regen und das
desgesamten
Aus aller Welt
den
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Reichsstatthalter Löper. (Scherl-Bilderdienst-M.)
deutschen Fertigwaren durch Abschluß von Kom- pensationsgeschäften in Gang zu bringen. Im ande. ren Falle tft nicht abzusehen, wie bie Vereinigten Staaten ihren großen Baumwollüberfluß in Zu- kunft den Verbrauchern Zufuhren wollen.
grenzenlose Vertrauen
„ , _______ Volkes zum Führer beweisen.
Ewigkeitswerte wurden und werden aeschaf- fen, seien es die Deutschland umspannenden Auto-
Berlin, 23. Okt. (DNB.) Der Reichsschatz, meister der NSDAP. Schwarz, hielt am Diens- tag über sämtliche deutschen Sender folgende Ansprache:
„Das deutsche Volk hat in den 2Vz Jahren unter der starken Hand des Führers Leistungen vollbracht, die das Staunen der ganzen Welt er-
Das Verkehrsproblem im Schwarzen Erdteil
Autos und Flugzeuge überholen die Eisenbahn.
Die neue Arbeitsbeschaffungslotterie
Ein Aufruf des Reichsschahmeisters Schwarz.
Der Gau Magdeburg-Anhalt trauert um Hauptmann Löper.
Eine Abfchiedsfeier von Regierung und Gauleitung in Dessau.
Dessau, 23. Ott. (DNB.) Am Mittwochabend versammelten sich im Hause des anhaltischen Staatsministeriums die engsten Mitarbeiter vom Gaustab, die führenden Vertreter aller Parteigliederungen und Organisationen aus dem ganzen Gau, der Oberpräsident von Ulrich, der Regierungspräsident von Jagvw und Vertreter der anhaltischen und braunschweigischen Staatsregierung zu einer A b - s ch i e d s f e i e r für den verstorbenen Gauleiter und Reichsstatthalter Hauptmann Löper. Der Saal war mit den Symbolen des Dritten Reiches und mit Trauerflor würdig geschmückt.
Nach kurzen einleitenden Worten des anhaltischen Staatsministers Frey berg richtete der stellvertretende Gauleiter Staatsrat E g g e l i n g eine Ansprache an die Versammelten, in der er u. a. ausführte: Erst heute, da wir vor dem Unabänder- lichen stehen, ist uns klar, daß wir nicht nur
Es wird manchen überraschen zu hören, daß bei der Volkszählung im Jahre 1933 in Deutsch, land (ohne Saargebiet) 756760 Ausländer lebten. 667 654 von diesen konnten eine bestimmte Staatsangehörigkeit angeben; 88 612 waren st t e n l o s und 494 wußten über ihre Staatso
Don Donnerstag ab bis zum Tage der Beisetzung ist allen Volksgenossen Gelegenheit gegeben, von ihrem Gauleiter Löper im Hause des Reichsstatthalters Abschied zu nehmen In den ersten Vormittagsstunden liefen aus allen Teilen des Gaues und des Reiches Beileidstelegramme ein. Außer von hervorragenden Vertretern von Staat und Partei, darunter den Reichsministern H e ß, Dr. F r i ck und Dr. Goebbels, gingen Beileidstelegramme vom Herzoghaus von Anhalt, von den Reichsstatthaltern Sauckel und Hildebrandt, dem Landeshauptmann der Provinz Sachsen, Otto, und zahlreichen Kreisleitern ein.
