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Aus aller Welt

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reichem Flaggenschmuck.

Die der

Kämpers, Betty B i r d , Gina Falkenberg, Rudolf Platte und Paul Westermeier. Im Beiprogramm bringt das Lichtspielhaus noch ein Lustspiel und eine interessante Reportage Die lebendige Stadt" (Mannheim). r

General Göring stiftet 10 000 Hill, zum Helchswettkampf der SIL

257 169, die in Achtel« in Berlin und Schleswig-Holstein gespielt wird.

Schweres Einsturz Unglück in einer rumänischen Flugzeugfabrik.

In der rumänischen Flugzeugfabrik I. A. R.

Vier Todesopfer eines Badeunglücks in der Bretagne.

In der Nähe von Lannion an der Nordküste der Bretagne ereignete sich am Strande vor den Augen der zahlreichen Badegäste ein Unglück, das vier Todesopfer forderte. Ein 23jähriger Angestell­ter hatte den Plan gefaßt, mit seiner 14jährigen Schwester und seinen beiden 12- und 14-jährigen Nichten ein Felsenriff aufzusuchen, das sich unweit des Strandes aus dem Meer erhebt. Plötzlich ver­loren sie aber den Grund unter den Füßen, und da alle vier des Schwimmens unkundig waren, ertranken sie, obgleich sofort verschiedene Ret­tungsboote zur Hilfeleistung herbeigeeilt waren.

Dampferlaufsieg mit fünf Personen ins Wasser gestürzt.

Bei der Landung des Vergnügungsdampfers Vorwärts" in Bremerhaven ereignete sich ein schwerer Unfall, der auch ein Menschenleben for­derte. Durch das auflaufende Wasser hatten sich die Haltetrossen des Dampfers gelockert und dem Schiff einen derartig weiten Spielraum gegeben, daß sich der Laufsteg löste und i ns Wasser st ü r z t e.

behandeln. Die Konferenz steht unter der Leitung von Prof. Dr. L a u f f e r, dem Vertreter des Rek­tors der Hamburgischen Universität. Staatssekretär im Reichsverkehrsministerium und Präsident des Verwaltungsrates der Deutschen Reichsbahn-Gesell­schaft, Koenigs (Berlin), hielt den Eröffnungs­vortrag überDas Problem der Subventionen im Verkehrswesen", während Dr. Moormann über Reichsbahn und Außenhandel unter besonderer Be­rücksichtigung des Seehafenverkehrs" sprach. Wei­tere Vorträge hielten Dr. Schlenker (Berlin) überBankproblem des Verkehrs", und der Rek­tor der Handelshochschule Berlin. Dr. Thiessen,

Nicki fährt mit dem Mlchwagen zur Stadt.

Don Hedwig Forstrevier.

Die Gutskinder sind vom frühen Morgen an auf den Beinen, sie haben überall zu tun, im Garten, Stall und Hof. Bloßfühig, braungebrannt laufen sie umher, helfen beim Füttern und fahren mit aufs Feld. Sie pumpen Wasser zum Tranken, sie holen Stroh aus der Scheune und streuen Korner für die Tauben.

Wer gut Freund mit den Kindern ist, darf mit ihnen die halsbrecherischen Treppen zum Tauben­turm emporklettern, der wie ein barockes freund­liches Teehäuschen in der Mitte des Hofes steht Unten im Turm haben die Enten und Puten ihre Ställe, und es gibt am Tage öfters mausende Hühner und Spatzen zu verjagen, tue aus Den Futternäpfen die Reste des guten Grün- und Schrotfutters holen. Eine Treppe über den Puten sind die Hühnerstände, und noch weiter hinaus ube eine gefährliche steile Leiter und durch eine Fall­tür kommt man zu den Tauben Es ist leer und einsam dort oben; nur einige halb flügge oder eben ausgekrochene Junge hocken in den kahlen Nester . Die Kleinsten sind noch so dünn beflaumt, daß die rosa Haut überall durchschimmert und sie auf diese Art hilflos nackt wirken. Die großen Augen über dem langen ein wenig gebuckelten Schnabel wirken erschrocken, und das ganze kleine Geschöpf arttert heftig und sträubt sich, wenn eins der Kinder es in ine Hand nehmen will. Die halb flügger^Tauben aber sind in ihrem jungen Federkleid schon von einer sanften Schönheit. Sie lassen sich an den Flügeln nehmen und betrachten: das runde Kopf- cken den geschwungenen Hals nut dein vollen Kropf und das in der Angst aufgestellte Rad des Schwanzes.

