Ausgabe 
23.9.1935
 
Einzelbild herunterladen

Obecheffen

Wirtschaft

Kirchturm herunter, r den Lagern herausgearbei-

:g und etwa ro weiterhin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. ZIL

$r<mffurt a. M.

25erfln

ffranffurt 0.3)1.

Berlin

börse ^r-

'U" börse kurs

Datum

20 9

O[

113,65

113,25

113 113,65

132 I 132

Banknoten.

(grtgne:

01

107,3

100,5

96,5

75,5

18,75

131

124,5

110

100,25

96,5

100

97

97

107,3

149,25

237,5

106

113

107,5

91,5

149,25

106,5

113,5

108

91,5

8,75

8,65

10,25

53 106,65 110 78,75

95 144,9

25,25 280 169 157

28

94

208

104,75

53,4

107,25

109

79

126,75

96

145,5

80,5

26,13

281

169

155,25

63,10

80,90

33,73

. 0

. 0

5

5 IV»

.. 7 .

>. 0

51,25

106,25

77

93

142

24,65

275

153

28

206,5

Schlacht- Auf Grund

4% Oeftenetdnid)t (Balbrente.. - 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente .......

4% Ungarische StMterente v. 1910 4/r% desgl. von 1VI3

5% abgeft. Goldmextkaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie i.....................

2741 -

207 I 208,25

soll alsbald ausgebessert werden.

Landkreis Gießen.

215 107,75 78,75 19,25 130,5

125

ch Dors-Güll, 21. Sept. Ein lang gehegter Wunsch unserer Gemeinde geht nun seiner Erfül­lung entgegen: die Erricktung eines Saales. Seither mußten alle Veranstaltungen und Feiern in dem kleinen Rathaus- und in dem Schul­saal abgehalten werden. Bei solchen Anlässen waren diese Räume größtenteils überfüllt, so daß infolge des Platzmangels und des ungemütlichen Ge­dränges eine wirkliche feierliche Stimmung kaum aufkam. Allen unbedingt notwendigen Anforderun­gen wird der neue Saal (18 Meter lang und etwa 11 Meter breit) gerecht werden. Er wird weiterhin b& Schule, der Hitlerjugend und dem BDM. als Sporthalle zur Verfügung stehen. Mit der In- nenausschmilckung ist begonnen worden. Voraussicht­lich wird die feierliche Einweihung, verbunden mit einer politischen Kundgebung, am 20. Oktober statt-

.' 114,5

:: 5- -

12 214,25

8/,' 104,75

0 Beltershain (Kreis Gießen), 21. Sept. Gestern fiel beim Läuten anläßlich einer Beerdi-

sich aber die günstige deutsche Wirtschaftsentwick- hing zu größeren Meinungskäufen aus. Auch der Kulissenhandel war reger.

IG. Farben zunächst um 2 o. H. bis auf 150,25 erholt, dann allerdings wieder 149,25. Metallgesell­schaft gewannen 3,25, Erdöl 2, Scheideanstalt 2,50 d. H. zurück. Beachtlich fester lagen Montanwerte, wo Buderus 4,50, Rheinstahl und Mannesmann je 3, Mansfeld 1,75, Stahlverein 2,13, Klöckner 1,25 o. H. anzogen. Auch Elektrowerte zum Teil hef­tiger erholt, wo Siemens um 4,13, Schlickert 3,75, Gesfürel 2,50, Licht & Kraft 2, AEG. 1,50, RWE. 1,50 v. H. Maschinen-, Motoren- und Bauwerte fester. Holzmann 2, Daimler 2, Moenus 1, Zement Heidelberg 0,25 v. H. fester. Don Zellstoffwerten Waldhof um 3, Aschaffenburger 1,25 v. H. erholt. Am Kunstseidemarkt gewannen Aku 1,75 v. H. gu- rück. Im einzelnen sind erwähnenswert die Kurs­steigerung von Hoesch um 4, Conti Gummi 3,25, Deutsche Linoleum 2,90, südd. Zucker 1,50, Reichs- bank-Anteile 4 v. H., AG. Verkehrswesen 1,25,

Ahein-Mainische Börse

Aktien erholt.

27

1,4

8,9

8,8

8,65

10,6

Mainkraftwerke Höchst O.... 4

Süddeutscher Lucka t\

148,25 235

103,5

104

89,5 I

100

97

97

107,3

26,25

1,45

8,55

8,4

10,2

Mansfeld« Bergbau ... Kokswerke...........

