>te aus Anlaß seines 60-
a r
Auf der Hardtterrasse ist eine neue Jugendherberge im Entstehen. Der eine Teil, der die Schlaf- und Waschräume und den Tagesraum für die Buben enthält, ist bereits fertiggestellt und wird in dieser Woche in Betrieb genommen. Die Herrichtung der Räume, die den Mädchen zur Verfügung stehen sollen, wird noch einige Wochen in Anspruch nehmen, doch ist damit zu redyien, daß dje ganze Herberge kurz nach Ostern benutzt werden kann.
Das Haus Asterweg 27, in dem die Jugend fast zehn Jahre lang eine Bleibe auf ihren Fahrten und ein Heim für ihre Abende gefunden hat, mußte infolge der großen Wohnungsnot für Wohnzwecke hergerichtet werden. Dadurch sah sich die Stadtverwaltung genötigt, die Herberge und das Jugendheim aus der Stadt hinaus zu verlegen und stellte für die Jugendherberge das Anwesen auf der Hardt- terrasse, in dem bisher eine Wirtschaft betrieben
v . o . lsterweg kaum veranstaltet
werden konnten, ist das neue Anwesen hervorragend geeignet. Sehr bald wird es sich in den Kreisen unserer Jugend herumsprechen, welch schöne Herberge sie nun in Gießen antrefsen kann.
Führer genommen werden können.
Verbandsführer Wenzel wies zum Schluß noch auf die großen Ereignisse des letzten Jahres hin. Den verstorbenen Reichspräsidenten von Hindenburg und die im Krieg gefallenen und durch Tod Heimgegangenen Kameraden ehrte die Versammlung durch Erheben von den Plätzen. Besonders wurde die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht begrüßt. Das dreifache „Wehr-Heil!" galt dem mutigen Führer und Volkskanzler Adolf Hit -- l e r. Es folgten der Gesang des ersten Verses des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes.
Der Verlauf der Verhandlungen.
Schriftführer Breither verlas sodann das Protokoll vom 14. Herbstoerbandstag. Im Anschluß hieran wurde ein großer Förderer des Feuerlöschwesens, in Oberhessen, Altbürgermeister Fendt (Hungen) begrüßt.
In der Zett vom 12. März 1934 bis 20. März 1935 wurde die städtische Feuerwehr in Gießen 126mal alarmiert; davon betrafen die Alarme 5 Kellerbrände, 4 Zimmerbrände, 3 Kaminbrände, 4 Autobrände, 2 Wald- und Rasenbrände, sowie 27 sonstige Brände und 2 Groh- brände (Seifenfabrik und Sägewerk). 52mal wurde die städtische Wache zu sonstigen Hilfeleistungen und ISmal aus Unfug alarmiert.
Im vergangenen Jahre wurden an Mitglieder des Verbandes folgende Auszeichnungen verliehen: 4 für 40jährige Dienstzeit, 21 für 25jährige Dienstzeit. Das vom Landesverband gestiftete Ehrenkreuz erhielten mehrere Kameraden, die vom Kreisverband gestiftete Dienstschnalle erhielten 51 Kameraden.
Der Verbandstag in Bad-Nauheim vom 25. bis 27. August v. I. und der 14. Herbstverbandstaa des Verbandes Freiwilliger Feuerwehren im Kreise Gießen am 2. September v. I. in Leihgestern waren sehr gut besucht. Vom 17. bis 23. September 1934 wurde von allen Wehren die F e u e r sch u tz w o ch e in bester Weise durchgeführt. Der Redner führte hierzu aus: „Wir wollen hoffen, daß man der Feuerverhütung in weitgehendstem Maße einen Dienst erwiesen hat, denn was durch Feuer alles vernichtet wird, zeigt die neueste Statistik aus dem 'Jahr 1931. In diesem Jahre sind durch Brandfalle,
Wenn bereits im alten Haus im vergangenen Jahr die Uebernachtungsziffer von 2207 auf 3150 hinaufgegangen ist, dann können wir für das neue Jahr auf eine weitere erhebliche Steigerung rechnen. Eine solche kann ruhig eintreten, denn mit der Verlegung ist auch eine Erweiterung der Herberge verbunden. Standen bisher 45 Betten zur Verfügung, so werden es in Zukunft 70 sein, und die Notlager werden nicht mehr so oft wie früher in Anspruch genommen werden müssen. Die Wasch-
die Sie schon längst kennen, aber auch von unseren mittellosen Kameraden gelesen werden wollen? Geben Sie der Hitlerjugend darum alle entbehrlichen Bücher zur Einrichtung einer HJ.-Bücherei, die dann aus der Masse des Schrifttums das von dem Volksganzen aus gesehen qualitativ Wertvollste auswählen wird.