Im Kälbergatter stößt und drängt sich das Jung­volk schwarz mit weißen Flecken steifbeinig, rosa- schnäuAg, mit großen feuchten Augen und immer !viel-nden Ohren, die innen mit einem feinen stl- besetzt sind. Die Kinder kennen jedes Stück ,k° wtts°n w ° alt das Kalb mit d-r Bl-si- Ht unb Iad)en über das schwarze Stierkalb, das feine «einen dunklen Hornsturnpfe schon so unge- bärdig und "tatendurstig am Holz der Pfahle reibt.

Von besonderer Wichtigkeit ist der.Tag, an dem zum erstenmal die neue DreschmaWne geht. N ck^ der Neunjährige, steht an diesem Tage um vier Uhr auf, seine Morgentoilette ist schnell beendet das Nachthemd weggeschleudert, Hemd und Hose über

zupackenden Griffe der Maschine, sieht aus drei Röhren den gelben Strom der Körner rinnen, von Säcken aufgefangen. Und zuletzt, welch geschickte Maschine!, schiebt sich das ausgedroschene Stroh festgepreßt und gebündek heraus, um gleich wieder auf Wagen geladen zu werden ...

Ging ein ganz heißer Tag zu Ende, so kommt abends das Pferdebad, von den Kindern jubelnd begrüßt. Die Ackergäule werden ins Fließ getrie­ben und angebunden, das flache Wasser reicht ihnen kaum über die Fessel. Der Wasserschlauch wird an den Hahn geschraubt und der Hahn halb aufgedreht. Der Knecht führt den Schlauch auf und ab über das Pferd, strichweise läuft der sanfte Wasserstrahl über Hals, Brust, Bauch, Rücken und Beine, dazwischen tut der Striegel feine Arbeit. Und zum Schluß, wenn die Bürste über den ganzen blinkenden Kör­per gefahren ist, kommt noch einmal das sanfte, stetige Abbrausen. Zuweilen zuckt ein Pferd auf, wenn Nicki neckend das Wasser etwas heftiger lau­fen ließ, aber im ganzen lassen sich die Braunen die kühle Reinigung mit sichtlichem Wohlbehagen gefallen. Ledig vom Staub und Arbeitsschweiß tra­ben sie dann in Den Stall, feuchtglänzend wie dunkle Seide.

Die Kinder rufen noch hin und her mit dem Kutscher und den Kindern des Schweizers und trol­len sich dann müde und befriedigt ins Haus, wenn die Mutter ruft. Als sie in ihren Fußwannen stehen und mit Lappen und Seife an den braunen Glie­dern arbeiten, spielen sie dazwischen nochPferd", stampfen, schnauben und schütteln die Köpfe ...

Oer Herr Senator."

Unter diesem Titel ist ein älteres Lustspiel von Franz von Schönthan, das wir vor einiger Zeit hier auch im Theater sahen, ziemlich bekannt. Das Neue Deutsche Lichtspiel-Syndikat hat sich des Stoffes bemächtigt und einen Film daraus gemacht, wiewohl die Vorlage in dem Drehbuch von Franz Rauch nur noch in Umrissen zu erkennen ist. Das Ganze ist eine etwas umständliche und lang­atmige Angelegenheit geworden, bei der es sich im wesentlichen um die Fusion zweier konkurrierenden Zigarettenfirmen handelt; mit Hilfe eines gewitzten Anwalts und derfliegenden Ahnfrau" Adele S a n d r o ck endet die Geschichte zwar unvermutet aber lustspielhaft mit der obligaten Verlobung. Unter der Regie von Fred Sauer sieht man den bekannten Komiker Paul Henckels, der sich ver­blüffend vom angeborenen rheinischen Einschlag auf den berühmten hamburgischen Senatorsakzent um­gestellt hat und übrigens mit diskretem Humor spielt, in der Titelroller neben ihm in erster Linie

