Ausgabe 
24.5.1935
 
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Die politische Kundgebung

zu.

des sich

teil.

Inzwischen versammelten sich die Besucher Marktes rings um den Tummelplatz, auf dem jetzt in etwa einstündiger Dauer ein großes

Reitturnier der Leiter-SA.

tracht des Hüttenberges.

Die Militärkapelle, sowie die NSKK. -Ka­pelle , verstärkt durch Mitglieder der Gießener SA.-Reserve, sorgten für die Marschmusik. Abord­nungen aller Formationen mit ihren Fahnen wa­ren vertreten. Den Schluß bildeten die prämiierten Tiere bis zum letzten Ziegenbock.

Volksfest, das sich aus dem Fcstplatz abspielte. In Zelten und in der Turnhalle sanden sich Verwandte und Be- kannte, Freunde und Kriegskameraden in herzlicher Volksgemeinschaft zusammen, um den Tag in wär- diger und froher Laune zu feiern.

Alles in allem kann gesagt werden, daß der zweite judenfrcie Markt den ersten vom Jahre 1934 nicht nur erreicht, sondern noch übertroffen hat.

abspielte. Eingeleitet wurde es durch die Vorfüh­rung eines Geschützes, das mit sechs Pferden be­spannt und mit Soldaten in der alten Vorkriegs, uniform voll besetzt war. Dann folgte ein Schau, reiten, geleitet von Universitätsreitlehrer Schömbs (Gießen), darauf ein Hindernisreiten, das zum Teil recht fchime Resultate zeigte. Viel Beifall fand auch das Kunstreiten von jungen Gießener Reitern und Reiterinnen. Ein Staffettenreiten und ein gemein­samer Abritt schlossen diese Veranstaltung, die lei­der zum Schluß durch Regen etwas gestört wurde.

Reichsstatthalter Sprenger mit seinem Stabe folgte allen Vorführungen mit größtem Interesse und zeigte lebhafte Anteilnahme, auch an dem dann beginnenden

Tracht auf der Rednertribüne Aufstellung genom- men hatten. Auch ihnen wurde reicher Beifall

Wagen das Wappen des Bauern, den Pflug, freu­ten uns mit dem Wagen derMusterungsburschen", dann sanaen die Teilnehmer einerSpinnstube" ihr Dolksuedchen, die Arbeit des Bauern, von der Saat bis zur Ernte, wurde auf einem besonderen Wagen gezeigt, ein anderer Wagen warb für ver­mehrt« Schafzucht usw. Der BdM. folgte in

in Sicherheit gebracht werden, denn über den Kon­fessionen stehe Deutschland und die Ruhe und Sicherheit des deutschen Volkes. So seien von ledig­lich acht verhafteten Geistlichen fünf nach Dachau gekommen. So schnell wie sie sich bessern werden, so schnell werden sie auch wieder freikommen. Er werde auch in Zukunft nicht dulden, daß an dem Werk Adolf Hitlers geschmälert und genörgelt wird. Es könne jeder im neuen Reiche unter der Führung unseres Reichskanzlers nach seiner Fasson selig werden. Aber Hetzer könne man nicht brauchen. Der Führer hätte uns die Frei­heit wiederaegeben, hätte dem Bauern für eine sichere Scholle gesorgt, dem Arbeiter Beschäftigung und Brot gebracht, und am 1. Mai hätte er ver­kündet, daß nun der Kampf gegen die zweitletzte Million der Erwerbslosen beginne. Auch die letz­te Million werde bezwungen werden. Arbeiter seien wir alle, ob nun als Bauer mit dem Pflug in der Hand, als Kohlenarbeiter in der Grube, als Handwerker in der Werkstatt, oder als Kaufmann auf dem Kontorstuhl. Aber alle hätten erst unter der Führung von Adolf Hitler wieder den Weg zu sich selbst gefunden. All unsere Mühen, all unsere neuen Pläne und Arbeiten wären aber vergeb­lich, wenn wir nicht dafür sorgten, daß sie ge­schützt sind vor den Zugriffen anderer. Wir müß- ten es deshalb auf das dankbarste begrüßen, daß der Führer dem deutschen Volke wieder sein W e h r r e ch t zurückgegeben hätte. Genau so wie man dem einzelnen Menschen zubilligt, sich in der Rot zu verteidigen, genau so mühte erst recht ein ganzes Volk darauf bestehen, daß es wieder sein Wehrrecht erhält. Run stünde das deutsche Volk gleichberechtigt und gleichgeachtet neben den an­deren Nationen. Nun könne es das, was es erar­beitet hätte, auch beschützen. Ein neues Volksheer werde erstehen, ein Heer, das von deutscher Zucht und deutscher Sauberkeit zeugen werde. Das deutsche Volk müsse sich nur reinhalten und vom Juden fernbleiben, dem Führer und Vaterland immer die Treue wahren. Dann könne unsere Jugend auf einem aufsteigenden Wege hinein in eine glückliche Zukunft schauen.

