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Dr. Todt beglückwünscht die Adlermannschaff. Der General-Inspekteur für das deutsche Stra- Kenwesen sandte den Adler-Werken folgendes Te­legramm:

Nach -erfolgreich beendigter Rekordfahrt auf der Avus mit 1,5 Ltr. Aoler-Trumpf-Stromlinien- Wagen spreche ich der Leitung der Adlerwerke, ihren Fahrern und ihrer Gefolgschaft, insbesondere Obermeister Heckel, meine volle Anerkennung aus. Die erzielten Leistungen mit einer Durchschnitts­geschwindigkeit von 124 Stundenkilometer und einem Kraftstoffverbrauch von nur 8,75 ßitr./lOO Kilo­meter zeigen, daß es durchaus möglich ist, auch mit kleineren Motoren wirtschaftliche Autobahnge­

schwindigkeiten zu erreichen. Mit einem Glückwunsch verbinde ich den Ansporn zu weiteren Versuchen.

Heil Hitler!

Dr. Todt

General-Inspektor für das deutsche Straßenwesen.

80 Springer am Zugspitzplatt

Am kommenden Sonntag wird mit einem Ski­springen auf der Schanze am Zugspitzplatt die deutsche Wintersaison 1935/36 offiziell eingeleitet. Die Beteiligung an diesem ersten Sprung-Wett­bewerb der neuen Saison ist ausgezeichnet, achtzig Springer haben ihre Meldung abgegeben. Neben den besten bayrischen Springern wird u. a. auch der Norweger Birger Ruud starten. Die Schnee­höhe beträgt zwei Meter.

Obecheffen.

Der Postwunsch der Stadt £id) erfüllt.

Versuchsweise Veutelpost mit dem Frühzug nach Gießen.

ImGießener Anzeiger" vom Dienstag, 19. November, war einPostwunfch derStadt Lich veröffentlicht worden, der den Vorschlag ent­hielt, die Frühpo st Verbindung von Lich nach Gießen durch Einführung einer B e u t e l p o st mit dem Frühzug ab Lich 5.56 Uhr, an Gießen 617 Uhr, zu verbessern und damit den Erforder­nissen besser als bisher zu dienen

Die Rctchspostdirektion Frankfurt teilt uns daraufhin in einem Schreiben vom 21. No­vember mit, daß die Post versuchsweise ab 2. Dezember werktags i m Zuge ab Lich 5.56 Uhr eine Beutelpost nach Gießen e i n r i ch t e n werde Die Reichspostdirektion betont dabei ausdrücklich'Sollte sich jedoch Herausstellen, daß die Beutelpost nicht genügend benutzt wird, wären wir aus wirtschaftlichen Gründen gezwun­gen, sie wieder aufzugeben."

Es ist sehr zu begrüßen, daß die Reichspostdirek­tion dem Wunsche der Licher Bevölkerung Rech­nung trägt. Nunmehr liegt es an der Bevölke­rung von Lich, den jetzigen Versuch der Post zu einer dauernden Einrichtung werden zu lassen.

Kolonial-Ehrenburg bei Bad-Aauheim.

= Bad-Nauhei-m, 23. Nov. Der im Jahre 1921 hier gegründete Verein Kolonial-Ehren- b u r g wurde gestern abend in einer unter dem Vorsitz von Bürgermeister Götz abgehaltenen Sitzung neu belebt. Der Verein entstand seinerzeit hier mit dem Zwecke, eine Dankesschuld abzutragen gegen alle Männer und Frauen, die in unseren Kolonien gearbeitet, gestritten und gelitten haben, durch Errichtung einer Kolonial-Ehren- b u r g mitten im Herzen Deutschlands, auf den Höhen des Taunus, weit hineinragend in das Land. Dieses Ehrenmal soll nach den Vorschlägen des alten Ostafrikaners A. F o n ck in Gestalt der o ft - afrikanischen Veste Mpapua als ein Zei­

chen deutscher Kulturarbeit in den Kolonien, als ein Denkmal deutschen Heldentums und eine Mahnung an die kommenden Geschlechter auf dem Lichten­berg, nahe dem Johannisberg, erstehen. Dieser Gedanke wurde in diesem Jahre wieder aufgegrif­fen und von den maßgeblichen Stellen der Partei und des Staates gutgeheißen. Die Vorarbeiten wur­den durch die Sradt, insbesondere durch Bürger­meister Götz, soweit gefördert, daß jetzt die finan­zielle Gundlage gesichert erscheint und im nächsten Jahre mit der Ausführung des Projekts begonnen werden kann. Mit der Anlage soll auch eine Ju­gendherberge verbunden werden, wie ferner geplant ist, die Ehrenburg für die kolonialpolitischen Schulungskurse, die vom Deutschen Reichskolonial­bund in Aussicht genommen sind, zur Verfügung zu stellen

Canöfrei» Gießen

* Klein-Linden, 23. Nov. Gestern wurde der Sparkassenangestellte Wilhelm L u h in der Frankfurter Straße von einem Kraftwagen angefahren und zu Boden geschleudert. Der Kraftwagenführer suchte das Weite und überließ den Verunglückten seinem Schicksal. Luh hat Ver­letzungen am Kopfe erlitten und mußte in die Chi­rurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Der Kraftfahrer, der sich auf der Fahrt nach Frankfurt befand, konnte in Butzbach festgestellt werden.

