Ausgabe 
25.6.1935
 
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Aus aller Well

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Der Univerlitätsbund Marburg hielt seine diesjährige Hauptversammlung ab. Aus dem Jahresbericht, den Geschäftsführer Prof. V e r s e e anschließend an Begrüßungsworte des Vorsitzenden, Geheimrat Haeuser (Höchst), erstattete, ist

Hilfskorps. Nach dem Kriege erhielt er Adelstitel verliehen sowie eine Dotation 30 000 Pfund Sterling. 1921 wurde er zum neralgouverneur von Kanada ernannt. Nach lauf seiner Amtszeit wurde er Polizeipräsident London.

Casilgliones kunstschähe beschlagnahmt.

pariser Kongreß derJntemaiionalen Handelskammer

Kunst und Wissenschaft

Jahreshauptversammlung des Marburger Universitatsbundes.

...........zu entnehmen, daß der Mitgliederstand des Bundes jetzt 2555 gegen 2533 im Vorjahr beträgt. Die Auf- rechtsrhaltung der Verbindung der Universität mit ihren in allen deutschen Gauen wohnhaften frühe­ren Schülern sei besonders aus dem Grunde wich­tig, der Universität immer neues Blut zuzuführen. Die Festversammlung trug die seit einigen Jahren übliche Form eines akademischen Festaktes. Nach dem feierlichen Einzug der studentischen Chargierten und des akademischen Lehrkörpers sprach der Vor­sitzende des Bundes, Geheimrat H a e u s e r (Höchst). Da die Mittel des Staates für die Aufrechterhal­tung der wissenschaftlichen Forschungsarbeit außer­ordentlich knapp bemessen feien, habe der Bund

durch Bereitstellung von Mitteln vielfach nutzbrin­gend eingreifen können. Auch in diesem Jahre habe 1 er wieder einen erheblichen Betrag für Wissenschaft- ! liche Forschungsarbeiten bewilligt. Die im Mittel- ' punkt der Festversammlung stehende Festrede des ' Vrofessors für Geographie Dr. phil. Schultze (Jena) war umrahmt von Darbietungen eines 1 Streichquartetts. Professor Schultze (Jena) sprach überDie Gedankenwelt der Indianer". In außer- 1 ordentlich fesselnder Weise berichtete er über seine : Forschungen bei den Hochlanüindianern Mexikos, Salvadors und Guatemalas. In einem Schluß­wort übermittelte der Universitätsrektor Professor Baur dem Universitätsbund den Dank der Phi­lipps-Universität, die ihre großen Aufgaben nur mit Unterstützung des Bundes erfüllen konnte. Er schloß mit einem Siegheil auf den Führer.

Einweihung des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Metallforschung in Stuttgart.

Im Rahmen ihrer diesjährigen 24. Hauptver­sammlung, die die Kaiser-Wilhelm-Gesell- schäft zur Förderung der Wissenschaften in (Stutt­gart abhält, fand in dem neugeschaffenen Versamm­lungsraum des wieder aufgebauten Ostflügels im Alten Schloß die Einweihung des Kaiser- Wilhelm -Instituts für Metallfor- fchung in Stuttgart statt. Ministerpräsident und Kultusminister Mergenthaler begrüßte die Versammlung, insbesondere den Präsidenten der Gesellschaft, Geheimrat Professor Dr. Planck, der als deutscher Forscher wesentlich mit dazu bei­getragen habe, dem Ansehen des deutschen Geistes und der deutschen Wissenschaft Weltgeltung zu Der- schaffen. Für den Nationalsozialismus fei es selbst­verständlich, daß Deutschland in seinem Lebensstand auf allen Gebieten die Höchstleistung anstreben müsse. Nationalsozialistische Gesinnung, Charakter und Leistung sollen Zusammenwirken. In diesem Sinne wünschte der Redner dem neuen Institut und seiner Arbeit vollen Erfolg. Im Namen der Stadt Stuttgart begrüßte Oberbürgermeister Strölin die Festversammlung. Geheimrat Professor Dr. Planck dankte dem Oberbürgermeister für die Ehre, aus seinen Händen das Institut entgegen­nehmen zu können. Die Hauptsache sei der Geist, der in tiefem neuen Institut herrschen soll, der Geist der wissenschaftlichen Forschung für unser deutsches Vaterland. Dieses Ziel beständig zu verfolgen, soll unser Gelöbnis sein. Der Rektor der Technischen Hochschule Stuttgart, Professor Dr. Stortz, be­rührte in seiner Ansprache die enge Verbindung, die in Zukunft zwischen dem neuen Institut für Metallforschung und der Technischen Hochschule be­stehen soll. Dr. P f i tz n e r (Breslau) sprach über Die wirtschaftliche Bedeutung des neuen Instituts. Die Ansprache klang in ein Sieg-Heil auf den Führer aus.

