Einfluß des Sonnenlichtes am Grunde der Befruch- tungrwerkzeuge ausgeschieden wird. Dieser Blüten- safr, den die Pflanzen um ihrer selbst willen abson- betn, dient zum Anlocken der verschiedenen Insekten, vornehmlich Bienen und Hummeln, und wird von den Bienen zu hochwertigem Bienenhonig umge- arbcit. Sein hoher Gehalt an Invertzucker — dieser geht ohne Magen und Darm zu belasten unmittelbar insBlut über — die eiweißhaltigen Stoffe, seine Säuren pflanzlicher Herkunft, sein Kalk, Eisen, Mangan, Phosphor sind wichtige Äufbaustoffe des menschlichen Körpers und machen ihn zu einem wichtigen Nähr- und Stärkungsmittel. Bienenhonig ist aber seiner edlen Geruchs- und Geschmacksstoffe wegen auch ein köstliches Genußmittel. Er wirkt als Heilmittel und hat sich neuerdings einen guten Ruf als ausgesprochene Herznahrung erworben.
Der Vortragende gab dann Anweisung über die Methoden zur Honigschleuderung beim Bienenzüchter, wobei peinliche Sauberkeit herrschen müsse, wolle der Erzeuger mit dem Lebensmittelgesetz nicht in Konflikt geraten. Die beste Waffe für die Durchsetzung des deutschen Honigs sei die Erzeugung von Qualitätsware, wobei den Wünschen der Verbraucher hinsichtlich der Schmierfähigkeit durch richtige Nachbehandlung Rechnung getragen werden müsse. Das Ziel, den Bedarf des deutschen Volkes mit deutschem Bienenhonig zu decken, werde erreicht werden, wenn neben der Wahlzucht der Stockmütter für weitgehende Verbesserung der Bienenweide Sorge getragen werde.
Der Verbraucher aber muß wissen, daß Bienenhonig kühl, trocken und luftdicht verschlossen aufzubewahren ist. Keller und Speisekammern können nicht als Vorratsräume dienen. Richtig gelagert, hält er sich beliebig lange, ohne an Wohlgeschmack und Güte zu verlieren. Jeder Honig wird mit der Zelt mehr oder weniger fest. Soll erhärteter Honig flüssig gemacht werden, ohne seine wertvollen Eigenschaften zu verlieren, so darf er im Wasserbade auf höchstens 40 Grad erwärmt werden.
Der zweite Vortrag befaßte sich mit der Königinzucht. Die Reichsfachgruppe Imker hat darüber Richtlinien herausgegeben, die folgendes bestimmen: Wir haben zu unterscheiden: 1. Allgemeine Gebrauchszucht. 2. Reinzucht, 3. Hochzucht.
Jeder fortschrittlich gesinnte Imker hat schon seither nur von seinen besten Völkern nachgezüchtet. Jetzt aber gilt es, bestimmte Stämme oder Rassen zu erwählen, die im Honigertrag und in sonstigen guten Eigenschaften für eine bestimmte Gegend besonders geeignet und die von allen Imkern des Gebietes anzuschaffen sind. In Gebiete des Gießener Beckens mit seinen gemischten Wald- und Feldtrachten kommen bis zur endgültigen Entscheidung die Stämme Sklenar und Knapp-Ried in Frage. Die Hochzucht ist die höchste Steigerung der Reinzucht. Dabei ist natürlich auch der männliche Erb- strom der Vatertiere mitbestimmend. Deshalb ist die Auswahl der Dröhnerige auf den Königinbelegstationen von besonderer Wichtigkeit.
Jedes Volk muß nach den Vorschriften der Organisation mit einer Stockkarte versehen sein, auf der die Angaben über Kreuzung, Herkunft, Entwicklung, Honigerträgnis und dgl. zu machen sind. Jeder Imker muß Auslesezucht treiben mit der Losung: Alle für einen und einer für alle.