Die Rede wurde mit stürmischem Beifall ausge­nommen. Anschließend wurden die beiden Na­tionallieder gesungen. Bürgermeister Wenzel erklärte die Kundgebung für geschlossen.

Ausklang.

Der oberhessische Heimatdichter Georg Heß (Leih- gestern) ließ es sich nicht nehmen, der Versamm­lung einige herzlich gemeinte Verse in Mundart vorzutragen. Sie behandelten die Treue zur Heimat. Herr Heß wurde unterstützt durch einen Sprech­chor und Gesang des BdM., die in der malerischen

von Lang-Göns, teils von Niederkleen und Kirch- der alten nun bald ausgestordenen National- Göns zusammengestellt. Wir sahen auf dem ersten

Anschließend fand eine große politische Kund­gebung statt. Die Reden wurden mit Lautsprecher Übertragen. Wohl an 4000 bis 5000 Menschen waren zusammengeströmt. Auf der Rednertribüne wurde Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger von Marie Wenzel und Margot Kaiser (BdM.) mit herz­lichen Worten begrüßt und mit einem Blumenstrauß geehrt.

Einleitend begrüßte Bürgermeister Wenzel die Erschienenen, besonders den R e i ch s st a t t h a l t e r, den Landesbauernführer Dr. Wagner, Kreisleiter K l o st e r m a n n. (Unter den Begleitern des Reichs- Statthalters bemerkte man ferner Ministerialrat Ringshausen, Kreisbauernführer Seipel, Friedberg, und andere bekannte Führer.) Bürger­meister Wenzel erinnerte an die Zeit vor 45 Jahren, als die judenfreien Märkte zuerst in Lang- Göns veranstaltet wurden, daß sie damals zusam­mengebrochen seien, weil eine schwache Regierung sie bekämpft habe. Heute aber stünde der Markt unter einem günstigeren Zeichen. Jetzt würden diese Märkte gestützt und gefördert.

Landeöbauernführer Or. Wagner begrüßte es dann in einer kurzen Ansprache, daß sich der diesjährige Markt, besonders im Hinblick auf den Verkauf und Absatz, besser gestaltet habe als der vorjährige, und daß diesem verheißungs­vollen Anjana nun eine so schöne Fortsetzung gefolgt sei. Und so hoffe er auch, daß es in Zukunft noch besser werde. Der Reichsnährstand hätte Richtpreise für die landwirtschaftlichen Produkte festgesellt, und der Bauer wisse, woran er sei, was er zu fordern und was er zu geben hätte. Im Reichsnährstand und seinen Organen sei der Jude ganz ausgeschaltet worden. Nur in den kleinen Orten versuche er noch, Geschäfte zu machen. Er wolle eine gewisse Unsicher­heit in den Handel tragen, und das müsse beseitigt werden. Deshalb würden diese judenfreien Märkte gefördert, um zu beweisen, daß es auch ohne die jüdischen Händler gehe. Gewiß seien auch schon Fehler gemacht worden, aber bis in einigen Jahren werde alles geregelt sein, dann wäre auch die Handelsfrage in Ordnung. Gestraft müsse nicht der Jude werden, denn dieser wolle ja sein Geschäftchen machen, sondern der deutsche Bauer, der vergesse, daß deutsches Blut in seinen Adern rolle, und der sich nicht mit einem fremdrassigen Handelsmann ab­geben dürfe. Dazu müßten alle Bauern erzogen werden. Sie müßten auf Rassereinheit halten und die Semiten meiden. Die Ansprache wurde mit großem Beifall aufgenommen. Darauf sprach

Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger.

Er führte etwa aus: Nichts sei belehrender als ein Rückblick in die Vergangenheit, aber vor allem ein Rückblick auf die letzten Jahre vor dem politi­schen Umschwung in Deutschland. Damals hätten sich unzählige Parteien bekämpft und gehaßt, ja, die Zwietracht sei noch weiter gegangen, bis hinein in bte Familie sei ihr zerstörender Einfluß bemerk­bar gewesen. Auf die Dauer hätte ein Volk nicht so bestehen können und hätte untergehen müssen. Wenn es untergegangen wäre, bann hätte es auch nichts anderes verdient. Aber es sei ihm e i n Führer erstanden, der es wieder zur Selbstbesin­nung und zur Einsicht geführt hätte. Mit gleich- gesinnten Männern und Kämpfern habe der Führer Adolf Hitler das deutsche Volk vor dem Ab gründ zurückgerissen und ihm wieder eine weite, breite Straße in die Zukunft gebaut. Alle deut­schen Menschen mühten sich nun in dieser Einheit­lichkeit der Weltanschauung einfügen, nur so gebe es ein neues Deutschland. Man dürfe nicht dulden wie die Ereignisse der letzten Monate es bewie­sen daß einzelne, abseits stehende Kirchenoertre­ter, die von jeher Gegner des Nationalsozialismus gewesen seien, nun Zwietracht säen wollten. Er, der Reichsstatthalter, sei in ausländischen Zeitungen maßlos angegriffen worden, weil er angeblich zahlreiche Geistliche hätte gefangennehmen lassen. Aber, so fuhr der Redner sort, er habe dafür zu sorgen, daß alle Feinde Deutschlands zur Einsicht gebracht werden müßten. Man müsse Kommuni­sten und Verbrecher festnehmen: aber auch einzelne Vertreter der Kirche, ganz gleichgültig welcher Kon­fession, die fiel) gegen Deutschland, das deutsche Volk und den Nationalsozialismus stellten, würden

prämiierungSergeSniffe.

hessisches Fleckvieh.

Bullen bis 2 Jahre: 1. Preis: Gemeinde Lang- Göns, 12 Mark. 3. Preis: Friedrich Fauerbach, Eberstadt 6 Mark. Aeltere Bullen: 1. Preis: Ge- meinde Kirch-Göns 12 Mark.

Klasse 2, Rinder tragend: Ehrenpreis der Landesbauernschaft: Wilhelm Wörner, Osthelm; Ehrenpreis und 3 Mark: Karl Mack, Nieder-Weisel; 1. Preis: Wilhelm Haub, Nieder-Weisel, 10 Mark; 1. Preis: Karl Engel, Grüningen, 10 Mark;

2. Preis: Wilhelm Klotz, Holzheim, 7 Mark; 3.

Preis: Wilhelm Hch. Adami, Nieder-Weifel, 6 Mk.; 3. Preis: Georg Ruppel, Nieder-Weifel, 6 Mark;

3. Preis: Jakob Heinz, Nieder-Weifel, 6 Mark;

Anerkennung: Bürgermeister Knepper, Dorf-Gill, 5 Mark.

