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Mittwoch, 23. Wober 1935

185. Jahrgang

. 248 Erstes Blatt

ist.

nen würde.

sich aus folgendem

(anf. 38, spät. 34)

(298 531)

293 358

26 (27)

Radikale Linke (Demo-

(145 221)

(anf. 0, spät. 3)

nicht st a r k

Eroberer am sicheren Besitz des Mittelmeer-

:rauen, sich einer e i n

m» Beute der Mächtigen.

llr.d so hebt in der zweiten Hälfte des Mittel-

der neue Kampf um das Mittelmeer an, ein

Ihirpf, dessen Träger auf der einen Seite die

ler

151527

52 736

41 190

27 140

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(381 862)

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(41 238)

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14 (14) 5

Sozialdemokraten

Vauernlinke

ergibt:

Mandate 68 (62) 28

traten)

Freie Volkspartei

en eins ,hl. z. B.:

Rechtsstaatspartei

Kommunisten

Dän. Rationalsozialisten

Schleswigsche Partei

Aus dieser Uebersicht nach dem Linksruck in

nder, ler u. n Sie htmal e sich ich an

nicht st a r k genug zu sein, um sich zu behaup­ten und der einander widerstreitenden Kräfte der

Ztontt der Herrschaft über Europa teilhaftig werden hi Jen. Italien selbst war ein staatliches Nichts,

ittagskvN' hen Zmi in Dich, ichmittag. ir Abend- jchaft am Breisgau, künde des jesjpiegel n. 20.15: ad)enber ms

.y 24 bis

derne Europa. Und als ob England diese Wert- sich bereits 1704 i n

Die Krisis der Landwirtschaft bleibt das Problem der dänischen Innenpolitik

itit. 6.30i en. 8.10: am Mo» Ratschläge 12: Mit-

geschichtlichen Entwicklung eingedenk sind, die wir hier nur ganz skizzenhaft andeuten konnten, so er« messen wir erst recht die Schwere der Entscheidun« gen, die jede europäische Macht heute zu treffen hat.

Miens Frauen sollen Devisen sparen.

Verzicht aus ausländische Luxusartikel.

Rom, 22. Okt. (DNB.) Giornale d'Italia, dessen

ird von öoniüag \ Zweite d- Unter k nod, hen. -

technisch m. Das irten die mb ruhi. 1 bewies es seinen

Wahlsieg der Regierungsparteien in Dänemark.

Der Linksruck in Skandinavien fetzt sich fort.Erste Erfolge der Nationalsozialisten Anwachfen der deutschen Glimmen in Nordschleswig.

seinen Nlanche

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5.50, lkunpas vollziehen würden. Weder die Goten noch goi 2.95 Langobarden haben sich dieses Raums dauernd

(in Rordfchleswig) 12 618 (9 868) 1 (1)

geht zunächst hervor, daß IJtorwegen und Schweden

Das erste Echo.

In Kreisen der Regierungsparteien hebt ren Erfolg natürlich entsprechend hervor, mokratischePolitiken" weist darauf hin,

vorläufigen Ergebnis Stimmen

tische Wüste den Suez-Kanal erbaute und damit den Weg nach Indien um Tausende von Kilometer verkürzte, griff England entschlossen zu, besetzte 1878 Cypern, 1882 Aegypten, 1884 Somali- land und stieß 1885 weit nach Afrika vor, die Franzosen bei F a s ch o d a rücksichtslos zum Rück-

Ergebnis der Wahlen eine Festigung der Macht und des Ansehens der Regie­rung bedeute. Bon der Opposition erwartet das Blatt, daß sie nunmehr den Bestrebungen der Regie­rung keinen systematischen Widerstand mehr entge­genletzen werde. Der sozialdemokratische Minister­präsident S t a u n i n g gab der Ansicht Ausdruck, daß nun vermutlich der Weg für eine positive Poli-

W

parlamentarischen Parteiwildnis Herr zu werden. Mit allen seinen Bemühungen, dernationale starke Mann" zu (ein, steckt Stauning doch immer noch zu tief in dem Dickicht von Vorurteilen einer zerkrach­ten Weltanschauung und in den Hemmnissen der Parteimaschine, um sich ganz frei und unbehindert bewegen zu können.