Gute Bienenweide aber ist die Voraussetzung für das Gedeihen jeglicher Bienenwirtschaft. Darum müssen Landwirte und Imker Hand in Hand arbeiten. Durch Anbau von Honigenden Pflanzen, durch vermehrte Düngung der Wiesen mit Kali und Superphosphat wird seitens der Landwirtschaft nicht nur im Sinne der Erzeugungsschlacht gehandelt, sondern auch der Bienenzucht gedient. Ohne Bienenzucht ist kein deutscher Obstbau, keine deutsche Samenzucht, kein deutscher Gemüsebau, keine deutsche Flur in heutiger Gestalt möglich.
Ueber das Zusetzen hochwertiger Weisel gibt es verschiedene Methoden, die beim richtigen Abstimmen der seelischen Verfassung der in Frage kommenden Völker alle gut sind. Der Redner empfiehlt, die Königin immer mit eirtem Reservevölkchen beizugeben, wobei hundertprozentige Sicherheit gewährleistet sei. — Reicher Beifall wurde dem Vortragenden für seine aus der Praxis erwachsenen Ausführungen zuteil.
In der anschließenden regen Aussprache wurde nos% Ke Frage der Bienenweideoerbesserung durch die Aussaat von Natterkopf, Riesenhonig und Pha- zelia geklärt und den Bauernimkern der Anbau der sog. Landsberger Mischung (Inkarnatklee, Winterwicke und Sudangras) als Grünfutter und zur Einsäuerung empfohlen.
Praktisch vorgezeigt wurde ein Vierwabenkästchen für Königinnenzucht und ein Sonnenwachsschmelzer für jeden Jmkerwirtschaftsbetrieb. Der Vorsitzende gab noch bekannt, daß die Begattungsstation der Ortsgruppe im Krofdorfer Forst mustergültig hergerichtet sei, und daß die Befruchtungskästchen dort jederzeit abgeliefert werden könnten. — Die anregend verlaufene Tagung wurde in üblicher Weise geschlossen.
Hauptversammlung der Gesellschaft Liebig-Museum Gießen. Oer 3. Familientag der Nachkommen Liebigs wird mit der Jubiläumsfeier im kommenden Lahr verbunden.
Die Gesellschaft Liebigsmuseum Gießen hielt ihre diesjährige Hauptversammlung ab, die der stelloer- tretende Vorsitzende, Universitäts-Professor Dr. Weitz- Gießen, mit dem in seine Begrüßungs- worte eingeschlossenen Hinweis eröffnete, daß der 3. Familientag der Nachkommen Justus von Lie- bigs Eltern in diesem Jahre ausfallen mußte, aber im kommenden Jahre mit der Feier des 25. Jubiläums der Gesellschaft verbunden werden wird.
Hierauf sprach
der Ehrenpräsident der Gesellschaft, Seh. Nat Prof. Or. Sommer,
Über „Justus von Liebigs Briefe an seinen Bruder Carl in Darmstadt." Es handelte sich hierbei um Abschriften, deren Originale im Besitze eines Enkels Carl Liebigs, der sich in Valparaiso befindet, sind. Beim Tode seines Vaters Hans in Lauenstein, eines Sohnes Carls, an den die Briefe gerichtet sind, wurden diese 140 Briefe aufgefunden, die eine Fülle wertvollen Materials, für das Museum, aber auch für die Wissenschaft enthalten. Geh. Rat Sommer hat sich der Mühe unterzogen, diese Briefe zu entziffern und brachte nun eine Auslese von Hinweisen auf die wissenschaftlichen Anregungen und auch auf die familiengeschichtlichen Zusammenhänge zum Vortrag.
