stimmt hatte.
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urteilt und war
Welt sein!
(gez.) Speer,
Reichspressekammer ausführliche Erläuterungen erlassen, in denen die einzelnen Artikel und Abschnitte des näheren kommentiert werden.
Die zweite Anordnung des Präsidenten der Reichspressekammer bestimmt, daß in einem Orte, in dem eine Mehrzahl von Verlagen vorhanden ist, die auf den Absatz einer „höheren Auflage angewiesen sind, als nach den örtlichen Verhältnissen und gesunden verlegerischen Grundsätzen insgesamt
Nationaler Feiertag des deutschen Volkes am 1. Mai 1935 im Gau Hessen-Nassau.
rers in Landsberg am Lech. Nach der Wie- derbearündung der NSDAP, wurde er d e r e r st e Adjutant des Führers. Ende 1932 wurde er zum Vorsitzenden der politischen Zentra l k o m m i s s i o n der NSDAP, ernannt, bis am 21. April 1933 die Ernennung zum Stellvertreter des Führers und Ende 1933 die .Ernennung zum R e i ch s m i n i st e r ohne Ge-
1000 Handwerksgesellen wandern durch Deutschland
nen nicht einsthen, daß der katholische Bäckergeselle ein anderer sei als der evangelische. Wir werden beide nur fragen, ob sie Deutsche sind! Wir wollen die Deutsche Arbeitsfront frei halten von Hader und Zersetzung. Deshalb muß ich betonen, daß meine Anordnung, wonach Angehörige konfessioneller Gesellen- und Arbeitervereine nicht der Deutschen Arbeitsfront angehören können, weiter Geltung hat. _ _ _ , ,
Reichshandwerksmeister G. W. Schmidt sprach den Wunsch aus, daß die Gesellen diese Stunde m der Gedanken des Führers in die Tat umgesetzt wurden, nie vergessen möchten. Zieht hinaus, so rief er ihnen zu, a l s Ehrenmänner der Arbeit, um zu vollenden, was Ihr in der Lehrzeit begonnen habt. Erfüllt Eure Pflicht und werden dann Handwerksmeister wie das Vaterland sie braucht. Gott schütze Euch und unser ehrbares Handwerk.
Dann formierte sich ein langer Zug, dem die Marktneukirchener Junghandwerkerkapelle voranschritt und an dessen Spitze Dr. Ley und der Reichshandwerksmeister bis zum Königsplatz mtt- marfchierten. Auf dem Königsplatz vor dem Bis- marck-Denkmal nahmen Dr. Ley und der Reichs Handwerksmeister den Vorbeimarsch ab, um sich dann unter den Heilrufen der Menge aufs herzlichste von den Gesellen zu verabschieden.
wandt, u. a. aus:
75 junge Menschen wandern hinaus aus dieser großen Stadt, gleichzeitig 1000 im ganzen deut- chen Vaterland. Es ist das nur ein Anfang. Aber wir werden nicht ruhen, bis die jungen Menschen des ganzen Volkes wieder wandern. Das G e f el- len t u m soll damit wieder S i n n g e l t u n g bekommen, die ihm einst schon zukam. Wir wollen erner, daß der junge deutsche Mensch s e i N V a - terland kennen lernt, denn er muß cs kennen, um es lieben zu können. Und nicht zuletzt wollen wir die letzten Ueberreste konfef- ioneller Gesellenvereine damit zer- chlagen. Wir können auch auf diesem Gebiet Zwiespalt und Zersetzung nicht dulden. Wir kön-
kanntgeben.
Es ist gelungen, die organisatorischen Vorbereitungen für den Staatsakt in Berlin so zu treffen, daß die Rede des Führersbereits etwa um 13.30 Uhr beendet sein wird. Alle Parallelkundgebungen in Hessen-Rassau werden mitderRededesFührersbee n d e t. Von diesem Zeitpunkt an muh es jedem Volksgenossen freigestellt sein, sich an den Feiern und Volksfesten am Rachmit- tag und am Abend nach eigenem Belieben zu beteiligen. Niemand darf zur Teilnahme an irgend einer solchen Feier gezwungen werden.
