Ausgabe 
23.9.1935
 
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Äurorte und Srankenkofl.

Das Reichs- und Preußische Innenministerium beabsichtigt, nach Anhörung des Reichsgesundheits­amtes, der Reichsarbeitsgemeinschaft für Volks- ernährung und der Deutschen Gesellschaft für Bäder- und Klimakunde, Bestimmungen darüber zu treffen, welche Anstalten künftig berechtigt sein sollen, sich alsD i ä t p e n s i o n",Diätkurheim" usw. zu be­zeichnen. Zukünftig darf man daher erwarten, in denDiätpensionen",Diätanstalten" usw. der Kur­orte eine den ärztlichen Notwendigkeiten und den persönlichen Bedürfnissen des einzelnen entsprechende Krankenkost zu erhalten. Selbstverständlich ist eine solche besondere Krankenkost nur für diejenigen Ge­nesungssuchenden notwendig, für die sie ärztlich an- geordnet wurde. Die gewöhnlicheDiät" der Bade­orte, die sich nur den betreffenden natürlichen Heil­faktoren (Quellen usw.) anpaßt. soll den übrigen Fremdenheimen des Kurortes überlassen bleiben.

Die deutschen Tanzmeisterschaften 1935.

Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung im Wiesbadener Kurhaus wurden die deutschen Tanzmeisterschaften 19 3 5 entschieden. Sie­ger blieb unter den zwölf Paaren der Sonderklasse das zur Zeit beste deutsche Tanzpaar Frl. B ö h l - Herr Doltesberger vom Gold-Schwarz-Kasino München vor ihren Klubkameraden Frl. Mut- finger- Herr Meyer.

Line neue Zollschiebung in Frankreich.

Eine neue große Zollschiebung, durch die der französische Staat im Laufe der letzten beiden Monate um etwa 500 000 Francs geschädigt wor­den ist, wurde durch Zufall von den Pariser Zoll­behörden aufgedeckt. Es handelt sich bei den Schiebungen um die unerlaubte Einfuhr von meh­reren tausend Doppelzentnern kalifornische Apfel­sinen. Der Vertreter einer belgischen Firma in Paris, der die Erlaubnis erhalten hatte, einen Doppelzentner Zwiebeln aus Belgien nach Frank­reich einzuführen, hatte es verstanden, die staatliche Einfuhrlizenz in eine Einfuhrerlaubnis für 1000 Doppelzentner kalifornische Apfelsinen zu fälschen. Erst die große Menge der in Paris zum Verkauf gelangten ausländischen Apfelsinen erregte die Aufmerksamkeit der Pariser Fruchthändler Auf eine Anzeige von ihnen hin ging die Zollbehörde der Angelegenheit nach und konnte diese neue Schie­bung ans Licht bringen.

Neuer Vandilenüberfall auf einen Lisenbahnzug in der Mandschurei.

Nachdem erst vor wenigen Tagen ein Bandi­tenüberfall auf einen Eisenbahnzug in der Mandschurei zahlreiche Todesopfer ge­fordert hatte, wird nunmehr ein neues schweres Eisenbahnunglück gemeldet, das durch Ban­diten verursacht wurde. Auf der Strecke Tschang- tschunKirinTunhua wurde ein Zug von Ban- diten zur Entgleisung gebracht, und völlig ausge­plündert. Dabei wurden 11 Personen getötet, und 9 verletzt. Ein von Kirin entsandter Hilfszug ent­gleiste ebenfalls, wobei 19 Personen verun­glückten.

Das Auto in der Gastwirtschaft.

In Hersfeld stießen abends zwei Autos zu­sammen. Durch den heftigen Zusammenprall ver­lor der Führer des angefahrenen Wagens die Ge­walt über das Steuer, so daß der Wagen in dem arohen Fenster des GasthausesZur Post" landete, hinter dem gerade ein Gast saß. Das Fenster und die Mauer wurden zertrümmert, der Gast sowie die Insassen der beiden Wagen kamen mit dem Schrecken davon.

Führerlagung des Reichsverbandes für deutsche Jugendherbergen.

Auf der Iugendburg Stahleck bei Bacharach am Rhein findet eine Tagung aller Gauführer des Reichsverbandes für deutscheJugend- herbergen statt, die im Rittersaal eingeleitet wurde. Die Gauführer und Gauführerinnen des Iugendherbergsverbandes aus allen deutschen Gauen waren anwesend. Oberbannführer Con­rad (Düsseldorf) begrüßte die Erschienenen. Der Leiter de» Reichsverbandes für deutsche Jugendher­bergen, Gebietsführer R o d a tz (Berlin) teilte mit, daß die Uebernachtungsziffern in den Jugendher­bergen im letzten Jahre in die Millionen gestiegen seien, und daß zur Zeit sich 23 neue Häuser im Bau befänden. Es folgte ein Spiel mit Sprech­chören, das einen Rückblick auf die Geschichte der Burg Stahleck bot und von den jugendlichen Spre­chern wirkungsvoll zum Dortrag gebracht wurde.