Der Vortragende lieh seine Zuhöhrer einen Einblick in das praktische Denken des großen Chemikers gewinnen, der seinem Bruder, der eine Drogerie in Darmstadt betrieb, mit allerlei Ratschlägen nicht nur über die Herstellungsweise, sondern auch über die Anwendungsmöglichkeiten verschiedener Artikel, zur Hand ging.
u. a. wenn er ihm nach der Herstellungsart einer guten Seife gleich darauf verwies, daß diese von den „Frauenzimmern" gern benutzt werden würde. Die genauen Berechnungen und Abrechnungen Justus von Liebigs lassen auch auf sein ausgeprägtes Zahlenempfinden schließen. Dieses offenbart sich auch aus Briefen an und über H. Voll- hard, dem Vater Jakob Vollhards, der später einer der letzten Studenten Liebigs in München war. „Vater Vollhard", wie er auch genannt wurde, der auch aus Darmstadt stammte, war nicht nur ein Freund, sondern auch der juristische Berater des großen Chemikers. Mit großer Hingabe und Liebe hat nun der Wissenschaftler dem Drogisten, seinem Bruder Carl, Anregungen und Auskünfte für seine Arbeit gegeben. Es ist der Uebergang der Theorie zur Praxis, der hier erfolgreich zutage tritt. Zunächst beschäftigte beide eine Bierangeleaenheit — und zwar handelte es sich um die Ermittlung einer englischen Bierart. Später war es die Herstellung und Verbesserung einer Stiefelwichse und dann erfand Carl Liebig etwas für die damalige Zeit außergewöhnlick Neues, das waren Gaskrüge, in denen man koylenfaures Wasser herstellte. Justus war aufrichtig bestrebt, den Ruhm für diese Er
findung auch seinem Bruder Carl zukommen zu losen. Diese Erfindung wies aber den Brüdern den Weg zur Herstellung aus Ton und zur Boden- ersorschung, wie dies bei Justus später beim Ankauf der Liebigshöhe und eines Landgutes für seinen Sohn deutlich zum Ausdruck kam.
Dem Chemiker gelang hierauf die Herstellung von Silberspiegeln, die besonders für optische Zwecke Verwendung fanden. Phänomenal wirkte die Erfindung von Zündhölzern und der Wissenschaftler gab dem Praktiker Anweisungen zu ihrer Verbesserung und auch zur sparsameren Herstellung von Stearinkerzen und einer
Wasserglas-Seife.
Bei ihrer gemeinsamen Arbeit kamen sie auch auf ein neues Gerbereioerfahren. So bestätigen die Briefe nicht nur die gemeinsamen Erfindungen der Brüder, sondern auch das Vorhandensein einer gemeinsamen Erbanlage in der Familie. Weiterhin wird durch sie unterstrichen, daß der größte Teil der Chemie hier von Gießen ausgegangen ist. Die praktischen Hinweise Justus an seinen Bruder Carl sind auch die Hinweise auf den Entwicklungsprozeß von der Erfindung zur industriellen Herstellung und zur Technik, .so daß die hier sich offenbarende Durchdringung der chemischen Kleinarbeit mit der praktischen Chemie zur Wurzel vieler chemischen Werke, u. a. Mannheim, Hanau usw. wurde.
Der zweite Teil, der familiengeschichtliche, der Briese erschließt einen weiteren Einblick in das Familienleben Liebigs. Für Justus ist der Vater der Teilnehmer aller Sorgen, während die Mutter als Respektsperson großen Einfluß auf ihn hat, so daß er sogar Geld verleiht, wenn die Mutter es ihm rät. Die Briefe reichen bis in die Münchener Zeit, da Justus von seinen Sorgen um seinen Sohn Hans Mitteilung gibt, dem er später ein Landgut kaufte, aber auch von seinen Münchner Erfolgen und seinem Leben, da der berühmte Chemiker am königlichen Hofe Vorlesungen hielt.