Klaffe 3: Kühe von 1 bls 3 Jahren: Ehrenpreis (zwei Bettkoltern und eine Flasche Li­kör): Ambros. Jakob Bill, Nieder-Weisel; Ehren- preis der Landesbauernschaft: Wilhelm Haub, Nie- der-Weisel; 1. Preis: Georg Ruppel, Nieder-Weisel, (Flasche Likör und 10 Mark); 2. Preis: Friedrich Fauerbach, Eberstadt, 8 Mark; 2. Preis: Wilhelm Wörner, Ostheim, 8 Mark; 3. Preis Heinrich Reit-

schmldt, Eberstabt, 7 Mark: S.. Preist Friedrich Fauerbach, Eberstadt, 7 Mark; 3. Wilhelm Haub, Nieder-Weisel, 7 Mark; 3. Preis: Karl Mack, Nie- der-Weisel, 7 Mark; 3. Preis: Wilhelm Hch. Adami, Nieder-Weisel 7 Mark.

Klasse 4, Aeltere Kühe. Ehrenpreis (Wanduhr und 3 Mark): Wilhelm Haub, Nieder- Weisel; Ehrenpreis: (40 Pfund Weizenmehl und 3 Mark): Ambrosius Jakob Bill, Nieder-Weisel. Ehrenpreis der Landesbauernschaft: Hch. ^baml, Nieder-Weisel; 1. Preis: Friedrich Forbach, Eber- stadt 12 Mark; 2. Preis: Karl Mack, Nieder-Weisel, 9 Mark; 2. Preis Wilhelm Haub, Nieder-Welsel, 9 Mark; 2. Preis: Friedrich Fauerbach, Eberstadt, 9 Mark; 2. Preis: Wilhelm Wörner, Ostheim, 9 Mark; 3. Preis: Wilhelm Klotz, Holzheim, 7 Mk; 3. Preis: Wilhelm Wörner, Ostheim, 7 Mark; 3. Preis: Heinrich Reitschmidt, Eberstadt, 7 Mark.

Klasse 5, Familien: Ehrenpreis der Landes- bauernschaft: Karl Mack, Nieder-Weisel; Ehrenpreis (Besteck und 3 Mark): Wilhelm Wörner, Ostheim; 1. Preis: Friedrich Fauerbach, Eberstadt, 10 Mark; 2. Preis: Heinrich Adami, Nieder-Weisel, 7 Mart.

Ortssammlungen: 1. Preis: Rinderzucht­verein Nieder-Weisel, 15 Mark; Weggebuhr: Joh. Heinrich Hildebrandt, Nieder-Weisel, 5 Mark.

Wirtschaft.

Oie Indnstrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

804: Vollziehung der für den deutsch-französischen Verrechnungsverkehr erforderlichen Begleit­papiere.

805: Nachnahmeverbot im Eisenbahnverkehr mit der Tschechoslowakei bei Sendungen aus Deutschland.

806: Neue Zahlungskurse für Postanweisungen nach dem Auslande mit Wirkung vom 21. Mai 1935.

807: Depotpflicht für ausländische Wertpapiere in Italien.

♦Die Rohstahlgewinnung im April. Die Rohstahlgewinnung im Deutschen Reich betrug im April (24 Arbeitstage) 1 223 531 Tonnen, gegen 1297 558 Tonnen im März (26 Arbeitstage). Arbeitstäglich wurden im April durchschnittlich 50 980 Tonnen hergestellt, gegen 49 906 Tonnen im März 1935.

Rhein-Mainische Mittagsbörse.

Fest.

Frankfurt a. M., 23. Mai. Die Grundhal­tung an der Börse war unverändert. Das Publi­kum tritt weiterhin als Käufer auf, während An­gebot kaum an die Märkte kam. Infolgedessen fehle sich die Befestigung des Aktienmarktes fort, aber auch der Rentenmarkt fand angesichts der starken Geldmarktflüssigkeit etwas Interesse. Die freund­liche Auffassung wurde durch die außenpolitische Entspannung, die nach der Führer-Rede zu ver­zeichnen ist, unterstützt, die Ausführungen Bald­wins im englischen Unterhaus haben hierzu beige­tragen. Auch einige wirtschaftliche Momente, wie Abschlüsse der verschiedensten Industrien, boten etwas Anregung. Indes erreichte die Umsatztätig­keit nur in einigen Spezialwerten größeres Ausmaß.

