geht.
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Kolonien mit dem Auto auf ausgebauten Straßen fahren. Und darin ist auch der Kap-Kairogedanke vorbildlich verwirklicht worden. Wozu sollte man auch für die wenigen Massengüter und die paar Weißen eigens Bahnen — und wären es auch nur Feldbahnen — bauen? Die Autostraßen sind billiger. Man kann für ihren Bau die Eingeborenen billig heranziehen Die ungeheueren Kosten und Menschenopfer, die die jüngste Bahn Afrikas von Brazzaville am Kongo von den Franzosen nach Pointe Noire an der Küste zur Ueberwindung der Kongomündung gebaut — gefordert hat, sind wirklich ein „schwarzer Punkt".
So ist es zum Beispiel durchaus abwegig, anzunehmen, daß die Italiener nun etwa eine Bahn zwischen Eriträa und Somaliland 2000 Kilometer lang über sehr steile Gebirge und durch eine furchtbare Wüste bauen würden. Der Bau der nur 750 Kilometer langen Linie von Djibouti nach Addis Abeba hat enorme Summen verschlungen und 30 Jahre lang gedauert, nicht zuletzt, weil die Ingenieure und Aufseher von Wüstenstämmen abgeschossen wurden und sich bald niemand mehr in das Durstland meldete. Der Bau von Autostraßen ist billiger und praktischer. Selbst Länder wie Angola besitzen heute schon ihre 25 000 Kilometer gute Autostraßen. Es ist kaum anzunehmen, daß die Franzosen jemals eine Transsahorabahn bauen werden. Nicht nur wegen der ungeheuren Kosten und der niemals zu erwartenden Rentabilität dieser Strecke, sondern vor allem, weil sie läng st eine gute Autooerbindung hergestellt haben und der Bau der Eisenbahn über- flüssig wäre.
Aber auch diese Wendung zum Auto ist fast schon ein wenig überholt durch die ungeheure Popularität des Flugzeugverkehrs, der vor allem in der südafrikanischen Union einen kaum glaublichen Aufschwung, nicht zuletzt auch mit Hilfe der deutschen Junkers-Flugzeuge, genommen hat. Das Flugzeug wird in der Tat das Verkehrsinstrument der weißen Rasse werden. Es entspricht auch ihren Bedürfnissen weitaus mehr als die Eisenbahn, denn die wenigen Weißen ermöglichen niemals eine Kalkulation mit Massentransporten.
werden.
— Die festliche Weltreise des Dichters Dauthendey". Eine Auswahl aus seinen Werken. (Die kleine Bücherei, Band 51) G"b. 80 Pfennig. Albert LangemGeorg Müller, München 1935. — (318) — Dies ist nur eine kleine Sammlung aus Max Dauthendeys Versen, Gedichten und Briefen, doch verbirgt sich dahinter mehr als der rastlose Zug durch fremde Länder und über ferne Meere, auf dem ihn, je weiter er sich entfernte, um so wehmütiger nach der Heimat verlangte. Man wird hier das Jnnenbild des in Würzburg geborenen, auf Java während des Krieges gestorbenen Dichters gespiegelt finden, der ein großer Phanta- fierer und ein heimwehkranker Weltretfender war.