Schon als bie Bauern ihren bekannten Zug nach Kopenhagen unternahmen, um dem Kö­nig persönlich ihre Not zu klagen, ließ Stauning sich aus parteitaktischen Gründen dazu hinreißen, die Wortführer der Bauern in beleidigender Form abzuweisen, statt sich auf Verhandlungen ein­zulassen. Daß der Zug der Bauern keiner demagogi­schen Hetze, sondern einer tatsächlichen Not der Landwirtschaft entsprungen war, wußte die Regie­rung am besten. Sie war auch bereit, Hilfe zu lei­sten, nur sollte diese Hilfe durch die parlamentari­schen Parteiinstanzen verabreicht werden, damit man nicht hätte sagen können, sie hätten versagt. Unter

mäßig kurzer Frist wird das Mittelmeer aus seinem Dornröschenschlaf geweckt und in einen engli­schen Schiffahrtsweg nach Indien und dem Fernen Osten verwandell. Aber nicht nur seinen Schiffahrtsweg will und muh England verteidigen, sondern ebenso den für die Zukunft nicht weniger wichtigen F l u g w e g, der von den Küsten Palä­stinas über Bagdad nach Indien führt. Wieder wie zur Zeit des Kampfes zwischen Rom und Karthago ist das Mittelmeer der Schauplatz größter politi­scher Entscheidungen geworden. Und wenn wir der

steigerung ahnte, setzte es

Gibraltar fest und nahm damit den Schlüssel zum Mittelmeer in seine Hand. Und wieder 100 Jahre später bemächtigte es sich Maltas. Als dann der französische Graf Lesseps durch die ägyp-

s ch' Reiterscharen nicht über die Pyrenäen hinweg tajd) Nordeuropa vorstießen. Italien war um jene rjtii ein buntscheckiges Ländergemisch. Kirchenstaat, iMsivbardische und normannische Fürstentümer, ost- trom sche Prokonsuln und sarazenische Gouverneure nelltn sich in die Beute, während die deutschen !knsr in immer wieder erneuten Vorstößen die !)ie Herrschaft zu erzwingen versuchen und doch nur für ganz kurze Zeit zu erreichen vermögen. Ißte die großen deutschen Kaiser bewegte, von dem ! sanken Karl bis zu dem Staufen Friedrich II. i wl nicht nur, mit hartem Schwert über die ein- ijlilnürt Stammesschicksale hinweg nach einer grö- llipn Zusammenfassung deutscher Menschen zu | toten, sondern auch das deutsche Volk vom Rande «kw'pas hinweg in den damaligen Mittel- pn n 11 Europas zu führen und es, im Besitz ^id*e ts, der Herrschaft über das Mittelmeer und

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Hannes hinderte.

Das Erbe von Byzanz traten die Araber an. ' der Flucht Mohammeds von Mekka _______ .st nicht nur Kleinasien, sondern auch Des gesamte Nordafrika und der größte Teil Spa- ichrs im Besitz der Araber, und nur dem Einsatz i ler Franken war es zu verdanken, daß die arabi-

, ca. cm . KB Jahre nach ^unstseiä; uod Medina ist elenneuen 3.90,2. Jo

neutm Nahrungs- und Lebensraum, nicht nur der We zur Herrschaft und Eroberung, die in jedem ijuncen und gesunden Volke steckt, sondern ebenso iier sichere Sinn bafür, daß sich im Raum des Mit­großen politischen Entscheidungen

zuq zwingend.

Nicht mit einem Schlage, aber doch in verhältnis­mäßig kurzer Frist wird das Mittelmeer aus seinem

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!)

Der folgende Bericht unseres Kopenhagener Korrespondenten ist kurz vor den Wah- l e n geschrieben, er beleuchtet aber die Kardinal» frage, vor der sich auch das neue dänische Fol­keting (das Unterhaus des dänischen Reichs­tags) gestellt sieht.

