Nr. 20 Zweiter Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Donnerstag, 24.)anuarM5
Aus der Provinzialhauptstadl.Mchnhaus-Aeubauten an der KrosdorierStraße
xrüchtekuren im Winter
,u jeder Wohnung wird außerdem
angenehm ab.
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Medizin
Zu Beginn des Februar fährt ein Wintersportzug nach dem A l l g ä u (Pfronten). Die Abfahrt erfolgt am 2. Februar abends. Während des Aufenthalts im Allgäu ist den Teilnehmern Gelegenheit geboten zum Wintersport (Skilauf, Rodel usw.). Außer- <_ * r. < . - <___• • e.: _ an v. iinhr nrra-
In den vergangenen Wochen entstanden an der Krofdorfer Straße, von Gießen aus gesehen zur rechten Hand, sechs Wohnhausneubauten, die in etwa vier Wochen ihrer Vollendung entgegengehen werden. Die Häuser sind im Rohbau fertlggestellt und wurden auf Anregung des Wohlfahrtsamtes der Stadt Gießen gebaut. Sie dienen dem besonderen Zweck, Einwohnern unserer Stadt Wohnungen in Neubauten zu verschaffen und in der Folge dann Altwohnungen frei zu bekommen, die dann, da sie im allgemeinen billiger sind als Neubauwohnungen, minderbemittelten Volksgenossen zugute kommen sollen.
Bei den Neubauten handelt es sich um Hauser, die in ihren wesentlichen Bauteilen aus Holzverschalung bestehen, deren Zwischenräume mit Hochofenschlacke als Jsolierungsmaterial ausgefullt roerben. Diese neuen Wohnhäuser sind entsprechend ihrer Größe sehr wirtschaftlich aufgeteilt. Jedes
Herr Löser gab den Stadtvogt immerhin sympathischer, als er im Buche steht: sehr zurückhaltend, voll kalter und überlegener Ruhe, stets seiner Sache gewiß, stets auf angemessene Haltung und amtliche Korrektheit bedacht, mit einem Wort das Gegenbild und gefährlichste Gegenspiel seines idealistischen Bruders. Herr L ü p k e traf mit sicherer Einfühlung die fatale Erscheinung des halb betriebsamen, halb verschlagenen, geschmeidig lavierenden „Volksboten Hovstad, Herr D o l ck spielte mit breiter Behäbigkeit und kleinbürgerlichen Biedermannsgebarden den Aslaksen, allerdings für unser Gefühl, ebenso wie der im übrigen gut gesehene Kiil des Herrn H u b in seiner ersten Szene, schon um einen Grad zu sehr an die Lustspielsphäre heranreichend. Mizzr Rauschenberg a. G. war die besorgte und tapfere Hausfrau und Kameradin des Doktors. Frl. W i e l a n d e r und die Herren Schorn und D i e- t e n rundeten in kleineren Aufgaben das Ensemble
matabend usw. vorgesehen. Eine besondere lieber- raschunq für die Urlauber ist das Abbrennen von Höhenfeuern. Fahrtkosten 32 RM. Sofortige Anmeldung.
Urlaubszug Nürnberg (Stadtbesuch) vom 15. bis 19. Februar.
Als nächstes Reiseziel ist der Besuch von N ü r n- b e r q in der Zeit vom 15. bis 19. Februar vorgesehen. Die Fahrt beginnt am 15. Februar vormittags. Die Unterbringung erfolgt in Einzelquartieren. Für den Aufenthalt in Nürnberg sind Stadtfuhrun- gen mit der Besichtigung des Innern des Rathauses und der Burg, sowie des Tiergartens vorgesehen. Weiter sind vorgesehen ein Begrüßungsabend mit Tanz und die Teilnahme an dem großen Funkball, wobei' Eintrittsgelder nicht mehr erhoben werben. Für den 18. Februar ist ein Omnibusausflug nach Rothenburg o. d. T. eingesetzt. Die Rückfahrt erfolgt am 19. Februar. Die Fahrtkosten betragen 28'50 RM. Endtermin für die Anmeldung ist Diens
tag, 5. Februar.
Wintersportzug nach dem Erzgebirge vom 23. Februar bis 3. März.
spendete hth.
