Einzelbild herunterladen

Bürge;! vtratze.

sind °usge. e wäre ^-r.

>nt die nüang ^rger. ^an °nstch °ndzu der in walzen

rüi. Str a- arge.

arnl. »den jüt ]u|am.

rs Recht. I« Der. Wenigen

liefe 6t-

Her -alb. noch ein i entschej. Minuten hen. Drei igen Ab. :n wieder imftellung 7:5 oer- iren noch em 1900er len. Mer« auf dem wei Bälle echt brao. inksaußen

Tor für

)t, mufete iberlassen.

irner

xchelh. elheimd ir 3. 8b Der M Ts ffiurtß die Iuim

»ms, M iereine B bmann da nroart $r. j aus, dich würdigre Sieg-Heil en Dh'nc i M, h-

>r durch bt* net gemein litz um 6« angegeben

'S-

ir Malern 18 "

[t München -oorrageck mal töW nnn bfl®

Eine große Zuschauermenge hatte sich inzwischen 11380,90 P.; Heuchelheim 1095,95 P. Bestleistung: tldpflinhpri hin mit rtrn&pm SXnfprpffp hip piniplnen 91iphf Pnffnr fi 31 Wotpr

Fuß-all der heimischen Mannschaften

^strebenden Frohnhäuser Stürmer noch zu t en und einen Erfolg zu verhindern. B>

iu errei-

ei dem

Nachdruck verboten!

F Fortsetzung.

doch

Fall

auf.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Der gestrige Sonntag brachte drei Fußballspiele, die sämtlich im Ergebnis unentschieden waren. 'Das Haupttreffen gegen Dranien Frohnhau- '! e n (Liga) endete 2:2 (2:2).

Diehl, Lollar, 6,31 Meter.

Keulenweitwurf: Kinzenbach 1477,40 P.; Lollar 1524,20 P.; Heuchelheim 1530,70 P. Best­leistung: Frank, Lollar, 58,30 Meter.

.Monika..."

lUnd noch einmal, voll Herzensqual, und auch voll tiefer, erlöster Sehnsucht:

.Monika..."

iDann sank sie mit einem leisen, dumpfen zusammen.

in Naunheim geschlagen.

Raunheim VfV. R. 3:1 (1:0).

Die Gießener mußten in Naunheim eine Nieder­lage hinnehmen. Sie trafen in dem Gastgeber auf eine Mannschaft, die ihnen sowohl in der Ausge­glichenheit der einzelnen Spieler, als auch in Schnel­ligkeit und im Stehvermögen überlegen war. Wäh­rend die Gießener Hintermannschaft auf der Höhe war, konnte der Sturm sich während der ganzen Spieldauer nie zu einer Einheit zusammenfinden, und war auch bei Einzelaktionen zu unentschlossen, um erfolgreich zu sein. Der Schiedsrichter hatte einen schweren Stand.

Zu Beginn stellten sich die Gießener mit Haas; Leutheuser II, Leutheuser I, Heß, Knauß, Hauptfeld, Szponick, Erben; Wlodareck, Fehling, Ranft. Die Gießener hatten Anstoß und erzwangen- in der ersten Spielminute eine Ecke, die von dem Tormann ins Feld zurückgefaustet wurde. Einen Strafstoß für Gießen jagte Knauß weit übers Tor. Dann waren die Naunheimer gut durchgekommen, aber der Mit­telstürmer setzte ebenfalls den Ball neben den Pfosten. Mit einer Vorlage von Knauß jagte Szpo­nick die Linie entlang, überlief die Verteidigung, wurde aber im Torraum unfair zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter schoß Erben direkt auf den Mann und vergab damit eine Gelegenheit, die in psychischer Hinsicht nicht ohne Rückwirkung auf die Gießener bleiben konnte. Einen scharfen Schuß des Halblinken hielt Haas ausgezeichnet. Die Kampf­bilder wechselten bei gleichen Feldleistungen dau­ernd. Erben hatte sich durchgespielt und war nach Halbrechts gekommen, sein Schuß, zu schwach, wurde gehalten. Auf der Gegenseite verfehlte Haas eine Flanke, aber Leutheuser I, der ein glänzendes Spiel lieferte, wehrte zur Ecke. Ein Zusammenspiel des Jnnensturms: Wlodareck zog den Ball neben das Tor. Ein Strafstoß von links für Naunheim folgte. Haas stand verkehrt. Den von Keusch scharf­geschossenen Ball drückte der Halbrechte zur 1:0- Führung für Naunheim ein. Der Gegenangriff wurde durch den Halbzeitpfiff unterbrochen.