Dah die gesamte schaffende Bevölkerung, soweit sie nicht dringend verhindert ist, zu den Uebertragungen des Staatsaktes von Berlin mit der Rede des Führers aufmarschiert, ist so selbstverständlich, dah darüber kein weiteres Wort verloren zu werden braucht, denn cs ist wohl auch dem letzten bewußt mit unserer Zeit lebenden Volksgenossen klar geworden, dah solche Aufmärsche nicht nur lokale Unternehmungen sind, sondern a l s DemonstrationenvorderganzenWelt betrachtet werden müssen.
Wer am I.Mai marschiert, marschiert für Adolf Hitler und bekennt sich zu den innen, und auhenpolilischen 7Nah- nahmen des Führers.
Die V o r b e r e i t u n g e n für den Rationalen Feiertag des deutschen Volkes am 1. Mai sind inzwischen abgeschlossen. Etwa am 28. April wird in der gesamten Presse das genaue Programm der Feierlichkeiten in Berlin erscheinen. Zu gleicher Zeit werden die Kreisleitungen ebenfalls die örtlichen Programme be-
Oie Llnwetterverheerungen in Ostthüringen, Spessart und Rhön Umfangreiche Hilfsmaßnahmen sind eingeleitet worden.
vertrieben werden kann, einzelne Verlage geschlossen werden können. . . , fl , , . .
In der dritten Anordnung wird festgelegt, daß Verlage von der Betätigung als Zeitungsverleger ausgeschlossen sind, deren Zeitungen ihr Gepräge und ihren Absatz dadurch erhalten daß sie in einer Form berichten, die geeignet ist, Anstoß zu erregen oder der Würde der Presse zu schaden.
deutschen Zukunft zu tragen. Damit ist eine neue Auffassung gegeben, und die Dertrauens- ratswahlen haben gezeigt, daß einmütig die Nation dem Arbeitsprogramm des Führers folgt.
So ist der 1. Mai als Feiertag aller Schaffenden nicht ein Ausruhetag, sondern ein Tag der Bewegung, der gesteigerten Energie, der Freude eines arbeitssamen Volkes, das weih mit ferner Arbeit und feiner Geistigkeit sich die Zukunft zu erobern. Noch ist vieles zu tun, aber jeder einzelne aus dem Volke fühlt, daß es besser wurde und daß die gemeinsam angefetzten Kräfte erreichen werden, daß jeder schaffende Menfch ein menschenwürdiges Da- ein finden wird und dah dieses Dasein unter einem höheren Stern steht als das Schaffen unter dem alten System, nämlich unter dem der allgemeinen und gemeinsamen Arbeit, die jedem einzelnen einen angemessenen Ertrag und das Bewußtsein verschafft, nicht von Mächtigeren unterdrückt zu werden Dieser Freude und diesem Bewußtsein dient der 1. Mai. Er ist der Tag der gewissen Hoffnung, daß es Frühling geworden ist in Deutschland.
Rudolf Heß 41 Fahre alt.
Berlin, 25. April. (DNB.) Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, feiert am 26. April seinen 41. Geburtstag. Aus diesem Anlaß sind ihm aus allen Kreisen der Bevölkerung, insbesondere auch aus allen Orgam- sationen der NSDAP, bereits eine Fülle von herzlichen Glückwünschen zuge- gangen, die Dokumente sind für die besondere Volksverbundenheit dieses Mannes, den der Führer am 21. April 1933, also vor nunmehr zwei Jahren, zu feinem Stellvertreter be-
Ostthüringen wurde, wie bereits gemeldet, von einem schweren Wirbel st urm heimgesucht, der besonders in den Gemeinden Birkigt, Forstwolters- dorf und Niederpöllnitz im Landkreise Gera großen Schaden anrichtete, lieber die verheerenden Folgen des Unwetters werden folgende Einzelheiten bekannt: Der Ort Birkigt bietet ein Bild wüster Zerstörung. Zwei der stattlichen Höfe haben derartigen Schaden erlitten, dah sie in ihren Oberbauten völlig erneuert werden müssen. In einem Umkreis bis zu 80 Meter liegen verstreut Dachziegel, Mauersteine, Blechverkleidungen, Baumäste, zentnerschwere Balken, die das wütende Element aus den Dachstühlen herausriß.
