eure Anmeldung gerne weiter gibt an die
Kreisamtsleitung der NSV.
der Heuernte keine
gung stand.
In 61
Vereine
Geheimnisse gesunkener Gchahschiffe
Was im Verlauf von zwei Jahrhunderten immer wieder fehlschlug, soll jetzt von einer schwedischen Dergungsgesellschaft zum Erfolg geführt werden. Ein russisches Kriegsschiff, das vor der schwedischen Festung Sveaborg bei Helsingfors im Jahre 1721 gesunken ist. konnte nach den Angaben eines allen Aavigationsbuches jetzt so genau ermittelt werden, dah man den fünfmal vergeblich unternommenen Versuch, die Kriegskaffe des Schiffes ans Tageslicht zu fördern, mit modernen Tauchapparaten wiederholen will. Solche „Schahschiffe* liegen noch heute an vielen Stellen unter den großen Verkehrsstrahen der Weltmeere, und es hat nie an Abenteurern gefehlt, die alles daran setzten, sich durch die Hebung der in ihnen geborgenen Schätze mit einem Schlag einen märchenhaften Reichtum zu verschaffen. Die meisten Schiffe, von deren Schätzen man immer wieder vernimmt, gehörten den Spaniern, die seit der ersten Besetzung Westindiens und Südamerikas mit Gold, Silber und anderen wertvollen Metallen beladene Schiffe in die Heimat schickten. Manche der Schiffe gingen in Stürmen unter, andere versanken beim Kampf mit Kaperschiffen. Sine berühmte erfolgreiche Schaherpeditlvn unternahm William Phipps. Er ging 1684 nach England, um sich die Mittel zur Hebung eines spanischen Schiffes zu beschaffen, das bei den Bahama-Jnseln gescheitert war. Es gelang rhm, den Herzog von Albemarle für seinen Plan zu gewinnen. Der Herzog streckte Veld vor und be- wog auch einige seiner Freunde dazu. Phipps kon- strurerte einen Tauchapparat und brachte tatsächlich Schatze im Wert von mehr als sieben Millionen ^sund nach England zurück, in den sich der Schatz
niedergelassen haben.
s. Lang-Göns, 22. Juli. Der Schnitt des Kornes und der G e r st e hat begonnen. Die Maschinen können fast überall in Tätigkeit treten, da die Frucht einen schönen Stand hat. Der E r - trag wird aller Voraussicht nach ein sehr guter. Auch der Hafer ist bereits soweit gereift, daß er im Laufe dieser Woche geschnitten werden kann. Den Schluß bildet — wie immer — der Weizen. Wenn das trockene Wetter anhält, wird die Ernte in diesem Sommer zu einer Zeit beendet sein, in der man in früheren Jahren erst begann. Für die Hackfrüchte und den Klee wäre allerdings ein guter Landregen sehr vonnöten. Der Erdboden ist stellenweise voller Risse. In den Gärten wirkt sich die Trockenheit am ungünstigsten aus. Der starke Wind dieser Tage hat hier mehr geschadet, als die große Sonnenhitze. — Am Freitag und Samstag wurden hier die Anbaufelder der Kartoffelzüchter von einer Kommission besichtigt. Zur Zeit sind etwa 25 Bauern in der hiesigen Gemeinde, die S a a t k a r t o f f e l n — unter
Mr noch 48 Stunden
bleibt jedem anständ gen Deutschen, jeder mitschaffenden deutschen Nma - die A-beit und Verdienst haben - Zeit, sich einzugliedern in Die breite Iront der Mitglieder der 7!SV , die mith Isen, den ärmsten D.'Ik-genoffen zu seinem Vaterlande zurückzuführen, daß unser Vock wahrhaft gesund wird und bleibt
Darum - soweit ihr noch fehlt - meldet euch beim nächsten 7lGV -Mitglied, das
Menzel und sein Hauswirt.