Fördern Sie die HJ.-Bücherei, bringen Sie ein kleines Opfer, indem Sie uns ein Buch aus Ihrer Eigenbücherei zur Verfügung stellen. Schreiben Sie uns noch heute eine Postkarte, und wir holen die für uns bestimmten Bücher bei Ihnen ab.
Im voraus herzlichen Dank.
Die Bannführung 116 Gießen.
QJL-'Svoit
Turner und Schützen opfern für das MW
Feuerwehrtagung in Gießen.
15. Frühjahrs-Verbandstag der Freiwilligen Feuerwehren im Kreise Giehen.
Gießen erhält eine neue Jugendherberge
Von Or. W. Ilörke.
Gestern fand im „Frankfurter Hof" zu Gießen der Frühjahrsverbandstag der Freiwilligen Feuerwehren im Kreise Gießen statt.
Verbandsführer Fritz Wenzel, Gießen eröffnete die Verbandstagung und begrüßte zunächst den Vertreter des Kreisamts Gießen, Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier, den Vertreter des Landesverbandes, Stadtbranddirektor Braubach (Gießen), die Bürgermeister der Kreisorte und die Vertreter der Freiwilligen und der Pflichtfeuerwehren. Der 15. Frühjahrsoerbandstag wies eine starke Beteiligung auf, wie sie bisher noch nicht zu verzeichnen war; von 32 Wehren waren 55 Vertreter erschienen, dazu noch 80 Gäste.
Verbandsführer Wenzel erstattete sodann den Geschäftsbericht. Er wies zunächst darauf hin, daß ein amtlicher Bericht über das Feuerlöschwesen im Kreis Gießen 1934 bereits in Nr. 5 der „Feuerwehrzeitung" und ein Auszug aus diesem Bericht in Nr. 65 des „Gießener Anzeigers" vom 18. März 1934 erschienen sei. Ergänzend wolle er noch folgendes anfügen: Bei den erwähnten Bränden ist noch der Stadtkreis Gießen zu erwähnen, dem die Gießener Freiwillige Feuerwehr, die Freiwillige Gailsche Wehr und die Freiwillige Werksfeuerwehr der Firma Poppe & Co., sowie die städtische Feuerwehr unter dem Kommando des Branddirektors Braubach angehören.
Zweiter Rundfunksprecher- Wettbewerb „Wir suchen den besten Rundfunksprecher."
Der zweite Rundfunksprecher - Wettbewerb der Reichssendeleitung und des „Reichsverbandes Deutscher Rundfunkteilnehmer", der für alle deutschen Frauen und Männer arischer Abstammung offen ist, beginnt am 1. April 1935 im ganzen Reich.
In Veranstaltungen der Kreisgruppen des „Reichsverbandes Deutscher Rundfunkteilnehmer" (RDR.) sollen alle anwesenden Volksgenossen nach eigenem Urteil durch Stimmabgabe unter den Bewerbern die besten und befähigtsten Rundfunksprecher ermitteln. m v
Das deutsche Volk sucht sich selbst die besten Rundfunksprecher — das ist der Sinn des Preisausschreibens, durch das Tausende von Männern und Frauen angespornt werden sollen, ihre Fähigkeiten als Ansager, Sprecher und Berichterstatter für den Dienst am nationalsozialistischen Rundfunk prüfen zu lassen.
