verein 0,25 o.
irtschast
von insgesamt
von
vor-
unb Uetzhausen 1871; Vaitshain
Nr. 221 vom 21.
Oktober.
börslich gehegten Erwartungen lagen seitens der Bankenkundschaft kaum Aufträge vor, so daß die heutige Börse in starker Geschäftsstille eröffnete. Die wieder zahlreich vorliegenden Wirtschaftsmeldungen aus allen Zweigen der deutschen Industrie gaben wohl eine gewisse Stütze, vermochten aber nicht zu verhindern, daß die Kurse am Aktienmarkt überwiegend leicht nachgaben. Die Kulisse nahm verschiedentlich einige Abgaben vor, nachdem sie gestern vorwiegend als Käufer aufgetreten war. Die ersten Kurse lagen noch meist mäßig höher, später überwogen jedoch Abschwächungen. IG. Farben notierten mit 149,25 bis 148,75 (149,50), Scheideanstalt mit 234 (235). Elektroaktien konnten sich etwa behaupten, Siemens gaben etwas nach. Der Abschluß der Bekula und die Exportaufträge bei Felten fan-
trägern, kaum andere hinzuzufügen. Aber wie auch zur Zeit noch häufig, so hatten Damals die behördlichen Anordnungen wegen der „Unverständlichkeit, Halsstarrigkeit und Unbelehrbarkeit der Bevölkerung" nicht den gewünschten Erfolg. Nach Erlöschen dieser Epidemie blieb Gonterskirchen 31 Jahre von Typhus verschont. Im Jahre 1896 traten wieder einige Erkrankungen auf; ferner in den Jahren 1902 und 1906. Zwei größere Epide- mien brachen 1907 (anschließend an eine Hochzeit, erkrankt waren 41 Personen) und 1910 aus (60 Erkrankungen, ebenfalls nach einer Hochzeit). Beide Male konnte die Ansteckungsquelle nicht gefunden werden. Weitere Typhusfälle sind seitdem in Gonterskirchen nicht mehr vorgekommen. Die vierte größere Epidemie des Kreises wurde im Jahre 1912 beobachtet. Obgleich die Erkrankungen in verschiedenen Orten vorkamen, in Breungeshain 11, Busenborn 14, Rüdingshain 18, M i - chelbach 6, Wingershausen 2, Eichelsachsen 3, Sichenhausen 1, Schotten 3, Götzen 3, Eichelsdorf 3 Fälle und in R a i n- rod 1 Fall, soll es sich doch um eine zusammenhängende Epidemie gehandelt haben. Als Ursache wurde ungenügende Vorsicht beim Verkehr mit anderen Kranken und Unbelehrbarkeit der Bevölkerung angegeben. Recht häufig kam Typhus auch in 53 a u b a cf) vor. Es handelte sich aber immer nur um vereinzelte Erkrankungen, meistens im Schloß oder Alumnat. Als Ursache kam wahrscheinlich eine 1914 erkannte Bazillenträgerin, die ein Lebensmittelgeschäft betrieb, in Frage.
Zusammenstellung der Typhus- und Paratyphusfälle nach Orten und Jahren:
Breungeshain 1912, 15; Busenborn 1912; Eichelsachsen 1881, 1908, 12; Eichelsdorf 1912; Freien- Seen 1894, 1910; Friedrichshütte 1902; Gedern 1894, 97, 1903, 10, 14; Götzen 1906, 12; Gonterskirchen 1865, 96, 1902, 06, 07, 10, 16; Hartmannshain 1916; Helpershain 1906; Laubach 1895, 96, 1900, 01, 03, 04, 05, 10, 11, 14, 16, 17, 18; Meiches 1906; Michelbach 1912; Mittel-Seemen 1897; Ober- Schmitten 1888; Ober-Seemen 1887, 97, 1902, 16; Rainrod 1912; Rebgeshain 1895; Rüdingshain 1907, 12, 14; Ruppertsburg 1910, 18; Schotten 1880, 87, 88, 90, 1902, 04, 07, 12, 14, 16; Sichenhausen 1912; Stumpertenrod 1896, 97; Ulfa 1897; Wingershausen 1912.
werte gaben bis 0,50 v. H. nach, ferner verloren Westdeutsche Kaufhof 0,40 v. H., Metallgesellschaft 0,13 v. H. Kunstseideaktien waren noch fest, Bem- berg plus 1 v. H. AKU. plus 0,50 v. H. Deutsche Linoleum gewannen 0,90 v. H., Daimler Motoren
Storndorf 1914; Uellershausen 1868, 82, 1909; Unterwegfurth
* Vergl. „Gießener Anzeiger"
September und Nr. 236 vom 9.
