Ausgabe 
24.7.1935
 
Einzelbild herunterladen

Vl! * sS* n 5 ölig.

J H o o n ebf sei, ' einer i, ?ugenbliE >enn e5 v eVai* e intern^

ifenb E " °bM 95* i Laa gegen

H

tennade

lhersto, 'egrüßun; l am ehi- 1 Krieg j n- Er |( er 3ugeni 'n selbst fc mmen hi» ich selbst,! lüber da; starker $ tän hac Reichst allen n Deuts- so intern

bober n Kamen ii5 an bn lten, uni: 'gen eizm sich auch: diejenigen geführt ich erneut r Besten il 'n Gästen Sim ls 2lnbv

Jlit den: Sie zu i jen. - 5.

diese Sd iglischen $ In ein. ttag mit and die! j)auptbob ngetunbtn Abschieds?

ifet*

i zum M jer aber r auf der grj enen n die ftt Ilsterleute! m BeM

uifl tfiF

l zu tun b arteten in zu be^ ni nordin ber, in j# jnb de S» rische" rische W 'alten, dir ins die üholtsche" der M'2 ad Knech- ngs in e t beM [ Leinen Biertelnf trt SSf .ja n no» t Ä E her -

öW» iB noij^

Es

gestoßen, seien er»

fsn, alte Frauen überfallen und

e mit Kindern

teinen beworfen und

H- setzte Mchr in

u.

deutschen Charakter der Freien Stadt Danzig an»

(deutschen C zuzweifeln.

und und

der Freien Stadt Polen bestehende habe aus diesem der Freien Stadt Verordnung nicht

Tragweite in das zwischen Danzig und der Republik Rechtsverhältnis dar. Ich Grunde das Landeszollamt Danzig angewiesen, diese auszuführen.

Man findet unter den 1300 auslandsdeutschen Jungen die Vertreter von nicht weniger als 51 Staaten aus allen Erdteilen. Es handelt sich zum größten Teil um reichsdeutsche Jungen und Angehörige der Hitlerjugend, deren Eltern gegenwärtig im Ausland leben, und ausländischen Jugendorganisationen angehörende volksdeut» sche Gruppen, denen die Teilnahme am Deutschlandlager 1935 durch ihre Regierungen aus­drücklich gestattet wurde. Man findet da unter den Gästen aus fremden Zonen deutsche Jungen aus allen Ländern Nord-, Mittel- und Südamerikas, Kanada, Südafrika und Australien. Aus den Stein­wüsten der Großstädte in den Vereinigten Staaten sind sie gekommen, ebenso wie aus den tropischen Urwäldern Brasiliens, den Pampas und Prärien Mexikos, Argentiniens, Chiles und den Einöden des hohen Nordens. Die meisten von ihnen sprechen noch fließend Deutsch, andere wieder haben einen starken ausländischen Akzent oder beherrschen gar nur mehr einige Worte ihrer Muttersprache. In diesen Fällen leben die Familien natürlich schon seit drei, vier oder mehr Generationen im Aus­lande.

Ergänzend teilt die Danziger Regierung noch ... a. folgendes mit: Die Durchführung der Der- ordnung müßte zur Folge haben, daß Danzigs Handel und Industrie bei der Versorgung des polnischen Marktes mit Auslandswaren aus- geschaltet werde, daß der Danziger Hafen, dessen natürliches Hinterland Polen ist und der in seinen Ausmaßen und Einrichtungen auf dieses Hinterland eingestellt ist, vollkorn- men verödet. Die Rückwirkung im Zusammen- hang hiermit auf die übrigen Zweige der Danziger Wirtschaft müßte verheerend sein.

Danzig ist in die Zollgrenze Polens

Erstes Welttreffen der Hitlerjugend imDeuffchlandlager 1935".

1300 auslandsdeutsche Zungen aus 51 Staaten.