2 000; Hochtief AG. für Holz- und Tiefbau, Essen, 36 000; Mrs. Gertrud Tenderich, z.Zt. Bad Mergentheim, amenk. $ 100; Ungenannt, schweig. Fr., 280; Ungenant, öfterr. Schill., 20; „Epa" Emhetts- Preis AG. Hauptverwaltung, Berlin, 80 000; Norddeutsche Hefeindustrie, Berlin. 30 000; Ferd. Flinsch, Berlin, 15 000; Niedersächsische Landesbank, Hannover, 17 000; Wollgarnfabrik Titel & Krüger und Sternwoll-Spinnerei AG., Leipzig, 15 000; Deutscher Reichskriegerbund,Ayffhäuser", l.Rate, 15 000; Neue Baugesellschaft Wayß & Freitag, Frank- furt a. M., 10 000; Deutscher Lloyd Vers.-AG., Berlin, 10 000; Thür Wollgarnspinnerei AG., Leipzig C 1, 10 000; A. Zuntz fei. Witwe, Berlin, 10000; Gera-Greizer Kammgarnspinnerei, Gera-Zwötzen, 6 600; Kammgarnspinnerei Stöhr & Co., AG., Leipzig, 5 000; AG. für Glasindustrie vorm. Friedr. Siemens, Dresden, 5 000; Rinn & Cloos AG., Heuchelheim b. Gießen, 5 000; Seereederei „Frigga" AG., Hamburg 1, 5 000? Katholische Volkshilfe, Berlin, 5 000; Hilfskasse gemeinnütziger Wohlfahrts- einrichtungen Deutschlands 4185; Deutsche Gesellschaft für Chirurgie 4 000; Deutsches Steinsalz-Syndikat G. m. b. H., Berlin, 4 000; Jndustrieverlag Spaeth 6- Linde, Berlin, 4 000 RM.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 35: 9929. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf^ mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
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— Dr. Peter Kleist: „Die völkerrechtliche Anerkennung Sowjetrußlands". („Osteuropäische Forschungen", Neue Folge, Band 15V SVrausgeber Vrofessor Dr. Otto .ssoetzsch. Preis 5,50 Mark. Im Oft-Europa-Verlag, Königsberg Pr. — (281) — Die Arbeit ist als Untersuchung der völker
rechtlichen Anerkennung der Sowjetstaaten au, einer übersichtlichen Darstellung des Entstehens dieser Staaten aufgebaut, die sich nach dem Untergang des Zarenreiches aus dem Chaos der Bürgerkriege erhoben und schließlich in der Union der sozialistischen Sowjetrepubliken zusammengeschlossen haben. Die inneren Kräfte der nationalen Bestrebungen waren anfangs stärker als die Macht der Bolsche- wiki und fanden erst in der Bildung der einzelnen Nachfolgestaaten ihre Befriedigung, bevor es Moskau gelang, sie wieder in einem russisch-asiatisch en Reich zu vereinigen. Das Leugnen völkerrechtlicher Verbindlichkeiten, die Enteignung ausländischen Privateigentums und die Propaganda der Welfrevolution hat die Aufnahme diplomatischer Beziehungen einzelner Staaten mit der sowjetrussischen Regierung sehr erschwert. Politische und wirtschaftliche Notwendigkeiten haben andere Länder jedoch schon frühzeitig bewogen, die Verbindung herzustellen. In dem Urkundenanhang sind auch die Schriftstücke wiedergegeben, die zur Einleitung normaler Beziehungen zwischen der Sowjet-Union und den Vereinigten Staaten führten. Ueberraschend wirkt der Rückblick auf die aggressive weltrevolutionäre Haltung der Bolschewiki 1917 im Gegensatz zu der außenpolitischen Sicherungsarbeit, die sie heute betreiben. Diese politische Wandlung an dem Beispiel der völkerrechtlichen Anerkennung aufgezeigt zu haben, darin liegt die besondere Bedeutung des Buches.
— Selma Sager! öf „Wiederkehr nach Värmland u. a. neue Geschichte n". Kleine Bücherei des Verlages Albert Langen-Georg Müller, München. — 316 — Diese neuen Geschichten der großen Dichterin sind nicht nur ein schönes Bekenntnis zur verlorenen und wiedergewonnenen Heimat, sondern auch zur Kindheit und Jugend, deren seltener Zauber in diesen warmherzigen Erinnerungen lebendig ist. Sie erzählen von Heimaterlebnissen, Berichten von Menschen und Dingen der heimatlichen Landschaft und des väterlichen Hofes, der heute wieder der Wohnsitz der Dichterin ist. Und sie zeigen zugleich, wie eng sich diese Frau mit ihrer Heimat verbunden weiß, deren gesegneter Erde sie ihre besten Kräfte verdankt.
— Not, Kampf, Ziel der Jugend in sieben Ländern. Don Reinhold Schai- r e r. 192 Seiten. Preis 3,20 Mark. Frankfurt a. M. 1935. Societäts-Verlag. — (272) — Schairer, der als langjähriger Leiter des deutschen Studentenhilfswerks reiche Erfahrungen sammeln konnte, berichtet von den Eindrücken und Ergebnissen einer Studienfahrt jenseits der deutschen Grenzen. Seine Berichte messen die Wirklichkeit nicht nach einer vorgefaßten Meinung, sondern begreifen aus der lebendigen Anschauung Sinn und Ziel des Jugendkampfes aus der jeweils besonderen Lage des besuchten Landes. Ob in England oder in der Schweiz, in Norwegen oder Italien, in Frankreich oder Schweden und Dänemark, die Formen find zwar verschieden, aber der Geist, die Gesinnungen und Absichten zeigen oft eine überraschende Ähnlichkeit. Die lebensnahe Darstellung macht das Schwierige und Abgelegene leicht und faßlich.