Haus enthält zwei Wohnungen. Jede Wohnung besteht aus Wohnzimmer und Küche im Erdgeschoß und aus zwei Schlafzimmern im (nur wenig abgeschrägten) Dachgeschoß. Jeder der Familien steht ferner je ein geräumiger Keller und eine gemeinsame Waschküche zur Verfügung. Die neuen Wohnhäuser sind mit Gas, Elektrizität und Wasser installiert und bieten von dieser Seite her alle Annehmlichkeiten. Zu jeder Wohnung wird außerdem auch ein Stück Land gehören.
Die Wohnhäuser sind in O-Form angeordnet. Vier der Häuser stehen parallel zur Krofdorfer Straße, je ein Haus im rechten Winkel dazu, so daß sich ein gutes und geschlossenes Bild ergibt, das durch gärtnerische Ausgestaltung noch gehoben werden wird. Unser Bild vermittelt einen Eindruck von den neuen Wohnhäusern, die in nicht allzu ferner Zeit schlüsselfertig jein werden.
Das Publikum folgte aufmerksam und lebhaften Beifall.
Hochschulnachrichten.
Stockmann wird seiner Stellung enthoben, die Scheiben werden ihm eingeworfen, die Wohnung wird ihm gekündigt, seine Kinder aus der Schule gewiesen. Wir haben es kommen sehen. Und er begreift zuletzt: „Die Sache ist die seht mal: der ist der stärkste Mann auf der Welt, der allem steht .
Der Leser aber oder der Zuschauer erkennt auch in diesem Stück, wie schon so oft, Men nichtt nur als Meister und Vorbild der naturalistischen Schule, sondern auch als den großen Symbolisten: das vermeintlich „prächtige" Bad ist in Wahrheit „eine Pesthöhle", ein „übertünchtes, vergiftetes Grab , das find Stockmanns eigene Worte, und es ist nicht schwer, in diesem Motiv, in seinem Kampf gegen den schillernden, brodelnden Sumpf, dem man kaum beikommen kann, das Sinnbild zu begreifen, welches das Schauspiel über seine Zeit unb über den gleichgültigen Bereich einer verschollenen Lokalchronik hinaushebt. —
* Gießen, 24. Jan. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1 55 Mark, Landbutter 1,42 Mark, Matte 25 Pf-, Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, frische 11 bis 13, inländische Kühlhauseier 10 bis 13, ausländische 10 bis 13, Wirsing, das Pfund 10 bis 12, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 12 bis 15, Gelbe Ruben 8 bis 10, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Unter-
Meerrettich 20 bis 45, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,*0 Mark, Aepfel, das Pfund 10 bis 15 Pf., Birnen 10 bis 12, Nüsse 30 bis 50, junge Hähne 0,90 bis 1,— Mark, Gänse 80 bis 90 Pf., Enten 80 bis 90, Blumenkohl das Stück 35 bis 50, Salat 20, Endivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20 Pf
NSBDT. (früher KOAL).
facher und minder kompliziert erscheint, als sie ist. Man hat schon früher, mit gutem Grund, daraus aufmerksam gemacht, daß hier in Charakter und Handlungsweise die Grenze, wo das Erhabene m das Lächerliche übergeht, nicht scharf gezogen sei; jeder Darsteller sollte diese gefährliche Klippe — denn das Stück steht und fällt mit der Gestaltung des Helden — erkennen und danach handeln. Neuhaus spielte seinen Stockmann mit dem Ueberschug an Temperament, der die Figur auszeichnet; er spannte den Charakter zwischen die äußersten Pole: Härte eines immer wieder sich aufrichtenden, fanatischen Willens zur Wahrheit, Weltfremdheit^ gut- gläubige Ahnungslosigkeit, fast kindliche Selbstsicherheit, ein wenig Selbstgefälligkeit, und auch das, was Ibsen wirrköpfig nannte, war m der Mischung enthalten.
