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r. 224 Erster Blatt
185. ZahrgMg
Mittwoch, 25. September 1955
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Wie die Litauer ins Memelland kamen.
Das Zeugnis der Geschichte über die erste deutsche Besiedelung des Memellandes.
Nur ein großer Dichter könnte das Schicksal dieses fi.emellandes gestalten, die ewige Not eines beut» iien Grenzoolkes, das erschütternde Ringen um in Bestand seines Lebens und seiner Kultur, die f übelungentreue in Tod und Flammen, in Not und 7ankheit, das große Sterben und Wiederaufer- chen. Die Geschichte dieses Memellandes ist der ikidensweg des ewigen deutschen Menschen, der nmer wieder für sein Leben und seine Güter kämp- im muß. Die Geschichte des Memellandes ist ein Russisches Beispiel hierfür, wie der deutsche Mensch
vor 1550 entstanden sind, haben deutsche, schalau- ische oder kurische Namen. Kein einziger trägt eine litauische Bezeichnung! Aber die germanische Urkraft dieses Landes ist wie ein starker Magnet, der alles mit zauberhafter Gewalt anlockt, was in die Nähe seines Feldes gerät. Vergeblich wenden sich die litauischen Fürsten an den Orden, um die Auswanderung der Litauer aufzuhalten und die widerspenstigen Ausreißer zurückzuholen. Nichts kann sie bewegen, die neu gefundene Heimat, in der sie Gastrecht genießen, preiszugeben. Sie verschmelzen
kerndeutschem Grenzboden die Arbeit ihrer Väter fortzuführen und zu vollenden. 1 7 0 0 0 Salzburger sind darunter, lauter kerndeutsche Menschen, Bauern und Handwerker, aber auch Litauer, denen man in deutschem Land wieder großmütig G a st r e ch t gewährt. Immer aber sind sie in der Minderheit, untergeordnet der deutschen Kultur, eingefügt in den großen Block der urdeutschen Bevölkerung. Als Gäste gerufen!
Unermeßlich, was die Deutschen des Memellandes im Verlaufe ihrer Geschlechterfolge erleiden mußten.
i zäher Arbeit und mit seiner unerschöpflichen haft ein Land erschließt, wie er seine Schulen und i rchen baut, wie er alles mit seinem deutschen Geist nb Wesen durchdringt, bis dann der Augenblick i»nmt, da man ihm das Werk seiner Hände mit rutaler Gewalt zu entreißen sucht.
Selten hat sich dieses deutsche Schicksal in seinem H schichtlichen Ablauf so eindeutig geoffenbart wie in ):r Geschichte des Memellandes: da ist von der vlesten Zeit an keine Spur von einer tauischen Urbevölkerung, nicht ein jjaud) litauischen Geistes. Kein einziger Litauer lebt i' diesem Urland. Die ersten Ansiedler, Menschen, te eine neue Heimat suchen, sind Angehörige ie 3 nordisch-indogermanischen Volks- lummes. Sie kommen aus *dem Westen und ntdecken" als erste das Land. Zahlreiche Funde c::s vorgeschichtlicher Zeit reden eine eindeutige (spräche. Es ist die Epoche, da sich das Germanen- fim in seiner Kraft und Jugendlichkeit, seinem fHöpferischen Drang auszudehnen beginnt, da es teulcmb sucht für diese überschüssige Kraft. Das $ emelland ist in der jüngeren Steinzeit en „Niemandsland" menschlicher Kultur. Dort also Klünden germanische Menschen als erste ihre Nie- drlassungen, bauen ihre friedlichen Hütten, leben ilrr germanisches Leben.
Machtvoll drängen die germanischen Stämme i n ter Bronzezeit nach Osten. Der deutsche 2 ensch erschließt auf seinem gewaltigen Vormarsch Mmer neuen Boden, besiedelt 200 v. Ehr. den gunzen Westen der Provinz Ostpreußen, erfüllt n;ue Kulturräume mit der Tiefe seines Gemüts, n.t der Kraft seines Herzens. Wo sind damals d e Litauer? Viele hundert Kilometer von ^eußen entfernt! Die Kurländer sind es, die sich mit den germanischen Einwanderern vermischen.