Phönix Bergbau......

Rheinische Braunkohlen Rheinstahl ...........

Bereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ........

Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth

I. <1. Farben-Industrie ScheideanstaU........

gung die Glocke im Kirchturm herunter. Die Glocke hatte sich aus den Lagern herausgearbei- tet, flog an die Kirchturmswand und löste dort ein Brett, so daß außen die Schiefersteine sich lockerten und zum Teil herunterfielen. Glücklicherweise ist niemand zu Schaden gekommen. Die Glocke blieb auf dem Gebälk hegen. Der Schaden

* Rechtsnachfolge bet den viehverwertungsverbänden. der zweiten Verordnung zur Regelung des Ver­kehrs mit Schlachtvieh vom 4. Juli 1935 bestimmt der Reichsminister für Ernähruna und Landwirt­schaft über die Rechtsnachfolgeschaft derjenigen Schlachtviehverwertungsverbände, deren Namen sich nicht mit denen der zuständigen Landesbauernschaf­ten decken, u. a. folgendes: Es ist der Schlachtvieh­verwertungsverband Hessen-Nassau Rechtsnachfolger des Schlachtviehverwertungsverbandes Hessen.

richten. 8.10: Gymnastik. 10: Sendepause 10.15: Schulfunk. Ein Auswanderer-Schicksal. 10.50. Prak­tische Ratschläge für Küche und Haus. 11.35: Bauernfunk. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten, Wetter­bericht der Reichswetterdienststellen Frankfurt a.M. und Aachen. 14.15: Mitten im Werktag Sozial- und Wirtschaftsdienst in bunter Folge. 15.15: Für die Frau; Gang durchs Mvvr.Hövspiel. 16: Kleines Konzert. 16.30: Ein Besuch m Raoelle. Auf den Spuren nordischer Eroberer. 16.45: Die Wirtschaft im Dienst des Staates (II). Fichtes geschlossener Handelsstaat. 17: Nachmittagskonzert. 18.30: De Natur macht keine Sprünge Stimmt das heute noch? Eine biologische Betrachtung. 18.45. Zeitge­nossen gibt's ... 19: Olympische Kampfproben auf allen Fronten. Funkbildfolae. 19.30: lNusikfzenen aus der OperMona ßifa . Don Max von Schil- linqs. 19.50: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der Na- tion. Das schnellere Schiff. Ein Hörspiel. 21: Or­chesterkonzert. Neue deutsche Musik. 22.15: Nach-

Werkdiebe vor Gericht.

schuft fiefetn werden. Nach den Degrüßunasworten des Kreisgruppenleiters Schultheiß nahm Bür­germeister Linder die Ausstellung in die Obhut Der Stadt Frankfurt a. M.

Bezirksgruppenleiter Döring (Darmstadt) sprach über die wirtschaftliche Bedeutung der Gast­wirtsmesse, die nicht einem reinen Organisations­bestreben entspringe. Der technische Fortschritt im Gastwirtsgewerbe sei so lebhaft, daß eine lieber» sicht in Abständen von vier bis fünf Jahren nicht mehr genüge. Die hohe wirtschaftliche Bedeutung des Gastwirtsgewerbes zwinge aber dazu, immer den neuesten Stand zu verfolgen. Dabei habe die Gastwirtsmesse die Aufgabe, die Leistungssteigerung eines Gewerbes zu heben, an welchem das Volk wie an kaum einem anderen interessiert sei. Aber auch über die Grenzen Deutschlands hinaus habe das Gastwirtsgewerbe eine hohe Verantwortung, denn die Gastwirte müßten dafür sorgen, daß die

ausländischen Gäste, die unser Vaterland verlassen, immer wieder gerne hierher zurückkehrten. Dazu müßten die Betriebe auf einer hohen Stufe gehal­ten werden, die einen Wettbewerb mit den aus­ländischen Gaststuben erlaube. Aber nicht nur die rein technische Höhe fei entscheidend, sondern auch die Ordnung und Sauberkeit, die in Deutschland nach dem Urteil der ausländischen Gäste immer so besonders gepflegt werde. Der Redner forderte zum Schluß die Kollegen auf, auch ihrerseits an einer Befestigung der deutschen Wtrtschaftsverhaltmsse mitzuwirken. » .»