Am Aktienmarkt warteten einige Werte mit starken Befestigungen auf, insbesondere Kali Salz­detfurth mit 178 (171), ferner Schuckert mit 118,25 (115,75), Siemens mit 168 (166), Reichsbank mit 168,75 bis 168,50 bis 169,25 (166), Deutsche Lino­leum mit 164 (162) und Rhein. Braunkohlen mit 229 (227). Auf den übrigen Marktgebieten betrugen die durchschnittlichen Befestigungen 0,50 bis 1 v. H. Farbenindustrie lagen mit 148 unverändert. Etwas lebhaftere Umsätze entwickelten sich für Bergwerks­papiere in Nachwirkung der GV.-Mitteilungen bet Mannesmann. Zellstoffwerte erholten sich nach der gestrigen Abschwächung bis 1 v. H., Feldmühle Papier gingen dagegen auf 125,40 (126,25) zurück. Etwas schwächer lagen ferner noch Scheideanstalt mit 221,50 dis 222 (223), Conti Gummi mit 154 (154,50) und Buderus (0,50 v. H.).

Der R e n t e n m a r k t lag, wie schon erwähnt, fester, nur die Altbesitzanleihe ging um 0,25 v. H. auf 115,65 zurück. Dagegen erhöhten sich späte Schuldbücher auf 97,13 (96,90) und Kornmunal- Umschuldung um 0,10 v. H. Zinsvergütung lagen mit 90,30 gut gehalten.

Im Verlaufe setzten sich an den Aktienmärkten weitere Befestigungen von durchschnittlich 0,25 bis 0,50 v. H. durch, IG.-Farben gewannen 1, Holz- mann 1, Akkumulatoren 1,25, Schuckert erneut 0,75 und Reichsbcurk 1,75 v. H., mithin ein Gesamtge­winn von 5 v. H. Feldmühle Papier waren um

0,50 v. H. erholt, Aschaffenburger Zellstoff 86J50 bis 87,50 (86,25). Das Geschäft war außer bei IG.- Farben, Reichsbank und einigen Montanpapieren ziemlich klein.

Am Rentenmarkt vermochten sich Altbesitz auf 115,75 zu erholten, sonst ergaben sich keine Ände­rungen. Am Pfandbriefmarkt ließen Liquidations­pfandbriefe bis 0,25 v. H. nach, Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen sowie Stadtanleihen lagen gut behauptet. Von fremden Werten wurden Un­garn bei steigenden Kursen lebhaft umgesetzt, Mexi­kaner lagen behauptet, Rumänen nicht ganz ein­heitlich.

Tagesgeld blieb mit 2,25 v. H. leicht und unver­ändert.

Abendbörse: fest.

An der Abendbörse setzten sich die Kurserhöhungen am Aktienmarkt bei sehr lebhaften Umsätzen fort. Neben größeren Käufen der Kundschaft und Rückdeckungen der Kulisse sollen weitere Anlagen in Sperrmarkgeldern vorgenommen worden sein. Besonders lebhaftes Geschäft hatten IG. Farben mit 150 bis 150,25 (149,25), ferner fanden Gesfürel mit 126,50 bis 127, Schuckert mit 120,50. (119,50), Elektrische Lieferungen mit 110,50 (109,50), Har- pener mit 108,50, (107,25), Mannesmann mit 85,25 bis 85,50 (85), Rhein. Braunkohlen mit 231 (230), Rheinstahl mit 112 (111,65), Daimler mit 92 bis 92,50 (91,65) größere Beachtung. Sehr fest blieben außerdem Reichsbankanteile mit 171,75 bis 172,25 (171,25). Im übrigen ergaben sich gegen die schon festen Berliner Schlußkurse durchschnittliche Er- Höhungen von 0,25 bis 0,75 v. H. Am Einheits­markt war die Tendenz bei anziehenden Kursen ebenfalls fest. Von Bankaktien stiegen Berliner Han­delsgesellschaft auf 114 (112,50), Commerzbank auf 93 (92). Von unnotierten Werten verzeichneten Adlerwerke Kleyer zu 95,75 bis 96,50 (95) lebhaf­teres Geschäft.