Zusammenfassend unterstrich Geh. Rat Sommer nochmals den wertvollen Besitz dieser Briefe. Er sprach auch von den bisherigen erfolgreich verlaufenen Familientagen, die im nächsten Jahre durch die dritte dieser Zusammenkünfte eine Vertiefung erfahren sollen. Ihre Auswirkungen waren für das Museum, die Forschung und die Familiengeschichte sehr reichlich, u. a. habe die Familie Knapp aus Basel neue Briefe dem Vortragenden zur Verfügung gestellt. Durch den praktischen Chemiker Dr. Hildebrandt soll eine Bearbeitung des letzten eingebrachten Materials in wissenschaftlich-technischer Hinsicht erfolgen.
Nach einer kurzen Aussprache schloß Prof. Dr. Weitzel die Versammlung mit Dankesworten an den Vortragenden.
Am Nachmittag wurden von einigen Teilnehmern das Liebig-Zimmer in Bad Salzhausen, die Kapelle mit den Liebig-Wappen-Fenstern und eine neu in Betrieb gesetzte Schwefelquelle besichtigt.
Vornotizen.
— Tageskalender f ü r Montag: NSDAP.-Ortsgruppe Gießen-Ost:, 20.30 Uhr in der „Germania" Zusammenkunft aller politischen Leiter. — NSG. „Kraft durch Freude": 18 bis 19.45 Uhr Schwimmen in der Badeanstalt des Männer- badevereins, 18 bis 20 Uhr Tennis auf den Tennisplätzen am Schützenhaus, 21 bis 22 Uhr Reiten, Reitschule Schömbs, Brandplatz. — Lichtspielhaus, Bahnyofftraße: „Die Sünde der Madelon Glaubet."
*
** Straßensperrung. Die hessische Polizeidirektion Gießen teilt mit: Wegen Vornahme von Straßenbauarbeiten wird der Aulweg zwischen Wil- Helmstraße und Straße „am Güntersgraben" auf die Dauer von zwei Wochen für den gesamten Fahrzeugverkehr polizeilich gesperrt. Die aufgestellten Sperr- und Umleitungsschilder sind zu beachten.
** Arbeitsvergebungen. Das Städtische Hoch- und Tiefbauamt gibt im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß die Erd-, Pflaster- und Chaussierungsarbeiten zum Ausbau der Curtmannstraße und verl. Georg-Philipp-Gail-Straße vergeben wer- den sollen. Auf die Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht.
** Spargel st echzeit bis 29. Juni verlängert. Die Spargelstechzeit schließt eigentlich mit dem 24. Juni. In einigen Anbaubezirken wird, wie die Hauptvereinigung der Deutschen Gartenbauwirtschaft mitteilt, gewünscht, den in diesem Jahre mengenmäßig außerordentlich unbefriedigenden Er
trag durch Verlängerung der Stechzeit ausgleichen zu können. Um diesen Wünschen nachzukommen, kann die Stechzeit in Einzelfällen bis zum 29. Juni einschließlich ausgedehnt werden. Die Dienststellen der Spargelabsatzregelung stehen bis zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung.
Bücheriisch.
— Kurd Kißhauer: Sternenlauf und Lebensweg. Betrachtungen über Astrologie. Reclams Universal-Bibliothek Nr. 7296, Geheftet 35 Pf., gebunden 75 Df. — (58) — Kißhauer verfolgt die Entwicklung der Astrologie von ihren Ursprüngen bis heute, schildert in sachlicher Darstellung ihre Grundlagen und erläutert an Hand von praktischen Beispielen die Aufstellung von Horoskopen, um hieran eine gründliche Kritik der heute leider allzu häufig gepflegten Methoden anzuschlie- hen. Es ist das besondere Verdienst dieses Bändchens, daß es in dies dunkle Gebiet, das vielen geschäftstüchtigen Scharlatanen zum Spielplatz dient, mit wissenschaftlicher Klarheit hineinleuchtet und jeden Laien über die Elemente der Astrologie objektiv aufklärt.