Nach Wiederbeginn zeigte die Gießener Mann­schaft Ermüdungserscheinungen und Naunheim wurde überlegen. Trotzdem konnte die Hintermann­schaft vorerst alle Angriffe des Gastgebers abschla­gen. Bei einem plötzlichen Vorstoß der Gießener schoß Erben aufs Tor. Der Naunheimer Hüter be­rechnete den Ball verkehrt und ließ ihn durch die Beine ins Tor rollen. Die Gießener hatten aus-

ßingefunben, die mit großem Interesse die einzelnen fämpjc verfolgte. Trotz des drohenden Regens tonnte die Veranstaltung gut durchgeführt werden und als der Regen einsetzte, waren die Kämpfe be-

Wie weniger Besucher sprangen erschrocken Brau Müller kreischte:Jesus Maria...", und ^;lt die Ohnmächtige fest.

Auch der Klavierspieler brach die letzten Takte ab. Meglos stand nur Monika. Hatte da nicht jemand ty-en Namen gerufen?

Ja, Monika. Es ist aber auch ein wunder­schönes Lied..."

Ja, bas ist es ..."

Er zog sie näher an sich heran.

Jetzt mußt du mir noch eines sagen, Monika: Nicht wahr, du hast dieses Lied für mich gesungen?"

Und Monika flüsterte leise, wie ein Hauch:

Für dich, Johnie ..."

Da hielt es ihn nicht länger. Er, der sonst so zurückhaltend war, vergaß, daß sie beide auf einem Podium standen. Er riß sie in die Arme und ver­schloß ihre Lippen mit einem langen Kuß.

Aber nur der Klavierspieler sah ihnen lächelnd zu, und erst, als es ihm nun lange genug schien, schlug er plötzlich einen vollen Akkord an, so daß sie er­schreckt auseinanderfuhren.

Man hatte unterdessen Frau von Tanner in einen kleinen Raum gebracht und auf einen Diwan ge­bettet. Sie war bereits zu sich gekommen und sah sich unruhig um.

Monika und Johnie wollten zusammen das Ka­barett verlassen. Da erinnerte sich Johnie an seine beiden Begleiterinnen. Er konnte sie doch aus Höf­lichkeit nicht ohne einige Worte der Entschuldigung verlassen.

Aber sie waren längst nicht mehr da. Maud war klug genug gewesen, die aufgeregte Shirley fortzu­ziehen, bevor sie einen hysterischen Anfall bekam. Und draußen setzte sie sie resolut in eine Auto und nahm sie mit in ihre Künstlerwohnung. Da gab es bestimmt noch späte Gäste, und ein bißchen Un­terhaltung würde Sh'.ley am schnellsten über die erlittene Enttäuschung und das endgültige Zu-Was- ser-Werden aller ihrer Pläne trösten. Sie hatte ja schon darin ihre Erfahrungen mit Shirley, die gute Maud!

Gerade als Monika ihren Mantel holte, kam ihr die kleine Kollegin nachgelaufen.

Bitte, kommen Sie doch! Die Dame, die ohn­mächtig geworden ist, fragt andauernd nach Ihnen."

Wer?" Monika hatte die Szene schon ganz ver- geHen.