entstehen jene „Preuße n", ein harter, unbeugsamer deutscher Volksstamm, aus dem die Herrlichkeit des späteren Deutschen Reiches auf» st.ahlte über die ganze Welt. Vergeblich suchen mir eine litauische Spur. Immer sind es Germanen, b» den Osten besiedeln. Im 9. Jahrhundert gründen in: Memelgebiet die Wikinger eine Nieder- It'sung. Eine blühende Kultur entsteht unter ihrem gmfluß, eine Kultur von rein germanischer Prä- rting. Als zu Beginn des 13. Jahrhunderts d e r b utsche Ritterorden nach Preußen kommt, toten im Memelgebiet bis etwa in die Gegend füd- lih Memel die Schalauer, ein preußischer Volks- st mm, im nördlichen Teil die Kurländer und erst hnter den Kurländern wohnen die litauischen Loch am eiten. Das heutige Memelgebiet gehörte xum damaligen preußischen Gau Schalauen. Dieses butsche Land nimmt der deutsche Ritterorden in ftmen Besitz. Da ist weit und breit kein einziger Mauer zu finden! Deutsche erobern und besiedeln kerndeutsches Gebiet!
Die litauischen Scharneiten versuchen den deut- !c-cn Ritterorden in seiner Kolonisationsardeit zu Indern. Sie fallen raubend und plündernd in preu- tz^ches Gebiet ein — es beginnt jener heroische fcimpf um die Erhaltung christlich-germanischen foilturgutes, der im Ablauf der Geschichte deutlich diaoeist, aus welchem Eisen die preußischen Bewoh- MT des Memellandes geschmiedet sind. Sie vertei- ; tilgen ihre Kultur gegen die räuberischen Ueberfäüe Litauer mit unbeirrbarer Kraft. Im Jahre P.20 erklärt nach wechselvollen Kämpfen der deutsche £ ifer in Breslau, daß Schalauen zum Besitz )■ 5 Deutschen Ordens gehöre. Das Memel- -Miet, von Deutschen erschlossen und besiedelt, I eibt beim Orden. Im Frieden am Melno- (1422) wird die Grenze festgesetzt: es ist die Eurenze O st Preußens bis zum Jahre IIH9
Vrst zu Beginn des 15. Jahrhunderts kommen d e ersten Litauer ins Memelland — in em Lind, das sie vorher noch nie betreten hatten. Die eiien kommen als Siedler, die anderen sind Hals über Kopf, gehetzt und verfolgt auf der Suche nach liier neuen Heimat, aus ihrem eigenen Land über bi- Grenze geflohen. Sie hassen dieses Litauen, io sie wegen ihres christtichen Glaubens verfolgt, !r?chtet und unterdrückt Sie finden keinen Frie- d«n in ihrer Heimat und gehen darum über die Tcenze, um sich im Memelland niederzulassen. Uiib dieses deutsche Memelland nimmt d i e Flüchtlinge auf, duldet sie auf deutschem Bosin, gibt ihnen Arbeit und Brot, erschließt ihnen st- Schätze und Segnungen der alten deutschen Jjiltur Die litauischen Flüchtlinge kommen mit linier Welt in Berührung, die ihnen bisher völlig jrimb war, sie lernen die deutsche Sprache, sie beuchen die deutschen Schulen, sie verwandeln sich ns Litauern in Deutsche, sie vergessen ihre Heimat tfb bauen sich eine neue: als Gäste des beut» jc.en Memellandes.
Im Anfang ist die Zahl der zugewanderten trauer noch sehr gering Noch im Jahre 1410 findet sc, auf einer Namensliste unter 250 Per- Innen nur ein einziger Litauer! Ein .Siufling", wie man damals die litauischen Emi- jnnten nannte. Und di- Ortsnamen? Allp Orte, di-
Oie Brücke ins blutende Land.
Die Königin-Luife-Brücke bei Tilsit, die über die Memel ins Memelland fuhrt. (Scherl-Bilderdienst-M.)
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mit der deutschen Kultur, sie gliedern sich ein, helfen den altpreußischen Ansiedlern die Wildnis roden, werden nach und nach zu guten deutschen Christen.
