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Iiekchsminister Or. Goebbels auf dem Panzerschiff »Deutschland".
Reichsminister Dr. Goebbels besichtigte das Panzerschiff „Deutschland", das vor Heiligendamm an der Mecklenburgischen Küste vor Anker lag. Auf dem Bilde sieht man Dr. Goebbels im Gespräch mit Konteradmiral Carls. (Scherl-M.)
fehlte auch das Fahrrad, das Ringel mit sich geführt hatte. Ringel befand sich auf einer Fahrt züm Aufkauf von Vieh.
Grausige Bluttat in einem polnischen Dorf.
In einem Wutanfall ermordete ein Einwohner des Dorfes Jozeiow im Kreise Wielun seine gesamte Familie, Vater, Stiefmutter, Schwester und deren Kind. Der wahnsinnige Verbrecher hatte zunächst im Verlaufe eines Streites seine Stiefmutter mit einer Stange erschlagen und dann den Vater, der zu flüchten versuchte, erschossen. Inzwischen war die Schwester des Verbrechers mit ihrem vierjährigen Sohn zu Nachbarn geflüchtet. Aber der Mörder folgte ihr. Er erschoß sie und feuerte ebenfalls auf das Kind, oas durch vier Schüsse verletzt wurde und bald darauf starb. Nach der Bluttat verschanzte sich der Mörder in seinem Hause und empfing die Polizei mit einem Hagel von Schüssen aus zryei Revolvern. Erst nachdem er alle Munition verschossen und mit der letzten Kugel sich selbst zu töten versucht hatte, konnte der Verbrecher überwältigt werden.
78sährlger jüdischer TNädchenschänder fefigenommen.
Die Staatspolizei st elle Breslau meldet: Von der Staatspolizei Oppeln wurde am 21. d. M. der 78jährige Altwarenhändler und Jude Max Blumenthal in Kreuzburg (Oberschles.) wegen Kuppelei fe st genommen und dem Richter vorgeführt. Blumenthal beherbergte in seiner Wohnung fünf Mädchen, von denen vier minderjährig sind, verkuppelte diese und verging sich selbst in unglaublicher Weise an ihnen. Drei von den Mädchen sind geschlechtskrank. Die Mädchen werden einem Konzentrationslager zugeführt.
Acht Schlächterläden
wegen Preistreiberei polizeilich geschlossen.
In Kaiserslautern (Pfalz) wurden auf Anordnung der Kreisleitung und des Bürgermeisteramtes durch die Städtische Polizei acht Schlächterläden geschlossen, deren Inhaber unberechtigte Preissteigerungen auf Wurst- und Fleisckwaren vorgenommen hatten. Der Obermeister der Metzgerinnung wurde in Schutzhaft genommen, weil er der Anweisung des Bürgermeisteramtes, den Aufschlag zurückzunehmen und die Metzger davon zu .verständigen, nicht Folge geleistet hat.
Neues für den Büchertisch
ganz genau und nur die bekann-
genehmer Geruch oder Geschmack, bung usw.) gibt es nicht.
3. Iß nur solche Pilze, die du
als unschädlich kennst!
4. Der Anfänger sammle zuerst testen Arten, wie Pfifferlinge und Steinpilze, die bei genauem Zusehen gar mcht verwechselt werden können. Erst nach und nach mache dich mit anderen
1. Wer glaubt, allein nach diesen Merkregeln rasch ein guter Pilzkenner werden zu können, lasse seine Hände besser weg von den Pilzen.
2. Allgemeine Merkregeln über die Eßbarkeit oder Giftigkeit der Pilze (Märchen von der Zwiebel und dem silbernen Löffel, Verfärbung, unan- ~ * auffallende Fär-
— Werner Jansen: Verratene Heimat. Roman. Leinen 4,80 Mark, Halbleder 6,— Mark. Verlag Georg Westermann, Braunschweig, Berlin und Hamburg. —(22)— Jansen, der sich durch seine Romane aus der großen Heldensage („Das Buch Treue", „Das Buch Liebe", „Das Buch Leidenschaft") einen guten Namen gemacht hat, steht heute in einer Reihe mit Robert Hohlbaum, Micko Ielusich und Hans Heyck als einer der charakteristischen modernen Vertreter des historischen Romans. Sein Roman „Verratene Heimat", der bereits im 21. bis 25. Tausend vorliegt, behandelt den Kampf der Sachsen unter Widukind gegen Karl den Großen und wird als ein Spiegelbild deutschen Schicksals gerade heute eine große Zahl interessierter Leser finden.
— Krach um Payta. Eine Geschichte aus Dschungel und Sumpf von Fritz Reck-Mal- l e c z e w e n. (Verlag Ullstein, Berlin.) Gebunden 4,— Mark. — 212 — Reck-Malleczewen, früherer Offizier und Freikorpskämpfer, Weltenbummler und Romanschriftsteller, ist unbekannt durch seine abenteuerlichen, spannenden und amüsanten Romane. In „Krach um Payta" greift er das Problem „Schwarz und Weiß" auf.
ter, Röhrchen usw.) schneide man nicht weg, wenn dieselbe keine Maden enthält. Sie ist reich an wertvollen Nährstoffen.