Beileidstelegramm des Führers
Berlin, 23. Okt. (DNB.) Der Führer sprach Frau Löper mit folgendem Telegramm sein Beileid aus:
„Hum Hinscheiden Ihres Gatten spreche ich Ihnen mein herzlichstes Beileid aus. Er war einer meiner ältesten und treue st en Mitkämpfer, dessen Verdienste um die Wiederaufrichtung des Reiches unvergänglich sind. I n Dankbarkeit und Verbundenheit gedenke ich seines Wirkens als Gauleiter und Reichsstatthalter. Möge Ihnen der Gedanke an das große Werk Ihres Gatten Trost in Ihrem schweren Schmerz geben. Gez.: Adolf Hitler."
bekämpfung im Flugzeug ins bedrohte Gebiet zu entsenden. — In der Gegend von Santa Anna wütete zu gleicher Zeit ein schwerer S a n d st u r m, der die Sperrung der Landstraßen notwendig machte, weil die von dem Sand geblendeten Kraftwagenfahrer zahlreiche Zusammen st öße verursach, ten. In der Nähe von Huntington Beach legte eine Windhose 18 Oelkräne um.
Devisenschieber zu Gefängnis verurleilt.
Vor der Großen Strafkammer in Karlsruhe stand der 34 Jahre alte, erheblich vorbestrafte Italiener Carlo P a s s e r i n i aus Rom, der sich wegen Paß - vergehens und Verfehlungen gegen die Devisengesetze sowie wegen Urkundenfäl- sch un g zu verantworten hatte. Mit gefälschtem Paß unternahm Passerini mehrere Reisen von Pa- ris nach Deutschland, auf denen er rund 8000 Re- aistermark über die Grenze verschob. Das Betriebs- kapital für die Schiebungen wurde ihm von einer gewissen Almira Cavallieri in Paris, die er nach seiner Flucht aus einer Heilanstalt kennengelernt hatte, zur Verfügung gestellt. Offenbar arbeitete er mit einer berüchtigten Devisenschieber- banbe zusammen. Das Gericht verurteilte ben ge- ständigen und als voll zurechnungsfähig anzusehen- den Angeklagten zu zwei Jahren Gefängnis und 8000 Mark Geldstrafe.
Wieviel Ausländer gibt es in Deutschland?
Wir wissen aus der Geschichte der jüngsten Zeit, eine wie schwerwiegende Rolle der Besitz großer Eisenbahnlinien in der Weltpolitik gespielt hat. Der Bau der B a g d a d b a h n vor dem Weltkrieg brachte uns in einen ähnlichen Gegensatz zu Eng- land wie jetzt der Streit um Abessinien Italien. Ein fast unvermeidlich erscheinender Krieg im Fernen Osten ist erst durch ben Verkauf ber ost chine - sischen Eisenbahn in ber Mandschurei durch die Sowjets an Japan verhindert oder hinausge- schoben worden. Fast jeder Kontinent hat seine große strategische Linie, an deren Besitz sehr viel hängt. Die transsibirische Eisenbahn, die Bagdad- bahn, die großen P a z i f i k l i n i e n in Amerika einschließlich ber Transanbenbahn zwischen Buenos-Aires unb Santiago be Chile. Nur Afrika hat keine berartige Lime.
Ss wird jetzt soviel davon gesprochen, daß der Besitz von Abessinien eine „Unterbrechung der Strecke Kapstadt — Kairo" bedeute, dem grv- ßen Gedanken eines Cecil Rhodes, den der Weltkrieg schließlich für die Engländer verwirklicht hat. Aber die von Rhodes gedachte ungeheure Strecke ist auch bis heute noch nicht gebaut worden. Eine normale Fahrt von Kapstadt nach Kairo mit Hilfe ber zur Verfügung stehenden Verkehrsmittel dauert auch heute noch 40 Tage. Erst das Flugzeug hat bie notwendige Verkürzung gebracht. Man braucht heute von London nach Kapstadt über Kairo mit dem Flugzeug nur 14 Tage, eine ungeheure Zeitersparnis! Wozu sollte aber auch ein Tourist ober Geschäftsmann 40 Tage lang zunächst auf ber Eisenbahn von Kapstabt nach Bukama am Rande des Kongostaates fahren, um bann zweimal umzusteigen und abwechselnd mit dem Auto und dem Kongodampfer bis zum Albertee zu gondeln, um von dort wiederum unter wiederholtem Umsteigen zu Schiff nilabwärts und auf den kleinen Umgehungsbahnen bei den Katarakten bis Assuan zu fahren, wo er erst den Anschluß nach Alexandrien erhält? Er hat es ja viel bequemer,