Der Glasmaler Professor Fritz Geiger f.

Der durch seine Glasmalereien weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte Professor Dr. h. c. Fritz Geiger ist in Freiburg im Alter von 82 Jahren plötzlich g e st o r b e n. Zu Ehren des Verstorbenen, der Ehrenbürger der Stadt Frei­burg war, fand eine Trauersitzung der Ratsherren statt. Zahlreiche deutsche Dome verdanken dem Ver­storbenen die Erhaltung wertvoller Glasmalereien, so u. a. der Freiburger Münster und der Dom zu Metz. Prachtvolle Mosaiks schuf Geiger im Kölner Dom und im Münster zu Bonn.

Line Kundgebung deutsch-nordischen Geistes. Weihespiel am Lübecker Holstenlor.

Zu einer eindrucksvollen Kundgebung deutsch-nordischen Geistes geftaltete sich der Weiheakt, mit dem Lübecks altberuhmtes Wahr­zeichen, das Holstentor, feiner neuen Bestim­mung als Wehrmuseum und Denkmal heimischer Kraft Übergeben wurde. An der Feier nahmen teil der Lübecker Senat, die Vertreter der Wehr­macht, Reichsleitqx Rosenberg,Jonne zahlreiche andere Vertreter der Regierung und Gaste aus den nordischen Ländern. Es war etn schöner Gedanke, die Weihe des Holstentores durch die Aufführung eines ^elttvieles zu vollziehen, das die heldische Gesinnung s-iert und verkündet. Wolfgang Schultz bat in seinem SpielDes Todes und des Leben- Reigen" die U-b-rwindung des Todes durch den Geist wahren Heldentums dargestellt D,e Feier wurde durch einen großen Zapfenstreich bei F beleuchtung beendet.

Deutschlandfahrt steht unter dem Gesichtspunkt 100 Jahre deutsche Eisenbahn, 50 Jahre deutscher Kraftwagen, Eröffnung der ersten Strecke der Reichsautobahn und Gründung der ersten deutschen Luftschiffreederei".

entgegenkommend und leisteten ihm die notwendige Hilfe.

Vier Bergffelger In den Alpen tödlich abgestürzt.

Zwei Innsbrucker Bergsteiger, der Beamte Kurt Friedel und seine Begleiterin Waltraut Kle- ment, kehrten von einer Klettertour in den Stubaier Alpen nicht zurück. Eine Rettungsexpedi- tion fand die Leichen der beiden Bergsteiger am Fuße des Schlicker-Nordturmes auf. Die beiden Ab- gestürzten waren bekannte und geübte Kletterer.

Im Säntis-Gebiet in der östlichen Schweiz wurde eine dreiköpfige Touristengruppe vom Stein- schlag getroffen. Der 30jährige, aus St. Gal­len stammender Führer der Gruppe st ü r z t e ab und riß seine 19jährige Begleiterin mit sich in die Tiefe. Beide waren sofort t o t; Der dritte Teilnehmer der Kletterpartie konnte sich im letzten Augenblick noch festhalten und blieb unverletzt.

10 000 Reiher

in einem amerikanischen Schutzgebiet verbrannt.

In einem einsamen Waldgebiet bei Beaufort in Nord-Karolina brach ein Brand aus, dem an 10 000 Reiher zum Opfer fielen. Man glaubt, daß das Feuer durch achtloses Wegwerfen von Zigarettenstummeln entstanden ist. Von den umgekommenen Vögeln waren ungefähr 7500 noch nicht flügge. Auf Der Suche nach ihren Jungen verbrannten hunderte der älteren Reiher mit. Der niedergebrannte Wald war ein Schutzgebiet für Reiher, da man deren Ausrottung befürchtete.

Wolkenbrüche in Schottland.

