des Bezirksführers Burk in Saarbrücken, in dem dieser mitteilt, daß die Geldspende von 50 Mk., die bei dem Winterfest des Vereins für einen notleidenden Saarturnverein gesammelt worden waren, dem Turnverein Spiesen, Krei» Blies, überwiesen werden solle. Mit besonderem Hinweis auf das erste Gauturnfest des Gaues Nordhessen, das am 2. bis 4. August in Gießen stattfindet, wurde die Versammlung mit einem Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler geschlossen.
= Großen-Buseck, 25. März. Der Zweigverein „B u s e ck e r Tal" im Vogelsberger Höhen-Club unternahm am Sonntag seine erste Frühjahrswanderung. Auf der Lahnbrücke in Gießen war der Treffpunkt einer stattlichen Wanderschar, unter der sich neben einigen Frauen auch mehrere Jugendliche befanden, lieber Heuchelheim führte der Weg durch den Wiesengrund nach Dutenhofen, dabei Atzbach zur Rechten liegen lassend.Auf der Höhe südlich Dutenhofens wurde die erste Rast gemacht, wo der Wanderführer des Tages, VHC.- Bruder Kahle (Heuchelheim) auf die landschaftlichen Schönheiten des Lahntales hinwies, lieber Gleiberg und Vetzberg hinweg zeichneten sich im Norden und Nordwesten die Lahnberge und die Dorhöhen des Westerwaldes am Horizont ab, im Südosten waren die Taunusberge Altkönig und Feldberg deutlich zu erkennen und in malerischer Schönheit lagen die Dörfer des Hüttenberges in die sanft gewellte Ebene eingebettet. Von hier aus ging es nun nach Allendorf, wo vom Südabhang des bekannten Allendorfer Wäldchens der Blütenflor der Tausende von Lerchensporn, eines sonst ziemlich seltenen Frühlingsblühers, viel Bewunderung fand. Das Rosarot der Blume bildete eine volle Harmonie mit dem Gelb einiger Frühlingsgilbsterne. Saftiggrün leuchteten die Winterfruchtfelder gleich einzelnen Inseln aus der Landschaft und der Wiesenplan im Kleebachtale bot eine herrliche Augenweide. Nach der üblichen Kaffeerast in Klein-Linden wurde die erste Halbtagswanderung mit einem frohen „Frischauf!" beendet.
O Daubringen, 25. März. Unter der erstmaligen Leitung des neuen Dirigenten Ludwig Schreiner (Alten-Buseck) trat der hiesige Gesangverein im Saale von Erb mit einem großen Volkslieder-Abend an die Oeffent- lichkeit. Ein verstärktes Mandolinen-Orchester aus Alten-Buseck und Herr Adolf Schwarzlose (Gießen), der die Trompeten-Soli in zwei Chören übernommen hatte, wirkten mit. Vereinsführer Roth hielt die Begrüßungsansprache. Einem Festmarsch des Orchesters folgten in buntem Wechsel Darbietungen des Männerchores sowie Lieder für Frauen- und gemischte Chöre. Der Gesamteindruck der gebotenen Leistungen war vorzüglich. Die Chöre wetteiferten unter der ausgezeichneten Führung von Herrn Schreiner in dem Bemühen, das Beste zu geben. Man konnte erkennen, daß keine Mühe gescheut worden war, den Abend so schon zu gestalten. Die Einheitlichkeit der Leistungen in allen Chören bewies die sorgfältige Vorarbeit. Insbesondere konnte man erkennen, daß das Volkslied die eigentliche Domäne der ländlichen Vereine ist und bleiben wird. So bot der Abend ein sehr harmonisches und ausgeglichenes Bild. Der Dank der Zuhörer kam denn auch in immer mehr sich steigernden Beifallskundgebungen, oftmals spontan, zum Ausdruck. Im Verlaufe des Abends wurde der seit 25 Jahren als Leiter des Vereins tätige Dereinsführer W. Roth ausgezeichnet. Mitglied Kimmel brachte in ehrenden Worten das Gesamtempfinden der Mitglieder zum Ausdruck und gab die Ernennung des Dereinsführers zum Ehrenmitglied bekannt. Anschließend sprach der Kreiswalter des Deutschen Sängerbundes, Herr Koch (Gießen), der seiner Ueberraschung über die gebotenen Leistungen Ausdruck gab und die Grüße und Wünsche der Kreiswaltung des Bundes übermittelte. Er gab ferner seiner Freude über die enge Verbundenheit des Vereins mit der Leitung und
über den Willen des Vereinsleiters und des Vereins, sich allezeit für das deutsche Lied einzusetzen, Ausdruck. Er sprach von den neuen, erhöhten Anforderungen an die Gesangvereine, die in ihrem Bereich dafür sorgen müssen, daß unser Volkstum, das in seinem Volkslied schönsten Ausdruck gefunden habe, bewahrt, vertieft und veredelt werde. Kreiswalter Koch schloß seine Ausführungen mit dreifachem „Sieg-Heil!" auf Volk und Führer. Mit verschiedenen Solo-Darbietungen und einem Reigentanz der Mädchen fand der Abend seinen Abschluß.