* Großen-Linden, 23. Nov. Don unserer Stadt werden künftig Aufträge nur noch an diejenigen Betriebe vergeben, deren Betriebsführer und Gefolgschaft geschlossen in der D e u t s ch e n Arbeitsfront stehen.

8 Alten-Buseck, 22. Nov. In unserer Orts­gruppe wurde die Brotsammlung durch das Jungvolk durchgeführt. Mit großer Begeisterung zogen die Jungen mit geschmückten Handwagen durch die Straßen und sammelten die Brote ein. Es wurden im ganzen 180 Brote für die bedürftigen Volksgenossen in Offenbach gespendet. Mit großem Stolz auf ihren schönen Erfolg marschierten sie zur Sammelstelle und lieferten die Brote ab. Am Montagabend hat der Mütterschulungskur- f u 5 im Rabenauschen Saale begonnen. Nach kur­zer Eröffnung durch die Frauenschaftsleiteriri sprach die Kursusleiterin, eine NS.-Schwester, über Zweck und Ziel der Mütterschulung im nationalsozialisti­schen Staate. Nach diesen vorwiegend theoretischen Unterweisungen soll an den kommenden Abenden die praktische Arbeit einsetzen, die in der Haupt­

sache Säuglingspflege und Fragen der Hauswirt­schaft behandelt. Es nehmen ungefähr 30 junge Frauen und Mädchen daran teil. Am kommen­den Montag nehmen in den hiesigen Waldungen die Holzhauerarbeiten ihren Anfang. Es werden voraussichtlich 18 Holzhauer für mehrere Wochen lohnende Beschäftigung finden.

5 Steinb ach, 23. Nov. Die Wertschätzung und Achtung unserer Gemeinde, die der verstorbene Postagent i. R. Gerhard sich in jahrzehntelan­gem Dienst erworben hatte, zeigte sich bei der Be­erdigung. Eine zahlreiche Trauergemeinde gab ihm die letzte Ehre. Beamte des Postamtes und der Verein legten Kränze nieder, die Kapelle Schleuse erwies ihm die letzte Ehre.

= Steinbach, 22. Nov. Heute wurde hier die K a r t o f f e l s a m m l u n g für das Winter­hilfswerk durch die Ortsbauernschaft durch­geführt Das Ergebnis mit 195 Zentnern ist ein Beweis für die Hilfsbereitschaft unserer Bauern. Die Kartoffeln wurden vom Militär nach Gießen ver­bracht. Gestern wurde die Sammlung in A l b a ch durchgeführt und erbrachte dort ebenfalls einen er­freulichen Ertrag. Abends lief im Saale des Einhorn" ein FilmDie Sünden der Väter". Die Vorführung war für die Frauenschaft Steinbach und Albach veranstaltet und gut besucht.

03 Eberstadt, 22. Nov. Bei der hiesigen Sammlung von Pfundpaketen wurden 86 Pakete gespendet. Am gestrigen Donnerstag fand hier ein Werbeabend des Reichsluft­schutzbundes statt, bei dem Werbewart W e h - rum von hier, Ortsgruppenführer M a i t o f f und Werbewart H i l d von Lich zu der Versammlung sprachen. Die Darlegungen der Redner überzeug­ten eindringlich von der zwingenden Notwendigkeit des Luftschutzes auch auf dem Lande. Es soll nun- mebr eine Luftschuh-Schulunqswoche hier stattfinden. Die Versammlung wurde in üblicher Weise geschlossen.

