Ausgabe 
25.11.1935
 
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und seiner Entwicklung zu erzaylen und der ganz besonderen Bedeutung, die dieses Fest für die Deut­schen im Daterlande und in der ganzen Welt hat. Das Weihnachtsfest ist ja das deutsche Fest schlecht­hin, unter dem Weihnachtsbaum schweigt nach ge­heimnisvollem Gesetz auch der letzte Lader, der längste Streit. Ein Kind, das so den Weihnachts­baum richtig betrachten lernt, nimmt ein unzer­störbares Erlebnis mit ins weitere Leben hinüber.

Man darf also ruhig glauben: es weihnachtet bereits stark in deutschen Landen. L. W.

Dornoti,en.

Tageskalender für Montag.

NSG.Kraft durch Freude"-,Wissenschaft im Dienst am deutschen Volk": 20 Uhr im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts Vortrag von Prof. Dr. HoffmannLeistungssteigerung und Nerven­system". Stadttheater (Ring Deutsche Bühne): 20 bis 22 UhrKomödie der Irrungen". Gloria- Palast, Seltersweg:Variets". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Der Außenseiter".

Stadttheater Gießen.

Heute von 2022 Uhr als Vorstellung der Deut­schen Bühne der große Erstaufführungserfolg Komödie der Irrungen" von Shakespeare. Sviel- leituna: Der Intendant. Freier Kartenverkauf an der Abendkasse.

Aus parteiamtlichenBelanntmachungen

Die Ortsgruppe Gießen-Nord in Verbin­dung mit der NS.-G.Kraft durch Freude" ver­anstaltet am kommenden Samstag, 30. November, 20 Uhr, im Saale des Caf6 Leib einen Kamerad­schaftsabend, zu dem nicht nur die Partei- und Volksgenossen der Ortsgruppe Gießen-Nord, son­dern auch der anderen Ortsgruppen eingeladen sind. Eintrittskarten zu $0 Pfennig sind auf der Geschäftsstelle, Walltorstraße 16, und bei den Block­leitern zu haben.

NGLA.

Fachschaft für körperliche Erziehung, Bezirk Gießen.

Am Mittwoch, 27. November, 15.45 Uhr, freiwil­lige Arbeitsgemeinschaft für Knabenturnen in der Neuen Pestalozzischule. Turnzeug mitbringen.

Deutsche Arbeitsfront.

Ortsgruppe Gießen-Süd.

Achtung!

Ausschneiden und aufbewahren!

Ab Montag, 25. November, befinden sich unsere Geschäftsräume in der Liebigstraße 19 p. Die Ge- schästsstunden sind folgende: Montag von 1921 Uhr, Freitag von 1921 Uhr.

GportamtKraft durch Freude".

Am Montag finden folgende Kurse statt:

Fröhliche Gymnastik und Spiele, nur für Frauen. Don 19.45 bis 21 Uhr, Großen- Buseck, Schule.

Reiten. Von 20 bis 21 Uhr, Reitschule Schömbs.

Achtung! Kursus-Verlegung!

Der Kursus Fröhliche Gymnastik und Spiele, der bisher Dienstags von 20.30 bis21.30Uhr in der Alten Pestalozzischule, Wernerwall, lief, wird in Zukunft auf Dienstags von 20.30 bis 21.30 Uhr in die Turnhalle des Lyzeums, Damm st r. 2 6, verlegt.

Vetr. Reitkurfe!

In den nächsten Tagen beginnen wieder ver­schiedene neue Reitkurse. Wer teilnehmen will, wende sich umgehend cm das Sportamt, Schanzen­straße 18.

Offenhaltung der Verkaufsgeschäste an den dreiSonntagen vorWeihnachten.

Gemäß § 105 b Abs. 2 der Gewerbeordnung wird für den Bezirk der Stadt Gießen an den drei Sonn­tagen vor Weihnachten, nämlich dem 8., 15. und 22. Dezember, die Beschäftigung von Gehilfen, Lehr­lingen und Arbeitern in offenen Verkaufsstellen in der Zeit von 13 bis 19 Uhr zugelassen. Es dürfen sonach an diesen Tagen auf Grund des § 41a der Gewerbeordnung während der gleichen Zeit die Verkaufsläden zum Gewerbebetrieb offengehalten werden.