12. Das Brühwasser schütte man nicht weg, weil es die am leichtesten löslichen Nährstoffe enthält. Pilze, die nur nach dem Fortgießen des Brühwassers „genießbar" werden (z. B. die gefährliche Frühjahrs-Lorchel u. a.), sind nicht empfehlenswert.
13. Pilze sind schwer verdaulich. Sie müssen deshalb bei der Zubereitung stark zerkleinert werden (am besten durch die Fleischmaschine). Außerdem müssen Pilzspeisen gut zerkaut werden. Abends sind größere Pilzmahlzeiten nicht zu empfehlen. Nichtbeobachtung dieser Vorschriften kann Verdauungsbeschwerden verursachen, die mit Vergiftungen nichts zu tun haben. Vorsicht auch beim Genuß roher Pilze (Pilz-Salat u. dgl.).
14. Die meisten Pilzvergiftungen werden durch den grünen Knollenblätterpilz hervorgerufen, der leichtsinnigerweise als Champignon, als Grünling oder als grüner Täubling eingetragen wird. Eine Gabelspitze von ihm kann den Tod herbeiführen. In manchen Jahren hat er in Deutschland bis zu 100 Todesfälle verursacht. Genaue Auskunft über diesen Giftpilz bekommst du durch das Knollenblätterpilz-Merkblatt der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde, Darmstadt, und durch die reichsbehördlich empfohlene Wandtafel dieses gefährlichsten Giftpilzes, die in einer großen Anzahl von Bahnhöfen als Warnungsmittel ausgehängt ist.
15. Zum Schutze vor dem gefährlichen Knollenblätterpilz sorge man dafür, daß der charakteristische Knollen, der oft tief im Boden steckt, beim Aufnehmen nicht in der Erde zurückbleibt und übersehen wird.
16. lieber alle vorkommenden Pilzvergiftungen berichte man sofort an die medizinische Fachkommission der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde (Dr. med. Welsmann, Pelkum bei Hamm/Westfalen), da alle diese Fälle dort mit Unterstützung durch das Reichsgesundheitsamt gesammelt und Wissenschaft!'■* verarbeitet werden. Bei jeder Vergiftung fordere man sofort bei der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde in Darmstadt einen Fragebogen an, damit die ausführlichen Einzelheiten jeweils sorgfältig festgestellt werden können.
17. Bei den geringsten Anzeichen einer Pilzvergiftung sorge man für sofortige und gründliche Entleerung von Magen und Darm durch Brech- und Abführmittel, wie für rascheste ärztliche Hilfe.
18. Das beste Bekämpfungsmittel der furchtbaren Pilzvergiftungen ist auf jeden Fall die weitgehendste Aufklärung in der Schule (praktischer Naturkunde-Unterricht) und in der Öffentlichkeit durch die Presse, den Rundfunk, Aushang von Merkblättern und Bildern auf den Pilzmärkten, in den Rathäusern, in den Wartezimmer der Aerzte, in Apotheken, in den Schulhäusern, besonders in den Kochschulen usw.).
19. Vor dem Ankauf von Pilzbüchern erbitte man Beratung durch die Deutsche Gesellschaft für Pilzkunde in Darmstadt.
20. Rege in deiner Heimat die amtliche Pilzmarkt-Kontrolle, die Einrichtung von Beratungsstellen, von belehrenden Führungen, Pilzausstellungen usw. an, wobei wir gerne helfen.
häufigen und unschädlichen Pilzarten genau vertraut. Beim Sammeln von Steinpilzen hüte dich vor Verwechslung mit dem bitteren Gallen- Röhrling. Dessen Röhren werden im Alter rosa, beim Steinpilz dagegen grünlich. Es gibt noch andere ungenießbare Röhrlinge mit bitterem Geschmack. Deren Fleisch verfärbt sich beim Anschnitt jedoch bläulich, während es beim Steinpilz weißlich bleibt. Was du nicht kennst, lasse ruhig im Walde stehen; nur Rohlinge treten alle Pilze um ober schlagen sie kurz und klein.
5. In Zweifelsfällen wende dich an einen wirklich guten Pilzkenner, an die nächste Pilz-Beratungsstelle oder an die Deutsche Gesellschaft für Pilzkunde in Darmstadt (Hessische Landesstelle für Pilz- und Hausschwamm-Beratuna).
6. Der Pilzreichtum und die Artenzahl unserer Wälder find viel größer, als meist angenommen wird. Nur leichtsinnige Prahlhänse kennen „alle Pilze". Vergiftungen find dann unausbleiblich. Der Steinpilz (Röhrenpilze mit Röhrchen auf der Hutunterseite) hat ungefähr 50 ähnlich aussehende Verwandte; Blätterpilze (Verwandte des Champignons und des grünen Knollenblätterpilzes; sie tragen Blätter auf der Unterseite des Hutes) gibt es bei uns ungefähr 1500 verschiedene Arten, deren Genußwert und sonstige Merkmale großenteils überhaupt noch nicht wissenschaftlich erforscht sind.