99 v. H. erreicht.
Rhein-Mainische Börse.
Mittagsbörse abbröckelnd.
Frankfurt a. M., 22. Okt. Entgegen den
lionen Tonnen im Vorjahr geschätzt, somit gegen 1934 ein Mehrertrag 6,68 Millionen Tonnen.
Die Industrie-
unlängst ausgenommen wurde, erfreuen sich einer anhaltend lebhaften Nachfrage. Nach einem Einführungskurs von 98,25 v. H., der dem Zeichnungskurs entspricht, haben die Reichsbahn-Schatzanweisungen an der gestrigen Berliner Börse einen Kurs
Oie Geuchengeschichte Oberhessens
Ein Ausschnitt.*)
Don Obermedizinalrat Professor Dr. H. Kliewe.
chungen ergeben. Die Heuernte wird insgesamt auf 33,11 Millionen Tonnen gegen 26,43 Mil- Es ergibt sich
1868, 75; Wallenrod 1880, 82; Weid-Moos 1876; Wernges 1875, 82, 85, 1907, 08, 12, 17; Willofs 1868, 72, 81, 1912; Maar 1875, 82, 83, 84, 1901.
kreis Schotten.
Die Zahl der Typhuserkrankungen in diesem Kreise betrug seit 1865 in 26 verschiedenen Ort- schäften 356, dazu kamen 29 Todesfälle. Paratyphus- fälle wurden nur 3 beobachtet. An größeren Epidemien sind 4 zu nennen, davon allein 3 in Gonterskirchen. Bei der ersten erkrankten etwa 70 Personen, 20 starben. Eine bestimmte Ansteckungsquelle konnte nicht angegeben werden. Als Hauptursache wurden Luftströmungen, kalte Abend- und Morgennebel, Rheumatismus, Erkaltung, und vor allem die „größte Unreinlichkeit in den Wohnungen" angesehen. Als mustergültig können die Bekämpfungsmaßnahmen bezeichnet werden: „1. Ein Arzt wird täglich nach Gonterskirchen geschickt, der Kreisarzt zweimal wöchentlich. 2. Pfarrer und Bürgermeister wachen über die sanitätspolizeilichen Maßnahmen; 3. Reinlichkeit der Krankenpfleger. 4. Erweiterung des Krankenpersonals durch 2 Diakonissinnen. 5. Desinfektion nach Genesung. Effekten in verschlossenen Kammern den Chlordämpfen über Nacht aussetzen. 6. Verbrennen des Bettstrohes, Verbot, gebrauchte Betten auf Straßen und Höfen auszubreiten; 7. Wände und Fußböden der Krankenzimmer scheuern. 8. In die Abtritte Chlorkalk werfen. 9. Der Schulbesuch ist nicht gestattet. 10. Reinlichkeit auf Straßen und Höfen; 11. Baldige Beerdigung, Trauergeleite untersagen. 12. Krankenbesuche beschränken. 13. Oeffentliche Speisungen unterstützen. 14. Anzeigepflicht aller Erkrankungsfälle, Verschweigen ist zu bestrafen. Außer- dem Belehrung über Straßenreinlichkeit, über den Einfluß öfterer Lufterneuerung in Wohn- und Schlafstuben, Vermeiden und Abwendung der scharfen Ausdünstungen offener Hühnerställe in die Wohngebäude und Hinwirken auf die Anlage entfernterer Senkgruben." Wir haben diesen Maßnahmen, abgesehen von dem Suchen nach Bazillen-
urid Handelskammer Gießen
gibt Auskunft:
1198: Bekanntmachung KP 45 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise.