Für die besten Rundfunksprecher sind em erster Preis von 2000 Mark und vier weitere Preise im Gesamtwert von 1725 Mark, sowie 105 Trostpreise im Gesamtwert von 3150, Mark, die sämtlich in bar zur Auszahlung kommen, vorgesehen. Der Wettbewerb muß für den Bezirk jedes Reichssenders bis zum 1. Juli 1935 abgeschlossen sein.
Drei Aufgaben werden dem Bewerber gestellt, von denen er eine wählen und vollendet lösen muß.
Der Rundfunksprecher muß der nationalsozialistischen Idee dienen und sie dem Herzen des Volkes immer wieder nahebringen; deshalb heißt die
Den Kassenbericht erstattete Rechner Rohrbach (Lollar. Die Einnahmen betragen 390,99 RM., die Ausgaben 348,27 RM. Der Vermögensausweis, Guthaben, Sparkasse 723,48 RM., Kassenbestand 42,72 RM., insgesamt 766,20 RM. Die Prüfungs- kommission beantragte durch Bürgermeister Rinn (Heuchelheim) Entlastung des Rechners, dem statt-
gerfeuer ober beim Heimabend, zum Meinungsstreit oder Gedankenaustausch.
Wir wollen das rechte Buch zur rechten Zeit an den rechten Leser bringen. Wir wollen dem jugendlichen Leser, fei er Arbeiter. Lehrlmg ober Schüler, zu dem Buch verhelfen, das er seiner eigentümlichen geistigen und seelischen Lage nach braucht und das seiner Art und Aas- sungsgabe entspricht.
Haben Sie nicht in Ihrem Bücherschrank ein Buch das für Sie wertlos und unbrauchbar ist? Liegt nicht dort in Ihrer Kammer eine Menge Bücher denen man wenig Beachtung schenkt? Stehen nicht dort auf Ihrem Bücherbrett eine Anzahl Bucher,
Opferschießen Gießener Schützen.
Aus den beiden Schießständen der Gießener Schützenvereine herrschte am gestrigen Sonntag reges Leben. Die Schützen stellten sich in den Dienst des Winterhilfswerkes. Neben den Mitgliedern der beiden hiesigen Vereine nahmen an dem Schießen Angehörige der Nationalen Verbände in starker Zahl teil und verhalfen so der Veranstaltung nicht nur zu einem großen sportlichen Erfolg, sondern auch zu einem guten Ertrag für das Winterhilfswerk. Auf dem Stand des Schützenvereins Gießen beteiligten sich nicht weniger denn über 490 Schützen, auf dem Stand der Schützengesellschaft von 1926 etwa 150 Mann. Das Schießen nahm bei der großen Zahl der Teilnehmer den ganzen Tag in Anspruch. Insbesondere am Vormittag war die Beteiligung sehr stark. Die Leitung auf den Ständen des Schützenvereins hatte Herr Dr. van Bentheim, auf den Ständen der Schützengesellschaft von 1926 lag die Leitung in Händen von Herrn Eduard G o n d n e r.
Die Erträge für das Winterhilfswerk, die allerdings noch nicht endgültig abgerechnet werden konnten, belaufen sich aus 245,50 Mark beim Schützenverein; bei der Schützengesellschaft wurden 65 Mk. ausgebracht. Die Schießergebnisse waren sehr befriedigend.
Ergebnisse beim Schühenverein Gießen:
Kleinkaliber (50 Meter): 1. Georg Schilling (NSKK.), 59 Ringe; 2. Franz Zeller, Verwaltungsführer VI/116, 59 Ringe; 3. Höbe!, Sturmbann f ü hrer V/116, 59 Ringe; 4. Heinrich Appel (NSKK.), 59 Ringe.