Ich glaube, es ist die Mutter Evi von Tanners."

Jetzt erschrak Monika. Wenn wirklich gerade am heutigen Abend Evis Mutter im Kabarett gewesen war, so mußte sie ja erschrecken, als sie statt ihrer Tochter eine Fremde singen hörte. Aber daß sie gleich ohnmächttge wurde? Was sollte sie nur sagen, wenn sie nach Evi fragte? Sie wußte ja selbst nicht, mit wem Evi zusammen war, seitdem Johnie hier war.

Zwei brennende Augen starrten Monika ent­gegen, als sie das Zimmer betrat. Augen, die ver­zehrend in ihren Zügen forschten. Nur noch Frau Müller war anwesend, die mit unverhohlener Neu­gierde das schöne blonde Mädchen betrachtete, das statt des Fräuleins Evchen gesungen hatte.

Langsam kam Monika näher. Was sollte sie nur sagen, wenn Frau von Tanner nach Eoi fragte?

Und dabei fühlte sie sich so seltsam zu dieser bleichen, früh gealterten Frau hingezogen.

Schlußpfiff war an dem Halbzeitstand (2:2) keine tenterung eingetreten.

Der Kampf wurde sehr anständig durchgeführt. 3ne Frohnhäuser Mannschaft war in allen Teilen pt besetzt. Besonders zu erwähnen wäre hier ur der Tormann, der mehrere scharfe Schüsse sehr pt abwehrte. Von den Gießenern soll niemand c wähnt werden. Sie versuchten alle das Beste zu lüften, wenn es auch einigen nicht gelang. Schieds­richter Zutt, Wetzlar, leitete gut.

1900 III ©rüningen I 3:3. 1900 1. Jgd. lsihgestern 1. Jgd. 1:1.

Monika schöpfte Atem. Da fühlte sie plötzlich, täe eine magische Welle sie zwang, die Augen zu hi den, den Aps langsam nach einer , bestimmten 9üd)tuftg zu wenden. Und da erblickte sie Johnie... Sie sah nicht seine beiden Begleiterinnen, sie sah nur ihn ihn, der sie schon so lange anstarrte, tune sich abwenden zu können...

Sie hatte keine Zeit, nachzudenken, wieso er ber war. Sie wollte es auch nicht. Sie wußte nur das eine er war da!

«Ein strahlendes Leuchten glitt über ihr Gesicht. Sie mußte einen Augenblick die Hand aufs Herz pressen...

Dann aber hob sich, ihr selbst unbewußt, ihre stimme zu einem so seligen, strahlenden Jubel, b:'fj die Besucher erstaunt aufhorchten und ihre Ge­spräche verstummten:

Zu jedem kommt einmal das Glück, Vielleicht kommt es heute zu dir..., Vielleicht geht es leise Schon jetzt auf die Reise ..." iJa, es war gekommen, sie wußte es.

!Aber auch Frau von Tanner wußte nun Dieses Ii'.ädchen da oben das konnte nur ein Mensch aif der Welt sein!

iJhren Lippen entrang sich ein halberstickter Auf­schrei:

1900 trat mit den Spielern Rahn; Zeiler, Lip­pert; Langsdorf, Jäger, Mank, Wilhelmi, Koch L, Schmelz, Birkenbihl und Hotz an. Es fehlten Hammer, Heilmann und Schmidt. Die beiden letz­teren hätten, wenn ihnen die Teilnahme möglich cewefen wäre, bestimmt das Ergebnis des Spieles iiigunften ihrer Mannschaft verbessert.