nationalsozialistischen Vorkämpfer unseres Gaues, nicht nur den weitschauenden politischen Führer verloren haben, sondern den er st en Repräsentanten für die Einheit von Staat und Partei. Für uns alle, die wir die letzten Jahre der Erhebung unseres Volkes erlebt haben, steht es fest, baß diese ersten Vorkämpfer der nationalsozialistischen Idee, diese alten Paladine des Führers, in dem Bereich ihrer Gaue eine einmalige Erscheinung sind, bie niemals ersetzt werben können. So wie der Führer aus einer ganz kleinen Schar von Anhängern schließlich bas Millionenheer ber NSDAP, schuf, so haben sie im Bereich ihrer Gaue mit unerrnüblicher Mühe und Opferbereitschaft aufgebaut und geschaffen und schließlich den Staat erobert, nicht um diesem Staat -ine neue Regierung zu geben, sondern chn mit neuem Inhalt zu erfüllen und das Volk zur Gemeinschaft zu führen. Wenn wir das Leben des Verstorbenen betrachten, so war es -ein einziger Weg von Opfer, Arbeit, Leiden unb Kämpfer.. Wie tief biefer echteste deutsche Mann empfand unb wie glücklich er sich fühlte in bem Bewußtsein, unserem Führer bienen gu können, wie lieb er sein Volk hatte und wie er on seinen Mitkämpfern unb Mitarbeitern hing, aus seinen letzten Worten hervor, bie er an mich gerichtet hat und bie ich in biefer Stunde Ihnen verlesen möchte: „Möge als Frucht unseres Kampfes unser Vaterland neu erstehen in Glanz und Herrlichkeit und dauern bis ans Ende der Zeiten. Ich bitte Sie, sich zum Führer zu begeben uinb ihm zu sagen, baß ich ihm banke für alles, was er mir gegeben hat. — Der Himmel möge ihn legnen unb sein Werk. Sagen Sie ihm, baß ich ihm treu war immerbar." Zu biefer Treue, wie er Fie gegen seinen Führer fühlte, wollen wir uns in tiiefer Stunde bekennen unb wollen zum letztenmal in seine sterbliche Hülle treten und ihm still geloben, seinem Beispiel zu folgen und seinem Vorbild zu leben.
Anschließend begab sich die Trauergemeinde zu Fuß zum Hause des Reichsstatthalters und nahm an ter Bahre des verewigten Gauleiters stillen Ab- chied. Die ganze Stadt ist ein einziges Meer chwarzumflorter Fahnen. Alle öffentlichen Gebäude oben die Fahnen halbmast gesetzt. In den Schulen ourbe der großen Verdienste des alten und treuen Mitkämpfers Adolf Hitlers in Ansprachen der Lehrerschaft gedacht.
t e n l o s unb 494 wußten über ihre Staatsangehörigkeit nichts zu sagen. Dor dem Kriege ist bis Zahl der Auslänber in Deutschlanb von Zählung zu Zahlung gestiegen. 1871 ermittelte man 207 000 Auslänber und 1910 im heutigen Reichsgebiet 1 129 951. Im Jahre 1925 ergab die Volkszählung 957 096 Angehörige fremder Staaten und 1933, wie oben gesagt, 756 760. Die größte Zahl unter ben Ausländern stellen die Staatsangehörigen der Tsche- choslowakei mit rund 186 000 Personen. Dann folgen die Angehörigen Polens mit 148 000, Oester- reichs und Hollands mit je 80 000, die Schweiz mit 40 000, Italien 22 000, Jugoslawien 17 000, Ruß- land 13 000, Ungarn und Danzig je 10 000.
st r a ß e n oder die mächtigen Dämme, durch die wir den Volksgenossen auf den Inseln der Nord- und Ostsee die brüderliche Hand reichen, sei es das Land, bas in harter Arbeit bem Meere abgerungen, Tausenben als Siedlungsstätte eine neue freie Heimat werden wird. Dem staatlichen Vorbild folgte erfreulicherweise auch die Privatwirtschaft überall neue Arbeitsplätze schaffend, unb bamit die Arbeitslosenzahl vermindernd. Neben dem Aufbau und der Arbeit im Innern hat uns aber ber Füh- rer auch nach außen burch bie Einführung der Wehrpflicht wieder Ehre und Freiheit und Weltgeltung zuruckgegeben.