Theakerörand tn Präg.

Wenige Minuten nach Beginn einer Abendvor­stellung im Prager Ständetheater brach auf der Bühne ein Brand aus, der von den Prager Feuerwehren zusammen mit den Bühnenangestell­ten im Laufe von 20 Minuten gelöscht werden konnte. Die Kulissen und der Schnürboden des Theaters wurden durch den Brand vernichtet. Durch die Geistesgegenwart der Schauspieler, die das Publikum dadurch beruhigten, daß sieden Buhnen- brand als zur Handlung des aufgeführten Werkes gehörend bezeichneten, wurde eine Panik verhin­dert. Nachdem der eiserne Vorhang medergegangen

wär, würbe bas Theater vom Publikum ht voller Ruhe geräumt.

Drei Todesopfer eines Verkehrsunglücks.

Auf der Straße zwischen Altenkirchen (Wester­wald) und Puderbach wollte ein Motorradfahrer zwei Radfahrer überholen, als im gleichen Augen­blick aus einer Seitenstraße ein Kraftwagen heran­kam und den Motorradfahrer sowie die beiden Radfahrer erfaßte. Die Angefahrenen, zwei Män­ner und ein Mädchen, wurden so schwer verletzt, daß sie bald darauf st a r b e n. Die Schuldfrage bedarf noch der Klärung.

Gautagung des Iachamts Skilauf (Gau III/MD) in Gießen.

Zum Wochenende tagte in unserer Stadt der Deutsche Skiverband im Gau XII/XIII. Die Ta­gung galt gleichzeitig für das Fachamt Skilauf im Gau XII/XIII des Reichsbundes für Leibesubungen. Zahlreiche Sportkameraden waren aus weitem Umkreis erschienen. Am Samstagnachmittag fand bereits im Hotel Prinz Carl eine die Gautagung vorbereitende Sitzung statt, in denen den Vertretern der Bezirke und der Vereine u. a. be­reits der Jahresbericht ausgehändigt wurde. Am Abend fand man sich in den Räumen des Gesell­schaftsoereins zu einem

Begrüßungsabend.

ein, der in der Form einerOberhessischen Kirmes" abgehalten wurde und in prächtiger Weife die enge Verbundenheit des Skiläufers mit der Landbe­völkerung herausstellte. Der Führer des Gießener Skiklubs, Baurat Mangold, begrüßte die zahl­reichen Gäste im Namen des Vereins, Kamerad A l t h a u s sprach herzliche Worte der Begrüßung im Auftrag des heimischen Bezirkes und wußte seinerseits auf die herzliche Verbindung zwischen der Landbevölkerung und dem Skisportler in einem schönen Beispiel hinzuweisen. In Harmonie mit diesem Gedankengang erwies es sich als sehr glück­lich, daß einen großen Teil des Programms des Abends eine Trachtengruppe aus der Rhön bestritt, die unter der Führung des Kreis­ringleiters des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat, unseres Heimatdichters Georg Heß auf­trat. Nachdem Georg Heß mit einem unterhalt­samen Gedichtvortrag zunächst rasch die Verbindung zwischenLand und Stadt" im Saale hergestellt hatte, und nachdem einige heimatliche Lieder ge­sungen worden waren, zeigte die Trachtengruppe einige schöne ländliche Tänze, die starken Beifall fanden. Mit großer Freude wurden auch die Gesangsdarbietungen der Gruppe aufgenommen. Jrn Laufe des Abends wurden noch verschiedene zünftige Skilieder gesungen. Eine Tombola, für die von der einschlägigen Industrie und dem Handel wertvolle praktische Preise (Skiausrüstungsstücke) gestiftet worden waren, fand lebhaften Zuspruch. Bei kameradschaftlicher Unterhaltung, bei Gesang und Tanz vergingen die Stunden wie im Fluge. In angeregter Stimmung trennte man sich.

Der Sonntagvormittag brachte die

Gautagung.