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>>ch °u<h 'N der Kunst der Fresko-Malerei versucht hat, geht aus einer Erinnerung hervor, ritt Aehewira.t Fle ischhammer in der Zeitschrift des Derems für die Geschichte Berlins erzählt: Menzel wohnte in den 40e? Jahren des °°"gen Jahrhunderts in Berlin in einem Haufe öer Ritterstraße, das mit einem anstoßenden gleich« artigen dem Vater der Erzählerin Paetow ge- b,em ^onen Garben des Hofes ver- b/ochte Menzel gern seine Mußestunden, oft in Gesellschaft seiner beiden Freunde, des Malers Ar- "nb >?eS ff?*** Puhlmann. An der Ruckwand des Hofes stand eine große offne stei- nerne Halle, gewöhnlich „Das Schauer" genannt' eines Tages bat nun Menzel den Besitzer, die rohe Steinwand mit frischem Mörtel zu beziehen, da er und ein Freund Lust hätten, sie mit einem großen Fresko-Gemalde zu schmücken. Das Werk wurde auch glücklich vollendet, und zwar zeigte das Bild »einumranfte Pergola, mit einer niedrigen Balustrade versehen. Ueber die Balustrade blickte man in eine liebliche Feld- und Hügellandschaft durch deren Himmel in der Ferne ein Schwalben-' schwärm dahmzog. Im Vordergrund aber stand je eine Gruppe von Hausbewohnern und unter ihnen mein Vater, Arnold, Puhlmann unb Menzri selbst Etliche Gestalten blickten in die Landschaft hinaus und waren daher im Profil ober Halbprofil dar-
keine Zeit zum Training zur Verfü» „ „ . Von Gießen führte die Fahrt über den hohen Vogelsberg roieber zurück nach Gießen. Unterwegs mußten allerlei Bebingungen ber Wettfahrtleitung erfüllt werden. Die hiesige Mannschaft lief mit einem Vorsprung von l3/< Stunden ein. — Am vergangenen Samstag fand hier ein Kameradschaftsabend des SS. - Stur»
durch. Es ist dies bei Nachtigallen äußerst merkwürdig, denn im allgemeinen hören sie schon Ende Juni mit ihrem Gesänge auf. Nach unserer Kenntnis sind es übrigens die ersten Nachtigallen, die sich in unserer Gemarkung in den letzten 50 Jahren
Vogelwiese im Zoo.
Don Peter Bauer.
Der Pfau.
Majestätisch wie ein indischer Prinz schreitet er einher. Das tiefe Blau morgenländischer Tropennächte unb bas helle Grün ihrer Sterne leuchtet aus den schillernden und sprühenden Augen seiner fürstlichen Schleppe, die er feierlich entfaltet trägt. Eine kleine Krone aus zartesten Federn zittern auf seinem Scheitel.
Vielleicht erwartet er seine Braut. Aber sein Ruf nach ihr ist ein häßlicher Schrei, in dem eher etwas Klägliches klingt als stürmische Sehnsucht. In ber zauberischen Dschungelwelt voll schleichender Tiger und Leoparden, gleitender Schlangen und huschender Echsen, gemmenhaft glitzernder Vogel- und Falterfluge war die Stimme des Stolzen anders: ein charakteristischer Ton in der elementaren Ur- fymphonie.
Gern fliegt er auf feinen Schlaf- und Traumbaum. Aber diesmal hat er wohl nur Ausschau gehalten. Denn er schwingt sich wieder herab, stößt noch einmal seinen Schrei aus und fächert noch gespreizter feine hochzeitliche Farbenpracht auf.
Der Kranich.
Er erinnert an unfern Storch. Aber feine Haltung »st vornehmer und edler. Das aschgraue Gefieder endet in einen Busch schwarzer Schwungfedern der dem Schweif eines Rassepferdes ähnelt. Der schwarze Hals, der weiße Nacken und die rote Kopfkappe leuchten, als hätte er sich eben neue Farben aufgetragen.
Jede Bewegung des Hochbeinigen hat trotz aller Wurde etwas spielerisch Leichtes unb Anmutiges. Mit febernben Sprüngen setzt er zum Wasser hin, um zu trinken. Ober er schminkt sich, indem er unter grotesker Verdrehung des Halses mit dem Schnabel in die Bürzeltube am Körperende greift. Oder er jongliert mit Holzstückchen und Steinchen, die er elegant in die Luft wirbelt und wieder auffängt.
