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stützt wurden 46 Familien mit 146 Personen, und zwar durch Lebensmittel und andere Waren im Werte von 733,42 RM

Kreis Alsfeld

* Decke nbach, 25. April Der am zweiten Ofterfeiertag, dem Hochzeitstag seines Sohnes, bei Arbeiten im Pferdestalle von einem Pferd gegen den Unterleib gejchlagene und mit schweren Ver­letzungen in die Chirurgische Klinik zu Gießen ein­gelieferte Landwirt Grob von hier ist in der letz­ten Nacht in der Klinik zu Gießen seinen schweren inneren Verletzungen erlegen

# Ober-Ohmen, 24. April Im hiesigen Rat­haus fand gestern die öffentliche Verdingung der Gemeindewiesen statt. Ferner beschäftigte man sich mit der Ausführung der in Gang befind­lichen Notstandsarbeiten und mit der Frage der Herbeischaffung des notwendigen Steinmate­rials. Die Anfuhr des Materials im Lohn zu ver­geben würde die Gemeindefinanzen untragbar be­lasten. Bürgermeister Horst wies darauf hin, daß es notwendig fei, im Interesse der Gemeinschaft Opfer zu bringen. Eine stattliche Anzahl Einwohner meldete sich daraufhin zu unentgeltlichen Fuhrlei st ungen und anderen damit verbunde­nen Arbeiten. Um der bestehenden Fu tt ermit­tel kn appheit zu steuern, wurden die grasbe­standenen Gemeindefeldwege öffentlich versteigert, so daß der W e i d e a u f t r i e b beginnen kann

<£ Nieder-Ohmen, 23. April Anläßlich des 4 6. Geburtstages des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler veranstaltete die hiesige Ortsgruppe der NSDAP, im Ziegen- hainschen Saale eine schlichte Feier. Nach dem Ein­marsch der Fahnengruppen der DAF, der HI., des BdM., des Jungvolkes und des Kyffhäuserbundes hielt Ortsgruppenleiter Pg. Erb eine kurze An­sprache. Hieran schloß sich ein GedichtvortragMein Führer" von Iungmädel Erb. Mehrere Musik­vorträge verschönerten die Feier. Mit dem Gesang des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes und dreifachemSieg-Heil!" aus den Führer fand die Feier ihren Abschluß

-. - Homberg, 24. April. Zur Feier des Ge­burtstages des Führers und Kanz­lers versaminelten sich die Organisationen der Partei und zahlreiche Einwohner unseres Städt­chens in der Stadthalle. Der stellvertretende Orts- gruppenleiter Ihm sprach über die Bedeutung des Tages und würdigte insbesondere dis großen Taten unseres Führers Adolf Hitler. Am Schluß feiner Rede brachte er ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer aus HI. und BdM. brachten Sprech­chöre und Gesänge zu Gehör, die die Feier ver­schönten. Anschließend sprach Pg. Geißer in längerer Rede über das Wirken und Schaffen des Führers. Seine Worte klangen aus in dem Gelöb­nis, dem Führer allezeit die Treue zu bewahren. Mit dem gemeinsamen Gesang des Horst-Wessel- Liedes fand die Feier ihren Abschluß.

cvd Haarhausen, 24. April. Auf unserem Friedhof steht ein interessanter G r a b st e i n aus dem 17. Jahrhundert. Er stammt aus der P e st z e i t, ist 1,5 Meter hoch und 1 Meter breit. Der Sandstein, kunstvoll behauen, wird von zwei Engeln flankiert, denen aber leider die Köpfe feh­len! Auf der Vorderseite des Steines sind fünf Mädchen und vier Knaben in der Tracht der da­maligen Zeit abgebildet. Die Witterungsunbilden haben leider von den Inschriften des Steins nicht allzuviel übrig gelassen. Nur der Anfang der Anfang der schriftlichen Aufzeichnungen ist noch einigermaßen kenntlich.Hier ruhen die Gebeine des weiland Johannes Benners Kinder. ..." steht zu lesen. Die Namen der Kinder und Trostsprüche, die nur noch fragmentarisch sind, füllen die übri­gen Flächen der Vorderseite. Auf der Rückseite des Steines sind Bibeltexte eingemeißelt, die not gut erhalten sind, da der Stein etwas geneigt steht und die Rückseite nicht so sehr den Witterungsunbilden ausgesetzt war. Der Stein läßt in seiner Gestal­tung und Bearbeitung eine künstlerisch schaffende Hand erkennen.

Kreis Lauterbach.

Lauterbach, 24. April. Unter starker Be­teiligung der Bevölkerung wurde am Samstag auch in unserer Stadt der Geburtstag des Füh­rers gefeiert. Die Häuser trugen reichen Flaqgen- schmuck. Die Angestellten und Beamten des Kreis­amtes und der Bürgermeisterei fanden sich am Vormittag im Sitzungssaale des Kreisamtes ein und legten nach einer Ansprache des Kreisdirektors Zürtz ein erneutes Bekenntnis ab, als Diener des Volkes in ehrlicher Gefolgschaftstreue dem Führer und seinem Werk zu dienen. Die Parteigliederun­gen und zahlreiche Einwohner trafen sich am Abend in der Turnhalle zu einer gemeinsamen Feier. Standartenkapelle, Jungvolk und Männerge­sangvereinLiederkranz" verschönten den Abend. Kreisdirektor Zürtz hielt eine. längere Ansprache, in der er den Kampf und Sieg des unbekannten

Magnolienbäume in voller Blüte.