Bei einem Bauern war man gerade mit dem Kartoffelverlesen in einer der Scheunen beschäftigt, als das Unwetter heranbrauste. Die Leute hatten kaum den Raum verlassen, als der größte Teil einer zwölf Meter hohen und etwa 60 Zentimeter starken Giebelwand eingedrückt wurde und den eben verlassenen Arbeitsplatz unter ihren Gesteins- massen und dem Gebälk des zufammensturzenden Daches begrub. , , . .
Für die von der Wirbelsturmkatastrophe betroffenen Einwohner sind sofort umfangreiche Hilfsmaßnahmen in die Wege geleitet worden. Kurz nach dem Eintreffen des Reichsstatthalters Gauleiter S a u ck e l, des Ministerpräsidenten Marschner und des Landesbauernsuh- rers Staatsrat P e u ck e r t fand an Ort und Stelle eine Sitzung statt, in der in wenigen Minuten em Beispiel praktischer nationaler Solida-
Sonne und Grün allen Schaffenden!
Der Leiter des Amtes für Schönheit der Arbeit hat folgenden Aufruf erlassen:
Der dritte Frühling im nationalsozialistischen Deutschland ist angebrochen. Wälder, Wiesen und Gärten prangen in frischem Grün — aber das Ge- icht vieler Arbeitsstätten ist grau und häßlich geblieben. Laßt den Frühling tn bie -Betriebe ! Oeffnet Türen und Fenster, säubert Räume und Höfe von unnötigem Schutt und Gerümpel, fchafftGrünanlagen überall wo es nur eben möglich ist! Verwahrloste Fabrikhofe, Winkel und Ecken müssen verschwinden und freundlichen Grünflächen mit Bäumen, Hecken und Ruhebänken Platz machen. Brachliegende Freiflächen, vernachlässigte Gärten müssen frisch hergerichtet und für die Gefolgschaft zur Erholung in den Pausen geöffnet werden. tf.
Bringt Blumen in die Aufenthalts- räume und, soweit es angängig ist, auch in die Arbeitsstätten selbst. Verschönt die^Umgebung Eurer Werke durch Grünanlagen, reißt häßliche Zäune nieder und schafft eine würdige Werksumfriedung! Legt Freibäder und Sportwiesen an!
Betriebsführer, sorgt dafür, daß durch Grünanlagen Eurer Gefolgschaft Erfrischung und Arbetts- freude gegeben wird. Männer und Frauen der Ge» folgschaft,' packt mit an und schafft Euch würdige Arbeitsstätten. Der 1. Mai, der Festtag der deutschen Arbeit, steht vor der Tür. Wählt ihn zum Ausgangspunkt für die würdige Umgestaltung Eures Betriebes. Nutzt Frühjahr und Sommer, verschont die Stätte Eurer Arbeit durch Grünanlagen und Blumen. Schönheit der Arbeit durch Grünanlagen im Betrieb! Sonne und Grün allen Schaffenden! Betriebsführer und Gefolgschaften, packt alle gemeinsam an! Die Arbeitsstätten im neuen Deutschland müssen die schönsten und würdigsten der
r i t ä t gegeben wurde. Die Landesbauernschast Thüringen erklärte sich sofort bereit, die notwendigen Futtermittel für das Vieh zu liefern und das umgekommene Kleinvieh zu ersetzen. Die Gauleitung der NSDAP, des Gaues Thüringen, das Land Thüringen, der Landkreis Gera und die Landesbauernschaft wollen gemeinsam den Schaden, der entstanden ist, wieder gutmachen. Nach vorläufiger Schätzung handelt es sich um etwa 50 000 Mark Sachschaden, der von den vom Schaden betroffenen Bewohnern nicht getragen werden kann. Damit der Wiederaufbau ohne Verzögerung begonnen werden kann, stellte die Gauleitung der NSDAP, des Gaues Thüringen einen sofortigen Kredit von 20 000 Mark zur Verfügung. Durch das Zusammenstehen von Partei und Staat wurde so zwei Einwohnern, deren Gehöfte am meisten zerstört sind, aus ihrer großen Not geholfen. Sie waren beide gegen eine derartige Naturkatastrophe nicht versichert und hätten ohne die Hilfe von Partei und Staat mittellos dem Nichts gegenübergestanden.