Großkaliber (100 Meter): 1. Karl K e ß- ter, Schützenverein Annerod, 34 Ringe; 2. Max Schad, Schützenverein Gießen, 34 Ringe; 3. Fr. Konradi, Sturm 46/116, 32 Ringe; 4. Ernst Hohmann, Sturm 16/116, 32 Ringe. Die Ehrenscheibe des Winterhilfswerkes beim Schützenverein fiel an Herrn ÄZilli Bette, Gießen.
Ergebnisse bei der Schühengesellfchaft 1926:
Kleinkaliber: 1. Pasbach, Sturm 56/116, 35 Ringe; 2. Wehling, Schützengesellschaft, 33 Ringe; 3. Konrad Becker, Schützengesellschaft, 33 Ringe.
Großkaliber (100 Meter): Hans Gotz, Schützengesellschaft, 33 Ringe; 2. Eduard Gond- ner, Schützengesellschaft, 33 Ringe; 3. Stein, Gießen, 31 Ringe.
Wehrmannsbüchse (175 Meter): 1. Fritz Dewald, Schützengesellschast, 48 Ringe; 2. W. Wehling, Schützengesellschaft, 48 Ringe; 3. Horn, Burkhardsfelden, 46 Ringe.
Scheibenbüchse (175 Meter): 1. Eduard G o n d n e r, Schützengesellschast, 44 Ringe; 2. Fritz Sero alt), Schützengesellschast, 44 Ringe; 3. Konrad Becker, Schützengesellschaft, 17 Ringe.
Werbeturnen des Turnvereins 1846.
Der Turnverein 1846 Gießen veranstaltete am gestrigen Sonntagnachmittag in der Turnhalle am Oswaldsgarten eine große Werbeveranstaltung, bei der sämtliche Abteilungen des Vereins durch ihre Vorführungen Zeugnis von der in den Winter- monaten in den Uebungsabenden geleisteten Arbeit ableqten. Die Werbeschau gab einen klaren lieber» blick über die vielseitige Arbeit. In welchem Ausmaß Breitenarbeit im Turnverein 1846 geleistet wird, konnte man insbesondere an dem Aufmarsch ’ aller' Teilnehmer erkennen.
i Der Turnverein 1846 diente mit dieser Werbe- veranstaltung auch dem Winterhilfswerk und tat
anlagen konnten ebenfalls vermehrt und vervollkommnet werden. Auch für die Mädchen, die sich bisher mit Waschschüsseln behelfen mußten, wird in Zukunft bließendes Wasser zur Verfügung stehen. Die beiden neuen Waschräume sind mit Waschrinnen ausgerüstet, über denen eine Reihe von Zapfhähnen angeordnet find. Außerdem enthalten sie die von den Wanderern so sehr begehrten Brausen. Nach vollendetem Umbau werden zwei Tagesräume, ein großer und vier kleinere Schlafräume, zwei Waschräume und eine Küche für Selbstverpsleger vorhanden sein. Die Mädchenherberge ist räumlich durch die Küche und das Verwaltungszimmer des Herbergsvaters von der Bubenherberge getrennt. Beide Teile der Herberge haben gesonderte Zugänge. Im geräumigen Terrassenkeller kann eine große Zahl von Fahrrädern untergestellt werden. Damit ist eine Frage gelöst, die mancher Jugendherberge große Schmerzen macht. Das Radwandern hat nämlich in den letzten Jahren einen solchen Umfang angenommen, daß die vorgesehenen Unterstellräume an vielen Stellen nicht mehr ausreichen und neue Gelegenheiten geschaffen werden müssen, was natürlich Geld kostet. Um so besser, daß wir in der neuen Herberge in Gießen in dieser Hinsicht getrost m die Zukunft schauen können.
Die neue Raststätte liegt nicht in der Stadt, sondern vor ihren Toren. Gewiß ist dadurch der Anmarschweg etwas größer geworden, ohne daß man ihn als übermäßig lang bezeichnen könnte. Denn 20 Minuten vom Stadtkern sind keine Entfernung, die bei der Wahl des Platzes für eine Jugendherberge entscheidend ins Gewicht fallen könnte. An gar vielen Plätzen, selbst in kleineren Städten, sind erheblich größere Entfernungen zu überwinden. Unsere jungen Wanderer nehmen das Mehr an Weg sicher gerne in den Kauf gegen die vielfachen Vorteile, die sie in ihrem neuen Heim finden.