1199: Verzollung von Postsendungen in Frankreich.
1200: Zusammenfassung sämtlicher Devisenbestimmungen über die Nebenkosten des Warenverkehrs.
1201: Zur Erhöhung des besonderen Einfuhrzolls in den Niederlanden.
* Lebhaftes B ö rfe n i nt e r e ffe für Reichsbahn - Schatz anweisungen. Die neuen 4,5prozentiaen Reichsbahn-Schatzanweisungen von 1935, deren Notiz an der Berliner Börse erst
(Fortsetzung statt Schluß.)
kreis Lauterbach.
Seit dem Jahre 1868 wurden 819 Typhuserkrankungen und 166 Todesfälle gemeldet. Sichere Paratyphusfälle wurden bis 1918 nur 18 bekannt; der erste wurde im Jahre 1909 festgestellt. Don den Städten, die am häufigsten vom Typhus heim- : gesucht worden waren, ist zunächst Lauterbach zu nennen. Die ersten Fälle wurden im Jahre 1875 erwähnt. Damals erkrankte ein Mädchen, welches sich in Frankfurt a. M. angesteckt hatte; im Anschluß daran auch andere Personen, vor allem solche aus Häusern, die in der Nähe des Mühlbachs lagen. Es wurde deshalb angenommen, daß die Weiterverbreitung durch das Wasser dieses Baches erfolgt sei, weil es häufig zum Sprengen des Gartens, zum Waschen oder für andere Haushaltszwecke gebraucht wurde. Doch war auch eine direkte Berührungsansteckung nicht auszuschließen, da die Erkrankten nahe beieinander wohnten. Wahrscheinlich waren aus dieser Epidemie Dauerausscheider hervorgegangen, denn im folgenden Jahre (1876) trat eine neue auf. In Lauterbach und mehreren Nachbarorten waren etwa 70 bis 80 Personen erkrankt. Im Jahre 1881 wurden ebenfalls in verschiedenen Orten der näheren Umgebung von Lauterbach etwa 70 Typhuskranke beobachtet. Als Ansteckungsquelle wurde ein Knecht angenommen, der aus einer typhusverseuchten Gegend stammte, auf einem Hofgut arbeitete und mehrere Personen infiziert haben soll. Von diesen sind dann angeblich die Krankheitskeime weiter verstreut worden. In den nun folgenden Jahren haben wir fast alljährlich einzelne Typhus- fälle; im Jahre 1887 kam es nochmals zu einer größeren Epidemie (18 Fälle). Auch aus der Tatsache, daß in den späteren Jahren fast immer die Ansteckung auf den Mühlgraben zurückgeführt wurde und daß seit Durchführung der städtehygieni- schen Maßnahmen im Jahre 1909, die sich vor allem auf die Lauter bezogen, der Typhus immer seltener auftrat, dürfen wir schließen, daß es sich wenigstens bei den ersten Fällen um Wasserinfektionen gehan- beit hat. In der Nachkriegszeit wurde Typhus in Lauterbach nicht mehr beobachtet. An feiner Stelle trat der Paratyphus immer stärker auf. In den Jahren 1928/29 war es sogar zu Massenerkrankun- gen (über 300 Fälle) gekommen.
An größeren Typhusepidemien des Kreises sind folgende zu nennen: eine in Holzmühl 1869; in Hutzdorf erkrankten im Jahre 1871 116 Personen, 8 starben, lieber die Ansteckungsquelle ist näheres nicht bekannt. Ferner wurden in mehreren Orten der Umgebung von Herbstein im Jahre 1874 insgesamt 119 Fälle beobachtet, davon allein 40 in Herbstein. Auch im Jahre 1875 trat der Typhus in der Umgebung von Herbstein stärker auf; von 63 Erkrankten starben 9. In Uetzhausen waren im Jahre 1880 11 Häuser befallen, in Freien st einau und den benachbarten Dörfern erkrankten 1886 18 Personen. Nähere Einzelheiten über diese Epidemie fehlen. Die Epidemie (40 Erkrankungen und 5 Todesfälle) in Schlitz im Jahre 1886 hatte ihren Ausgang wahrscheinlich vom Hospital in Schlitz genommen.