Außergewöhnliche Leistungen erfordern auch ^^-gewöhnliche Mittel. Gerade die Arbeitsbeschaffung als Problem des ganzen Volkes und des einzelnen mußte deshalb nicht nur vom Staat allein, sondern auch durch die freiwil- lige Mithilfe aller Volksgenossen gefordert werden. In ihrer Verbundenheit mit dem Staate hat deshalb die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei den Weg der freiwilligen Hilfe beschritten, als sie auf Wunsch des Führers und als Unterstützung für bie Durchführung bes Arbeite beschaffungsprogramms bas großartige Werk, bie - -b e-i!s b e schaffungslotterie, ins Leben rief. Fünf solcher Lotterien würben bis jetzt burch-
geführt, unb alle fünf brachten sie, bank der Opfer» wiUwfeit aller Volksgenossen, einen schönen Erfolg. iRit biefer hohen' Zielgebung ist bie Arbeitsbeschaf- sungslotterie über jebe anbere Lotterie und über pen Zweck einer Lotterie überhaupt hinausgewach- sen Die Form der Mittelbeschaffung burch eine Lotterie kann ich nur als glücklich bezeichnen, da sie nicht nur ein wertvoller Faktor im Aufbauprogramm geworden ist, sondern auch da und dort dem Volksgenossen kleine und große Gewinne brachte die sich wiederum segensreich in den Nöten des Alltagslebens auswirkten.
Die Arbeitsbeschaffungslotterie geht Hand in Hand mildem Winterhilfswerk des deutschen Volkes. Beide haben große Aufgaben zu erfüllen, die sich gegenseitig ergänzen. Aus diesem Grunde habe ich angeordnet, daß am 1. Oktober bie f e ch ft e R e i ch s l o 11 e r i e für Arbeitsbeschaffung aufgelegt würbe.
Wenn ich Sie hiermit in meiner Eigenschaft als Generalbevollmächtigter bes Führers in allen Vermögensrechtsfragen der Partei aufrufe zur freudigen Mithilfe am Gelingen dieser Arbeitsbeschaffungslotterie, so tue ich das in der Gewißheit, daß auch Sie, meine Volksgenossen, mit bem Führer einig sind in dem unerschütterlichen Willen zum Aufbau unseres Reiches. Helfen Sie also, daß auch der sechsten Reichslotterie für Arbeitsbeschaffung ein voller Erfolg beschieden sei. Tragen Sie dazu bei, denjenigen unserer Volksgenossen, bie burch bie Katastrophenwirtschaft ber Systemzeit unverschulbet arbeitslos geworden unb in Not geraten sind, wieder Arbeit zu geben. Sie sollen nicht weiterhin bas Brot bes Mitleibs essen, sie sollen roieber burch eigener Hänbe Fleiß in freier Arbeit ihren Lebensunterhalt ver- bienen können. Das ist ber Wunsch unb Wille bes Führers."
unendlich viel billiger und auch rascher auf einem der vielen deutschen, englischen und italienischen Dampfer, die nur 30 Tage unb weniger für bie gleiche Strecke brauchen. Die Eisenbahnen sind nämlich in Afrika ein wenig überholt. . .