Das Spiel war von Anfang an sehr schnell. 1900 pab, der Mahnung eingedenk, alles aus sich heraus hnb brachte es fertig, trotz Gegenwindes immer . lieber vor dem Tore Frohnhausens zu erscheinen. Der Erfolg blieb aber vorerst aus, lediglich drei Eckbälle wurden erzielt, die unverwertet blieben. 5in der 25. Minute gelang es Wilhelmi durch einen Brachtschuß für feinen Verein die Führung zu er» jielen. Aber schon eine Minute später lautete das Ergebnis 1:1. Frohnhausen war überraschend !irrchgekornrnen und hatte den Ausgleich erzielt. In Iser 30. Minute stand das Spiel 2:1 für Frohn- ioaufen, denn bei einem Gedränge vor dem Giehe- *r Tor lenkte ein Spieler von 1900 den Ball ins - iiigene Tor. Kurz vor dem Halbzeitpfiff gelang s Schmelz, den Stand 2:2 herzustellen. Ohne Pause (ing es weiter.

Auch in der zweiten Halbzeit war 1900 zeitweise . s hr überlegen und warf alle Mann in des Gegners ^pielhälfte. Die Stürmer hatten jedoch oftmals s.ech, auch waren sie reichlich unentschlossen und es 1 f)ite ihnen am letzten Einsatz. Das weite Auf- rLirfen der 1900er Verteidigung brachte ihr Tor oft» mafe sehr in Gefahr, und nur mit viel Glück ge­ling es, meistens durch Lippert, die frei dem Tore

Hochsprung: Kinzenbach 796 P.; Lollar 936 P.; Heuchelheim 656 P. Bestleistung: Schmidt, Kin­zenbach 1,55 Meter.

Schleuder ball: Kinzenbach 874,20 P.; Lol­lar 874,20 P.; Heuchelheim 1034,10 P. Bestleistung: Franz Müller, Heuchelheim, 48,65 Meter.

S t a b h o ch : Kinzenbach 974 P.; Lollar 704 P.; Heuchelheim 217 P. Bestteistung: Wilhelm Bepler, Kinzenbach, 3,10 Meter.

4 X 100-Meter-Staffel: Kinzenbach 225 P.; Lollar 545 P.; Heuchelheim 400 P. Bestleistung: Lollar 50,1 Sek.

Speerwurf: Kinzenbach 556,25 P.; Lollar 726,75 P.; Heuchelheim 666,25 P. Bestleistung: Otto Dietz, Lollar, 44,50 Meter.

Kugelstoßen: Kinzenbach 863 P.; Lollar 1016 P.; Heuchelheim 925 P. Bestleistung: Dietz, Lollar, 10,62 Meter.

800-Meter-Lauf: Kinzenbach 765,50 P.; Lollar 1062,50 P.; Heuchelheim 1364,50 Punkte. Bestleistung: Franz Neidet, Heuchelheim, 2:13 Min.

Zu jedem kommt einmal das Glück Vornan von Ellen Kulm

llrheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.)

Während alle Anwesenden nach rückwärts liefen iijd sich um die Gruppe um die ohnmächtige Frau hängten, lief einer nach vorn. Das war Johnie, i'!b mit einem Satz sprang er auf das Podium und steckte Monika seine beiden Hände entgegen, in liit sie die ihren legte. So standen sie einen Augen- hock lang, und nur ihre Augen sprachen.

Dann sagte Johnie leise und aus Herzensgrund: Du hast wunderschön gesungen, Monika..." Wirklich, Johnie?"

-ndet.

Der To. Lollar konnte seine erste Stelle behaup- ren mit 10 753,23 Punkten, Heuchelheim kam an die zweite Stelle mit 9379,48 und Kinzenbach an die dritte mit 8892,49 Punkten. Nach Beendigung des Wettkampfes zogen die Teilnehmer und Interessen­ten in die Turnhalle, wo der Kreisvolksturnwart Dr. Loh (Gießen) zu dem ausgetragenen Wett­kampfe sprach. Er richtete besonders die Mahnung an die anwesenden Volksturner, im Winter, wenn ss nicht möglich fei, im Freien zu üben, sich in der Turnhalle zu betätigen.