Ein unergründliches Schicksal läßt dieses ewig ringende, kämpfende, leidende Land nicht zur Ruhe kommen. Aus Rußland droht zu Beginn des achtzehnten Jahrhunderts ein fürchterliches Gespenst. Mit tödlicher Sense mäht die Pest alles blühende Leben. Schritt für Schritt rückt sie näher und näher, überschreitet mit würgender Hand die Grenze und mordet Ostpreußens Bevölkerung. Zu Tausenden sterben die deutschen Menschen und Siedler einen qualvollen Tod, jäh herausgerissen aus der leuchtenden Fülle fruchtbarster Arbeit. Ganze Dörfer liegen leer und verlassen. Aus den verschmutzten Pestwinkeln eines kulturlosen Landes, aus den Elendhütten der endlosen russischen Steppen kroch wie eine ekle Spinne der lauernde Tod und vernichtete das mühsame Aufbauwerk schaffenden Fleißes.
Da greift Friedrich Wilhelm I. ein mit eisernem Willen. Er trommelt deutsche Menschen zusammen aus allen möglichen Ländern, ruft sie auf, an verödeter Stätte ein neues Leben zu bauen und läßt das Land wieder besiedeln. Von neuem bewährte sich in härtester Leidenszeit die unsterbliche, deutsche Kraft. Aus allen Gauen strömen deutsche Menschen zusammen, um auf ural -
Zuerst die Schrecken der Pest und dann — nach einer Atempause — der Siebenjährige Krieg! Was aus den Ruinen der Pest in zäher Arbeit, aus der unerschöpflichen Kraft deutschen Aufbauwillens entstanden war — wieder wird es vernichtet, erstickt, zermalmt. Die Brandfackel des Krieges lodert weit über das deutsche Memelland. Die Russen, unerreicht als barbarische Zerstörer und Schänder deutscher Kultur, ziehen sengend, plündernd und mordend durch die schwergeprüften Lande. „Die Ortschaft ist total ruiniert. Sie ist aus- geplünbert unb ihre Netze finb verbrannt. Nach- gehenbs hat bie hitzige Krankheit bergeftalt grassiert, baß 156 Personen • in Zeit von etlichen Wochen barin gestorben." So schilbert ein Augenzeuge bie Lage. Die „Hitzige Krankheit" — bamit ist ber Flecktyphus gemeint. Tausende deutscher Menschen gehen an dieser Krankheit zugrunde.
Tragisch ist das Schicksal dieses deutschen Grenzlandes, das immer wieder aufs schwerste heim- gesucht wurde und sich immer wieder aus eigenster Kraft erneuern mußte. Uebermenschlich die Vater- lanbstreue und bas Bekenntnis zum Deutschtum, bas jene Siedler im Blut, Feuer unb Tob heroisch ausharren ließ bis zum letzten Atemzug. Die solches vollbringen konnten, waren keine Litauer: es waren kernbeutsche, unbeugsame Männer, auserkoren, bie ewige Senbung bes Deutschtums auf bem Vorposten alter Väterkultur treu zu erfüllen.
Unser Bild zeigt denBahnhofvonMemel. Obwohl es sich um eine durch und durch deutsche Stadt handelt haben die Litauer auf dem Namensschild den litauischen Namen für Memel an die erste Stelle gesetzt. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
An Hindenburgs Geburtstag
Feierliche Neberführung des Sarges in die neuerbaute Gruft.
Berlin. 24. Sept (DNB.) Nachdem der Umbau des Tannenberg-Nationaldenkmals beendet ist, wird die U eberät) ru n g des verewigten Generalfeldmarschalls und Reichspräsidenten am 2. Oktober, seinem 88. Geburtstag, um 10 Uhr vormittags aus dem Eckturm, in dem der Sarg provisorisch beigefeht war, in die ne verbaute Gruft im Mittelturm erfolgen. Die Veranstaltung, zu welcher der Reichskriegsminister Ehrengäste der staatlichen Behörden, der Partei und der alten Armee eingeladen hat, findet in Form einer militärischen Trauerfeier mit Feldgottesdienst statt. Sie wird durch Rundfunk übertragen. Die Behörden des Reiches, der Länder und der Gemeinden werden aus diesem Anlaß am 2. Oktober h a l b m a st flaggen. 3n den Standorten der Wehrmacht und in den Schulen wird der Bedeutung des Tages gedacht werden.
Zerplatzte litauische Wahlversammlungen.