Der gesamte ungeheure Kontinent besitzt nur 67000 Kilometer Eisenbahn st recke. Das ist nur wenig mehr als Deutschlanb auf feinem im Vergleich bazu lächerlich kleinen Gebietsumfang besitzt. Die bestentwickelten Eisenbahndistrikte sind naturgemäß Süd- und Nordafrika, wo die weiße Bevölkerung am stärksten vertreten und bie wirtschaftliche Erschließung am weitesten fortgeschritten ist. Die Franzosen haben auch als erste eine große Küstenbahn von Marokko bis nach Tunis gebaut. Mit ber strategischen und wirtschaftlichen Bebeutung biefer Strecke kann die große südafrikanische Bahn von Ben» aueHa in Angola bis nach Beira in Portugiesisch-Mozambique nicht konkurrieren. Ein Witz übrigens, daß die beiden am wenigsten entwickelten Kolonien, nämlich die portugiesischen, Anfangs- und Endstation der ersten Transkontinentalbahn sind. Beinahe wichtiger ist schon die erst nach dem Kriege geschaffene Verbindung zwischen dem stark ausgebauten Bahnnetz von Deutsch-Südwestafrika und dem Kapbahnnetz.
Alle übrigen afrikanischen Bahnen sind mehr oder weniger Stichbahnen. Die großen Plan- tagenbetriebe in der Nähe der Küste oder im Innern mußten mit der Küste verbunden werden, weil der Transport in bem rnenschen- unb noch mehr pferbe- armen Lanbe ungeheuere Summen verschlang. So entstanden die äußerst wichtigen Bahnen in Ni- gena, in Deutsch-Ostafrika, in Kenya, in Abessinien, am Senegal und in fast allen den verteilten europäischen Enklaven an der Guineaküste. Aber dieses Stadium der Küstenbahnen scheint fast abgeschlossen zu fein.
Don immer größerer Bedeutung wird bie Huto- ftrafce. Man kann heute fast burch alle großen
Amerikas Baumwottüberslutz
Seit Jahren find bie Vereinigten Staaten bemüht, bie Erzeugung von Baumwolle einzuschränken, weil sie infolge ber Störungen bes weltwirtschaftlichen Warenaustausches nicht mehr genügenben Absatz für ihre Überproduktion von Baumwolle finden können. Die Politik der Anbaulleschränkung hat aber bisher völlig versagt. Sie scheint in diesem Jahre zu einer abermaligen Verschärfung der Baumwollkrise zu führen. Denn nach ben vorliegenden Schätzungen wird die diesjährige Ernte 11,8 Millionen Ballen betragen, also bie Vorjahrsernte noch um 2,2 Millionen Ballen über ft eigen. Die amerikanischen Farmer betrachten aber biefes gute (Ernteergebnis mit schweren Sorgen. Der Absag geht ständig zurück, weil die amerikanische Handelspolitik es nicht verstanden hat, die Märkte der amerikanischen Baumwolle aufnahmefähig zu erhalten. Kem Land, und sei es noch so mächtig, kann heute den Export seiner Erzeugnisse behaupten oder gar steigern, wenn es nicht bereit ist, entsprechende Mengen der Erzeugnisse seiner Abnehmerländer zu kaufen.