4- Grünberg, 25. März. Die letzte Holz- oerfteigerung, bei der nochmals 340 Raummeter Buchenscheitholz zum Verkauf tarnen, zeigte eine verschiedene Preisgestaltung. Zunächst war der Preis auf gleicher Höhe, wie bei den früheren Versteigerungen, er betrug für 2 Raummeter Buchen- scheitholz 15 bis 16 Mark, gegen Ende bröckelte der Preis aber ab, fo daß 2 Raummeter nur 12 bis 13 Mark kosteten. Neben genügender Eindeckung der Käufer mit Brennholz war der Preisrückgang wohl auch durch schlechte Abfuhrwege bedingt.
# Lauter, 25. März. Anläßlich des 21. März hatte die N S. - F r a u e n f ch a f t zu einem Deutschen Abend eingeladen. Die Einwohner waren zahlreich erschienen. Die Frauenschaft eröffnete den Abend mit dem Gesang des Frauenschaftsliedes. Danach hielt die Führerin eine Ansprache, in der sie auf die Bedeutung dieses Tages hinwies und in großen Zügen die nationalsozialistische Politik und Aufbauarbeit der letzten zwei Jahre schilderte. Ein Theaterstück, von Mitgliedern der Frauenschaft gespielt, löste manche Lachsalve aus. Im weiteren Verlauf des Abends wechselten Gedicht- und Gesang- Dorträgc miteinander ab Die Jungmädelschar führte einen Reigen auf. Der Gesangverein trug zur Verschönerung der Feier unter Stabführung seines Dirigenten Nicolai (Großen-Buseck) einige Chöre vor. Zum Abschluß fand eine Verlosung statt. Mit dem Gesang der zweiten Strophe des Deutschlandliedes und mit dreifachem Sieg-Heil auf unseren Führer wurde die Veranstaltung geschlossen. — Am gestrigen Sonntag fand hier ein Opfer- schießen für das WHW. statt. Veranstalter war der Kleinkaliber-Schützenverein. Als Gäste nahmen 3/M. 147 Grünberg und der Kriegerverein teil. Der Klein - Kaliber - Schützenverein hatte für den besten Schützen der Gäste eine silberne Medaille und für den Zweitbesten eine Ehrenurkunde gestiftet. Geschaffen wurden zehn Schuß liegend freihändig. Die Medaille errang Rottenführer Seipp mit 92 Ringen, die Ehrenurkunde Sturmführer W e tz i g mit 83 Ringen, beide 3/M. 147. Bester Schütze des Tages war Otto T r ö l l e r, Klein-Kal.-Schützen- ocrein mit 101 Ringen. Heber 90 Ringe erzielten noch Karl M e b u s II. 94, Heinrich Görnert 93 und Theo Schlosser 92 Ringe. An das Winterhilfswerk wurde der Betrag von 7,20 Mark abgeführt.
"Y" Großen-Linden, 25. März. Am Samstagabend fand im Saale des Gastwirts Schaum ein Deutscher Abend der SS. 1/83 statt. Bei Beginn der Veranstaltung war der Saal bis zum letzten Platz angefüllt. Die Kapelle eröffnete mit dem Badenweiler Marsch, worauf Sturmführer Becker die Kameraden von der SS. und der SA., ebenso die übrigen Besucher aufs herzlichste begrüßte. Anschließend sprach SS.-Schulungsleiter P r e i ß über die geschichtliche Entwicklung und Bedeutung der SS. und ihre Aufgabengebiete. Der Redner betonte dabei besonders den Wahlspruch des Staffelmannes „SS.-Mann, deine Ehre heißt Treue", und erörterte die daraus entspringenden Aufgaben und Pflichten. Reicher Beifall lohnte den Vortrag. Ein gut vorgetragenes Gedicht von SS.-Anwärter Niemann und ein lebendes Bild („Ich hatt' einen Kameraden") beschloß den ersten Teil. Im zweiten Teil wurde das Hans-Sachs-Spiel „Der tote Mann" aufgeführt, (SA.-Mann Weiß, SS.- Mann Faber, Frl. Degen, Frl. Kraus-
ko p f), das durch seinen urwüchsigen, gesunden Humor und gute Darstellung beifällige Aufnahme fand. SS.-Mann Pfeiffer und SA.-Mann Weiß ernteten ebenfalls großen Erfolg mit mundartlichen und humoristischen Vorträgen. Das gemeinsam gesungene Staffellied „Wenn alle untreu werden" und ein Sieg-Heil auf unseren großen Führer beschlossen die Vortragsfolge. Anschließend verbrachten die Besucher noch einige Stunden beim Tanz.