Memel, 24. Sept. (DNB.) Der litauische Block hatte seine Anhänger in Plicken zu einer Versammlung einberufen, zu der auch der frühere Außenminister Dr- Jaunius, ber frühere litauische Gesanbte in Berlin, Szibzikauskas, fast das gesamte Direktorium unb bie Spitzenkanbibaten ber litauischen Liste erschienen. An ber Versammlung nahmen etwa 300 Personen aus ber Umgebung teil. Als ein Mitglied des Direktoriums seine Rede in litauischer Sprache beendet hatte, würbe aus ben Reihen ber Zuhörer eine beut- s ch e Uebersetzung geforbert. Da dies verweigert würbe, verließen 90 v. H. ber Teilnehmer bie Versammlung, so baß nur noch 20 bis 30 Personen zurückblieben. Der Kanbibat ber Einheitsliste, S u h r a u, forderte draußen bie weit über 250 Teilnehmer, bie bie Versammlung verlassen hatten, auf, ben Versammlungsort ruhig unb diszipliniert zu verlassen, was auch unverzüglich unter Absingen eines memelländischen Fischer- liebes geschah. In biefem Augenblick griffen zahlreiche Polizeibeamte ein unb nahmen ohne ersichtlichen Grunb neun Memellänber in Haft.
Einen ähnlich kläglichen Verlauf nahmen am selben Tage noch anbere Wahlversammlungen, so u. a. in Karkelbede, Kreis Memel, wo ber litauische Nebner ebenfalls aufgeforbert würbe, seine Ansprache in beutscher Sprache zu halten. Aks er bies nicht tat, verließen alle Anwesenben bis auf ein altes Ehepaar bas Lokal, so baß bie Versammlung geschlossen werben mußte. In Wischwill sollten ber frühere ßanbespräfibent Reizgys und ber Lanbesdirektor Schwi11us sprechen. Beide fanden ben Versammlungssaal jeboch völlig leer. Nicht eine einzige Person war erschienen.
Neue Vauernrevolten in Litauen.
K o w n o , 24. Sept. (DNB.) Aus Litauen kommen roieber Melbungen über Bauemausschreitun- gen. In Graszischki kam es zwischen revol- tierenben Bauern unb ber Polizei zu einer Schießerei, wobei brei Bauern schwer verletzt würben. Einer ber Verletzten ist gestorben. Tags- zuvor wollte bie Polizei einige Räbelsführer verhaften, bie zur Fortsetzung bes inzwischen nieber- aeschlagenen Streiks aufgeforbert hatten. Die Bauern setzten sich zur Wehr, fo baß bie Poli - z e i unverichteter Sache abziehen mußte. Als ein verstärktes Polizeiaufgebot zur Verhaftung ber Räbelsführer schritt, feuerten bie Bauern auf bie Polizei, worauf bie Polizei auch Gebrauch von ber Schußwaffe machte. Auch im Kreise Schaki flackern bie Bauernunruhen erneut auf. Ein Regierungsbeamter erschien unb versuchte, eine Ansprache an bie Bauern zu richten. Daran würbe er aber mit Gewalt verhinbert. Immer wieher werben kommunistische Agitatoren festgestellt, bie von Dorf zu Dorf ziehen unb bie Bauern zum Boykott aufforbern.
Ein lettischer Staatsanwalt betz^.
In Riga, der Hauptstadt Lettlands, sind kürzlich von dem dortigen Bezirksgericht, fünf junge Deutsch-Balt en die die lettische Staatsangehörigkeit besitzen, zu Gefängnis st rasen verurteilt worden, weil sie angeblich mit Hilfe einer verbotenen Partei deutsche Bevolkerungsteile gegen ben lettischen Staat aufgeheßt hätten. Wir haben keinen Anlaß, uns in bie inneren Verhältnisse Lettlanbs einzumischen, unb müssen, bas Urteil bes Gerichtes als solches hinnehmen. Der Umstand jedoch, daß der die Anklage vertretende Staatsanwalt in seiner Rede erklärte, daß die Ziels der Nationalsozialistischen Partei in jedem Falle feindselig gegen ben lett» länbischen Staat unb bas lettlänbische Volk feien, forbert zu schärfstem Protest heraus. Der Führer unb Reichskanzler hat wieberholt erklärt, baß bieAchtung vor frembemVolks- tum ein nicht zu erfchütternber Grunbsatz ber nationalsozialistischen Politik sei. Die Aufrichtigkeit bes Führerwortes konnte bisher roeber burch bie Ereignisse, noch kann sie burch bie unverschämte Rebeweise eines hetzenben Staatsanwalts in Zweifel gezogen werben.


