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es immer wieder als ihr Hauptziel bezeichnet, Deutschland in den Völkerbund zurückzubringen. Dies könne schwer mit der Genfer Anklage in Ein­klang gebracht werden. Großbritannien habe keinen Streit mit Deutschland. Beide Nationen seien stammverwandt und in ihren Anschauungen ähnlich. In weiten Kreisen Englands glaube man, daß die einzige Grundlage, auf der der Frieden aufrecht­erhalten werden könne, darin bestehe, einer großen Nation wie Deutschlanddie Möglichkeit einer Aus­dehnung" zu geben. Die britische öffentliche Mei­nung könne die gegen Deutschland angewandte be­sondere Behandlung nicht begreifen, denn nicht nur Deutschland habe gegen den Versailler Vertrag verstoßen. Ein mächtiges Volk der Unehr- lichkeit anzuklagen, sei keine Kleinigkeit. Letzten En- des würde eine solche Haltung durch Waffen­gewalt unter st ützt werden müssen. Italien sei heute wahrscheinlich besser für einen Krieg aus­gerüstet als 1914, aber seine militärischen Fähig­keiten werde es erst noch beweisen müssen. Von dem durch innere Uneinigkeit zerrissenen Frankreich glaubten Sachverständige, das es in vieler Hinsicht falsch ausgerüstet sei. Großbritannien sei nur halb bewaffnet. 1914/18 habe Deutschland beinahe die ganze Welt besiegt. Welche Aussichten würden die drei Mächte selbst mit russischer und tschechischer Hilfe gegen das deutsche Volke haben? Die einzige Macht, die aus der lebhaften politischen Tätigkeit der letzten 10 Tage Nutzen gezogen habe, sein Sow­ie t r u ß l a n d. Während sein Einfluß in West­europa größer geworden sei, habe sich die Lage aller anderen Länder verschlechtert. Ein bekannter Staatsmann habe in Stresa erklärt, ohne eine

Verständigung mit Deutschland fei ein Friede in Europa unmöglich.

Die Bolschewisten suchten die Uneinigkeit Euro­pas zu fördern. Praktisch sei das Ergebnis der Verurteilung Deutschlands in Genf der Still- ftand aller Fortschritte gewesen, die au eine Annäherung hinausliefen. Jeder Deutsche'fasse den Tadel als Zeichen dafür auf, daß die Versailler Mächte eine Politik der Vorherrschaft und des Dik­tates gegenüber Deutschland wieder aufnehmen wol- len.Observer" schreibt: Abstrakt gesprochen, war das Genfer Urteil des Völkerbundes richtig. Aber das Gewicht und der Ernst des gemeinsamen Protestes am Ende der Stresaer Konferenz waren an sicb genügend, und hierbei hätte man es belassen sollen. Die weiteren Anklagen in Genf mußten Ergebnisse zeitigen, die teils nutzlos, teils albern waren. Der abschließende Eindruck mußte der einer gewaltigen Komödie mit einem bitterem Beigeschmack sein. Zunächst mußte der Völkerbund, bevor die Völker­bundssatzung revidiert wird, wiederum ein Bund aller Nationen werden. Unter den gegenwärtigen Begrenzungen kann Genf niemals eine überwäl­tigende Autorität gegenüber starken Nichtmitglie­dern ausüben. Es ist ein großer Fehler, Deutsch­land im Namen des Völkerbundes zu bedrohen oder auszuzanken. Deutschland ist ebenso frei wie Ame­rika oder Japan, die dem Völkerbund nicht ange­hören. Ein so empfindlicher Rückschlag bei der Suche nach Sicherheit durch internationale Verträge und regionale Pakte müßte die Stellung der Leute stärken, die sichere Friedensgarantien durch einen Völkerbund suchten.

Ruhige Aufnahme in Paris.

Hitler-Freiplatzspen-e!

Nehmt SA.-Kameraden aufs Land!