oo Eberstadt, 25. März. Die hiesigen Vereine für Rindvieh- und Schweine-Versicherung hielten im Saale des Gasthauses „Zum Adler" ihre diesjährige Generalversammlung gemeinschaftlich ab. In Verbindung mit dieser Versammlung hielt Herr Morr von der Geschäftsführung der Viehverwertungs - Genossenschaft Butzbach einen Vortrag über Zweck und Ziel der Genossenschaft und forderte die Bauern auf, ihr Vieh durch die Diehverwertung zu verkaufen. An den Vortrag schloß sich eine Aussprache an. Ortsbauernführer Pg. Görlach dankte dem Redner. Sodann schritt man zur Rechnungsablage des Rindvieh -Versicherungsoereins, die vom Rechner H. Wedemann erstattet wurde. Die Bilanz wurde genehmigt. Dem Vorstand und dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Anschließend trug der Rechner F. Müller den Kassenbericht des Schweine- Versicherunasvereines vor, der ebenfalls gutgeheißen rouroe, so daß Entlastung erteilt werden konnte. Die satzun-gsgemäß ausscheidenden Vorstandsmitglieder beider Versicherungen wurden einstimmig wiedergewählt. Nach allgemeiner Aussprache fand die Versammlung in der üblichen Weise ihren Abschluß. — Unsere Gemeinde erhielt dieser Tage einen neuen Zuchtbullen, der auf dem Fasel- und Zuchtviehmarkt in Butzbach aus dem Bestand des Züchters Bürgermeister Müller (Oberhörgern) zum Preis von 675 Mark erworben worden war. Der abständige Bulle wurde verkauft und erbrachte 432 Mark. Die Gemeinde erhielt ferner einen Zuchteber, der vom Schweinezucht- verein Lang-Göns gezüchtet war und 170 Mark kostete.
'cf Lich, 25. März. Der um die Erhaltung volkstümlichen Gutes feit langen Jahren bemühte Amtsgerichtsrat K. v. B a u m b a ch zu Fronhaufen an der Lahn hat eine Sammlung der hessischen Hausinschriften begonnen, die nun von dem „Museumsverband für Kurhessen und Waldeck" in Kassel gefördert und weitergeführt werden soll in der Absicht und mit dem Ziel, sie später durch Drucklegung der Oeffentlichkeit zugänglich zu machen. Auf Anregung der Abteilung II der Hessischen Landesregierung, wie ganz besonders des hessischen Denkmalpflegers Geh. Baurat Professor D. Walbe (Darmstadt), sind nun von den Kreisämtern Fragebogen ausgegeben worden, um die in unfern Orten sowohl an öffentlichen als auch an privaten Gebäuden vorhandenen Inschriften festzustellen, ohne Unterschied und ohne jede zeitliche und sachliche Einschränkung. Mit der ehrenamtlichen Ausführung dieses Auftrags ist in hiesiger Stadt der Ortsurkundenpfleger Lehrer Schneider betraut worden. Es ist zu wünschen, daß die Hausbesitzer angesichts der Arbeit gern bereit sind, zu den an ihren Häusern, Toren usw. befindlichen Inschriften die erbetene Auskunft zu geben.
Kreis Alsfeld.