Die Entwicklung der politischen und wirtschaft­lichen Lage in Dänemark verschärft sich allmählich derart, daß Dänemark einer akuten Krise mit großen Schritten entgegengeht. In einer Beziehung ist diese Wendung unerwartet. Gewiß hatte man eine Zelt lang den Eindruck, daß die Wirtschaftspolitik der so­zialistisch-radikalen Regierung Dänemarks weder Fleisch noch Fisch war, well sie bereits politisch ver­braucht ist. Aber als der Regierungschef und sozia­listische Parteiführer, Thorwald Stauning, auf hem sozialistischen Parteitag im Sommer viele seiner wirtschaftlichen Parteidoktrinen über Bord warf und sich entschlossen zu einer nationalen Wirtschaftspolitik bekannte, horchte man auf und war zu der Annahme berechtigt, daß eine neue Aera eingeleitet werden sollte, wenig­stens auf wirtschaftlichem Gebiet. Man soll nicht leugnen, daß der Regierungschef von einem guten Willen beseelt ist. Allein, dieser Wille scheint

Kopenhagen, 23.Okt. (DNB. Funkspruch.) Die Wahlen zum Folkethmg, dem dänischen Unter­haus, sind in ganz Dänemark ruhig ver­laufen. Dank des schönen Wetters fetzte schon früh ein starker Zustrom zu den Wahllokalen ein, und die Wahlbeteiligung überstieg bie des Jahres 1932, tn dem die letzten Folkethingwahlen statt- gesunden Haden.

Insgesamt wurden 1 646 128 (1 547 082) gültige Stimmen abgegeben, beten Verteilung ebenso wie bie bet 148 ZRanbafe der 149.2Ibgeorbnete wirb erst am 11. November auf bem Färöern gewählt

Na6msre nostrum

23on Or. Theodor Bött ger

Kuf der von Mussolini geschaffenen Prunkstraße >6« faschistischen Italiens, der Via del Impero, sind Hier marmorne Tafeln errichtet worden, die die knwicklung des römischen Reiches von den Anfän- jeti bis zur Glanzzeit Kaiser Trajans verkünden, in'. fast in jeder faschistischen Amtsstube hängt eine La dkarte, die das M i 11 e I m e e r zeigt, auf der üeKüsten Spaniens, Frankreichs, Afrikas, der Bal- laroalbinfel und Klein-Asiens als römischer Besitz Üpjezeichnet sind und die die Ueberschrift trägt: ,'Aiare nostrum (unser Meer).

i er alte Traum von der Wiedergeburt römischer gti ße und Herrlichkeit aus dem Geiste neuen faschi- tijqen Römertums hat 300 000 Italiener hinüder- zes.hrt zu den fieberheißen Küsten des Roten Mee- res und des Indischen Ozeans, hat sie sich in Mcrsch setzen lassen in die Bergklüfte Nord-Abes- inens und durch die dornenbestandenen Steppen

let Provinz Ogaden. Ueberall aber, wo die italieni- chn Truppentransportdampfer die blauen Fluten )er Mittelmeeres durchfurchen, fielen die Blicke auf tollende Kanonenrohre. Vor Malta, Alexandrien, Jtra, Suez und Aden liegen britische Groß­lar pfschiffe, Schlachtkreuzer, kleine Kreuzer, Tor-1 jetnboote, Unterseeboote und Flugzeugmutterschiffe.

Fürsten dem Kaiser den Weg vermauern, der Deutschland zum Herrn Europas gemacht hätte. Weiter spricht es für den politischen Instinkt der Franzosen, daß sie ihren Eroberungsdrang im Mittelmeer mit einer idealistischen Mission verbin­den und den Kampf um das Mittelmeer, der nun zum erstenmal wieder über Italien hinweg nach Griechenland und Kleinasien übergreift, mit den Kreuzzügen nach der Heiligen Stadt Jerusalem, verknüpfen. Und meteorhaft taucht in jener Zeit England zum erstenmal am politischen Himmel des Mittelmeeres auf in Gestatt des tapferen Königs Richard Löwenherz. Als sich der Kampf zwischen Kaisertum und Papsttum seinem Ende zuneigte, da regierten die französischen Anjous im gesamten Süditalien. Neben dem Reiche der Anjous und dem Kirchenstaate aber ent­wickelten sich langsam und stetig die großen Stadtrepubliken Genua und Venedig, Flo­renz und Mailand. In der Mitte des 16. Jahr­hunderts ist Korsika im Besitze Genuas und die gesamte Dalmatinische Küste, Kreta wie Cypern im Besitz Venedigs. Die Anjous treten ab und an ihre Stelle d i e spanischen Habsburger. Die gesamte Balkanhalbinsel aber und weit darüber hinaus Ungarn, Siebenbürgen und die Moldau stehen unter türkischer Herrschaft. Ein neuer Kampf beginnt um das Mittelmeer, dessen Träger Venedig und das Reich der Osmanen sind.