gestreift. Was braucht man sich noch zu waschen, wo man sich abends vorher warm abgeschrubbt hat? Die Treppe heruntergestürzt, daß die Stufen krachen. Auf dem Hof schirrt der Knecht schon die Milchpferde an, und der Nicki schwingt sich auf den Bock. Die Peitsche schwippt über den Rücken der beiden Ponys, und nun geht es in sanftem Schritt den Weg zur Station durch das Dorf, in dem sich eben das erste erwachende Leben zeigt, vorbei an Feldern, Friedhof, Wäldchen, Wiesen. Auf dem Gerstenacker des Vorwerks sind sie noch dabei, die Lokomotive der Dreschmaschine zu heizen, Nicki sieht es von seinem hohen Sitz aus, und weil er hier noch warten müßte, bis alles in Gang kommt, reizt es ihn auf einmal mehr, mit zur Station zu fah­ren und die Milch abzuliefern.

Denkt nicht, daß ein alter Knecht und ein kleiner Junge sich nicht viel zu erzählen hätten, sie reden über die Pferde, über die neuangekommenen Käl­ber auf dem Gute, über die Wagen, die ihnen ent- aegenkommen, die Autos, die sie überholen. Auf der Station müssen sie etwas warten, es sind einige Milchwagen vor ihnen. Don manchen wird die Hälfte der Milchkannen als sauer ausgeschrieben. Nicki sieht fast ängstlich zu, als nun ihre Kannen geprüft werden. Nur zwei werden als fauer notiert. Das ging noch gut ab! Die dickgewordene Milch wird für weniger Geld abgenommen, und der Junge weiß daß heute jede Summe zu Hause nötig ist.

Aus dem Rückwege wird eingekauft. In der kleinen Stadt rollen gerade die ersten Fenstergitter vor den Kaufläden in die Höhe. Nicki fängt an zu (Düren daß er heute noch nicht gefrühstückt hat, und uckt in den Tiefen feiner Hosentaschen. Außer Bindfaden, Knöpfen, verknitterten Abziehbildern und einem mitgenommen aussehenden Taschen- tuch kommen auch zwei Groschen zum Vorschein, Taschengeld für den halben Monat, das er bis da­hin sorglich aufsparte. Nun ist die große Gelegen­beit da Als der Wagen beim Kolomalwarenhand- ler hält springt Nicki auf die Straße und ersteht in weißer Einteilung zwei amerikanische Zwiebäcke, herrlich braun, mit Zuckerguß auf der flachen Seite und eine Eiswaffel, eine spitz zulaufende Tüte aus Waffelteig mit köstlichem rosa und gelbem Eis ge­füllt Große Leute finden tue Waffeln zähe und das Eis zu süß. Nicki würde solche Kritik mit Ent­rüstung von sich weisen Er thront jetzt strahlend, sein Els leckend, neben dem Kutscher, und ferne etn- Äiae Sorge ist, daß der Genuß zu schnell zu Ende K Di- Zwieback- teilt er mit dem Alten.

Arn Vorwerk steigt er aus und steht dann mit der Mutter vor dem Wunder der surrenden Dresch­maschine, sieht zu, wie das aufgesteckte Getreide von einem bewegten Brett hochgetragen wird vor Die

Die Odyssee des Milliardärkindes.