Es ist das Verdienst Adolf Hitlers und seiner braunen Armee, daß wir heuer das dritte Oster­fest feiern konnten, an dem kein Deutscher mehr ohne Freude zu leben braucht, an dem die Arbeits­losigkeit auf einen Stand gesunken ist, den damals niemand mehr auch nur zu hoffen wagte. Die von Adolf Hitler mit der Gesundheitspflege des Volkes betraute nationalsozialistische Volkswohlfahrt verschickt jährlich Hundert­tausende in Luft und Sonne. Die NS.-Volkswohl- fahrt ist der Filter, der die Erholungsbedürftigen ganz gleich ob Kinder, Männer oder Frauen auffängt und ihnen für einige Wochen Erholung gewährt. Die NS.-Volkswohlfahrt ist es, die heute das deutsche Volk an die Großtaten Adolf Hitlers und seiner Kolonnen erinnert, die die Vermitt­lerin des Dankes aller Stände an den braunen Mann sein will. Denn, wenn wir heute in Freude Ostern feiern, dann verdanken wir das dem Führer und seinen Getreuen, und wenn sie uns vor den Schrecken kommunistischer Gewalt­tat behütet haben, dann schulden wir auch Dank

für diesen Schutz. Es ist dabei gleichgültig, ob wir Bauern oder Handwerker oder Geistesarbeiter sind! Dank sind wir alle schuldig. Und dieser Dank ist leicht zu erweisen. Nicht durch ein Wort allerdings, aber doch leicht durch die Tat. Wenn heute die NS.-Volkswohlfahrt zur Hitler-Freiplatzfpende ruft, verstecken wir uns dann nicht hinter leere Ausflüchte. Den- ken wir an unsere Pflicht gegen den Führer und seine Mannen! Geben wir bereitwillig an, daß wir einem SA. - Mann aus der Groß, st a d t für einige Wochen gern unsere Tür öffnen und ihn als lieben Gast bei uns einkehren sehen. Das sind wir schuldig. Aber noch eins: Wir wol- len nicht zögern, ebensowenig wie die National- sozialisten im Kampf um das Reich gezögert ha- den. Wir wollen schnell hingehen und der näch. st en Dienststelle derNS. - Volkswohl­fahrt unsere Bereitwilligkeit melden, einen alten Kämpfer aufzunehmen. Die NSV. ist uns ja allen vom Winterhilfswerk her und vom Hilfswerk Mutter und Kind" bekannt.

Grundsteinlegung für dieAdolf-Hitler-Jugendherberge in Berchtesgaden.

Paris, 22. April. (DNB.) Die deutsche Pro­testnote wird in der Pariser Presse im allgemeinen verhältnismäßig ruhig ausgenommen. Man behauptet, befriedigt zu sein, daß Frankreich als Urheber der Genfer Meinungsäußerung keine be­sonders abgefaßte Antwort erhalten habe. Der T e m p s versucht den Nachweis zu erbringen, daß der Protest von falschen Voraussetzungen ausgehe. Nicht einzelne Regierungen hätten sich als Richter über Deutschland eingesetzt, sondern der Völker­bundsrat. Figaro meint,die maßvollen Wendungen der Hitler-Note" und die Ankündigung einer weiteren Erklärung des deutschen Standpunk­tes seien Anzeichen dafür, daß man die Brücken nicht abbrechen wolle. Ferner könne man erneut lesen, daß Deutschland an künftige Verhandlungen denke. Deutschland habe die Hoffnung nicht auf­gegeben, den französisch-englisch-italienischen Block auseinanderzubringen. Wahrscheinlich werde es seine Anstrengungen nunmehr verdoppeln. R e - p u b l i q u e das den deutschen Protest alsVer­

legenheitsgeste" hinzustellen versucht, behauptet, durch den seinerzeitigen Eintritt in den Völkerbund habe Deutschland dem Völkerbundsrat das Recht zuerkannt, über Deutschlands Handlungen ein Ur­teil zu fällen. Echo d e Paris schreibt, die deutsche Note beweise, daß Hitler durch diemora­lische Verurteilung", deren schwache Punkte er ge­nau kenne, nicht übermäßig eingeschüchtert worden sei. Das Blatt empfiehlt als einzig wirksame fran­zösische Politik, gegen Deutschland alle die Völker zu sammeln, die dasAlldeutschtum" bedrohe. E r e Nouvelle sagt, wenn Deutschland durch seine Note den Eindruck erwecken wolle, seine Ver­urteilung in Genf sei die Folge eines in Stresa geschmiedeten Komplottes, so wolle es nicht nur Mitleid für bas angriffslustige Germanien wecken, sondern vor allem neue Rüstungen und vielleicht neue Vertragsverletzungen xu rechtfertigen versu­chen: dieunverschämte deutsche Note" müsse Frankreich zur Tat bestimmen.