Die Ergebnisse der Wettkämpfe:

100-Meter-Lauf: Kinzenbach 967,60 P.; Lollar 1286 P.; Heuchelheim 881,40 P. Bestleistung: Albert Seipp und Adolf Klinke!, Lollar, je 12,1 Sek.

Diskus: Kinzenbach 511,54 P.; Lollar 759,68 p.; Heuchelheim 609,58 P. Bestleistung: Otto Hen- lelmann, Heuchelheim, 31,27 Meter.

Weitsprung: Kinzenbach 873 P.; Lollar

geglichen. Aber die Fe.ude währte nicht lange. Ein Zusammenspiel des linken Flügels der Gastgeber sah Leutheuser II nicht auf dem Posten und der Halblinke jagte denBall für Haas unhaltbar in die linke untere Ecke. Der Druck der Naunheimer wurde stärker. Knauß wurde im Strafraum angeschossen. Der Schiedsrichter entschied Elfmeter, den Haas hielt. Eben hatte Leutheuser I einen Strafstoß auf der Torlinie stehend, durch Kopfstoß noch zur Ecke abgelenkt, als bei einem neuen Strafstoß der Halb­rechte das dritte Tor für Naunheim erzielte. Damit waren die Gäste endgültig geschlagen. Kurz vor Schluß hatten sie noch einmal Gelegenheit, das Re­sultat zu verbessern, aber der Schuß von Fehling und zwei Nachschüsse prallten an den Gegnern ab.

Die dritte Mannschaft siegte wider Erwarten mit 6:2 Toren in Lich.

Fußball der Sauliga-Mannschasten.

©au Nordhessen: Germania Fulda Borussia Fulda 0:0; SV. Bad Nauheim Kurhes­sen Kassel 2:3; Kassel 03 Kurhessen Marburg 1:1.

Gau Südwest: FSV. Frankfurt FK. Pir­masens 3:1; Union Niederrad Opel Rüsselsheim 3:2; Phönix Ludwigshafen FD. Saarbrücken 2:.2; Borussia Neunkirchen Kickers Offenbach 2:1.

Gau Bayern: 1. FC. Bayreuth Wacker München 1:2; Bayern München FC. München 4:0.

Begegnung der Schwerathleten.

Offenbach-Bürgel Gießen 93 15:3.

Der I. Kraft- und Sportklub 1893 trat am ver­gangenen Samstag mit einer gut gelungenen Ver­anstaltung an die Öffentlichkeit. Der Besuch war ansprechend. Leider konnte Friedberg nicht antre­ten; denn die Mannschaft hatte am Sonntag früh einen Verbandskampf in Sprendlingen zu bestreiten. Aber trotzdem dürften die Zuschauer auf ihre Kosten gekommen sein, denn die gezeigten Leistungen waren sehr gut und werden der Schwerathletik sicher neue Anhänger geworben haben. Die Nie­derlage der Gießener Ringer ist nicht so schlimm wie das Ergebnis besagt, gingen doch drei Kämpfe über die Zeit. In diesen Kämpfen hätten genau so gut die einheimischen Ringer gewinnen können. Es Aiuß hier gesagt werden, daß den Gießenern die Kampferfahrung fehlt. Bürgel hat in jedem Jahr 22 Verbandskämpfe zu bestreiten. Zur Zeit steht diese Mannschaft an der Spitze der Tabelle im Kreis Frankfurt.

Zunächst das Gewichtheben: Hier starteten von Bürgel der Federgewichtler Strauch, die Leichtgewichtler S ch m i t t n e r und G e r ft n e r, sowie der Halbschwergewichtler Sattler. Von Gießen gingen die Federgewichtler Westbrock, Funk und Götz sowie der Mittelgewichtler B e l- I o f f an die Hantel. Die gezeigten Leistungen waren sehr gut. Besonders gefallen haben die Offenbacher Sattler, Schmittner und Gerstner. Sattler erreichte im beidarmigen Drücken 160 Pfund, im beidarmigen Reißen 170 Pfund und im Stoßen 220 Pfund. Die Leichtgewichtler Schmitt­ner und Gerstner erzielten im Drücken je 155 Dsund, im Reißen 160 Pfund und im Stoßen 210 Pfund. Mit unfreiem Umsetzen brachte Gerstner noch 220 Pfund zur Hochstrecke. Auch die Leistungen der Gießener Heber waren ansprechend, jedoch machten sich noch technische Mängel bemerkbar.

