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Hier werden die neuesten Sommermoden gezeigt.

Scherl-BUdmatemdienst

In Hoppegarten bei Berlin fand der große Moden-Renntag statt, auf dem die neuesten Mode. schöpfungendesSommers gezeigt wurden. Hier sieht man einige interessante Modelle auf der Rennbahn.

deutschen Volkes, sowie auf die Turnsache aus. Gemeinsam wurden sodann die ersten Verse des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes gesun- §en. Wegen Regenwetters, das den Verlauf des esttages im Freien leider beeinträchtigte, muß­ten die weiteren Darbietungen vom Festplatz nach der Turnhalle verlegt werden. Hier erfreute der GesangvereinEintracht" wieder durch einen Ge­sangsvortrag, anschließend folgten turnerische

Vorführungen an sämtlichen Geräten. Dann

spielte die Festkapelle noch für lange Zeit zum Tanze auf.

Fast aller Burgunder erfroren.

LPD. Bingen, 22. Mai. Die letzten Nächte hatten einen Temperaturfall gebracht, wie ihn die Winzer am Rhein seit vielen Fahren nicht erlebt haben. Trotz der eifrigsten Frostbekämpfung mit Feuer, Rauch und Elektrizität konnten die Win­zer nicht gegen den Nachtfrost ankommen und das erfrieren ber im ersten zarten Grün stehenden Reben verhindern. Sehr gelitten haben besonders die Burgunder- und Portugieserreben, so daß in fast allen Weinbaugebieten am Rhein mit einem mehr oder weniger größeren Ausfall zu rechnen ist. Bei Ingelheim, das die berühmten Rotweinlagen hat,

Marburgs alte Rathausuhr spielt wieder.

Justitia, Wächter, Tod und Hahn wieder in Gang.

Marburg ist um eine beachtenswerte Sehens­würdigkeit reicher geworden, die gerade recht kommt zu dem festereichen Marburger Sommer (Juni Stiftungsfeste der Marburger Studentenverbindun­gen, 700jähriger Gedenktag der Heiligsprechung Elisabeths, Marburger Festspiele im Schloßpark­theater, 700jähriger Gedenktag der Grundstein-

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Aufnahme: Spannring, Frankfurt a. M.

legung der Elisabethkirche u. a.). Das alte Werk der mittelalterlichen Kunstuhr am Rathaus ist durch den Marburger Uhrmachermeister Fr. S p ö r y a s e glücklich wieder in Gang gebracht worden, nachdem lange Zeit nur das Uhrwerk gelaufen war. Der gol­dene Hahn auf dem Giebel schlägt nun mit dem Uhrenschlag wieder fröhlich krähend mit den Flü­geln, die Justitia unterhalb des großen Ziffernblatts wägt wieder wie in alter Zeit Recht und Unrecht, der Wächter links vom Ziffernblatt bläst zum vollen Stundenschlag ins Horn, und der Sensenmann Tod rechts vom Ziffernblatt dreht wieder seine Sanduhr. Schließlich zeigt auch die an der Spitze des Uhrengiebels angebrachte Weltkugel wie einst wieder die Tages- und die Nachtzeit an. Die Wie­derinstandsetzung dieser unter den verschiedenen be­kannten öffentlichen deutschen Kunstuhren sehr be­merkenswerten mittelalterlichen Uhr ist dem Mar­burger Uhrmacher Fr. S p ö r h a s e zu danken.

schätzt man den Ausfall mit 70 v. H. Fast ebenso schwer wurde das Binger Weinbaugebiet betroffen. Bei Bacharach ist im Diertälergebiet an manchen Stellen rund die Hälfte aller Reben erfroren. Weniger gelitten haben die berühmten Rotwein­lagen bei Aßmannshausen. Hoffentlich treten jetzt keine weiteren Nachtfröste auf, andernfalls müßte der Winzer auf einen großen Teil seiner Ernte im Herbst verzichten.

Burg Frankenstein wird wiederhergestelli.

LPD. D a r m st a d t, 22. Mai. Am Eingang der Bergstraße steht als Wacht die schöne Burg der Franken st einer mit ihrem herrlichen Ausblick auf die Rheinebene bis zum Rhein, nach Mainz und Frankfurt. Seit einigen Wochen sind Bauarbeiter dabei, den im Winter durch den Frost zum Einsturz gebrachten Teil der äußeren Ringmauer wieder auf­zubauen und die Burg dadurch wieder in ihrem alten Kleid erstehen zu lassen. Interessant ist, daß gerade hundert Jahre verflossen sind, als die Burg im Jahre 1835 durch mehrjährige Arbeiten vor dem Ruin bewahrt blieb, der so vielen Burgen aus dem Mittelalter den Garaus machte.