Indem ich Ihnen, Herr TNinister, den Protest des Senats der Freien Stadt Danzig gegen den Erlaß dieser Verordnung übermittle, e r - warte ich, daß diese Verordnung sofort zurückgenommen wird. Außerdem behält sich der Senat der Freien Stadt Danzig weiter­hin vor, alle Maßnahmen zu treffen, die ihm zum Schuhe der Danziger Interessen notwendig erscheinen. Er behält sich insbesondere vor, Ersah für alle Schäden zu verlangen, die der Freien Stadt Danzig durch die Verordnung erwachsen sollten."

Danzig protestiert gegen die Bedrohung seiner wirtschaftlichen Grundlagen.

Der Danziger Senat fordert Zurücknahme der polnischen Zollverordnung.

Am Mittwoch wird sich die Regierung darüber schlüssig werden, ob sie der Königin ihren Rück- tritt einreichen oder andere Maßnahmen in Vor­schlag bringen soll. Als der Ministerpräsident nach Aufhebung der Kammersitzung das Parlament ver­ließ, wurden ihm von einer großen Menschenmenge begeisterte Kundgebungen dargebracht. Es ertönte immer wieder der Ruf:Es lebe Colijn!"

eiinim einen Tag alten Säugling lag.

Danzig, 23. Juli (DNB.) Anläßlich der gegen die Danziger Zollverwaltung gerichteten V e r o r d - nung des polnischen Finanzmini st ers fand eine Unterredung zwischen dem Danziger Senatspräsidenten Greiser und dem diplo­matischen Vertreter der Republik Polen, Minister Dr. Papse, statt. Dabei überreichte Senatspräsi­dent Greiser dem Minister Papse eine Note der Danziger R e g i e r u n a , in der gegen die polnische Verordnung schärf st er Protest eingelegt wird. In der Note wird darauf hingewie­sen, daß die Danziger Regierung nicht in der Lage sei, die Verordnung des polnischen Finanz- Ministers auszuführen, da die Verordnung gegen die bestehenden Rechtsgrund­lagen verstoße. Die Note des Danziger Senats hat folgenden Wortlaut:

Aus dem Gefehblalt der Republik Polen hat der Senat Kenntnis erhalten von einer am 18. Iuli erlassenen Verordnung, mit der die Tätigkeit der Danziger Zollämter auf die Abfertigung derjenigen Ausland­waren beschränkt wird, die für die Be­dürfnisse des örtlichen Verbrauchs und Ge­brauchs im Gebiete der Freien Stadt Danzig bestimmt sind. Diese Verordnung stellt einen Einbruch von außerordentlicher

ist kein Zufall, daß der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, ferner Alfred Rosenberg, Reichsminister Darrs, Staatskommissar Dr. Lippert und noch viele andere führende Persönlichkeiten des Staates und der Bewegung auslanddeutscher Herkunft sind. Inmitten einer verständnislosen, wenn nicht gar feindlich eingestellten Umwelt lagen diese Männer in ständigem, hartem Kampfe um ihr Deutschtum, verzehrten sich in Sehnsucht nach einem starken, freien und in der ganzen Welt geachteten Vaterland, wie sie auch viel früher als die Heimat die ihrem Volkstum drohenden Gefahren zu erken­nen und richtig einzuschätzen wußten.

Unter diesen Gesichtspunkten betrachtet, kommt dem ersten Welttreffen der Hitlerjugend vom 28. Juli bis 12. August imDeutschlandlager 1935" in der Umgebung der Führerschule Kuhl- m ü h l e in der Mark unter Leitung von Oberbann­führer Mieke erhebliche staatspolitische Bedeutung zu. In vierhundert Zelten treffen sich dort gegen 1300 auslanddeutsche Jungen und etwa 800 bis 1000 Angehörige der reichsdeutschen Hitlerjugend, um in zweiwöchigem, ungebundenem Lagertreiben gemeinsam die Volksgemeinschaft zu er­leben. Am 28. Juli erfolgt die feierliche Eröff­nung des Deutfchlandlagers durch den Reichsjugend­führer Baldur von Schirach. Ein großer Gebiets» aufmafcfd) führt dann am -3. August die gesamte Jugend nach Berlin.