Anschließend trat eine Musterriege von Bürgel auf. Die verschiedenen Hebungen wurden sehr gut ausgeführt und fanden beim Publikum großen Beifall.

Zum Schluß wurde der Mannschaftskampf im Ringen durchgeführt. Die Kämpfe waren sehr in­teressant und blieben immer im sportlichen Rah­men. Kampfleiter Strauch, Offenbach, war seiner Aufgabe jederzeit gewachsen und die Zwischenrufe, die es bei den knappen Punktentscheidungen gab, waren bestimmt nicht berechtigt. Offenbach-Bürgel gewann den Kampf mit 15:3 Punkten, lieber den Verlauf der einzelnen Kämpfe berichten wir noch.

Als Monika ganz nahe war, machte Frau von Tanner eine Handbewegung, Monika möchte sich setzen; und da Monika am Rande des Diwans niederglitt, streckte Frau von Tanner die Hand aus und strich mit einer sanften, unendlich liebevollen Bewegung über das goldige Haar des Mädchens und über ihre Wangen. Und dann fragte sie mit leiser, vor Erregung zitternder (Stimme:

Sag mir das eine bist du Monika von Jnne- mann?"

Und in diesem selben Augenblick veränderte sich vor Monikas Augen das Bild der Frau vor ihr und verwandelte sich in die lieblichen Züge der jungen Frau, deren Bild Monika stets begleitet hatte.

Ihr Kopf sank an die Brust dieser Frau, während sie antwortete:

Ja, Mutter..."

19. Kapitel.

3u gleicher Zeit, als ein Auto Frau von Tanner, Monika und Johnie zu der Wohnung der Tanners brachte, kam aus der anderen Richtung Gerling mit Eoi. Fast zu gleicher Zeit hielten sie an. Und als Eoi plötzlich die Mutter, auf Monikas Arm gestützt, dem Hause zuschreiten sah, lief sie ihnen mit einem Schrei entgegen.

Evi", sagte die Mutter und lächelte,da bist du ja. Nun hatte ich fast meine kleine Tochter ver­gessen."

Komm nur, Eoi". sagte Monika.Du wirst alles oben hören. Und Sie auch, Herr von Gerling. Sie waren also der Entführer von Evi?"

Erschrocken sah Evi auf. Was hatte sie angestellt? Nun würde Monika doch erfahren, daß sie mit Gerling zusammen gewesen war. Sie starrte Mo­nika angstvoll an. Aber die strahlte ja geradezu. Und die Mutter auch. Und erst Johnie Klinke ...

Was ist..."

Dann waren sie alle oben, und weder Gerling noch Evi konnten zuerst begreifen, was ihnen drei aufgeregte Menschen und auch noch Frau Müller, die dazukam, erzählten.

Aber als sie endlich begriff, fiel sie mit einem Schluchzen Monika um den Hals.

Mein liebes, liebes Schwesterlein..."

Und die beiden Mädchen, die sich vom ersten Augenblick an schon geliebt hatten, konnten sich gar nicht voneinander trennen.

Dann brachte Frau Müller Tee und deckte den Tisch, und als alle darumsaßen, kam doch ein biß­chen Ruhe in ihre glückselig-aufgeregte Stimmung.

Muttchen", sagte Evi,warum hast du mir nie gesagt, daß ich noch eine Schwester hatte? Aber Monika ist doch wohl nur meine Halbschwester? Ich heiße doch Tanner und sie Jnnemann. Du warst also schon einmal früher verheiratet, Mutt­chen?"