lieber die Verheerungen, die das Unwetter in den Notstandsgebieten des Spessart und der Rhön angerichtet hat, werden nähere Einzelheiten bekannt. Danach wurde die Gegend von Zeitlofs in der Rhön besonders schwer heim- gesucht. Nach mehrstündigem wolkenbruchartigen Regen trat Hagel auf, der eine Stunde lang m haselnußgroßen Schloßen niederprasselte. Trostlos sieht es besonders auf den hochgelegenen Feldern : aus. Von der elementaren Wucht des Wassers kann
Berlin, 25. April'. (DNB.) Ein alter Brauch im deutschen Handwerk lebt wieder auf: Das Gesellen wandern. 1000 Gesellep aus allen Zweigen des Handwerks sind am Donnerstag in den verschiedensten Gegenden des Reiches nach festgelegtem Plan in einer Art Austauschoerfahren auf die Wanderschaft gegangen. Dieses Ereignis wurde vom Berliner Handwerk zu einer großen Kundgebung mißgestaltet. Marschmaßig ausgerüstet, mit einem Wanderstab aus gedrehtem Holz, standen 75 Gesellen vor dem Schloß, umgeben von Handwerksabordnungen in Berufstracht. Reichs- organifationsleiter Dr. Ley führte, zu ihnen ge-
Berlin, 25. April. (DNB.) Der Präsident der Reichspressekammer, A m a n n , hat drei Anordnungen erlassen, in denen die Einzelheiten des Zeitungsverlagswesens geregelt werden.
Die erste Anordnung zur Wahrung der Unabhängigkeit des Zeitungsverlagswesens bestimmt im einzelnen, dah dem Reichsverband der deutschen Zeitungsverleger die genauen Rechts- und B e s i tz Verhältnisse und personellen Verlagsver- hältnisfe, Nachweis der arischen Abstammung der Berechtigten am Verlage bis 1800, Höhe des Gesellschaftskapitals, ein etwaiger Wechsel der Berechtigten am Verlage und ähnliches mitzuteilen sind. Es ist Einblick zu gewähren in alle Unterlagen für die gesetzlichen, standes- und satzungsmäßigen Verpflichtungen und bekanntzugeben, ob Mittel zur Verfügung gestellt sind, um Dritten die Zeitung zu liefern. Genehmigungspflichtig ist auch die Lieferung der Zeitung in größerer „Stückzahl an einen Empfänger, der nicht Zeitungshändler ist.
Die Anordnung bestimmt dann weiter in genauen Einzelangaben, wer nicht Zeitungsverleger fein kann, z. B. öffentlich-rechtliche Körperschaften, Gesellschaften, Genossenfchaften, Stiftungen, juri- stifche Personen und Perfonengesamtheiten, die unter Beachtung beruflicher, ständischer ober konfessioneller Gesichtspunkte gebilbet sinb, ober bie die Rechte am Verlage für Dritte wahrnehmen, natürliche Personen, bie für sich ober ihre Ehegatten nicht ben Nachweis ber arischen Abstammung bis zum Jahre 1800 zurück erbringen, Unternehmen, die der gemeinschaftlichen Herausgabe von Zeitungen dienen, ober für verschiebens Orte Zeitungen herausgeben, außer der Herausgabe von Unterausgaben einer Zeitung. Ausgenommen sind bei diesen Bestimmungen das Reich und die NSDAP.