Inzwischen hatte sich die große Wende vollzogen. Amerika war entdeckt; portugiesische und spanische Seefahrer umsegelten Afrika und durchquerten mit ihren Fregatten die unendliche Weite des Stillen Ozeans. Der Blick Europas umspannte mit einem Schlage die Erdkugel, Portugal und Spanien, jetzt die Weltmächte Europas, bestimmen den Papst, den Erdball zwischen ihnen beiden aufzuteilen. Immer mehr zerfallen inzwischen im Raum des Mittel­meeres die Macht und das Ansehen Europas, Her-

nun auch bie Sozialdemokraten in Dänemark den größten Erfolg bei den Wahlen zu verzeichnen hatten, während die Demokraten ihren Mandatsbesitz behaupten konnten. Beide Re­gierungsparteien verfügen nunmehr zusammen über 82 (76) Mandate, gegenüber 66 (72) Man­daten der Opposition. Von den Parteien der Oppo­sition hat besonders die Bauernlinke dimmen an die Freie Dolkspartei und wahrscheinlich auch an die Nationalsozialisten abgeben müssen. Dank der dänischen Wahlarithmetik hat die Partei dabei noch zwei Mandate mehr erhalten, als ihr der Stimmenzahl nach zustanden. Eine Ent­täuschung hat die Wahl auch den Konservati« Den gebracht, die zwar mehr Stimmen als die Bauernlinke, aber wiederum infolge der Wahl­arithmetik ein Mandat weniger erhalten haben als früher. Die Kommunisten haben ihre Stim­menzahl zwar vergrößern können, ihr Besitzstand an Mandaten blieb jedoch der gleiche.

Die Nationalsozialisten haben zum ersten Male in ganz Dänemark an den Folkethings- wahlen teilgenommen, so daß ein Vergleich mit frü­her nicht gut möglich ist. In Nordschleswig, wo sie sich bereits 1932 an der Wahl beteiligten, ist ihre Stimmmzahl jedoch von 757 auf rund 3550 gestie­gen. Wenn sie nicht in das Folkething einziehen können, so ist das darauf zurückzuführen, daß ihre Stimmenzahlen in keinem der drei großen Gebiete (Hauptstadt, Inseln oder Jütland) die im Durch­schnitt auf ein Mandat entfallende Stimmenzahl erreicht haben. Was die schleswigschenPar- t e i e n a n I a n g t, so ist festzustellen, daß der Anteil der deutschen Stimmen an allen in Nordschleswig abgegebenen Stimmen von 13,2 auf 15.5 v. H. zugenommen hat.

Leitartikel schon seit einiger Zeit ernste Mahnungen an das italienische Volk richten, sich mit Umsicht und Vorbedacht auf die unvermeidlichen Sühnemaß- nahmen einzurichten, erläßt einen flammenden

nahmen einzurichten, erläßt Aufruf an die italienischen Fr , . , fachen Lebensführung voll Ernst und Sparsamkeit zu befleißigen, da gerade sie im Kreise der Familie mit gutem Beispiel ooranzugehen hätten. Energisch müßten die ttalienischen Frauen jede Verwendung von Erzeugnissen vermeiden, die aus den sanktionsfüh-

tg fordern, und eine günstige tsntnncm schaftlichen Verhältnisse des Volkes sichern ........ In der konservativen Presse körn nach einem Hinweis auf den Machtzuwachs der Re­gierung offen die Enttäuschung über das Wahlergebnis für die Konservativen zum Ausdruck. Auf der anderen Seite erklärte jedoch der Partei­führer, Christmas Müller, daß die Arbeit im Hinblick auf die nächste Wahl sofort begin«

ren des Meeres werden die Kaper- und Piraten­schiffe der Sultane von Marokko und Algier. Der Kamps geht nicht mehr um das kleine Europa, der Kampf geht um die Reichtümer des gesamten Erd­balles. Die Rolle des Mittelmeeres scheint ausge­spielt zu fein. Die englischen, portugiesischen, spa­nischen und holländischen Kausahrteischisse segeln über die Ozeane. Mit fremder Hilfe geht das im­mer mehr erstarkende England an die Nieder­werfung seiner Rivalen in Afrika, Amerika und Asien. Spanien, die Niederlande und Frankren werden niedergezwungen.