Noch ist das Werk nicht vollendet und doch sei schon heute einmal kurz gesagt, worauf zu gelegener Zeit zurückzukommen fein wird. Erneut hat unsere Stadtverwaltung in großzügiger Weise für die Jugend gesorgt. Erneut hat sie durch die Tat bewiesen, daß sie durch Förderung des Jugendwanderns, an ihrem Teil mithelfen will, daß unserem Volke ein gesundes und tüchtiges Geschlecht heranwächst. Dafür gebührt den verantwortlichen Stellen unser Dank.
wurde, zur Verfügung.
Die alte Herberge hatte einen großen Nachteil, so nett und zweckmäßig sie im Innern eingerichtet war. Das Haus lag eng eingekeilt in die Häusermasse der Altstadt, und die jungen Wanderer, die es benutzten, vermißten immer wieder schmerzlich einen Tummelplatz und Baum und Strauch und Ausblick. Dafür ist nun reichlich gesorgt. Die geräumige, von Bäumen beschattete Terrasse und die angrenzende Spielwiese bieten in verschwenderischem Maße, was die alte Bleibe versagte. Die freie Lage der neuen Jugendherberge und der umfassende Rundblick, den sie über Gießen und das Lahntal gewährt, sind geradezu ideale Vorbedingungen für ein Heim, das der deutschen Jugend ein gastliches Dach auf ihren Fahrten geben soll. Auch für Tagungen und Lager, die im As
gegeben wurde.
Im kommenden Jahre soll der Verbandsbeitrag nur für die Aktiven bezahlt werden.
Die Freiwillige Feuerwehr L i ch beantragte, stärkeren Besuch der Feuerwehrfachschule zu ermöglichen. Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier gab Auskläruna und wies nochmals auf feine Anregungen hin. Loli... ~ '
jährigen Bestehens den Herbstverbandstag 1936, dem ourch den Kreisführer zugestimmt wurde.
Die nachstehend verzeichneten Freiwilligen Wehren wurden in den Verband auf genommen: Ettings- a, Lauter, Eberftadt, Langsdorf, Raberts- , Stangenrod.
Gasvergiftungen und Explosionen in Deutschland 2985 Personen ums Leben gekommen. Erschreckend an dieser großen Zahl ist, daß hierunter 1003 Kinder unter 15 Jahren und dabei wieder 815 Kinder unter 5 Jahren waren
Alle Bevölkerungskreise werden aufgefordert, an ihrem Teil dazu beizutragen, daß derartige Unfälle vermieden werden. Die Ursachen sind besonders Spielen mit Streichhölzern, Feueranzünden mit Benzin oder Petroleum.
In dieser hohen Zahl sind noch nicht die in die Tausende gehenden Fälle enthalten, wo Menschen für ihr Leben Schaden erleiden.
Für den in den Broschüren der Feuerschutzwoche ausgeschriebenen Wettbewerb gingen eine Anzahl Lösungen ein, die an die oberste Stelle der PO., Amt für Volkswohlfahrt, Berlin, eingereicht wurden. Nach Kl e im-Lind en kam ein Preis.
In unseren Kreisverband wurden 1934 neu aufgenommen die Wehren: Freiwillige Feuerwehr Münster, Mufchenheim und Freiwillige Werkfeuer- roehr von Poppe & Co., Gießen. Weitere sechs Anträge von Freiwilligen Feuerwehren zur Aufnahme liegen vor.
Zur Zeit sind 27 Wehren mit 1933 aktiven, 409 unterstützenden und 207 Ehrenmitgliedern, insgesamt 2549 Mitgliedern dem Kreisverband angefchloffen.