Schwerer llnglücköfall im Steinbruch.

- Nordeck (Kreis Marburg), 22. Mai. Heute ereignete sich hier in dem Basaltstein - bruch von Ferdinand Maikranz ein schwe- resUnglück. Der Steinbruchbesitzer Ferdinand M a i k r a n z aus Winnen und der Arbeiter Kon­rad Braun aus Wermertshausen wurden bei der Arbeit in dem Steinbruch von plötzlich her­nieder stürzenden Gesteinsmassen ge­troffen und verschüttet. Es gelang, die beiden Verunglückten zu befreien, jedoch hat M a i - kranz mehrere Beinbrüche erlitten, wäh­rend Braun innere Verletzungen davon- trug. Nach erster ärztlicher Hilfeleistung wurden die bedauernswerten Männer schwerverletzt nach der Chirurgischen Klinik in Marburg überführt.

Oie Zungvolksportreferenten tagten.

GPA. Frankfurt a. M., 22. Mai. In Nie­dernhausen i. T. waren am vergangenen Samstag und Sonntag die Sportreferenten der Jungbanne zusammengekommen, um den Sommerarbeitsplan auf dem Gebiete der körper­lichen Ertüchtigung festzulegen. Groß und verant­wortungsvoll sei, so führte der Gebietssportreferent aus, die Aufgabe, die Jugend zu gesunden, lebens­starken Männern heranzuziehen. Der Sport, so wie er in der HI. unb bei den Pimpfen getrieben werde ohne Rekordwahn und ohne den Nervenkitzel der Sensation sei der natürliche Weg zu Mannes­mut und Körpergewandtheit. Die Zeltlager des Sommers mit den vielseitigen Auswertungen der Freizeit, das Fest der Jugend am 22. und 23. Juni, das die Mannschaftskämpfe der HI. und des Jung­volks, sowie die des BdM. und der Jungmädel in den Vordergrund stellen, die Sportfeste mit dem ge­waltigen Gebietssportfest im September als Ab­schluß würden zeigen, was innerhalb der HI. in den Sportstunden geleistet werde, und zugleich be­weisen, wie ernst es den Pimpfen mit dieser Auf­gabe sei. Die Anwesenheit des Gebietsjungvolkfüh- rers gab dem Sonntag, der im übrigen im Zeichen der praktischen Arbeit und Körperschulung stand, eine besondere Note.

20000 Maßkrüge für den Reichshandwerkstag

LPD. Frankfurt a. M., 22. Mai. Auf An­regung des Reichshandwerksmeisters Schmidt werden für die Frankfurter Gaststätten zum Reichshandwerkstag besondere Maß - trüge hergestellt, die das Handwerksabzei­chen und den AufdruckReichshandwerkstag 1935 Frankfurt a. M." tragen. Ein Auftrag von über 20 000 Maßkrügen ist bereits den weitbekannten Kannebäckern des Unterwesterwald- kreises erteilt, die dadurch für Wochen lohnende Arbeit bekommen. Da der Preis für die Krüge äußerst günstig bemessen ist, wird mancher Besucher des Reichshandwerkstages gern gegen Erstattung der Gestehungskosten einen solchen originellen Krug

als Erinnerung an den Reichshandwerkstag zu eigen erwerben wollen.

Kreis Dehlar.

cxd Lützellinden, 22. Mai. Baumwärter Wilhelm Bork konnte auf eine 25jährige Tätigkeit als Gemeindebaumwärter zurückblicken. Während dieses Vierteljahrhunderts seines Wirkens hat er sich um den Obstbau in unserer Gemeinde große Verdienste erworben. U. a. hat er im vorigen Jahre auch die allgemeine Obstbaumreinigungsaktion ge­leitet, ferner wurde nach seinen Angaben eine um­fangreiche Schädlingsbekämpfung an den Obst­bäumen durchgeführt.