Die Vertreter der Bezirke und Vereine, iysbesondere aber der Vertreter des Gruppenführers Beckerle, Gruppenadjutant Topp, der gleichzeitig als Ver­treter des Reichssportführers anwesend war, wur­den von dem DSD.-Gauführer und Gaufachamts­leiter im Gau XII/XIII des Reichsbundes für Leibes­übungen, Kurt I e n i f ch , herzlich willkommen ge­heißen. Herzlich begrüßte er auch die Vertreter der Deutschen Turnerschaft. In ehrender Weise wurde dann der beiden verstorbenen Kameraden Dr. W o d a e g e und Otto Holmboe gedacht, zu deren Gedenken sich die Anwesenden von den Plätzen erhoben. Dem Jahresbericht des Gaufüh­rers, der den Versammelten gedruckt vorlag, sei folgendes entnommen: Der Jahresbericht erfasse nicht nur die Arbeitsleistung des DSV., sondern auch die Arbeit im Rahmen des Fachamtes Ski­lauf im RfL. Die Zusammenarbeit des DSV. und des Fachamtes mit der DT. und dem Deuttch- Oefterreichischen Alpenverein sei sehr gut gewesen. Der Gau XII/XIII könne, so hieß es in dem Be­richt weiter, die freudige Feststellung machen, daß

die ANtgliederzahl von 3346 Vollmitgliedern und 772 Jugendmitgliedern auf 4267 Vollmit­glieder und 1085 Jugendmitglieder gestiegen sei.

Aus 69 Vereinen war durch den Abgang von 10 Vereinen und Zugang von 6 Vereinen ein Vereins­bestand von 65 geworden. Die erzielten Erfolge in der Mitgliederzahl feien der starken Werbearbeit zuzuschreiben. Die Wintersport-Werbewoche Hape reiche Früchte getragen. Die sportliche Tätigkeit der vergangenen Saison sei durch den langen und guten Winter sehr begünstigt gewesen. Gaumei st er- schäften und SA. - Patrouillenlauf stell­ten Höhepunkte dar. Beide Veranstaltungen seien in Gersfeld mustergültig durchgeführt worden. Im Jahresbericht wurde weiter an das Leiftungsab- zeichen erinnert, ferner der beiden erfolgreichen Veranstaltungen, des Gaujugendtages in Schmitten und der Jugendfahrt in das W a l f e r t a l gedacht. Das Tourenwesen habe weiter ausybaut werden können. Die Herstellung zweier Schmalfilme habe sich als sehr glücklich und für die Werbung als sehr wertvoll erwiesen. Die Einheitssatzungen des RfL. seien von allen Ver­einen des DSD. angenommen worden. Mit Worten des Dankes an alle Mitarbeiter schloß der Gau­führer den Bericht.

Im weiteren Verlauf der Tagung wurde der Kassenbericht zur Kenntnis genommen und gutgeheißen. Dem Rechner Theo Bär wurde Ent­lastung zuteil und ihm für seine sorgfältige Arbeit Dank gesagt.

Anschließend wurden die

Berichte der Fachausschüsse entgegengenommen. Lehrwart Neubert sprach zunächst über die abgehaltenen Lehrwartprüfungen, bei denen von zwölf Anwärtern sechs als DSV.- Lehrwarte bestätigt werden konnten. Die Lehrtätig­keit sei sehr lebhaft gewesen. Die Hessen-Skikurse feien glatt abgewickelt worden, in Zukunft würden sie aber in eigener Regie durchgeführt. Vorgesehen sei ein Kursus für erste Hilfe bei Unglücksfällen. Das Leistungsabzeichen konnten 14 Mitglieder er­halten. Nach kurzen Ausführungen über die Zu­sammenarbeit mit Partei, mit ihren Gliederungen, mit der Wehrmacht usw. gab der Referent das Programm der Lehrwarte für den Winter bekannt. Lehrwarttagungen finden am 12. Oktober in Frank­furt a. M., am 16. Oktober in Kassel und am 26. Ok­tober in Gießen statt. Gelegenheit zur Ablegung der Prüfung für das Leistungsabzeichen werde im Taunus und in der Rhön gegeben fein. Ein Lehr- wartkurfus fei im Walfertal vorgesehen. Die ziel- bewußte Breitenarbeit werde weitergetrieben.

Die Gaujugendführer im DSV. Althaus (Gie­ßen), berichtete über die Erfolge der Jugendarbeit. Er stellte heraus, daß es dank der eifrigen Werbe­arbeit in verschiedenen Städten und in den Schulen gelungen sei, 313 Jugendmitglieder zu gewinnen. Viele Jugendliche seien in Kursen und bei Trocken- übungen erfaßt worden. Der Kursus im Walfertal habe bei den 45 Beteiligten große Begeisterung aus­gelöst. Der Gaujugendtag in Schmitten habe den denkbar besten Verlauf genommen. Das Leistungs­niveau der Jugend fei beachtlich.

Nachdem der Jugendführer noch die Termine für die Veranstaltungen der Sportsaison 1935/36 be­kanntgegeben hatte, schloß er feine Ausführungen mit herzlichem Dank für die rege Betätigung und Unterstützung der Arbeit an der Jugend.

Der (Bauführer betonte, daß es bald so weit kommen müsse, daß kein Verein mehr ohne Jugendabteilung sei.