Erzgebirge. Das Schwartenberg-Gebiet bietet die Vorzüge verschiedenster Art, z. B. Gelegenheit zum Wintersport, zu Ausflügen usw. Unvergeßlich werden die Heimatabende bleiben. Die Fahrt beginnt am 23. Februar abends. Auf der Rückfahrt wird den Teilnehmern Gelegenheit zu einem Besuch von Chemnitz geboten, von wo aus nach dem Abendbrot die Heimfahrt angetreten wird. Die Rückkehr in Frankfurt a. M. ist für Sonntagvor- mittaq vorgesehen. Der Fahrpreis betragt 35 » Endtermin der Anmeldung ist Samstag, 9. Februar.
Die Anmeldungen erfolgen nur durch die Dienststelle der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude Kreis Gießen, Schanzenstraße 18, Zimmer 10/11.
Gießener Wochenmarktpreise.
seines Lebens ein Wahrheitsfanatiker gewesen, und der Kampf gegen die große Lüge — die „Lebens- lüqe", die Ehelüge, die Elternlüge, die gesellschaftliche und die soziale Lüge — ist das Generalthema seines gesamten dichterischen Werkes. Genau so ein Wahrheitsfanatiker, untadeliger Charakter idealistischer und freilich auch ideologischer Mensch ist nun dieser Dr. Stockmann, der Held seines Stuckes, mit dem Ibsen so vortrefflich ausgekommen war: ein aufrichtiger Freund des Staates und des Volkes der von der blöden, eigennützigen und gemeinen Menge mit allen Mitteln bekämpft, niedergeschrien, mundtot und brotlos gemacht wird.
Die „kompakte Majorität" — das ist der eigentliche Gegenspieler Stockmanns, die gleiche kompakte Majorität der sogenannten Liberalen und der „Stagnationsmänner", die sich Ibsen selber zu seiner Erbitterung so entschieden entgegengestellt hatten. Der verzweifelte und aussichtslose Kamps eines uneigennützigen Idealismus gegen die engstirnige, charakterlose und geschäftstüchtige Masse )es Pöbels und des Spießertums ist ein Thema, das an keine Zeit, keine Landschaft, keinen irgendwie gearteten besonderen Anlaß gebunden ist, das uns heute noch und immer wieder angeht.
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Die Aufführung ist von Herrn Kühne inszeniert worden; er hat im Programmheft emige Worte über bas Stück gesagt und semerseits auf den gegenwärtigen Gehalt der fünf Akte hlngewie- sen. Daß er trotzdem die Handlung (ohne ^riformg- lichkeit) im Gewände der Zeit spielen ließ, scheint uns richtig zu sein: eine Modernisierung mit äußeren Mitteln würde nichts beweisen und ein bedenkliches Experiment bleiben; man kann öie Fabel nicht von gewissen zeitlichen Bindungen und Voraussetzungen lösen, ohne ihr unnötig Gewalt an- ^Es"'ist in dem Geleitwort ferner von den lüft- spielhasten Elementen in diesem Drama die Rede die Zweifellos vorhanden sind, aber unseres Erachtens recht unauffällig gebracht werden sollten, weil die daraus gewonnenen Wirkungen auf Kosten de» Gesamteindrucks zu gehen pflegen, und die Einsicht, daß es sich hier doch um recht ernsthafte und ernstgemeinte Dinge handelt, sollte nach Möglichkeit nicht getrübt oder abgeschwächt werden.
Im übrigen hat die Aufführung nicht nur tue Lebenskraft und noch immer unverbrauchte Frische der we entliehen Meinungen und Tatbestände recht unmittelbar erwiesen, sondern auch die dramatischen und theatralischen Qualitäten Ibsens ms gebührende Licht gerückt. Besonders der Zweite und dritte, nicht ganz so intensiv der vierte Akt, können dafür' als Beispiel gelten.
Den äußeren Rahmen hatte Herr ß o f f I e r im Stil der Zeit geschaffen; zumal das Redaktwns- zimmer im Mittelakt schien uns sehr gelungen; interessant die Raumlösung für die anschließende Volksversammlung, obwohl hier (aus naheliegenden Gründen) der Schwerpunkt der Szene auf die Hinterbühne verlegt war.