Gewaltige Wolkenbrüche entluden sich über einem Teil Schottlands. Am meisten wurde Glas­gow getroffen, wo ganze Stadtteile über­schwemmt wurden und stundenlang unter Wasser standen. In vielen Häusern wurden die Erdgeschosse überflutet, so daß sich die Einwohner in Sicherheit bringen mußten. In einigen Straßen stand das Wasser bis zu ein Meter hoch. Mehrer Häuser mür­ben durch Blitzschlag getroffen.

Schweres Flugzeugunglück in Kolumbien. 16 Tole, 5 Schwerverletzte.

Bei Cali in Kolumbien stießen zwei Flugzeuge zusammen. Dabei wurden 16 Personen getötet und 5 schwer verletzt. Beide Maschinen gin­gen sofort in Flammen auf. Mehrere Insassen verbrannten bis zur Unkenntlichkeit. Das eine Flugzeug, das von dem bekannten südamerika­nischen Flieger Samper gesteuert wurde, gehörte der Südamerika-Kolumbien-Fluglinie, das andere der Scadia-Linie.

Line Rheingoldprägung der Fürstbischöfe von Worms.

In den Besitz des Museum der Stadt Worms ge­langte vor kurzem ein Prägestempel für Rheingoldmünzen, wie sie von Mannheim und Speyer bekannt sind. Der Wormser Prägestem­pel zeigt die Stadtansicht. Unter der Stadtansicht steht die Bezeichnung Worms und die Jahreszahl 1772. Abschläge dieses interessanten Prägestempels, also fürstbischöflich Wormser Rheingolddukaten, sind bis jetzt noch nicht bekannt geworden. Für die Ge­schichte der Rheingoldprägung ist der Wormser Prägestempel von hohem Interesse.

Paris, 24. Juni. (DNB.) Am Montag wurde der 8. Kongreß der Internationalen Han­delskammer im großen Hörsaal der Sorbonne feierlich eröffnet. In Anwesenheit des Präsidenten der Republik und von etwa tausend Vertretern der Wirtschaft aus vierzig Staaten begrüßte Staatssekre­tär B l a i f o t die Teilnehmer im Namen der fran­zösischen Regierung. Nach der Ansprache des Prä­sidenten der Internationalen Handelskammer D e n - tener van 23Xiffingen, die die Struktur- Wandlungen des Welthandels in den letzten beiden Jahren und die durch diese Aenderung bedingte künftige Entwicklung des Wirtschaftslebens behan­delte, berichtete der Generalsekretär der I. H. K., Pierre Vasseur, über die Tätigkeit der Inter­nationalen Handelskammer seit 1933. Der Präsident des Kongresses, Ren6 P. D u ch e m i n, betonte den unerschütterlichen Willen der Wirtschaftler aller Länder zur Wiederherstellung gesunder und nor­maler Wirtschaftsverhältnisse zus ammenzu ar­beit e n. Die Wohlfahrt aller Länder hänge mit der Wiederbelebung des Welthandels, mit der Stabilität der Währungen und dem Abbau der Handelshemmnisse eng zusammen.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Infolge der sehr starken Erwärmung über dem europäischen Festland kam es bereits am Montag auch in unserem Gebiet zum Auftreten der ersten Gewitter. Inzwischen hat sich das heitere Wetter über Deutschland allgemein wieder durchgesetzt und wird heute noch sehr ansteigende Temperaturen bringen. Schon durch diese Entwicklung und gleich­zeitige Kaltluftzufuhr in der Höhe ist Gewitter­neigung bedingt. Doch befindet sich die Wetterlage in neuer Umgestaltung, die auch für später hinaus einen Witterungsumschwung in Aussicht stellt.

Aussichten für Mittwoch: Heiter bis wolkig, tagsüber recht warm und schwül, vielerorts Gewitter, veränderliche Winde.

Aussichten für Donnerstag: Mit Ge. mittertätigfeit Uebergang zu unbeständigem, doch zunächst noch schwülem Wetter.

Lufttemperaturen am 24. Juni: mittags 27 Grad Celsius, abends 20,8 Grad; am 25. Juni: morgens 19,7 Grad. Maximum 29,7 Grad, Minimum 15,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. Juni: abends 22,5 Grad; am 25. Juni: morgens 19,4 Grad. Sonnenscheindauer 10,4 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton Dr Hans Thnnoi für Den übrigen Teil i. 23.: H. L. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für Den Inhalt Der Anzeigen. Theodor Kümmel. DA. V. 35: 10151. Druck und Verlag: Brühl iche Universitäts-Buch- and SteinDruckerei

R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit her Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis: 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf mehr

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.