Manchmal wandelt ihn sogar die Lust zum Tanzen an: Mit Verbeugen, Springen und Flattern beginnt er den Boden zu treten, als habe sein scharfes Auge eine Schöne erspäht, deren Anblick ihn zu dieser tollen Ekstase entzündet.
Der Flamingo.
Sein zarter Leib schwebt wie ein luftiges, schwereloses Gebilde, das einem Glasbläser köstlich gelang, auf blumenstengelhaft schlankem Ständer, während das zweite Stelzbein hochgeklappt unterm Flügel liegt. Das Gefieder schimmert wie frischge- l^ener Schnee, den Morgensonne sanft erglühen laßt. Der Hals ist wie eine geschmeidige Schlange Zu einer Acht verschlungen. So träumt der reglose Vogel mit rückwärtsgebogenem Schnabel und Blick ms Wasser, als ob er in sein eigenes Spiegelbild verliebt sei.
Diese Ruhestellung gibt ihm etwas märchenhaft Unwirkliches. Die Phantasie eines Malers könnte ihn
staatlicher Aufsicht — züchten. Der Stand der Felder ist im allgemeinen zufriedenstellend, doch sind auch bei manchen Sorten, besonders bei der bekannten Speisekartoffel „Industrie", Mängel fest- gestellt worden. Die Kartoffelernte wird wohl, in- folge der kalten Maitage, nicht so gut ausfallen wie 1934.
* Rodheim bei Hungen, 23. Juli. Der hiesige Einwohner Richard Bley erlitt in der oergange- nen Nacht einen Unfall. Er zog sich eine Kopfverletzung zu und wurde bewußtlos vorgefunden. Da der Verdacht bestand, es könnte sich um einen Schädelbruch handeln, wurde der Verunglückte durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in ärztliche Behandlung nach Gießen gebracht.
Kreis Bübingen
(f. Nidda, 22. Juli. Am gestrigen Sonntag unternahm der hiesige Zweigverein des Vogels- berger Höhenclubs bei einer Beteiligung von 26 Mitgliedern einen Autobusausflug. Die Fahrt führte über Gießen, Marburg und Bad Wildungen an den Edersee. Nach einer Besichtigung ber Sperrmauer und einiger technischer Anlagen stattete man auch der Burg Waldeck einen Besuch ab und genoß den herrlichen Ausblick auf den See unb die schöne Landschaft. Der Tag brachte eine reiche Fülle der schönsten Eindrücke und wird allen Tellnehmern lange in Erinnerung bleiben.
Kreis Schotten.
□ Laubach , 22. Juli. Dieser Tage war die Ortsbauernschaft zu einer Versammlung im Rathaussaale zusammengerufen worden, die zur Auf- klärung über die Getreidewirtschaft, insbesondere über die Brotgetreidekontingentierung diente. Nach
erfreuen.
Der Deutsche Liedertaa darf als völlig gelungen abgesehen werden. Hoffentlich wurden dem deut- schen Lied dabei recht viele neue Freunde gewonnen.
Landkreis Gießen.
oo Klein-Linden, 22. Juli. In ber vorigen Woche nahm hie Hitlerjugend unseres Dorfes an dem Zeltlager des Bannes 116 „Wilhelm Belloff" Finsterloh bei Wetzlar teil. Alle Teilnehmer sind des Lobes voll über ihren Aufenthalt in dem Lager. Das Jungvolk weilte eine Woche im Zeltlager bei Grünberg. Viele Eltern ließen es sich nicht nehmen, ihre Kinder dort einmal zu besuchen, um sich das Lagerleben anzusehen. Lager,
sinder und die Geldgeber teilten. Auch beim Untergang der spanischen Armada sollen unermeßliche Schätze in die Tiefe gesunken fein. — Piratenschähe von ungeheurem Wert befinden sich nach alten Überlieferungen auch auf dem Black River Berg auf der Insel Mauritius, die ein Hauptquartier der Seeräuber war. Da man bisher vergeblich nach den Schätzen suchte, vermutet man, dah auch sie in gescheiterten Seeräuberschiffen auf dem Meeresgrund ruhen. Außer Gold, Silber und Edelsteinen bilden auch andere Wertgegenstände eine Verlockung für öle Schatzsucher. So ging 1846 ein Schoner mit über hundert Tonnen Whisky an Bord in der Mitte des Huron Sees auf Grund. Wahrscheinlich ist der Whisky gut erhalten und die Ladung würde einen recht beträchtlichen Werl haben, wenn man sie and Tageslicht schaffen könnte. 1850 scheiterte im Erie- See der .Anthony Wayne" mit dreihundert Fatz Wein und Whisky an Bord. Da der teuerste Sherry, der jemals in England verkauft wurde, von einem Schiff stammte, das hundert Jahre auf dem Grund der Rordfee gelegen hatte, lohnt sich die Jagd auch auf diesen Schah.