3um Schluß überbrachte Gauamtswalter F e 1t k er t die Wünsche der Deutschen Arbeitsfront und gab der Hoffnung Ausdruck, daß Führer und Ge- folgschaftsleute ebenso wie sie im Betrieb zusam- menstehen, auch die Leistungssckau des Gewerbes gemeinsam besuchen würden. An die Eröffnungs­feier schloß sich ein Rundgang durch die Messe.

20-9

100,65

97,2

102

110

100,25

97

96,5

100,4

Schiffahrtsaktien bis 0,50 v. H.

Die Bewegung am Rentenmarkt war wesentlich ruhiger und an sich nicht fester. Altbesitz und Kom- munal-Umschuldung 0,130,25 v. H. noch abge- schwächt, auch Stadtanleihen ohne Erholung. Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,50 v. H. niedriger. Don Auslandsrenten, die an sich besser gehalten waren, Ungarn Gold um 0,2 v. H. befestigt. Pfandbriefe und Liquidationsbriefe ohne Veränderung.

Im weiteren Verlaufe blieben die Märkte durch weitere Publikumsnachfrage für Aktien zu dem erholten Kursstand recht gut gehalten. Nur der Farbenmarkt zeigte verschiedentlich Schwankungen. Kassawerte ruhiger aber ebenfalls überwiegend be­festigt.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a.M., 23. Sept. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 1019 Rinder (224 Ochsen, 109 Bullen, 405 Kühe, 281 Färsen), 334 Kälber, 27 Schafe, 496 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 38 bis 42 Mark, Bullen 38 bis 42, Kühe 22 bis 42, Färsen (Kalbinnen) 38 bis 42, Kälber 42 bis 70, Hammel 40 bis 42, Schweine 50 bis 54 Mark. Marktverlauf: Rinder sehr leb­haft, Kälber ruhig, Schweine wurden zugeteilt.

21 9

100,4

97,25

101,75

109,65

100,13

97,25

96,5

100,25

20 9

100,65

97,2

21.9

100,65

97,13

finden.

-- Steinh eim, 20. Sept. Die hiesige Frauen­schaft ist auch in diesem Jahre wieder eifrig für das Winterhilfswerk tätig. Unter Leitung der Führerin Meline Hofmann wurden über 130 Gläser Gelee, in der Hauptsache von Aepfeln, ge- kocht. Dazu wurden von der Kreisamtsleitung der NSV. zu Gießen 62 Pfund Zucker und die Ge­fäße geliefert. In nächster Zeit soll die unentgelt­liche Obstverwertung durch Aufbereitung von Dörr­obst gefördert werden. Mit der Frauenschaft Rod­heim wurden insgesamt 240 Gläser Gelee gefüllt. Da die zur Verfügung gestellten Gläser nicht reich­ten, wurden noch andere Gefäße verwandt, so daß zusammen 27 5 Pfund Apfelgelee auf Ab- ruf durch die Kreisamtsleitung der NSV. für den Kreis Gießen zu Gunsten des Winterhilfswerks warten.

Gefährten in einiger Entfernung auch Aepf el plünderten. Die Grundstückseigentümer, hier­von rasch verständigt, kamen mit einem Auto noch rechtzeitig an, um die mittlerweile aufgeladene Beute, die von den Dieben als Säcke mit Sand bezeichnet wurden, den Uebeüätern unter harten Auseinandersetzungen abzunehmen. Die Diebe sehen nun einer Bestrafung wegen Feldfrevel entgegen.

Kreis Lauterbach.

* Angers b ach, 22. Sept. Im Bahnhof Lauterbach ereignete sich am Samstag ein schwerer U ng l.ü ck s s a l l. Der in mittleren Jahren stehende Bahnarbeiter Wilhelm Diehl ge­riet zwischen zwei Puffer und erlitt schwere Verletzungen am rechten Arm. Nach der ersten Hilfeleistung wurde der oedauernswerte Mann in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht. Leider konnte der Arm nicht erhalten, sondern mußte so­fort amputiert werden.

Appelle der HZ.-Führerschast Hessen-Nassau.