Im Zusammenhang mit den Sparmaßnahmen des Senats der Freien Stadt D a n z i g hat der S e n a - tor für Soziales, v. Wnuck, sein Se­natorenamt niedergelegt. Die Leitung der na Soziales hat fortan der Staatskommissar Wohlfahrtsabteilung, Senator B a tz e r, mit-

internationale Werberegelung die Voraussetzung für ehrlichen Wettbewerb im Kampf um den Absatz­markt in der Welt". Der Vortragende führte hierzu aus, daß die freie Entfaltungsmöglichkeit der Leistungsfähigkeit, die eine Vorbedingung für die gesunde Entwickelung der Wirtschaft eines Volkes und der Welt ist, besonders häufig auf dem Gebiete der Wirtschaftswerbung durch e h r - widrige Werbung beeinträchtigt werde. Es müsse das Streben aller Wirtschaftenden sein, die Sorge für die Ehrbarkeit in der Werbung nicht von Fall zu Fall jeweils einem Geschädigten $u überlassen, sondern das wirtschaftliche Ethos m seiner Gesamtheit zu fordern. Es werde daher angeregt, einen internationalen Ausschuß zu bilden, der zunächst die Mißstände auf dem Gebiete der Werbuna untersuchen und Maßnahmen 3U ihrer Bekämpfung erwägen solle. Aus diesem Ausschuß solle sich dann eineInternationale Werbeschiedsstelle" bilden, die auf die Werbesitten erzieherisch wirken und gegen ehr­widrige Werbung außergerichtliche Maßnahmen ergreifen solle.

Sir Arthur Balfour (England) wies nach, daß die Konkurrenz der Länder mit niedrigerem Lebensstandard nicht etwas grundsätzlich Neues dar­stelle. Der Redner erinnerte dabei an den gewal­tigen industriellen Aufschwung Deutschlands vor dem Kriege, der anfangs auf einem niedrigeren Lebensstandard als dem Großbritanniens und Der Vereinigten Staaten von Amerika beruht habe. Jetzt greife Japan mit Hilfe der modernsten Maschinen in die Ausfuhr ein. Japan fei einer der größten Käufer für Wolle, Baumwolle und andere Rohstoffe, bald auch für Fertigfabrikate. Sein Markt dehne sich sehr aus. Dazu komme noch die Tatsache, daß Japan Waren angemesse­ner Qualität für weite Kreise des Binnen­marktes zu Preisen Herstellen könne, die für f i e erschwinglich sind. Dadurch weite es den Weltmarkt allgemein aus und schaffe neue Bedürfnisse, die dann durch die älteren In­dustriestaaten befriedigt werden könnten. Der Welthandel sei heute in einer verzweifelten Lage, weil jedes Land den Nationalismus bis zum äußersten treibe und den normalen Verlauf wirt­schaftlicher Beziehungen dadurch unterbinde. Ein freierer Umlauf von Gütern und Dienstteistungen sei der einzige Weg, auf dem man hoffen könne, den hohen erreichten Lebensstandard auch weiter zu erhalten oder die Hilfsquellen, die noch der Ent­wicklung harren, zu entfalten.

Der Präsident der I. H. K., Fentener van Vlif- fingen, legte dem Kongreß einen umfangreichen BerichtWirtschaft von heute" vor, der die Struk­turwandlungen des Welthandels feit 1933 wieder- gibt. Man habe Versteck gespielt hinter den Repa­rationsverpflichtungen, die nie zu erfüllen, und hinter den Kriegsschulden, die nie zu bezahlen waren. In einigen Ländern seien Erleichterungen zu verspüren, aber in den meisten Fällen gleiche die örtliche Besserung keineswegs die ständig wach­sende Komplikation des internationalen Zahlungs­verkehrs aus. Es nütze nichts, wenn einige Länder große Opfer bringen, um eine Anpassung ihrer Produktionskosten an die gesunkenen Preise durch einen Deflationsprozeß zu fordern, während gleich­zeitig andere Länder neue Preissteigerungen durch Währungsmanipulationen hervorriefen. Solange die Unsicherheit im Geldwesen anhalte, werde der Druck auf die Preise bestehen bleiben. Solange sich der Industrielle und der Handelstreibende bei jedem Schritt auf (Eingriffe. von Regierungsseite gefaßt machen müsse, roeroe sein Unternehmungs­geist nicht neuerstehen.