Henderson Über die Aufgabe des Völkerbundes

London, 23. April (DNB. Funkspruch). Auf einer Persammlung des Völpkerbundsvereins in Scarborough hielt der Präsident der Abrüstungs­konferenz, Henderson, eine Rede, in der er jagte, die jetzige Lage sei ernst, aber er glaube nicht, daß der Krieg unmittelbar bevorstehe oder unver­meidlich sei. Bedauerlicherweise zeigten Europa und andere Teile der Welt Merkmale eines Zurückgleitens in dieselben Arten von Politik, die zu der Weltkatastrophe von 1914 geführt hätten.

Die Wahrung des Friedens fei in der Völker­bundssatzung medergelegt. Der erste grundlegende Gedanke der Satzung sei, daß irgendein Krieg oder eine Drohung mit Krieg den ganzenVölker- bund angehe. Der zweite Grundsatz fei, daß die Nationen unter allen Umständen ihre Streitig- ketten in irgendeiner Form einer friedlichen Schlichtung unterwerfen müßten. Der dritte sei, daß ein Zurückgreifen auf den Krieg ein Jo schweres Verbrechen gegen die internationale Ge­meinschaft darftelle, daß sämtliche Nationen verpflichtet seien, oorzugehen und alle Be­ziehungen zu dem Angreifer abzu- brech e n. Der vierte Grundsatz sei die Verpflich­tung, die Rüst ungen zu vermindern und auf den niedrigsten Stand zu begrenzen, der mit der nationalen Sicherheit und der Durchführung internationaler Verpflichtungen verträglich sei. Aller­dings sei es nicht überraschend, daß Regierungen, bevor sie bei der jetzigen Lage Verminderungen zu­stimmten, Garantien forderten.

Die Ereignisse im Fernen Osten seien ZUM großen Teil schuld an dem Beginn des neuen Wettrüstens. Es dürfe auch nicht ver­gessen werden, daß man versäumt habe, das

in den Friedensverträgen eingeschlossene Ver­sprechen gegenüber Deutschland zu allgemeiner Verminderung und Begrenzung der Rüstungen auf der Grundlage eines star­ken Kollektivsystems rechtzeitig einzu- löfen. heute gebe es zwei Sturmzen­tren, eines im Fernen Osten und eines in Europa. Der Frieden sei unteilbar und jeder Versuch, die Verantwortung für die Auf­rechterhaltung des Friedens zu teilen, fei eine Aufforderung, die Völkerbundsfahung zu ver­leugnen und die Tür für einen Krieg in Europa zu öffnen. 3n einen solchen Krieg würde England bestimmt Hin­ei ugezogen werden. Die Engländer hätten also ein gewaltiges Interesse an dem Erfolg des Versuches, die Gleichberechtigung Deutschlands innerhalb des Rah­mens eines allgemeinen Sicher­heitssystems zustande zu bringen. Aus dem gleichen Grunde werde Deutschlands RückkehrindenVölkerbund und seine volle Annahme aller Verpflichtungen der Satzung allenthalben als unentbehrlicher Teil der allgemeinen Regelung be- trachtet.

Henderson begrüßte die in Stresa von der briti­schen und der italienischen Regierung abgegebene Locarno-Erklärung und sagte, die Ab­rüstungskonferenz müßte ihre große Arbeit fort­setzen und ein wirksames Abkommen zustande bringen.

Kleine politische Nachrichten.

Am Ostermorgen hat Papst Pius XL zum sechsten Male seit der Aussöhnung zwischen dem Vatikan und Italien in Anwesenheit von Zehn­tausenden in- und ausländischen Besuchern in feierlicher Form in St. Peter das Hochamt ge­halten. Nach dem Pontifikalamt erschien der Papst in Begleitung der höchsten Geistlichkeit in der Log­gia der Fassade der Peterskirche, wo er u r b i et orbi den Segen erteilte. Auch dieser feierlichen Handlung wohnten Zehntausende auf dem riesigen Petersplatz bei.

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3n Venedig besuchte Staatssekretär S u v i ch den polnischen Außenminister Beck, der sich einige Tage privat in Venedig aufhält. In einer längeren Aussprache wurden die Polen und Italien gemein­sam berührenden Fragen geprüft und die Ueber- einstimmung der Ansichten der beiden Länder fest­gestellt.

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3n einer Havasmeldung aus Kowno heißt es, daß die von den Gesandten Frankreichs, Italiens und Englands der litauischen Regierung überreichte Note, die in Stresa beschlossen worden war, in gemäßigtem Tone gehalten sei. Die Mächte haben darin die Hoffnung ausge­sprochen, daß die litauische Regierung einen Be­weis ihres guten Willens ablegen werde, indem sie sobald wie möglich die parlamentarische Tätigkeit des Memeler Landtags wie­derherstelle.