U. a. notierten: Altbesitz 115,50, 4,5 v. H. Ungarn 1913 9,25, do. 1914 9,20, do. Gold 9,25, Reichs- bank 171,75 bis 172,25, Harpener 108,50, Mannes­mann 85,25 bis 85,50, Rheinstahl 112, Stahlverein 83,75, AEG. 39,50, BMW. 134, Daimler 92 bis 92,50, Deutsche Linoleum 165, Licht & Kraft 129,25, ELG. 110,50, IG. Farben 150 bis 150,25, Feld- wühle 126,50, Felten 105, Gesfürel 126,50 bis 127, Lahmeyer 127,50 bis 128,25, Lindes Eismaschinen 129, Metallgesellschaft 106 bis 106,50, RWE. 127,13.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 23. Mai. Auftrieb: Rinder 21 (gegen 144 am letzten Donnerstagsmarkt) bar» runter 1 Bulle, 20 Kühe, ferner 1 Kuh und 1 Färse zum Schlachthof direkt. Kälber 874 (817), Schafe 41 (51), Schweine 353 (359). Notiert wurden pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 60 bis 62 (60), b) 53 bis 59 (51 bis 59), c) 44 bis 52 (42 bis 50), d) 34 bis 43 (32 bis 41). Lämmer

und Hümmel b2) 38 bis 40 (40), c) 35 bis 37 (36

bis 38). Schafe e) 35 bis 37. Schweine a2) 48 bis 50, b) 48 bis 51 (47 bis 50), c) 47 bis 50 (46 bis

49), d) 44 bis 48 (42 bis 48). Marktverlauf: Kälber

mittelmäßig, ausverkauft. Hämmel und, Schafe langsam, ausverkauft. Schweine mittelmäßig, aus­verkauft. lleberftanb: 10 Kühe, 4 Schweine.

Schweinemarkt in Grünberg.

+ ® r ü n b e r g, 23. Mai. Der heutige Schweine­markt war mit 353 Ferkeln befahren. Folgende Vreife wurden erzielt: Bis 6 Wochen alte Ferkel 22 bis 25, 6 bis 8 Wochen alte 25 bis 30, 8 bis 13 Wochen alte 30 bis 36 Mark. Der Markt würd' bei lebhaftem Verlauf ausverkauft.

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a.M.

2)erim

Frankfurt a. M

»trlln

Frankfurt a. M. |

Berlin

Devijenmarkl Berlin Frankfurt a. ZR.

Schluß­kurs

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Schluß­kurs

Schlugt. Abend- bürfi-

Schluß» lurd

Schlußk. Mittag, börse

Schluß- kurü

Schlußk. Abend- börse

Schluß- kure

Schlußk. Mittag- börse

22.Mai

23 Mai

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld | Brief

Datum

22 5

23 5

22 5

23 5

'Datum

22 5

23 5

22 5

23 5

Datum

22 5 |

23 5

22 5

23 5

Geld

»rief

6% $)cut|d)c ReichLanloihe v. 1027 4% Deutsche Reichtianl. non 1984

6H% Boung-Anieihe von 1980 .. Deutle ÖlnL-VlbloL-Sdlulb mit

Autlol..Rechten .............

4*/i% Deutsche RcichSposischatzaN' Weisungen von 1934, I.......

6% ebcm.8% Hess. BolkSstaat 1929 lrückzohlb. 102%) ............