— Minna Falk: Zweite Blüte. Roman. Ganzleinen 3,20 Mark. Verlag Scherl, Berlin. — (77) — Eine „zweite Blüte" erleben in dem Roman die Menschen, die schon einmal einen Ehebund geschlossen hatten und in ihm enttäuscht wurden. Ein neuer Mensch tritt in ihr Leden, der neue Glücks
sehnsucht in ihnen erweckt, aber es ist für sis nicht mehr so einfach, sich zum Glück zu entschließen, wie für junge unbeschwerte Menschen. Aber neben den Erwachsenen stehen Kinder, die mit ihrer Liebes- fähigkeit und prachtvollen Unmittelbarkeit jedes Herz gewinnen. So wird der Faden gesponnen. Das ergibt Schwierigkeiten. Und es zeugt von Minna Falks tiefem Verstehen, wie sie die Lösung aus dem Wesen ihrer Gestalten zu entwickeln weiß.
Wirtschaft.
* Verband Oeffentlicher Lebensver- sicherungsan ft alten. Im Mai d. I. wurden bei den im Verbände Oeffentlicher Lebensversicherungsanftalten in Deutschland zusammengescklosse- nen 18 Anstalten 24 453 Anträge mit 22,7 Millionen Reichsmark Versicherungssumme gestellt gegenüber 12 111 Anträgen mit 19,7 Millionen Reichsmark im Mai 1934. Die durchschnittliche Antragssumme beträgt im Mai 1935 in der Großlebensversicherung 3490 RM. gegenüber 3773 RM. im Mai 1934 und in der Sterbegeldoersicherung 203 RM. gegenüber 446 RM. im Vergleichsmonat des Vorjahres.
Zihein-Mainifche Mittagsbörse.
Leicht befestigt.
Frankfurt a. M., 22. Juni. Die Börse verkehrte zum Wochenschluß überwiegend in leicht befestigter Haltung, doch nahm das Geschäft angesichts der fortdauernden Zurückhaltung der Kundschaft kein besonderes Ausmaß an. Nach den letzten Abschwächungen zeigte sich bei der Kulisse einiger Deckungsbegehr, so daß an den Aktienmärkten durchschnittliche Erholungen von 0,50 bis 1 o. H. zu verzeichnen waren. Besondere Anregungen lagen nicht vor, so daß die Unternehmungslust nach den ersten Kursen schnell erlahmte, obschon noch überwiegend weitere Besserungen eintraten. Etwas reger war die Nachfrage nach Montanwerten, wobei Buderus 1,25 v. H., Ilse Genuß 1,13 v. H., Klöckner, Mannesmann und Rheinstahl bis 1 v. H. anzogen. Otavi-Minen waren etwa 1,25 RM. höher gefragt. Von chemischen Werten lagen Farbenindustrie 0,50 v. H., Deutsche Erdöl 0,25 v. H. und Rütgerswerke excl. Dividende 0,25 v. H. freundlicher. Am Elektromarkt wiesen Siemens mit plus 1,25 v. H. und Elektrische Lieferungen mit plus 1,50 v. H. Erhöhungen Über den Durchschnittssatz von 0,50 v. H. auf. AEG. wurden mit plus 0,65 v. H. lebhafter um« gefetzt. Das Interesse für Schiffahrtswerte konnte sich erhalten, Hapag plus 0,50 v. H., Norddeutscher Lloyd plus 0,40 v. H., ohne daß aber besonderes Geschäft vorlag. Fester lagen außerdem Westdeutsche Kaufhof, Daimler-Motoren und Muag mit je plus 1 v. H., ferner gewannen Süddeutscher Zucker, Zellstoff Waldhof und AKU. je 0,50 v. H. Reichsbank, anteile setzten mit 179,75 (179,50) ein und waren bald auf 180,50 erhöht. Etwas niedriger lagen Metallgesellschaft (— 0,40 v. H.) und Bank für Brauindustrie (— 0,50 v. H.).