Oie Fahne derHL über derGoethefchule

Man berichtet uns: Am Donnerstag hißte die Goethefchule die Fahne der Hitlerjugend. Der Feier wohnte Herr Stadtschulrat N e b e l i n g bei. Der stellvertretende Leiter der Schule, Herr K r a u s ch, wies in seiner Ansprache auf die Bedeutung einer guten Zusammenarbeit zwischen den beiden Ge­meinschaften Schule und Hitlerjugend hin, die sich in der gleichen Marschrichtung befinden: im Sinne der Erziehung zum deutschen Menschen der wah­ren Volksgemeinschaft, um an ihrem Teil alles zu tun, was zum Aufbauwerk des Führers nötig sei. Er geigte das Wesen dieser Erziehungsarbeit auf und brachte ein dreifaches Sieg-Heil auf Volk und Führer aus. Mit einem Sprechchor der Klasse IIK unter Leitung des Herrn Lehrers Heinrich Müller wurde die Fahne gehißt. Das Lied der HI.:Vor­wärts, vorwärts", beendete die eindrucksvolle Feier.

Sitzung des provin«alousschusses.

In der öffentlichen Sitzung des Provinzialaus­schusses der Provinz Oberhessen am Samstag kamen folgende Verwaltungsstreitsachen zur Verhandlung:

Die Klage des Wilhelm Riehm in Langd gegen den Bescheid des Kreisamts Gießen vom 16. Juli 1935 wegen Versagung des Wanderge­werbescheins für 1935 wurde als unbegründet kostenpflichtig abgewiesen, weil Riehm durch Urteil des Amtsgerichts Hungen vom 18. Mai 1933 wegen Körperverletzung mit zwei Monaten Gefängnis be­straft wurde: außerdem wird ihm kommunistische Gesinnung zum Vorwurf aemacht.

Die Klage des Bezirksfürsorgeverbandes Stadt­kreis Frankfurt a. M. gegen den Bezirksfürsorge­verband Kreis Friedberg wegen Erstattung von Fürsoraekosten für JozSfa Chaladnniak und deren Kind Stephanie wird als unbegründet kosten­pflichtig abgewiesen.

Das Kreisamt Friedberg stellte Antrag auf Un­tersagung der Ausübung des Diehhandels dusch Wilhelm V ö m e l I. in Vilbel. Die Bweisauf- nohme in der mündlichen Verhandlung des Provin­zialausschusses ergab, daß Vömel in wiederholten Fällen die vorgeschriebenen Eintragungen im Dieh- handelskontrollbuch zum Teil überhaupt nicht, zum Teil nur unvollständig aemacht hat. Der Vertreter des Kreisveterinäramts Friedberg wies darauf hin.

daß durch diese mangelhafte Buchführung der Vieh­händler die im öffentlichen Interesse erforderlichen seuchenpolizeilichen Maßnahmen aufs schwerste ge­fährden würde. Im vorliegenden Falle wurde außerdem noch festgestellt, daß Vömel auch seinen steuerlichen Verpflichtungen nicht so nachgekommen sei, wie man das im Dritten Reich von einem na­tionalsozialistischen Staatsbürger erwarten muß. Der Provinzialausschuß hat daher dem Antrag des Kreisamts Friedberg stattgegeben und Vömel die Ausübung des Viehhandels untersagt.

Keine Weihnachtsgeschenke

an Gefangene senden.

Um eine Gleichstellung der Gefangenen in den Strafanstalten herbeizuführen, ist für die Strafan­stalten im Oberlandesgerichtsbezirk Darmstadt ange­ordnet worden, daß Weihnachtspakete an Gefangene nicht übersandt werden dürfen. Eine besondere Ge­nehmigung zum Empfang von Paketen wird auch im Einzelfalle grundsätzlich nicht erteilt. Pakete, die entgegen dieser Bestimmung bei den Strafan­stalten eingehen, werden nicht angenommen.

Ersparnisse beim Einkettern von Kartoffeln.

(ZdR.) Am 1. Dezember beginnt die Staffelung der Kartoffelerzeugerpreise, die sich für weiße, rote, blaue und gelbe Sorten um 10 Pf. je Monat und Zentner erhöhen, so daß die Differenz beim Er­

zeugerpreis der Monate November-März 40 Pf. für den Zentner ausmacht. Die Hausfrau, die noch im November ihren Kartoffelvorrat für den Wjnter einkellert, spart aber nicht nur diesen Differenzbe- trog, sondern hat auch nur einen Kleinhandelspreis zu entrichten, der bei zentnerweiser Abnahme 30 bis 50 Pf. je Zentner niedriger ist als bei pfund­weiser Abnahme.