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Die polnische Polizei hat im Verlaufe der Untersuchung der Ausschreitungen in Pommerellen in Kl e in k atz bisher vier Personen ver- haftet. In Neustadt sind durch die Ausschrei­tungen geschädigte Deutsche zur Feststellung des Schadens polizeilich vernommen worden. Außer­

dem befindet sich eine Kommission des polnischen Innenministeriums zur Untersuchung der Vorfälle in Pommerellen. Die maßgebenden polnischen Stellen sind bemüht, die bedauerlichen Vorfälle aufzuklaren und gegen die Urheber tatkräftig vor­zugehen. .

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In Stettin traf eine A b o rd n u n g f i n n i fch e r Landwirtschaftsführer unter Leitung des fmnländifchen Landwirtschaftsministers L i n n a ein, Oie auf einer Rundreise durch Pommern und Meck- lenburg deutsche Siedlungen kennenlernen will. Die finnnische Abordnung wurde von dem Stabsabteilungsleiter im Reichsnährstand, Hahner herzlich begrüßt.

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Generalleutnant Sir Richard Butler ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Er war von 1916 bis 1918 stellvertretender Generalstabschef der britischen Armee in Frankreich und galt als die rechte Hand des Oberbefehlshabers Marschall Haig. Nach dem Kriege hat er eine zeitlang eine Division im Rheinland kommandiert.

Das neue bulganscheKabinett

Sofia, 22. April. (DNB.) In dem vom ehe­maligen Gesandten Toscheff gebilbeten Kabinett ist Minister des Aeußeren: Kosseiwanoff (bis­her Chef des Zivilkabinetts des Königs und ehe­maliger Gesandter in Belgrad), Minister des In­nern unb jür Volksgesunbheit: Athanassof f (bisher fteuoertretenber Chef des Generalstabes), Kriegsminister: General Z a n e f f (bisher Befehls- Haber der Garnison Sofia).

Die neue Regierung wird als ein Kabinett des besonderen Vertrauens des Kö­nigs bezeichnet, das den Einfluß der Krone,

An einem der schönsten Punkte Deutschlands, auf der Strub im Berchtesgadener Land ersteht die Adolf - Hitler - Jugendherberge. Den Grund dazu hat das Ehepaar von Porry der deutschen Jugend gestiftet. Die feierliche Grund- fteinlegung war auf den Geburtstag des Füh­rers angefetzt worden. Unter dem prächtigen Früh­lingshimmel hatte sich um den Grundstein eine statt­liche Menge versammelt. Reichsjugendführer Baldur v. S ch i r a ch wurde unter Kanonenschlägen und mit begeisterten Heilrufen empfangen. Der Reichs­jugendführer hob die große Bedeutung des deutschen Jugendherbergswesens hervor, das in feiner Art einzig dastehe. Andere Völker hätten danach ihre Jugendherbergsverbände eingerichtet. In Deutsch­land seien über 2000 Jugendherbergen in diesem gewaltigen Werk zusammengeschloffen, das zugleich auch eine außerordentliche wirtschaftliche Bedeutung habe. Der Reichsjugendführer betonte, wie sehr Adolf Hitler gegen Unverstand und Torheit zu kämpfen gehabt habe, wie er sie überwand und wie er nun an der Spitze der deutschen Jugend, des ganzen deutschen Volkes und des gewaltigen Rei­ches stehe, dessen jüngste Soldaten, so sagte er zu den versammelten Jungen, ihr seid. Er fuhr dann fort: Auch wir müssen heute im Dritten Reich im Jahre 1935 uns behaupten und uns durchsetzen gegenüber Schwierigkeiten, die uns feindlich gesinnte Persön­lichkeiten und Einrichtungen bereiten. Während wir mit dem Führer nichts anderes wollen, als die so­

zialistische Einigkeit unb Kamerabschaft, gibt es Kräfte in unserem Volk, bie bie Zwietracht wollen, bie uns verleumben unb beschmutzen. Gegen biefe zerstören­den Elemente kämpfen wir mit ber leibenfchaftlichen Kraft unserer Jugenb, verbunben mit bem Füh­rer. Entweber wir erkämpfen bie Einigkeit biefer Jugenb unb damit die Zukunft unseres Volkes ober es ist alles umsonst, was Abolf Hitler schuf unb schaffen wirb. Der Reichsjugenbführer Balbur von Schirach erklärte zum Schluß, biefe Jugenbherberge solle ein Heim ber jungen Pioniere ber sozialistischen Kamerabschaft fein. So werbe sie ein Symbol biefer klassenlosen Gemein- schäft, eine ragenbe Burg bes Glaubens ber beut- schen Jugenb an Abolf Hitler.