Vor dieser Grundregel des internationalen Warenaustausches haben die Vereinigten Staaten allzulange ihre Augen verschlossen, und sie haben infolgedessen z. B. den großen deutschen Markt für ihre Baumwolle zum größten Teil verloren. Denn wie sollte Deutschland bie bisherigen Baumwollbezüge bezahlen, nachbem seine Devisenbestänbe erschöpft waren unb bie Vereinigten Staaten sich weigerten, im Kompensationswege entsprechend größere Mengen deutscher Waren zu übernehmen! So war Deutschland gezwungen, seine Baumwolleinfuhr aus ben Vereinigten Staaten abzubrofseln und zu versuchen, aus anberen Länbern im Austau s ch w e g e Baumwolle zu beziehen. Die Vereinigten Staaten aber können jetzt ihren Baumwollüberfluß nicht absetzen, obwohl in Deutschlanb infolge der allgemeinen Wirtschaftsbelebung und der erhöhten Kaufkraft der Verbraucher ein st eigen d e r Baumwollbedarf vorhanden ist
Vielleicht wird nun endlich die wachsende Not ber amerikanischen Baumwollfarmer, bie ber gute Ernteausfall im (Befolge haben wird, die Vereinigten Staaaten au einer grundlegenden Revision ihrer Handelspolitik veranlassen. Denn nachdem die Einschränkung bes Anbaues völlig versagt hat, bleibt nur noch ber Weg einer Äus- weitung bes Absatzes übrig. Der Beweis ist erbracht, baß bie Störung bes zwischenstaatlichen Warenaustausches bie Erzeuger ebenso schwer trifft wie bie Verbraucher und bie Verarbeiter. Ein roh- stofferzeugendes Land, bas seinen Kunben den Bezug seiner Erzeugnisse unmöglich macht ober sie zur Einschränkung ihrer Käufe zwingt, schädigt sich selbst am allermeisten. Wenn die Re- aierung ber Vereinigten Staaten bas eingesehen haben wirb, wird es vielleicht möglich sein, den Austausch zwischen amerikanischen Rohstoffen und
das erste Radium aus dem Joachimsthaler Uran- pecherz erzielte. Die Radiumgewinnung hat sich im Laufe dieser Zeit verbessert, aber für die Gewinnung eines Gramms Radium sind nicht weniger als 10 Tonnen Uranpecherz und 30 Tonnen Chemikalien notwendig. Für bie Gewinnung bes ganzen bis heute in Joachimsthal probierten Radiums würben minbeftens 1000 Tonnen Uranpecherz unb 3000 Tonnen Chemikalien, also zusammen 4000 Tonnen Material verarbeitet. Dieses Material kommt ber Labung von acht Güterzügen zu je 50 Waggons gleich. Das baraus gewonnene Rabium kann demgegenüber Raum in einem kleinen Fläschchen finden.
Hochschulnachrichten.
Der Leiter der Wirtschaftskammer Hessen und Präsident der Industrie- und Handelskammer für das Rhein-Mainische Wirtschaftsgebiet, Pg. Prof. Dr. Carl L ü e r, wird im kommenden Wintersemester in Verbindung mit dem Vorsitzenden des Direktorenrats des Instituts für Wirtschaftswissen, fchaften, Pg. Prof. Dr. Dr. h. *c. F. Schmidt, und dem Direktor des Instituts für Rechtstatsachen, forsckung und angewandtes Wirtschaftsrecht, Pg. Prof. Dr. Friedrich Klausing, an ber Uni- oerfität Frankfurt eine Vortragsreihe über Gegenwartsfragen aus Recht unb Wirtschaft burchführen, für die folgende Redner gewonnen worden sind: Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk: Nationalsozialistische Finanzpolitik; Prof. Dr. Hermann H a e m m e r l e, Königsberg: Staatsidee und Wirtschaftsrecht; Staatssekretär Geheimrat Koenigs: Außenhandel und Verkehr; Reichsbankpräsident Dr. Hjalmar S ch a ch t über: Deutsche Wirtschaftspolitik; Staatsminister Prof. Dr. L e h n i ch: Das Problem der Marktregelung in der nationalsozialistischen Wirtschaft; Prof. Dr. Vershofen, M. A., Nürnberg: Die betriebswirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Aufgaben der Organisation der gewerblichen Wirtschaft; Ministerialdirektor Dozent Dr. Mansfeld: Gegenwärtige Probleme ber Sozialpolitik unb bes Arbeitsrechts.
Kunst und Wissenschaft.
Lrinnerungsfeiern für August von plalen in Syrakus.
Am 15. Dezember dieses Jahres, dem 100. Todestag des deutschen Dichters August von P l a t e n , wird die sizilianische Stadt Syrakus, in der der Dichter starb, würdige Erinnerungsfeiern veranstalten. Mussolini hat das Programm für die Feierlichkeiten genehmigt.