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(Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger)

Alljährlich im Frühling fallen inmitten unserer Stadt, in den öffentlichen Anlagen, wie auch in den Vorgärten der Häuser, die Magnolienbüume auf, die jetzt, bevor sich auch nur ein Blatt an ihnen zeigt, ihre weißen und rötlichen Blüten entfalten. Vor dem Stadttheater, in der Frankfurter Straße, in der Kaiserallee, in der Neuen Bäue usw. leuch­ten die blühenden Magnolienbäume aus dem frühlinqsfrischen Grün und lenken die bewundern­den Blicke der Menschen auf sich. Im Vorgarten eines Hauses an der Wilhelmstraße blühen zwei

stattliche Bäume dieser Art, die ihre dicht mit Blüten besetzten Aeste bis auf den Rasen neigen. Schön ist es, zu sehen, wie die Blüten aufrecht, gleich Kerzen auf einem Kronleuchter, auf den Aesten sitzen. Leider verblühen sie allzu rasch. Kaurn haben sich die Kelche ganz geöffnet, sinken auch schon die ersten der feinfarbigen Blütenblätter zur Erde. Erst verhältnismäßig lange Zeit nach der Blüte bilden sich an den Magnolien große, breite und kräftige Blätter.

Soldaten Adolf Hitler schilderte. Mit dem Gelöb­nis der Gefolgschaftstreue, mit einem dreifachen Sieg- Heil auf den Führer, mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied fand die Feier ihren Abschluß.

Preußen.

Die Gausieger des Reichsberufsrvett- kampfs im Endkampf.

Frankfurt a. M., 24. April. ,(GPA.) Mitt­woch früh verließen die 16 Gausieger des Reichsberufswettkampfs im Gau Hessen- Nassau mit dem fahrplanmäßigen Zug um 6.02 Uhr den Frankfurter Hauptbahnhof, um zuerst nach Ludwigshafen und von da zusammen mit allen Siegern des Reiches nach Saarbrücken weiter­zufahren. 10 Jungen und 6 Mädel waren es, die in Begleitung von Gaujugendwalter Unterbannführer Sauer und der Gaujugendwalterin Untergau- fiihrerin Schneider den Zug bestiegen, in dem sie schon freudestrahlend von Kameraden der HI. und des BdM. aus anderen Gauen des Reiches (Kurhessen, Thüringen, Hamburg, Westfalen usw.) begrüßt wurden. Vier Tage schweren Kampfes um die Bestleistung in ihrer Berufsklasse harren ihrer nun in Saarbrücken, inmitten den Reihen der deutschen Jugend, die nach 13 Jahren der Schmach zum Reich zurückkehrte und die nun erleben darf, was deutsche Jugend auf dem Felde des Berufs zu leisten vermag. Nur wenigen, und das find dann die Besten, wird dann das Glück zuteil, vom F ü h - r e r in Berlin empfangen und am 1. Mai auf dem

Tempelhofer Feld vor der deutschen Arbeiterschaft geehrt zu werden.

Schießübungen bei Erda.

Der Landrat in Wetzlar teilt mit: Vom 25. bis 27. April finden auf der Schußbahn bei Erda täg­lich von 7 bis 18 Uhr Schießübungen mit scharfer Munition statt. Gefährdet ist das Gelände im Raum Erda, Hohensolms, Königsberg, Oberförsterei Strupbach, Fellingshausen, Krumbach und Frankenbach. Das gefährdete Gelände ist durch Posten und Warnungstafeln abgesperrt und muß eine Stunde vor Beginn des Schießens bis eine Stunde nachher von jedem Verkehr frei bleiben. Das Betreten des abgesperrten Geländes sowie der durchführenden öffentlichen und privaten Wege wird für die Dauer der Absperrung wegen Lebensgefahr polizeilich verboten. Den Anordnungen der Ab­sperrposten, die die Rechte und Pflichten eines Wachpostens haben, ist unbedingt Folge zu leisten. Die Straße FellingshausenFrankenbach wird an den genannten Tagen und Stunden für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Krum­bach

Gewaltige Sprengung

in emtm Westerwald-Steinbruck.

LPD. Wilsenroth (Westerwald), 24. April. In dem SteinbruchbetriebDornburg" in Wilsen­roth wurde eine riesige Kammerspren­gung unter Verwendung von etwa 50Zentner Spreng st off vorgenommen. Die gewaltige Sprengladung war in einem sog. "s"-Stollen, dessen

Längsgang 12 Meter, der Quergang 9 Meter lang war, untergebracht. Die Wirkung der ungeheuren Explosion hüllte nicht nur den ganzen Berg in Flammen, sondern setzte das ganze Mas­siv in Bewegung und erschütterte die Häuser der ganzen Umgebung derart stark, daß die Be­wohner an ein Erdbeben glaubten. Die Masse des durch die Sprengung freigelegten Gesteins wird auf. 35 000 bis 40 000 Kubikmeter geschätzt.