Ja, mein Liebling", sagte Frau von Tanner, bevor ich Konrad von Tanner heiratete, war ich mit Major von Jnnemann verheiratet. Aber ihr

Laramolas Sieg in Spanien.

Wercedes-Benz mit drei Wagen in Front.

Einen großen Mercedes-Benz-Ersolg gab es beim Großen Autopreis von Spanien, der am Sonntag auf der Lafarte-Rundstrecke bei San Sebastian aus­gefahren wurde. Caracciola blieb vor seinen Stallgefährten Fagioli und von Brauchitsch in 3:09:59,4 Stunden auf der rund 520 Kilometer langen Strecke siegreich. Caracciola hat damit in diesem Jahre seinen sechsten, die Mercedes-Benz- Werke ihren neuntenGrand Prix" gewonnen. An vierter Stelle endete der Franzose Wimille auf Bu­gatti vor dem einzigen im Rennen gebliebenen Wagen der Auto-Union mit Rosemeyer am Steuer. Stuck, Varzi, Nuvolari und'Chiron schieden vorzeitig aus.

v. Opel erringt den Holland-Becher.

Schöne Erfolge der deutschen Ruderer.

Die Holland-Becher-Regatta auf dem Slotenkanal bei Amsterdam brachte den Deutschen schöne Erfolge. Von Opel gewann den Hollandbecher-Einer in 8:10 vor dem Holländer Moltzer. Müller (Saar Saarbrücken) holte sich den Junior-Einer in 8:57 vor K. Schultz (Hamburg), F Ü t h (Rüsselsheim) den Junior-6-Einer ebenfalls vor dem Hamburger. Im Doppelzweier siegten Opel-Füth vor Pieterfe- Cox (Holland), im Vierer ohne Steuermann der RC. Saar Saarbrücken vor Nereus Amsterdam. Der Mainzer RV. gewann schließlich den Achter glatt vor Amsterdamer RV.

Ueberraschung in Hoppegarten.

Mit einer großen Ueberraschung endete das am Sonntag in Hoppegarten gelaufene Deutsche St. Le­ger. Nachdem Derbysieger Sturmvogel nicht am Start war, rechnete man allgemein mit dem Siege von Contessina. Diese wurde aber zur allgemeinen Ueberraschung hinter dem Blumenfeld und Samson- schen Ricardo unter K. Visek und Glaukos nur Dritter. Der Toto zahlte für das Rennen sechsfaches Geld.

Oie Medenspiele in Bad-Nauheim.

Bei den Vorschlußspielen um den Medenpokcrl siegten in Bad-Nauheim am Samstag Brandenburg 9:0 über Schlesien und Nordmark 5:4 über Baden. Brandenburgs Spieler gaben gegen Schlesien nur zwei Sätze ab; der Kampf Nordmark Baden war völlig ausgeglichen. Ueberraschend verlor Hen­kel II gegen Eichner (Schlesien) mit 12:14 den ersten Satz seines Einzelspieles; doch gewann der Ber­liner schließlich noch sicher. Die anderen lieber» raschungen sind der Dreisatzsieg von Hildebrand II über Frentz und die Niederlage Kaj Lunds gegen den Badener Walch.

Die Medenspiele wurden am Sonntag in Bad- Nauheim beendet. Im Endkampf siegte erwartungs­gemäß Brandenburg mit 7:2 Punkten über Nord­mark. Den dritten Platz sicherte sich Schlesien durch einen 5:4-Sieg über Baden.

*

Deutscher Tennismeister der Berufs­spieler wurde bei den am Sonntag in Berlin be­endeten Meisterschaften der Nürnberger Hans N ü h l e i n, der im Endkampf über den Hambur­ger Goritschnig überlegen 6:0, 6:0, 6:4 ge­wann. Das Doppel gewann Hans Nüßlein zusam­men mit Altmeister Roman Najuch über Bartelt- Dickhoff 6:1, 6:3, 6:1.