Den Dr. Stockmann spielte Herr Neuhaus. Eine große und schwierige Rolle, die zunächst ein-
Darauf kommt es an, und dies erscheint wesentlicher als die Einzelheiten der Handlung, die sich auf anderer Ebene und unter anderen Voraussetzungen jederzeit und überall beliebig wiederholen kann. Dr Stockmann ist Gründer und Lester eines Heilbades', das seiner Vaterstadt zum wirtscha tlichen Aufstieg verhelfen könnte. Aber ehe diese Blütezeit anbricht, entdeckt Stockmann einen verhängnisvollen Irrtum: das vermeintlich heilkräftige Wasser ist verseucht und also äußerst gesundheitsschädlich^ Aber jeder Versuch Stockmanns, die Bürgerschaft über diese Zustände aufzuklären, wird vereitelt: die Presse, die Bürgerschaft, sem eigener Bruder als Stadtoberhaupt, mit einem Wort jene Majorität, die das Geschäft bedroht und ihre Interessen gefährdet sieht, ist gegen ihn und läßt ihn nicht zu Wort kommen. Als es endlich doch gelingt, da handelt es sich für Stockmann schon nicht mehr um das Bad als den eigentlichen Anlaß der Fehde, sondern er hält eine leidenschaftliche Anklagerede gegen die kompakte Masse, die den Fortschritt hindert, gegen den Liberalismus, die Stagnation und die „Volkslüge". Gerade in der großen Versammlungsszene des vierten Aktes wird, wie uns scheint, die Aktualität der Fabel besonders deutlich.
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Man sieht schon hier, daß es sich nicht darum handelt, einen kleinen norwegischen Kommunalskandal aus den achtziger Jahren aufzuwarmen und der erstaunten Nachwelt vor Augen A fuhren, sondern um die grundsätzliche und beispielhafte Ab- arenuina zweier ewig feindlichen Fronten. Belang- Ws ist am Ende sogar, wie der Kampf ausgeht.
Die Antwort Ibsens auf diese Ablehnung war der „Volksfeind"; sie war nicht minder aggressiv^als das „Gespenster"-Schauspiel und die für den D ch bezeichnende Objektivität auch des neuen Dramas immer durch den angedeuteten persönlichen dmp » gefährdet. Ibsen selbst freilich nannte es em „friedfertiges" Stück, welches sogar ,,von St - röten und Großhändlern und ihren Damen 9e^j werden kann", und er hat es, ein wenig 1 Pater'f ? 7 abgelehnt, etwa persönlich mit dem Helden stl Stückes vollkommen identifiziert zu werden: Beschäftigung mit dieser Arbeit hat mir Spaß g - macht.. Der Doktor Stockmann und ich kamen jo vortrefflich miteinander aus. Wir harmonieren in so mancher Beziehung, aber der Doktor ist größerer Wirrkopf als ich und hat außerdem ve ' schiedene andere Eigentümlichkeiten, denen m verschiedene Aeußerungen ... zugute halten wiro, die man am Ende nicht ganz so ruhig hmgenom- men hätte, wenn ich sie vorgebracht hatte.
Das Schauspiel ist aber charakteristisch und ein echter Ibsen nach aus einem anderen Grunde: um seiner kämpferischen Haltung willen; Ibsen ist Hest
wählt worden.
Der ordentliche Professor an der Medizinischen Fakultät der Universität K1 H Dr med. Fritz K u lZ ist in gleicher Eigenschaft mst Wirkung vom 1. April 1935 an die Universität Frankfurt berufen worden unter Verleihung der planmäßigen Professur für Pharmakologie und unter Ernennung zum Direktor des Pharmakologischen Unwerfitats- Instituts.
Der ordentliche Professor der Inneren und Direktor der Medizinischen Universitätsklinik m Frankfurt, Dr. Franz Volhard, ist von der Societä Lombarda di Medicina, Sektion derMedi- zwischen Akademie der Lombardei m Mailand, zum ausländischen korrespondierenden Mitglied ge-
Zn den Wintermonaten muß die Hausfrau besonders darauf achten, daß in ihrem Küchenzettel Obst eine große Rolle spielt. Der Körper, der m den sonnenlosen Tagen besonders angestrengt wird, braucht Frisck)obst und Gemüse, wenn er nicht schlapp und arbeitsunfähig werden will. Deshalb sind Früchtekuren im Winter besonders nützlich.! Schlug man in früheren Jahren entsetzt die Hände j über dem Kopf zusammen, wenn man hörte, daß ein Kinde bei verdorbenem Magen und Darmerkrankungen frisches Obst aß, so ist man heute mit Erfolg dazu übergegangen, gerade bei Durchfall rohes Obst — und zwar geriebene Aepfel — zu geben. Führt man diese Apfelkur konsequent zwei bis drei Tage durch, so ist der Durchfall verschwunden. Selbst'Säuglingen kann man heute schon bei Darmstörungen geriebene Aepfel reichen, allerdings immer unter ärztlicher Anleitung.