eingeschlossen worden, damit die für Polen bestimmten Waren auch in Danzig endgül­tig verzollt und ungehindert nach Polen weitergesandt werden können. Diese Regelung ist nicht nur im Interesse Polens, sondern auch im Interesse Danzigs erfolgt, wie es z. B. aus dem Warschauer Abkommen hervoraebt, nach welchem die Regierung Polens verpflichtet ist, in ihren Zollgesetzen die Interessen der Freien Stadt Danzig zu schützen. Wenn in Danzig nur die für Danzig selbst bestimmten Waren ver­zollt werden, so wäre nicht einzusehen, warum diese Waren nach der polnischen Gesetzgebung und dem polnischen Zolltarif verzollt werden, warum ihre Verzollung von polnischen Zollinspektoren über­wacht werden soll, warum Polen einen Anteil an den für diese Waren bezahlten Zöllen erhalten soll, warum polnische Einfuhrbewilligungen für diese Waren erforderlich sein sollen usw. Die Verordnung steht hiernach also in einem unvereinbaren Widerspruch z u den Danzig-polni- scheu Verträgen.

Schon auf die Nachricht vorn Erlaß dieser Ver­ordnung hin sind sofort in großem Umfange Waren und Schiffe von Danzig nach Gdingen umgeleitet worden. Solange die Verordnung nicht aufgehoben ist, werden inter­nationale Wirtschaftskreise sich nicht entschließen können, sich bei der Einfuhr von Waren aus dem Zollausland des Danziger Hafens und des Danziger Handelsapparates zu bedienen. Die hieraus dem Danziger Handel und der gesamten Danziger Be­völkerung erwachsenden Schäden müssen so groß werden, daß sie von Danzig nicht getragen werden können. Aus diesem Grunde muß sich die Danziger Regierung im Namen der gesamten Danziger Be­völkerung die Anmeldung von Schadens­ersatzforderungen, für die Polen allein ver­antwortlich gemacht werden muß, vorbehalten. Die Danziger Regierung wird ihre weiteren Maßnah­men von der polnischen Antwort auf die Danziger Note abhängig machen. Die Danziger Regierung ist jederzeit zu einer Verständigung mit Polen über die entstandenen sachlichen Meinungs­verschiedenheiten bereit. Es muß aber mit allem Nachdruck hervorgehoben werden, daß Danzig s i ch keinesfalls bereitfinben wird, vor p o - litifchen Forderungen irgendwelcher Art zu kapitulieren. Die Entschlossenheit Danzigs, seine Schwierigkeiten aus eigener Kraft zu meistern, die z. B. bereits zu einem erheblichen Anstieg der Golddeckung des Danziger Guldens geführt hat, findet ihre moralische und rechtliche Begründung in dem deutschen Cha­rakter der Freien Stadt. Auch von amt­licher polnischer Seite ist ausdrücklich erklärt wor- den, daß Polen heute nicht mehr beabsichtige, den

Manche von den ausländischen Teilnehmern an dem großen Gemeinschaftslager wollen gleich meh­rere Jahre in Deutschland bleiben, um ihre beruf­liche Ausbildung in oer Heimat zu vollenden und dann wieder als gesuchte Facharbeiter ins Ausland zu yehen. Andere auslanddeutsche Jungen hoffen wenigstens dieses Jahr noch in Deutschland ver­bringen zu können, um einmal die Heimat in ihrer ganzen landschaftlichen Schönheit, ihrer stolzen ge­schichtlichen Vergangenheit und mit ihren reichen Kunstschätzen richtig kennenzulernen. Es sind nicht wenige unter diesen Jungens, die sich heute schon darauf freuen, einmal einen echten deutschen Winter, wir man ihn in den Tropen nie erleben kann, und den ganzen Zauber der deutschen Weih­nacht auf sich einwirken zu lassen. So werden Wünsche geäußert und Pläne gesponnen, deren Er­füllung neue, feste Bande zwischen der Heimat und dem Auslanddeutschtum knüpft.