öer Mann o^ne Bett.
Nirgends gibt es so viele Sonderlinge und Käuze wie in England. Mit William Frederick Fleming ist wieder eines jener alten Originale dahingegangen, über dessen Launen seine Nachbarn schon oft den Kopf geschüttelt haben. Der fast siebzigjährige Mann ^olte nur eine einzige Leidenschaft: bas Sammeln von Büchern. Sein Haus war bis unters Dach mit Vuchern angefüllt, bafür fehlte es aber am Nötig- ften. Es gab nicht einmal ein Bett, in dem er schlafen konnte. Wenn der Sonderling vom Herum- kramen in seiner Bibliothek müde war, setzte er sich in seinen Lehnstuhl, unb hier hat er auch während vieler Jahrzehnte seines Lebens geschlafen. Es störte ihn nicht, daß sich ber Staub in allen Ecken sarn- melte, daß von der Decke Mörtel niederfiel unb daß Die Raume schließlich nicht anders aussahen, als in einem zerfallenen Haus, das von den Menschen oer- lassen worden ist. Als die Nachbarn die Gesundheits- Polizei auf das ungewöhnliche Tun und Treiben des alten Fleming aufmerksam machten, wurde das H°us ini Auftrag der Behörde gründlich gereinigt, wobei Wagenladungen voll Dreck fortgefahren wurden. Aber trotz aller Vorstellungen ließ sich der Mann nicht dazu bewegen, in ein anderes Haus uberzusiedeln, er behauptete, solange er selber lebe, werde bas Haus wohl noch stehen. So beschaffte ihm, bie Gesunbheitsbehörde wenigstens ein Bett, in das er sich nur mit größtem Mißtrauen legte, unb in bem er halb darauf gestorben ist. Als die Nachbarn merkten, daß der alte Mann in dem zerfallenen Haus nicht mehr auftauchte, drang die Polizei ein 3roeites Mal in feine Klause ein unb stellte fest, daß Fleming vor etwa zehn Tagen den letzten Atem- zug getan habe. Im ganzen Haus fanden sich außer Büchern nur ein paar alte Kupfermünzen, da» letzte Hab unb Gut des alten Kauzes.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem
Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Die Herrichtung der Friedhofskapelle.
Die Notiz in ber gestrigen Nummer des Gießener Anzeigers über die Erneuerung des inneren Verputzes und Anstrichs der Friedhofskapelle gibt mir Veranlassung, bas städtische Hochbauamt wiederholt darum zu bitten, doch auch an die Aenderung der Fenster, wenigstens derjenigen im Altarraum, zu denken. Der schönste sonstige Anstrich kann nichts an der Tatsacke ändern, daß infolge der bisherigen hellen Verglasung keine feierliche Stimmung in dieser Kapelle aufkommen kann. Ferner möchte
Chorliteratur dar, u. a. Kompositionen von Baumann, Nelius, Geyer, Riez, Winkelhake, Stilz und Silcher. Sämtliche Darbietungen standen auf hoher Stufe unb gereichten den Sängern unb bem unermüdlich arbeitenden Chorleiter zur Ehre und erbrachten immer wieder den Beweis, welch ein unerschöpflich reiches Kulturgut unserem deutschen Volke in seinen Liedern geschenkt ist.