--^Hörnsheim, 20. Mai. Der hiesige Schützenverein hatte am gestrigen Sonntag den Schützenverein Maulsbach (Kreis Altenkirchen) zu einem Schützentreffen hier­her eingeladen. Mittags trafen die Gäste in Stärke von 75 Mann unter Führung unseres früheren Lehrers Bork mit zwei Kraftomnibussen ein. Durch Lehrer Bork sind die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Schützenvereinen hergestellt worden. Nach der Begrüßung der Gäste durch den Vorsitzenden des hiesigen Schützenvereins Müller wurde im Saalbau des Gasthauses Engel das Mittagessen bargeboten, dann folgte von 13.30 Uhr ab das Schießen auf dem Schießstand, wobei gute Treffer auf Ring- und Ehrenscheiben erzielt wurden. Wegen des schlechten Wetters mußte das Schießen um 15 Uhr abgebrochen werden. Die Ver­eine marschierten dann geschlossen in den Saalbau Engel zurück, wo man noch einige Stunden in froher Geselligkeit bei gemeinsamer Kaffeetafel, Tanz und Abendessen beisammenblieb. Am Abend kehrten die Gäste wieder nach ihrer Heimat zurück.

HunOfunfprogramtn.

Samstag, 25. Wal.

6 Uhr: Frühkonzert I. Sang und Klang zur Mor­genstunde. 7: Frühkonzert II. 8.10: Gymnastik. 9: Nachrichten. 9.15: Konzert. 11.30: Sozialdienst. 11.45: Bauernfunk. 12 :Buntes Wochenende". 13.15: Mittagskonzert II des Musikzuges der SS.- Standarte Ellwangen-Jagst. 15: Jugendfunk. 16: Der frohe Samstagnachmittag. 18: Schwarzwälder Volksmusik. 18.20: Stegreifsendung. 18.30: Wir schalten ein! Das Mikrophon unterwegs. 18.40: Der Weg zur Volksgemeinschaft Schulung im Ar­beitsdienst. Mit dem Mikrophon im Arbeitsdienst­lager Scheidter Berg-Saar. 19: Reichssendung. 20: Reichssendung. 22.20: Reichssendung. 23.30: Am Grabe Schlageters in Schönau in Wiesenthal Ge­denkstunde. 24 bis 2: Nachtmusik.

Büchertisch.

Hellmuth Lenz: Deutsches Schick» sal an der Memel. Verlag I. F. Lehmann in München. Preis 1,50 RM. (145) Das Kownoer Bluturteil lenkt die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf die Schmach, die dem Deutsch­tum des Memellandes und damit dem ganzen deutschen Volke von dem Zwergstaat Litauen an­getan wird. 2657 Quadratkilometer Land mit 141 000 fast durchweg deutschgesinnten Einwohnern trennte das Diktat von Versailles vom deutschen Mutterland. 17 Jahre Leiden und Vergewaltigung liegen hinter unseren Volksgenossen an der Memell Gerade in diesen Tagen erlebten wir wieder einen Höhepunkt ihrer Unterdrückung. Gerade recht er­scheint deshalb diese volkstümliche mit 30 Bildern und eindrucksvollen Karten ausgestattete Schrift, die bestimmt ist, dem ganzen deutschen Volk und der Welt die Wahrheit über das Memelland zu bringen.

Professor Dr. H. F. H o f f m a n n : lieber Aerzte und Patienten. Verlag Ferdinand Enke in Stuttgart. Preis in Seinen geb. 3,40 Mk. (109) In knapper Form, prägnant und festge­fügt stehen Sprüche und Sentenzen zur ärztlichen Lebensweisheit vor uns, die für die Gemeinschaft "Arzt und Patient" grundsätzliche Bedeutung haben. Wie jede Lebensweisheit, so muß auch die des Arz­tes sich der eigenen Schwächen bewußt sein, muß im steten Kampfe selbstgerechter Dünkelei schlicht und bescheiden ihre Grenzen weisen. Diese auch gegen sich selbst kritische Haltung ist Voraussetzung jeder höheren Leistung. So will dieses Büchlein unseres Gießener Psychiaters zur Selbstkritik ermahnen und zur Selbsterziehung ermuntern. Er will auch über bas Reich ärztlicher Tätigkeit hinaus allen Nach­denklichen Anregung und Selbstbesinnung bringen. Hier spricht in Aphorismen eine Weltanschauung zu uns, die dem ernsten Streben dient zu wirken und zu heilen.

Hundert Jahre Karlsruher Lebensversicherung 1835 193 5." (112) Dem Bericht über ihr 100. Geschäftsjahr läßt die Gesellschaft nunmehr den von General­direktor Adolf Sammer verfaßten Bericht über ein Jahrhundert segensreicher Arbeit für Volk und Wirtschaft folgen. Die vornehm ausgestattete Fest- schrift ist reich mit Abbildungen versehen; neben der knapp gefaßten, historischen Darstellung enthält sie wissenschaftliche Arbeiten erster Mitarbeiter der Gesellschaft.

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