Die ersten auslanbdeutschen Jugendgruppen sind bereits in der großen Zeltstadt am Baalsee bei Zechlin eingetroffen. Das Lager ist in fünf Abteilunyen eingetreilt und wird beherrscht von einem Hügel mit Kommandoturm, von dessen Zin­nen die Fahnen der einundfünfzig am Deutschland­lager beteiligten Nationen wehen. Ein eigener Bahnhof, eine eigene Postanstalt, die einen Sonder­stempel und vom 25. Juli an sogar eigens für das Layer herausgegebene Briefmarken verwendet, ein Thmgplatz, ein Ehrenmal, eine Versammlungshalle, ein eigenes Zelt für Filmvorführungen, vorzüglich eingerichtete Krankenbaraken und elektrische Be­leuchtung vervollständigen das Bild einer richtigen großen Lager st ad t inmitten herrlicher Umge­bung, in der Gelegenheit zu allen Sportarten, dar­unter insbesondere auch Schwimmen, gegeben ist. Das Ufer des Baalsees steht ohnehin im Zeichen von Marine-Hitlerjugend aus ganz Norddeutschland, die dort den unvergänglichen Geist und die Zucht unserer Kriegsmarine pflegt. Die Verprovian- t i e r u n g der über zweitausend Lagerteilnehmer erfolgt wie bei allen derartigen Anlässen durch den H i l f s z u gBayern", der sich zu diesem Zweck mit ungeheuren Lebensmittelmengen einge­deckt hat. Die Verköstigung ist kräftig und reichlich und dem besonderen jugendlichen Nahrungsbedürf- nis angepaßt.

So wird dieses erste Welttreffen der Hitlerjugend dazu beitragen, das Deutschtum in aller Welt zu stärken und durch die Schulung seiner zukünftigen Pioniere im nationalsozialistischen Geiste nicht zu­letzt dem Gedanken der Völkerverständigung dienen.

119000 Arbeitsuchende eingestellt.

Gute Entwicklung der Beschäftigungslage im Juni.

Berlin, 23. Juli. (DNB.) Nach den* vor« läufigen Ergebnissen der Statistik der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung hat die Zahl der Beschäftigten im Laufe des Monats Juni um weitere 1 19 000 zu­genommen. Die Gesamtzahl aller am 30. Juni Beschäftigten beträgt damit rund 16 505 000. Seit Ueberwindung des diesjährigen winterlichen Tiefstandes der Beschäftigung (Ende Januar) haben in den vergangenen fünf Monaten rund 2 100 000 arbeitslose Volksgenossen in der deutschen Wirtschaft wieder Arbeit und Ve r b i e n ft finden können. Die Zunahme der Beschäftigten feit Januar d. I. blieb um rund 1 Million höher als die Abnahme der Ar­beitslosen im gleichen Zeitraum. Diese unterschied­liche Entwicklung der Beschäftigtenzahl und der Ar­beitslosenzahl zeigt, daß der diesjährige starke Zustrom von schulentlassenen Jugend- l i ch e n zum größten Teil von der Wirtschaft aus­genommen ist und daß darüber hinaus die vielen S a i s o n a r b e i t s k r ä f t e, die den Win­ter Über keine Arbeitnehmertätigkeit ausüben, weil sie einen wirtschaftlichen Rückhalt im elterlichen Haushalt oder Betrieb haben und sich daher ohne Inanspruchnahme der Arbeitsämter durchhelfen können, bei der gebesserten Beschäftigungslage wieder v e r s i ch e r u n g s p f l i ch t i g e Ar­beit in den Saisonberufen ausgenommen haben.

Schwerbeschädigte in der Reichskanzlei. Ein Geschenk für den Führer.

