu sitzen, sich einmal roieber sattzuessen, einmal bem Elenb seiner vier Wände zu entfliehen und mit Marlen, feiner geliebten kleinen Schwester Marlen plaudern zu können, war doch zu verführerisch.

Wenn du dich nicht genierst, mit mir auszugehen, Marlen. Mein Wintermantel ist nicht mehr sehr repräfentabel."

Dummer Bub", sagte Marlen und fuhr ihm zärtlich durch das dichte, blonde Haar,weißt du nicht, daß ich schrecklich stolz bin, so einen großen Bruder zu haben? Was kümmert uns das Aeußere? Wer uns nicht mag, ber braucht uns nicht anzu­sehen. Die Hauptsache, wir wisfen, was wir von­einander halten."

Da erhellten sich Georgs traurige Augen. Er machte sich rasch fertig. Untergefaßt gingen bie Geschwister ben Korridor entlang.

Auf Wiedersehen, Frau Wöhler", rief Georg in die Küche hinein.Ich gehe mit meiner Schwe­ster fort."

Das ist recht, Herr Korda, da kommen Sie doch wenigstens einmal aus dem ewigen Grübeln heraus." ~ v

Wohlgefällig fah die alte Frau den beiden jun­gen Menschen nach. Sie schienen sich wirklich beide von Herzen lieb zu haben, die Schwester schien ebenso nett und gut zu fein wie der Bruder.

Wenn sie beide nur einmal richtiges Glück haben würden!, dachte Frau Wöhler.

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Äs. Auf ihUlingeln öffnete'eine ältere, ver- Snert Frau mit freundlichen Augen.

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sich aber freuen, Fräulein. Er HM itir fo oft von Ihnen erzählt. Ich glaube.