Zusammenstellung der Typhus- und Paratyphusfälle nach Orten und Jahren:
Almenrod 1892; Altenschlirf 1875, 76; Angers- bad) 1880, 88, 1903, 06, 12; Bannerod 1874, 76, 80; Bermutshain 1874, 75, 76, 80. 82; Blitzenrod 1886; Crainfeld 1869, 70, 74, 75, 86; Dirlammen 1870, 74, 75, 84, 91; Eichelhain 1870, 72, 74, 75; Eichenrod 1874; Eisenbach 1881; Engelrod 1870, 71, 75, 80; Fraurombach 1868, 1909; Freiensteinau 1866, 68, 85, 86, 93, 1907, 11; Frischbarn und Eisenbach 1884; Grebenhain 1869, 75, 76, 88; ©ungenau 1871; Hartershausen 1871; Heblos 1877, 80; Heisters 1870, 76, 80, 91; Herbstein 1874, 75, 80, 81, 82, 83, 86; Hörgenau 1874, 76; Holzmühl 1869, 86, 92; Hopf- mannsseld 1870, 75; Hutzdorf 1871; Jlbershausen 1869, 70, 72, 74, 75, 76, 80, 82; Landenhausen 1881, 88, 89, 90; Lanzenhain 1868, 74, 75, 76, 81, 82; Lauterbach 1875, 76, 80, 81, 82, 84, 85, 87, 88, 90, 91, 92, 93, 97, 1900, 01, 04, 05, 06, 07, 08, 10, 11, 14, 16, 18; Metzlos und Metzlosgehag 1868, 79, 80, 86; Nieder-Moos 1876; Nösberts 1868, 79, 82; Ober-Moos 1886; Ober-Wegfurth 1868; Quecf mit Saasen 1868, 81, 83; Radmühle 1886; Reichlos 1885, 86; Reuters 1916; Rimbach 1871; Rixfeld 1874, 75, 76, 80, 81, 82, 85, 86; Rudlos 1880, 81, 92; Sandlofs 1871; Schadges 1869, 75; Schlechtenwegen 1875, 76, 82; Schlitz 1868, 69, 81, 86, 87, 93, 1912, 14; Stockhausen 1874, 75, 76, 80, 82, 85, 94;
den Beachtung. Don Montanwerken eröffneten Hoesch und Mannesmann je 0,50 v. H. höher, Stahl- — ,. H. leichter. Zellstoff- und Schiffahrts- bis 0,50 v. H. nach, ferner verloren
Vollständige Angaben für Devisenbescheinigungen.
Wie die Hauptgeschäftsstelle Frankfurt a. M. der Industrie- und Handelskammer für das Rhein- Mainische Wirtschaftsgebiet mitteilt, wird in Kreisen der Wirtschaft vielfach Klage darüber geführt, daß beantragte Devisenbescheinigungen und sonstige ds- visenrechtliche Genehmigungen nicht rechtzeitig erteilt werden und daß sich durch solche Verzögerungen häufig Geschäfte mit dem Ausland zerschlugen. Derartige Verzögerungen sind sehr häufig darauf zurückzuführen, daß die Anträge unvollständige Angaben enthalten, oder bei einer nicht zuständigen Stelle eingereicht werden. Zur Behebung der Mängel wird auf Veranlassung der Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung darauf hingewiesen, daß die beteiligten Wirtschaftskreise sich in Zweifelsfällen vor der Einreichung ihrer Anträge bei ihrer zuständigen Industrie- und Handelskammer über das einzuhaltende Verfahren unterrichten sollen. Sämtliche Anträge müssen genaue und vollständige Angaben enthalten und sind sogleich an diejenige Stelle zu richten, die für die Entscheidung der Anträge zuständig ist. Die Industrie- und Handelskammern sind nach wierderholten Erklärungen der maßgeblichen Regierungsstellen in erster Linie berufen, die in Frage kommenden Firmen in allen Devisenangelegenheiten zu beraten.