Die Anordnung schreibt auch vor, baß Zeitungen nicht auf einen konfessionellen, beruflich ober inter- essenmäßig bestimmten Personenkreis abgestellt sein dürfen und beauftragt ben Reichsverband ber beut- scheu Zeitungsverleger mit der Durchführung der Anordnung. Für die genau vorgeschriebenen Einzelbestimmungen werden Uebergangsfriften von drei, sechs und zwölf Monaten gewährt und die Bedingungen für diese Uebergangsfristen festgelegt. — Zu dieser Anordnung hat der Präsident der
man sich eine Vorstellung machen, wenn man hort, daß bis zu vier Zentner schwere Felsblocke mit gerissen wurden. Außerordentlich gelitten hat auch das ganze Sinntal. Die Bahnlinie von Brückenau nach Zeit ofs ist gefaket, .ba bie Dämme unterspült sinb. Der Schaben durfte sich minbestens auf 100 000 Mark belaufen
Aus bem Spessart liegen erschütternd Berichte vor. Der Ort Heinrichsthal bietet em grauenhafter Derwüstung. Schlamm, Ge- röll unb Felsblöcke bebecken fast meterhoch die Straßen, Felber unb Wiesen. Das Unwetter brach mit einem starken Hagelschlag herein. Darauf folgte ein Wolkenbruch, ber ungeheure Was- ermaffen nieberfanbte. Die Fluten stürzten in anderthalb Meter Höhe durch die Ortschaft und rstsen alles mit, was ihnen in den Weg kam. Das Vieh konnte nur unter größten Anstrengungen gerettet werden. Heinrichsthal ist besonders schwer betrafen, da bie ©emeinbe sehr arm unb stark verschuldet ist. Es ist nicht daran zu denken, daß bre Einwohner den Schaden selbst tragen können. Hufe von auswärts ist unbedingt erforderlich.
Leiter des Amtes für Schönheit ber Arbeit NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch Freude", Deutsche Arbeitsfront.
Unsozialer Betriebsführer verhastet.
Breslau, 25. April. (DNB.) Die Deutsche Arbeitsfront, Bezirk Schlesien, teilt mit: Am Oster- amstag wurde durch bie Ortspolizeibehörde Jauer (Schlesiens im Einverständnis mit der Geheimen Staatspolizei Liegnitz der Verleger und Buchbrucke- reibesitzer N i e f ch e r festgenommen, da er in dem in feinem Verlag erscheinenden „Iauersches Tageblatt" behauptet hatte, daß ein Teil feiner Belegschaft auf Veranlassung der D A F. Jauer in den Streik getreten ist. Nie- scher schuldet seiner Belegschaft feit Wochen ben fälligen Lohn, so baß biese L o h n r ü ck st ä n b e bis zu je 100 RM betrugen. In Anbetracht des Osterfestes baten die dort beschäftigten Kameraden um eine Teilzahlung und wiesen gleichzeitig Herrn Niescher darauf hin, falls er der Zahlung nicht nachkomme, daß sie sich am Ostersamstag beim Arbeitsamt als arbeitslos melden wurden, da ihnen nicht länger zugemutet werden kann, met- terhin für fünf Mark die Woche zu arbeiten unb o die Existenz ihrer Familien aufs Spiel zu setzen. Das Verlassen ber Arbeitsstätte grünbet sich auf § 124 ber Gewerbeorbnung, wonach Gesellen unb Gehilfen bie Arbeit verlassen können, wenn ber Arbeitgeber ben Arbeitern ben schulbigen Lohn nicht in ber bebungenen Weise auszahlt. Die Behauptung eines Streikes war baffer irreführend Niefcher gab bei seiner Vernehmung zu, baß er schon am Weihnachtsfest feinen Leuten keinen Lohn zahlen konnte unb sie so über bie Weihnachtsfeiertage ohne jeben Pfennig Gelb waren. In bem fraglichen Artikel war weiter behauptet worben, baß ber Streik auf Veranlassung ber DAF. Jauer ausgebrochen sei, was eine ungeheuerliche Behauptung barstellt. Niescher würbe bäher auf Grunb bes Gesetzes vom 20. Dezember 1934 wegen schwerer Schäbi - gun g bes Ansehens ber NSDAP, unb ihrer ©lieberungen fest genommen.