* Göbelnrod, 23. Nov. Aufträge unserer Ge­meinde erhalten in Zukunft nur noch diejenigen Betriebe, deren Betriebsführer und Gefolgschaft geschlossen der Deutschen Arbeitsfront an­gehören.

ch Lauter, 22.Nov. Nachdem die Feldarbeiten beendet sind, kommen nun die Ha u s s ch l a ch - tungen zur Geltung. Die Metzelsuppe ist dabei ein schönes Familienfest. Verwandte, Bekannte und gute Nachbarn werden zur Metzelsuppe ein­geladen. Dabei leben alte Volksbräuche wieder auf. Während früher die Spinnstubengesell- schaften als ungeladene Gäste, alsFleischmänn­chen", zur Wurstsuppe erschienen, sind es heute nur noch die jungen Burschen, die diesen Brauch pfle­gen: denn die Spinnstuben sind seit einigen Jahren verschwunden. Die jungen Burschen verkleiden sich. Sie tragen Schüssel und Kanne bei sich und bitten den Bauer und die Bäuerin, ihnen einen Teil des Essens abzugeben. Dabei sagen sie folgenden Bitt­spruch auf:Ich hab' gehört, ihr hält' geschlacht' und' hält' so lange Wurscht gemacht: laßt die kurze hange, gebt uns a (eine) von der lange!" Die ganze Metzelsuppe-Gesellschaft umringt die vermummten Gestalten und sucht sie zu necken: dabei gibt es manchen derben Spaß. Dann fassen die Besucher Wurstsuppe, Wellfleisch und Kraut. Nach kurzen Dankesworten eilen sie fort. In einer Wirtschaft wird bann bei einem kräftigen Schluck und in froher Stimmung das Essen verzehrt.

HunMunTproflramtn.

Sonntag, 24. November:

6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.30: Deutsche Gespräche.lieber den Tod." Von Wilhelm Gulde. 8.45: Choralblasen. 9: Evangelische Morgen­feier. Veranstaltet von dem Amt für Kirchenmusik, Frankfurt a. M. 9.45: Bekenntnisse zur Zeit.Ge- danken zum Totenfest." Von Rudolf Kipp. 10: Morgenfeier der HI. 10.30: Chorgesang. 11.10: Südwestdeutsche Erzähler stellen sich vor. Thor Goote, lieft aus seinem neuen Roman ... unver­gleichlicher Franke". 11.30: Kantate von Johann Sebastian Bach:Ach lieben Christen seit getrost". 12: Mittagskonzert. 14: Kinderfunk. 14.45: Das Volk erzählt. 15: Stunde des Landes. 16: Nachmit- tagskonzert. 17: Von Berlin (aus der alten Garni­sonkirche): Reichssendung: Aufführung der Sing­akademie: Ein deutsches Requiem für Soli, Chor und Orchester, Werk 45, von Johannes Brahms. 18: HJ.-Funk. 18.30:Die Letzten". Hörspiel von Karl Lerbs. 19.45: Sportbericht. 20:Der Tot reit' auf einem kohlschwarzen Rappen". Alte Weisen und Balladen. 21: Meisterkonzert (IV). Hans Psitzner dirigiert eigene Werke. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk, Sportbericht. 22.25: Sportspiegel des Sonntags. 23: Unterhal­tung zur späten Nacht. 24 bis 2: Nachtkonzert.

ZUonfag, 25. November:

6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause 7: Nachrichten. 8.15: Gymnastik. 10.15- Schulfunk. Däumlingchen. Ein Märchenspiel nach Grimm von Otto Wollmann. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.20: Nachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei zwi- zwei und drei. 15: Wirtfchaftsbericht. 15.15: Kin­derfunk. 15.30: Konzert. 16.30: Eine halbe Stunde Kurzweil. 17: Nachmittagskonzert. 18.30: HJ.-Funk. 19: Erwirb es, um es zu besitzen. Mensch und Werk im deutschen Westen. 19.50 Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: Das, was nach dem großen Erfolge kam. 21.20: Studio. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Artisten. Funkbogen der fahren­den Leute. 23: Musik zurGuten Nacht". 24 bis 2: Nachtkonzert.

Dienstag, 26. November.

6 Uhr: Choral Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.15: Gymnastik. 8.45: Bauernfunk. 9.15: Der Freiburger Sängerwettstreit. 10.15: Schulfunk. Grenzland Schles­wig. Funkbericht von Land und Leuten. 11.20: Nach­richten. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nach­richten. 14.10: Allerlei zwischen zwei und drei. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Das deutsche Lied. Robert Schumann. 16:Oh, dieses Jägerlatein!" Eine heitere Textfolge. 16.30: Kleines Konzert. Aus dem Bekenntnis". Lieder nach Gedichten von Jakob Kneip. Komponiert von Erich Freiherr Wolff von Gudenberg. 17: Bunte Musik am Nachmittag. 18.30: Wir hämmern, feilen und drechseln..." Eine Hör­folge über die Kunst im Handwerk. 19: Unter­haltungskonzert. 19.50: Der Tagesspiegel des Reichs­senders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10:Elfi, die seltsame Magd". Ein Funkspiel nach Jeremias Gotthelf. 21: Heitere Laune, froher Klang.

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