Je mehr sich aber Europa im Lause des 18. und 19. Jahrhunderts konsolidiert, desto höher steigt wieder der Wert des Mittelmeeres für dieses mo-

tik zur Sicherung der dänischen Wirt­schaft und Produktion offen sein werde. Er hoffe auf die Zusammenarbeit mit allen, die die Erzeugung fördern, und eine günstige Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Volkes sichern wollten. In der konservativen Presse kommt

dem Druck des Bauernzuges wurde auch eine G e treiöeorbnung mit bemerkenswerter Schnel­ligkeit verabschiedet. Sie 'erfüllt die Forderungen der Bauern nicht ganz, denn das parlamentarische Sy­stem besteht ja nun einmal im Abhandeln und Storm promissemachen. Dor allem aber wurde hierdurch nur dem getreide produzierenden Teil der Landwirtschaft geholfen, nicht aber dem fleisch- und butterproduzierenden. Doch auch diesen sollte zunächst durch eine Butter­ordnung geholfen werden. Diese Hilfe sollte eben­falls von der großen parlamentarischen Landwirt- schaftskommission ausgearbeUet werden, aber nach­dem der Bauernzug vorüber war, hatte man keine Eile mehr damit. Vielmehr meinten die Mitglieder, daß sie sich eine Woche Erholung nach der Anstren­gung mit der Getreideordnung gönnen könnten ...

Der Erwerbsausschuß der LS.-Bewegung Der« langte daraufhin, in bej parlamentarischen Kam« Mission mit drei Mitgliedern vertreten zu sein, um direkten Einfluß auf die Kommissionsverhand- lungen ausüben zu können. Da der Erwerbsaus­chuß nicht nur die politisch betonte LS.-Bewegung, andern den weitaus größten Tell der Genossen« chaftsschlächtereien und der Molkereien des Landes vertritt, so war dieses Verlangen nur billig und wurde auch von den konservativen Mitgliedern der Landwirtschaftskommission unterstützt. Nichtsdesto­weniger verfiel aber auch diese bescheidene Forde­rung der Ablehnung durch die Regierung, während sie den Schlächtereien und Molkereien je einen Ver­treter zubilligte.

Durch diese und ähnliche kleine Nadelstiche ge­reizt, ließ sich der Erwerbsausschuß zur Ankündi­gung des Valuta st r eiks hinreißen und ging auch zur Tat über, als die Regierung keine direkten Verhandlungen mit ihm aufnehmen wollte. Das Ziel des Valutastreiks war, durch Zurückhaltung der ausländischen Zahlungsmittel für die landwirtschaft­liche Ausfuhr die Krone zum Sinken zu bringen, um auf diesem Wege mehr Dünenkronen für die Produktion zu erhalten. Das war natürlich ein zweischneidiges Kampfmittel, aber die Führer der LS.-Bewegung betonten wiederholt, daß sie von diesem Streik zurücktreten wollten, sobald sie von der Regierung die Zusage einer ausreichenden Hilfe für die Landwirtschaft erhalten würden. Mtt der LS. zu verhandeln, hielt die sozialistisch-radikale Regierung aber für unter ihrer Würde. Stattdessen

1 (3:2).

°tomen 1 Wer» freiten. leimII p'el er. «den in weder»

kieutschen Kaiser sind, auf der anderen Seite BHe Franzosen, die der bedrohten Kirche zu Mi e len, den Papst von Rom hinweg nach SHiitfion entführen und mit sicherem politischen - in'tinft den Augenblick abwarten, da die deutschen

Flugzeugmutterschiffe' konservative itebereit. Das Wort vomMare Radikale Lin

", Vchiächttgen können, weil das neurömische "LNeu- d) in Byzanz mit Klugheit, List und orien- 90. 2.95 1 bischer Verschlagenheit sich im östlichen Raum des ' Gewebe -^itteüneeres behaupten konnte und die^ germani- leider.ca.