Kreis Wetzlar.

00 Hochelheim, 24. April. Der Haus­haltsplan unserer Gemeinde für das Rechnungsjahr 1935 schließt in Einnahme und Aus­gabe mit 83 285 Mark ab. Die Steuersätze für dis Gemeindesteuern sind wie folgt festgesetzt: Grund­vermögensteuer I und II je 325 v. H., Gewerbe­ertragsteuer 375 v. H., Gewerbekapitalsteuer 375 v. H., Bürgersteuer 100 v. H. Der an die Landes- schulkasse zu zahlende Schulstellenbeitrag beträgt 2544 Mark. Für die Unterhaltung des Schulge­bäudes und der Lehrerdienstwohnungen sind 1000 Mark vorgesehen. Zur Ansammlung einer Schul­baurücklage sind 1000 Mark in den Haushaltsplan eingestellt. Die Wohlfahrtslasten sind, wie im Vor­jahre, mit 6000 Mark veranschlagt. Der Fehlbetrag der Kirchenkasse wird zur Vermeidung der Er­hebung von Kirchensteuern freiwillig auf die Ge­meindekasse übernommen; er hat sich gegenüber dem Vorjahre von 1800 Mark auf 2000 Mark er­höht. Dem Fonds für eine neue Turmuhr sollen weitere 200 Mark zugeführt werden. Für die regel­mäßige Unterhaltung der öffentlichen Wege, Brük- ken, Straßen und Plätze sind 3000 Mark, für den Neubau von Straßen und Wegen 2750 Mark vor­gesehen. Die Kosten der Zuchttierhaltung decken sich in Einnahme und Ausgabe mit 2500 Mark. Als Zuschuß für die Postautolinie GießenHochelheim sind 200 Mark in den Haushaltsplan eingestellt. Die Einnahmen aus Wassergeld und Kanalgebüh­ren belaufen sich auf rund 13 000 Mark. Der Schuldendienst für die im Jahre 1929 erbaute Wasserleitung mit Kanalisierung beträgt 16 500 Mark (7600 Mark Zinsen und 8900 Mark Tilgung). Für die Neuerschließung einer Quelle sind 2000 Mark vorgesehen, da sich die Wasserversorgung in den letzten Jahren in den Sommermonaten öfters als unzureichend erwiesen hat. Die Bruttoeinnah­men aus der Forstnutzung betragen 7000 Mark. An Kreisumlage hat die Gemeinde 10 800 Mark zu zahlen. Der Anteil an den Kosten der Zweck­oerbandskasse beläuft sich auf 2500 Mark. Das Auf­kommen an Gemeindesteuern (Grundvermögen­steuer I und II, Gewerbesteuer und Bürgersteuer) beträgt rund 16 000 Mark. Die Gemeinde besitzt außer den bebauten Grundstücken (Schule, zwei Backhäuser und Spritzenhaus) 53 Hektar Acker- und Wiesenland und 172 Hektar Wald im Wert? von rund 135 000 Mark. Die Gemeindeschulden be­laufen sich auf rund 180 000 Mark; sie rühren aus­schließlich aus dem im Jahre 1929 durchgeführten Bau der Wasserleitung und Kanalisierung her.

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Samstag, 27. April.

6 Uhr: Bauernfunk. 6.15 und 6.30* Gymnastik. 6.55: Morgenfpruch. Choral. 7: Frühkonzert. 8.15: Gymnastik. 9: Nachrichten. 9.15: Konzert. 10: Nachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert des Kleinen Funkorchesters. 13: Nachrichten. An­schließend Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14.15: Nachrichten. 14.30: Die besten Schallplatten der Woche. 15: Aus der Wunderwelt der Natur. 15.15: Jugendfunk. 16: Der frohe Sams­tagnachmittag. 18: Stimme der Grenze. 18.20: Steg­reifsendung. 18.30: Ein Arbeitsdienstlager wird ge­baut. Mit dem Mikrophon beim Aufbau des Ar­beitsdienstlagers in St. Wendel (Saar). 19: Prä­sentier- und Parademärsche ehemaliger deutscher Regimenter. 20: Nachrichten. Anschließend: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15: Von Darm­stadt: Bunter Abend. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Tanzmusik. 24 bis 2: Nacht­musik.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

G. B. Die steuerliche Vergünstigung ist den aus anderen Ursachen als durch Kriegsbeschädigung be­schädigten Volksgenossen zu gewähren. Es fallen hierunter auch Empfänger von Renten aus der So­zialversicherung. Voraussetzung ist jedoch, daß eine Beschädigung vorliegt, durch die die Erwerbsfähig­keit um mehr als 25 v. H. gemindert ist. Die Min­derung der Erwerbsfähigkeit von Zivilbeschädigten muß durch die zuständige Stelle (z. B. Berufsge­nossenschaft, Landesversicherungsanstalt) festgestellt sein.

Dr. med. Otto Homer

Assistenzarzt am pathologischen Institut der Universität München

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