SPD. Frankfurt a. M., 22. Sept. Einer be- sonderen Aktion galten zwölf Führertagun­gen der HI. innerhalb des Gebietes Hessen-Nas­sau, die etwa 2000 Führer der HI. und des Jung­volks zusammenriefen. In den einzelnen Bannorten sprachen Gebietsfuhrer P o 11 h o f, sowie Iungvolk- führer Wagner, der Stabsleiter des Gebiets und der Abteilungsleiter Presse-Propaganda zur Füh­rerschaft. Sie umrissen die Arbeit des Winters, die vor allem die in den Zeltlagern des Sommers ge­lebte Kameradschaft in Schule, Werkstatt und Be­trieb hineinzupflanzen habe, um der Gemeinschaft der jungen Nation willen. Insbesondere aber stehen die kommenden Wochen im Vordergrund des Inter­esses. Eine besondere Aktion, beginnend am 28. und 29. September mit dem großen Gebietssportfest in Mainz, wird der Öffentlichkeit das Marschieren, das Arbeiten und das Kulturformen der Hitler­jugend vor Augen führen. Bis zum letzten Pimpf wird alles eingespannt und in Front sein. Der Geist, der die Führerschaft bei diesen Tagungen be­seelte, ist auch in den Einheiten zu spüren und wird das Kommende beftuchten. HI. kämpft weiter! Noch mehr: Jetzt stürmt sie!

Vreußen.

Tagung der Bürgermeister und Ortei­bauernführer des Kreises Wehlar.

0 Wetzlar, 20. Sept. Im alten Kreishaus fand heute eine Taguna der Bürgermei- fterdes Kreises statt. Die von Landrat Gril - l o geleitet wurde. Bürodirektor Martin verlas einen Sparerlaß des Ministers des Innern, der Richtlinien aufstellt für die Finanzwirtschaft der Gemeinden und Gemeindeverbände. Landrat G r i l l o wies darauf hin, daß der Erlaß mit feinen Richtlinien unbedingt von allen Gemeinden befolgt werden müsse. Bürodirektor Wieser behandelte dann eine neue Bestimmung des Jagdgesetzes, nach der in Zukunft die Bürgermeister, die gleichzeitig Ortspolizeibehörde find, nicht mehr Iagovorfteher fein können. Es sollen in Zukunft die gesetzlichen Vertreter der Bürgermeister zu Jagdvorsteyern er­nannt werden. Kreisinspektor K i e h l referierte über die Handhabung der Bestimmungen für den Arbeits- und Wehrdienst. Anschließend wurde in der Schauburg-Hofstatt ein Film über das Tuber- kulose-Tilgungsverfahren gezeigt.

Die hierauf folgende Versammlung im Saale Ackermann, an der auch Kreisleiter Haus teilnahm, wurde von Landrat G r i l l o eröffnet. Er verlas bann Richtlinien zur Bekämpfung ver- schiedener Tierseuchen. Bürgermeister G e r l a ch - Dutenhofen hielt einen Vortrag über seine Er­fahrungen bei der Bekämpfung der Trichinimonaden- seuche in seiner Gemeinde, die sich als äußerst^ er­folgreich erwiesen habe. Professor Dr. Ä ü ft»

21 9

116

Für 70 000 ZUarf Gold gestohlen.

LPD. H a n a u, 21. Sept. Im Juli wurden durch die Hanauer Kriminalpolizei umfangreiche Werk- d i e b st ä h l e in einem Hanauer Wirtschaftsunte^ nehmen aufgedeckt, wobei man feststellte, daß Goldreste im Werte von rund 70 0 0U Mark entwendet worden waren. Nunmehr hatten sich die Täter, der 66 Jahre alte Gottgetreu Weiß und sein Arbeitskollege Wilhelm Jordan vor der Großen Strafkammer Hanau wegen dieses Vergehens zu verantworten. Weiß, der von 1925 bis 1931 bei dem Unternehmen tätig war, hatte während dieser Zeit schon erhebliche Goldmengen gestohlen und veranlaßte seinen Arbeitskameraden Jordan, nach seinem Austritt in gleicher Weise tätig zu sein. Das gestohlene Gold lieferte Jordan dann jeweils an Weiß ab. Die Ehefrau Weiß hatte sich außerdem der Hehlerei schuldig gemacht. Das Gericht verurteilte Weiß zu 3 Jahren Zuchthaus, seine Ehefrau zu 1 Jahr 6 Monaten Zuchthaus und Jordan zu

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

113

96,5

110

100,13

97

97

107,3 l

26,4

8,9 8,65 8,75

10,5

20-9

115,25

111

214,75

105,25 75,4

18,65 130,5 124,5

180,13

148,9

103,25 111,5

104

Wiedersehensfeier derZrideririaner" in Laubach.