Anschreiben lassen oder sparen?

Eine weitverbreitete Unsitte besteht darin, daß man beim Handwerker, beim Einzelhändler nicht bar bezahlt, sondern anschreiben läßt. Diese Ge­pflogenheit hat sich nachgerade zu einem Borgun­wesen ausgewachsen, so daß es nur begrüßt werden kann, wenn der Reichsstand des deutschen Hand­werks nunmehr einen großangelegten Feldzug gegen die Verwilderung der Zahlungssitten eingeleitet hat. Es gilt, allen Volksgenossen klar zu machen, daß schleppende Zahlung beim Einzelhändler oder Hand­werker nicht nur den einzelnen Gewerbetreibenden schädigt, sondern schließlich auch die Volksgesamtheit und damit den säumigen Zahler, den, der anstehen läßt, selbst. Denn der Handwerker oder Kaufmann, der nicht zu seinem Gelds kommt, muß, wenn er seine Unkosten decken will, an irgendeiner Stelle einen Ausgleich schaffen. Er ist gezwungen, den Preis für seine Leistungen zu erhöhen. So wirkt sich das Borgen in einer Verteuerung der Lebens­haltung aus. Jeder sollte deshalb seinen Teil dazu beitragen, die Unsitte des Anschreibenlassens end­gültig auszurotten. Außerdem aber muß jeder ver­antwortungsbewußte Volksgenosse dahin mitwirken, daß der Kreditkauf nur auf die unbedingt vertret­baren Fälle beschränkt bleibt. Wer rechtzeitig ein Sparkassenbuch anlegt, kommt nicht in die Zwangs­lage, hier und dort überstürzt borgen zu müssen. Die Sparkasse stellt jedem einzelnen gern ein Spar­kassenbuch aus, auf dem er einen Betrag für die doch stets unvermeidlichen Wechselfälle des Lebens zurücklegen kann. In diesem Sinne ist der Kampf gegen das Borgunwesen gleichzeitig ein Kampf für den Spargedanken.

Großes Leistungsschreiben der Stenographenschast Gießen.

Kaum sind die großen Wettschreiben des Som­mers vorüber, und schon wieder geht es an neue Leistungswettbewerbe. In rastloser Tätigkeit ar­beitet der Stenograph an seiner Weiterbildung, denn für kein Gebiet gilt das WortRast ich, so rost ich" mehr als für die Kurzschrift. So üben denn schon seit September über 200 Kurzschriftler, um ihre Leistung höher und höher zu schrauben, um am Ende der Lehrgänge bei dem großen Ab­schlußschreiben wieder ehrenvoll zu bestehen, wieder Diplome zu erhalten, auf der die Leistungsfähigkeit bescheinigt wird. Denn alle Kurzschriftler wissen, welche Bedeutung diese Urkunde mit amtlichem Charakter für sie hat. Erwerbslose wollen auf

Grund dieser Urkunde wieder in Arbeit und Brot kommen. In Arbeit Stehende wollen sich in anderen Stellungen verbessern oder erhoffen eine Gehalts­zulage. Beamte benutzen die Urkunde als Nachweis ihrer stenographischen Fertigkeit gegenüber den Be­hörden.

Aber auch die Betriebe und Behörden schätzen diese Urkunden, denn allgemein bekannt ist es, daß bei der Deutschen Stenographenschaft die Arbeiten ge­nau nach den Richtlinien der Denkschrift über die Stellungnahme der NSDAP, zur Kurzschrift und zum Maschinenschreiben angefertigt, die Uebertra- gungen einwandftei und in neutraler Weise geprüft und gewertet werden.

Selbstverständlich bedeutet das Leistungsschreiben für alle Teilnehmer auch gegenseitige Aneiferung, Konkurrenz, Ansporn zu weiterer Arbeit. Die besten Schreiber erhalten natürlich auch Ehrenpreise. Außerdem aber wissen olle, die 140 Silben und höher nachweisen können, daß sie bei den nächsten Kursen besondere Vergünstigung erhalten.