— Rumpelstilzchen, Nee, aber sowas! Der Reihe 15. Band (1934/35). Broschiert 4 RM., Seinen 5,50 RM. — (360) — „Ich bin im Grunde 1 gar kein Plauderer", sagt Rumpelstilzchen diesmal, sondern ein Zuhörer." So ist es. Er geht unerkannt umher, hört und sieht das Große wie das Kleine und weiß in den kürzesten Worten das zu sagen, was im Großen ober im Kleinen der Sinn war. Er holt das Charakteristische heraus, er gibt den Extrakt, er liefert die Formel, er findet das Zündwort, er läßt sich nicht verblüffen. Da er stets dahin geht, wo tatsächlich etwas Erhellendes zu sehen ist, so sieht man viel, wenn man mit ihm
Spenden für das WHW.
Berlin, 20. Okt. Dem Winterhilfswerk gingen weiter u. a. folgende Spenden zu: Dyckerhoff Lr Widmann AG. Zentraldirektion Hauptverwaltung, Berlin, 20 000; Aktien-Brauerei z. Sömenbräu, München, 20 000; Bayrische Hypothek- und Wechsel-Bank, München, 15 000; Sodensrey, München, 12 000; Kammgarnspinnerei Sübbede G. m. b. H., Sübbetfe i. W., 12 000; Radensberger Spinnerei AG., Bielefeld, 12 000; 93er. Ultramarinfabriken, Köln/Rhein, 10 000; Jute Spinnerei und Weberei, Bremen, 10 000; Oberhäuser Milchversorgungs G. m. b. H., Oberhausen, 10 000; Herbig Haar-Haus AG., Köln- Bickersdorf, 10 000; Deutsche Sebensn-rsich-rungs AG., Deutsche Feuerversicherungs AG. Berlin- Wilmersdorf, 9 000; Deutsche Eisenbahn-Gesellschaft AG., Frankfurt a. M., 3 600; Wol- lanksche Familienstiftung, Berlin, 3 000; Jagenberg- Werke, AG., 3 000; Europäische Güter- und Reise- gepäck-Versicherungs-Aktiengefellschaft, Berlin, 2 008; Actien-Verein des Zoologischen Gartens zu Berlin
ter Böhme r. 363 Seiten. Kart. 4,80 Mk., Seinen 5,80 Mk. Werner Plaut Verlag, Düsseldorf. — (321) — Von dem einsamen und rastlosen Manne Gamelin erzählt dieses Buch, der durch die Wirrnisse der Welt und des Herzens gehen muß, um sich selbst und Gott zu finden. Das Buch gewinnt vor allem durch die Anschauung, die in ihm Gestalt gewann. Nichts ist gemacht, alles gesehen und erlebt: Die Felder und das Haus, das Kirmestreiben und die nächtliche Kneipe, die frohe Arbeit an den Obstbäumen und der Nebel im dunklen Wald. Wer dieses Buch lieft, den umsteht die weite deutsche Sandschaft und der Mansch in ihr.
— Ilse Sotz: Cosima Wagner, Hüterin des Grals. Der Sebensroman einer deutschen Frau. 287 Seiten. Verlag Dr. Fritz Bokämper, Görlitz. — (344) — Der Roman schildert in drei „Ringen" — Die Berufung, Die Sendung, Das Erbe — das Seben der Cosima Waaner auf Grund eines umfänglichen und authentischen Ouellenmaterials. Das gibt dem Buche stellenweise dokumentarischen Charakter. Es fällt auch von der Hauptfigur her manches Licht auf die bedeutenden Zeitgenossen des Bayreuther Kreises. In lebendiger Schilderung wird die innere Entwicklung Cosimas aufgezeigt und ihre Bedeutung für das Werk Wagners gewürdigt: Solange dieses Werk besteht, heißt es am Schluß, kann sie niemals vergessen
Aüchertisch.