Der Präsident des Werberates der deutschen Wirtschaft, Ministerialdirektor i. e. R. Ernst Reichard, sprach über das Thema

Der Rotkreuz-Tag in Berlin.

In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste wurde am Sonntagmittag durch den Oberbürgermeister der Reichshauptstadt Dr. Sahm im Ehrenmal Unter den Linden zum Gedenken an die toten Helden des Weltkrieges ein Kranz niedergelegt. Sodann stellte sich auch der Oberbürgermeister in den Dienst der Wohltätigkeit und begann sofort, ebenso wie die Führerin des Reichsfrauenbundes Frau Scholtz- Klink, mit der Sammeltätigkeit.

Zum Abschluß des Roten-Kreuz-Tages sand am Abend in der Philharmonie ein Festkonzert des Philharmonischen Orchesters unter Leitung von Eugen Jochum statt, bei dem als Solist Edwin Fischer (Klavier) mitwirkte. Der Veranstaltung wohnten auch der Reichsinnenminister Dr. Frick und der Reichskriegsminister von Blomberg bei. In den Ranglogen sah man Vertreter des Diplomatischen Korps, während in der Parkettloge der Oberbürgermeister und Reichsfrauensührerin Frau Scholtz-Klink Platz genommen hatten. Vorn Roten Kreuz waren fast alle führenden Herren, unter ihnen Obergruppenführer Dr. H o ch e i s e n, anwesend.

Reichstreuefahrt der deutschen Kraftfahrer zum Reichskriegertag in Kassel.

Anläßlich Des 5. Deutschen Reichskriegertages vorn 6. bis 8. Juli 1935 veranstaltet der DDAC. in Verbindung mit dem Landesverkehrs­oerband Hessen- Waldeck eine Reichstreue, fahrt als Zeichen des Dankes an den Führer für die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht. Teil­nahmeberechtigt find alle deutschstämmigen Kraft­fahrer, die den Reichskriegertag mit ihren Per- sonenwagen oder Motorrädern besuchen wollen, ohne Zwang der Zugehörigkeit zu einem Verband ober Klub. Die Reichstreuefahrer erhalten eine Pla­kette auf Eichenholz aus dem Reinhardswald, dem deutschen Ur- und Märchenwald der Brüder Grimm. Die Fahrtteilnehmer müssen spätestens am Samstag, 6. Juli zwischen 8.und 22 Ubr an der Zielkontrolle R-ngstraße Kassel einge­troffen fein, wo auch die Cinnerungsgabe ausge- händigt wird. Nennungen sind zu richten an den DDAC., Kassel, Wolfschlucht 8a. Das Nennungsgeld von 2,50 Mark ist mit der Nennung sofort zu über­weisen auf das KontoReichstreuefahrt bet der Städtischen Sparkasse in Kassel".

Zwei deutsche Freiballons in Belgien gelandet.

lieber die Landung des deutschen Ballons Essen II" bei Ostende liegen jetzt nähere Einzel­heiten vor. Der Ballonführer Tode teilte mit, daß der Ballon völlig normal an der Küste von Ostende niedergegangen sei, im letzten Augenblick aber von einer Boe erfaßt und a ufs M e e r getrieben worden fei. Der Ballon ist unbe­schädigt. Die Behörden von Ostende haben' bei der Bergung jede 5)Ufe* geleistet.