Nach Verlegung der Hessischen Feuerwehrfachschule von Friedberg nach Mainz konnte der erste Lehr- aam 2. Dezember 1934 beginnen. 8 Lehrgänge en abgehalten; an 4 Lehrgängen nahmen 13 Kameraden aus unserem Kreisverband teil, die die Schlußprüfung bestanden. Erfreulich ist, daß sich die Zahl der Feuerwehrfachschüler auch in unserem Kreise stark vergrößert hat. Es ist erforderlich, daß junge Kameraden an den Kursen teilnehmen, damit aus dem Nachwuchs gut durchgebildete und befähigte
das in einer sehr schönen Form. Ein Eintrittsgeld wurde nicht erhoben, wohl aber den Zuschauern durch eine Sammlung Gelegenheit gegeben, für das Winterhilfswerk zu spenden. Mit besonderer Freude konnte man außerdem feststellen, daß jeder Turner und jede Turnerin — beim Betreten der Bühne zu den turnerischen Vorführungen — erst ein Geldstück in die aufgestellte Büchse warf.
Die turnerischen Darbietungen, die nahezu vier Stunden in Anspruch nahmen, vollzogen sich in mustergültiger Ordnung und in raschester Folge. Wenn die eine Abteilung unter den Klängen eines Marsches die Bühne verließ, folgte die nächste Abteilung schon wieder nach. So mürbe das Interesse der zahlreichen Besucher stets wachgehalten. Die außerordentlichen Leistungen, die gezeigt wurden, erfüllten mit großer Freude und stellten den verantwortlichen Führern der Jugend und der Erwachsenen im Turnverein das denkbar beste Zeugnis aus.
Den Auftakt bildeten einfache Hebungen der Schülerinnen und Schüler am Reck. Ihnen folgte ein luftiges und originelles Bodenturnen irer Schülerinnen, die sich hier als sehr gelenkig erweisen mußten. Im Pferdturnen waren Schülerinnen und Schüler sehr gewandt und sicher. Ein Volkstanz der Kleinsten löste bei den Eltern viel Freude aus. Die Jugendturner zeigten am Sprungtisch kühne Sprünge und fanden herzlichen Beifall. Schülerinnen boten dann einen schönen Volkstanz, der gut eingeübt war. Hervorragende und begeisternde Leistungen sah man von den Turnern am Barren. Ein lebendiger Volkstanz von Jugendturnern und Jugendturnerinnen auf geführt, beschloß in der glücklichsten Weise den ersten Teil der Veranstaltung. Im weiteren Verlauf des Nachmittags sah man nach dem eindrucksvollen Aufmarsch aller Teilnehmer und nach der kurzen Ansprache des Bereinsführer, R e i n i n g , formvollendete Freiübungen der Turner, bie in ihrer rhythmischen Bewegtheit von feinem ästhetischen Eindruck waren. Nicht , weniger schön waren bann auch die Ballübungen der Turnerinnen, die sich sehr graziös barboten und starken Beifall auslösten. Die Fecht- abteilung zeigte zunächst Schulfechten und bann einige scharfe Gänge, die den Fechtsport in seiner ganzen Kraft und Eleganz erkennen ließen. Ueber- raschend gute Leistungen brachten die Turnerinnen am Barren, bei denen sie nicht nur viel Geschicklichkeit, sondern auch persönlichen Mut zu zeigen hatten. Die Frauenabteilung trat zu dieser Werbeveranstaltung ebenfalls an die Oeffentlichkeit und zeigte unter der Leitung von Gauoberturnwart Paul Keulenschwingen in einfachen aber sehr schönen Formen. Mit großer Freude wurde der Auftritt der stattlichen Ältersabteilung begrüßt, die am Barren mit verschiedenen Hebungen aufroartete und die Beweglichkeit manches schon 65jährigen unter Beweis stellte. Die Darbietungen der Altersturner war der schönste Beweis für den Wert des deutschen Turnens. Nach einem Volkstanz wurde schließlich das Reck aufgebaut, an dem die Turner die hohe Schule des Geräteturnens vorführten und dabei Leistungen zeigten, die zu lebhaftem Beifall viel Anlaß gaben. Immer wieder begeisterten die schneidigen Hebungen und kühnen Abgänge. Am Reckturnen beteiligten sich diesmal auch die beiden Wiesecker Turner Bett in und Kreiling.