Laubach, 22. Sept. Die Vereinigung ehe­maliger Lehrer und Schüler des Gymnasiums Fridericianum" zu Laubach veranstaltet am 28. und 29. September eine Wieder sehensfeler ihrer Mitglieder. Diese Lehranstalt, die vor 60 Iah- ren von dem Grafen Friedrich zu Solms-Laubach in Gemeinschaft mit dem damaligen Stadtvorstand gegründet wurde und am Ende des Weltkrieges unter den schweren Zeitverhältnissen au leiden hatte, wurde im Jahre 1922 zu einem Realprogymnasium und bald darauf zu einer Realschule umaewandelt. Die treue Anhänglichkeit der alten Schüler und Lehrer, zugleich aber auch der befte Beweis für die hohen Leistungen des Gymnasiums, läßt sich aus der starken Beteiligung an den Zusammenkünf­ten der Pennäler desFridericianums" ersehen, die sich alle fünf Jahre wiederholen. Die Einwoh- nerschaft der Stadt Laubach freut sich, diese gern gesehenen Gäste für einige Tage aufnehmen zu dürfen.

Ein Slockensturz.

am Aktienmärkte ein. Die bisher unbegründete Nervosität hat einer ruhigeren Beurteilung der Mittelmeerfrage Platz gemacht, vor allem wirkte günstige deutsche Wirtschaftsentwick- eren Meinungskäufen aus. Auch

Kreis Büdingen.

0 Nidda, 21. Sept. Ein frecher Obstdieb - stahl wurde am Hellen Tage an der Straße von Nidda nach Ramftadt ausgeführt. Trotzdem Leute auf dem Felde in nicht zu großer Entfernung arbeiteten, brach ein Autolenker, der fein Fahrzeug auf der Straße stehen ließ, auf einem nahen Baumstück etliche Säcke Aepfel, hauptsächlich bessere Sorten, während seine beiden

* Die deutsche Erdölgewinnung im 21 u g u ft Wie der Amtliche Pressedienst mitteilt, betrug die deutsche Erdölgewinnung im August nach den vorläufigen Ergebnissen der amtlichen Statistik 33 791 Tonnen gegen 38 894 Tonnen im Vormonat und 26 218 Tonnen im Monatsdurchschnitt 1934.

* Interessengemeinschaftsvertrag Magirus-Humboldt-Deutz. In den letz­ten Tagen ist laut DHD. zwischen der C. D. Magi- rus AG., Ulm, und der Humboldt Deutz-Motoren AG., Köln, ein Interessengemeinschaftsvertrag zu- standegekommen. bei dem die Selbständigkeit der beiden Gesellschaften völlig gewahrt bleibt. Der Magirus AG., die im Bau von Spezialwagen, be­sonders auch in Feuerlöschgeräten, eine führende Stellung einnimmt, steht durch diesen Vertrag die große Ausfuhrorganisation der Humboldt-Deutz-Mo­toren AG. zur Verfügung. Beide Firmen beabsich­tigen, durch verständnisvolle Zusammenarbeit den Bau und die Entwicklung von Fahrzeugen mit Dieselmotoren und mit Motoren für die Verwer­tung inländischer Brennstoffe technisch zu fördern.

113,75

96,5

100,13

100,13

97

971

107,3I

Sctiulttiet« Patzenhofer ....... 4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O