Am Rentenmarkt ging es weiterhin sehr still zu. Altbesitzanleihe und Kommunal-Umschuldung lagen nur knapp gehalten, während Zinsvergütungs- fcheine und späte Reichsschuldbuchforderungen eher eine Kleinigkeit fester waren. Stärkere Nachfrage erhielt sich für Neichsbahn-VA. zu 121,25 (121). Von fremden Werten lagen Rumänen behauptet, Ungarn Goldanleihe etwas höher.
Im Verlaufe war die Grundstimmung weiter fester, doch stagnierte das Geschäft nahezu voll- kommen. Immerhin lag das Kursniveau gegen den Anfang durchweg gut gehalten, teilweise ergaben sich am Montanmark sowie für Westdeutsche Kauf- Hof, Südd. Zucker und Bank für Brauindustrie weitere Besserungen, bis zu 0,50 v. H. Matt lagen dagegen Eßlinger-Maschinen mit 80,50 (81,90), auch Scheldeanstalt verloren 1 v. H. auf 231.
Der Rentenmarkt lag weiterhin still, die variablen Anleihen blieben unverändert. Am Kassarentenmarkt notierten Goldpfandbriefe, Stadt- und Staatsanlei- hen sowie die Mehrzahl der Industrie-Obligationen behauptet, Liquidationspfandbriefe und Kommunal- Obligationen lagen uneinheitlich. Auslandsrenten waren wenig verändert.
Im Freiverkehr waren Frankfurter Handelsbank auf die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 4 v. H. zu 60 v. H. Geld (50) stark gesucht, sonst wies der Markt der unnotierten Werte keine Veränderungen von Belang auf. — Tagesgeld weiter leicht und unverändert 2,5 v. H.
Frankfurter Schlachtvlehmarkt.
Frankfurt a. M., 24. Juni. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 725 Rinder (32 Ochsen, 87 Bullen, 398 Kühe, 208 Färsen), 119 Rinder Reichsauftrieb, 607 Kälber, 25 Schafe, 3475 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 38 bis 42 Mark, Bullen 32 bis 42, Kühe 20 bis 42, Färsen (Kalbinnen) 34 bis 42, Kälber 34 bis 62, Hämmel 39, Schweine 37 bis 51 Pf. — Marktverlauf: Rinder, mit Ausnahme von Kühen, lebhaft, Kälber, Schafe und Schweine ruhig.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.
Frankfurt a.M. |
Berlin
Frankfurt a. M
»erlfn
Frankfurt a.M.
Berlin
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H.
Schluß- kurs
Schluß!. Abend- börse
Schlußkurs
Schluß!. Mittag« börse
Schluß« kurs
Schluß!. Abend- börse
Schluß« kurs
Schluß!. Mittagbörse
Schlußkurs
Schluß!. Abendbörse
Schlußkurs
SchlM Mittag« börse
21.3uni
22. Juni
Amtliche Jlofleruna
Amtliche Notieruna
Oatum
21.6
22.6.
21.6
22-6.
Datum
2L6.
22-6.
21-6.
22-6.
Datum
21.6
22.6
21 6.
22-6.
Geld ' |
Brief
Geld
1 »rief
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
100,5
97,45
100,25
97,5
100,13
97,75
100,13
97,75
ManSkelder Bergbau .......
,, e
116,13
116,25
116,25
116,65
116,25
117,5
Buenos attCx
0,658
0,662
0,658
0,662
5% Ruman. vereinh. Rente v. 1903
7,75
7,7
8
Kokswerke ...."...........
.. 5
Brüssel.....
Rio de Jan.
Sofia ......
Kopenhagen.
41,98
0,139
3,047
54,55
42,06
0,141
3,053
41,98
0,139
3,047
54,59
42,06 0,141
3,053
5’/.% Doung-Anlethe von 1930 ,.