Nach bem Fahnenlieb ber Hitlerjugend verlas der Führer des Reichsverbanbes für beutfche Jugend­herbergen, Gebietsführer R o b a t h, bie Grunbstein- urfunbe, bie be\aatf baß am 46. Geburtstag Adolf Hitlers ber Grundstein gelegt worden fei, und die für alle Zeiten festhält bie hochherzige Spende des Ehepaares Georg und Sybill von Porry. Unter Trommelwirbel legte dann der Reichsjugendführer die Urkunde in den Grundstein. Sein Spruch lau­tete:Im Zeitalter Adolf Hitlers gebaut, erstehe dieses Haus in feinem Geiste!" Der Badenweiler Marsch und ein Vorbeimarsch auf dem Franzis­kaner-Platz beschlossen die denkwürdige Grundstein­legungsfeier an dem 46. Geburtstag des Führers in feiner Wahlheimat im Berchtesgadener Land.

DerTag der Reichslustwaffe".

Flieger stellen die Ehrenwachen in der Neichshaupistadt. - Ostervolfsflug^g in Berlin.

Berlin, 22. April. (DNB.) Am ersten Ehren­tag für die Reichsluftwaffe, zu dem der Reichs­minister der Luftfahrt den 21. April, den Todes- tag des Rittmeisters Manfred Frei- Herrn v. Nichthofen bestimmt hat, wurden am Ostersonntag die Standortwachen von der Luftwaffe gestellt. Am Mittag zog die vom JagdgeschwaderRichthofen" gestellte Wach- kompanie mit Musik und Spielmannszug ber Wach­truppe Berlin burch bas Branbenburger Tor zum Ehrenmal. Die Linden waren dicht mit Menschen umsäumt, die dem ersten Anmarsch der jungen Truppe in ihren schmucken Uniformen und blaugrauen Stahlhelmen beiwohnen wollten. Vor bem Ehrenmal hatte Staatssekretär General­leutnant Milch mit ben Offizieren ber Luftstreit- fräfte Aufstellung genommen. Nach ber Vergatte­rung setzte bie Fliegerwachkompanie ihren Weiter- marsch zur Reichskanzlei unb zum Reichs- luf tf ahrtministerium fort, wo bas Jagb- gefchwader bie Wachen stellte. Außerbem hielt am Grabe Richthofens auf bem Jnvalibenfrieb- hof bis zur einbrechenben Dunkelheit ein Doppel­posten bie Ehrenwache. Im Zeughaus hatte bie Generalverwaltung ber staatlichen Museen an bem in ber Vorhalle ausgestellten Flugzeug besroten Kampffliegers" einen Kranz niebergelegt. Das Ehrenmal wurde abends durch Scheinwerfer an­gestrahlt.

Der erste Tag ber Reichsluftwaffe fiel mit bem bereits herkömmlich geworbenen Ostervolks - f l u g t a g auf bem Tempelhofer Felb zusammen, ber sich nach einer Ehrung für ben Fliegerhelben Mcmfreb von Richthofen burch Fliegerkommodore Oberstleutnant Übet unb ben fteüoertretenben Gau­leiter Görlitzer zum Volksfest gestaltete. 250 000 Menschen füllten ben weiten Platz unb sahen ben