So haben sich denn für das am kommenden Sonntag, um 9 Uhr, in der alten Pestalozzischule stattfindende Leistungsschreiben der Deutschen Steno- grophenschaft bereits etwa 100 Teilnehmer gemel­det, und es steht zu erwarten, daß sich noch eine große Anzahl Schreiber am Sonntag einfinden wird. Anmeldungen werden bei den Unterrichts­leitern und bei Leoer-Haas, Seltersweg 3, noch ent­gegengenommen. Man beachte die heutige Anzeige.

** Der Totensonntag brachte in unserer Stadt den Friedhöfen einen außerordentlich starken Besuch. Bereits am Samstagnachmittag sah man viele Frauen und Männer mit Kränzen und Blu­men nach den Friedhöfen wandern oder mit der Straßenbahn fahren, um an den GrabstäKen der Heimgegangenen in treuer Liebe zu gedenken. Der starke Verkehr zu den Ruhestätten hielt auch am gestrigen Sonntag unverändert an. Auf den Grä­bern konnte man Kranz- und Blumenschmuck in reicher Fülle bemerken.

** Straßensperre. Die Ortsdurchfahrt B e r st a d t wird wegen Ausführung von Pflaster­arbeiten vom 26. November ab für jeglichen Ver­kehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Echzell bzw. über Bellersheim Wohnbach Wölfers­heim und umgekehrt.

** Sammlung von altem Soldaten- s ch r i f t t u m. Militärische Literatur, vor allem Dienstvorschriften, Entwürfe hierzu, Anleitungen für den Dienst, Merkblätter aller Art, insbesondere über den Weltkrieg, befinden sich noch oft in den Händen von jetzigen und früheren Offizieren, in alten Sammlungen und Nachlässen. Sie sind meist als wertlos beiseite gelegt. Die Deutsche Heeres- bücherei, Berlin NW 7, Dorotheenstraße 48, sam­melt planmäßig dieses Schrifttum, auch bei beschei­densten Ausmaßen, und zwar von den ältesten bis in die neuesten Zeiten. Die Deutsche Heeresbücherei bittet um Ueberlassung solcher oder ähnlicher Lite­ratur und ist zu näherer Auskunft gern bereit.

** Viehzählung am 3. Dezember. Wie alljährlich, findet am 3. Dezember wieder eine Dieh-

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Handwerker und Beamte zeigen am 1. Dezember ihre soziale Tatbereitschaft.

Volksgenossen, spendet an diesem Tage!

zählung statt, bei der auch die nichtbeschaupflich­tigen Hausschlachtungen in den Monaten Septem­ber, Oktober und November, sowie die Kälbergebur­ten in der gleichen Zeit ermittelt werden. Gleich­zeitig ist eine Erhebung der Anbauflächen des Wintergetreides, sowie von Raps und Rübsen vor­zunehmen. Die Erhebungen sind von den Bürger­meistereien durchzuführen.

** Unfälle. Der etwa 46jährige Derwaltungs- inspektor Ludwig Bierau von hier, Marburger Straße 109, erlitt am Samstag einen Bruch des linken Beines und mußte durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Chirur­gische Klinik gebracht werden. Bei einer Aus­einandersetzung in einer hiesigen Gastwirtschaft wurde der 39jährige Maurer Josef Buß, Stein­straße 70, so heftig getreten, daß er eine schwere Kniescheibenverletzung erlitt und seine Heberführung in die Klinik notroenirig wurde.

Oberhesfen.

Landkreis Gießen.

* W i e s e ck, 25. Nov. Morgen, am 26. November, feiert Herr Ludwig Drescher, Wieseck, Jungfern« strahe 10, seinen 7 5. Geburtstag. Der Jubilar, der noch sehr rüstig ist, macht noch jede Woche einen Spaziergang nach seiner alten preußischen Heimat Krofdorf. Seit einem halben Jahrhundert ist er treuer Leser des Gießener Anzeigers.