103,4
103
102,9
102,9
4y,%Rumän.vereinh.Rentev.i9i3
10,25
10,13
10,2
10,4
Phönix Bergbau...........
Rheinische Braunkohlen ....
.. O
——
——
——
Deutsche Anl.-Ablüs.-Schuld mit
4% Rumänische vereinh. Rente
6
6
6
6,25
. 12
230,5
234,5
230,5
230,25
Auslol.-Rechten
113,13
113
113,25
113,1
2 %% Anatolier ............
39,5
39,25
39,7
39,5
Rheinstahl................
Bereinigte Stahlwerke......
sy8 .. o
111,5
112,5
83,5
111,75
82,5
112,5
83,25
4*/,% Deutsche Reichspostschatzan.
82,9
Danzig.....
London .....
46,82
12,215
46,92
12,245
46,83
12,225
46,93
12,255
Weisungen von 1934, I. ..
100,13
98,5
96,25
100,5
100,2
98,5
96,25
100,2
100,4
98,25
96,25
100,4
Hamburg-Amerika-Paket .... Hamburg-Südam. Dampfschiff Norddeutscher Lloyd ........
A.G. für Verkehrswesen Akt. .
34,5
36,9
89,5
116
89,75
34,25
27
36,65
89
116
89,5
35 27,75 37,75
89,5 116,5 90,75
Ctavi Minen .............
.. 0
16,5 120,25 118,5
177
17,75
120
16,5
119,5
119
18,13
119,5
120,5
178
6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............
. 0
35
37,5
90
116
90,75
Kaliwerke Aschersleben......
Kaliwerke Westeregeln......
Kaliwerke Salzdetfurth.....
.. 6 .. 5
HelstngforS..
Paris ......
5,385
16,38
5,395
16,42
5,39
16,38
5,40
16,42
4Vt% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........
. 0
1V1
120
178
Holland ....
Italien.....
Japan ......
Jugoslawien.
OSio..... ;
168,38
20,42
168,72
20,46
168,48
20,42
168,82
20,46
5y.% ehem. Hess. Landes-Hypo- racfenbanl Darmstadt Ltout ...
4y,% ehem. 8% Darmst. Komm.
—
üiiuinrt yanoeiogcinnajari o
Commerz, und Privat-Bank ... O Deutsche Bank und Disconto-
I. G. Farben-Jndustrte.....
Schetdeanstalt.............
149,5
230,5
150,5 231
149,65
150,25
0,717
5,649
61,40
0,719
5,661
61,52
0,717
5,649 fit .dS
0,719
5,661
61,57
92,25
Gesellschaft...............
Dresdner Bank.............
. 0
91
• 92
92
180,5
91
92
Goldschmidt ..............
.. 0
102,75
122,25
104,25
102,25
102,75
122,75
103,9
102,5
117,5
104,25
48,95
11,08
62,99
81,03
49,05
11,10
63,11
81,19
48,95
11,09
63,04
81,03
49,05
11,11
63,16
81,19
LandeSb.Goldschuldverschr. 8t. 6
92
—
. o
91
91
92
180,25
Rütgerswerke .............
117,13
104,13
Lissabon.... Stockholm... Schweiz ....
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
127
127
Reichsbank ................
1L
179,5
179,5
Metällgesellschaft...........
Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
—
—
leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten
115,6
115,75
116
116
A.E.G.....................
. 0
45
46
45,25
46
Philipp Holzmann.........
.. 0
90
91,75
90,5
92,25
Spanien....
33,94
10,35
2,477
34,00
10,37
2,481
33,94
10,35
2,476
34,00
10,37
2,480
<y,% ehem.8% Franks. Hyp.-Bant Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 b-/r% ehem. 4y2% Franks. Hpp -
96
96
Bekula....................
Elektr. Lieferungsgesellschaft..
Licht und Kraft ...........