Der Bezlrksbeaufkragfe des Relchssportfuhrer« Topp überbrachte, nachdem der Pressewart des Gaues, Herr Braun, noch kurz über die m fei­nem Fachausschuß geleistete Arbeit berichtet hatte, die herzlichsten Grüße des Reichssportfuhrers und des Gruppenführers Beckerle. In feinen grundsätzlichen Ausführungen nahm er zum Skilauf Stellung. Der Skilauf, so führte er u. a aus, entspreche in seiner Art völlig dem deutschen Wesen.

Die stille Erhabenheit, die der wahrhaft deutsche Mensch immer sehr schätze, offenbare sich am stärksten in der winterlichen Landschaft. In der winterlichen Landschaft herrsche die Lichtfülle. Das nordische Wesen dränge zum Licht. Der Skilauf sei ein Bekenntnis zum Licht und zu unserer Art.

Im Kreise der Skiläufer sei der Gedanke des Reichsbundes sofort aufgegriffen und voll erfaßt worden. Besondere Freude herrsche über die Bereit­schaft der Mitarbeit der Turner. Für den Skilauf gelte es in Zukunft nicht nur die Breitenarbeit zu pflegen, sondern auch den Wettkampf zu fördern. Leben in den Vereinen werde erst dann herrschen, wenn die Jugend zum Wettkampf ge­führt werde. Es bedürfe hier unter Umstän­den einer Erweiterung des Programms. Weiter sollten auch in Zukunft die Skipatrouillenläufe der Wehrorganisationen fortgeführt werden. Er seiner­seits werde sich dafür einsetzen, daß der Skilauf innerhalb der SA. auf eine breitere Basis komme. Wichtig sei ferner, der Arbeiterschaft den Skilauf näher zu bringen. Das reiche Erlebnis des Ski­laufs, das Erlebnis der Kameradschaft solle recht vielen Volksgenossen teilhaftig werden.

Nachdem Herr Schneider (Frankfurt a. M.) noch über die Kurstätigkeit und die Art der Durch­führung der Hessenkurse in eigener Regie gesprochen hatte,^nachdem noch über die Teilnahme an einer gemeinsamen Fahrt und Unterbringung zur Win­terolympiade gesprochen, und nachdem als Ort der nächsten Gautagung Wiesbaden festgesetzt war, fand die Versammlung mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler, auf das Vaterland und den Deutschen Ski-Verband ihren Abschluß.

Die Tagung wurde durch ein kameradschaftliches Beisammensein auf dem Schiffenberg beschlossen. Im Laufe des Tages wurde am Grabe des ver­storbenen Bezirksführers Dr. W o d a e g e in Fried» berg ein Kranz niedergelegt.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Der mit der raschen und starken Wärmezunahme am Machende verbundene heftige Luftdruckfall löste einen Einbruch kühler Meeresluft aus. Bei ihrem Eindringen in die vorgelagerte feucht-warme sub­tropische Luft kam es am Sonntagnachmittag und -abend auch in unserem Gebiet zu gewittrigen Re- aenfällen, die aber nur in der Nähe von Gebirgen stärkere Ausmaße erreichten. Mit dieser Entwicklung hat die Wetterlage ein überwiegend unbeständiges Gepräge erhalten, doch wird der Witterungscharak­ter wieder freundlicher fein.

Aussichten für Dienstag: Veränderlich mit zeitweiliger Aufheiterung, aber auch einzelnen meist kurzen Niederschlägen, bei abflauenden west­lichen Winden, Mittagstemperaturen um 15 Grad.

Aussichten für Mittwoch: Voraussicht­liche Unbeständigkeit, vorübergehend wieder zuneh» menb.

Lufttemperaturen am 22. September: mittags 230 Grad Celsius, abends 14,9 Grad: am 23. September: morgens 12,8 Grad. Maximum 24,5 Grad, Minimum 11,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22. September: abends 16,9 Grad; am 23. Septem­ber: morgens 15,1 Grad. Sonnenfcheindauer 3,5 Stunden. Niederschläge 2,7 mm.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D. A. VIII. 35: 9838. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Stein» druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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Prof. Th. Schaumann.

Gießen, im September 1935.

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Meine innißstgeliebte Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwieger­mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Lina Pitz, geb. Hauffmann

ist nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden am Freitag, dem 20. Sept, im Alter von 53 Jahren sanft entschlafen.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Christian August Pitz und Kinder.

Gießen (Walltorstraße 58 p.), den 21. September 1935.

Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 24. September, nach­mittags 2 Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt.

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Es ist bestimmt in Gottes Rat, Daß man vom liebsten, was man hat, muß scheiden.

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Fellingshausen, Gießen, den 23. September 1935.

Die Beerdigung findet heute nachmittag 3 Uhr statt

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