4W% ehem. Hessische Qanbctban!

Darmstadt Wölb R. 12........

6H% chem. Hess. Landeü-Hypo- thekenvank Darinstabt Limit ...

4H% ehem. 8% Darmst. Komm.

LandeSd.Woldschuldverschr. 8t 6

Oberhcssen Provinz-Anleihe mit Autlos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. Am

leihe Serie 1 mit Auitios.-Rechten

chAn.8% Franks. Hyp.-Aank

Woldpse. 15 unkiindbar bi» 1935

5K% ehem. 4%% Franks. Hyp.- BOnk-Liqu.-Pfandbriefe.......

6W% ehem. Rheinische

Hyp.-Tank-Ltau.-Goldpfe.....

4H% ehem. 8% Pr. LandeöPfand-

ortesanstalt, Psanbbricse R. 10

4%% ehem. 7% Pr. LandeSpfand- brirfanfL, (Wölb Komm. Cbl.Vl

100,25

96,9

102,5

115,9

100,25

98,5

96,25

100,4

92

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115,9

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5% Ruman. vereinh. Mente v. 1003 4'/-%Muinän.vereinh.Neniev.lgiS 4% Rumänische vereinh. Rente ..

2 y*% Anatolier ..............

Hamburg-Antertka-Paket U Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Liohb .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................0

Dresdner Bank...... 0

Reichsbank ................ 12

10

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4,975

38,25

33,25

35,13

89

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93,75

93,75

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4,95

39

33,5

35,5

89,5

114

93

94,25

94,25

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39,5

135,5

110,5

129,25

105

127

129

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5,8

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33,25

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35 88,75 112,5 91,75

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93,75

166

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113,75

92,25

94,25

94,25

171,5

Mansseider Bergbau......... 8

KokSwerke ..................6

Phönix Bergbau.............0

Rheinische Braunkohlen .....12

Rheinstabl ................ Sy»

Vereinigte Stahlwerke........0

Otavt Aktnen ............... 0

Kaliwerke Aschersleben........6

Kaliwerke Westeregeln........6

Kaliwerke Salzdetfurth.....7

I. G. Farben-Jndustri«.......1

Scheideanstalt...............9

Goldschmidt ............ 0

RütgerSwerke...............4

Metallgesellschaft............. 4

114,75

227,5

110,9

83

19,5

121,5

119,5

171

148

223

101

114,9

105

115,75

231

112

83,75

19,4

127,25

126,5

182

150,25

222,5

102

117

106,5

115 119,4

227,25

111

82,9

19,5

121,25

120,5

171

147,65

101,13 114,5

105,13

115,9

120,75

230

111,65

83,4

19,25

126,5

127

184,5

149,25

102,4

117,5

105,75

Buenos ötiei Brüssel.....

Rio de Jan.

Sofia ......

Kopenhagen. Danztg.....

London .....

HeliingsorS.. Paris ......

Holland .... Italien.....

Japan ......

Jugoslawien

Oslo..... :

Wien.......

Lissabon .... Stockholm... Schweiz .... Spanten.... Prag.......

Budapest ... Reuyork ...

0,658 41,98 0,154 3,047 54,46 46,77

12,195

5,38 16,365 168,18

20,53 0,716 5,649 61,29 48,95 11,07 62,89 80,32 33,92 10,34

2,487

0,662

42,06

0,156

3,053

54,56

46,87

12,225

5,39

16,405

168,52

20,57

0,718

5,661

61,41

49,05

11,09

63,01

80,48

33,98

10,36

2,491

Banknoten

U, Duo 41,98 0,154 3,047 54,75 46,77 12,255 5.405 16,365 168,03 20,53 0,719 5,649 61,62 48,95 11,125 63,22 80,32 33,92 10,34