Der Nachmittag in seiner Gesamtheit war ein schönes Erlebnis und ein Zeugnis bafür, daß im Turnverein 1846 ein frisches Leben herrscht, bas von jüngstem Schüler bis zum ältesten Turner alle in gleichem Geiste umfaßt. Mitglieber der Kapelle E i n b r o d t trugen durch ihre gute und verständnisvoll begleitende Musik nicht unwesentlich zum Gelingen der Veranstaltung bei.
Nach diesen Reuaufnahmen zahlt der Kreisverband 33 Wehren, wovon in den beiden letzten Jahren 15 neu gegründet wurden.
Ein „Gut Wehr" nach altem Brauch begrüßte die Neuaufgenommenen.
Es folgte die Verlesung von drei Schriftstücken: „Wichtigkeit des Feuerlöschwesens und Brandverhütung", „Beteiligung bei den Sammlungen zum Winterhilfswerk bzw. Verkauf der Abschlußplakette" und „Feuerwehrzeitung".
Kreisfeuerwehrinspektvr Bouffier teilte die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in Alten - Buseck mit, die lebhaft begrüßt wurde. Zugleich machte er die Mitteilung, daß er bei den Prüfungen mit der Kreismotorspritze im Winter in verschiedenen Gemeinden die Hydranten in schlechtem Zustand und zugefroren vorgefunden habe. Er hoffe, daß dies für die Folge besser werde. Auch wünscyte er, daß in manchen Gemeinden die Wasserläufe besser gefaßt würden. Das Vertiefen in die Feuerwehrwissenschaft wurde allen empfohlen.
Zum Pressewart für den Kreisverband wurde Weller (Wieseck) bestimmt. Es folgten dann verschiedene gute Anregungen. Stadtbranddirektor Braubach (Gießen) machte noch interessante Ausführungen über das Großfeuer in Nidda, bei dem die Feuerwehren wahre Bravourleistungen vollbracht hätten. Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier und Kamerad Köhler (Hungen), die ebenfalls in Nidda waren, ergänzten die Ausführungen.
Kreisverbandsführer Wenzel brachte zum Schluß noch ein Gut-Wehr auf den Kreisverband aus, in das die Anwesenden herzlich einstimmten. Sein Dank galt Branddirektor Braubach, Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier und den Teilnehmern der Tagung.
Der Herbstverbandstag findet vom 10. bis 12. August in Klein-Linden statt.
1. Aufgabe: Funkbericht über ein politisches Ereignis, eine Kundgebung der SA. oder SS., der Partei oder der Arbeitsfront.
Der Rundfunksprecher muß als deutscher Mensch mit der Scholle verbunden sein; deshalb heißt die
2. Aufgabe: Funkbericht über ein Volksfest, ein Ereignis aus dem Leben des Arbeiters, des Bauern, des Handwerkers, altes Brauchtum, deutsche Landschaft.
Der Rundfunksprecher muß ein moderner Mensch fein, deshalb heißt die
3. Aufgabe: Funkbericht von sportlichen Kämpfen, einem technischen Ereignis ober modernen technischen Bauten.
Wer sich am Funksprecher-Wettbewerb beteiligen will, meldet sich bei der zuständigen Kreisgruppe des RDR. Die Teilnehmergebühr beträgt 1,— RM. RDR.-Mitglieder brauchen die Teilnehmergebühr nicht zu zahlen. Die Meldung muß bis zum 5. April 1935 erfolgt fein. Für den Kreis Gießen ist zuständig der
Reichsverband
Deutscher Rundfunkteilnehmer
Kreisgruppe Gießen.
Gießen, Seltersweg 77II.