Oer Alpenflug 1935.

65 Flugzeuge im Kampf.

Bei prächttgern Flugwetter erfolgte am Sonntag­vormittag auf dem Flugplatz Durach bei Kempten der Start zum Alpenflug 1935. Wohl über 10 000 Zuschauer wohnten dem sportlichen Ereignis bei. Die Nennungsliste wies 75 Teilnehmer auf.

Um 9.20 Uhr gab der Leiter der Ortsgruppe

beiden seid trotzdem richtige Schwestern. Denn auch du, meine Kleine, trotzdem du in meinem zweiten Gatten immer deinen richtigen Vater ge­sehen hast, bist die Tochter des Majors von Jnne­mann."

Aber das verstehe ich nicht...", sagte Evi hilf­los.

Und auch Monika sagte leise:Man hat mir immer gesagt, daß meine Mutter gestorben ist".

Frau von Tanner sah sttll vor sich nieder, dann sagte sie:Ich muß euch mein Schicksal erzählen. Denn ich habe es dir nie gesagt, Evchen, weil ich dein Herz nicht belasten wollte, und auch weil du deinen Pflegevater so von Herzen lieb hattest.

Ich war noch sehr jung, als ich euren Vater und bald darauf auch Konrad von Tanner kennenlernte. Die beiden jungen Männer waren gute Freunde. Wir waren fast immer zu dritt. Konrad war der erste, der um mich freite. Ich war sehr überrascht, denn ich hatte von feiner Liebe nichts geahnt. Ich empfand herzliche Freundschaft und Wertschätzung für ihn, aber ich konnte ihn niemals lieben. Das sagte ich ihm auch offen, und so sehr es ihn auch schmerzte, er dankte mir für meine Aufrichtigkeit. Schon damals wußte ich, daß ich mein Herz Herbert von Jnnemann geschenkt hatte, und als er mich bald darauf fragte, ob ich seine Frau werden wolle, war ich der glücklichste Mensch. Unser Glück hielt an; bald kamst du, Monika. Wir lebten auf Schloß Freienfelde einige Jahre in der harmonischsten Ehe. Oft kam die Schwester meines Mannes, Frau von Rieders, zu Besuch. Ich bemühte mich immer, ob­wohl wir sehr verfchieden waren, mit ihr gut aus­zukommen, doch sie brachte mir eine unerklärliche Abneigung entgegen. Erst viel später sollte ich den Grund erfahren. Damals glaubte ich nur, daß sie, die sehr ernst war, meine heitere Art nicht ertrug. Eines Tages euer Vater war gerade auf kurze Zeit verreist kam uns Konrad von Tanner be­suchen. Ich merkte, wie verstört er war, und ich beschwor ihn, sich mir anzuvertrauen. Endlich tat er es. Er hatte für einen Freund Bürgschaft ge­leistet und sah sich nun außerstande, den Betrag aufzubringen. Ich selbst verfügte über kein Geld, aber ich wußte sofort, daß ich ihm helfen wollte. Meine Teilnahme tat ihm wohl; er griff erschüttert nach meiner Hand und küßte sie, als Irma von Rieders das Zimmer betrat.

Sie warf mir einen Blick zu, den ich mir nicht zu deuten wußte. Als Konrad von Tanner fort war, sprach sie sehr barsch mit mir und erklärte mir, daß er in Abwesenheit Herberts das Haus nicht mehr betreten dürfe. Ich hatte jedoch versprochen, ihm zu helfen. Und in der Nacht fiel mir ein, daß ich ja so viel kostbaren Schmuck von meiner Mutter be­saß, den ich niemals trug. Ich schrieb ihm am nächsten Tage. Da ich mich aber nicht traute, ihn ins Haus kommen zu lassen, bestellte ich ihn für den nächsten Abend in ein kleines Garterchaus am Ende unseres Parkes.

(Fortsetzung folgt!)