Früchtediät tut im Winter Wunder, und man braucht im Frühling bestimmt nicht mit der üblichen „Frühlingsmüdigkeit" zu rechnen, die ja nur daher kommt, daß dem Körper nicht genügend Vitamine zugeführt wurden. Wenn man sich zu einer Fruchtdiät entschließt, so entscheide man sich immer für eine bestimmte Obtart, denn das Durcheinanderessen verschiedener Früchte hat nicht dieselbe Wirkung! Es empfiehlt sich, die ersten Tage ausschließlich rohe Früchte zu geben und nichts dazu. Zwei bis drei Tage kann man das gut durchführen. Der Erfolg ist dann verblüffend! Jede Darmstörung wird behoben, die Därme werden zu intensiver Tätigkeit angeregt. Da die Früchte salzarm sind, wird überflüssiges Wasser aus dem Körper ausgeschieden, das krankhaft gesteigerte Gewicht fällt. Wo keine Abnahme beabsichtigt ist (bei Kindern!), kann man am zweiten Tag etwas Zusatznahrung geben: ungezuckerten Zwieback unb Buttermilch.
Die strenge Frück)tediät braucht nur ein paar Tage durchgehalten zu werden, bann geht man allmählich roieber auf bie normale Ernährung über! Vor allen Dingen muß man aber ben ganzen Winter hinburch frische Früchte verzehren. Am Morgen ein Glas Apfelsinensaft auf nüchternen Magen getrunken, ist besonbers gesunb! Salate in jeher Form müssen auch in ben Wintermonaten auf dem Tisch stehen. .
Selbstverständlich belasten bie Ausgaben für frisches Obst unb grüne Salate ben Gelbbeutel der Hausfrau! Lieber lasse man aber zweimal in der Woche die Fleischmahlzeit wegfallen und gebe dafür Frischgemüse. Blumenkohlsalat und Mohrrübensalat aus rohen Mohrrüben schmeckt ganz ausgezeichnet unb ist sehr bekömmlich Man braucht nicht immer Treibhaussalat zu kaufen! Der Körper braucht Vitamine, im Winter mehr als im Sommer, weil die heilenbe Kraft ber Sonne wegfällt.
Früchteluren halten uns gesunb! Jebe Hausfrau kann Obst auf ben Tisch bringen! Dr. B.
Deutsche Arbeitsfront.
Verufshauptgruppen. — Fachgruppe Banken.
Am Donnerstag, 24. Januar, abenbs 8 Uhr, spricht im Ortsgruppenheim, Lonystraße 18, Dipl- Hanbelslehrer Dr. Heun über „Hypotheken und Grundbuch im Arbeitsbereich der Bank"
3X5(5. „Kraft durch Freude".
Urlauberzüge im Februar.
Wintersportzug nach dem Allgäu vom 2. bis 10. Februar.
Gietzener Gtadiiheaier.
Ibsen: „Ein Volksfeind".
Wir haben hier schon lange,, nichts mehr von Ibsen gehabt. Der Mann aus Skien ist uns als geistige Erscheinung und als Dramatiker im Besonderen auch heute noch so bedeutungsvoll und interessant, daß wir die Aufnahme eines seiner Stücke in den Spielplan selbst bann begrüßt haben würben, wenn nicht, wie in biesem Fall, eine gewisse Aktualität ber Fabel (von ber noch bie Rede sein wirb) erkennbar gewesen wäre.