~ achter Sängerbrüderschast verbrachten die ........ den Nachmittag, bis sie gegen Abend, befriedigt von den Eindrücken des Tages, ihre Heimfahrt antraten. Die Jugend hatte Gelegenheit, zu den Klängen ber Kapelle Bender sich am Tanz zu
den während der Ferienzeit nahezu täglich statt. Am Mittwoch z. B. bietet eine ganz billige Ferien- fahrt Ausflugsmöglichkeiten nach den beliebtesten Rheinftationen bis St. Goar. Am Donnerstag findet wieder eine „Blaufahrt" statt, bei der ein Aufenthalt in einem bekannten Weinort vorgesehen ist, unb mit der Abendsahrt nach Bingen sinb am Samstag dieser Woche besondere Ueberraschungen verbunden, z. B. kostenloser Besuch des Vergnügungsparkes der Ausstellung „Scholle und Heim" usw. Die fahrplanmäßigen Dampfer 8.30 und 15.30 Uhr ab Mainz haben während der Ferienzeit wochentags verbilligte Preise. Man beachte die heutige Anzeige!
Oberhessen.
Liedertag in Klein-Linder..
r Klein-Linden, 22. Juli. Am Sonntag hielten die unter Leitung von Chormeister Harnisch (Watzenborn-Steinberg) stehenden Männer- aesangvereine in unserm Dorfe einen W e r b e t a g für dasdeutsche Lied ab. Die Vorbereitungen zu dem Liebertag hatten in Händen der hiesigen Nationalen Sängeroereinigung „Eintracht-Harmonie" gelegen.
Am Nordausgang des Dorfes stellten sich gegen 14 Uhr die Sänger zu einem Werbeumzug durch das Dorf auf. Unter den Klängen der Musikkapelle Bender (Watzenborn-Steinberg) wurde durch die Frankfurter Straße zum neuen Kriegerdenkmal marschiert, wo die Sänger mit den beiden Massenchören „Mahnung" von Heinrichs und „Deutschland! Heil'ger Name" von Baußnern ein Bekenntnis zum neuen Deutschland ablegten. Der Werbemarsch wurde dann zum Festplatz, dem herrlich gelegenen Garten der Wirtschaft „Zur Burg", fortgesetzt, wo sich unter den jahrhundertealten Linden bald ein fröhliches Treiben entwickelte.
In seiner Festansprache hieß der Dereinsführer der Nationalen Sängervereinigung Klein-Linden, Kaufmann Fritz Jung VIII., die vielen Sänger und sonstigen Festbesucher herzlich willkommen und würdigte die Verdienste des ewig-jungen Streiters auf dem Gebiete des deutschen Männergesangs, des Chormeisters Harnisch. Der Redner sprach dann über die Bedeutung eines solchen Liedertages, der einmal den noch nicht singenden Volksgenossen Zeugnis ablegen solle über die Tätigkeit der deutschen Männergesangpereine, dann aber auch beweisen solle, welch gute Pflegestätten deutschen Volkstums die Männerchöre seien. Er forderte im besonderen zur Pflege des deutschen Volksliedes auf und richtete herzliche Worte an die anwesende Jugend, in die Reihen der Sänger einzutreten. Er zeigte die weitere Ausgabe der Mannerchöre auf, die darin besteht, echte Volksgemeinschaft zu hegen und zu pflegen, wie dies der Wunsch unseres Führers und Kanzlers sei. Die Sänger sollten nicht nur Schulter an Schulter stehen, um in harmonischen Klängen Chöre vorzutragen, sondern sie sollten auch von Herzen untereinander verbunden fein, wie dies die einzig richtige Bezeichnung „Sangesbruder" treffend darstelle. Zum Schluß gedachte Herr Jung noch der Gründung des ersten Gesangvereins in unserer Gemeinde im Jahre 1865, des früheren Männergesangvereins „Eintracht", der sich nach der nationalsozialistischen Revolution mit Dem Gesangverein „Harmonie" zur heute bestehenden Nationalen Sängervereinigung zusammenge- schlossen hat. Die Ansprache klang in einem begeistert aufgenommenen „Sieg-Heil!" auf unseren Führer und Volkskanzler und auf das deutsche Volk aus, worauf die beiden nationalen Lieder gesungen wurden.
Dann traten die einzelnen Vereine zum Singen an. Es beteiligten sich daran die Mannergesangvereine „Frohsinn" Garbenteich, „Germania" Stein- bad), „Eintracht" Steinberg, „Germania" Watzenborn und die hiesige Nationale Sängervereinigung. Sämtliche Chöre leitete Herr Harnisch. Er bot mit seinen Sängern beste Perlen aus ber deutschen
leitende Worte sprach Ortsgruppenleiter Pg. Henze. Der Besuch beider Veranstaltungen war gut. Der Film hinterließ einen tiefen Eindruck.