Bemberg...................0

Zellstoff Waldbof .......... 0

Zellstoff Aschaffenburg .......O

Dessauer ®a8 ...............7

Daimler Motoren............ 0

Deutsche Linoleum........... g

Orenstem & Kovvel ...... 0

Westdeutsche Kaufhof......... 0

Lhade............... 0

Arcumulatoren-FabrS.......11

Eontt-Gummi .............. e

Brief 2,459 41,96 54,63 12,225 16,38 168,49 H:Ü

Gießen hielt dann einen Dortrag über die Ent­stehung und das Wefen der Geschlechtskrankheiten beim Rindvieh und ihre Bekämpfung. Veterinär- rat S ö h n t g e n - Frankfurt a. M. sprach über die Abschätzung der Tiere im Tuberkulose-Tilgungsoer- fahren. Kreishauptabteilungsleiter F i f ch b ach von Der Kreisbauernschaft Wetzlar wünschte die Ab­nahme sämtlicher Tier e aus einem verseuchten Stalle, um zu einer gründlichen Ausmerzung zu kommen. Bürgermeister D e s ch - Oberwetz machte den mit Beifall aufgenommenen Vorschlag, daß der Landrat (durch die Bürgermeister und Gemeinde­räte) den Beitritt der Gemeinden zum Tuberkulo­se-Tilgungsverfahren anordnen möge. Dies soll auch in Kürze durchgeführt werden. Tierzuchtdirek­tor Dr. T 0 r n e d e teilte mit, daß die Herdbuchoer- bände sich geschlossen dem Tuberkulose-Tilgungsoer- fahren angeschlossen hätten. Bürgermeister Zörb- Hochelheim berichtete über die günstigen Erfahrun­gen bei der Bekämpfung der Trichinimonadenseuche durch die D e t e r i n ä r k l i n i k in Gießern. Stabsleiter Fifcher von der Kreisbauernschaft sprach sich für die obligatorische Durchführung der Bekämpfung der Trichinimonadenseuche aus, und gab für die Ortsbauernführer noch einige Anord­nungen bekannt, die die Sammlungen für das Winterhilfswerk betrafen. Mit einem Gruß an den Führer schloß Landrat G r i l l 0 die reich­haltige Arbeitstagung.

Kreis Dehlar.

* Hörnsheim, 22. Sept/ Der hiesige Land- wirt Johannes Mandler wurde auf einem Spaziergang von einer wild gewordenen Kuh überfallen und zu Boden geworfen. Das Tier bearbeitete den Mann mit den Hörnern, so daß er verschiedene Verletzungen an Armen, Beinen und an der Brust erlitt. Eift als es ihm gelang, dem Tier in die Nase zu greifen, konnte er sich den Angriffen der Kuh erwehren. Die Verletzungen er- roiefen sich glücklicherweise als nicht sehr schwerer Natur.

ORunhfunfprogramm

Dienstag, 24. September.

Schluß?, mittag» börse

21 9

117

113,5

215 108,25 78,75 19 130,75 125 182

6 Uhr: Choral, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: l ---------- v .

Frühkonzert. In der Pause, 7: Zeitangabe, Nach- 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis.

Goldschmidt ..........

Rüigerswerle ........

Metallgesellschatt......

Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt..

Erlaubnis zur Verteilung von Kleie.

Fwd. Der Getreidewirtschaftsverband Hessen und Nassau teilt mit: Nach Ziffer III/3 der Anordnung Nr. 17 der HV. der Deutschen Getreidewirtschaft vom 11. September 1935 dürfen in Zukunft Han­dels- und Derarbeitungsbettiebe nur mit ausdrück­licher Genehmigung des Getreidewirtschaftsverban­des Kleie zum Zwecke des Weiterverkaufes beziehen. Die Anträge auf Genehmigung zur Verteilung von Kleie sind spätestens bis zum 21. September 1935 bei dem Getreidewirtschaftsverband einzureichen. Be­triebe, die bisher bereits Kleie verteilt haben, ton­nen bei rechtzeitiger Einreichung eines Antrages vorläufig bis zur endgültigen Entscheidung über den Antrag weiterhin Kleie zum Zwecke des Weiter­verkaufs beziehen. Alle anderen betriebe dürfen eine Verteilung von Kleie, bevor ihnen nicht aus- drücklick die Erlaubnis hierzu erteilt wird, nicht übernehmen.

n

101,75

51

105,25

107 76,75

127,5

93,25

142

78,25

24,75

272

165,4

153

Datum 1

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927

*% Deutsch« Reichsanl. von 1984 6/i% Doung-Anleihe von 1980 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Sluslos.-Rechten .............

4XI*% Deutsche RetchSpostschatzan- Weisungen von 1934, I.......

8% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............

</»% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........

6/i% ehem. Hess. LandeS-Hypo» thekenbank Darmstadt Liaui ...

4/i% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landesb.Goldschuldverschr. R. 6

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Cammelabl. An> leihe Serie 1 mit AuSloj.»Rechten

4/i% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank

Goldpse. 16 unkündbar bis 1935

6/i% ehem. 4/i% Franks. Hyp.»

Bank-Liqu.-Pfandbriese.......

6/i% ehem. 4/,% Rheinische

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....