*
Der „Volksseinb" erschien 1882, also vor mehr als einem halben Jahrhundert, und muß in einem doppelten Sinne ungemein charakteristisch für Ibsen genannt werden. Zunächst um des persönlichen Anlasses willen, aus dem die Arbeit an dem Drama hervorging: die „Gespenster" nämlich, unmittelbar vor dem „Volksfeind" geschrieben und aufgefuhrt — ein Stück, nebenbei bemerkt, das heute nicht minder aktuell wäre — hatte nicht nur nicht den von Ibsen erhofften Erfolg, sondern rief sogar heftige Ablehnung, ja Entrüstung hervor .. . selbst in Kreisen, auf deren Zustimmung Ibsen durchaus gerechnet hatte. Mehrere seiner Briefe aus jener Zeit bezeugen das unmißverständlich: Daß mein
neues Schauspiel ein Wutgeheul im bager der Stagnationsmänner Hervorrufen wurde, darauf war ich natürlich vorbereitet, und es ficht nii(9 nur ge» rade so viel an, als ob e-in Rudel Kettenhunde mir nachkläffte. Aber die Hasenherzigkett, bie ich auf feiten ber sogenannten Liberalen wahrgenomme habe, hat mir so manches zu denken gegeben.
Die Mitglieder und Freunde des NSBDT. werden auf den Vortrag von Pg. Prof. Dr. Hummel, Kanzler der Universität Gießen, über „Die Phosphorfäure-Verforgung Deutschlands" nochmals besonders aufmerksam gemacht.
Ort: Hörsaal des Geologischen Instituts der Universität, Braugasse 7d, Zeit: Montag, 28.Januar, 18.15 Uhr abends, pünktlich.
Der Kreisamtsleiter des NSBDT. gez. Kurz.
Es wird zu viel organisiert
sagen da manche Besserwisser. Wie wäre es aber mit dem Winterhilfswerk, wenn die NSDAP, das Organisieren nicht so glänzend verstände?
Wie viele Menschen haben heute das beruhigende Gefühl, daß sie in ihrer Not von ihren Mitmenschen nicht vergessen werden. Gab es vor dem Umbruch nicht Millionen Deutsche, die sich in ihrer Verzweif- lunq in die Arme von Volksverrätern warfen? ,
Helft euren unverschuldet in Not geratenen Brudern im Geiste echter Volksverbundenheit.
Unterstützt das Winterhilfswerk!
Daten für den 24. Januar.
1712: König Friedrich II., der Große, in Berlin geboren (gestorben 1786); — 1776: der Dichter E. T. A. Hoffmann in Königsberg geboren (gestorben 1832); — 1867: Schleswig-Holstein wird preußisch; — 1915: deutsch-englisches Schlachtkreuzer- gefecht auf der Doggerbank in der Nordsee.
Vornotizen.
— Tageskalender für Donnerstag; Stadttheater: NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude, 20 Uhr, „Harry-Cobler-Abend . — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Frasquita". — Astona- Lichtspiele, Seltersweg: „Heldentum und Todeskampf unserer Emden". — Gas-Gemeinschaft Gießen, 20 Uhr, im Cafe Leib: „Bunter Gasabend> . — Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde: 20.15 Uhr in der Universitäts-Aula Vortrag mit Lichtbildern: „Reisen und Forschungen in Ostasien" von Professor Dr. Panzer. . ,,
— Die Vortrags-Vereinigung (Goethe- Bund und Kaufmännischer Verein) teilt uns nut: 2lm morgigen Freitag hält Kommodore, Kapitan zur See a. D. Rudolf Madlung einen Licht- bilder-Vortrag „Der Durchbruch der .Goeben und .Breslau' Das deutsche Trafalgar 1914. (Siehe heutige Anzeige.) ,
— Heldentum und Todeskampf unserer Emden." Unter diesem Titel gelangt vom heutigen Donnerstag ab in den Astoria-Lichtspielen ein Kriegs-Marine-Film zur Vorführung, der die Heldentaten des ruhmreichen deutschen Kreuzers „Emden" der Nachwelt überliefert. Der Film ist ein Ehrenmal der deutschen Kriegsmarine. Aus die heutige Anzeige fei besonders aufmerksam gemacht.
— Oberhessische Gesellschaft f u r Natur- und Heilkunde. Die Abteilung für Naturkunde und die Entomologenvereinigung Gie- ßen-Wetzlar laden im heutigen Anzeigenteil zu einer gemeinsamen Sitzung am morgigen Freitag
1 ein. Näheres in der Anzeige.
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