(5 Ruppertsburg, 21. Juli. Unsere Freiwillige Feuerwehr feierte gestern den Tag ihres lOjährigen Bestehens. Am 26. Juni 1925 gegründet, hat sie sich unter der Leitung ihrer Kommandanten Wilhelm Port II. und Wilhelm Lein recht gut entwickelt. Heute zählt sie 70 Mitglieder. Nach einem Marsch unter Vorantritt der Feuerwehrkapelle Wetterfeld verlebte man bei Gesang und Musik in der Gastwirtschaft „Zum Bahnhof" einige schöne Stunden in bester Kameradschaft.
(D Ruppertsburg, 22. Juli. Frdr. Högy II. und seine Ehefrau Margarete, geb. Habermehl, konnten das Fest der Silberhochzeit feiern. Da der Jubilar im 70. Lebensjahre steht und Mitbegründer des hiesigen Männergefangvereins ist, ehrte ihn der Verein durch ein Ständchen, wobei man die Lieb- lingslieder des alten treuen Sängers zu Gehör brachte. Der Chorleiter sprach dem Jubilar, der schon 46 Jahre aktives Mitglied ist, bie herzlichsten Glückwünsche aus. Im vorigen Jahre wurde ihm von dem Hessischen Sängerbund die Ehrennadel für mehr als 4Ojährige Mitgliedschaft verliehen.
Kreis Alsfeld.
£ Groß-Felda, 21. Juli. Einen schweren Unfall erlitt unsere Bürgermeister Schneider. Als er am Ortsausgang auf feinem Rad fuhr, kam ihm sehr dickt ein Auto entgegen, so daß er ausweichen mutzte. Dabei kam er dem Straßenrand $u nahe, so daß er eine fast 3 Meter hohe Mauer in einen Bach hinab stürzte. Mit schweren Verletzungen blieb er dort liegen. Zum Glück war der Vorfall bemerkt worden, unb man zog den Schwerverletzten aus dem Bach, in dem er beinahe ertrunken wäre. Eine Wunde am Kopf mußte vom Arzt genäht werden, auch sonst erlitt er am ganzen Körper Verletzungen. — Unserem Motorsturm 23/147 gelang es am vergangenen Sonntag, anläßlich einer Geländefahrt der Motorstandarte, unter schwerster Konkurrenz den 1. Platz zu belegen. Die Leistung ist um so höher zu achten, da den Teilnehmern menen
gestellt, andere wandten sich um und schauten in den Garten zurück, alle von vollendeter Porträtähnlichkeit." Die Bildnisse waren das Werk Menzels, das übrige stammte von Arnold. Leider ist von dem interessanten Gemälde nichts erhalten geblieben, bei einem Umbau verschwand die Halle und damit das Bild. Nicht einmal irgendwelche Skizzen und Entwürfe Menzels scheinen auf uns gekommen zu sein. Menzels damaliger Hauswirt Paetow hat übrigens auch sonst für seinen damals noch gar nicht sehr berühmten Mieter alles Erdenkliche getan. Als das Riesenbild „Hochkirch" fertig war, so erzählte Theodor Fontane, „ergab sich die Unmöglichkeit, das Gemälde bie Treppen herunterzusckaffen. Am sperrendsten und gefährlichsten erwiesen sich bie Treppenknäufe, Kugeln mit einer Spitze darauf, die der Hauswirt für das eben fertig gewordene Haus hatte Herstellen lassen. Da geschah das Unerhörte: Menzels Hauswirt, nachdem er den Wirt in sich besiegt, erschien mit einer Handsäge, sägte persönlich die Treppenknäufe ab und machte dadurch das Defilee frei. Wenn über Berliner Hauswirte gesprochen wird — was man so sprechen nennt —, so ermangle ich nie hinzuzusetzen: „Alles richtig. Aber da war mal einer..
m e s statt. Die Gäste, die von einer Hebung kamen, wurden reichlich bewirtet. Anschließend gab es in der „Traube" ein Tänzchen.