sche Arbeitsfront ausgegeben unb ist im Preis so niebrig gehalten, baß es jedem beut- 'chcn Geschäftsmann möglich ist, sein Schaufenster mit einem großen ober kleinen Plakat zu schmucken. Gleichzeitig wirb am I.Mai bas beutsche Volk für feinen Führer eine Ha k e n k r e u z f a hn e n - oemonftration durchführen. Jede deutsche uQs milie, die noch nicht iin Besitz einer Aokenkreuzfahne ist, beschafft sich zweckmäßig eine solche sofort.
Oie Verpflichtung des Vertrauensrates im Betrieb.
schäftsbereich folgte.
Oie künftige Arbeit der RE> -Bottswohlfahrt. Berlin, 25. April. (DNB.) Auf einer Reichstagung der Gaukafsen-Derwalter der NS.-Dvlks- wohlfährt und des Winterhilfswerkes erklärte der Hauptamtsleiter der NS.-Volkswohlfahrt, Pg. Hil- g e n f e l b t, baß es eine vordringliche Aufgabe der Reichsführung fei, gerade den Treuhänder des Finanzwesens in den Gauen ihren b e- fonberen Dank auszusprechen. Sei es doch durch die gewissenhafte und in jeder Hinsicht außerordentlich peinliche Arbeit dieser Stellen ermöglicht worben, fast jeben Mißbrauch von NSV.-Geldern von vornherein zu verhinbern. Neben ber bisherigen Arbeitsleistung fei künftig ein weiterer Aufbau uni, eine noch umfaffenbere Betreuung ber Hilfsbedürftigen Volksgenossen in Zukunft nötig. Es werde mehr und mehr im Vordergrund ber burch Die NSV. geleisteten Arbeit nicht nur bie materielle Unterstützung stehen, sondern zugleich auch die neue weltanschauliche Pflicht in völkischen, seelischen, charakterlichen und geistigen Dingen dem deutschen Volke bis in die untersten Schichten hinein eine neue Haltung zu vermitteln.
Regelung des Zeitungsverlagswesens.
Anordnungen des Präsidenten der Reichspresselammer.
Wer sich zum Führer bekennt, trägt am 1. Mai bie von der Reichspropagandaleitung herausgegebene hochkünstlerische Maiplakette. Für diese Plakette darf nirgends der Verkaufspreis von 2 0 Pf. überschritten werden. Für die deutschen Geschäftsleute ist auf vielfachen Wunsch ein großes unb ein kleine s P la - tat mit ber Abbilbung der Maiplakette geschaffen worden. Dieses Plakat wird durch die Deut-
Marxisten überfallen Wahlversammlung der Sudetendeutschen Heimatfront.
Prag, 25. April (DNB.) In Neusattl in Nord- westböhrnen sand eine Wählerversammlung ber Sudetendeutschen Heimatfront statt. Vor bem Hotel sammelten sich etwa 150 orts- frembe Sozialbemokraten an, die unter Schmährufen in ben Saal einzubringen versuchten. Im Nu waren sämtliche Fensterscheiben unb Glastüren von Steinwürfen zertrümmert. Die Sozial« bemofraten begannen mit Stöcken, Eisenstangen unb mit Tüchern umrounbenen Steinen auf bie Drbner ber Subetenbeutschen Heimatfront einzuschlagen. Mehrere Sozialbemokraten waren sogar mit Aex- t e n unb Dolchmessern bewaffnet. Trotz- bem gelang es, bie Sozialbemokraten auf bie Straße abzubrängen. Erst als ber Ansturm zurückgeschlagen war, erschien ©enbarmerie unb säuberte den Platz vor bem Hotel.