hohen Leistungen beutscher Flieger zu. Übet über­brachte bie besten Grüße bes Reichsluftfahrtministers Goring. Als alter Geschwaberkamerab Manfred von Richthofens, so führte Übet aus, fei es ihm eine befonbere Ehre, bes Mannes zu gebenden, ber ben Nuf der deutschen Luftwaffe im Kriege weit über die Grenzen des Vaterlandes getragen habe. Richt- Hofen fei ein Name, der zürn Symbol für deutsches Soldatentum geworden ist. Dieser Richthofengeist sei der gleiche, der das Reich Adolf Hitlers aufgebaut habe, der keine kleinlichen Klauseln und Kompromisse, sondern nur die grabe grofje Linie, das rückhaltlose Eintreten für den Ka­meraden und die rücksichtslose Vernichtung des Gey- ners bedeute. Die seltene Tatkraft Richthofens fei ubergeftrömt auf feinen letzten Nachfolger im Ge­schwader Hermann Göring, dem es jetzt durch ben kühnen Entschluß des Führers ermöglicht worben sei, mit seinen Mitarbeitern eine neue stolze ßuftmaffe aus dem Boden zu stampfen. Den. Dank an Richthofen könnten die alten Flieger nicht besser zum Ausdruck bringen als im Gelöbnis an ben Führer, biefen Geist fortzusetzen inun» " ruchliche.r Treue zu Abolf Hitler

Nachdem das Lied vom guten^ameraben verklun­gen war, sprach ber stellvertretende Gauleiter Staatsrat Görlitzer In flotter Folge wickelte sich dann bas abwechselungsreiche Programm ab, bei dem Willy Stör unb Gerb Achtel is mitwirkten. Besonberen Beifall errang roieber Ernst Ubets Courtos-Akrobatik-Mafchine, auf ber er feine be­kannten Fallstürze, Loopings unb Rollings aus- suhrte, bie immer wieder rauschenden Beifall aus» losten. Sodann zeigte Übet gleiche Kunststücke mit einem Segelflugzeug. Tosender Beifall dankte ben Fliegern.

der burch die beiden vorigen Regierungen geschmä­lert worden war, in vollem Umfange mie­de r h e r st e l l e n wird. Die Regierung hat die Anweisung geaeben, den verbannten Führer der volkssozialen Bewegung, Professor Zankoff, zusammen mit bem ehemaligen Ministerpräsibenten 0 e o r g i e f f unb ben übrigen verbannten Poli­tikern sofort freigulaffen. Einige Minister hatten bie Freilassung ber Verbannten zur Bebin- gung für ihre Teilnahme am Kabinett gemacht. Der Verkehrsminister Koschucharoff ist ein Anhänger ber Zankoff-Bewegung. Er leitet bie LeitungSlooo". Die Tatsache, baß in bem neuen Kabinett nur brei Offiziere sitzen, von bencn lediglich der Innenminister General Athanassoff ein Vertreter der Offiziersliga ist, welche ben Staatsstreich vom 19. Mai 1934 organisiert hatte, läßt erkennen, baß ber Einfluß biefer politisch interessierten Offiziersgruppe stark im Schwin - b e n begriffen ist. Der neue Kriegsminister General 3 a n e f f gilt als ein bem König unbebingt er­gebener Offizier, ber stets als Gegner bes Ein- Äber Offiziersliga in bas politische Leben ibes gegolten hat. Innenpolitisch wirb bie neue Regierung an bem autoritären Kurs festhalten. Auch außenpolitisch ist keinerlei Aenberung zu erwarten. Es wirb hervorgehoben, baß ber neue Außenminister ein aufrichtiger Freunb der Annäherung an Südslawien ist.

Kunst und Wissenschaft.

Aischylos-Festausführung in der Berliner Volksbühne, am Geburtstage des Führers.

Aus Anlaß bes Geburtstags bes Füh­rers unb Reichskanzlers veranstaltete bie Univer­sität Berlin in ber Volksbühne am Horst-Wesfel- Platz eine Festaufführung ber Tragödie Die Perser" von A i s ch y l o s. Zahlreiche Mii- glieber bes Lehrkörpers ber Universität sowie ber Stubentenschaft hatten in bem Foyer Aufstellung genommen. Unter ben Anwesenben bemerkte man ferner Reichserziehungsminister Rust, Vertreter bes biplomatifchen Korps unb zahlreiche Angehörige der Wehrmacht. Die Regie ber Aufführung lag in ben Händen von Prof. Dr. Ley hausen. Von ihm stammt auch die Übersetzung und die musika­lische Umrahmung und Untermalung, bie ben Stim­mungsgehalt der erhabenen Totenklage wirksam unterstrich. Von den Darstellern seien mit Aus­zeichnung genannt Annemarie Loose als Dar­stellerin der Atossa, Alexis Posse als Dareios, Albrecht Schönhals als Bote, Heinz Klin« g e n b e r g als Terxes, Bruno Karl als Chor« führer und nicht zuletzt der Sprechchor der Unive^ sität. Darsteller und Spielleitung konnten am Schluß herzlichen Beifall entgegennehmen.