Ordnung und Verpflegung machten auf die Besucher den allerbesten Eindruck. Die Kinder fühlten sich sehr wohl, und viele von ihnen sprachen den Wunsch aus, noch längere Zeit in diesem schönen Waldlager zu verweilen.
* Alten - Buseck, 23. Juli. In der vergangenen Nacht kam der hiesige, etwa 27 Jahre alte und bei der Firma Heiligenstädt in Gießen beschäftigte Schlosser Wilhelm Weiner mit seinem Motorrad zu Fall und erlitt im Sturz einen Unterschenke l b r u ch. Der Verunglückte wurde durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Klinik nach Gießen gebracht.
Lich, 22. Juli. Gestern abend ereignete sich in der 8-Kurve der Gießener Straße unweit des A l • bacher Teiches ein Derkehrsunfall. Ein mit vier Personen besetzter Personenkraft- w a g e n rannte in der durch mancherlei Verkehrsunfälle bekannten, ziemlich unübersichtlichen 8-Kurve gegen einen Baum. Bei dem Anprall wurde der Wagen so schwer beschädigt, daß er abgeschleppt werden mußte. Von den Insassen wurde ein junges Mädchen aus Lich durch Glassplitter derart schwer verletzt, daß es in die Gießener Klinik eingeliefert werden mußte. Die übrigen Insassen kamen mit unbedeutenden Verletzungen bzw. mit dem Schrecken davon.
tn. Lang-Göns, 22. Juli. Die beiden Nach- t i g a 11 e n , die seit einigen Monaten in unserer Gemarkung ihren schönen Gesang ertönen lassen,, haben noch keineswegs aufgehört zu fingen. Sie find von ihrem ersten Standort, dem sogenannten „Wingert", verzogen, vielleicht auch vertrieben worden. Zur Zeit fingen sie auf den Dbftbäumen links von ber Holzheimer Straße, ganz dicht am Aus- gang des Dorfes. Sie beginnen fast jeden Abend als Zauberwesen zu einer Wasserfabel erfunden haben. Verblüffend wie fein Träumen ist jede feiner Bewegungen. Sie haben etwas von den weichen Wel- lenlinien der Wasser und verbinden höchste Schön- heit mit unnachahmlicher Gelenkigkeit.
Fch möchte ihn einmal fliegen sehen. Brehm nennt ihn begeistert: „Eine Feuerlilie am Himmel."
Der Pelikan.
Er wirkt in seiner Größe und Kurzbeinigkeit wie eme Mißgestalt, besonders dann, wenn' er den Hols einfrümmt, daß der überlange Schnabel zur Hälfte auf der Brust liegt. Das Unförmige wird nod) durch einen am Unterkiefer hängenden Haut- sack, der als Fischnetz dient, gesteigert.
Hot er eine Beute geschnappt, reckt er den Hals hoch, daß ber Schnabel wie eine Trompete mit Wimpel schräg in die Luft stößt, damit das Wasser aus der Fischfalle abrinnt. Jede Geste des Pelikans verrät, solange er nicht schwimmt ober fliegt, eine gewisse Schwerfälligkeit, die mit viel Anstrengung überwunden zu werden scheint. Wenn er sich mit Dem Schnabel im Gefieder krault, verschraubt er Den Hals kvrkzieherhaft und die Federn des Stoßes spreizen sich vor Kraftaufwand.
Daß ber Pelikan sich feine Brust aufreißt, um mit feinem Blute bie Jungen zu nähren, ist eine P.. die sich aber in der mittelalterlichen Kunst häufig bargeftellt findet als symbolische Deutung auf den Kreuzestod Christi. 9
genau um elf Uhr und fingen »die ganze Nacht I Dem Ortsbauernsührer Pg. Röder einen Ueberblick ' ~ n —- über die neuen Bestimmungen gegeben hatte, wur
den von den anwesenden Landwirten die Mengen an Mahlroggen und -weizen angegeben, die sie nach ber Ernte abzusetzen beabsichtigen. — Am Samstag und Sonntag wurde aoends im „Solmser Hof" der hervorragende Film vom letztjährigen Parteitag „Der Triumph des Willens" gezeigt. Ein-