D Alsfeld, 25. März. Der hiesige Zweig- verein des Vogelsberger Hohenklubs hielt im Gasthaus „Zur Erholung" feine diesjährige Jahresmitgliederverfammlung ab. Nach herzlichen Begrüßungsworten erstattete der Vereinsführer, Bürgermeister Dr. V ö l f i n g, den Jahresbericht. Der Mitgliederbestand konnte auf der gleichen Hohe wie im Vorjahr gehalten werden. Neben der Durchführung der planmäßigen Vereinswanderungen hatte der Verein im letzten Jahr
einen Vortragsabend veranstaltet, an dem der bei kannte Gießener Gelehrte, Geheimrat Professor Dr. Sommer, einen hochinteressanten Lichtbildervor« trag über „Nibelungenwege und Rennwege" hielt. Neu eingeführt wurden neben den Wanderungen des Jahreswanderplans monatlich durchgeführt« abendliche Pflichtwanderungen. An größeren Tagungen in Alsfeld und in der weiteren Heimat nah, men Vertreter des Zweigoereins teil, so an der Hauptversammlung des Knüllgebirgsvereins und an einem vom Alsfelder Ski-Klub in Verbindung mit der NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch Freude" Der- anftalteten Werbeabend. Der vom Verein angeregte Ausbau der Haltestelle Auerberg der Bahnstreae Alsfeld—Hersfeld, die eine Wartehalle bekommen soll, wird demnächst von der Reichsbahn verwirk- licht werden. Lehr^ .Jäkel trug die Jahresrech, nung vor, dem von der Versammlung Entlastung erteilt wurde. Der Vereinsführer erläuterte sodann den Voranschlag für das neue Rechnungsjahr, der in Einnahme und Ausgabe mit 498,02 Mark ah» schließt. Nach der vom Wandermeister erstattete,, Wanderstatistik, die durchweg eine gute Beteiligung erkennen ließ, wurden die Wanderauszeichnungeir für das Wanderjahr 1934 verliehen, die sich elf Wanderer verdient hatten. Der Wandermeister Ferdinand P l a n z erhielt das 16. goldene Abzeichen. Mit Dankesworten für die im Verein geleistete Ar- beit und mit der eindringlichen Mahnung, neu« Mitglieder für die Volks- und Heimatarbeit des DHC. zu werben, schloß der Vereinsführer die gut- besuchte Versammlung.
Nieder-Gemünden,25. März. Die SA.« Reserve, Sturm 18/116, hielt in der Wirt, schäft Becker einen wohlgelungenen Kamerad» schaftsabend ab. Sturmführer Walter hieß dis zahlreichen Teilnehmer willkommen. Sturmfchulungs» wart Linden st ruth hielt einen lehrreichen Vortrag. Sodann gelangte ein Theaterstück von der Spielschar Nieder-Gemünden zur Aufführung. Dir Mitwirkenden ernteten reichen Beifall. Zwei Sol» batenftürfe wurden ebenfalls sehr dankbar ausgenommen. Der Musikverein Maulbach füllte dis Pausen mit guter Musik. Kameradschaftliches Beisammensein und Tanz beschloß den Abend.
=er. Homberg, 25. März. Im hohen Alter ooit fast 88 Jahren verschied in der vergangenen Woche Seminardirektor i. R. Dr. Friedrich Qu en teil. Don 1893 bis 1900 war er Seminardirektor in Friedberg. Nach seiner Pensionierung siedelte er sich in Homberg an. Soweit es seine Kräfte gestatteten, war er rastlos tätig. An der hiesigen Realschule übernahm er während der Kriegsjahre einen Teil des Unterrichts, an der Volksschule erteilte er den physikalischen Unterricht in der Oberklasse, dem Ve- zirkslehrerverein in Homberg stellte er fein großes Wissen und Können auf naturwissenschaftlichem Gebiete zur Verfügung. In seiner Werkstatt beschäftigte er sich mit der Herstellung physikalischer Apparate zur Veranschaulichung der Naturgesetze. Sebll stark war seine Verbundenheit mit heimatlichen Freunden. Seminardirektor Quentel! war ein eifriger Wanderer. Im hiesigen Zweigverein des OHGV. wurde er zum Ehrenmitglied ernannt Durch feine vielseitige Beschäftigung gab er feinem Alter reichen Inhalt. Er erfreute sich aller Wert, schätzung. — Das Jungvolk, (Fähnlein (Bunter) vom Jungbann Vogelsberg veranstaltete in der Stadthalle eine Feierstunde. Sprechchöre, völ-« kische Lieder, die Vorlesung von Geschichtsabschnil« ten und eine Ansprache des Jungbannführers ließen das Wirken und Schaffen in der HI. erkennen- Die Darbietungen zeigten, daß die Jugend mit großem Interesse und ebenso großer Begeisterung bei der Sache ist.
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