Erntevorschätzung jur Hackfrüchte und Heu Anfang Oktober.
Die Vorschätzungen der amtlichen Berichterstatter zu Anfang Oktober d. I. ergaben nach Mitteilung des Statistischen Reichsamtes an Spcitkartof - fein einen Ertrag von 38,23 Millionen Tonnen, d. h. rund 3,7 Millionen Tonnen weniger als im sechsjährigen Mittel. Die Zuckerrübenernte wird nach vorläufiger Schätzung auf 9,85 Millionen Tonnen veranschlagt, das sind rund 500 000 Tonnen weniger als im Vorjahre. An Runkelrüben wird mit 30 Millionen Tonnen etwa das über dem Durchschnitt liegende sechsjährige Mittel (1929 — 34) erreicht. Bei der Beurteilung Der Hektarerträge für Hackfrüchte ist zu berücksichtigen, daß die Schätzungen zu einem Zeitpunkt abgegeben wurden, als die Früchte zum größten Teil noch nicht geerntet waren. Je nach der Auswirkung der Witterungsverhältnisse können sich — insbesondere bei den Rüben — bei der endgültigen Ernteermittlung noch Abwei-
0,25 v.H.
Am Rentenmarkt herrschte Geschaftsstille, die Kurse konnten sich aber gut behaupten, nur Altbesitzanleihe gingen auf 112,25 (112,50) zurück. Sehr fest blieben zertif. Gulden-Obligationen sowie Dollar- Bonds bei Steigerungen von 1 bis 2 v. H. Von Ausländsanleihen waren Ungarn Gold etwas höher gefragt
Die starke Geschäftsstille verursachte auch in der zweiten Börsenstunde ein weiteres Abgleiten der Kurse um durchschnittlich 0,50 bis 0,75 o. H. So gingen IG. Farben auf 148,25 (148,75), Stahlver- ein auf 81,50 (82,25), Bemberg auf 107,50 (108,40) und Zellstoff Waldhof auf 112 (112,25) zurück; auch die übrigen Papiere ließen im gleichen Ausmaß nach.
Am Rentenmarkt waren Altbesitz wieder leicht erholt, im übrigen lagen die Kurse behauptet. Wei- tere Beachtung fanden zertif. Gulden-Obligationen und Dollar-Bonds, ferner zogen Umtausch-Obligationen des Stahlvereins etwas an. 6prozentige Hoesch gaben dagegen auf 102,50 (102,75) nach. Pfandbriefe und Stadtanleihen lagen still und zumeist -un« verändert, etwas fester 4,5 v. H. Heidelberg mit 87,50 (87,25) und 4,5 (6) v. H. Frankfurt mit 91,50 (91). 4,5prozentige Reichsbahn-Schatzanweisungen von 1935 zogen auf 98,75 (98,50) an.
Abendbörse still.
Die Abendbörse war auf allen Gebieten nahezu geschäftslos und brachte im Vergleich zu den Ber- liner Schlußnotierungen nur geringe Veränderungen, wobei die Rückgänge überwogen haben. Etwas höher lagen Bekula mit 142,40 (142). Von chemischen Werten gaben Scheideanstalt auf 233,50 (234) nach. Am Rentenmark konnten sich die Kurse gut behaupten.
U. a. notierten: Altbesitz 112,65, Schutzgebietsanleihen 10,20, 6proz. Stahloerein 102,40, 6proz. Krupp 102,75, 5proz. Eisenbahnbank-Obligationen 79,50, 6proz. Siemens-Schuckert 105, Reichsbahn- Verwaltungsaktien 122,75, 4proz. Rumänen 4,90, Commerzbank 86,75, DD.-Bank 86,50, Harpener 110,25, Klöckner 90, Mannesmann 84, Rheinstahl 106,75, Stahlverein 81,75, Aku 56,50, BMW. 120,50, Bekula 142,40, Conti Gummi 155, Scheideanstalt 233,50, Deutsche Linoleum 143,50, Licht & Kraft 131,50, Eßlingen Maschinen 79,50, IG. Farben 148,50, Gesfürel 123, Goldschmidt 105, Hanfwerk Füssen 85, Junghans 84, Lahmeyer 131, Moe- nus 82, RWE. 123, Schuckert 119.