— „Körperbau und Sebensoorgänge des Mensche n". Volkstümliche Einführung in die Wunder des menschlichen Körpers. Für Ausbildungskurse und zum Selbstunterricht. In Frage und Antwort. Von Dr. Wilhelm D i w o k. Mit
42 Abbildungen im Text. Einzelpreis 75 Pf. (Einzelporto 8 Pf.) Bei MengeMezug von 25 Stück an je 70 Pf., von 50 Stück an je 65 Pf. Verlag von Alwin Fröhlich, in Seipzig N 22. — (328.) —
— Helmut Paulus: Die Geschichte von Gamelin. Roman. Ausstattung von Gun-
Elsa Brand st röm-Dank. Herausge- geben von Hanna Lieker-Wentzlau. Vollständig neue, stark erweiterte Ausgabe mit etwa 80 zum größten Teil unveröffentlichten Bildern und einer mehrfarbigen Umschlagzeichnung. Kart. 2,75 Mk., Ganzlbd. 3,50 Mk. Kommissionsverlag Bruno Becker, Buchhandlung, Eilenburg. — (275) — Elsa Brändström ist jene schwedische Frau, die mit Beginn des Krieges ihr Seben in den Dienst der Aerm- sten unserer Kriegsgefangenen in Rußland, vor allem in Sibirien, stellte. Sie hat dabei Taufenden Seben, Gesundheit und Freiheit wiedergeschenkt, sie hat unter Einsatz ihres Sehens jahrelang ihr Werk durchyeführt. Don Sager zu Sager, durch Hunderte von Baracken von Typhus, Ratten und Mißhandlungen ist sie tröstend gegangen. So ist diese Frau in Wahrheit dem Namen gerecht geworden, den ihr die Kriegsgefangenen gegeben haben: „Engel von Sibirien". Das vorliegende Buch will die Berechtigung dieses Namens erneut beweisen. Was darin neun Männer über Elsa Brändström schreiben, liest sich wie ein heroisches Epos, aber auch wie eine Idylle der Siebe zu dieser Frau. Das Buch will einen besonderen Zw^ck erreichen: Noch ist eine Schar von dreißig Kindern toter Kriegsgefangener auf die Hilfe Elsa Brändströms angewiesen. Das Buch soll diese Hilfe schaffen. Man kann nur von Herzen wünschen, daß es als ein reines Dokument der Menschlichkeit und Nächstenliebe seine Ausgabe
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des Reichswetterdienstes. Ausgabeort ^ranffurt
Der Mittelmeerwirbel hat feit Mittwoch rasch und in großer Ausdehnung in Deutschland an Raum gewonnen. Abgesehen von den Küstengebieten herrschte heute früh allgemein bewölktes Wetter. Auch ist es vielerorts zu Niederschlägen gekommen, die bei uns bisher noch leicht waren, in Südosteuropa, aber auch noch in Schlesien wieder ergiebige Renen» mengen lieferten. Zunächst wird sich der Einfluß dieses Tiefdruckwirbels auf unser Wetter noch weiter verstärken.
Aussichten für Freitag: Unfreundliches und nachts kaltes Wetter, mit verbreiteten Niederschlägen (auch im Gebirge in Regen übergehend), lebhafte, um Norden schwankende Winde.
Aussichten für Samstag: Beginnend» langsame Besserung, Üoch immer noch unbeständig
Sufttemperaturen am 23. Oktober: mittags 8,5 Grad Celsius, abends 5,7 Grad; am 24. Oktober: morgens 3,9 Grad. Maximum 9,8 Grad, Minimum —1,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 23. Oktober: abends 5,2 Grad; am 24. Oktober: morgens 5,3 Grad. — Sonnenscheindauer 7,6 Stunden. — Niederschläge 0,1 mm.
Bilder von der abessinischen Südfront in Ogaoen.
v Flieger selbst unter Feuer genommen wurde. - lSch-rl-Bilderdienst-M.)
Für die wohltuenden Beweise der Teilnahme, die uns bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen in so reichem Ma&e zuteil geworden sind, sagen wir wärmsten Dank.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Martha Curschmann Else Brill
Gießen. Im Oktober 1935.
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