In einer Neuyorker Klinik hat soeben ein Baby das Licht der Welt erblickt, das dereinst den Namen John Jacob Astor IV. führen und die Dynastie der Dollarkönige glorreich fortsetzen soll. Wenn man aber hört, unter welchen Umständen sich die ersten Lebensjahre dieses anscheinend vom Glücke so be­günstigten Kindes vollziehen werden, so wird man eher ein tiefes Mitleid mit ihm haben müssen. Schon bei seiner Geburt wurde offensichtlich, von welchen Gefahren man es bedroht glaubt; denn auf die Nachricht von dem glücklichen Ereignis^ eilte der Vater nicht, Mutter und Sohn zu begrüßen, son­dern stürzte an den Fernsprecher, um den ganzen Sicherheitsdienst aufzubieten, der sorgfältig vor­bereitet war. Die ganze Familie Astor lebt unter der Angst, daß ihrem Kinde dasselbe Schicksal widerfahren könnte, das dem Baby Lindbergh ein so frühes Ende bereitete; denn wenn auch der Mann, der den Tod dieses Kindes verschuldet haben soll, jetzt zum Tode verurteilt ist, so scheinen die Kidnappers" im ganzen Lande keineswegs ent­mutigt und sich immer wieder zu neuen Untaten zu rüsten. Gegen diese drohende Gefahr hat die Fa­milie Astor sich zu sehr weitgreifenden Schutz- maßnahmen entschlossen. Sobald das Kind acht Tage alt sein wird, soll es, natürlich unter Be- wachung durch eine große Schar von Detektiven, aus der Klinik weggebracht und sofort auf der Nacht eingeschifft werden, die sein Vater bereits für eine lange Kreuzfahrt ausgerüstet hat. Auch auf dem Schiff wird eine starke Schutzwache untergebracht fein, und sobald das Kind an Bord ist, wird es in See stechen. Um jede mögliche Ge­fahr zu vermeiden, soll es möglichst wenig Häfen berühren, nur so weit es nötig ist, um neue Le­bensmittel und Kohlen für die Maschinen einzu­nehmen. Es wird behauptet, daß der junge John Jacob Astor bis zu seinem zwölften Lebensjahr feine Tage auf hoher See zubringen soll, und wäh­rend andere Kinder fröhlich mit ihresgleichen spie­len, wird dieses Milliardärskind bei feiner lan­gen Odyssee auf dem weiten Meere nur die Ma­trosen und feine Wächter um sich haben und so vieles, was sonst das Kinderherz erfreut, entbeh­ren müssen.

Kronstadt ereignete sich ein schweres Unglück. Ein neu errichteter Flugzeuaschuppen stürzte ein und begrub 40 Arbeiter. Bisher konnten 16 Schwer­verletzte und sechs Tote geborgen werden. Ueber das Schicksal der weiteren Opfer herrscht noch keine Klarheit. Mit den Aufräumungsarbeiten ist unverzüglich begonnen worden. Der Architekt, der den Schuppen errichtet hatte, wurde verhaftet.

85 Opfer der Schlafkrankheit in Westjapan.

In Westjapan und in der weiteren Umgebung der Stadt Kobe erkrankten etwa 200 Personen an der Schlafkrankheit, die plötzlich ausbrach und sich sehr schnell ausbreitete. Bisher hat die Epidemie bereits 85 Todesopfer gefordert.

Ein Liszeitwildgehege im Heanbertal.

Im Neandertal, dem Fundort des weltbekannten Neanbertalmenschen, das schon seit 15 Jahren zum Naturschutzgebiet erklärt worden ist, wurde in stiller Arbeit ein eiszeitliches Wildgehege er­richtet. Das Gelände ist 100 Morgen groß und setzt sich aus Wiesen und Waldbestand verschieden­ster Holzarten zusammen. Das Wildgehege wurde seiner Bestimmung übergeben, indem die ersten Tiere, ein kapitaler 28 Zentner schwerer Wisent- stier, eine Bisonkuh, ein Wisentbisonkalb und ein Elch von der AusstellungMensch und Tier" in Essen in das Gehege eingelassen wurden. Im Spät­herbst kommen dann einige Stücke Rot- und Dam­wild und im Frühjahr nächsten Jahres einige Wildpferde hinzu. Dann werden über dieTundra" des Neandertals die Wildarten ziehen, die die Er­innerung an Die Jagden Der Eiszeitmenschen wieder wach werden lassen. Alles, was nicht lebend her­beigeschafft oder im eiszeitlichen WiLgehege nicht gehalten werden kann, wird den Zuschauern als Skelett in einem Heimatmuseum gezeigt werden,

Kleine politische Nachrichten.