Frankfurter Obst- und Gemüsernackt.
Frankfurt a. TO., 22. Okt. Die starken Zufuhren, insbesondere von hochwertigen Gemüsen, hielten an. Die Nachfrage war bei wenig veränderten Preisen schleppend. U. a. notierten: Blumenkohl 10 bis 40, Eskarol 4 bis 8, Feldsalat 25 bis 35, Karotten 4 bis 5, gelbe Kartoffeln 3,30 bis 3,50, Kopfsalat 4 bis 10, Meerrettich 40 bis 45, Pfifferlinge 50 bis 55, Steinpilze 40 bis 45, Römischkohl 5, Rosenkohl 15 bis 24, Rote Rüben 4 bis 5, Rotkraut 4V- bis 6, Sellerie je nach Größe 5 bis 30, Spinat 4 bis 8, Schwarzwurzel 16 bis 25, Tomaten I 12 bis 15, II 8 bis 10, Haus-Toma- ten 20 bis 22, Weißkraut 3 bis 4, Filterkraut 4 bis 5, Wirsing 4 bis 6, Zwiebeln 5V- bis 6.
Das O b ft angebot blieb allgemein sehr gut, be« sonders aus dem Bodenseegebiet. Nachfrage nachhochwertigen Aepfeln und Birnen gut, geringe Ware schwer verkäuflich. Preise kaum verändert, la Auslese über Notiz. Deutsche Walnüsse zogen infolge geringeren Angebots im Preise etwas an. In ausländischen Trauben bestand Ueberangebot. Absatz befriedigend. U. a. notierten: Aepfel I 20 bis 25, II 14 bis 18, Wirtschaftsäpfel 10 bis 14, Goldparmänen I 22 bis 25, II 18 bis 20, Boskoop I 20 bis 24, II 16 bis 18, Schafsnase 10 bis 14, Birnen I 20 bis 25, II 15 bis 18, Kochbirnen 6 bis 10, Diehls Butterbirnen I 20 bis 25, II 15 bis 18, Mollebusch I 18 bis 22, II 14 bis 17, Pastoren 12 bis 15, Kastanien 15 bis 18, Preißelbeeren 40, Quitten 25 bis 30, Trauben 13 bis 14, holländische 36 bis 45, italienische 16 bis 20, spanische 19 bis 23, bulgarische 16 bis 22, Walnüsse 32 bis 38.
Falschgeld im Umlauf.
LPD. Frankfurt a. M., 22. Okt. In letzter Zeit : werden in Frankfurt, besonders in den Lebensmittelgeschäften und Metzgereien der Innenstadt, falsche Fünf-Mark-Stücke der neuen Prägung : mit der Garnisonkirche zu Potsdam und falsche ; Zwei - Mark - Stücke der alten Prägung : in den Verkehr gebracht. Wie man bisher beobach- t ten konnte, tauchen die falschen Geldstücke regel- ■ mäßig an den beiben letzten Wochentagen auf, worauf zu schließen ist, daß die Vertreiber das Falschgeld nur bei regem Geschäftsverkehr absetzen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt besch lossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v H., Lombardzinsfuß 5 o H.
Frankfurt 0.3JL
Herl in
Frankfurt o. M
Stalin
Schluß« kurS
Schluß!. Abend- börse
Schluß« kurs
Schluß!. Mittag« börse
Gchluß- turs
Schluß!. Abendbörse
Schluß« lurs
Schlußk. Mitlagbörse
Oalum
21 10.
22-10.
21-10.
22-10.
Datum
21-10.
22-10.
21-10.
22-10
_
100,13
100
100,13
4% desgl. Serie II ............
_
_
9,75
_
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
981
97,75
98
98
5% Ruman. vereinh. Rente v. 1903
6
5,9
5,85
5,8
571% Young-Anleihe von 1930 ..
102
101,9
102,13
102,25
4H%Ruman.vereinh.Rentev.l913
8,4
8,4
8,85
8,45
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
4% Rumänische vereinh. Rente ..