Berlin, 23. Juli. (DNB.) In der Reichskanzlei empfing der Reichsorganisationsleiter der NSDAP, und Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront, Partei­genosse Dr. Ley, in Anwesenheit von Ministerial­rat Dr. Killy von der Reichskanzlei eine Abord­nung derRoten Erde" von fast 100 Män­nern und Frauen, zumeist Schwerkriegsbe­schädigte des Werkes Dortmund-Här­der Hüttenverein AG., Werk Hörde, die ge­kommenwaren, umdenFührerzu besuchen und ihm den Dank von 175 schwerbeschädigten Angehöri­gen des Werkes für feine heroischen Taten an Volk und Vaterland persönlich zu entbieten. Als äußeres Zeichen ihrer Dankbarkeit überreichten sie die Nach­bildung einer elfhübigen schweren Kurbelwelle aus Siemens-Martin-Stahl für ein Motorschiff mit einer Schenkungsurkunde. Dr. Ley begrüßte jeden einzelnen der Erschienenen und sprach ihnen den Dank des Führers für ihre An­hänglichkeit und für das schöne Geschenk aus. Man könne dem Führer nicht mehr danken als gerade dadurch, daß man ihm ein Stück der eigenen Arbeit gebe. Durch dieses Geschenk zeige aber auch der Schenkende, daß er die Arbeit und damit den Frieden wolle. Wenn die Schwerbeschädigten auf die Opfer zurückfähen, die sie im Felde und bei der Arbeit, an ihrer Gesundheit gebracht hätten, so könnten sie feststellen, daß ihr Opfer nicht um­so n st, sondern für Deutschland gebracht worden sei. Das müsse für sie ein beruhigender Gedanke fein. Mit Grüßen an die Belegschaft und einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer schloß Dr. Ley seine Ansprache. Hierauf hatten die auswärtigen Besucher Gelegenheit, das Arbeitszimmer des Führers zu besichtigen.

Auflösung des Reichsverbandes der Baltikumkämpfer.

Berlin, 23. Juli. (DNB.) Der Reichs- Minister des Innern hat die Auflösung des Reichsverbandes der B altiku mkämp- f e r (Vereinigung ehemaliger Grenzschutz- und Freikorpskämpfer) und aller sonstigen Ver­bände ehemaliger Frelko rp s kämpf er verfügt.

Mit dieser Auflösung sollen die Verdienste, die sich die alten Freikorpskämpfer um Volk und Reich erworben haben, in keiner Weife geschmälert wer­den. Die Reichsregierung erkennt vielmehr die Ver­dienste der Männer ausdrücklich an, die nach der Revolte von 1918 das Reich im Osten gegen bolsche­wistische Angriffe und in München, Hamburg und an der Ruhr gegen sparlakiftische und kommuni­stische Aufstände verteidigt und geschützt haben. Manches Jahr mußte seitdem vergehen, bis Adolf Hitler und seine Bewegung das neue Deutsche Reich aufbauen konnten, das in der NSDAP., der SA. und der SS. viele der alten Freikorpskämpfer auch zu seinen Kämpfern zählt.

Da im nationalsozialistischen Staat neben der Partei, ihren Gliederungen, den ihr an» geschlossenen und den von ihr anetfann- ten Verbänden anderen Verbänden poli­tischer Art ein Sonderlebennichlmehr z u g e b i l l i g t werden kann, wurde schließlich das verbot derjenigen Verbände notwendig, die sich nicht bereits selbst aufgelöst hatten.

Versammlungö- und llniformverbot für den Stahlhelm auch in Erfurt.

Erfurt, 23.Juli. (DNB.) Auf Grund des Gesetzes vom 28. Februar 1933 zum Schutze von Volk und Staat in Verbindung mit § 14 des Poli- zeioerwaltungsgesetzes hat die Staatspoli- z e i st e l l e für den Regierungsbezirk Erfurt im Einvernehmen mit dem Regierungspräsidenten Staatsminister Dr. Weber das Tragen von Abzeichen oder von einheitlicher Klei­dung jeder Art, die die Zugehörigkeit zum NSDFB. (Stahlhelm) kennzeichnet, verboten. Gleichzeitig sind alle Versammlungen ein» schließlich Pflichtappelle des NSDFB. und das öffentliche Zeigen der Fahnen des NSDFB. ver­boten worden. Die getroffenen Maßnahmen find durch die Tatsache gerechtfertigt, daß in letzter Zeit in großem Umfange Steuerungen und Handlun- gen einer Reihe von Stahlhelmmitgliedern oorge- kommen find, die in unverkennbarer Weise die staats- und parteifeindliche Einstellung weitester Kreise des NSDFB. klar zutage treten ließen und zu strengsten Maßnahmen staatspolizeilicher Art Anlaß gaben.