Die Danzig-polnischen Verhandlun- g en haben eine Präzisierung und Klärung einiger Fragen erbracht Die Danziger Abordnung hat Warschau verlassen, um ihrer Regierung Bericht zu erstatten. Die weiteren Besprechungen werden in Kürze in Danzig fortgeführt.

Drei Todesopfer

des Brandes in der Hundfunk-Ausstellung.

Am Morgen nach dem Brand auf dem Funkausstellungsgelände am Kaiser­damm ist unter den Trümmern eine Leiche ge­funden worden, von der jetzt erst festaestellt werden konnte, daß es sich wahrscheinlich um Den Ingenieur Georg Schmidt von der AEG. handelt. Da ein Toter bereits am Tage nach dem Brand als der Ingenieur Keßler von Telefunken festgestellt werden konnte und ein Verletzter im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen ist, sind somit insgesamt drei Todesopfer zu beklagen.

Kommunisten in Kalifornien geleert und gefedert

In Santa Rosa (Kalifornien) führte ein( etwa 300köpfige maskierte Volks­menge in der Nacht zum Donnerstag ein großes Kesseltreiben gegen kommunistische Hetzer durch, die versucht hatten, unter den Hopfenpflückern Unruhe zu stiften. Im Verlaufe dieser Aktion, die mit Kraftwagen durchgesührt wurde, wurden zwei Kommunisten ge­teert und gefedert und drei weitere gründlich verprügelt. Einer der später geteerten Kommunisten wurde " durch Tränengas aus einem Farmhaus herausgetrieben, nachdem er der Volksmenge eine zeitlang durch Schüsse aus einer Schrotflinte Widerstand geleistet hatte. Die geteerten Kommunisten mußten an der Spitze eines Zuges von etwa 50 Kraftwagen unter dem Hobn- gelachter der Bevölkerung durch die Straßen ziehen und wurden gezwungen, die amerikanische Flagge zu küssen.

Wie die Adjutantur des Stabschefs mitteilt, hat der Reichsluftfahrtminister General der Flieger und SA.-Obergruppenführer Hermann Göring der SA. zur Durchführung des Reichswettkampfes den Betrag von 1 0 0 0 0 M a r k zur Verfügung gestellt. Die kameradschaftliche Verbundenheit zwischen der jungen Luftwaffe und der SA., die durch das Ge­burtstagsgeschenk der SA. an den Führer schon ein­mal so treffend zum Ausdruck gebracht wurde, ist mit dieser Stiftung des Reichsluftfahrtministers neut bewiesen worden.

das Dort unter Mitwirkung namhafter deutscher Fachgelehrten im nächsten Jahre erstehen wird. Das Gehege Neandertal ist das erste Wisentgehege in Westdeutschland und das vierte deutsche Wijent- gehege neben dem in Springe, in der Schorfheide und in Boitzenbura. Im Neandertal soll, wie ut der Schorfheide, Kreuzungszucht oder Verdran- aungszuchtWisent und Bison" betrieben werden. Im Gehege Springe bei Hannover werben rem* blütige Wisente gezüchtet.

Laval führte seine Tochter zur Trauung.

Der ungarische Reichsverweser von Horthy übermittelte dem Führer und Reichskanz- I e r feinen wärmsten Dank für das ihm zum unga­rischen Nationalfeiertag übersandte herzliche Be­grüßungstelegramm.

Der ftühere griechische Staatspräsident Admiral Paul Konduriotis ist verstorben. Konduriotis hat in der Geschichte Griechenlands eine bedeutende Rolle gespielt. In den Jahren 1912 und 1913 be­siegte er zweimal die türkische Flotte vor den Dar­danellen. Später war er Mitglied der Regierung Veniselos in Saloniki und trat für den Eintritt Griechenlands auf Der Seite Der Entente in Den Krieg ein. Admiral Konduriotis war mehrmals Staatspräsident.