4,8
4.9
4,8
4,95
viuslol -Reckten
112,5
112,65
112,5
112,65
2Vi% Anatolier ...............
38.5
38,65
38,75
38,9
VI,% Deutsche ReichSpostschatzan-
Weisungen von 1934, 1.......
100,25
100
100,2
100,13
Hamburg-Amertka-Pakel ..... o
16
16,4
16,4
16,25
6% efiem.8% Hess. Volksstaat 1929
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
29
(rückzahlb. 102%) ...........
96
96,5
96,5
Norddeutscher Lloyd ......... 0
18
17,75
17,9
17,9
<yt% ehem. Hessische Landesbank
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
78,9
79,25
78,5
Darmstadt Gold R. 12........
96,13
96
——
•—
Berliner Handelsgesellschaft ... 5
111
111
111,4
111
67i% ehem. Hess. LandeS-Hypo-
Commerz, und Privat-Bank ... 0
87
86,75
87
86,75
thekenbank Darmstadt Llaui ...
100,4
100,25
*■*
Deutsche Bank und Diskonto-
4^i% ehem. 8% Darmst. Komm.
Gesellschaft................0
87,25
86,5
87,25
86,5
Lanvesb.Goldschuldoerschr. R.6
91,25
91,25
—
—
Dresdner Bank.............. 0
87,25
86,5
87,25
86,5
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Reichsbank ................ 12
174,5
174,75
173,5
Auslos.-Rechten ...........
Deutsche Komm. Sammelabl. Aw
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
112,13
112,4
112,4
112,7
'21.(5.@............... o
37,75
37,75
37,65
37,5
47i% ehem.8% Franks. Hyp.-Vank
Bekula.................... 10
143
142,4
143,13
142
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
96,25
96,25
—
—
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5
110,65
110,5
110
110,13
!’/:% ehem. 4%% Franks. Hyp.-
Licht und Kraft .....67i
131,5
131.5
132
131,13
Bank-Ligu.»Pfandbriefe.......
104 75
105
104,75
104,5
6y.% ehem. 4%% Rheinische
Gesellsch.f.EIektr.Unternehmung. 5
123,5
123
123,75
123
Hqp.-Bank-Ltau.-Goldpse. ...
100,75
100,65
100,75
100,75
Rheinische Elektrizität ........ 5
130
129,25
—
129,5
iVx0'0 ehem. 8% Br. Landespfand-
Rhein. Wests. Elektr.......... 6
123,75
123
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oriefanstalt, Pfandbriefe R. 19
97
97
97
97
Schuckert8Co...... 4
119,25
119
119,75
119,25
4)4% ehem. 7% Pr. Landespfand-
Siemens L Halske....... 7
169,25
169
170,5
168,5
kriefanst., Gold Komm. Lbl.VI
97
97
97
97
Lahmeyer L Co...... 7
131
131
131.75
131
kteuergutsch.Berrechnungsk. 85-39
107,3
107,3
107,3
107.3
yhibetne ___.............. o
101.5
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4% Oesterretchtsche Goldrenle. - - -
26,5
26,5
26,5
27
Deutsche Erdöl ..............4
105,25
105,5
105,5
105,13
4,20% Oesterreichische Silberrente
1,2
Gelsenkirchener ........... 0
9
g
9
110 75
110.75
110,5
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
8,75
9
8,75
9,19
Hoesch Eisen—Köln-Neueste« .. 0
93,25
193^25
93,25
93
4Vi% desgl. von 1913 .........
8.75
9
——
9,1
Alse Bergbau .............. 1
—
—
159
158,5
5% abgcst. Goldmexikaner von 9$
10,4
10,5
10,6
10,7
Ilse Bergbau Genüge........ (
125
125,25
125
125,25
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Klöcknerwecke .............
91
90
91,65
‘ 90,5
Serie i.....................
—
—
9,5
—
Mannesman n-Rbhre» ........ 0
84,25
84
84,5
I 84
•
Frankfurt a. M.
Serkin
Schlußkurs
Schluß!. Abend- börle
Schluß« kurs
Schlußk. Mittag« börse
Datum
21-10.
22-10.