Ein ähnlicher Versammlungssturm würbe auch in 31 e u b e cf bei Karlsbab verübt. Dort wurden 25 Personen verletzt, barunter 11 schwer unb 3 lebensgefährlich. An ber Versammlung nahmen etwa 2000 Personen teil, bavon etwa zwei Drittel Anhänger ber Subetenbeutschen Heimatfront und ein Drittel Marxisten. Die Versammlung verlief außerordentlich stürmisch. Nach einer marrifh' scheu Rede löste der Regierungsvertreter bie Versammlung auf, worauf ber Saal von ben Marxisten geräumt würbe.
Rudolf Heß würbe am 26. April 1894 in Alexandrien als Sohn eines Kaufmanns geboren und stammt aus einem fränkischen Hanbwerkergeschlecht. Er machte ben Krieg als Kriegsfreiwilliger im 1. Bayerischen Infanterie-Regiment mit unb wurde 1916 vor Verdun unb 1917 als Stoßtruppfuhrer in Rumänien verwundet. Rubolf Heß wurde bann Flieger bei ber Jagbstaffel 36. Nach dem Kriege studierte er in München Geschichte unb Volkswirtschaft unb würbe bei ber Befreiung Münchens von den Spartakisten erneut verwunbet. Er kam schon 1921 zur NSDAP, unb war einer ber ersten SA. -Führer ber Bewegung. In ber ersten großen Saalschlacht im Hofbräuhaus im November 1921 würbe er roieberum verwundet. Er nahm an dem Erhebungsversuch am 9. November 1923 tn München teil,' wurde zu 1V2 Jahren Festung ver- Mitgef angencr bes Fuh- 5 b e r g am Lech. Nach ber Wie-
Das Reichsarbeitsministerium teilt im Einvernehmen mit bem Reichsministerium für Volksaufklärung unb Propaganba unb ber Leitung ber Deutschen Arbeitsfront mit:
Es besteht Veranlassung, noch einmal barauf hm- zuweisen, baß bas im Gesetz zur Orbnung der nationalen Arbeit geforberte gemeinsame (Gelöbnis bes Führers bes Betriebes unb der Vertrauensmänner im Betriebe selbst ft a 11 f i n b e n muß, unb ba m ber Regel am 1. Mai unb bort, wo aus befonberen betrieblichen Grünben bas Gelöbnis an biefem Tage nicht abgelegt werben kann, am 30. 21 p r i l 0 b e r 2. un d 3. M a i. Unabhängig von biefem Gelöbnis tm -Betriebe finbet im Rahmen ber Feierlichkeiten am Nationalfeiertag eine we11a n f ch a u ° 1 i ch e Verpflichtung ber Vertrauensrate statt bie vom Tempelhofer Felb aus im Runbfunk übertragen wirb.
Das Veichsunterrichtsministerium zum I.Mai.
Das R e i ch s u n t e r r i ch t s m i n i st e r i u m für Wissenschaft, Erziehung unb Volksbilbung bittet sämtliche Schulleiter, auf biefem Wege bavon Kenntnis zu nehmen, baß bie Durchführung bes nationalen Feiertages am 1. M a 1 wie bereits in ben vergangenen Jahren in ben Händen bes Reichsministeriums für Volksauf - flärung unb Propaganba unb ber Orga - nifationberPartei liegt. Soweit bie Schulen an den Feierlichkeiten beteiligt werden, haben fie sich nach den Anordnungen der mit ber Durchführung beauftragten örtlichen Stellen zu richten.