Alle Dappenreliefs
an der Innsbrucker Sladlapolheke.
Gegenwärtig wird die Fassade der Stadtapotheke in der Altstadt Innsbrucks erneuert. Bei dieser Gelegenheit wurden am unteren Teil des dreistöckigen Erkers, der das Haus schmückt, unter der Tünche drei prächtige alte Wappenreliefs entdeckt. Die herrlichen, kunstvoll geschwungenen Ranken, bie die Wappen umgeben, legen einen Vergleich mit den Wappenreliefs des benachbarten „Goldenen Dachl" unmittelbar nahe. Es läßt sich fast mit Sicherheit annehmen, daß bie neuentdeckten Reliefs von dem gleichen Meister stammen, der um das Fahr 1500 den plastischen Schmuck des „Goldenen Dachl" geschaffen hat. Ferner wurden hinter ben jetzigen Fensterrahmen altgotische Fensterpfosten, die noch die Spuren echter Vergoldung tragen, entdeckt. Die Freilegungsarbeiten erfolgen mit großer Sorgfalt unter Aufsicht des Landesdenkmalschutz- amtes.
Hundert Gramm Radium.
In der staatlichen Radiurnfabrik Joachimsthal bei Berlin wurde dieser Tage das hundertste Gramm Radium gewonnen. 37 Jahre sind heuer vergangen, seit das Ehepaar Curie in Paris
Blutige Gangster-Schießerei in Amerika.
^Der berüchtigte Neuyorker Gangster Dutch Schultz, alias Arthur Flegenheimer, wurde in einer kleinen Spelunke in der Nähe von Neuyork von einer gegnerischen Bande mit Maschinengewehren nieberbeschossen. Schultz und zwei Mann seiner Leibwache wurden schwer verletzt. Schultz hatte in den letzten Jahren der Prohibition den gesamten Bierhandel Neuyorks kontrolliert. Er hat zahlreiche Morde auf dem Gewissen und ist der letzte Gangster der Prohibitionszeit, dem es gelungen war, den Verfolgungen der Polizei zu entschlüpfen.
Verzweifelter Kampf gegen die DaldbrSnde in Kalifornien.
In ber Nähe von Los Angeles sind 47 beim Straßenbau beschäftigte Sträflinge und eine Reihe von Cowboys, die mit ihren Viehherden vor den in ber Umgebung ausgebrochenen Walbbränben auf ber Flucht waren, von ben Flammen eingefchlosjen waren. Rettungskolonnen versuchen, mit Gasmasken bewaffnet, den Einaefchlos- senen durch die mit rasender Geschwindigkeit um sich greifenden Präriefeuerwände hindurch Hilfe zu bringen. Die Stadt Los Angeles selbst ist von riesigen Staub- und Sandwolken bedeckt. Bisher sind über hundert Wohnhäuser niedergebrannt, darunter vierzig Luxusbesitzungen in eleganten Villenvierteln. Heber 250 Personen haben Brandwunden und Verletzungen erlitten und mußten in die Krankenhäuser eingeliefert werden. Der Schaden wird bisher auf über 1 Million Dollar geschätzt. In einer Entfernung von etwa 60 Meilen wüten immer noch heftige Waldbrände.
In verschiedenen Teilen des südlichen Kalifornien wüten verheerende W a l d b r ä n d e, die sich infolge der starken Winde immer weiter ausbreiten. Der Schaden in den Waldbeständen ist riesengroß. Auch mehrere Wohnhäuser sowie ein Sanatorium fielen ben Flammen zum Opfer. Bei bem Brande bes letzteren kam ein Kranker in ben Flammen um, währenb die 60 übrigen Insassen des Sanatoriums gerettet werden konnten. Mehrere Ortschaften sind ernstlich bedroht. Tausende von Notstandsarbeitern wurden zur Bekämpfung der Brände eingesetzt. Die Forstbehörde in San Franzisko wurde aufgefordert, so schnell wie möglich Sachverständige zur Feuer-