2,486

U,662 42,06 0,156 3,053 54,85

46,87

12,285 5,415

16,405 168,37

20,57 0,721 5,661

61,74 49.05

11,145

63,34 80,48 33,98 10,36

2,490

124

115,5

96,25

101

101,25

96,75

124

116,25

96,25

100,75

101

96,75

115,9

96,5

101,25

96,75

115,9

100,75

96,75

A.C.G......................0

Bekula.................... 10

Ciektr. LieserungSgeseNschaft... 5

Licht und Kraft ........... 6%

Felten S (Wuillcaume......... 0

ÄescMch.s.LIcttr.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........5

Rhein. Wests. Slektr..........6

Schuckert L Eo............... 4

39,13

135,25

107,5

126,25

103

125,25

126,25

115,75

39,25

135,25

107

126,5

102,13

125,5

129,5

165,65

115,5

39,4 134,75 110,25

129,5 104,9

126 129

119,5

Philipp Holz mann...........0

Zementwerk Heidelberg ......6

Cementwerk Karlstadt......... 4

Schultheis Payenhofer ...... 4

Aku «Allgemeine Kunstseide) .. o

Bemberg................ 0

Zellstoff Waldhos ............0

Zellstoff Aschaffenburg .......0

94,5

117,5

53,25

113

117

6,25

95

118

54,13

114,75

118,5

89,25

110,4

52,65

112,5

117,5

86,25

95,5

I 110,13

54,13

114,5

118

88,5

Scrlin.23.Mai

Geld

»rief

Amerikanische Noten..............

Belgische Noten..................

2,438

41,82

2,458

41,98

96,75

106,3

96,75

106,3

96,75

106,3

96,75

106,3

Lahmeyer L Co.............. 7

166

127,25

168,5

128,25

165,5

127,25

169,75

127,25

Dessauer ü)a» .......... 7

91,5

162

92,5

165

131,13

90,75

163

132,25

91,65

165,5

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

Französische Noten...............

54,54

12,22

16,30

54,76

12,26

16,36

Gteuergutsch.verrechnungSk. 85-89

Deutsche Linoleum ...........6

Buderus ........... o

Deutsche ErbbI ..............*

103,25

110,5

105

160,5

129,5 95

I 84

103,25 110^9 108,5

167 131

95,65

85,5

103,65

110,75

105,25

97,75

158

129,75

94,9

84,25

103,4

111,65

Orcnstein & Koppel ..........c

87

87

Hoiländilche Noten .. ............

167,61

19,92

168,29

20,00

4% Oesterretchtiche Wolbttnte.... 4,20% Oestcrreichische Silberrente 4% Ungarische Wolbrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4Yi% dcSgi. von 1913..........

6% abgeft. Okilbmcrlhincr von 99

29,65

30

30

Westdeutsche Kaufhof.........0

35

36

35

36

Italienische Noten................

1,25

8,65

8,35

8,65

13,75

1,25

9,25

8,95

9,25

13,5

1,35

8,65

8,5

8,75

13,75

1,25

8,95

8,95

9,25

14

Gelsenkirchener........... 0

Harpener ............... o

Hocsch EisenKöin-Neuesfen .. 0

Ilse Bergbau .............. 6

wie Bergbau Genüsse........ 6

107,25

98,9

164

131,5

95,75

85,25

Chade......................0

Accumulatoren-Fabrü....... 12

Conti-Gumm« .............. 8

295

168,75

154,5

295,5

170

154,75

295

168,5

154,5

297

171,75

155

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich. * 100 Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

61,41

63,00

80,09

61/65

63,26

Aritzncr...................0

I 38,4

! 39,13

1 38,9

1 m

I 39,5

Schweizer Noten.................

80,41

4% Türkische Bagbabbahn-Anleihe Gerte l.....................

10

10,75

10,25

Klvcknerwerke ....... gy,

Mannesmann-Röhm»........0

Malnkrastwerke Höchst a>M.... 4

Süddeutscher Zucker....... 1

92,75

1 171

93,9

I 171,75

1 171,75

Spanische Noten.................

Ungarische Noten................

33,45

33,59