Zusammenarbeit zwischen Reaktion und Zentrum in Danzig.

Danzig, 23.Juli (DNB.) Wegen Ver­breitung von Flugblättern, in denen die Danziger Regierung in übelster Weise

äMische ZeitungU n i v e r s e" berichtet in gro- M Aufmachung über das Blutvergießen

2 e I f a st.Zwischenfälle von beinahe ungläub­iger Grausamkeit ereigneten sich. In der Akademie» He setzte eine Menge von Drangiften katholische Mchr in Brand und schüttete Petroleum btr ein Bett, in dem eine Frau m i t

Notfälle mit Gewalt Irland zum Der­beiben im Verband des Empires zu zwingen. Der englische Dominionminifter Thomas hat über dese Möglichkeit in seiner letzten Rede völlig un- zveideutig gesprochen und ist sicherlich auch in ^land verstanden worden. Außerdem kann man nit Sicherheit annehmen, daß sich die Ulsterleute ogen jede Auslieferung an ihre Todfeinde, die L'en, mit Waffengewalt zur Wehr s tz e n würden und England in die furchtbare Sage käme, zuzusehen, wie seine treuesten Partei­gänger von den Widersachern Englands an die T and gedrückt würden. Es gäbe keine englische Re- garung, die eine solche Konstellation überlebte und nicht einfach vom nationalen Zorn hinweggefegt ttirbe.

Und fo werden sich vermutlich auch weiterhin in L-lfast Iren und Ulsterleute bewaffnet gegenüber» sichen, Häuser eingeäschert, Menschen auf beiden 6-iten aus dem Hinterhalt oder im offenen Kampfe ei chossen werden. Ein ewiger Unruheherd im bri- tichen Reich.

Rückwirkungen auf Sudirland.

London, 24. Juli. (DNB. Funkspruch.) Infolge btr schweren Unruhen in Belfast herrscht im irischen Fieistaat, und zwar besonders an der Westküste, g: c> ße Erregung. Die in Aufstand getretenen ittfarbeitet von Galway, der Hauptstadt der gleich- ncmigen Grafschaft, haben verlangt, daß alle protestantischen Angestellten der Stadt entlassen werden sollen. Es wurden Umzüge veranstaltet, um die katholischen Arbei­te: mehrerer Fabriken zum Streik zu veranlassen. 2)2 Polizei zerstreute aber die Menge durch einen dkmmiCnüppelangriff. Am Dienstag spät abends bkchlossen die Dockarbeiter in einer öffentlichen Drsammlung die Fortsetzung des Streiks. 5(i Zöglinge der Polizeischule von Dublin sind nach Alway entsandt worden, um bei der Aufrecht­er altung der Ordnung zu helfen. Die Unruhen (pen am Montagabend begonnen, als die Dock- an»eiter s i ch weigerten, einen Kohlen- impfer aus Belfast zu löschen. Am 2)-nstag früh wurde ein Küstendampfer solange ar der Abfahrt gehindert, bis ein p r o t e ft a n t i» ster Maschinist das Schiff verlassen hcüe.

Bn Clones und Limerick stürmten die Kicholiken mehrere Hauser von Protestanten und rit teten große Zerstörungen an. In Limerick ging bii erregte Menge gegen zwei Freimaure r- Ijog e n vor und zertrümmerte die Scheiben einer piv test antischen Andachtshalle. In Kil- Mlock in der Grafschaft Limerick wurde eine pro» teitantische Kirche in Brand g e ft e cf t und Ms auf die Grundmauern niedergebrannt. Sch drei Häuser von Protestanten wurden schwer befjäbigt In Clones ging eine Freimaurer» I cg e in Flammen auf und brannte vollkommen itiiBer. In Trim in der Grafschaft Meath ging die Dinge ebenfalls gegen eine protestantische Kirche do: und zertrümerte mehrere wertvolle alte Kirchen- ferrter. In Limerick werden die Straßen von Liiuppen mit aufgepflanztem «Seiten» ;ewehr bewacht.