Auf Grund Der Derorbnung Des Reichspräsiben- ten zum Schutze von Volk und Staat ist in Nie­der- un D Oberlahn st eindie katholische Sturmschaar aufgelöst worben. Ihr Ver­mögen wurde beschlagnahmt.

Kunst und Wissenschaft.

Ehrungen zum 75. Geburtslage Des Fernfeherfinders Paul Nipkow.

Aus Anlaß Des 75. Geburtstages Des grei­fen FernseherfinDers Paul N i p k o w fanD Don­nerstagabend in der Rundfunkausstellung eine Feier statt. Reichssendeleiter Hadamovsky be­grüßte den Erfinder mit herzlichen Worten. Dann betrat Professor Dr. M. Seddig von der Univer­sität Frankfurt das Podium, um Paul Nipkow im Auftrage der Hochschule und ihres Rektors Prof. Dr. Platz ho ff Glückwünsche zu überbringen und gleichzeitig bekanntzugeben, daß die Naturwissen­schaftliche Fakultät der Universität Frankfurt Paul Nipkow zum Ehrendoktor ernannt habe. Nach kur­zen Dankesworten des Gefeierten nahm Reichs- fenbeleiter Hadamovsky das Wort. Er wies Darauf hin, daß es der genialen Erfindung Paul Nipkows zu verdanken sei, daß Deutschland mit einem vollendeten Fernsehen heute vor allen Völ­kern stehe. Mit Stolz vlicke die Jugend des Drit­ten Reiches auf Den Mann, der zäh seine Pflicht getan habe. Das neue Deutschland werde alles tun, damit eine spätere Generation nicht einmal sagen könne, einer der Großen des Reiches habe nicht den ihm gebührenden Dank gefunden. Vor ihm, als einem Manne ganz großen Formats ver­neige sich das deutsche Volk. In sichtbarer Rüh­rung nahm Paul Nipkow Die zahlreichen Ehrun­gen entgegen.

3n den Huhesland verfehl.

Der Generaldirektor der Bayerischen Staats­bibliothek in München, Dr. Georg R e i s m ü l l e r, ist durch Erlaß des Führers und Reichskanzlers vom 23. Juli 1935 mit Wirkung vom 1. Juli 1935 in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden.

Aeberraschend günstige Bilanz Der Heidelberger Festspiele.

Dieser Tage schlossen die R e i ch s f e st s p i e l e in Heidelberg mit einer Aufführung desGötz von Berlichingem ab. Sie können in diesem Jahre unter Der Leitung von Intendant Kurt Erlich einen überraschenden Erfolg für sich buchen. Die künst­lerische Leitung hat im Inland wie im Ausland höchstes Lob und begeisterte Zustimmuna gesunden. Heidelberg h«t sich als das Bayreuth des Schau­spiels durchgesetzt. Das ausgezeichnete Wetter kam einem äußerst starken Besuch zugute. So schlossen die Reichsfestspiele Heidelberg mit Einnahmen ab, die die Erwartungen bei weitem übertrafen.

6. SfuDknfonferenj Der Heichsbahn in Hamburg.

Im Hamburger Rathaus trat die 6. Stu di e n - konferenz der Reichsbahn zu einer Ta­gung zusammen, um Fragen des Außenhandels im Seeverkehr in Verbindung mit Der Reichsbahn zu

überNaturgeographische Bindungen des Verkehrs Als letzter Redner sprach Dr.-Jna. e. h. Arnhold überGrundlagen der Arbeitsführung und Berufs­erziehung".

Der Heichsinnenminisler beglückwünschl den Hassen­hygieniker Dr. Plöh.

Der Reichs- und Preußische Minister des Innern hat dem Altmeister der Rassenhygiene Dr. Alfred Plötz in Herrsching am Ammersee, der am 22. August seinen 7 5. Geburtstag feierte, tele- graphisch feine herzlichsten Glückwünsche übermittelt.