10 . 5 ey,
138,75
112
127,5
139,13
113,25
128,25
138,9
112
127,75
139,65
114,4
129,25
Zementwerk Heidelberg ....
Cementwerk Kapstadt.......
.. 4
118
135
118,13
135,25
-
Prag.......
Budapest ...
Neuyork ...
100,9
100,75
Felten & Guilleaume........
. 0
98,75
99,75
99,25
101
Schultdett Patzenhofer .....
.. 4
112
112,25
Banknoten.
ey2% ehem. 4y,% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe.....
4%% ehem. 8% Pr. Landespfandbriesanstalt, Pfandbrtese R. 19
4y»% ehcm. 7% Pr. Landespsand- briefanst., Gold Komm. Cm.VI Steuergutsch.Berrechnungsk. 85-39
101,25
Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 5
126,5
127
126,75
127,5
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. O
62
62,25
61,9
62,65
101,4
100,75
101,13
Rheinische Elektrizität .......
. 5
135
—
135
135
Bemberg.................
.. 0
119,4
119
119,25
119,75
Berlin, 22-3unt
Geld
Brief
96,75
96,75
96,75
Rhein. Wests. Elektr.........
. 6
125,25
126,25
125,13
126
Zellstoff Waldhof ..........
.. 0
117,5
118
117
118
2,428
41,82
2,448
41,98
—
Schlickert L Co..............
. 4
. 7 . 7
118,25
174
126
118,75
175,25
127
118,5
175,25
126,5
119,75
176
127
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. 0
85,25
85,25
85,65
135
91,65
159,5
87
86
136 92,75 160,5 87,25
Belgische Noten..................
96,75
106,5
106,5
96,75
106,5
106,5
Lahmeyer & do.............
Daimler Motoren..........
Deutsche Linoleum .........
.. o
.. 6
91,5
160
92,75
161,5
Dänische Noten .................
54,38
12,19
16,32
168,06
19,86
61,24
54,60
12,23
16,38
168,74
Buderus ..................
. O
101,75
111,5
103,5
111,5
101,5
103,9
112,5
Orenstein & Koppel ........
.. 0
Holländische Noten ...............
4% Oesterrelchische Goldrente....
*—
—
—
32
Deutsck>e Erddl .............
. 4
111
Westdeutsche Kaufhof.......
.. 0
38,5
39,9
38,5
39,5
Noten................
19,94
4,20% Oesterrelchische Silberrente
—
1,65
1,7
1,65
Gelsenkirchener.............
. 0
Chade ....................
.. 0
295
—
295
296
61,48
4% Ungarische Goldrente .......
11,25
11,9
11,4
11,9
Harpener..................
. 0
109
109,5
108,9
103,75
109,75
105,25
158
128,25
98
86
Accumulatoren-Fabrik......
. 12
—
175
175
175
Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
4y2% beSgl. von 1913..........
11,25
11,4
11,4
11,65
11,25
11,25
12,8
11,5
11,9
Hoesch Eisen—Köln-Neuessea
Ilse Bergbau .............
. 0 . 6
Conti »Gummi.............
.. 8
153
153,25
153
152,25
156
127
156
128,13
(Sirfimphtfrh* 9?ntpn________
62,82
80,80
33,47
63,08
5% abgest. Goldmexikaner von 99
12,75
13
13
Ilse Bergbau Genüsse......
. 6
127,13
96,4
84,9
Gritzner..................
.. O
39
89,5
I 190
40
89,5 I 190,75
| 39,25
1 40
Schweizer Noten.................
81,12
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Klöcknerwerke .............
l¥t . 0
96
84,75
97,75
86,25
Malnkraftwerke Höchst a.DL.
Süddeutscher Zucker.......
4
Spanische Noten.................
33,61
Serie 1.....................
—
—
—-
—
Mannesmann-Röhre» ......
.. •
1 189
1 190
Ungarische ilotcu................