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loitrum" erweist sich noch immer als e i n s ch ö - i £7 Traum. Wieder wie tn Jahrhunderten zuvor st Las Mittelmeer zum Schlachtfeld der großen iNnpäischen Entscheidungen geworden und es Der» qhnt sich wohl, heute, da der Kampf um dieses Her noch immer mit diplomatischen Noten aus- ;es chten wird, hinter denen allerdings Bomben inl Geschütze lauern, diesen Kampf um das Mittel-1 ner einmal zurückzuDerfolgen, längst Geschichte ge- adLene Kampfabschnitte aufzuzeigen.

hn Anfang dieses Kampfes steht, wenn wir von Ist Eroberungszügen der Griechen nach Kleinasien H.hen, Rom. Die griechische Kolonisation na nicht wie in Rom von dem imperialistischen ßVtien zur Herrschaft und zur Unterwerfung ge- flta.en. Die kühnen Vorstöße Athens und Korinths Itaqi Sizilien, Südfrankreich, Südspanien und Nord- tefrifa waren mehr erfüllt von kaufmännischem Wage- m als kriegerischem Eroberungsdrang, glichen der IiiiLreiLung der Hanse im Raum der Ostsee. Und die Nebenbuhler der Griechen, die P h ö n i - iSr, die aus dem fernen Britannien das Zinn an

lüften des Mittelmeeres brachten, waren Kaüf- eifl« und keine Krieger. Rom blieb es Vorbehalten, m harten Kampf mit seinem stärksten Rivalen Karthago die kriegerische Note anzuschlagen und Mi ersten Mal das Mittelmeer in den Binnensee inr einzigen Macht zu verwandeln. In zwei iikterten Kriegen wurde Karthago auf die Knie Innungen und vernichtet. 200 Jahre vor Christi Siburt sind Karthago, Sizilien, Sardinien, Korsika nit die gesamte Mittelmeerküste Spaniens im Be- ii Roms und 200 Jahre nach Christi Geburt re- M Marc Aurel mit imperatorischer Gewalt über Zs ^mt-Europa mit Ausnahme Germaniens, Skan- Bmnens, Rußlands und über das gesamte Klein- ijjti und Nordafrika einschließlich Aegyptens.

:&enn dann in der Völkerwanderungszeit die germanischen Völker von Norden her in die iMaschen Provinzen vorstießen, so trieb sie dazu lüch nur der ihnen angedichtete Hang nach der «öorne des Südens, nicht nur der Drang nach

renöen Ländern eingeführt würden. Ganz be­sonders soll der Bannsttahl ausländische Luxus­artikel, Stoffe, Moden und Parfü­merien treffen. Jeder derartige Einkauf bedeute eine Verminderung des italienischen Goldbestandes und eine Schwächung der italienischen finanziellen Widerstandskraft. Nunmehr sei endgültig Schluß da­mit zu machen, daß jährlich Hunderte von Millio­nen Lire für italienische Fraueneitelkeit ins Aus» land fließen. Der Aufruf klingt in die Hoffnung aus, daß sich die Frauen Italiens an jedem Platz in bie kämpferischen Reihen der Na« tion eingliedern und damit zur Verteidigung des italienischen Goldschatzes beitragen werden, der für den Erwerb von Kohlen, Petro« I e u m, Eisen und Gummi, die das tägliche Brot für die italienische Kriegsindustrie bilden, Vor­behalten bleiben müsse

schein, ,L glich, -Uh-r MTf xtU, Annahme non Anzeige»

Sonntags und Feiertag» Hfl für die Mittagsnummer

Beilagen: Di-I-ustr.erle AA AA MW A bis 8>/.Uhr des Dormittag,

si (ntrnPIHM* /IWWr Bw er : 3 XZWVIIVIWVW vrIHVnww x» W «inzelnen^Nummern Ermäßigte Grundpreise:

infolge höherer Gewalt M e* yflA < < NN Stellen-, Vereins-, gemein-

SS General-Anzeiger für Oberhessen ZWM

$«nifuttümnioin 11686 vruL und Verlag: vrühl'sche Univerfitätr-Vuch- und Steindruckerel R. Lauge in Stehen. Schristleitung und Seschästrftelle: Schulstratze 7 M-ng°a°dschlM Staffel ö