£ Wieseck, 24. Nov. Samstag abend fand im Saale von Braun ein Werbeabend des Turnvereins statt, der sehr gut besucht war. Der Abend stand unter dem LeitsatzBekenntnis zum Turnertum und Volkstum". Nach dem Ein­marsch der Schülerinnen und Schüler, der mit Musik, Gesang und Fahnenschwingen der Turnerin- nen umrahmt war, sprach der Dereinsführer Karl D a u p e r t. Er begrüßte zunächst die Turner, Tu­nerinnen und Freunde des Sportes und ging dann auf den Zweck des Abends ein, der mit ein Auf­takt zu dem großen sportlichen Ereignis des näch­sten Jahres, der Olympiade, sein soll. Es gelte oarum, dem Sport neue Freunde und Sportler zu­zuführen. Auf die Olympiade einaehend sagte der Redner, daß hier der Welt bewiesen werden solle, was in Deutschland unter der Führung Adolf Hit­lers geworden sei. Damit könnten am besten die Lügenmeldungen des Auslandes abgetan werden, und so würden auch die Turner und Sportler ihr Teil am Aufbauwerk des Vaterlandes leisten. Er schloß mit einemGut Heil" seine Begrüßungs­ansprache. Nun folgten alle Abteilungen. Zuerst kamen die Schüler, Turnen ist uns Freude; dann die Schülerinnen mit Spiel und Tanz; Pferd und Schwedenbank wieder Schüler, Schülerinnen folg­ten mit Reigen, Schüler zeigten Freiübungen, dann ein lustiges Stück der SchülerinnenKüchendrago­ner", das sehr viel Beifall fand. Die Schüler am Stützbarren zeigten gute Leistungen. Die Gesangs- Abteilung sang zwei Lieder, dann kamen wieder Schülerinnen mit einem oberbayrischen Ländler. Die Jugendturner am großen Ring brachten schöne Hebungen und ernteten starken Beifall. Hierauf kamen die Altersturner, und das GeleitwortWir wissen, warum wir noch turnen" war hier am Platze. Stab- und Keulenübungen der Turnerin­nen zeugten von Geschicklichkeit und Freude am Sport. Die Schüler am Pferd zeigten die Einfüh­rung in das Geräteturnen. Die Kugelgymnastik der Turner wurde sehr gut vorgeführt und war für manchen etwas neues. Die Ehrung der Sieger und Siegerinnen vom Abturnen brachte große Freude, besonders bei den Kleinen. Den Höhepunkt des Abends brachten die Kunstfreiübung durch Schöffmann sowie die Reckübungen der Turner, bei denen Schöffmann die Olympia-Pflicht- unb Kürübung zeigte. Reicher Beifall lohnte alle Dor« führungen und war Beweis dafür, daß von allen das Beste geleistet wurde. Mit Sieg-Heil auf den Führer und dem Horst-Wessel- und dem Deutsch­land-Lied fand der schöne Werbeabend seinen Ab­schluß.

} Lollar, 25. Nov. Am gestrigen Totensonntag wurde unser ältester Mitbürger, Herr Hch Bierau, der im Alter von 89 Jahren in bei Chirurgischen Klinik zu Gießen verschied, unter reger Anteilnahme zu Grabe getragen. Der Ver­storbene, ein Mitbegründer der Feuerwehr, war lange Jahre als Bote bei den Buderus'schen Eisen­werken tätig und verrichtete noch bis in fein hohes Alter feine häuslichen Arbeiten selbst.

Lollar, 24. Nov. Dieser Tage fand in bet Bergschenke" eine Besprechung der Amtswal­ter der NSV. statt, zu der auch die Führer bet einzelnen Gliederungen erschienen waren. Im Mit­telpunkt des Abends standen interessante Ausfüh­rungen des Ortsgruppenamtsleiters der NSV. P t > trasch, in welchen er in eindringlichen Worten die bereits geleistete Arbeit würdigte und auf die künf­tige Aufgabe hinwies. Nur wenn jeder sich mii feiner ganzen Kraft und restlos für das große Wer! des Führers einsetze, sei die Vollendung gewähr­leistet.

§ Saubringen, 24. Nov. Von der Reicks- mütterschulung wurde hier ein Kursur über Erziehungsfragen und die Beschäftigung b« Kleinkindes eröffnet. Die Kursus-Teilnehmerinmi gehören der NS.-Frauenschaft, der Evangelische» Frauenhilfe und der Deutschen Arbeitsfront am Die zahlreiche Beteiligung machte die Einrichtunx eines Doppelkurses erforderlich.