4/,% ehem. 8% Pr. Landespsand-

vriesanstalt, Pfandbriefe R. 19

4/«% ehem. 7% Pr.LandeSpsand briesanst., Gold Komm. Obl.VI

Steuerguttch BerreckmungSk. 35-89

Frankfurt a. M

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

20.9

21.9

20 9-

21-9

4% desgl. Serie II .............

_

_

6% Rumän. oereinh. Rente v. 1903

6,25

6,25

6,25

4/i%Rumän.vereinh.Rentev.l913

9

9

9,13

4% Rumänische vercinh. Rente

4,9

5,13

4,9

5,25

2 V.°/_ OlnntoHcr ............

39

39

39,65

39,25

H

rmburg-Amerika-Paket ....

0

t

15

15,25

15,25

15,5

V

imburg-Südam. Dampfschiff

0

27,13

Norddeutscher Lloyd ........

0

16,75

17,25

16,9

17,65

A.G. für Verkehrswesen Akt. .

0

75

76,25

75,5

77,5

Berliner Handelsgesellschaft ..

6

111,75

111,13

112,25

111,5

Commerz- und Privat-Bank ..

. 0

87

87,25

87

87,25

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft...............

. 0

87

87

87

86,5

Dresdner Bank.............

. o

87,5

87,5

86,5

87,5

Reichsbank ................

12

170,5

174

1715

174

«E.G.....................

. 0

36,25

38,5

36,4

38,9

Betula....................

10

142,65

143

143,13

143,5

Elektr. Lieferungsgesellschast ..

. 6

107

109

107,75

110

Licht und Kraft ...........

6/i

129

131

129,5

131

F

eiten & Guilleaume........

. O

98

100,5

97,5

102,65

G

esellsch.s.Elektr.Unteraehmuua. 6

121

123,5

121,75

123,13

Rheinische Elektrizität .......

. 5

138

137,25

138,5

Rhein. Wests. Elektr.........

. 6

123

123,75

125,4

Schuckert & Co........

. 4

116,5

119,5

117

119,75

Siemens & Halske...........

. 7

165,9

170

166

170,5

Lahmeuer & Co.............

. 7

12615

128

127

127,75

Buderus .................

. 0

96,5

101

97,4

101,25

Deutsche Erdbl ............

103 4

105 4

104

106

Gelsenkirchener............

. 0

4

arpener.................

. Ö

110

111,5

110,5

112

oesch EisenKöln-Neuess«

. 0

89,25

93,25

89

93 4

Ise Bergbau ............

. (

154

Ise Bergbau Genüsse......

. 1

123

123,75

123

124,25

löcknerwerke .............

87,75

90,25

87,5

90,25

Mannesmann-Röhrea....M

,/fl

81,75

85,25

82,4

85,5

20. September

21 September

Amtliche Notierung

Amtliche

Geld

Dotierung I Dries .

Geld

Brief

Buenos Lire-

0,688

0,692

0,699

0,703

Brüssel.....

41,91

41,99

41,95

42,03

Rio de Ian.

0,139

0,141

0,139

0,141

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54,59

54,69

54,57

54,67

Danzig.....

46.81

46,91

46,81

46,91

London .....

12,225

12,255

12,22

12,25

Helsingsort..

Paris ......

5,39

16,37

5,40

16,41

5,385

16,37

5,395

16,41

Holland ....

168,33

168,67

168,23

168,57

Italien.....

20,30

20,34

20,30

30,34

Japan ......

0,718

0,720

0,716

0,718

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo..... :

61,39

61,51

61,36

61,48

Wien.......

48 95

49 05

Lissabon....

11,09

1L11

11,08

11,10

Stockholm...

63,03

63,15

63,01

63,13

Scstweiz ....

80,73

80,89

80,76

80,92

Spanien....

33,91

33,97

33,95

34,01

Prag.......

10,265

10,285

10,265

10,285

Budapest ...

Neupork...

2,487

2,491

2,487

2,491

Lerlin,21 September

Geld

Amerikanische Not«..............

2,439

Belgische Noten....... ... . ...

41,80

Dänische Noten .................

54'41

Englische Noten .................

12.185

Französische Noten ...............

16,32

Holländische Noten ...............

167,81

Italienische Noten................

19,46

Norwegische Noten ..............

6b 20

Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten ...............

62,84

Schweizer Noten.................

80,58

Spanische Noten.................

33,59

Ungarische Not« >««