21.10.
22-10.
Mansselder Bergbau ..
....... |
119,25
119
119,5
119
Kokswerke ...........
.......6
—
116,25
115
Phönix Bergbau......
.......C
—
—
—
—
Rheinische Braunkohlen
..... 12
219
217,25
217
216,75
Rbeinstabl ...........
..... 8'/,
107,4
106,75
107,25
107,25
Vereinigte Stahlwerke.
.......(
, 82,5
81,75
82,75
81,75
Ltavt Minen .......
.......0
19,3
19
19
18,75
Kaliwerke Aschersleben.
....... 5
| 131,5
130,75
131
Kaliwerke Westeregeln .
.......5
124,5
125
Kaliwerke Salzdetfurth
.....
I 180,25
182
183
182
3. ®. Farben-Jndustrt« 1\
Scheideanstall.............. 9
Goldschmidt 0
RürgerSwerke *
Metollgesellichaft ........4|
149,5
148,25
149,4
148,5
235
233,5
—
—
105,5
105
105,75
105
114
113,5
114,75
114,25
106,5
106
107
106,4
154,5
Gritzner
25,4
289,5
57,25
107,25
112,5
79,5
94,75
143.5
29.5 90
0 ')
0 0
7 0
6
0
0
0
12
8
Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt..
0 92
5 115.75
4) 130 I
Schultheis Patzenhoser Aku (Allgemeine Kunstseide) .. Bemberg...................
Zellstoff Waldbos Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas ...............
Daimler Motoren ......
Deutsche Linoleum Lrenstetn L Koppel .........
Westdeutsche Kaufhof.........
Ebade......................
Aecumulatoren-FabrS
Conti-Gummi .............
Mamkraftwerke Höchst O.DL.
Süddeutscher Zucker »j 210,25
91,5
92
91
116
——
130
-
—
—
105
104,5
56,5
56,75
56,4
107,5
107,75
107
112
112,5
111,5
80
79,75
—
127,9
127
95
94,9
94,5
143,5
143,5
143,65
—
81,5
80,5
25
25,5
24,65
287
289,75
—
155
—
155,25
29,75
90
210,5
I 29,5
I 210,4
29
210,5
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
21 .Oktober
22 Oktober
Amtliche
Geld |
Dotierung »rief
Amtliche Geld
Notierung
Brief
Buenos Sire-
0,678
0,682
0,678
0,682
Brüssel.....
41,87
41,95
41,84
41,92
Rio de Jan.
0,141
0,143
0,141
0,143
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,54
54,64
54,49
54,59
Danzig.....
46,83
46,93
46,83
46,93
London .....
12,215
12,245
12,205
12,235
HeliingfocS..
5,38
5,39
5,375
5,385
Paris ......
16,38
16,42
16,38
16,42
Holland ....
168,63
168,97
168,71
169,05
Italien.....
20,24
20,28
20,24
20,28
Japan ......
0,713
0,715
0,713
0,715
Jugoslawien.
5,674
5,686
5,674
5,686
Oslo..... :
61 33
61,45
61,28
61,40
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon....
11,07
11,09
11,07
11,09
Stockholm...
62,98
63,10
62,92
63,04
Schweiz ....
80,89
81,05
80,84
81,00
Spanien....
33,94
34,00
33,94
34,00
Prag.......
10,275
10,295
10,275
10,295
Budapest ...
—
Reuyork ...
2,486
2,490
3anfnoteiL
2,486
2,490
Berlin, 22-Cfiober
Geld
»rief
Amerikanische Noten..............
2,438
2,456
Belgische Noten..................
41,72
41,88
Dänische Noten .............
54,28
54,50
Englische Noten .................
12,17
15,33
12,21
16.39
Holländische Noten...............
168,29
168,97
Italien,sche Noten. ..............
19,46
19,54
Norwegische Noten ..............
61,12
61.36
Deutsch Oesterreich. * 100 Schwing
—
Rumänische Noten...............
——
—
Schwedische Noten...............
62,75
63,01
Schweizer Noten.................
80,66
80.98
Spanische Noten.................
33,58
33,72
Ungarische Note»................