7. Sammle stets nur frische Pilze. Durchwässerte, zu alte, angefaulte und stark zerfressene Schwämme lasse im Walde zurück.
8. Nimm die Schwämme vorsichtig aus dem Boden heraus, damit du das Pilzgeflecht (die eigentliche Pilzpflanze?) und junge Fruchtkörperanlagen nicht herausreißt und dadurch zerstörst. Entferne sofort im Wald anhaftendes Laub und Erde, damit die Putzarbeit zu Haufe einfacher wird. Bedenke aber, daß geputzte und zerschnittene Pilze selbst für den besten Kenner sehr schwer kenntlich werden. Deshalb nur tatsächlich eßbare und einwandfreie Schwämme in den Sammelbehälter!
9. Benutze als Sammelbehälter einen Korb oder einen offenen Kasten im Rucksack, damit die Pilze nicht zermatscht werden und sich nicht erhitzen.
10. Die gesammelten Pilze werden am besten sofort bei der Heimkunft geputzt und zubereitet. Andernfalls lagere man sie an einem kühlen und luftigen Orte bis zum nächsten Tag, wobei sie nicht in großer Masse aufeinander liegen dürfen. Pilze enthalten ungefähr 90 v. H. Wasser und sind leicht verderblich.
11. Die Fruchtschicht auf der Hutunterseite (Blät-
— Der Narr und die Mandelblüte. Roman von Ernst F. Löhndorff. (Verlag Carl Schünemann, Bremen) —206—. Schauplatz dieses Romans ist eine entlegene Kraterinsel der Südsee. Ihre Schönheit und ihren Schrecken vermag Löhndorff farbig zu gestalten. Zauberhafte Nächte, strahlende Morgen, furchtbare Gewitter und endlich Kraterausbrüche mit Steinregen und Lavaströmen wechseln ab. So bewegt wie Die Natur ist auch die Menschenwelt, denn diese Insel wird außer von Eingeborenen von einem wahren Durcheinander, Weißen, Chinesen, Mischlingen, bewohnt. Die Gestalten dieses Buches haben durchweg etwas Seltsames, oft Spukhaftes; ihre Beziehungen untereinander sind derb, brutal, auch wieder romantisch, immer phantastisch, Löhndorff hat seine immer sehr spannenden Romane nicht am Schreibtisch ersonnen. Er hat sich den Wind auf allen Breitengraden um die Nase wehen lassen, und so wirkt auch in diesem Buch das Phantastische glaubhaft, weil man überall das eigene Erlebnis spürt. Und in der Liebesgeschichte des Europäers, der auf der Insel „Der Narr" genannt wird, glaubt man eine zarte traumhafte Begegnung zu empfinden, die Löhndorff selbst mit dem Mädchen eines fremden Volkes gehabt hat.
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4
Der Führer und Reichskanzler stiftete diesen von Professor R. K l e i n -München entworfenen Ehrenpreis für den großen Autopreis von Deutschland, der am 28. Juli auf dem Nürburgring in der Eifel zum Austrag kommt. (Presse- Illustrationen Hoffmann-M.)
Die Geschichte spielt an der Ostküste Afrikas, im Mittelpunkt steht ein bärenstarker deutscher Kapitän. Der spannend geschriebene Roman dürfte besonders in der Reise- und Ferienzeit ein unterhaltsamer Begleiter sein.
— W i e ich meine Hunde dressierte. Von Franz H e d e r, Dresseur von „Hektor-Peters- walde" und anderen Gebrauchssuchensiegern. Mit 25 Abbildungen. Preis 1,50 Mark. Verlag von I. Neumann-Neudamm. — (236) — Die Tatsache, daß das Büchlein bereits die 6. Auflage erlebt, spricht für seinen Wert hinreichend, um es jedem Hundeführer als Begleiter wertvoll erscheinen zu lassen. Der Verfasser hat es auch nicht unterlassen, auf die neuen Bedingtheiten, welche durch das Reichsjagdgesetz gegeben sind, Rücksicht zu nehmen.
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeorf Frankfurt.
Der Vorstoß hohen Drucks ist durch die Zufuhr kühlerer Luftmassen nach Norden weiter verstärkt worben und hat neuerdings zur Ausbildung eines Hochdruckgebietes geführt. Mit dem jetzt einsetzen- den allmählichen Abbau des Hochs wird wieder heiteres oder wolkenloses Wetter mit zunehmender Erwärmung eintreten.
Aussichten für Mittwoch: Heiter und trocken, mittags schon wieder Erwärmung, westliche Winde.
Aussichten für Donnerstag: Fortdauer des trockenen sehr warmen Wetters.
Lufttemperaturen am 22. Juli: mittags 20,9 Grad Celsius, abends 14,9 Grad; am 23. Juli: morgens 11,5 Grad. Maximum 21,7 Grad, Minimum 6,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22. Juli: abends 20,8 Grad; am 23. Juli: morgens 16,5 Grad. — Sonnenscheindauer 10,3 Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton i.V.: Dr.F.W.Lange, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VI. 35: 10 150. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckeret R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
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