<£ Daubringe n, 24. Nov. Gestern hielt tir Saale der Wirtschaft von Erb der hiesige Klein­tierzuchtverein seine diesjährige total? Vorprämiierungsschau ab. Die Schau nm mit über 200 ausgesuchten Tieren beschickt unä hatte regen Besuch zu verzeichnen. Heber do; Prämiierungsergebnis werden wir noch berichten

O Annerod, 24. Nov. In diesen Tagen wurde im hiesigen Gemeindewald mit den diesjährigen H o l z s ch l a g begonnen. Wie im veil­gangenen Jahr werden 950 bis 1000 Festmeter ge- schlagen. Hierdurch findet eine Reihe Ortseinwod ner für mehrere Wochen Beschäftigung.

ch Rödgen, 24. Nov. Am 24. bxro. 26. d. 5F- feiern die Eheleute Wilhelm Kraushaar in kör­perlicher Frische ihren 77. bzw. 74. ©eburtstag. S>t: Ehefrau wird am heutigen 24. November 74, Ehemann am 26. d. M. 77 Jahre alt. Beide koM'- ten vor kurzem das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Sie sind langjährige treue Leser des Gießenen Anzeigers.

A Harbach, 25. Nov. Am heutigen Montes begeht der Landwirt Jost Scheid in körperliche und geistiger Frische seinen 9 4. Geburtstag Herr Scheid ist unser ältester Orts einwob, ner und wohl auch der älteste Mann in der hieft gen Gegend. Er nimmt noch regen Anteil an aller Vorgängen unserer Zeit.

> Beltershain, 24. Nov. Beiderseits DH Straße nach Grünberg wird zur Zeit an mehrere Stellen in der Gemarkung nach Eisenerz g^ graben. Die Grabungen haben bis jetzt zu einen gewissen Ergebnis geführt.

Watzenborn - Steinberg, 24. Non Da unsere Gemeinde im kommenden Frühjahr einige größere Projekte, die zur Notwendigkeit fl? worden sind, ausführen muß, konnte die Bürger - steuer für das nächste Jahr nicht, wie Ursprung lich beschlossen, von 500 auf 300 v. H. gesenkt, sow dem von 500 auf 400 v. H. ermäßigt werben.

cxd Eberstadt, 24. Nov. Für das 9B t n ter' hilfswerk wurden hier 238 Zentner Kartoffel gespendet, die jetzt am Bahnhof Hof-Gill verladen wurden. Ein hiesiger Einwohner schlachtete Diep- Tage ein zur Zucht nicht mehr taugliches M u tt^

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Lieber 2 Minuten später zu Bett, als einen Abend ohne Chlorodont / t

An alle Vereine in Stadt und Kreis Gießen.

Die kreissührung des WHW. Gießen hak dieser Tage an alle Vereine in Stadt und kreis Gießen ein Schreiben des Kreisleiters Pg. Klostermann gesandt mit der Aufforderung, daß die Vereine aus ihren Mitteln Geld­spenden an das WHW. überweisen. Eine ganze Reihe von Vereinen Hal mit namhaften Spenden dieser Aufforderung Folge geleistet.

Dir rufen nunmehr die Vereine auf, die noch ausstehen, sich gleichfalls in den Dienst des WHW. zu stellen und dazu beizutragen, den Kamps gegen Hunger und Kälte siegreich durchführen zu können.

Die Kreissührung des WHD. Gießen.

Adolf-Hitler-Spende und Winterhilfswerk.

Bei der Durchführung der verschiedenen Sammlungen im Rahmen des WHW. finden sich vereinzelt Volksgenossen, die dem betreffenden Sammler einen Spenden­schein zur Adolf-Hitler-Spende der deutschen Wirtschaft vorzeigen und dabei zum Ausdruck bringen, daß sie damit von allen anderen Sammlungen entbunden seien. Das trifft für die Sammlungen im Rahmen des WHW. jedoch nicht zu. Der Stellvertreter des Führers hat bestimmt, daß der Spender der Adols-Hitler-Spende wohl von allen weiteren Sammlungen der Partei enthoben sei. Er nimmt dabei aber die Sammlungen des WHW. ausdrücklich aus.

Dieser Hinweis wird wohl genügen, um bestehende Unklarheiten zu beseitigen. Es ist weiterhin anzunehmen, daß der Volksgenosse, der sich dankenswerterweise an der Adols-Hitler-Spende beteiligt hat, auch für den Kamps gegen Hunger und Kälte sein Scherslein gern gibt.

Die Kreissührung des WHW. Gießen.

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