Der BallonDeutschland", der ebenfalls in Gelsenkirchen aufgestiegen war, landete amSonn­tag um 23.15 Uhr bei Putte nordöstlich von Me- cheln. Die Landung ging glatt ponftatten. Der Ballon ist bereits verpackt und wird alsbald nach Deutschland flurüefbefötbert. Die belgischen Be- horben waren dem Ballonführer gegenüber sehr

Die Wiener Polizei hat jetzt einen großen Teil der wertvollen Kunstschätze des früheren Wiener Bankiers C a st i g l i o n e, der die österreichische Wirtschaft erheblich geschädigt hatte und auch vor Jahren in Deutschland fein Unwesen trieb, b e schlagnahmt. Die Schätze waren in 40 Kisten bereits zur Bahn gebracht, von wo sie als Fracht­gut nach Mailand, wo Castiglione jetzt lebt, ge­schafft werden sollten. Die Beschlagnahme erfolgte auf Grund einer Strafanzeige eines Grazer Bankhauses bet der Wiener Wirtschaftspolizei, das Castiglione der Exekutionsvereitelung beschuldigte. Castiglione war seinerzeit aus Oesterreich geflohen. Sein Name spielte auch im Rintelenprozeß eine Rolle, in dem sein Diener R i p p o 1 d i als Zeuge auftrat.

Zugzusammenstoß in Rio de Janeiro.

Infolge dichten Nebels stießen zwei Dorortzüge der Brasilianischen Zentralbahn in einem Außen­bezirk Rio de Janeiros zusammen. Bei dem Unglück wurden drei Personen getötet und etwa 20 verletzt. Durch den Zusammenstoß der beiden Züge wurden die Gleise so blockiert, daß sämtliche von außerhalb kommenden Bororhüge auf der Strecke liegen bleiben mußten. Die Betriebsstörung löste lebhafte Proteste der Fahrgäste aus, die zur Arbeit in bas Innere ber Stabt fahren wollten. Auf einem Vorortbahnhof versuchte die Menge, den Bahnsteig zu stürmen, so daß die Polizei eingreifen und Ordnung schaffen mußte.

Rekordfahrt

der Stromlinienlokomotive HamburgBerlin.

Die zweite Stromlinienlokomotive der Deutschen Reichsbahn hat auf einer von der Loko- motivversuchsaoteilung Berlin-Grunewald im Bei­sein der Mitglieder des Reichsbahnlokomotioaus- fchusses veranstalteten Probefahrt ein glänzen­des Ergebnis erzielt. Sie wurde auf der Strecke BerlinHamburg vor einem D-Zug von rund 200 Tonnen erprobt. Nachdem während eines großen Teiles der Fahrt mit 165 bis 175 Kilo­meter Stundengeschwindigkeit gefah­ren worben war, wurde auf. der Rückfahrt nach Berlin eine Höchstgeschwindigkeit von 191,7 Kilo­meter erreicht. Wenn man von den Fahrten auf der Marienfelder Versuchsstrecke mit elektrischen Versuchsfahrzeugen Anfang dieses Jahrhunderts absieht, so ist diese Geschwindigkeit bisher von keinem anderen für den praktischen Betrieb brauch­baren Schienenfahrzeug erreicht worden.

Geheimrat- Schlrokauer in Amsterdam festgenom­men. Das Lnoe eines internationalen Hochstaplers.

Dank ber engen Zusammenarbeit der Rauschgift- zentralen Madrid, Amsterdam, Rotterdam, Bar­celona, Wien, Wiesbaden und Berlin konnte jetzt der im Frühjahr d. I. aus Barcelona geflüchtete und von fast allen europäischen Polizeibehörden wegen Opiumvergehens, Heiratsschwin­dels, Hotelbetrugs und anderer Betrüge­reien gesuchte 43jährige angeblicheGeheimrat" Friedrich Schirokauer in einem Krankenhaus in Amsterdam ermittelt und hinter Schloß und Riegel gebracht werden.

Discount Byng of Bimy f. Lin verdienter britischer Heerführer im Weltkriege.

Ein bekannter britischer Heerführer aus dem Weltkrieg, Discount Byng of Dimy ist im Alter von 73 Jahren g e ft o r b e n. Lord Byng hat eine glänzende militärische Laufbahn hinter sich und nahm nach Beendigung des Krieges meh­rere hohe Derwaltungsposten ein. Nach einer kurzen Dienstzeit in Indien war er in den Jahren 1899 bis 1902 in Südafrika, wo er am Feldzug aegen die Buren teilnahm. Don 1910 bis 1912 hatte er ein Kommando in Aegypten inne und wurde nach Ausbruch des Weltkrieges zum Kom­mandeur der 3. Kavallerie-Division in Frankreich ernannt. Seinen Beinamen Dimy erhielt er für die Eroberung der Höhe von Dimy im April 1917. Er hat im Kriege u. a. ein Korps vor den Dardanellen kommandiert und später das kanadische

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