Wachsende Spannung m Schottland

politische Spannung in Holland.

Sparprogramm des Kabinetts Colijn.

Amsterdam, 23. Juli. Unter großer Beteili- g^nz iber Bevölkerung würbe am Dienstagnachmit- tlm im ber Zweiten Kammer die Aussprache über dl» Cparvorlage der Regierung Colijn fortgesetzt. Dlse stärkste Fraktion der Kammer, die K a t h o l i -

Partei, kündigte der Regierung die Gefolg- cWjl <iuf. Die Regierung betreibe eine verwäs - eirt i Deflationspolitik, der die Fraktion nicht folgen könne. Die Katholische Partei sei der SliLfiflifung, daß eine allgemeine Herab- s eitzun g der Produktionskosten durch eure wirksame Deflation notwendig sei, wenn ande- reiskit; eine Devalvation vermieden werden solle.

Dlirifterpräfibent Colijn erklärte, die Stellung» notzm der katholischen Fraktion enthalte eine ganz unMdeutige Verurteilung der Regierungspolitik. 3M and) die Sozialdemokraten und K o m» ui Uni ft e n sowie die Abgeordneten mehrerer klei­nen: Parteien gleiche Erklärungen abgege- b-°- Hutten, sei das Kabinett der Auffassung, daß I

London, 23. Juli. (DNB.) Die schweren »luigen Zusammenstöße zwischen Katholiken ßnteftanten in Belfast haben das größte Aufsehen u Schottland hervorgerufen. Die Behörden "'»efirchten, daß sich die Unruhen auch auf Edinburg meinen werden, das in letzter Zeit ebenfalls der vchiuplatz ernster Zusammenstöße zwischen Katho-

eme weitere Fortsetzung der Kammeraussprache über die Sparvorlage keinen Sinn mehr habe. Er halte deshalb eine sofortige Vertagung der Aussprache für notwendig, um der Regierung Ge­legenheit zur Prüfung ber Frage zu geben, welche Folgerungen sie aus der veränderten parla­mentarischen Lage zu ziehen habe. Der Kammer­präsident vertagte die Sitzung auf unbestimmte Zeit.

c 3 e 0 m n i b u \ f < i\ mungslos mit S

t3 hllose Bürger mißhandelt worden, wie es in eure: zivilisierten Gemeinschaft der heutigen Zeit b: nc he unglaublich sei.

Dir Führer der Antikatholiken Edin- bhtßs, Stadtrat Eormack, hat in einem Brief an itien Erzbischof weitere energische Maß- nidfjmen gegen die Katholiken in Aussicht gestellt. Kihortland sei ein protestantisches Land, und er Berte sich weiterhin dafür einsetzen, daß die katho» ddiei Angestellten entlassen werden. Der Feldzug fier > e Katholiken habe e r ft angefangen, lerte aber bald in vollem Schwung sein. Die

ip und Protestanten war. Der Erzbischof :mi Edinburg Macdonald hat die Behörden mfiieforbert, gegen die Unruhen einzuschreiten. Er rfl. rt, daß es seit einiger Zeit für einen i'blll) o I i f d) e n P r i e st e r unmöglich fei, tfu der Straße z u erscheinen, ohne den , viaussprechlich st en Beschimpfungen" i'oiu; gesetzt zu sein.In den Fabriken und amt- Äin Werkstätten sind die katholischen Angestellten i mt besonders wehrlose Mädchen einer eutitterten Verfolgung ausgesetzt: rw hat sich bemüht, die Arbeitgeber zu veran- Illiffri, ihre katholischen Angestellten aus religiösen (itrhben zu entlassen." Der Erzbischof weist dann cuf t)ieschimpflichen öffentlichen Ereignisse" a n -

lif l i ch des Euchari st Ischen Kongresses |in, Ibie den Namen von Edinburg beschmutzt hüt- !*r. Priester habe man in wildester Weise ange»