Asuncion, 23.2Iug. (DNB. Funkspruch). Hauptstadt Paraguays steht im Zeichen Feier des Sieges über Bolivien. Mit dem triumphalen Einzug des oberstkommandierenden Generals E st i g a r r i b i a an der Spitze der aus dem Chaco-Kriea heimkehrenden Fronttruppen er­lebte die Landeshauptstadt trotz regnerischen Wetters ein nie gesehenes militärisches Schauspiel. Der Vor­beimarsch der Truppen vor der Tribüne Des Präsi­denten Ayala und der Regierung dauerte meh­rere Stunden. Riesige Menschenmassen, darunter tausende mit Dampfern und Extrazügen gekommene Argentinier und Brasilianer, umsäum­ten die Straßen. Die begeisterte Menge überschüttete die Truppen mit Blumen. Die Stadt prangt in

Die Tochter Des französischen Ministerpräsidenten, Fräulein Jos6 Laval, heiratete Den Grafen De Chnrnb run, einen Sohn Des bekannten General» gleichen Namens. An Der Trauung nahm die gesamte Regierung und das Diplomatische Korps unter Füh­rung des päpstlichen Nunttus teil. Man sieht auf unserem Bilde Ministerpräsident Laval, Der feine Tochter selbst zur Trauung führte. (Weltbild-M.)

Schweres Vauunglück in Spanien.

In Der Ortschaft Villafranca Del Cid mürbe eine Gruppe von Bauarbeitern von einer einstürzenDen HäuferwanD begraben. Zwei Arbeiter würben getötet. Außerdem wür­ben Drei Arbeiter schwer unb mehrere leicht verletzt.

Sechs Schwerverlehle bei einem Grubenunglück in Oberfchlefien.

Auf ber SteinkohlengrubeBreßsze" bei Biala (OS.) ereignete sich ein schweres Unglück. In ben Mittagsstunben fuhr ein Ausschuß ber Gruben- Verwaltung I ein, um bie Strecke zu befahren. Als ber Forberkorb, ber mit bem fünfköpfigen Ausschuß unb einem Maschinisten besetzt war, noch etwa 50 Meter von ber 400-Meter-Sohle entfernt war, riß plötzlich bas Förberseil unb ber Korb stürzte in bie Tiefe. Da auch bie Sicherheitsvorrich­tungen versagten, schlug ber Förberkorb im Schacht­sumpf auf. Die sechs Insassen erlitten lebensgefähr­liche Verletzungen. Sie konnten erst nach etwa einer Stunbe geborgen werben.

Siegesfeier in Asuncion.

Mit bem Steg fielen fünf Fahrgäste, Die gerabe an BarD gehen wollten, in Die Weser. Obgleich Die Besatzung Den Abgestürzten sofort Rettungsgürte! zuwarf unD sich auch VorübergehenDe an Der Ret­tungsaktion beteiligten, gelang es nur, vier Per­sonen zu retten. Der 61jährige Lehrer Mertens, Der in Blumenthal bei Verwandten zu Besuch weilte, wirb noch vermißt. Es ist anzunehmen, Daß er ben Tob burch Ertrinken gefunben hat. Die Polizei hat sofort mit einem Motorboot Bergungs- versuche eingeleitet konnte jeboch bie Leiche Des Verunglückten noch nicht finDen.

Der Führer begnadigt.

Der Führer unD Reichskanzler hat Den wegen MorDes an Der unverehelichten Frieda Schil­ling vom Schwurgericht in Ellwangen zum Tob« verurteilten Wilhelm Keim aus Herrentierbach (Kreis Gerabronn) zu lebenslänglichem Zuchthaus begnabigt. Der GnaDenerweis ist ergangen, weil ber Verurteilte ben Entschluß zur Tat in ver­zweifelter Stimmuna faßte, zur Zeit ber Tat auch erst 20 Jahre alt uno bisher unbestraft war.

Zwei Haupttreffer in Der Staatslotterie.

In ber Staatslotterie wurde ber 100 000- Mark-Gewinn auf bas Los Nr. 333 173 Sezogen. Das Los wirb in ber ersten Aoteilung in

Mellosen in Mecklenburg unb in ber zweites Ab­teilung in Achtellosen in Bayern gespielt. Ein Ge­winn von 3 0 0 000 Mark fiel auf bie Nummer